Volksentscheid in Berlin: Umwandlung von Wohnungen in Sozialwohnungen

Kann ich dir erklären: Ein Auto macht einen zu jeder Zeit extrem flexibel. Du hast deine Ruhe, du hast immer einen Sitzplatz und dir rückt keiner auf die Pelle.
Wie flexibel bin ich, wenn ich 15 Minuten brauche um einen Parkplatz zu finden?
Wenn ich mal einen finde kann ich ihn nicht nutzen, weil der SUV zu breit ist und ich ein normales Auto nicht mehr in die Lücke bekomme.
Zum Thema "auf die Pelle" kann ich nur sagen, dass meine Busverbindung zur Schule total überfüllt war weil das Verkehrsunternehmen Jahre gebraucht hat um zu verstehen, dass man Gelenkbusse braucht anstatt der kleinen Busse.
Trotzdem fühle ich mich im Auto im Berufsverkehr unangenehmer. Meine beiden Hände reichen nicht aus um die Beinaheunfälle zu zählen die ich auf 10km habe weil gewisse Subjekte meinen im stockenden Verkehr ohne Blinker quer über die Spuren zu ziehen und alle Verkehrsregeln zu ignorieren.
Letztens hatten wir erst einen Unfall, uns wurde die Vorfahrt genommen und der Unfallgegner konnte trotz deutschem Wohnsitz nicht genug Deutsch um das Wort Versicherung zu verstehen.
Wo bin ich im Auto, im Berufsverkehr besser dran?


Es gibt inzwischen genug Leute, die keinen Führerschein haben oder ein Auto.
Schön und jetzt?
 
Führerschein - ja. Auto - nein, weil nutzlos. Kostet viel, steht rum, kostet noch mehr Geld, in die Stadt - kannste knicken (selbst die Clubs haben hier keine Parkplätze mehr - auch wenn die Innenstadt leer ist, kannste Sa. abends da nicht um die Ecke parken). Und so viele schwere Sachen transportiere ich niemals um ein eigenes Auto zu rechtfertigen. Die hohen Kosten die mir durch das fehlen von einem Blechpanzer erspart bleiben, investiere ich in nützliche Sachen wie z.B. mehrere Fahrräder.

Netz - das hat noch massive Reserven. Und Energiewende heißt ja auch das Netz auszubauen, nicht nur die Stromerzeuger umzustellen...

Energiewende und billig&massentauglich? Dann haben wir die 2050, frühestens. Viel zu spät. Fridays for Future und viele andere Projekte drücken da nicht umsonst auf die Tube, das muss jetzt durch sonst zieht sich das wieder wie Kaugummi. Wir haben es hier satt wenn Projekte endlos hinausgezögert werden.

ÖPNV und Klima - wenn sich die Verkehrsbetriebe neue Fahrzeuge anschaffen, überlegen die sich ob sich was lohnt oder man doch etwas Geld pro Fahrzeug klemmen kann. Nur geht das dann nach hinten los. Auch die Fahrer leiden drunter, die kochen in den Fahrzeugen über Stunden bis sie mal für 5min irgendwo im Schatten eine rauchen können. Klar, bei den Verkehrsbetrieben kann ja keiner hellsehen und weiß nicht das hier wieder Hitzerekorde aufgestellt werden (Leipzig hat den alten Rekord um 0,1°C geknackt). Aber etwas mehr an die Kunden denken ist schon drin. Übrigens fallen die auf dem Dach montierten Klimaanlagen und auch Gasanlagen bei den Busen öfter mal aus bei so einer Hitze. Aber die lernen ja nichts - es gibt genug Länder wo über 40°C jeden Sommer herrscht, aber man lernt nichts von denen, wie sie es managen die Fahrzeuge zu kühlen ohne das sie ausfallen. An dieser Stelle ist einem übrigens der Klimaschutz egal, Gesundheit geht vor.
Tunnel können übrigens belüftet sein. Aber: kostet ja Geld und muss geplant und installiert werden bevor der Tunnel in Betrieb ist. Nicht in Deutschland, mit Sinn und Verstand ein Projekt angehen klappt hier richtig selten.

Thema Aufwertung - ich miete mir ein Produkt. Egal ob ich ein Auto miete, eine Wohnung oder wasauchimmer man mieten kann. Ausstattung bestimmt den Preis. Kunde zahlt dafür. Leasing - wenn ich im Auto was ich auf längere Zeit miete die volle Ausstattung will (beheizter Lenker und Sitze, Leder, Bang&Olufsen-Anlage schießmichtot) dann bezahle ich das, wird alles auf den Preis umgeschlagen der für mich dann gilt. Ist bei einer Wohnung nichts anderes. Man will XYZ - zahlen bitte. Wenn der Markt nichts anderes hergibt (ist beim Leasing nicht anders, wenn du da ein Auto mit einer Ausstattung willst die nicht vorhanden ist, nimmst du das was da ist oder halt gar nicht - oder wartest bis so was vorhanden ist) - hier heißt es friss oder stirb. Klingt doof, aber im Gegensatz zum Auto ist eine Immobilie halt nicht mobil, also das nehmen was der Markt hergibt oder es sein lassen.

Moderner Wohnraum bedeutet für mich nicht nur das allernötigste sondern eben das gehobene Segment. Kein Luxus, eben die gehobene Ausstattung - so was wird übrigens fast überall gebaut. Niemand baut das einfachste vom einfachsten weil es sich eben nicht lohnt. Die hohen Baukosten müssen wieder reingespielt werden. Dabei ist die Ausstattung gar nicht so teuer verglichen mit dem Rest, wertet aber massiv auf, deswegen wird das auch gemacht. Und alle alten Wohnungen werden auf diesen Stand gebracht wenn möglich - so sorgt man für zufriedene Kunden, schöne Wohnungen und gleichzeitig angemessene Gewinne die in einem wirtschaftsstarken Land normal sind. Die Bauherren bauen eben so das sie auch drin wohnen könnten. Fenster bis zum Boden, Fußbodenheizung, Holzböden/Parkett, hochwertige Sanitäreinrichtungen usw. Aktuell ist es auch Mode, eine Küche einzubauen (die entsprechend NICHT die billigste von Ikea ist) und die auch abrechnen zu lassen - ist super bequem, so muss der Kunde sich nicht drum kümmern wenn sie dem gefällt. Optional werden noch hochwertige Aufzüge, Video-Gegensprechanlagen, Terrassen und hochwertige Materialien überall verbaut. Ganz im Zeichen von IoT/Smart Home wird jetzt auch aufgerüstet. Was aktuell noch als Gadget oder Spielzeug bezeichnet werden kann, sollte sich bald wie Smartphones überall verbreiten. Ist übrigens kein Luxus. Luxus ist wenn die Wohnung über einen eigenen Swimmingpool, unzählige Zimmer, einen Kamin und eine Küche verfügt die mehr kostet als ein normaler Neuwagen. Das können sich nur Topverdiener leisten.
Und nein, das ist nicht "am Markt vorbei gebaut" - das ist genau das was der Markt sich wünscht unter den Vorgaben und Kosten die halt dafür entstehen.
Daran orientieren sich auch vermehrt die Immobilienbesitzer die modernisieren. Aber das wird ja gleich als "Luxussanierung!" abgestempelt obwohl da keine Spur von Luxus enthalten ist...

Und ÖPNV funktioniert recht zuverlässig. Was nicht zuverlässig funktioniert, sind Fernzüge - letztes Jahr nach Köln zur Gamescom gefahren - 2 Züge ausgefallen, keine Sau weiß was los ist, der dritte ist mit 40min Verspätung losgefahren (Grund: zu voll - ja ihr schlauen Köpfe bei der DB, wenn man 2 Züge bis Köln ausfallen lässt, teleportieren die Leute sich halt trotzdem nicht dahin), ergo war ich 2,5h zu spät im Hotel und der Aufbau an dem Abend wurde definitiv nicht mit vollem Einsatz durchgeführt. Aber solche Strecken fährt man einige Male im Jahr wenn überhaupt. Hier in Leipzig ist der ÖPNV recht gut, selbst mit Personalmangel stemmen die Großevents ohne Probleme. Muss an der RB Area vorbei, RB gegen München Spiel war interessant, aber auch da kam man mit minimalen Verspätungen an. Mit dem Auto bist du auf der gleichen Strecke hier 2min schneller da, aber bis du geparkt hast dauert es noch 10-15min.
Ist in Berlin übrigens auch ohne große Probleme möglich, erst im April dort im CityCube gewesen bei der Twitchcon, 4 Tage (Aussteller, war also zu den gleichen Zeiten unterwegs wie arbeitende Leute und nicht erst um 9 wo das Event startet). Das was da fährt, würde nicht mal ein Museum geschenkt haben wollen, aber es fährt - pünktlich. Ansagen auf Englisch vermisst man, saubere Wagons und alles andere auch, aber das verdammte Teil fährt. Den Sound von den Türen vergisst man nicht so schnell :D
Jegliche Versuche dort mit Uber oder Taxi schneller durchzukommen als mit der U-Bahn sind gnadenlos gescheitert, selbst am Wochenende, Auto in der Großstadt - naja das ist für die Leute die hart masochistisch veranlagt sind und denen normale BDSM-Sessions keinen Kick mehr geben. Das sind die, die in Berlin mit dem Auto rumfahren. Wir haben uns aufgeteilt, wir nehmen U-Bahn, Kollegen mit Equipment nehmen Taxi. Rate mal wer eher da war.

Und natürlich hält man den Klimawandel von hier aus nicht auf, da müssen alle mitziehen. Aber es hat auch positive Effekte auf die unmittelbare Umgebung.
Ich zeige dir einfach mal was:
YouTube

Diese Mars-Landschaft ist Карабаш (Karabash) - eine Stadt in Russland wo Kupfer und Nickel sowie andere Metalle abgebaut werden. Ist keine Doku, muss nichts übersetzt werden, aber die Bilder sprechen für sich.

Klar, hier sieht es nicht so aus, aber ALLES was wir tun, hat einen Einfluss auf die Umgebung. Und ich will das meine Umgebung besser wird, nicht schlimmer. Ich bin bereit dafür auf einiges zu verzichten und noch Geld dafür zu bezahlen - weil das auch Lebensqualität ist. Entsprechendes erwarte ich von dem Rest der Bevölkerung. Wir haben die Technologien, Personal und vor allem das Geld um hier ein kleines Paradies zu erschaffen (so weit es möglich ist), aber dafür sollten wir die Klimaziele wenigstens mal erfüllen, ich rede ja nicht mal von verschärfen..
 
Freiwilliger Verzicht ist keine Lösung für die gesamte Gesellschaft. Das braucht Disziplin und das ohne einen gewissen Zwang zu erwarten ist unrealistisch.
 
Die Busse haben schon seit Jahren Klimaanlagen. Die Züge genauso.

Energiewende und billig&massentauglich? Dann haben wir die 2050, frühestens.

Das muss halt die Politik dafür sorgen, dass es billig und Massentauglich ist.

Ganz im Zeichen von IoT/Smart Home wird jetzt auch aufgerüstet. Was aktuell noch als Gadget oder Spielzeug bezeichnet werden kann, sollte sich bald wie Smartphones überall verbreiten.

Diesen unsicheren Schrott will keiner haben.
Allein die elektronischen Schlösser und smarten Alarmanlagen haben mehr Lücken, als sie schützen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Diesen unsicheren Schrott will keiner haben.
Allein die elektronischen Schlösser und smarten Alarmanlagen haben mehr Lücken, als sie schützen.
Kommt darauf an, Consumer Zeug aufjedenfall. Aber es gibt genug Systeme die auch in sicheren Umgebungen eingesetzt werden.
Andererseits werden auch in Zukunft Schlösser eher geknackt als gehackt.
 
Diesen unsicheren Schrott will keiner haben.
Allein die elektronischen Schlösser und smarten Alarmanlagen haben mehr Lücken, als sie schützen.
Richtig... Diesen SmartHome-Schrott würde ich persönlich wieder aus der Wand reißen. Ich will und brauche keinen SmartHome-Kram, der nun sogar in den eigenen vier Wänden über mich bzw. meine Lebensgewohnheiten Daten sammelt, fehleranfällig und teuer ist. Und einen obendrein ausspioniert - das hat der Alexa-Skandal ja gezeigt. Dass die Polizei auch auf solche Geräte Fernzugriff haben will - als Beweismittel... Ne, Danke.
 
Kommt darauf an, Consumer Zeug aufjedenfall. Aber es gibt genug Systeme die auch in sicheren Umgebungen eingesetzt werden.

Auch diese sind oft unsicher.
35C3: Mit Venenbild auf Handattrappe Geld abheben oder beim BND einbrechen | heise online

Richtig... Diesen SmartHome-Schrott würde ich persönlich wieder aus der Wand reißen. Ich will und brauche keinen SmartHome-Kram, der nun sogar in den eigenen vier Wänden über mich bzw. meine Lebensgewohnheiten Daten sammelt, fehleranfällig und teuer ist. Und einen obendrein ausspioniert - das hat der Alexa-Skandal ja gezeigt. Dass die Polizei auch auf solche Geräte Fernzugriff haben will - als Beweismittel... Ne, Danke.

Könnte man aber beides auf einmal lösen, indem Daten nur noch lokal gespeichert werden dürften. Dann würde die Sicherstellung so ablaufen, wie beim normalen PC.
 
Die Busse haben schon seit Jahren Klimaanlagen. Die Züge genauso.



Das muss halt die Politik dafür sorgen, dass es billig und Massentauglich ist.



Diesen unsicheren Schrott will keiner haben.
Allein die elektronischen Schlösser und smarten Alarmanlagen haben mehr Lücken, als sie schützen.

Unsere Politik? Du meinst also die Politik die uns hier Projekte wie Stuttgart21, BER usw. beschert hat? Auf die würde ich mich nicht verlassen. Nenene. Das müssen wir alle durchsetzen und auch bezahlen. Oder es wird wieder verschoben, mehrfach und das ist nicht drin.

Und der unsichere Schrott ist nicht immer unsicher. Es geht ja auch nicht um Schlösser, Gegensprechanlagen und gefährliche Geräte wie Gasherde. Aber den Kühlschrank und Klimaanlage zu vernetzen ist kein Thema. Was passiert wenn das gehackt wird? Dann wissen die Leute was ich im Kühlschrank habe, woohoo, bringt denen viel. Da können die mich auch auf Facebook fragen was ich drin habe xD
 
Moderner Wohnraum bedeutet für mich nicht nur das allernötigste sondern eben das gehobene Segment.
Womit man schonmal Millionen an Niedriglöhnern, Empfänger von Leistungen nach SGB II und XII, wenn nicht sogar noch mehr ausschließt. Glückwunsch. Wohnraum ist nunmal nicht irgendein (Lifestyle-)"Produkt" für Hipster (die ausgebuht und ausgepfiffen gehören), sondern lebensnotwendig und gehört geregelt wie in Österreich. Sprich Wohnung für die Masse und nicht für die Klasse.

Fenster bis zum Boden,
Ich frag mich jedesmal aufs neue, wer auf diese dämliche Idee gekommen ist, Fenster bis zum Boden zu ziehen, damit einen jeder Arsch in die Wohnung spannern kann.

Ganz im Zeichen von IoT/Smart Home wird jetzt auch aufgerüstet.
Danke, nein Danke. Ich verzichte auf soetwas. Lieber einen Kohleofen, wo man tagtäglich Kohlen schleppen muss, als soetwas. :schief:

sollte sich bald wie Smartphones überall verbreiten.
Umweltschutz: Smartphones 2040 die groessten Klimakiller - ZDFmediathek
Bin ich schon lange dafür die Dinger aus dem Verkehr zu ziehen. :schief:

das ist genau das was der Markt sich wünscht
Was "der Markt" sich wünscht, kann man u.a. in Berlin am Volksentscheid sehen und man kann froh sein, dass das so friedlich und konformistisch abläuft. Das hatte man auch schonmal anders: Frankfurter Haeuserkampf – Wikipedia

Was nicht zuverlässig funktioniert, sind Fernzüge - letztes Jahr nach Köln zur Gamescom gefahren
Buhu aber auch. Dann wärst du halt per pedes dorthin gereist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie viele Windräder hast du in deinem Garten denn schon stehen?

Hab keinen Garten. Mir reichen öffentliche Grünanlagen, ich muss nicht noch für mein Wochenende oder Feierabendbierchen noch 100m² Grünfläche für mich selbst beanspruchen.

Würde ich allerdings ein Haus besitzen - da wäre längst eine Photovoltaik-Anlage drauf. Würde ich ein Haus mieten - hätte ich dem Hausbesitzer längst vorgeschlagen sich die Kosten dafür zu teilen und eine zu installieren. Jap, würde ich tun, auch wenn ich die hinterher nicht mitnehmen könnte. Warum auch nicht? So hätte ich den Nutzen durch den günstigen Strom am Ende und würde was gutes tun.
In der aktuellen Wohnung würde aufm Balkon vll 1m² Anlage hinpassen, die ist sinnlos auch wenn das Teil mindestens 7h Sonne abbekommt.

Wir brauchen mehr Leute die bereit sind Geld und Zeit dafür auszugeben das es uns hier allen besser geht.
 
cryon1c schrieb:
Hab keinen Garten. Mir reichen öffentliche Grünanlagen,
Dann müsste man halt konsequenterweise auch die öffentlichen Grünanlagen mit Solaranlagen und Windkrafträdern pflastern. Will nur auch niemand...

Würde ich ein Haus mieten - hätte ich dem Hausbesitzer längst vorgeschlagen sich die Kosten dafür zu teilen und eine zu installieren
Wieso denn teilen? Ich denke, sowas gehört durch den Mieter gezahlt - er wohnt doch drin... :rollen:

cryon1c schrieb:
Jap, würde ich tun, auch wenn ich die hinterher nicht mitnehmen könnte
Blöd, dass nicht jeder eben mal so viel Geld aus dem Fenster werfen kann - für das Eigentum anderer.

cryon1c schrieb:
Ist in Berlin übrigens auch ohne große Probleme möglich, erst im April dort im CityCube gewesen bei der Twitchcon, 4 Tage.
Das kannst du als Tourist natürlich auch bestens beurteilen. Aber zugegeben, freut mich, dass Berlin bei dir so einen positiven Eindruck hinterlassen hat! :) (Das meine ich Ernst...)

cryon1c schrieb:
Das was da fährt, würde nicht mal ein Museum geschenkt haben wollen,
Bedenke dich beim Sparzwang den man Berlin auferlegt hat und der nicht nur Schulen, Verwaltung, Polizei, Infrastrukturpflege etc. kaputtgespart hat, sondern eben auch den ÖPNV. Was erwartest du, wenn man 15 Jahre lang keine neuen Züge bestellt und auf Verschleiß fährt?
Das Problem wird noch schlimmer werden...

cryon1c schrieb:
aber es fährt - pünktlich.
Bis irgendwelche Leute wieder Mist bauen, irgend ein Fahrgast gesundheitliche Probleme hat, eine Störung auftritt...

cryon1c schrieb:
Ansagen auf Englisch vermisst man
Wir leben hier nicht in NewYork bzw. den USA, sondern in Deutschland. Die wichtigsten Ansagen gibts in Englisch (Baustellen/Störungen/wichtige Umstiegsmöglichkeiten z.B. zum Hauptbahnhof, zu den Flughäfen, zum ZOB etc.), mehr Englisch will ich mir nicht anhören müssen.

cryon1c schrieb:
Ja, so sauber, dass überall die Fettspuren auf den Scheiben kleben, ich mich vorgestern mal wieder im Bus in einen nassen Sitz gesetzt habe (es war zum Glück nur Bier...), es regelmäßig nach Bier stinkt weil die Leute lieber mit ihren Smartphones spielen anstatt die Bierflaschen festzuhalten und wegzuräumen und man regelmäßig den Eindruck bekommt, dass die Fahrzeuge als Papierkorb missbraucht werden. Dass ein beträchtlicher Teil der U-Bahn-Wagen mit mehr oder weniger vielen Graffittis übersät ist, dass in den Bussen häufig im hinteren Bereich die Scheiben zerkratzt sind, dass es auf den U-Bahnhöfen aufgrund der vielen Obdachlosen (einen Dank an unsere Sozialsenatorin...) ein regelrechtes Müll- und Drogenproblem gibt und die Herrschaften die Bahnhöfe vollpissen und -kacken... Und es vergeht kaum eine U-Bahnfahrt ohne, dass ich angebettelt werde.

cryon1c schrieb:
Den Sound von den Türen vergisst man nicht so schnell
Was erwartest du auch, wenn keine Fahrzeugreserve mehr vorhanden ist und man dementsprechend keine Zeit für solche "unwichtigen" Probleme hat?

cryon1c schrieb:
und alles andere auch, aber das verdammte Teil fährt.
Würde man sich um solch "unwichtige" Probleme wie sich ungesund anhörende Türen oder eine umfangreiche Entfernung von Vandalismusschäden kümmern, wäre das eben nicht mehr der Fall.
 
Zuletzt bearbeitet:
Berlin ist ne richtig geile Stadt. Darfst da halt nicht mitm Auto oder Fahrrad fahren (kracht zu oft) und man sollte etwas Geld mitbringen - für Uber, Spätis und alles was die Stadt so zu bieten hat. Mir wär's aber zu hektisch dort auf dauer. Aber auch alle die ich da kenne, beschweren sich nicht über die Mieten. Sie beschweren sich eher über Bruchbuden die vollgeschmiert sind und wo dringend mal was gemacht werden muss.
Über so einiges andere auch, aber das wurde wirklich kaputtgespart. Immobilien hingegen gehören oft nicht mehr der Stadt und da wird endlich was gemacht mit denen. Vorher wurden die genau so auf Verschleiß gefahren wie der Rest.
Berlin hat auch genug Geld um sich mittlerweile um alles zu kümmern, es muss halt nur durchgeplant und umgesetzt werden.
Mit dem Sound der Türen war übrigens das "Schließen"-Tonsignal gemeint, nicht die Türgeräusche an sich. So was nervtötendes in den ÖPNV einzubauen, ist das damit keiner dort einpennt oder wozu ?)
Und dafür das wir nicht in New York sondern in Berlin waren, war Englisch an jeder Ecke zu hören, genau so wie Arabisch (ink. Shop-Schilder) und diverse andere Sprachen. Internationale Stadt, sehr geil so was. Natürlich gibt es Leute die sich über so was aufregen, aber mit offenen Grenzen kommen solche Sachen halt auch mit.


@Poulton
Umverteilung? Nene riecht nach Sozialismus, kommt so definitiv nicht wieder. Ich sag's mal so, wenn es klemmt werden auch die Faulpelze sich um das Thema kümmern. Nur muss man nicht immer alles bis auf Anschlag vernachlässigen und sich erst dann drum kümmern.
 
und man sollte etwas Geld mitbringen
Geld, was viele "Urberliner" aber nicht haben.

- für Uber, Spätis und alles was die Stadt so zu bieten hat.
Das interessiert mich als Durchschnittsverdiener und Berliner aber herzlichst wenig. Witzig sind halt nur die Leute die sich über zu wenig Geld beschweren und sich dann hauptsächlich über Spätis versorgen (oder sich dort ihren "Sprit" besorgen).
Uber habe ich zwar nie benutzt und werde es vermutlich auch nicht, aber ich bin auch nicht prinzipiell gegen Uber.

Sie beschweren sich eher über Bruchbuden die vollgeschmiert sind und wo dringend mal was gemacht werden muss.
Das ist hauptsächlich in den Gegenden ein Problem, die als so "Hip" angesehen werden und wo die Mieten in die Höhe schießen. Die ganzen Vandalismus-, Drogen-, Müll- und Ausscheidungsprobleme bilden sich witzigerweise auch relativ genau auf den U-Bahnhöfen in solchen Gegenden wieder. Viele kennen von Berlin nur dieses dreckige, ranzige Bild - dabei gibt es hier durchaus auch gut gepflegte Ecken, nicht nur in Steglitz...

Immobilien hingegen gehören oft nicht mehr der Stadt und da wird endlich was gemacht mit denen. Vorher wurden die genau so auf Verschleiß gefahren wie der Rest.
Die Wohnungen wurden erst mit der Privatisierung auf Verschleiß gefahren - bis es garnicht mehr anders ging.

Mit dem Sound der Türen war übrigens das "Schließen"-Tonsignal gemeint, nicht die Türgeräusche an sich. So was nervtötendes in den ÖPNV einzubauen, ist das damit keiner dort einpennt oder wozu ?)
Barrierefreiheit... Muss für Blinde laut und deutlich zu hören sein. Obendrein noch versicherungstechnische Gründe - gibt ja genug Leute, die auf den letzten Drücker noch in die Tür springen... In solchen Fällen wird wohl kaum auf optische Warnungen geachtet.
Den Türwarnton finde ich bei der DB übrigens bei weitem nerviger.

Und dafür das wir nicht in New York sondern in Berlin waren, war Englisch an jeder Ecke zu hören, genau so wie Arabisch (ink. Shop-Schilder) und diverse andere Sprachen. Internationale Stadt, sehr geil so was. Natürlich gibt es Leute die sich über so was aufregen, aber mit offenen Grenzen kommen solche Sachen halt auch mit.
Ich habe mir die offenen Grenzen aber nicht ausgesucht. Wer sich hier auf Dauer aufhält, darf gerne auch die Sprache lernen und nicht erwarten, dass man alles in die jeweilige Sprache übersetzt. Für Touristen gibts alle wichtigen Infos auch in Englisch - eben Ansagen für wichtige Umstiege bzw. Verkehrsverbindungen, Endstationen, Ersatzverkehre/Baumaßnahmen, Störungsmitteilungen...


Nur muss man nicht immer alles bis auf Anschlag vernachlässigen und sich erst dann drum kümmern.
Genau dazu hat die Privatisierung aber in so ziemlich allen Fällen geführt.
Die Probleme hier in Berlin haben eher mit dem auferlegtem Sparzwang zu tun gehabt.
 
Barrierefreiheit... Muss für Blinde laut und deutlich zu hören sein. Obendrein noch versicherungstechnische Gründe - gibt ja genug Leute, die auf den letzten Drücker noch in die Tür springen... In solchen Fällen wird wohl kaum auf optische Warnungen geachtet.
Den Türwarnton finde ich bei der DB übrigens bei weitem nerviger.

Wobei da auf jeden Fall auch Lichtschranken an den Türen sein sollten. Sinnvollerweise außen, da es viel gefährlicher ist, wenn jemand von außen in der Tür hängt, als von innen.

Ich habe mir die offenen Grenzen aber nicht ausgesucht. Wer sich hier auf Dauer aufhält, darf gerne auch die Sprache lernen und nicht erwarten, dass man alles in die jeweilige Sprache übersetzt. Für Touristen gibts alle wichtigen Infos auch in Englisch - eben Ansagen für wichtige Umstiege bzw. Verkehrsverbindungen, Endstationen, Ersatzverkehre/Baumaßnahmen, Störungsmitteilungen...

Oder auch nicht. Oft genug bekommt man bei der Bahn nicht mal Infos auf Deutsch.
Oder es gibt 3 verschiedene.
 
Wobei da auf jeden Fall auch Lichtschranken an den Türen sein sollten.
Bitte nicht. Die Reversiereinrichtungen reichen schon - selbst die halten die Leute ja nicht davon ab, andauernd die Türen aufzuhalten.
Dazu bieten die meisten Züge noch eine Türkantenüberwachung - für den Fall, dass etwas in der geschlossenen Tür klemmt (bspw. Stoffbeutel).

In Verbindung mit etwas Aufmerksamkeit seitens des Zugfahrers ist es nicht möglich, loszufahren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja Berlin ist auch dreckig, ranzig und es sind nicht die Straßen die einen dahin locken, sondern was dahinter ist. Berlin gilt als cool weil da viel mit Kultur, Musik und anderen Sachen passiert, weil halt alles da ist, coole Leute, recht viele gute Jobs (Startups etc). Und weil die Stadt saubillig ist. Für jemanden aus Paris, London oder New York ist die Stadt extrem günstig, für jemanden aus der Provinz wo man unter 1000€ schon ein kleines Haus mieten kann ist diese Stadt irre teuer, aber alles ist Ansichtssache was das angeht.
Die ganzen "Hipster"&co die Berlin zu dem machen was es gerade ist, lassen auch massig Geld da. Sie geben kranke Summen für irgendwelchen Kaffee in ner hübschen Bar aus, das gleiche tun sie für Fair Trade und Bio-Zeugs an jeder Ecke, das alles kommt der Stadt und den "Urberlinern" zu gute, sorgt aber eben auch für steigende Preise überall, weil die Kaufkraft gestiegen ist. Wer mitgeht, der geht mit der Zeit.
Das betrifft ja nicht nur Mieten. Auch Shops werden ausgetauscht, von einem günstigen Tante Emma Laden an der Ecke bis hin zum "hippen" Weinhändler wo der Wein so viel kostet wie die alten Einwohner im Monat übrig haben, pro Flasche versteht sich. Man kann so was aber nicht verbieten, das Geld bahnt sich einen Weg. Wenn die Leute in Berlin leben wollen und gerne Geld da lassen (und entsprechende Ansprüche werden von findigen Geschäftsleuten sofort bedient weil da ist Geld zu holen), dann kann man es nicht aufhalten. Gentrifizierung künstlich bremsen - hat so weit ich weiß noch keiner erfolgreich durchgezogen. Deswegen lieber sich drauf freuen wenn Leute mit Geld beschließen die Stadt als ihren Wohnort zu nutzen und nicht einfach nur Immobilien kaufen und eine Geisterstadt wie London erschaffen. Mit denen lässt sich super Geld verdienen, denn sie sind a) wohlhabend b) teils richtig verpeilt und c) oft fanatisch bei bestimmten Sachen - also zahlen sie unendlich viel Geld für eben diese Sachen, aberwitzige Summen für normale Leute.
Diese Leute wollen aber auch eine hübsche Umgebung. Eine Stadt die auch danach aussieht das sie Geld hat. Es muss nicht alles neu und aus Glas und Stahl sein, aber wenigstens mal restaurieren und modernisieren sollte drin sein. Und da hinkt Berlin extrem hinterher was die Investitionen in die Stadt selbst angeht (ÖPNV ist nur ein Teil vom Rattenschwanz). Angesichts solcher Projekte wie BER wo Milliarden einfach im nichts versinken sind die Leute aber auch zurecht sauer :)

Und bei Sprachen sehe ich das gar nicht so kritisch. Als jemand der 3 Sprachen fließend spricht (2 davon Muttersprachen) kann ich wesentlich besser kommunizieren und verstehe auch die Leute die ihre Sprache bevorzugt einsetzen egal wo sie sind. Man kann die Leute eh nicht dazu zwingen, also einfach machen lassen.

Und die Wohnungen wurden erst mit der Privatisierung auf Verschleiß gefahren? Ich kenne Deutschland zwar nicht so lange wie der Rest hier, aber schon 2001 wo ich herkam, sahen die Wohnungen&Häuser übel aus. Auch alles was noch der Stadt gehört hat, war bestenfalls als Bruchbude zu bezeichnen, gerade in Berlin (war da mehr als oft, dank Direktverbindung mit 75min im ICE ists auch kein wirklich weiter Weg dahin) sah es schon immer so aus. Egal ob westliche oder östliche Seite. Nur wenige Gegenden sehen gut aus, das sind aber meist Ecken die schon immer wohlhabend waren, da gab es kaum sozialen Wohnraum. Gerade von privatisierten Immobilien kenne ich es eher so das diese zügig aufgemöbelt werden. Vor dem massiven Bauboom, wo die Handwerker noch innerhalb von Tagen und nicht innerhalb von Monaten auftauchten, wurde noch mehr gemacht.

Fakt ist - Berlin ist günstig, egal wie man vergleicht - Deutschlandweit oder Weltweit, die Stadt ist recht günstig.

Es gibt nicht viele Länder wo die Hauptstadt deutlich günstiger ist als andere Großstädte, das wird sich aber noch ändern. Berlin hat das Potential, München zu überholen und wird es früher oder später schaffen.
 
Wobei man die Strecke nach Berlin nicht mit dem Zug fahren sollte. Da ist man mit dem Flixbus deutlich günstiger ohne wirklich länger zu brauchen.
 
Zurück