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Upgrade - Absegnung / Empfehlungen :)

Wur5tbr0t

Schraubenverwechsler(in)
Editiert: Ram-Spannung berichtigt, danke Schnuetz1

Hallo PCGH-Forum,

ich möchte meinen PC upgraden und hätte gerne eine Expertenmeinung von euch :)
Der PC soll auf absehbare Zeit (2 Jahre) aktuelle Spiele in 1080p Auflösung mit hohen Details und ruckelfrei (looking at you, DOOM <.< ) darstellen können.
Grundsätzlich möchte ich eine neue Grafikkarte verbauen (RX 480) und den Speicher auf 16 GB verdoppeln.
Was mich jetzt interresiert ist:

erstens, ob das neue Setup von Motherboard, CPU oder Ram limitiert werden wird (und wenn ja, wie stark)
und zweitens, ob ich die 2x 4GB Ram @ 1333Mhz komplett rausnehmen soll und dafür 2x 8 GB mit höherem Takt verbauen, oder ob es reicht, ein zweites 2x4 GB mit der selben Taktzahl zu kaufen.



Aktuell besitze ich:

CPU
Intel Core i5 3450 @ 3.10GHz 38 °C
Ivy Bridge 22nm Technology
RAM
2x 4GB DDR3 PC1600K Corsair Vengeance
Motherboard
MSI Z77A-G45 (MS-7752) (SOCKET 0) 28 °C
Graphics
IPS235 (1920x1080@60Hz)
2048MB ATI AMD Radeon HD 7870 Series (Gigabyte) 31 °C

Netzteil: 530W be quiet! L7-530W


Vielen Dank,

Max
 
Zuletzt bearbeitet:
Hey,

Du hast die Daten wohl auslesen lassen, oder? Dein RAM läuft mit 1333MHz und nicht mit 666MHz. Es wird 666MHz angezeigt, aber da Dual Channel: 666MHz*2=1333MHz.

Bevor du aufrüstest solltest du vielleicht mal schauen, wie die Auslastungen sind. MSI Afterburner eignet sich gut dazu.
Generell ist aber davon auszugehen, dass deine CPU keine Probleme macht. Ist ja auch noch relativ fit.

Beim Speicher kannst du dann einfach nochmal welchen dazustecken, dann kommst du auch auf 16GB.

Welches Netzteil hast du denn genau? 600W von be quiet sagt so viel aus wie ein VW mit 4 Zylinder. ;)

Gruß
 
Hallo Schnuetz1,

ja da hast du recht :D Ist oben angepasst.

-Auslastung von CPU geht selten über 40%, zumindest wenn ich dem Applet trauen kann, das auf meiner g510 läuft :)
-Ram Auslastung bei DOOM geht gegen 100%

Bezüglich des Netzteils wüsste ich nicht, wie ich das einfach auslesen kann - aber ist das wirklich relevant, bei be quiet als "Qualitätsmarke" und mehr als genügend verfügbarer Leistung?

Gruß Max
 
Ja, RAM solltest du dann auf jeden Fall vergrößern. Aber weitere 8GB DDR3-RAM sind recht günstig.

Am besten einfach mal den PC aufmachen und ein Bild von dem Aufkleber auf dem Netzteil hier hochladen.
Be quiet baut eh keine Netzteile selber, lassen die ja auch irgendwo fertigen. Und es gibt sehr hochwertige Netzteile von be quiet, es gibt aber auch welche, die für moderne Grafikkarten schlicht ungeeignet sind.
Außerdem altert so ein Netzteil auch mit der Zeit, das kann dann auch zu Problemen führen.
 
Alles klar: Der Ram - Baustein sind 2x DDR3 PC1600K Corsair Vengeance. Macht ein Upgrade auf DDR4 Sinn?
Das Netzteil ist 530W be quiet! L7-530W
 
Auslastung würde ich vom Msi Afterburner überprüfen lassen, der i5 sollte aber bei der äufrüstung kein Problem darstellen mehr ram rein und die rx 480 und die Sache ist geritzt
 
Um auf DDR4 zu wechseln brauchst du dann ein neues Mainboard und eine neue CPU. Also alles komplett neu.

Das Netzteil ist übrigens für die Mülltonne. Zumindest, wenn du eine neue Grafikkarte einbauen willst. ;)
 
Guck dir als Beispiel mal die Konfiguration in meiner Signatur an.
Ich habe einen i5 der ersten Generation und eine GTX970.

Die CPU limitiert nicht wirklich stark.
Spielen geht damit bei 2560x1080, in den meisten Spielen, beim absoluten Maximum an Details.
Ich habe zwar 16 GB RAM, mehr als 6-7 GB werden aber so gut wie nie genutzt...
 
Danke für all die Antworten!

Ich Fasse zusammen: nochmal 8 GB vom selben Ram + neue Graka + eventuell neues Netzteil und alles passt.

Neue Fragen:

1. Was ist schlecht an dem Netzteil? Nach meinem wissen hat die aktuelle Graka eine höhere Leistungsaufnahme als die RX 480, warum sollte das Netzteil dann für die neue Karte ungeeignet sein?
2. Ist es relevant, den exakt gleichen RAM erneut zu verbauen, oder kann ich auch eine andere Marke nehmen, solange es die 1600Mhz hat?
 
Zu deinen Fragen:
2. Du kannst eigentlich jeden RAM mit gleichem Takt hinzustecken.

1. Achtung, es folgt eine Lange erklärung.
Das L7 ist ja der Vorgänger vom L8. Das L8 ist wie das L7 ist gruppenreguliert.
Ein gruppenreguliertes Netzteil bedeutet, dass die drei vorhandenen Spannungen im Netzteil (3,3V, 5V und 12V) gemeinsam erzeugt werden. Diese drei Spannungen sind also abhängig voneinander.
Belastest du nun eine Leitung sehr stark (heute meist nur 12V für GPU, da 5V nur für USB und Festplatten, 3,3 Volt eigentlich nicht mehr benötigt), sinkt die Spannung dieser ab, sodass statt 12V z.B. nur noch 11,6 vorhanden sind. 11,6 Volt sind noch innerhalb der ATX-Spezifikation, bei 11,4 Volt wird es aber schon kritisch. Gleichzeitig steigen die anderen Spannungen an, sodass die 5V-Leitung bis 5,5V oder gar 6V angehoben wird.
Dies kann nur ausgeglichen werden indem man die zu hohe Leitung stärker belastet. Dies ist aber nicht so einfach, da es kaum Komponenten im PC gibt, welche 5V benötigen. Eine SSD oder HDD schafft diese Belastung nicht.
Wenn in dem gruppenregulierten Netzteil noch eine billige Filterung und Glättung vorhanden ist (zu erkennen an den verbauten Kondensatoren), dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass neben der steigenden Spannung auch die Restwelligkeit ansteigt. Die Restwelligkeit beschreibt die noch vorhandene Wechselspannung in der Gleichspannung.
Man kann die Wechselspannung nie komplett herausfiltern, aber es ist möglich, sie so weit zu reduzieren, dass es keinen Einfluss auf die Hardware mehr hat.
Sobald die Restwelligkeit aber wieder ansteigt, hat sie ab einem gewissen Punkt wieder Einfluss auf die Hardware. Oft ist das der Grund, warum Festplatten ausfallen.
Bei guten Netzteilen mit entsprechenden Schutzschaltungen, schalten diese ab, sobald die Spannung auf einer Leitung unter einen gewissen Wert sinkt.
Wenn man zum Beispiel mit einem gruppenreguliertem 450 Watt-Netzteil (Beispiel be quiet System Power 7) eine Grafikkarte übertaktet, dann schaltet das Netzteil ab, obwohl die Leistung des Netzteiles ausreichen sollte. Das Netzteil schaltet ab, da wie Spannung der 12V-Leitung unter einen bestimmten Wert sinkt und die 5V-Leitung nicht ausreichend belastet wird.
Es gibt allerdings auch Netzteile, welche gar nicht abschalten und weiter Strom zuführen, auch wenn die 12V-Leitung schon unter 10V gefallen ist. Dies liegt dann an dem Fehlen der Schutzschaltungen.
Beispiele für diese Netzteile wären z.B. die Corsair RM-Serie und die Thermaltake Germany-Serie.
Das wird auch dann zum Problem, wenn man Netzteile hat, die sehr viel Leistung bringen, z.B. ein be quiet L8 mit 730 Watt. Dies suggeriert einem, dass es eigentlich genug Leistung für Multi-GPU haben sollte. Allerdings ist die Spannungsstabilität dabei so schlecht, dass man sie dafür nicht nutzen sollte.
Dann gibt es so genannte Indy-Netzteile. Bei denen werden, wie der Name schon erahnen lässt, die verschiedenen Spannungen unabhängig voneinander erzeugt. Dies passiert mit Hilfe eines DC-DC-Converter. Daher werden diese Netzteile auch DC-DC-Netzteile genannt. Der Vorteil dabei ist die Spannungsstabilität. Selbst wenn die 12V-Leitung sehr sehr stark belastet wird, hat dies keine Auswirkungen auf die 5V- und 3,3V-Leitung.
Dennoch sind Schutzschaltungen unumgänglich, denn bei einem Fehler wird sonst das Netzteil nicht abgeschaltet und es könnte zu Schäden an der Hardware kommen.

Es gibt aber auch Netzteile, welche so stake Kondensatoren haben, dass sie Problemlos mehr Leistung bewältigen können. Da wäre zum Beispiel ein be quiet P11 mit 550 Watt zu nennen, welches in der Lage ist, kurzfristig mehr als 700 Watt zur Verfügung zu stellen, ohne dass sich die Spannungsstabilität ändert. Das P11 wäre zum Beispiel sehr gut für ein Multi-GPU-System zu empfehlen.

Außerdem gibt es noch die Sache mit dem Peakwert. Aktuelle Grafikkarten (z.B. die 900er Serie von Nvidia) haben zum Teil stark schwankende Peakwerte. Das liegt daran, dass die Karten ständig zwischen maximaler Last und Idle hin- und herschalten. Grund dafür ist der Boost-Modus in den aktuellen Karten.
So kann es passieren, dass eine Karte mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 180 Watt einen Peak über 300 Watt hat. Dieser Unterschied wird bei übertakteten Karten noch größer.
Einen interessanten Test dazu gab es vor einiger Zeit bei Toms Hardware (als die 900er Serie von Nvidia auf den Markt kam), dort lag die durchschnittliche Leistungsaufnahme etwas unter 200 Watt, allerdings gab es Peaks bis 400 Watt.

Zusammengefasst:
Gruppenregulierte Netzteile haben bei einseitiger Belastung der Spannung (was heute, angesichts der 12V-Leitung der Normal fall ist) ein Problem mit der Spannungsstabilität. Dies führt im geringsten Fall zum Abschalten des Netzteils (wenn die Schutzschaltungen vorhanden sind), im schlimmsten Falle aber zur Beschädigung der Hardware (falls Filterung und Glättung schlecht sind).
Indy-Netzteile haben das Problem der Spannungsstabilität nicht. Hier ist allerdings der Nachteil, dass im Bereich der maximalen Leistung die Restwelligkeit zum Teil stark ansteigt. Dies ist oft auf schlechte Komponenten im Netzteil zurückzuführen ist.
Und natürlich sollten grundlegende Schutzschaltungen verbaut sein, die auch greifen.
Es nützt nichts, wenn der Hersteller OCP verbaut, welches aber erst jenseits von 80 Ampere greift, denn schon bei weniger als 50 Ampere fangen die Leitungen an zu schmelzen.

Moderne Netzteile, wie das be quiet E10 oder auch das Antec Edge (es gibt natürlich noch weitere) haben keine Probleme mit den Peak Werten. Ihre Filterung kann dies problemlos abfangen.
Bei älteren oder gruppenregulierten Netzteilen kann es passieren, dass diese Peaks zu hoch sind und die Schutzschaltung greift (abfallende 12V-Leitung).
Dies ist gerne in älteren Netzteilen der Fall, denn Kondensatoren werden über die Zeit belastet und altern somit. Wenn ein Kondensator platzt, dann kann es zu Schäden kommen.

Das heißt nicht, dass alle Netzteile, welche älter als 4 Jahre sind, sofort entsorgt werden müssen. Wenn man die Hardware nicht verändert und alles gut läuft, dann besteht erstmal kein Grund dazu, ältere Netzteile auszutauschen.
Allerdings ändern sich die Konfigurationen von Zeit zu Zeit. Wenn man nun von einem Sockel 775-System mit GTX 280 auf ein aktuelles System mit aktueller Grafikkarte updated, sollte man sich im Klaren sein, dass das Netzteil von damals vielleicht den modernen Ansprüchen nicht gerecht wird. Dann wäre es notwendig, das Netzteil auszutauschen.
 
Das waren jetzt viele Informationen zu Netzteilen, aber ich muss sagen mir ist nicht ganz klar geworden, inwieweit ich das jetzt auf mein System beziehen kann. Die neue Graka zieht weniger Strom als die alte, und die ist vier Jahre lang einwandfrei gelaufen, ohne sterbende Festplatten etc. Heist das ich habe nur Glück gehabt? Oder ist das ein sehr geringes Risiko? Welches Netzteil wäre denn dann für mein System empfehlenswert?
 
Das Problem ist nicht der Stromverbrauch sondern die sehr schnellen Wechsel zwischen hoher und niedriger Last. Die fallen bei der 7870 deutlich geringer aus als bei aktuellen Karten.
 
Ich nehme nochmal das Auto-Beispiel.
Davor hattest du einen Golf mit 100PS, jetzt kaufst du dir aber einen Ferrari mit 450PS, möchtest aber die Reifen behalten.

Die Anforderungen der Grafikkarte haben sich einfach geändert. ;)
 
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