Eine solche Serie für "Hardcore-Star-Trekler" haben wir aktuell doch bereits? Strange New Worlds?
"Hardcore-Star-Trekler" würden dir widersprechen. Für echte Trekies ist SNW bereits ein Kompromis, ich finde ein guter. Alle wirst du nie abholen. Ich hab mir dafür sogar schon ein paar mal Paramount+ geholt.
Aber allgemein:
Ich weiss nicht wieso diese StarTrek-Bubble immer ALLES in Grund und Boden treten muss, was nicht dem eigenen Geschmack entspricht und das eventuell für eine andere Zielgruppe gemacht wurde um neue Leute in dieses Franchise zu bekommen. Wisst ihr wer kein Star Trek guckt? Jap... genau die Leute die mit Starfleet Academy vielleicht angefixt worden wären.
Weil man seit 20 Jahren kein/kaum mehr was für diese Zielgruppe produziert hat. Die Formate welche den Mainstream abholen sollen haben alle gefloppt. Keine der Serien mit Ausnahme der Zeichentrick Serien und SNW haben die Erwartungen erfüllt.
Es ist halt völlig unverständlich warum immer wieder das selbe versucht wird um immer wieder zu floppen.
Als ob bewiesen werden soll das Star Trek tot ist.
Ich selbst habe mich auf Discovery und Picard enorm gefreut und war sehr schnell sehr enttäuscht.
Problematisch ist, wie schon von anderen geschrieben, dass man sich für solche Serien bei anderen Streaming Anbietern anmelden muss, das setzt die Hürde für den Einstieg enorm hoch. Früher im Free-TV war das einfacher.
Was viele Trekies auch noch enorm aufregt ist dass permanent der Canon zerstört wird. Bei Star Trek gab es aufgrund der Geschichte des Franchises eh schon immer wieder Probleme mit dem Canon. Wurde dann bis zum Ende von Voyager, DS9 und Nemesis dann alles aber soweit gefixt und war auf einem guten Stand. Seit der Kelvin Timeline und den ganzen neuen Serien ist es aber eine Katastrophe die niemand mehr erklären kann.
Ich könnte mich heute noch aufregen das Enterprise vorzeitig abgesetzt wurde weil diese Bubble alles daran schlechtgeredet hat wo sie nur konnten. So im Nachhinein gesehen war die Streckenweise richtig gut. Genauso wie Classic, TNG, DS9 und VOY streckenweise gut waren - und aber auch üble Rohrkrepier drin hatten.
Enterprise wurde abgesetzt bevor da viel im Netz schlecht geredet werden konnte. Das war lange vor social media. Die Kritiken waren halt nicht gut. War aber trotzdem weniger Flopp als die heutigen Sendungen. Ich finds auch schade, hab ich gerne gesehen die Serie. Ich erinnere mich gut dran wie ich immer am Abend mir die Zeit genommen habe die neueste Folge anzuschauen. Fand den Soundtrack auch super, wenn auch ungewohnt.
TNG und DS9 hatten Startschwierigkeiten wurden dann ab so ca. Staffel 3 aber richtig gut, deswegen liefen die auch sehr lange und relativ erfolgreich.
Voyager wurde einfach irgendwann langweilig weil immer wieder das selbe.
Alle diese Serien haben aber immerhin 7 Staffeln durchgehalten. Sehr lange auch parallel, da ist dann wahrscheinlich auch eine gewisse Sättigung irgendwann eingetreten. In jedem Fall waren die im Mainstream ungleich erfolgreicher als die heutigen Serien.
Aber dieser Bubble reicht es ja nicht wenn man das dann einfach nicht guckt und ignoriert. Nein. Man muss lautstark mitgeben "das das nicht MEIN Star Trek ist". Am besten noch mit YouTube-Videos... weil Videos laufen ja nicht wenn man sagt: Das ist toll, gut, ok... - Nein, nein, neiiinn... Videos laufen nur noch wenn da steht: "Schlechtestes Star Trek aller Zeiten".
Argumentierst du jetzt gegen die Meinungsfreiheit oder wie ist das zu verstehen?
Ich weiß jetzt nicht warum Fans eines Franchises nicht kommunizieren dürfen dass die neuesten Produkte dieses Franchises an den Fans vorbeigehen?
Achtung Satire:
Wenn nVidia keine Grafikkarten für Gamer mehr produziert sondern nur noch für AI wird hier doch auch fleißig genörgelt, können denn Gamer dann einfach mal die Finger von Grafikarten lassen? Können die das nicht einfach ignorieren? Wie wäre es mal mit Brettspielen?
Oder wenn man entsprechen veranlagt ist noch dazu reimt das dieses Academy ja sooooo Woke ist... ekelhaft geradezu nicht wahr? Ist echt schlimm wenn irgendwelche Snowflakes sich an dem -vielleicht?- homosexuellen Klingonen reiben.
Naja, "go woke, go broke" ist ja jetzt nichts neues. Damit wird halt viel kaputt gemacht.
Grundsätzlich war Star Trek mal quasi der "Erfinder" von Wokeness. Gene Roddenberry war ein Visionär für eine "bessere Gesellschaft" und ist eher an der Gesellschaft und den Produzenten gescheitert. Trotzdem war Star Trek schon vor 30 Jahren weiter als der Mainstream heute.
Blöd wirds halt immer dann wenn es unglaubwürdig wird, wie hier in dem Beispiel.
Die Spezies der Klingonen hat halt einen komplett anderen Charakter, eher reaktionär/konservative Sichtweisen, im Star Trek Universum. Das zeugt halt von einem völligen Unverständnis des Franchises.
Schwule Menschen, Vulkanier oder Andorianer wären mit Sicherheit problemlos akzeptiert worden.
Und so sind wir mal wieder an einem Punkt wo ein Produzent sich in der Zukunft sehr wahrscheinlich denkt: Noch ne neue Star Trek Serie? Nö lieber nicht. Das Risiko ist zu hoch das wir irgendeine klitzekleine Kleinigkeit falsch machen und uns das um die Ohren fliegt...
Es geht ja nicht um Kleinigkeiten. Es wird ja immer wieder Kolossal verbockt. Nur wenn man das Feedback nicht zur Kenntnis nimmt und immer wieder das selbe produziert darf man sich nicht wundern wenn der Applaus aus bleibt.
Vielleicht ist es dann auch besser wenn kein neuer Star Trek content mehr kommt solange kein Umdenken stattfindet. Auf Dauer wird da niemand Millionen in Rohrkrepierer investieren.
Ist aber nicht nur bei Star Trek so. Genau die selbe Diskussion gibts auch bei Disney und Co., das hat rein gar nichts mit Trekkies zu tun.