AW: Vor AMDs Ryzen-3000-Veröffentlichung: 2000er-CPUs werden etwas günstiger
Das ist mit den neuen Boards indiskutabel. Der 8700k kam Ende 2017 auf den Markt und die Highend Massenboards damals lagen bei ~200€. Das kannst du drehen und wenden wie du willst, preislich kommst du in der 3000er Gen. mindestens aufs gleiche heraus.
Das Problem am 8700k ist seine künstliche Verteuerung. Man vergisst schnell, das der 8700k vor einem Jahr für Preise zwischen 289 - 315€ den Besitzer gewechselt hat und diesen Preis
6 Monate gehalten hat. Nur um dann auf >400€ zu schießen.
Der 8700k für ~310€ war eine absolute Kaufempfehlung, für 400, oder gar 450€? Nein, auf garkeinen Fall. Heute, mit der Konkurrenz im Bereich 6C/12T für 370€? Ebenfalls nein. Und das ist vollkommen unabhängig von etwaigen Boardpreisen, es ergibt einfach keinen Sinn, derart viel Geld in eine solche CPU zu stecken. Für weniger gibts den 8 Kerner von AMD; demnächst mit Ryzen 3000 neue CPUs, für etwas mehr den 8 Kerner von Intel... Was will man da noch mit dem 8700k?
Man kann natürlich Board und RAM ausblenden und alles auf die CPU reduzieren, ändert aber nichts daran, dass sich ein Teil der Kosten auf andere Komponenten verlagert hat. Nach dem Zusammenbau hat man einen Rechner da stehen, der die Summe X gekostet hat. Ein starker Gaming PC kostet vielleicht 1500 bis 2000€, da fallen 100 bis 200€ mehr oder weniger für ne CPU nicht gravierend ins Gewicht. Viel ärgerlicher finde ich die Preisspanne der Netzteile von 50 - 200€.
Rischtisch, nur das man, um den 8700k voll Nutzen zu können ein Z Board braucht. Ryzen 3000 abwarten, und schauen wie die neuen 6 Kerner performen. Die dürften, wie die 6 Kerner bisher, auch mit OC auf den B Boards laufen welche deutlich günstiger sind als die X-Reihe.
Grade wenn man das Board NICHT ausblendet erkennt man wie teuer ein Intel System wirklich ist. 100 - 200€ an der CPU gespart, in einem 1500er Build sind der Unterschied zwischen 2060 und 2070, oder fast schon der Unterschied zwischen 2070 und 2080. ALso absolut nicht zu vernachlässigen.
Wer ein flexibles Budget hat, wunderbar, aber nicht jeder kann einfach so 200€ zuschießen. Wenn dem so wäre, dann hätten wir in der Kaufberatung nicht regelmäßig Threads in denen es ein festgelegtes Budget gibt welches NICHT mal eben erweitert werden kann, sondern welches es notwendig macht aus dem vorhandenen das maximale rauszuholen. Und das ist in den allerseltesten Fällen ein 9900k - aus bekannten monetären Gründen.