Hat jetzt doch etliche Jahre gedauert, aber ich bin jetzt endlich auf Linux gewechselt.
Habe da immer wieder zwischendurch diverse Linux-Distros testweise ausprobiert, aber vor allem die schwache Spiele-Unterstützung und diverse fehlende Programme haben mich stets zurückgehalten, dass ich es als daily-driver nutze (und da nicht ständig die parallele Windows-Installation starte).
Mittlerweile ist das echt so gut wie gar kein Thema mehr. Dank Lutris habe ich alle meine Spiele diverser Plattformen auf einer Plattform zusammengefasst. Steam hat durch deren Steamdeck große Bemühungen gezeigt, um da fast die ganze Bibliothek auch unter Linux verfügbar zu machen und es ist ein Traum, was da jetzt alles drauf läuft. Und auf die paar Spiele mit Kernel-Level-Cheatschutz verzichte ich dankend - Battlefield hätte ich mir ursprünglich zugelegt - aufgrund eines bekannten Deals von EA kommt mir aber da kein Spiel mehr von denen ins Haus (so leid mir das auch tut, weil ich weiß, dass da viele Menschen mit Herzblut dahinter stehen...die können nichts dafür, aber ich kann und will das nicht mehr unterstützen)
In Sachen Office bin ich sowieso schon vor einer Weile unter Windows auf LibreOffice und Thunderbird umgestiegen. Gerade Thunderbird finde ich mittlerweile sogar viel besser als Outlook. Die Migration von Firefox von Windows zu Linux bemerkst du nicht mal, so einfach geht das von der Hand.
Viele andere Programme (Canva & Co) laufen sowieso schon im Browser, da ist's sowieso egal, welchen Unterbau du hast...bzw. gibt's halt aber auch von den lokal laufenden Apps mittlerweile sogar Medien-Apps wie Spotify, Deezer & Co. als native Apps. Für Netflix kannst du übrigens Opera als Client einsetzen, dann geht's in Full-HD (leider noch kein 4K, ist mir aber auf dem PC egal).
Die neueren Desktop-Umgebungen wie z.B. KDE Plasma sind sowieso ein Traum - stehen in Sachen Intuitivität, Funktionsumfang und Optik Windows in nichts nach...KDE ist super mächtig und ich hab' out-of-the-box Funktionen, wie z.B. lokalen Datenaustausch mit meinem Smartphone, einen integrierten Passwortmanager, Tresore, Zwischenablage mit Verlauf,...
ABER: Für mich war das ein jahrelange andauernder Prozess. Ich verstehe voll, dass es für manche Leute doch eine sehr große Umstellung sein kann. Wobei es natürlich auch Linux-Distros gibt, die dich da wirklich sehr stark an die Hand nehmen und selbst die Optik 1:1 von Windows übernommen wird (oder z.B. auch MacOS).
Falls du sowieso schon länger mit Linux liebäugelst: Probier's aus...lass dich zB von einer KI hinsichtlich der richtigen Distribution für dich beraten (und/oder schau dir mal den c't-Linux-Netzplan an) und installier's parallel zu Windows. Das ist btw auch ein super Zeitpunkt, um mal ein bisschen auf dem PC aufzuräumen

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