Also: Die UEFI-Sicherheitsmaßnahmen und Microsoft VBS erkennen, dass sich der PC in einem möglicherweise kompromittierten Netzwerk aufhält und verhindern die Anmeldung des Angreifers im Hintergrund. Der rechtmäßige Nutzer bekommt davon nichts mit und kann sich an seinem PC anmelden, nur der Angreifer kommt nicht durch.
Hintergrund sind die Prüfmechanismen von Trusted Boot, Secure Boot und TPM. Im TPM 2.0 werden laufend verschiedene kryptografische Schlüssel generiert, die dann mit den offiziellen Werten vom Mainboard-Hersteller (auf Servern) verglichen werden. Sollte hier jemand versuchen, mit einem gefälschten Schlüssel zu agieren, wird dies automatisch geblockt.
- Secure Boot überprüft die digitale Signatur vom Bootloader und leitet dies an Trusted Boot weiter.
- Trusted Boot checkt, ob der Kernel und andere Boot-Komponenten ordnungsgemäß signiert sind und meldet diese Informationen dem Firmware TPM.
- Nun kommt das TPM 2.0 ins Spiel und validiert wiederum alle gesammelten Informationen mit den Schlüsseln des Mainboard-Herstellers, die auf einem Server liegen.
- Erst, wenn TPM 2.0 meldet, dass alle Informationen korrekt sind, darf Windows booten.
Für die lokale Anmeldung an einem PC mittels eines kompromittierten Sticks, Dockingstation etc. über den Thunderbolt-Anschluss braucht man die Funktion "HVCI" alias "Kernisolierung", die Treiber überprüfen kann und nur signierte Treiber zu Windows durchlässt.
Eine 100% ige Sicherheit kann es aber wohl nie geben. Trotzdem sollten diese VBS-Maßnahmen es Exploits schwerer machen, irgendwie den Windows-PC anzugreifen. Für das Feature "Kernisolierung" braucht man halt bestimmte CPUs, weil das einerseits Leistung kostet und andererseits erst ab einem gewissen Zeitpunkt in die Prozessoren integriert wurde...