Das was Du meinst (nämlich die US Rechtssprechung) bezieht sich darauf, dass MS (und alle anderen US Unternehmen) dazu verpflichtet werden können, auf Gerichtsbeschluss hin Daten herauszugeben, die sie auf ihren Servern speichern.
MS ist aber nicht dazu verpflichtet, Daten von den Client-Rechnern aus abzugreifen und/oder zu sammeln. Das macht MS, wenn überhaupt, aus anderen Gründen. Meist einfach um einen Dienst anzubieten (Cloud, EMail, Sync...), in manchen Fällen auch um ein Werbeprofil anzulegen - und letzteres sollte(!) eigentlich anonym sein, also ohne Referenz auf die tatsächlich dahinter stehende Person erfolgen. In wie weit das tatsächlich eingehalten wird, weiß niemand - aber das gilt für alle Anbieter.
MS versucht die auf ihren Servern gespeicherten Daten außerhalb der USA zu speichern und vor Gericht durchzusetzen, dass diese Daten von der US-Gerichtsbarkeit nicht erreichbar sind. Und bislang offenbar auch erfolgreich.