Nein, habe ich nicht, da unter Linux gewisse professionelle Apps nicht laufen, mit denen ich arbeite. Bei den Standard-Argumenten wird immer vergessen, dass viele User mit Win arbeiten aufgrund der kompatibilität vielleicht nicht wollen, aber müssen. Also deine OS-Welt ist nicht die aller OS-User und deine Argumente somit nicht allgemein gültig. Man muss schon fähig sein, über den Tellerrand zu schauen.
Ich blicke hier sehr wohl viel weiter über den Tellerrand. Niemand zwingt dich,
privat irgendeine Applikation zu nutzen. Wenn du eine Applikation allerdings nutzen
möchtest, musst du dich halt auf alle Anforderungen dieser Applikation einlassen.
Du kannst nicht juristisch gegen Sony vorgehen, weil sie dich
zwingen eine Playstation zu kaufen, weil du deren Exklusiv-Titel spielen willst, aber nur einen RaspberryPi hast.
Es geht in dem gesamten Artikel um eine
Verbraucherorganisation, also nicht um Arbeitsplatz relevante Dinge.
Das bitte im Hinterkopf behalten!
Trotzdem ein kleiner exkurs: Wenn dich dein Arbeitgeber zum nutzen einer Applikation
zwingt, liegt das ganze "drumherum" auch in seiner Verantwortung und kann dir als Arbeitnehmer egal sein. (Oder du wechselst den Arbeitgeber.) Und auch für einen Arbeitgeber gibt es nur in wenigen Fällen keine alternative Software oder andere Lösungen. Somit ist hier auch eine gewisse Wahlfreiheit ist da.
Wenn nicht, dann muss man halt für diese speziellen Punkte in den sauren Apfel beißen und einen neuen Windows PC mit einer Lizenz kaufen. Immerhin verdient man dann ja wieder Geld damit und die Kosten werden sich recht schnell amortisieren!
Wenn ich aber den Weg des geringsten Wiederstandes gehen möchte muss mich mich halt auch mit dessen Bedienungen zufrieden geben.
Das Beispiel ist mal totaler Quatsch... [...]
Meine Analogie dazu war, dass man dann ja auch VW dazu zwingen müsste, jeder Privatperson kostenfrei einen Golf (vgl. Windows 10/11) zur Verfügung zu stellen und sämtliche kosten für Werkstätten/TÜV (vgl. Produktsupport und Updates) zu übernehmen. Denn VW verdient mit anderen Dienstleistungen (vgl. Volkswagen Financial Services) und B2B (vgl. Flotte) deutlich mehr, als mit dem Verkauf von PKW an Privatpersonen.
[...]Wer redet denn außerdem von "lebenslang"?
Dies ist eine Diskussion um den Artikel und die Verbraucherorganisation fordert noch so lange Support, wie es Verbraucher gibt, "die den den Übergang nicht vollzogen haben - und oft nicht vollziehen können".
Ein konkreter Zeitraum wird nicht genannt. Daraus muss man leider schließen, dass sie fordern: Solange es also noch Personen gibt, die kein Bock auf Windows 11 haben oder nicht Windows 11-Fähige Geräte im einsatz sind, muss Microsoft das OS weiterhin unterstützen und mit Updates versorgen. Zeitlich unbegrenzt.
Auf die Frage, was du denn als angemessenen Zeitraum hältst, hast du nichts erwidert. Daher muss ich davon ausgehen, dass du hier die Forderung der Verbraucherorganisation teilst.
Also wenn du mich schon zitierst, dann überlies bitte keine Punkte und zitiere mich bitte richtig. Du hast von mir außerdem Beispiele bekommen, wie MS Geld verdient. Hier nochmal:
Lizenzverkäufe: Auch wenn viele Privatnutzer Windows als kostenloses Upgrade bekommen haben, zahlen Unternehmen, Behörden und PC-Hersteller für Lizenzen.
Und nein, ich habe meine Win 10 Pro-Lizenz nicht ggf. kostenlos erhalten, sondern sie damals auch erworben.
Der Anteil der Privatuser, die eine kostenlose Lizenz haben, ist verglichen zu den Usern, die für Win bezahlt haben, verschwindend gering. Heißt im Umkehrschluss: es würde MS überhaupt nicht schaden, ein immer noch sehr verbreitetes OS wie Win 10 noch zu supporten und die User, die noch auf Win 10 angewiesen sind, nicht zu zwingen, auf Win 11 umsteigen zu müssen, nur um ihnen das aufzuzwängen, ohne einen wirklichen Vorteil zu haben.
Mein Punkt, auf den du dich bezogen hast war: Sie sind ein gewinnorientiertes Unternehmen. Sie machen also nichts wirklich "kostenlos". Wenn sie also weiterhin ein "kostenfreies Produkt" pflegen sollten, würde daraus mit Sicherheit ein Abo-Modell werden. Nur dadurch ließen sich die Kosten decken und weiterhin Gewinn erzielen.
Das sie mit den Verkäufen an private Personen den Großteil ihres Gewinns machen, habe ich nie gesagt.
Du argumentierst dagegen, dass sie ja anderweitig, nämlich mit anderen Dienstleistungen und B2B, genügend Geld verdienen würden. Somit wäre es OK, wenn sie dazu gezwungen werden, für Privatkunden zusätzlich zum Produkt auch den kompletten weitere Produktsupport für unbestimmte Zeit kostenlos anzubieten.
Habe ich hier an deiner Aussage etwas übersehen oder Missverstanden?
Ich sage: Die Finanzierung von Microsoft stimmt schon so, aber warum sollten sie deshalb den Privatkunden etwas schenken? Das sie ein gewinnorientiertes Unternehmen sind, darüber waren wir uns ja einig.
Die Vertriebsstrategie von Windows 11 ist die gleiche wie für Windows 10. Und auch der Mechanismus, wie sie trotzdem damit von privaten Kunden Geld erwirtschaften (Vermarktung von Cloud/Abo-Dienste).
Für Microsoft spielt es dahingehen keine Rolle, welches Betriebssystem eingesetzt wird, solange diese Dienste darin eingebunden sind und darin vermarktet werden. Auch da gebe ich dir recht.
Was aber eine Rolle spielt ist, dass Microsoft höhere kosten hat, wenn sie zwei Betriebssysteme pflegen müssen. Daher ist es ganz klar, dass sie beim älteren von beiden den Stecker ziehen. Es sei denn sie können damit anderweitig wieder Geld erwirtschaften. Denn das sie ein gewinnorientertes Unternehmen sind, darüber waren wir uns ja ebenfalls einig.
Und ich denke, dass Microsoft durch die Telemetriedaten sehr genau weiß, wie viele PCs auf Windows 11 upgegraded werden könnten, es die Nutzer aber schlicht nicht wollen!
Ich spekuliere daher, dass Microsoft diesen Schritt nicht gehen würde, wenn die verbleibenden"40%" tatsächlich nicht Windows 11 fähig wären.
(Btw.: es gibt auch die Geschäftsform "Gemeinnützige GmbH", die ebenfalls Unternehmen und im Handelsregister eingetragen sind, aber eben nicht gewinnorientiert handeln.)