tolga9009
Freizeitschrauber(in)
Beim Reddit AMA wurde gesagt, dass AM4 lange Zeit unterstützt werden soll und auch zukünftige Prozessoren darauf laufen sollen (Quelle: AMD_james comments on We are AMD, creators of Athlon, Radeon and other famous microprocessors. We also power the Xbox One and PS4. Today we want to talk RYZEN, our new high-speed CPU five years in the making. We're celebrating with giveaways, and you can ask us anything! Special guest: AMD President and CEO Dr. Lisa Su.). Bei Intel zeigt mir die Erfahrung, dass maximal zwei Prozessor-Generationen darauf laufen, dann ist Schluss.Im Gesamtpaket würde ich sogar mit einer R7-1700-Kombi (CPU+RAM+Mainboard+Kühler) günstiger fahren, als mit einem Plattformwechsel zum i7-7700k. Fakt, stand heute ist aber, dass der i7-7700k schneller ist. Ich tendiere leicht zum R7 1700, bin aber dennoch sehr unschlüssig bezüglich eines Plattformwechsels. Wie im Ursprungspost schon gesagt, bin ich außerdem Besitzer eines 144Hz-Monitors, und finde die IPC des 7700ks nicht vernachlässigbar.
Außerdem kommt ja - soweit ich weiß - dieses Jahr mal wieder eine neue Generation i7s raus. Ich weiß nicht, ob es dazu schon Infos gibt, aber ich bezweifle, dass Intel von dem Ryzen-Acht-Kern-Paket nie etwas wusste, und nun alternativlos mit dem 4-Kern i7 als Mainstream weiterfährt. Es könnte also meiner Meinung nach gut sein, dass auch Intel in der nächsten CPU-Generation 6 bzw. 8 Kern zum preiswerten Mainstream macht.
Zum Beispiel:
- 1156: 1st Gen Core-i
- 1155: 2nd und 3rd Gen Core-i
- 1150: 4th und 5th Gen Core-i
- 1151: 6th und 7th Gen Core-i
Geht man nach diesem Schema vor, wirst du, wenn du jetzt auf den 1151 Sockel setzt, höchstwahrscheinlich ein neues Mainboard für Coffee Lake brauchen (Hexa-Core). Übrigens angekündigt für Q1/Q2 2018, also zeitgleich zu Zen+ / Zen2. Aber auch der RAM ist nicht immer 100% kompatibel, selbst wenn es sich z.B. um DDR3 handelt. Während Sockel 1156 CPUs ohne Probleme mit 1.65V DDR3 RAMs liefen, war es mit Haswell CPUs nicht mehr möglich, diese einzusetzen, da sie nur bis maximal 1.575V spezifiert sind. Aber auch bei Ivy-Bridge musste man RAM einsetzen, der mit 1.5V lief - wobei die 1.65V am obersten Limit (innerhalb der 10% Toleranzgrenze von 1.5V) auch noch okay waren. Wenn du eine möglichst langlebige Plattform haben möchtest, wo du günstig CPUs upgraden kannst, dann wäre die Entscheidung AM4. Dazu möchte ich hinzufügen: "Zukunftssicher" existiert nicht. Am besten fährst du, wenn du deine Anforderungen ganz genau kennst und das kaufst, was deinen jetzigen Anforderungen entspricht. Ein Quad-SLI Mainboard zu kaufen nur unter dem Vorwand, "man könnte ja doch irgendwann mal 3 GPUs dazu kaufen", ist rausgeworfenes Geld. Geld, was dir beim nächsten Upgrade zur Verfügung stehen könnte. Weiterer Tipp von mir: lieber gutes P/L und häufig kaufen, statt Mond-Preise für Enthusiasten-Produkte auszugeben. Preise für teure Komponenten fallen schneller, als für günstigere. Du ärgerst dich zu Tode, wenn deine 580€ teure GTX980 in 3 Monaten für 100€ günstiger zu haben ist und in anderthalb Jahren mit einer GTX1060 für 250€ gleichzieht.
Andersherum schließe ich mich der Meinung an, dass mehr Kerne / Threads deutlich länger halten als weniger. Geschichte aus der Core2Quad Zeit: man konnte sich zwischen einem E6850 (2x 3,0GHz) oder Q6600 (4x 2,4GHz) entscheiden. Ich hatte mich für den E6850 entschieden und es bereut, da der Fokus immer mehr in Richtung Quad-Cores gerückt ist. Während die Kollegen mit einer Q6600 den Kauf ihres Lebens gemacht hatten, durfte ich nach wenigen Jahren mit einem i7-860 den nächsten Fehlkauf tätigen (Sockel hat nur eine Generation CPUs unterstützt, DDR3 RAM mit 1.65V konnte ich nur noch begrenzt weiterverwenden).
Wenn du also deine Anforderungen kennst, weißt du auch, welche CPU zu dir passt. Ich z.B. streame ganz gerne und nutze einen 2. Rechner zum Streamen, da ein Quad-Core allein nicht ausreicht (Stream Frame Drops oder Spiel ruckelt). Mit Ryzen könnte ich mir das ganze Setup (HDMI Capture Card, 2 Monitore, 2 Keyboards, Zusatzkosten etc.) auch sparen und direkt vom gleichen Rechner streamen. Für mich also genau das richtige.
Wenn du z.B. Spiele auf Turnieren etc. spielst, würde ich mir in dem Fall angucken, welche Hardware dort eingesetzt wird und mich daran orientieren. Von CS:GO weiß ich z.B., dass dort im Jahre 2016 vorwiegend GTX1070 Grafikkarten eingesetzt wurden. Also nicht unbedingt immer das absolute Maximum - ähnlich bei den CPUs. Und wenn du einfach nur das Maximum für Gaming haben willst: i7-7700K. Da möchte ich aber hinzufügen, dass eine bessere Grafikkarte deutlich signifikantere Unterschiede bringt als eine CPU. Es könnte also gerechtfertigt sein, 100€ bei der CPU zu sparen und lieber 100€ in eine bessere Grafikkarte zu investieren. Damit kriegst du auf jeden Fall mehr Gaming-Power, als mit einer besseren CPU.
Hoffe, da sind einpaar Denkanstöße dabei, die dich bei deiner Entscheidungshilfe unterstützen könnten.
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