Bin momentan auch im CachyOS-Lager, aber noch am Testen. Gibt so einige Sachen, die nicht, nicht richtig oder nur mit viel guten Zureden funktionieren. U.a. simple Sachen wie mit VLC auf Audio-CDs auf einem externen DVD-Laufwerk zuzugreifen.
Ich kann mit Dolphin aufs Laufwerk zugreifen (nachdem ich einige Packages nachinstalliert habe) und es zeigt mir neben den CDA-Tracks auch FLAC, MP3 und dergleichen an - wahrscheinlich Umwandlung on the fly - und VLC kann zwar die anderen Formate abspielen, aber nicht die CDA-Tracks und keine der 100 Anleitungen von mounten des Laufwerks hin zu der Installation diverser Package hat für Abhilfe gesorgt. Rythmbox hat ebenfalls Probleme, aber seltsamer Weise funktionierte es bei meiner Frau (selbe Hardware) ein einziges Mal (rippen der CD war aber extrem langsam und Rythmbox crashte nach einer Weile), aber seitdem nicht mehr.
Letzten Endes hab ich die CDs unter Windows gerippt, da selbst das Kopieren der mir unter CachyOS angezeigten FLACs oder MP3s extrem langsam war im Vergleich zum Rippen als FLACs per Windows Mediaplayer.
Zudem scheint irgendwas Probleme mit Multi-Monitor Setups zu haben, denn bei mehreren angeschlossenen Monitoren kommt es ab und nach dem Login zu einem schwarzen Bildschirm mit Maus Cursor. Manchmal fängt er sich nach einer Weile und andere Male muss ich über Konsole den Login-Manager neu starten (andere Login-Manager schaffen nicht für Abhilfe).
Seitdem ich nur einen Monitor angeschlossen habe, gab es diese Probleme nicht mehr.
Auch Netzlaufwerke, welche man zwar einfach in Dolphin einbinden kann, auf die viele Programme dann aber nicht zugreifen können, sind ein Problem. Gibt mehrere Möglichkeiten sie so einzubinden, dass man sie nicht nach jedem Neustart über die Kommandozeile einbinden muss, damit Programme darauf zugreifen können, aber dann hängt das System entweder ewig beim Start oder nach dem Login benötigt Dolphin ewig, denn während man bei Einbinden via Dolphin innerhalb kürzester Zeit aufs Laufwerk zugreifen kann, benötigen die anderen Wege sehr lang (30+ Sekunden, wenn ich das Verzeichnis aufrufe, in welchem das Laufwerk gemounted wird).
Linux Mint habe ich bisher nur oberflächlich genutzt, aber will mal schauen, ob das weniger Probleme macht. Blöd nur, dass dort so einige Packages (z.B. Wine) veraltet sind.
Mein derzeitiges Fazit ist, dass Vieles, was einfach standartmäßig laufen bzw. vom OS mitgebracht werden sollte, nicht läuft oder erst nachinstalliert werden muss (und da reicht es meist nicht aus, einen Guide zu finden, denn meistens muss man sich was aus mehreren zusammensuchen).
Wenn man nur paar Steam-Spiele drauf spielen und bisschen browsen will, funktioniert das recht gut. Will man mehr machen, stößt man schnell auf Probleme.
Zudem mag es zwar nett sein, wenn verschiedene Distros ihre eigenen Package-Manager und dergleichen haben, aber wenn man zwischen verschiedenen Distros wechselt (ich arbeite hauptsächlich mit Debian-Servern - vorher CentOS), ist es schon nervig, wenn man sich wieder zusammen suchen darf Sachen in der "neuen" Distro funktionieren.
Toll finde ich, dass man die Bildschirmhelligkeit direkt aus dem OS heraus, via Bordmitteln ändern kann. Wieso das bei Windows standardmäßig (evtl. gibts da Tools) nur für Laptop-Bildschirme geht, frag ich mich seitdem immer wieder.
Bei den meisten Bildschirmen funktioniert dies einwandfrei. Nur bei meinem kleinen OLED-Monitor wieder die Helligkeit auf 255 gesetzt, obwohl sie nur bis 100 geht. alles nach dem ersten Drittel der Helligkeitsleiste ändert nichts an der Helligkeit.
PS:
Hab auch einen Mini-PC, bei dem keine einzige Linux-Distro den WLAN-Adapter erkennt. Sie erkennen nicht einmal, dass da ein, ggf. unbekannte, Hardware vorhanden ist.