Meine Navi frisst die MX-4 zum Frühstück, die WLP drückt's mit der Zeit immer (fast vollständig) zur Seite raus, der kleine Die scheint das "Problem" noch zu begünstigen.
Aktuell sind die Temperaturen unter Volllast wieder mal von ca. 45/65°C auf etwa 60/90°C rauf geklettert. Der letzte Umbau/WLP-Wechsel ist ungefähr sechs Wochen her.
Da ich das Teil also wieder mal ausbauen werde spiele ich mit dem Gedanken was neues auszuprobieren und schiele mit einem Auge auf Flüssig-Metall. Hab das noch nie getestet und möchte auch gern mal wissen wie sich das bei mir verhält.
Allerdings hängt die Karte bei mir vertikal im Gehäuse drinnen. Mangels eigenhändiger Erfahrung und einer Portion Naivität stellt sich nun die Frage ob es hier überhaupt ratsam ist auf elektrisch leitfähiges Wärmeleitmittel zu gehen?
Wie verhält sich das Zeug wenn es zur Seite rausgedrückt wird? Haftet es dann am Rand an oder beginnt es zu fließen?
Bei CPUs habe ich auch schon oft gesehen, dass LM mit Direct-Die zum Einsatz kommt und die sind ja meist auch vertikal montiert.
Bin aber trotzdem unsicher. Nicht, dass das LM "rausgepumpt" wird und auf's PCB runtertropft...![]()
Was sagt ihr dazu?
Normalerweise sollten die Temperaturen sinken, wenn Wärmeleitpaste herausgedrückt wird. Der Idealfall ist der direkte Kontakt zwischen Metall und Silizium. Sobald dieser erreicht ist, sollte die unvermeidbar verbleibenden Spalten noch mit Wärmeleitpaste gefüllt sein, aber nichts mehr herausgedrückt werden können. Gibt es Hinweise auf einseitigen Anpressdruck? Wenn die unter Hitze flüssig gewordene Wärmeleitpaste aus einem sich nicht schließenden Spalt herausläuft, können die Temperaturen natürlich steigen.
Flüssigmetall haftet übrigens sehr gut, allerdings verringert dass das Risiko bei GPUs kaum: Da im GPU-Umfeld meist weitere Kontakte auf dem PCB sind, muss der von austretendem Flüssigmetall gebildete Tropfen klar kleiner als der Abstand zwischen Kühlerboden und Substrat, also weniger als eine Chip-Höhe bleiben. Überdosierung sollte also vermieden werden. Allerdings ist Flüssigmetall kaum zum füllen größerer Abstände geeignet, die Passform muss also als erste geklärt werden.
Wenn LM zur Seite raus kommt hast du zuviel verwendet. Habe sogar zwischen IHS und Kühler auch LM dazwischen und da darf wirklich nichts raus kommen, sonst ist das Mainboard und der Prozessor Schrott. Du kannst ja am Rand 3mm frei lassen und nicht ganz bis zum Rand verstreichen.
Wenn man bei Navi 3 mm freilässt, dann lässt man die Hälfte des Chips unbedeckt. Zur optimalen Verteilung sollte man das gesamte Silizium einmal benetzt haben, aber mehr eben auch nicht. Wenn man eine Schicht stehen lässt, bildet sich ein Tropfen am Kühler. Bei meiner ersten CPU hatte er circa 2 mm Durchmesser, später wurde ich vorsichtiger.
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