News "Wir machen die Preise nicht" - Entwickler wehrt sich gegen Preisgestaltung

Wer in einen Buch oder Comicladen geht, sieht die Zukunft von Computerspielen. Jedes Buch das heute erscheint, konkurriert nicht nur mit den anderen Büchern dieses Monats, sondern mit allem was jemals geschrieben wurde. Manche Bücher sind vielleicht schlecht gealtert, daher sind sie verschwunden, aber es gibt keinen Mangel an Material aus vergangenen Jahren, Jahrzehnten, Jahrhunderten.

Und die Zukunft von AAAA sah man damals schon ein bisschen an Tomb Raider: Millionenverkäufe. Square Enix waren trotzdem nicht zufrieden. Siehe auch Hollywood, wo die XXL-Budgets selbst bei vermeintlichen Nummer-Sicher-Marken nicht mehr eingespielt werden. Und Effektgewitter? Hat sowieso jeder Film, wo Geld dahinter steht.

Auch hier gibts zunehmend ein Plateau bei den Games -- denn Doom³ und Doom2 mag man die zehn Jahre noch weit mehr als angesehen haben, die dazwischen lagen. Bei The Dark Ages und Doom 2016 wirds aber kniffliger (ohne zu behaupten, man sähe nicht, welches das ältere Game ist).

Freilich wird neue Hardware immer am jeweils fordernsten Testsubjekt (aka Software) getestet. Trotzdem verzerren solche Tests das Bild. Denn es ist bereits seit langem so, dass Grafikblockbuster nur einen kleinen Bruchteil des Marktes ausmachen -- und das jedes Jahr. Das nicht nur wegen Indie. Sondern schlicht, weil sich nur wenige Publisher und Studios den Aufwand leisten können -- im Wortsinn. Kein Wunder, dass mancher Titel spätestens im Nachgang dann noch ein Update für Steam Deck bekommt (siehe Indiana Jones) -- je größer die angesprochene Hardwarebasis, desto größer die Chance, die Kohle wieder reinzuholen.
 
Damit hat man schon Mal den Gegenwert von 2 neuen Spielen a 80€
Wo wir wieder beim Thema "Streichpreise" wären. Also der Höchstpreis den ich real je für ein Spiel bezahlt habe sind immer noch 50€.
Deswegen ja auch mein Eindruck dass MS hier absichtlich solche Rechnungen schönt statt real zu erwarten die Spiele auf anderen Plattformen für den Betrag los zu bekommen.
Naja, wenn einem das als Entwickler nicht passt, muss man sich ja nicht so einem oder überhaupt einem Publisher verschreiben.
Microsoft ist der Besitzer von Obsidian, nicht (nur) der Publisher.
 
Für Obsidian ist das keine gute Werbung, denn auch The Outer Worlds 2 wird nicht zwingend als Blockbuster-Leuchtturm, als AAAA, als GTA6 wahrgenommen. Aber so bepreist.

Insgesamt natürlich pure Luxusdebatte, solange Mount Everests Of Shame real sind, ein untrügliches Zeichen eines Marktes mit massivem Überangebot. Schade, dass es die GeForce nicht auch im Gamepass, Steam-Sale oder als Epic-Gratisgeschenk gibt, wa? :D


#FirstWorldGamingProblems
Warte mal ab was GTA 6 für ein Preisschild bekommt.
 
Es ist halt auch eine Art Idiotensteuer wenn Microsoft für 1 Woche früheren Start 100€ verlangt und die Leute zahlen das auch.
Ein paar jener haben sicher auch (zu) viel Geld. Kaufen sich ja auch einige 4090, 5090 (hintereinander, als Upgrade) ... für Tausende Euros. Denen kann der Preis egal sein.

Du weißt aber schon das auch bei digitalen spielen Kosten anfallen die den physischen gleichzustellen sind?

-Serverkosten
-Stromkosten
-Wartungskosten
-Mitarbeiter
-Entwicklungskosten
-usw.

das schenkt dir der Publisher ja nicht und zahlt die Kosten auf seine Kappe.
Eher als Ergänzung gemeint - Insofern ist der Rahmen, den Ghostmd bereits zog, weiterzuziehen - eben inkl. der physischen Kopie. Die Spieler:innen erhalten nun einmal keinen aufwendig gestalteten, hergestellten Gegenstand wie bspw. einen Computer, sondern höchstens eine DVD+Box (von limitierten Versionen mal abgesehen, da diese ja noch teurer als 80 € oder so sind). Die Verfielfältigungskosten sind bei Spielen generell sehr gering, nehme ich an.
- Wobei heutzutage Serverkosten eh im allgemeinen vorgehalten werden und den Vorteil bieten das Spielprodukt nachzupatchen, d.h. die Möglichkeit bieten vorzeitig (früherer Zeitpunkt der Einnahmeerzielung, frühere Kreditzurückzahlung bzw. Vermeidung erneuter Kapitalbeschaffung) unfertig veröffentlichen zu können. -
Allerdings sind Entwicklungskosten (wie Du sie ja bereits nennst) und sowas wie Inflation gegenzurechnen. Bei letzteren hat sich eben in vielen Bereichen etwas getan. Der Aufwand für bestimmte Typen von Spielen (Mainstream gegenüber IndieGames) ist gestiegen. Und dann kommt da noch die fortschreitende Kommerzialisierung von Gaming dazu, Verkauf an bzw. Übernahme von kleinen Studios durch große Publisher:innen und der Druck, hohe Profite für die Eigentümer:innen (Aktionär:innen u.ä.) im Kapitalismus abzuwerfen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wo wir wieder beim Thema "Streichpreise" wären. Also der Höchstpreis den ich real je für ein Spiel bezahlt habe sind immer noch 50€.
Naja ist ja nicht nur Microsoft die ihre Spielepreise auf 60-80€ erhöht haben.. mal ganz unabhängig davon ob sie jetzt im Gamepass sind oder nicht.
Und dann reden wir noch nicht von den "Special Editions" die immer mehr überhand nehmen... sondern vom Basisspiel ..

Und auch PS5 und Xbox Spiele sind nicht gerade günstiger
An die hohen Preise wirst du dich leider gewöhnen müssen.

Klar wenn man etwas wartet werden diese Spiele günstiger im Laufe der Zeit keine Frage

Aber selbst wenn ich von deinen 50€ ausgehe sind das immer noch 1Jahr GP = 3 Spiele


Im Gamepass sind aktuell 448 Spiele.. nicht alles ist müll.. neue Spiele.. Goldies und Oldies..
Sogar viele Spiele die ich mir so nichtmals gekauft hätte aber im GP testen konnte..
Und dann bei Steam ect nicht hätte zurück geben können weil 2std überschritten sind.

Oder weil ich damals davor stand und mir bei den lets Plays dachte uff das ist viel Geld für das was ich da sehe
 
Jap ich kenne die garnicht .ich bin zwar nur ein Gelegenheits zocker aber informiere mich dennoch . Und genau diese Games sind mir noch nie über den Weg gelaufen . Es ist erst dann bekannt wenn sogar wer wie ich es kennt . Naja es wird gewiss noch mehr solcher Games geben die ich nicht kenne und ihr auch nicht. Man kann nur was kaufen was man kennt bzw wo man weiß wie es heißt .Unf das ist heutzutage ein großes Problem das viele aufgrund weil unbekannt oder sowas nicht verkauft werden . Man nur was kaufen was auch präsent ist ,ist ja logisch .
Wenn du RPG Liebhaber wärst, dann würdest du die sicherlich kennen. Und ReFantazio ist ein JRPG, ein sehr gutes an das sich die JRPG Spieler auch nach Jahren noch erinnern werden, wie bei vielen Spielen von Atlus (Persona). Alle drei genannten spiele waren sehr präsent. Aber die Aussage auf der du geantwortet hast, war schon Quatsch.
 
Ach wie toll auch das microsoft Activision Blizzard übernehmen durfte somit können sie noch mehr Druck auf andere Publisher mit ihren Mondpreisen für Spiele ausüben.
Aber klar durch die finanziellen Mittel von Microsoft haben wir jetzt viel bessere Spiele und es war ja eh besser so weil dieser Kotick dringend weg musste...
 
Der Markt macht gerade alles mit.
Leider ja
MS möchte doch nur das Beste.
Ja - Unser Geld
Es ist doch das Selbe wie mit den überteuerten Nvidia Karten, gekauft wird es trotzdem. Also können die Preislich machen was sie wollen.
Ist leider so, dachte ich auch grad
Die Spiele können 150€ Kosten und ich werd mir kein Gamepass zulegen😅 halte von dem gar nichts.
Ich auch nicht
Dann wirds halt nicht gekauft
Ich werde niemals 80€ für ein Spiel zahlen und Flopppass schon mal gar nicht.
Sehe ich auch so
Warte mal ab was GTA 6 für ein Preisschild bekommt.
Ich sehe da auch horrende Preise kommen
 
Schöne Rauchgranate, die da gezündet wird. Selbst wenn die in diesem Falle als hundertprozentiges Tochterstudio von Microsoft überhaupt keinen Einfluss auf die Preisgestaltung haben mögen (im Gegensatz zum klassischen Entwickler-Publisher-Modell), interessiert den Kunden nur das was er sieht und das ist nun mal der Preis: Ob man den wegen teurer Werbung, Luxus-Catering oder einfach Gier so hoch ansetzen muss, oder wer da letzten Endes die Entscheidungen trifft sollte Kunden normalerweise nicht interessieren. Für die ist das einzige relevante Kriterium Produkt gegen Geld.
Aber gibt ja immer noch Leute die solche "Begründungen" gelten lassen, oder sogar falsch verstehen. Als der digitale Vertrieb kam, wurde auch versprochen dass es billiger würde; die Kundenseite war damit nie gemeint...
Ein Argument was man da oft hört, ist dass man den Einzelhandel wie z.B. Gamestop nicht übervorteilen wollte daher de facto eine Preisbindung vereinbart hat: Gerade im Konsolenmarkt mit kostenpflichtigen Internetdiensten kaufte noch der Großteil der Kunden im Laden, lange nachdem auf dem PC Steam und andere Anbieter schon etabliert waren. Für den PC-Markt ist so etwas aber schon damals fadenscheinig gewesen, da eine Breitbandinternetanbindung schon deutlich länger Standard ist und z.B. EA schon 2006 mit reinen Download-DLCs angefangen hat.
 
Die Ferne Zukunft von AAA Computerspielen ist KI generiert er Inhalt, wer was kreatives will muss sich auf Indies verständigen können
Glaube dass das Ganze nicht so einfach ist. Das Alleinstellungsmerkmal von AAA-Games war bisher immer der sogenannte "production value". Seit allerdings der ganze Markt mit UE-Titeln geflutet wird und die namhaften AA-Studios und Indies(wie Larian, IOI etc.) technisch teilweise sogar bessere Arbeit abliefern, als die großen Studios, dürfte die AAA-Antwort langfristig eher ein Heer von Designern sein die alles händisch entwerfen; im Gegensatz zu Indies kann man sich das nämlich leisten. Das Spielprinzip wird dadurch nicht origineller und die Ideen werden auch nicht frischer, aber man erhält als Käufer weiterhin die Qualität, die man von AAA erwartet, nur halt designtechnisch statt technisch wie bisher.
Wo KI absolut dominieren wird ist wie jetzt schon der Remaster-Markt, für die schnelle Münze, oder in Zukunft wenn Indies umfangreichere Titel oder OpenWorlds bringen möchten.
 
Outer Worlds 2 wird wie der erste Teil ein eher mid Game welches im Sale nicht mal 40 Euro wert ist. Nennt mir ein einziges überragendes First Person RPG aus deren Feder. Gibt es nicht. Mich würde nur an dieser Stelle interessieren wieviel Einfluss Obsidian auf den Preis hat oder ob MS sein erkauftes beinahe Monopol nun aussnutzt.
 
Du weißt aber schon das auch bei digitalen spielen Kosten anfallen die den physischen gleichzustellen sind?

-Serverkosten
-Stromkosten
-Wartungskosten
-Mitarbeiter
-Entwicklungskosten
-usw.

das schenkt dir der Publisher ja nicht und zahlt die Kosten auf seine Kappe.
wie meinen? Vergessen wir jetzt das es mit STEAM angefangen hat und das Valve eine eigene Infrastruktur hat
die die Publisher nutzen?

Ausserdem waren die Kosten vorher auch schon fällig, für der Hauseigenen IT Strukturen.
So einfach isses nu auch wieder nicht sich das schönzureden.
 
ich spiele alle2-3 Jahre vlt mal ein "neues" Spiel...Für mich neu... weil grad gekauft!
Mir macht es gar nichts aus wenn das Spiel schon 2 ,3, 5 oder 7 Jahre auf dem Markt ist.
entsprechend sind die preise halt auch super. Bei jeglichem Publisher würde ich mit einem Abo das 10-20 fache für Videospiele zahlen wie jetzt.

mir ist restlos wumpe was grad so auf dem Markt neu erscheint. Ich würde auch nicht mehr spielen nur weil ich Zugriff auf mehr Titel hätte. ca 50 PC-Spiele hab ich seit 1999 mit meinem Ersten Spiele-PC und gut 1/3 hab ich bis heute nicht gespielt weils irgendwelche Gratisspiele sind die ich nie wollte oder bewusst erworben habe.

Diese Neue Masche mit den Spiele Abos ist für Gelegenheitsspieler sollte es sich wie ich es erwarte zu einer Grundvoraussetzung entwickeln, der Grund fast gar nichts mehr spielen zu können obwohl man gerne möchte!
 
Zuletzt bearbeitet:
Glaube dass das Ganze nicht so einfach ist. Das Alleinstellungsmerkmal von AAA-Games war bisher immer der sogenannte "production value".
Aber was genau soll das sein. Seit fast 20 Jahren fällt mir auf, dass Spiele immer ähnlicher werden.
Ähnlichkeit ist genau das was KI hervorragend kann.
Ich hab erst vor 2 Wochen eine Demo gesehen, wo eine KI mit ein paar Inputs ganze Spiele erstellt.
Danach weitere Inputs um das Spiel zu individualisieren. Schon war Spiel A ein "Spiel A im Mittelalter" usw.
Nichts anderes macht ein COD, Battlefield etc... natürlich kann man noch individuelles hinzufügen, aber tatsache ist, dass in 10+ Jahren viele Schritte die KI übernimmt.
In der UE 6 oder 7 werden KI Agenten drin sein müssen, oder man fällt zurück.
Der Engine mit möglichst guten KI Agenten wird die Zukunft gehören.

Und nein, ich mag das nicht, aber es führt kein Weg daran vorbei.
Allerdings ermöglicht es mir auch mein eigenes Spiel zu basteln. Zumindest zum Teil.
Spiele wie STALKER werden immer noch rausstechen, ein COD krieg ich aber schnell mal hin.
Seit allerdings der ganze Markt mit UE-Titeln geflutet wird und die namhaften AA-Studios und Indies(wie Larian, IOI etc.) technisch teilweise sogar bessere Arbeit abliefern, als die großen Studios, dürfte die AAA-Antwort langfristig eher ein Heer von Designern sein die alles händisch entwerfen;
Das ist ja was ich irgendwie versuche zu sagen: AAA Titel mit der immergleichen Tech und den immergleichen Ideen werden halt... naja gegenüber den Indieprojekten immer geringeren Abstand haben.
Ich habe mit "Bolt" in 5 minuten ein eigenes Spiel erstellt. Simpel ja, aber es war da.
Das hätte mich davor Monate gekostet. Und es war individualisiert und besser als das was ich im Kopf hatte.
im Gegensatz zu Indies kann man sich das nämlich leisten. Das Spielprinzip wird dadurch nicht origineller und die Ideen werden auch nicht frischer
es ist immer die Frage WIE man Technologie einsetzt.
Wenn ich an diverse Half Life Mods denke, dann war da extrem viel Kreativität da. Und das ginge dann noch einfacher, dank KI.
Entweder ganze Spiele oder meinetwegen nur Mods...
, aber man erhält als Käufer weiterhin die Qualität, die man von AAA erwartet, nur halt designtechnisch statt technisch wie bisher.
Ich erkenne bei den AAA(A) Titeln in den letzten Jahren immer seltener den Mehrwert.
Ausnahmespiele gibt es, ja, aber sodass ich am Postkasten gewartet habe auf die nächste PC Player/Gamestar/PCGames weil es einfach so viele neue geile Ideen gab ist es schon lange nicht mehr.
Es sind die immergleichen Spiele die eigentlich Remixe sind von bestehenden Ideen.
Warum?
In den 90ern hast du 1 Jahr lang 10 Leute in einen Raum sperren können und ein revolutionäres Spiel kam raus (Doom), heute brauchst du 100+ Leute für 5 Jahre oder mehr.#
Das heißt du musst schon am Beginn des Spiels einplanen, dass es viel Geld kostet und erfolgreich sein MUSS.
Also verlässt man sich auf Ideen die bereits erprobt sind und funktionieren. Kreativität wird damit nicht gefördert. niemand Traut sich was.

Also: wenn ein 10 Personen Team mal wieder Spiele machen kann, die fast AAA Qualität haben aber ihre Eignen Ideen umgesetzt werden ist die Spielebranche wieder dort wo sie hingehört. Eine Mischung aus Spielspaß, Kunst und Kreativität. Wir werden wiede sehen, wie verrückt andere Designer denken können!

Zuerst sehen wir das übrigens in ein paar Jahren bei Filmen.
Wo KI absolut dominieren wird ist wie jetzt schon der Remaster-Markt, für die schnelle Münze, oder in Zukunft wenn Indies umfangreichere Titel oder OpenWorlds bringen möchten.
Das Upscaling bestehender Elemente ist zwar algorithmisch schon als KI gewertet, aber das ist noch die Vorgeburt, wir sind jetzt mal in der Kinderstube der KI.
Vor 3 Jahren kam ChatGPT, es hat sich so viel geändert... in 20 Jahren kann alles anders sein.
 
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