Welchen Film / welche Serie habt ihr zuletzt gesehen?

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The Green Berets - Die grünen Teufel
(USA 1968) 7/10

Ja, euer erzreaktionärer Papa mit dem erbärmlichen Filmgeschmack stellt mal wieder einen Asbach Uralt Streifen vor... ;)

Klar, bei einem Rotwein im gediegenen Restaurant, lässt sich immer darüber schwadronieren, wie die imperialistischen USA überall Demokratie und Kapitalismus bringen - bei Bedarf auch mit der großen Kelle, aber mal abgesehen von solchen ideologischen Scharmützeln, der Film an sich hat irgendwie was, natürlich sehe ich dies mit einer großen Portion Sympathie hier, denn die herrlich altmodische Inszenierung in schönsten Technicolor Farben verfängt auch heute noch (bei mir).
Im Grunde genommen natürlich gehörig naiv und plakativ, aber wäre ich Amerikaner, würde mich das Geschwätz anderer Leute aus anderen Nationen auch nicht interessieren - es ist halt deren Selbstverständnis von sich und ihrer Nation. Kann man kritisch sehen, kann man aber auch einfach stehen lassen. Ich entscheide mich für letzteres.

Dreh- und Angelpunkt ist natürlich John Wayne als Colonel Mike Kirby der mit seinem verschworenen Haufen titelgebender "Green Berets", einer Special Forces Abteilung der US Infantry, vor Ort in Vietnam die feindlichen Linien infiltriert und dafür sorgen soll, man behält die Oberhand. Na gut, ein paar Jahre später musste man dann doch wie ein geprügelter Hund sich davonschleichen, aber dies ist eine andere Geschichte.
Wie auch immer, Wayne liefert mal wieder ab, von der Ausstrahlung und Attitüde her ein unvergleichlicher, unheimlich einnehmender Titan, der einfach raumfüllend jede Szene beherrscht, verwundert mich gar nicht, wenn er seit seinem Durchbruch 1939 mit "Ringo" fortan nur noch in Hauptrollen zu sehen war.

Ok, hier und da gibt es mikroskopisch auszumachende Kritik am System, aber wirklich nur mikroskopisch. Ich sehe den Film als gut abgehangenen Schinken an, der aus seiner Überzeugung keinen Hehl macht. Unterstützt von ein paar formidablen Gestalten wie dem knurrigen Aldo Ray (mittig im Szenenbild neben Wayne), liefert der Streifen hochbudgetierte, an allen Ecken und Enden krachende Große Jungs Unterhaltung ab.

In diesem Sinne: Nur ein totes Kommischwein ist ein gutes Schwein. :nicken:
 

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Die Klasse von 1984
(USA 1982) 7/10

Wirklich guter Film, der, wenn ich nicht daneben liege, vor 36 Jahren als die Initialzündung gilt, was den filmisch angelehnten Blick auf die Zustände an den US Schulen legte (und seitdem dürfte es gewiss nicht besser geworden sein).
Der spätere Phantom Kommando Regisseur Mark L. Lester erweist sich auch hier schon als solider Handwerker, welcher die Waage findet zwischen Gesellschaftskritik und durchaus knackig-kurzen Momenten psychischer und vor allen Dingen zum Ende hin dann auch physischer Gewalt hin- und herzuwechseln.

Getragen wird der Film vom wirklich auf den Punkt besetzten und sehr sympathischen Perry King, welcher als neuer Musiklehrer Andy auf eine neue High School wechselt, nachdem sein Vorgänger sich dauerhaft beurlauben ließ.
Anfangs noch mit dem typischen Enthusiasmus ans Werke gehend, erkennt er schnell, die tonangebende Gang um den gar nicht mal so unsympathisch erscheinenden Stegman mitsamt seinen debilen Laufburschen und ihrer minderjährigen Bettmatratze beschränkt sich nicht nur auf die üblichen Schulbelustigungen wie Toilettenschmiereien, Verprügeln und Abziehen von Schwächeren plus Frechheiten gegenüber Lehrern, nein, man mischt auch kräftig im Drogen- und Prostitutionsgewerbe mit.

Als die degenerierte Bande dann nach vielen, vielen Provokationen schließlich über Andys Freundin
herfällt
, schlägt dieser endgültig zurück...

Ich, ausgewiesener Barbar und Anhänger niederer Instinktbefriedigung, ging mit Andys Methoden zur Problemlösung selbstredend d'accord. Einfach nur göttlich wie er den abgrundtief psychopathischen Oberknilch
abserviert
... :hail:

In diesem Sinne: Ein Glück mal war ich Anfang der 80er Jahre noch viel zu klein, um zu realisieren wie schrecklich aus heutiger Sicht die meisten Frisuren und Klamotten wirken... :fresse:
Und der blutjunge Michael J. Fox ein paar Jahre, bevor er mit Zurück in die Zukunft unsterblich werden sollte, war auch dabei... :)
 

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Skyscraper 3/10
Puuh, ich hab den jetzt drei mal angefangen bzw weiter geschaut und kam nie über eine halbe Std. ... Ich mag The Rock eher in lustigen Filmen.
 
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Deadly Revenge - Das Brooklyn Massaker
(USA 1991) 8/10

Zum bevorstehenden Fest der Hiebe, natürlich mal wieder diesen einsamen Stern in der mehr als nur durchwachsenen Filmografie des äußerst spleenigen Steven Seagals hervorgeholt... Und was soll ich sagen, außer: NUR SO!

Der zu dieser Zeit noch wirklich gertenschlank durchtrainierte Aikido Großmeister war hier mit Fug und Recht nach Nico, Hard to Kill und Zum Töten freigegeben auf dem Weg an die Spitze... Als erbarmungsloser Cop mit verdammt kurzer Zündschnur räumt er unter dem Verbrecherpack mit einer Radikalität auf, wie man sie weder zuvor noch danach gleichermaßen grobschlächtig als auch immersiv den geneigten Zuschauer abzuholend verstehend sehen konnte...
Egal, wo der 1,96 m Riese auch auftaucht, man kann seinen Blick nicht abwenden - und Steven trieft der Machismo dabei in jeder Szene nur so aus den Poren - einfach nur köstlich... :D

Ok, was ist jetzt eigentlich so sehr anders? Nun ja, wie immer bei solchen Streifen: Die Action... Die damals noch nicht ausgelutschten Moves werden hier mit solch einer Präzision und Härte kredenzt, dass das alles auch rund 27 Jahre später nichts von seiner Sogwirkung verloren hat.
Insbesondere der Barfight gehört mit zum GÖTTLICHSTEN, was ich im Mano a Mano Bereich jemals gesehen habe (und ich kenne verdammt viel). Ich sage es ganz ehrlich, ich hätte keiner der hier beteiligten Stuntmänner sein wollen, da wird es trotz Erfahrung und Absprachen blaue Flecken gegeben haben... :fresse:

Getoppt nur noch vom Final Fight im Unterschlupf des grenzgenial psychotisch aufspielenden William Forsythe als Oberknilch, der von Steven dermaßen zu Kleinholz verarbeitet wird, um es schier nicht glauben zu können...

Ja, liebe Kinder, Nixblicker, Dummlaller und Pansen, es gab wirklich mal eine Zeit als Steven der amtliche Henker war. *tränen der ergiffenheit wegwischt*
 

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Bruce Lee – Die Todesfaust des Cheng Li --- Nach vielen Jahren zufällig im TV gesehen. Bruce Lee hat mein Bruder damals immer auf Super 8 gesuchtet. Is lange her.
 
Three Billboards Outside Ebbing, Missouri 6-8/10

Stellenweise wirklich gut und schwarzhumorig, aber...

dieses offene Ende, ohne dass der Mörder gefunden wird! :motz:
Hat den Film irgendwie verdorben für mich. Naja, sollte wohl so sein.

OT:
Und dann ist mitten im Film Vodafone Kabelfernsehen abgekackt (0% Quali und Stärke auf allen Sendern)!
Nach ein paar Minuten Quali und Stärke überall wieder (annähernd) normal, aber etliche Transponder "ohne Daten", was mein Vu+ Duo2 angezeigt hat, u.a. Sky Cinema. Zum Glück lief wenigstens Cinema+1 noch, konnte ich den Film zuende sehen.
Hoffentlich ist das bis Weihnachten (ups, ist ja schon soweit ^^) wieder behoben. :ugly:
 
Bumblebee
6,9 von 10

War vermutlich etwas zu gehyped vom Trailer und weil Transformers damals so ein Blockbuster war.
Der Film als Gesamtpaket war okay und die Effekte ziemlich gut.
Bumblebee und seine Emotionen waren erstklassig animiert.

Aber die Story war recht dünn und teilweise nicht besonders glaubwürdig.
Das erste Drittel des Films nach dem Prolog war seeeehr zäh.

Was auch etwas seltsam war:
Die Erde nimmt zum ersten Mal Kontakt mit zwei lebendigen Decepticons und einem Autobot auf und in wirklich jeder Szene ist immer nur John Cena vorne mit dabei, der Rest sind gesichtslose Statisten.
Als ob es in den USA damals nur diesen einen Mann gegeben hätte. Er war quasi immer der erste und einzige vor Ort.

Ich hätte mir mehr Atmosphäre wie in Transformers 1 gewünscht und mehr von der Story um Bumblebee und die Autobots statt die Lebensgeschichte der jungen Charlie, die ihn findet.
 
"The Great Wall" (2016)
3/10

Puuuuuhhh, der war aber ordentlich schlecht. Wer hat sich denn bei besoffenem Kopf diese Power Ranger Copy Cat Armee in fünf verschiedenen knallbunten Plastikrüstungen ausgedacht? Ganz ehrlich, das sah schon so furchtbar aus, da sind die quasi nicht vorhandene Story und die offenbar von der Mittelstufen-Theater-AG der Gesamtschule Hinterzipfelklatsching ausgearbeiteten Dialoge kaum noch weiter aufgefallen.
Das war wohl eher ein völlig misslungener Versuch, Hollywoodkino und chinesisches Massenkino zusammen zu bringen.
 
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Excalibur (GB/USA 1981) 10/10

Die DEFINITIVE Verfilmung der König Artus (Arthur) Saga rund um das sagenumwobene Schwert, Merlin, den heiligen Gral und die Ritter der Tafelrunde.

Ich weiß nicht, was ich hierzu sagen soll, nur soviel: Wenn es einen Film gibt, der die berühmte Sage so dermaßen fantastisch umgesetzt hat, dann bleibt nur dieser hier übrig.
Einfach eine Augenweide in allen Belangen... OPTIK... Sound.... Dieser SOUND... Richard Wagner und Carl Orff im Wechsel... GÖTTLICHST!
Hier kann man vollständig abtauchen in eine Zeit in der klirrende Schwerter, blutige Schlachten, schimmernde Rüstungen, dunkle Verliese, bezaubernde Burgfräulein noch zugegen - und Ehre, Treue, Mut und Heldentum noch hohe Ideale waren...

Exquisite Gesichter wie Gabriel Byrne, Patrick Stewart und Liam Neeson am Anfang ihrer Karrieren inklusive... Ein absoluter Rausch, man taucht als geneigter Zuschauer vollends ein.
Neben meinem anderen Alltime Fantasy Favorit, Conan - Der Barbar, der für mich einzig ernstzunehmende Genrefilm.
 

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