Als das Spiel rauskam, hatte ich wohl viel um die Ohren mit Abitur und irgendeinem pubertären Kram, anders kann ich mir das auch nicht erklären. Das allererste Vampire-Spiel, noch auf Basis der Unreal-Engine (Glide!) ging allerdings auch an mir vorbei, in diesem Fall ganz ohne Erklärungsversuch.
Wie gut schlägt sich heutzutage das erste PC-Rollenspiel mit Vampire-Lizenz? Wir haben den indirekten Vorgänger von Bloodlines nochmal durchgespielt.
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MfG
Raff
Unmittelbar nach dem Launch soll Bloodlines auch eher ein zweifelhaftes Vergnügen gewesen sein. Die Entwickler haben halt Fallout-1/2-Wurzeln, das galt vor allem für die Menge der Bugs und der nicht fertiggestellten Spielelemente.

Aber das ist kein Grund, es in der langen Zeit seit "ein Jahr" später nicht nachgeholt zu haben!
Wie Dave schon schreibt, braucht man dafür auch nicht zwingend soviel Zeit wie bei Witcher 3 & Co, weil der Reiz von Bloodlines auch in der Handlungsfreiheit und den Unterschieden zwischen den Clans liegt. Kann man sich also Häppchenweise in Reruns geben oder eben nicht. Aber einmal sollte man schon gespielt haben. Im Vergleich zu HL² würde ich auch sagen, dass Bloodlines mehr aus der Source-Engine geholt hat, früher da war, inhaltlich viel mehr zu bieten hatte und ohne Steam-Fußfessel erschien. Also meine Prioritäten waren damals klar...
Redemption hat damit übrigens, außer der Lizenz, nichts zu tun – und Bloodlines 2 scheinbar auch nicht. Das ist, nach allem was ich bislang gelesen habe, so, als hätte man Star Wars Battlefront als "Tie Fighter 2" bezeichnet. Und dann kommt jemand daher "ich fands nett, aber ich hab auch Rebel Assault nie gespielt".
Letzteres ist auch mein Eindruck beim ersten Querlesen. Ohne den Vergleich mit Bloodlines lesen sich die 70er Wertungen eher wie das was sonst bei 80ern geschrieben wird.
Es gibt halt auch Leute, die 80er-Wertungen vergeben, wenn ein Spiel nur für eingefleischte Genre-Liebhaber eine Option ist. Wenn ich es richtig überblicke, bietet Bloodlines 2 eine langweilige/leblose Umgebung, was auch den optischen Anspruch einschränkt, keine Charakterentwicklung, fast ausschließlich Nahkampf/null Gunplay, das gut/schlecht sein könnte, sehr rudimentäre Magie und eine eher einfache Implementation der Maskerade-Welt. (Man rennt einfach die Wand hoch, wenn es brenzlig wird und schon beruhigen sich alle wieder, anstatt sich darüber erst so richtig aufzuregen?

)
Was an dem Titel, außer der Story, ist eigentlich gut genug für eine Empfehlung?