Volksentscheid in Berlin: Umwandlung von Wohnungen in Sozialwohnungen


Es geht nicht darum ob volle 42% bezahlt werden. Es geht darum wo das bereits losgeht. Wenn es nach den linken geht am liebsten ab 58.000 Euro. Sprich jeder Euro darüber dann schön mit Spitzensteuersatz. Parallel dazu dann aber noch Sozialabgaben und allerlei andere Steuern. Wenn man die Kette von vorn bis hinten zu Ende führt sieht man erstmal wie krotesk das Ganze ist. Damit man 1 Euro Umsatz macht wird erstmal 19% Umsatzsteuer abgeführt. Dann enthält dieser 1 Euro einen Anteil für Personalaufwendungen, von denen dann Einkommensteueuer sowie Sozialabgaben abgehen (AN und AG Anteil). Und dann wenn noch ein paar Cent übrig bleiben werden dann noch je nach Rechtsform Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer fällig. Bleibt dann noch was übrig und wird ausgeschüttet fallen darauf nochmal Kapitalertragssteuer samt Solizuschlag an. Das ist in Summe mittlerweile einfach absurd insbesondere wenn da Politiker rumrennen denen das noch immer nicht genug ist.

Da bin ich dann doch über die Globalisierung froh. Bei der nächsten Wirtschaftskrise wird es so richtig ans Eingemachte gehen und da werden diverse Träume linker Spinner sich so richtig in Luft auflösen denn um uns herum wird man überall eine Gegenteilige Richtung beschreiten auch innerhalb der EU. Da bin ich mal gespannt wie man dann hier die Arbeitsplätze und das Steueraufkommen halten will. Am Ende mag man die Abgaben Prozentual weiter erhöhen und hat dann unterm Strich weniger in der Tasche als vorher. Allerdings muss man sich in Deutschland auch nicht mehr wundern. In die Politik schaffen es mittlerweile reihenweise Studienabbrecher oder irgendwelche Leute die diese ganzen Pseudowissenschaften studiert haben, sprich brotlose Kunst mit der man keinen einzigen Euro erwirtschaften kann.
 
Und schon wieder das Klagelied von den armen Reichen und Unternehmen, die angeblich zu sehr geschröpft werden. Das entbehrt schon deswegen nicht einer gewissen Ironie, weil die durchschnittliche kombinierte Belastung aus Körperschaftssteuer, Soli und Gewerbesteuer von 59,27% 1991, auf mittlerweile 29,83% gesunken ist. Im gleichen Zeitraum hat sich das BIP "nur" verdoppelt und die Gewinne deutscher Kapitalgesellschaften verdreifacht. Aber der Staat schröpfe so viel... Das Gegenteil ist der Fall. Vollgefressen und fett ist die Wirtschaft, während gleichzeitig die Infrastruktur seit gut zwei Jahrzehnten auf Verschleiß gefahren wird und notwendige Investitionen, auch im Bereich Soziales, nicht getätigt werden, weil man ja das Kapital verschrecken könnte sowie an die Gewinne müsste.

Wenn es nach den linken geht am liebsten ab 58.000 Euro.
Das liest sich komplett anders: Einkommensteuer - Fraktion DIE LINKE. im Bundestag

Bei der nächsten Wirtschaftskrise wird es so richtig ans Eingemachte gehen
Das hoffe ich auch. Dann werden hoffentlich die ganzen idiotischen Deregulierungen und "Liberalisierungen" der 90er und 00er, allen vorran die des Banken- und Finanzsektor, wieder rückgängig oder stark eingeschränkt werden.

Dann nehmen wir den Bayern alles weg was sie von anderen Ländern bekommen haben als sie finanziell schlecht darstanden.

Neuschwanstein wird sich sicher gut in Berlin machen...
Oder Bayern dazu zwingen endlich das Personal in der Finanzverwaltung aufzustocken. Derzeit läuft es dort so, dass man damit Werbung für den "Standort Bayern" macht, dass man Aufgrund der (gewollten) Unterbesetzung nach Strich und Faden bescheissen kann. Aber wehe es wird mal wieder eine Steuer-CD gekauft oder es geschieht soetwas wie Offshore-Leaks, Paradise Papers, ...
 
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Die zwei Dutzend Seiten lese ich jetzt nicht nach.

Es ist aber an sich auch immer wieder interessant, wie viele angebliche Spitzenverdiener man im Internet immer trifft, die groß tönen "zu gehen", wenn Gutverdiener endlich gesellschaftsverträglich besteuert werden.

Denn wenn man es näher betrachtet, sind erstaunlich wenige Jobs oder Unternehmen so ohne weiteres mobil, geschweige denn international verlegbar. Kein mir (beruflich oder privat) bekannter Unternehmer mit sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern könnte ohne weiteres sein Geschäft z.B. in die USA oder auch nur mal eben nach Frankreich verschieben - die direkten wie indirekten Transaktionskosten (Lokalität, Ersetzen des Personals usw.) in Kombination mit dem vorhandenen unternehmerischen Mehrrisiko des Neuanfangs (Aufbau von Kundenstamm und Beziehungen, rechtliche Themen usw.) sind da einfach viel zu hoch, insbesondere wenn man hierzulande schon fest im Sattel sitzt. Als einzelner Selbstständiger mag das problemlos gehen oder von mir aus noch mit einer Handvoll Leuten, die räumlich ungebunden sind.

Aber wenn z.B. mein AG mich vor die Wahl stellen würde den Standort zu wechseln und ich sage einfach "nein", dann wäre seine vermutlich einzige Option, beim nächsten Headhunter einen mittleren fünfstelligen Betrag zu lassen und für das kommende Jahr das Beste zu hoffen. Für den Großteil der Kollegen trifft das insgesamt mehr oder weniger ebenso zu. Und von denen sind die meisten wegen Kind und Kegel sogar noch stärker lokal gebundener als ein gebürtiger Sachse in Baden-Württemberg.

Und meine Frau würde mich für nicht ganz dich halten, wenn ich ihr vorschlagen würde, woanders hin zu gehen. Dazu hat ihre Kanzlei einfach ein viel zu lokales Klientel - das woanders aufzubauen würde mehrere Jahre dauern, in denen wir de facto nur von meinem Gehalt und Ersparnissen leben müssten. Was mein AG an Ausgleich dafür zahlen müsste, übersteigt über die Zeit gesehen zweifellos jeden Mehrwert, den ein eventueller Wechsel mit sich bringen würde.

Insgesamt glaube ich nicht, dass jemand, der "Dann gehe ich!!!" blubbert, in so einem Fall sonderlich viel zu bewegen hätte (einzelner Selbstständiger oder nur wenige Angestellte) oder auch nur mal durchdacht hat, was ein Standortwechsel unternehmerisch mit sich bringt.
 
Die zwei Dutzend Seiten lese ich jetzt nicht nach.

Es ist aber an sich auch immer wieder interessant, wie viele angebliche Spitzenverdiener man im Internet immer trifft, die groß tönen "zu gehen", wenn Gutverdiener endlich gesellschaftsverträglich besteuert werden.

Denn wenn man es näher betrachtet, sind erstaunlich wenige Jobs oder Unternehmen so ohne weiteres mobil, geschweige denn international verlegbar. Kein mir (beruflich oder privat) bekannter Unternehmer mit sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern könnte ohne weiteres sein Geschäft z.B. in die USA oder auch nur mal eben nach Frankreich verschieben - die direkten wie indirekten Transaktionskosten (Lokalität, Ersetzen des Personals usw.) in Kombination mit dem vorhandenen unternehmerischen Mehrrisiko des Neuanfangs (Aufbau von Kundenstamm und Beziehungen, rechtliche Themen usw.) sind da einfach viel zu hoch, insbesondere wenn man hierzulande schon fest im Sattel sitzt. Als einzelner Selbstständiger mag das problemlos gehen oder von mir aus noch mit einer Handvoll Leuten, die räumlich ungebunden sind.

Aber wenn z.B. mein AG mich vor die Wahl stellen würde den Standort zu wechseln und ich sage einfach "nein", dann wäre seine vermutlich einzige Option, beim nächsten Headhunter einen mittleren fünfstelligen Betrag zu lassen und für das kommende Jahr das Beste zu hoffen. Für den Großteil der Kollegen trifft das insgesamt mehr oder weniger ebenso zu. Und von denen sind die meisten wegen Kind und Kegel sogar noch stärker lokal gebundener als ein gebürtiger Sachse in Baden-Württemberg.

Und meine Frau würde mich für nicht ganz dich halten, wenn ich ihr vorschlagen würde, woanders hin zu gehen. Dazu hat ihre Kanzlei einfach ein viel zu lokales Klientel - das woanders aufzubauen würde mehrere Jahre dauern, in denen wir de facto nur von meinem Gehalt und Ersparnissen leben müssten. Was mein AG an Ausgleich dafür zahlen müsste, übersteigt über die Zeit gesehen zweifellos jeden Mehrwert, den ein eventueller Wechsel mit sich bringen würde.

Insgesamt glaube ich nicht, dass jemand, der "Dann gehe ich!!!" blubbert, in so einem Fall sonderlich viel zu bewegen hätte (einzelner Selbstständiger oder nur wenige Angestellte) oder auch nur mal durchdacht hat, was ein Standortwechsel unternehmerisch mit sich bringt.

Wenn die besagte Kanzlei nur international arbeiten würde und der Kundenstamm EU-weit oder auf der ganzen Welt verteilt wäre, würde man das ganz anders sehen.
Und davon gibt es immer mehr. Immer mehr Stellen sind vom Ort unabhängig, flexibel was Zeitzonen angeht usw. Und die werden ausgelagert. Selbst ein ganzes Callcenter lagern die Firmen mittlerweile aus. Warum? Na weil das halt Sinn macht, betriebswirtschaftlich. Und sehr viele Leute sind mittlerweile zum Umzug bereit. Gerade jüngere Leute die eine steile Karriere hinlegen, sind oft flexibel was ihren Wohnort angeht.


Man sollte sich halt in allen Bereichen umsehen, nicht nur in dem, wo man selbst arbeitet. Vor allem sollte man nicht warten bis einem die Realität in den Hintern beißt.
Heutzutage ist alles international. Weil Amazon es hier nicht gefällt, hat es sehr viel nach Polen ausgelagert - rate mal woher 1/3 meiner Pakete jetzt kommt? Richtig, NICHT mehr aus Deutschland. Alles was nicht Prime ist, kommt von drüben. Gut, Sachsen ist nicht so weit entfernt, aber das zeigt wie flexibel die Unternehmen mittlerweile sind und wie flexibel die Arbeitnehmer sein sollten. Das gilt für fast jeden Bereich der sich nicht auf die lokale Kundschaft verlässt.
Alles was online funktioniert, kann ausgelagert werden.
2 meiner Kreditkarten haben ihre einzige Bankfiliale in Luxemburg weil die aus UK abgehauen sind. Sollte ich da anrufen, nutze ich natürlich englisch.
Das ist die Realität. Während einige grübeln, entwickelt sich alles weiter und ich hoffe es wird allen klar das wir alle Menschen sind und alle miteinander arbeiten können, handeln und auch Spaß haben. Und das sehr sehr oft unabhängig vom Wohnort.


P.S. das ist auch einer der Gründe für die explodierende Zahl an Single-Haushalten. Sich aktuell binden heißt sich teils die Karriere zu verbauen oder richtig viel Stress ans Bein zu binden. Wollen viele nicht. Erfolgreiche Karriere mit flexibler Arbeit ist vielen wichtiger als sich dauerhaft zu binden und höhere Kosten sowie extra Arbeit und Stress anzuschaffen. Ich sehe das übrigens genau so. Ich bin in meinem Leben öfters umgezogen, über Ländergrenzen hinweg. Ich plane auch nicht ewig hier zu bleiben. Und eine Frau zu finden die dabei nicht nur mitmacht sondern auch ein erfülltes Arbeitsleben hat ist nahezu unmöglich wenn man nicht gerade in dem gleichen Feld arbeitet.
 
Ich kenne auch jemanden der hat in einer großen Bekleidungsfirma als Systemadministator gearbeitet. Er war dafür zuständig das die computergesteuerten Produktionsanlagen reibungslos funktioniert haben.
Da hat man eine große Verantwortung und jede Menge Stress. Jeder Ausfall bedeutet wirtschaftlicher Schaden.
Der hatte dann ein Burnout bekommen und kann in seinen Beruf nicht mehr arbeiten.
Er ist jetzt ein Arbeitskollege von mir.

Generell kenne ich viel psychisch Kranke und kann bestätigen das die Zahl in den letzten Jahren immer größer geworden ist.
Die Psychatrien sind überfüllt. Und auch bei ambulanten Psychologen gibt es sehr lange Wartezeiten bis man einen Termin bekommt.
 

Flexibel zu arbeiten heißt mehr Lebensqualität, bessere Arbeitszeiten, alles rund um Thema Work-Life Balance.
Flexibel zu arbeiten heißt nicht immer flexibel sein beim bücken für den Chef, wenn der einen mit Anlauf von hinten rannehmen will!

Aber einige scheinen den Unterschied nicht zu kennen. Und viele Arbeitnehmer bereiten sich auf diese Art zu arbeiten nicht richtig vor, deswegen kommt es auch mehr zu Burnout und anderen Problemen.
Man sollte sich wirklich damit beschäftigen wie man arbeitet, was man wert ist und was nicht und wann es Zeit wird, sich woanders umzusehen - der Lebensqualität wegen. Wer sich wie Vieh behandeln lässt auf Arbeit, landet früher oder später beim Psychiater oder in einer anderen Abteilung - je nach dem was zuerst aufgibt - Geist oder Körper.

Ich kenne auch jemanden der hat in einer großen Bekleidungsfirma als Systemadministator gearbeitet. Er war dafür zuständig das die computergesteuerten Produktionsanlagen reibungslos funktioniert haben.
Da hat man eine große Verantwortung und jede Menge Stress. Jeder Ausfall bedeutet wirtschaftlicher Schaden.
Der hatte dann ein Burnout bekommen und kann in seinen Beruf nicht mehr arbeiten.
Er ist jetzt ein Arbeitskollege von mir.

Generell kenne ich viel psychisch Kranke und kann bestätigen das die Zahl in den letzten Jahren immer größer geworden ist.
Die Psychatrien sind überfüllt. Und auch bei ambulanten Psychologen gibt es sehr lange Wartezeiten bis man einen Termin bekommt.


Solche systemkritische Bereiche werden redundant besetzt (immer 2-3 Kollegen da die so was betreuen - einfach um auch im Falle eines Krankheitsfalls oder Unfalls nicht mit runtergelassener Hose rumzustehen) und die Leute werden super behandelt - weil sie meist unersetzlich sind oder weil ein kurzer Ausfall oder Fehler sofort 6-7-stellige Kosten nach sich zieht - meist mehr als der Kollege die Firma im ganzen Jahr kostet.
 
Flexibel zu arbeiten heißt mehr Lebensqualität, bessere Arbeitszeiten, alles rund um Thema Work-Life Balance.
Flexibel zu arbeiten heißt nicht immer flexibel sein beim bücken für den Chef, wenn der einen mit Anlauf von hinten rannehmen will!
Das kann aber auch viel Stress bedeuten!

Ich bin froh das ich geregelte Arbeitszeiten habe.

Solche systemkritische Bereiche werden redundant besetzt (immer 2-3 Kollegen da die so was betreuen - einfach um auch im Falle eines Krankheitsfalls oder Unfalls nicht mit runtergelassener Hose rumzustehen) und die Leute werden super behandelt - weil sie meist unersetzlich sind oder weil ein kurzer Ausfall oder Fehler sofort 6-7-stellige Kosten nach sich zieht - meist mehr als der Kollege die Firma im ganzen Jahr kostet.
Keine Ahnung mit wievielen Kollegen er da zusammen gearbeitet hat. Ist auch schon länger her.
Jedenfalls arbeitet er in dem Beruf definitiv nicht mehr.

Ich arbeite seit 11 Jahren in einer Behindertenwerktstatt, weil ich aufgrund psychischer Erkrankung 50% Schwerbehinderung habe. Seit 3-4 Jahren arbeite auch dort nur noch halbtags, weil noch andere gesundheitliche Probleme dazu gekommen sind. Mittags bin ich meistens müde und muß mich Nachmittags noch für 1-2 Stunden hinlegen.
Ich kann keinen Druck und Stress mehr ab. Früher war ich in der Schlosserei/Metallbereich, aber der Maschinenlärm wurde mir zu laut. Das konnte ich nicht mehr ab.
Jetzt bin ich seit 2 Jahren in einer speziellen Halbtagsgruppe. Dort ist ruhig und ein angenehmes Betriebsklima. Ich habe super Gruppenleiterinnen und Kollegen.
Wir machen dort diverse Montage - und Verpackungsarbeiten.
Auf dem ersten Arbeitsmarkt werde ich wohl nie wieder arbeiten. Meine Frau arbeitet aber auf dem ersten Arbeitsmarkt. Sie ist gesund.
 
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Immer schön das Wirtschaftslobbymantra der Flexibilisierung herunterbeten, Herr Lindner. Nicht das man noch aufhört daran zu glauben.

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:schief:
 
Immer schön das Wirtschaftslobbymantra der Flexibilisierung herunterbeten, Herr Lindner. Nicht das man noch aufhört daran zu glauben.

:schief:

Als jemand der selbst flexibel arbeitet und keine Zeitvorgaben hat, kenne ich das ganz genau. Ich muss auf meine Arbeitszeit selbst achten (zähle die Stunden ab und an auch mal) und ich muss auch auf meine Gesundheit usw. selbst achten. Chefetage kennt das selbst, sie sind alle im selben Boot, arbeiten teils nur von Zuhause und es sind keine Sklaventreiber. Da kommt keiner auf die Idee, die Leute zu verheizen, weil Ausfälle kritisch sind und Leute zu ersetzen - wir kriegen ja die offenen Stellen nicht besetzt obwohl wir gut zahlen, das kannste knicken.
Das lässt sich natürlich nicht auf alle und alles übertragen, aber man ist selbst für sich verantwortlich und muss jeden Tag abschätzen was man macht. Ob ich Extremsport mache und riskiere für mehrere Monate rauszufallen oder ob ich mich totarbeite weil ich da irgendwie aufsteigen will oder mir einen Bonus dazuverdienen will und am Ende dann so durch bin das es mir nichts bringt - alles muss überlegt sein.
Das kann man auch nicht auf die Wirtschaft schieben, es ist alles eine persönliche Sache. Die Gesundheit von jedem ist seine eigene Sache und sich ins Krankenhaus arbeiten - das suchen sich die Leute selbst raus in 99% der Fälle. Weil Sklaverei ist abgeschafft, jeder kann gehen wenn es ihm nicht gefällt.
 
Das kann man auch nicht auf die Wirtschaft schieben, es ist alles eine persönliche Sache. Die Gesundheit von jedem ist seine eigene Sache und sich ins Krankenhaus arbeiten - das suchen sich die Leute selbst raus in 99% der Fälle. Weil Sklaverei ist abgeschafft, jeder kann gehen wenn es ihm nicht gefällt.
Tut mir leid, aber so läuft das Abseits der Twitch-/DJ Blase einfach nicht.
Nicht jeder hat innerhalb von wenigen Wochen eine neue Stelle, nicht jeder hat deine Qualifikationen.
 
Als jemand der selbst flexibel arbeitet und keine Zeitvorgaben hat, kenne ich das ganz genau. Ich muss auf meine Arbeitszeit selbst achten (zähle die Stunden ab und an auch mal) und ich muss auch auf meine Gesundheit usw. selbst achten. Chefetage kennt das selbst, sie sind alle im selben Boot, arbeiten teils nur von Zuhause und es sind keine Sklaventreiber. Da kommt keiner auf die Idee, die Leute zu verheizen, weil Ausfälle kritisch sind und Leute zu ersetzen - wir kriegen ja die offenen Stellen nicht besetzt obwohl wir gut zahlen, das kannste knicken.
Das lässt sich natürlich nicht auf alle und alles übertragen, aber man ist selbst für sich verantwortlich und muss jeden Tag abschätzen was man macht. Ob ich Extremsport mache und riskiere für mehrere Monate rauszufallen oder ob ich mich totarbeite weil ich da irgendwie aufsteigen will oder mir einen Bonus dazuverdienen will und am Ende dann so durch bin das es mir nichts bringt - alles muss überlegt sein.
Das kann man auch nicht auf die Wirtschaft schieben, es ist alles eine persönliche Sache. Die Gesundheit von jedem ist seine eigene Sache und sich ins Krankenhaus arbeiten - das suchen sich die Leute selbst raus in 99% der Fälle. Weil Sklaverei ist abgeschafft, jeder kann gehen wenn es ihm nicht gefällt.
Dann bist du gut qualifiziert und belastbar.

Aber du kannst ja nicht abstreiten, dass das Leben stressiger geworden ist als z.B. vor noch 20-30 Jahren?
Heute soll man doch als Arbeitnehmer am besten alles können und erfüllen.
Der Gesellschaftsdruck ist enorm angestiegen und damit auch der Stress.
Und dabei bleiben immer mehr auf der Strecke.
Ich denke niemand sucht sich das vorher aus. Und will sowas!
Also nicht nur Eigenverantwortung.
Das ist ein gesellschaftliches Problem und des Kapitalismus und der Globalisierung.
Und es gibt auch Zusammenhänge zwischen hohen Arbeitszeiten und Selbstmordraten.
In einigen asiatischen Ländern z.B. , wo viele Überstunden gemacht werden, sind die Selbstmordraten höher.
 
Tut mir leid, aber so läuft das Abseits der Twitch-/DJ Blase einfach nicht.
Nicht jeder hat innerhalb von wenigen Wochen eine neue Stelle, nicht jeder hat deine Qualifikationen.

Ja, gibt Leute die höhere Qualifikation haben, andere haben eine niedrigere. Aber Stellen lassen sich finden WENN man flexibel ist (nicht an einen Ort gebunden ist gerade eine wichtige Voraussetzung heutzutage) und wenn man bereit ist, sich für seine Gesundheit und Wohlbefinden einzusetzen. Und nicht nur für den zweiten BMW beim Chef.
So was zieht sich übrigens sehr lange, niemand hat innerhalb von Wochen einen Burnout, da hat man mehr als genug Zeit sich was zu suchen. Übrigens ist es besser gesund und ohne viel Geld unterwegs zu sein als andersrum. Was bringt einem Geld und eine geile Karriere wenn man zu krank ist um das zu genießen?

Dann bist du gut qualifiziert und belastbar.

Aber du kannst ja nicht abstreiten, dass das Leben stressiger geworden ist als z.B. vor noch 20-30 Jahren?
Heute soll man doch als Arbeitnehmer am besten alles können und erfüllen.
Der Gesellschaftsdruck ist enorm angestiegen und damit auch der Stress.
Und dabei bleiben immer mehr auf der Strecke.
Ich denke niemand sucht sich das vorher aus. Und will sowas!
Also nicht nur Eigenverantwortung.
Das ist ein gesellschaftliches Problem und des Kapitalismus und der Globalisierung.
Und es gibt auch Zusammenhänge zwischen hohen Arbeitszeiten und Selbstmordraten.
In einigen asiatischen Ländern z.B. , wo viele Überstunden gemacht werden, sind die Selbstmordraten höher.

Qualifiziert - ja. Belastbar? Eventuell, ich reize das aber nicht aus und lasse keinen das ausreizen, DAS ist die Lösung. Burnout kommt von Überlastung,
Irgendwann bricht alles zusammen, Mensch, Roboter oder Immobilie. Aber im Gegensatz zum Roboter oder einer Immobilie kann der Mensch gehen oder sagen - nö, ist nicht.

Ja klar das Leben hat sich verändert. Durch die globale Wirtschaft fallen Zeitzonen einem in den Rücken, Sprachbarrieren. Moderne Technik erfordert es, ständig auf dem laufenden zu bleiben sonst wird man abgehängt.
Und klar gibt es in Asien mehr Selbstmorde wegen zu hoher Belastung, aber sie haben eine blöde Workaholic-Kultur erschaffen und begreifen jetzt erst was es ist und was es anrichtet. Blöd nur weil sich alles und jeder drauf eingestellt hat, so was lässt sich schwer wieder geradebiegen. Dort ist es wirklich ein Problem der Gesellschaft, nicht vom Kapitalismus oder Globalisierung. Die haben langsam begriffen das Menschen nicht so produktiv sind wenn man sie 12h am Tag auf Arbeit hält. Die produktive Zeit die eigentlich hinten rauskommt, ist wesentlich kürzer, deswegen versuchen die jetzt da drüben die Effizienz zu steigern anstatt die Leute einfach den halben Tag auf Arbeit zu halten.

Hier in Europa bei unseren Gesetzen ist es aber Eigenverantwortung. Dazu gehört es auch, seine Rechte zu kennen und den Arbeitgeber an eben diese zu erinnern wenn der mal "vergesslich" ist.
 
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Übrigens ist es besser gesund und ohne viel Geld unterwegs zu sein als andersrum. Was bringt einem Geld und eine geile Karriere wenn man zu krank ist um das zu genießen?
Das sagt sich wahrscheinlich leichter wenn man keine Familie versorgen muss, kein Haus abzubezahlen hat etc.
Nochmal, ich gönne dir deinen Erfolg und dein Glück, ich finde es einfach nur vermessen zu denken daß das jeder so hat.
 
Hier in Europa bei unseren Gesetzen ist es aber Eigenverantwortung. Dazu gehört es auch, seine Rechte zu kennen und den Arbeitgeber an eben diese zu erinnern wenn der mal "vergesslich" ist.
Ganz so einfach ist es nicht. Die Gewerkschaften haben immer weniger Einflussbereiche.
Da überlegt der Arbeitnehmer sich zweimal "aufzumucken".
Viele ziehen stillschweigend mit aus Angst um ihren Arbeitsplatz.
 
Das sagt sich wahrscheinlich leichter wenn man keine Familie versorgen muss, kein Haus abzubezahlen hat etc.
Nochmal, ich gönne dir deinen Erfolg und dein Glück, ich finde es einfach nur vermessen zu denken daß das jeder so hat.

Wer eine Familie hat, hat auch Rücklagen und anderes Einkommen, das allein macht es wesentlich einfacher sich auf dem Arbeitsmarkt zu positionieren.
Wer ein Haus hat, hat auch entsprechende Rücklagen (es sei denn man ist gnadenlos verschuldet - und das heißt man hat vorher schon einen Fehler gemacht) und ist somit auch besser abgesichert, nur halt nicht so flexibel wegen Wohnort.
Abgesehen davon sucht man wenn man arbeitet und es einem nicht gefällt. Man kündigt nicht erst und geht dann suchen. Aber die aktuelle Gesellschaft lebt oft auf pump und das gerade so das es reicht, kA warum. Wirkliches Vermögen was man für Durststrecken nutzen kann haben viele irgendwie nicht mehr und wollen auch nichts zurücklegen.

Ganz so einfach ist es nicht. Die Gewerkschaften haben immer weniger Einflussbereiche.
Da überlegt der Arbeitnehmer sich zweimal "aufzumucken".
Viele ziehen stillschweigend mit aus Angst um ihren Arbeitsplatz.


Das hat weniger mit Gewerkschaften zu tun. Die Rechte beziehen sich überwiegend auf einzelne Personen. Verstöße gegen Arbeitszeiten usw.
Ich sagte bereits, wer sich ausbeuten oder versklaven lässt, ist hier selbst schuld. Wer Angst hat, wird auch ausgebeutet. Die aktuelle Gesellschaft erwartet funktionierende Menschen mit Rückgrat. Klingt hart? Ist es auch. War aber schon immer so, nur das es globaler geworden ist. Man hat viel mehr Optionen aber auch viel mehr Konkurrenz.
Damit muss man umgehen können. Leider wollen viele sich nicht umstellen, gerade ältere weigern sich, da kannste auch mit einer Wand reden.
 
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