Man kann ja auch mal was überlesen.
In dem Artikel steht als erster Satz:" Für Transistoren ist Graphen mit einer rund 200-mal größeren Elektromobilität im Vergleich zu Silizium ein geeigneter Halbleiter."
Es kommt zwar darauf an was man unter "Elektromobilität" versteht aber ich denke mal, dass darunter die Leitfähigkeit des Stoffes verstanden wird und hierdurch schneller Schaltungen/Berechnungen möglich sein werden. Somit ist er nicht nur robuster, sondern auch bis zu 200 mal Schneller als ein bisheriger Halbleiter.
Das du ein Problem mit dem Begriff der "Elektromobilität" hast, könnte eventuell daran liegen, das hier eigentlich die "Elektro
nenmobilität" gemeint war
Als Elektromobilität bezeichnet man den Individualverkehr auf Basis von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen
Als Elektronenmobilität bezeichnet man den Zusammenhang zwischen elektrischem Feld und Driftgeschwindigkeit der
elektrischen Ladungen in diesem Feld. NICHT! Elektronen! es können nämlich auch "positive Ladungen" transportiert werden, nämlich sogenannte Löcher.
Also so wie ich das jetzt verstanden habe, war es ja bisher nur möglich stabile Graphentransistoren bei Temperaturen von -200 °C zu produzieren, was natürlich nicht sehr alltags tauglich ist. Jetzt hat man eine Möglichkeit gefunden stabilere Transistoren zu produzieren, die dann wahrscheinlich auch bei höheren Temperaturen noch ihre Strukturen behalten. Vll. sogar bei Zimmertemperatur, wer weiß.
Über die Temperaturen bin ich mir nicht ganz sicher, aber es gibt schon seit ~3-5 Jahren Arbeiten an Quantenpunktkontakten, und Systemen aus Quantenpunktkontakten+Quantendrähten. Da gibt es auch die Möglichkeit, durch eine Gateelektrode den Quantenpunkt zu sperren. Da reichen sogar verdammt kleine Spannungsunterschiede, um zwischen Leitend und Nichtleitend zu wechseln. Man "hebt einfach" das niedrigste Energieniveau über das höchste Niveau der Elektronen im angrenzenden Leiter an.
Das ist nach meinem Verständnis praktisch auch ein Transistor. Das Problem an der Sache war/ist halt, dass die Quantenpunktkontakte zwar winzig sind, die Ansteuerungselektronik aber im Vergleich gigantisch ist.
Btw. ich hab kurz nach nem Bild dafür gesucht und das hier gefunden:
JKU | ITP » Thomas Berer - Quanteneffekte in Nanostrukturen
Da wurde aber wirklich bei tiefen Temperaturen gearbeitet bei dieser Arbeit. Die Israelis (?) haben aber glaub ich auch bei Raumtemperatur schon gearbeitet gehabt.
Insgesamt ist das Feld der Mesoskopischen Physik aber sehr spannend, vor allem, wenn man sich solche Quantenpunkt/Drähte Systeme anschaut. Da sind schon sehr lustige Sachen machbar, aber die mathematische Beschreibung wird dann doch relativ schnell sehr kompliziert. Man hat es halt doch nur mit Wahrscheinlichkeiten zu tun, die dann auch noch wirklich von dem Energieniveau der einzelnen Elektronen abhängen

Nicht trivial sag ich da nur!
für alle die englisch (wissenschaftlich) können, ist dieser
link ganz interessant.
Schau ich mir mal bei gelegenheit an, wenn ich Zeit habe
