News Umstieg von Windows 10 auf Windows 11: Massive Kritik an Microsoft

bis zu 400 Millionen Windows-10-PCs
Bis zu ist immer soo informativ...
20 Mio. sind auch bis zu 400 Mio.
Vor allem im medizinischen Bereich geht die Entwicklung schleppend voran: Dort laufen nur 41 Prozent der Systeme mit Windows 11.
Was sagt das denn aus?
Haben die es bisher nur nicht gemacht, ist die Hardware zu alt oder stehen da viele PCs einzeln herum, bei denen das Thema völlig egal ist?

Immer diese halbgaren Informationen. :ka:

Im Prinzip geht es darum, die Nutzer langfristig auszusperren, indem man den PC in eine Art Konsole verwandelt. Die Prinzipielle Idee hat MS schon 1997 vorgestellt. Dafür ist es jedoch nötig, dass jeder PC über TPM verfügt
Windows 10 S gab es doch schon.

Seit 1,5 bis 2 Jahren wird das vorhergesagt und 2 Monate vorher gibt es dann "massive Kritik"?
Nicht seit Sommer 2021?
Ich mag mich irren aber die Anforderungen und Untergangsprophezeiungen gab es doch von Anfang an.
 
Welches Geld? Das Upgrade auf das jeweils nächste Build ist seit ich denken kann kostenlos. Nur der Umstieg von XP auf Win 7 war mit Kosten verbunden und auch da haben alle geschrien.Wer aufgepasst hatte,sicherte sich eine Win 7 Lizenz mit neuer Hardware oder für wenig Geld mit einer OEM Lizenz.Und die neue Hardware kommt nicht von MS.
Wenn man natürlich ewig wartet und dann zahlen muss,selber schuld.
Nebenher,Win 11 24H2 rennt bisher problemlos auf meinem Toshiba Lappi von 2009 mit einem i7 2630 und einer GTX 460M.
Ich werde das Rumgeheule nie verstehen.Aber anscheinend wollen es Manche auf einem 386 DX 40 laufen haben🤣😏
Und deiner Meinung nach ist dein Laptop von 2009 "neue Hardware", weil du nicht "ewig gewartet" hast, wie andere?
 
Sofern du ein NAS oder ein anderes 24/7 System zuhause hast: Schau dir definitiv Jellyfin an. Anders als Plex wirklich Open Source und ohne Accountzwang. Falls dir die hohe See mehr zusagt: Kodibox mit VPN+Debrid Service.
Mein Rechner hängt eh direkt am TV, bis jetzt reicht da der VLC-Player. Wenn es wieder kälter wird und ich den zusätzlichen Stromverbrauch als Heizleistung abschreiben kann, werde ich mich mal intensiver mit Ripping auseinandersetzen. Entweder ich schaffe es irgendwie, den Hardware-AV1-Encoder meiner GPU zu nutzen oder ich werde ein System hier hinstellen, dass nebenbei per CPU encodiert.
Microsoft hat angekündigt, dass zentrale Secure-Boot-Zertifikate ab Juni 2026 ablaufen.
Uff, normalerweise gibt es bei solchen Sachen schon Jahre vorher Nachfolgezertifikate, die dann auch wieder entsprechend lange Laufzeiten haben. Was treiben die da?
Haben die es bisher nur nicht gemacht, ist die Hardware zu alt oder stehen da viele PCs einzeln herum, bei denen das Thema völlig egal ist?
Da hängen schon viele Rechner am Netz. Von Datenschutz scheint da aber oft kein Dunst zu herrschen, ich wurde auch schon mit einem ungesperrten Rechner allein im Behandlungszimmer gelassen, auf dem sogar noch mehrere Patientenadressen ohne mein Zutun auf dem Bildschirm einsehbar waren. Habe schon überlegt, ob ich den Bildschirm mal abfotografiere und den Leuten mal eine Postkarte schicke, in der steht, wie ich an die Adresse gekommen bin. Ein anderes Mal habe ich extra in einer Praxis angerufen, um einen Termin zu machen, weil ich meine Daten nicht in DoctoLib eintragen wollte. Folgerichtig wurden die Daten dann ohne mein Einverständnis von der Praxis dort eingetragen. Da tun sich gähnende Abgründe auf und das sind nur Anekdoten und von der ePA haben wir noch gar nicht angefangen.
 
Nebenher,Win 11 24H2 rennt bisher problemlos auf meinem Toshiba Lappi von 2009 mit einem i7 2630 und einer GTX 460M.
Ich werde das Rumgeheule nie verstehen.Aber anscheinend wollen es Manche auf einem 386 DX 40 laufen haben🤣😏

Um Dir beim Verständnis fürs "Rumgeheule" etwas zu helfen: Für meine Kanzlei habe ich 2018-2019 diverse kleine PCs auf Basis der Pentiums G4560 bzw. G4600 gebaut, die Mitte 2017-2018 auf den Markt gekommen sind. Reine Office-PCs, da wir ansonsten auf einem WTS arbeiten.
Bei der ersten Reihe von Vorgaben (TPM) flogen 3 PCs aus dem Fenster und mussten ersetzt werden. Bei den nächsten Vorgaben von Microsoft, flogen dann weitere 7 PCs aus dem Fenster - teilweise hatten diese bereits Win11 installiert. In Summe haben wir jetzt im Büro für rd. 5.000-6.000€ neue PCs weil Microsoft das mal kurz so wollte.
Kannst Du nun das "Rumgeheule" von manchem hier etwas nachvollziehen? Wir reden nicht von 20 Jahre alter Hardware, sondern von 7 Jahre alten PCs, die für ihren Einsatzzweck genügend Leistung hatten und rockstable liefen.

5.000-6.000€ ausgegeben for nothing. Einfach für die Tonne. Jetzt wandern funktionsfähige PCs auf den Müll.
 
Das 90% aller PC-Benutzer keine Ahnung von Technik oder Software-Interna besitzen, ist das für mich keine Überraschung, wenn man (Microsoft) leichtes Spiel beim Marketing hat.
Die Einzigen, die dagegen halten könnten, wäre die (Fach)Presse. Passiert aber leider viel zu wenig.
Auch. Ich würde hier zuallerst den Staat und öffentliche Einrichtungen in der Verantwortung sehen. Schon allein aus Datenschutzgründen sollte in Behörden, Sozialversicherungen, Universitäten usw. kein Windows laufen. Auch in Schulen müsste es anders laufen und bspw. (anhand von) Linuxbasiertes gelehrt werden. Würde dort bspw. Linux laufen, wäre das schon mal ein gewisser Faktor für den deutschen Computer/Software-Markt.

Netflix unter Linux ist zugegebenermaßen ein Problem, da alle zugekauften Programme (also nicht Netflix-Produktionen) wegen DRM Blödsinn auf 480p(oder war es 720p?) begrenzt sind. Es gibt Workarounds für zumindest 1080p, aber die sind nicht unbedingt für DAUs
Andere Streaming Anbieter wie Paramount und Disney funktionieren aber. Auch die Mediatheken von ARD und ZDF funktionieren einwandfrei.

Welches Geld? Das Upgrade auf das jeweils nächste Build ist seit ich denken kann kostenlos.
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Nebenher,Win 11 24H2 rennt bisher problemlos auf meinem Toshiba Lappi von 2009 mit einem i7 2630 und einer GTX 460M.
Ich werde das Rumgeheule nie verstehen.Aber anscheinend wollen es Manche auf einem 386 DX 40 laufen haben🤣😏
Naja, es gibt viele Leute, die kaum Computerkenntnisse haben. Für die ist das halt ein Problem. Was brauchtest Du bspw. für Vorkenntnisse und Fähigkeiten, um Win11 auf Deinem älteren Laptop zum Laufen zu bringen?
 
Bis zu ist immer soo informativ...
20 Mio. sind auch bis zu 400 Mio.
Nein. Sind sie nicht.

Was sagt das denn aus?
Haben die es bisher nur nicht gemacht, ist die Hardware zu alt oder stehen da viele PCs einzeln herum, bei denen das Thema völlig egal ist?

Immer diese halbgaren Informationen. :ka:


Windows 10 S gab es doch schon.


Nicht seit Sommer 2021?
Ich mag mich irren aber die Anforderungen und Untergangsprophezeiungen gab es doch von Anfang an.
Es gibt Spezialsofware, die medizinische Geräte ansteuert - Tomographen, Röntgenapparate, Spektroskopie, Analytik, Dialyse, Atemgeräte und Herz-Lungen-Maschinen, Blutpumpen, Dosierstationen u.v.m. die auf einer gewissen Windowsumgebung laufend damals zugeschnitten wurden.
Die laufen u.U. nicht auf neueren, da es keine Updates gibt oder Dependencies auf den Neuen verhindert werden ...

(Und das ist nicht nur in der Medizin so)
Sanbox-Umgebungen und Hypervisor wären hier absolut hilfreich ;)

Also betreibt man die alte Station/Rechner mit Windows NT und genau diesem Einsatzzweck weiter.
Oft nicht schlimm, weil diese Geräte auch meist nicht am Internet hängen - solange ein Mindestmaß an gesundem Menschnenverstand, Zugriffssicherheit und Datenschutz betrieben würde.



Welches Geld? Das Upgrade auf das jeweils nächste Build ist seit ich denken kann kostenlos. Nur der Umstieg von XP auf Win 7 war mit Kosten verbunden und auch da haben alle geschrien.Wer aufgepasst hatte,sicherte sich eine Win 7 Lizenz mit neuer Hardware oder für wenig Geld mit einer OEM Lizenz.Und die neue Hardware kommt nicht von MS.
Wenn man natürlich ewig wartet und dann zahlen muss,selber schuld.
Nebenher,Win 11 24H2 rennt bisher problemlos auf meinem Toshiba Lappi von 2009 mit einem i7 2630 und einer GTX 460M.
Ich werde das Rumgeheule nie verstehen.Aber anscheinend wollen es Manche auf einem 386 DX 40 laufen haben🤣😏
Irgendeine Lizenz hattest Du mal. Und wenn Du nicht ständig hochgezogen hast, geht die Win7 jetzt auch nicht mehr für Win11 - dann brauchst ne neue.
Wenn Du einen neuen Rechner bestellst, Laptop, Prebuilt oder OEM, dann stecken da die Kosten für die Win-Lizenz schon drin. Schau mal auf die Rechnungen - Rechner ohne Windows OS kriegst günstiger, wenn die Option besteht.
Und dann kommt noch Office, Teams, Copilot drauf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die laufen u.U. nicht auf neueren, da es keine Updates gibt oder Dependencies auf den Neuen verhindert werden ...
Oft nicht schlimm, weil diese Geräte auch meist nicht am Internet hängen.
Darauf wollte ich ja hinaus.

Die alleinige Existenz von Win 10 Rechnern macht keine apokalyptische Elektroschrottkatastrophe.
Nein. Sind sie nicht.
Nicht?
Was genau ist denn dieses bis zu X?
 
Nicht?
Was genau ist denn dieses bis zu X?
Ein Maximalwert, der realistisch möglich ist.
Eine Abschätzung im Bereich des Möglichen.

Wenn maximal nur 20Mio eintreffen können ... höchsten 22,4 :P, dann kann man nicht um mehrere Größenordnungen einfach "bis zu" sagen -z.B. "bis zu 400Mio"-, weil das ja den niedrigen Wert mit einschließen würde ... das geht so nicht.

Sagen wir mal, wir reden von einem Fest und erwarten aus der Erfahrung und regional bedingt Teilnehmerzahlen größer 100 aber kleiner 10.000. Im Schnitt könnten so 500 bis 600 sehr realistisch sein, wenn alles gut läuft vielleicht auch 800 und bei schönem Wetter und vorzeitigem Spielende der lokalen Fußballmannschaft 985,75 :ugly:... niemals aber 1500!
Dann kannst Du mit gutem Willen vielleicht "bis zu 1000" sagen, aber niemals bis zu 10.000 oder 100Mio.
Das ist einfach um Größenordnungen unrealistisch.
Eine Größenordnung und 10% Pi-mal-Daumen ist ein guter Abschätzwert mit Puffer.


"Bis zu" ist, richtig und seriös angewandt, eine legitime Aussage und Herangehensweise.
Warum sind wir auf "bis zu" so übel zu sprechen? Telekom-Missbrauch.

"Bis zu 100Mbit/s" wurde oft unrealistisch (in täuschender Absicht) beworben, obwohl real gar nicht möglich, wenn schon die Leitungsmessung ergab, dass physisch max. 25Mbit/s am Ende rauskommen ;)
(Wenn die Leitung wegen Alter und Dämpfung 89,5 Mbps hergegeben hätte und man "bis zu 100" gesagt hätte, hätte glaube keiner groß gemuckt - ein bisschen Schwund ist immer :P)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hoffe das es mit dem Thema jetzt weiter gehen kann!
Wir waren ziemlich drin im Thema.

Die "bis zu 400Mio" sind Gegenstand des Artikels. Und die Diskussion über den realistischen Größenordnungsbereich des Impacts, und warum man diesen nicht einfach herunterspielen kann auf lediglich und nur 20Mio, ist ein legitimer Diskurs, der durch die Frage "Was sagt die PCGH-X-Community zu ... ?" abgedeckt wird :-P
 
Das Support-Ende von Windows 10 ist keine Katastrophe, es ist eine Chance, die es zu nutzen gilt.
Zumindest für alle, die noch jung genug sind und neugierig, und zudem die Zeit aufbringen möchten gewisse Dinge ^again^ neu zu erlernen.

Beim Sprung auf Windows 8 hatte unsere EDV Abteilung schon eine Liste zu den Arbeitsplätzen der Mitarbeiter, wo unter Bemerkungen schon mal stand.

"Altersbedingt kein Update vorgesehen auf Windows 8"

Naja und nen bissl sauer stößt es mir schon auf das gewollt ist das die leute länger arbeiten und man in vielen Bereichen fast alles mögliche dafür tut das sie dass garnicht können. Aber was weiß ich schon... 🤷
 
Mein Rechner hängt eh direkt am TV, bis jetzt reicht da der VLC-Player. Wenn es wieder kälter wird und ich den zusätzlichen Stromverbrauch als Heizleistung abschreiben kann, werde ich mich mal intensiver mit Ripping auseinandersetzen. Entweder ich schaffe es irgendwie, den Hardware-AV1-Encoder meiner GPU zu nutzen oder ich werde ein System hier hinstellen, dass nebenbei per CPU encodiert.
Ah OK, dann ist Jellyfin natürlich Overkill. Ich bin halt schnell mal länger unterwegs bzw. teil ich natürlich den Zugang mit meinem Kollegen und Familie.
Kodi und Stremio könnten allerdings interessant für deine Nutzung bleiben.

Ansonsten: Handbrake sollte mit AV1 kein Problem haben. Für BlueRays MakeMKV mit passendem Laufwerk.
Andere Streaming Anbieter wie Paramount und Disney funktionieren aber. Auch die Mediatheken von ARD und ZDF funktionieren einwandfrei.
FHD oder 4k? Ja ich weiß, 4k kostet Aufpreis.
Aber soweit ich das grad gelesen hab ist 4k auch unter Windows eine ziemlich lästige Geschichte. Das wird sich wohl auch mit Win11 nicht ändern.

Es stellt sich aber auch die Frage nach der Bitrate
ZDF/ARD Mediathek geht bei mir nur begrenzt da im Ausland (allerdings kein Problem damit, bin ja kein Gebührenzahler)
Was ich getestet habe läuft mit max. 25 Mbps und soweit ich nachlesen konnte ist das auch das Höchste der Gefühle bei den meisten Streamingservices.
Zum Vergleich: Mein Mediaserver schafft bis zu 120 Mbps (und meine Bandbreite auch). Heißt ich könnte native BluRay Qualität abspielen, wenn ich will.

Während ich mich zwar spezifisch auf Netflix bezogen habe bleibt das Fazit, das Streaming unter Linux grundsätzlich etwas schlechter ist als bei Windows. Aber es ist auch bei Windows nicht das Gelbe vom Ei.

"Altersbedingt kein Update vorgesehen auf Windows 8"
:lol:
Von so viel Rücksichtnahme kann ich nur träumen.
Meine IT hat mich ungefragt schon vor fast einem Jahr upgegradet. Dabei nutzen sie auch noch so ein tolles Tool das ungefragt Updates installiert und neu startet. Hab 4h Arbeitszeit verloren.
Abseits von Compliance haben sie leider recht wenig Ahnung...
 
:lol:
Von so viel Rücksichtnahme kann ich nur träumen.
Meine IT hat mich ungefragt schon vor fast einem Jahr upgegradet. Dabei nutzen sie auch noch so ein tolles Tool das ungefragt Updates installiert und neu startet. Hab 4h Arbeitszeit verloren.
Abseits von Compliance haben sie leider recht wenig Ahnung...
Hätte deinen emoji fast missverstanden...

Tatsache gibt es aber noch sowas wie Empathie in manchen Unternehmen. Bei so einem Umgang würde ich mir jedenfalls überlegen ob meine Arbeitszeit zu gering bewertet wird wenn man so nachhaltig mit den Ressourcen umgeht und deiner Leistung.

Wird aber zugegebenermaßen immer schwerer etwas menschlicheren Umgang, out of the Box, zu finden.
 
Nur weil man ca. 400 Millionen Rechner nicht automatisch auf Windows 11 upgraden kann, heißt das doch nicht, dass daraus automatisch Elektroschrott wird. Das ist nur dann der Fall, wenn man engstirnig ist und einzig und alleine Microsoft Produkte als Alternative betrachtet.

Dabei ist das Problem doch wohl eher, dass entweder die Nutzer selbst keine Alternative in Betracht ziehen oder diese Nutzer aufgrund mangelnder Information (hier sehe ich nicht nur die Entwickler dieser Alternativen in der Pflicht sich mehr um diese Chance zu bemühen, sondern vor allem auch Medien - schließlich führt Linux immer noch ein Schattendasein) gar nicht wissen, dass es diese gibt, oder dass deren Verwendung heute kein Hexenwerk mehr ist.

Diesbezüglich wäre es wirklich hilfreich, wenn Medien z.B. neue Hardware immer auch im selben Umfang unter Linux testen würden. Da dies lange Zeit einfach vernachlässigt wurde, besteht hier zwischenzeitlich ein deutlicher Nachholbedarf.

Das Support-Ende von Windows 10 ist keine Katastrophe, es ist eine Chance, die es zu nutzen gilt.

Leider ist es nicht so einfach.

Wenn User z.B. seit Jahren mit Cinema 4D, Autodesk- und Adobe-Produkten arbeiten, und diese Produte die Lebensgrundlage der User sind, was rätst du diesen Usern?

Oder Firmen, die mit SAP arbeiten?

Nein, es wäre schön, wenn es so einfach ist - ist es aber leider nicht. Genau das ist das Problem und genau das nutzt MS aus.
 
Hätte deinen emoji fast missverstanden...

Tatsache gibt es aber noch sowas wie Empathie in manchen Unternehmen. Bei so einem Umgang würde ich mir jedenfalls überlegen ob meine Arbeitszeit zu gering bewertet wird wenn man so nachhaltig mit den Ressourcen umgeht und deiner Leistung.

Wird aber zugegebenermaßen immer schwerer etwas menschlicheren Umgang, out of the Box, zu finden.
Nönö, das Emoji war schon auch darauf bezogen, dass ihr eure "Pappenheimer" im Betrieb zu kennen scheint. :devil:

Auf meinen Fall bezogen ist es eher ein explizites Problem mit unserer hauseigenen IT, nicht der restlichen Firma.
Das Zwangsupgrade zu Windows 11 ohne vorheriger Benachrichtigung war da eine vergleichsweise Kleinigkeit.
Deren Abteilungsleiter musste schon zu mehr als einer Aussprache mit anderen Abteilungen, weil sie sich im Ton vergriffen haben.

Meine ehrliche Vermutung ist ein Minderwertigkeitskomplex.
Wir sind im IT-Bereich tätig. Hart gesagt sind unsere Ops-Leute mit ihren IT-Kenntnissen bei uns in der Firma im unteren Drittel, anzusiedeln, vor den Sales Leuten. Zur Relation: Unsere Topleute sprechen regelmäßig auf internationalen Konferenzen sowie im (nationalen) Fernsehen.
Unsere IT-ler nutzen dann leider jede Möglichkeit ihre "Macht" zur Schau zu stellen. MacBooks gibts bspw. nur für C-Level und für die IT-Abteilung weil sie ja "testen" müssen.
Obwohl Ubuntu im Unternehmen erlaubt, nicht für meine Abteilung, weil ein Kollege mal Probleme hatte und sie keinen weiteren Support leisten "können" (der Support besteht Original aus Neuinstallation bei Problemen weil wir natürlich nicht das BIOS-Passwort bekommen). Wir bekommen nicht mal kabellose Mäuse weil "zu aufwändig im Support". Dass manche Leute ihre eigenen ganz ohne Hilfe nutzen fällt dabei nicht einmal auf...
Ich steh auch schon eine Weile mit ihnen auf Kriegsfuß da jede Anfrage von ihnen automatisch als "zu aufwändig" abgelehnt wird. Bspw. einen (fix-fertigen) Docker-Container zur Verfügung stellen. Wirklich eine Herkulesaufgabe.
Hätte sie wohl nicht wissen lassen sollen, dass ich meine letzte Anfrage an sie, wo sie nach vermeintlich 4h aufgegeben haben (Service auf VM installieren), dann selbst nach 10 Minuten erledigt habe.
 
Das kann man so pauschal nicht sagen. Gerade im Serverbereich kommt in Unternehmen sehr oft Linux zum Einsatz. In Microsoft Azure laufen 60% der Instanzen unter Linux. Azure bietet meines Wissens Red Hat, Ubuntu, Debian, SUSE, CentOS als Standard‑Images an.

Das Endnutzer Gejammere um die vielen Distributionen spielt im professionellen Bereich keine Rolle. Es ist dort irrelevant bis vorteilhaft, weil Flexibilität, Modularität und Kontrolle entscheidend sind. Menschen verdienen einfach Geld damit diese Distributionen an Unternehmenszwecke anzupassen. Das wäre mit Windows in dem Umfang gar nicht möglich. Im Desktopbereich ist Windows weiterhin sehr dominant. In allen übrigen Bereichen sind die IT-Umgebungen heute sehr heterogen. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Server und Clients sind zwei verschiedene Baustellen. Und für etliche Software, die im professionellen Umfeld in marktrelevantem Umfang eingesetzt wird, gibt es keine Linux-Version. Egal, ob wir von CAD für industrielle Gewerbe reden oder von der gesamten Kreativbranche. Schon mal versucht, ein Vectorworks oder Adobe CC unter Linux zum Laufen zu bringen?

Ich habe beruflich regelmäßig mit einer hiesigen Rundfunkanstalt zu tun. Benötigt werden dort nicht nur Editing von Video und Audio, sondern genauso Media Asset Management, Redaktionssystem, Fernsehgrafik, Schalten, Ingest, Sendeabwicklung, Archivierung; und natürlich die Steuer- und Monitoringtools für die eingesetzte Hardware, vom Intercom bis zum Teleprompter. Denkst du, irgendeines der dort eingesetzten Programme sei für Linux erhältlich? Okay, könnte man sagen, Rundfunk stirbt aus, aber selbst wenn wir nur noch online streamen: Auch ein Tool wie vMix sucht man auf Linux vergeblich. OBS kann viel, aber nicht so viel, wie im Profibereich mitunter gebraucht wird.

Konkreteres Beispiel: Die gesamte Audio-Postproduktion bei Film und Fernsehen, einschließlich Synchrongewerbe, arbeitet zu 90 % mit Pro Tools, weil die USA die größte Filmindustrie der Welt beherbergen, dort alle Studios auf Pro Tools laufen und sie demnach vorgeben, dass jeder, der mit ihnen zusammenarbeiten will, ebenfalls Pro Tools sprechen muss. Nicht nur gibt es Pro Tools selbst nicht für Linux, sondern das Abspielschutzsystem iLOK, das es verwendet und das generell die größte Userschikane bei professioneller Audiosoftware ist, arbeitet logischerweise ebenfalls nicht mit Linux, weil Quelloffenheit eines Betriebsystems für die DRM-Mafia schon Grund genug ist, es nicht zu unterstützen (Android wird bekanntermaßen auch nur geduldet, solange es nicht gerootet ist). Siehe auch weiter unten.

Sogar popelige Konfigurationstools für so etwas wie ein Audio-Interface werden von den meisten Herstellern nicht für Linux ausgeliefert; in vielen Fällen auch keine nativen Hardware-Treiber. Letzteres auch deshalb, weil die wahren „Assets“ der Hersteller mittlerweile in der Software bestehen – nicht so sehr in der Hardware selbst – und das Konzept eines monolithischen Kernels, in dem zumindest auch die Hardwaretreiber zwingend quelloffen sein müssen (der GPL wegen), aus ihrer Sicht mit einem Wettbewerbsnachteil verbunden ist, weil sich dann auch andere einfach abschauen könnten, wie man die Hardware, die man gebaut hat, auf dem System zum Laufen bringt.

Selbst die paar Programme, die es auch für Linux gibt, lassen sich dort nur mit großen Mühen und Einschränkungen nutzen. DaVinci Resolve ist nur auf eine ganz bestimmte Linux-Distribution geeicht, was die Installation auf allen anderen Systemen zu einer Qual macht, und baut erheblich auf CUDA auf, wodurch es nur mit Nvidia-Hardware wirklich sinnvoll einsetzbar ist, und selbst dann nur in der kostenpflichtigen Version, wenn man mit den Codecs arbeiten will, die im Webbereich am verbreitetsten sind (H.264, H.265, AV1). Meine bevorzugte DAW, REAPER, gibt es ebenfalls für Linux, aber wenn man da nicht an den fehlenden Hardwaretreibern scheitert, dann daran, dass die meisten Plugins nicht für Linux implementiert sind. Das auf Windows verbreitetste Format, VST, lässt sich nur mit Umwegen über Wine und ein Gateway nutzen. Und im Audiobereich, wo es auf geringe Latenzen ankommt, ist jede zusätzliche Schicht, in der irgendwas konvertiert werden muss, ein Störfaktor. Das bereits erwähnte Pro Tools hat sein Standing nicht zuletzt deshalb, weil es Hardwarebeschleuniger und darauf zugeschnittene Audio-Interfaces dafür gibt, mit denen die DAW am Betriebssystem vorbei direkt sprechen kann. Dieses Konzept würde sich auch für Linux eignen und die DAW, wenn sie dafür implementiert würde, darauf mindestens doppelt so schnell laufen wie auf Windows, einfach weil Linux erheblich schlanker ist. Wird leider nicht passieren, weil AVID sich den Umgang mit einer marktbeherrschenden Stellung von Adobe abgeschaut hat und nicht von Valve. Statt Linux-Support haben wir Software-Zwangsabos bekommen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ganze Branchen stehen mit den Tools, die sie brauchen, vor der Wahl: Microsoft oder Apple. Und viele, die es sich leisten können, beißen in den sauren Apfel. Das hat ein Stück weit mit Religion zu tun, die in ihrer Bizarrerie nur noch von Nintendo übertroffen wird, aber auch damit, dass Microsofts immerwährende Faxen sich zunehmend störend auf die Produktivität der User auswirken und Microsoft spätestens seit Windows 11 alle Hebel in Bewegung setzt, um jedes Argument für Windows und gegen Mac zu beseitigen. Um es mal so auszudrücken: Ich kenne viele Leute, die begründet auf Apple schwören und damit happy sind, aber niemanden, der wirklich freiwillig und aus Überzeugung Windows benutzt. Selbst ich bin mittlerweile am Überlegen, ob die nächste Workstation für alles, was die Arbeit betrifft und von Linux nicht abgedeckt werden kann, nicht einfach ein Mac Studio werden sollte. „Raus aus der Bratpfanne, rein ins Feuer“ ist für mich alles andere als eine zufriedenstellende Perspektive, man erkauft sich bei Apple die Bequemlichkeit mit massiven Abstrichen bei der Freiheit und abartig viel mehr Geld. Aber wenn es eh schon getrennte Systeme sein müssen, dann können es auch spezialisierte Systeme sein, und da wischt ein Mac im Kreativbereich mit Windows den Boden. Linux wäre ideal und ließe sich noch besser spezialisieren, aber da scheitert es nach wie vor am Support der Soft- und Hardwarehersteller. Und ohne wird es nie wirklich gehen.

Die Industrien hätten vor 20, 25, 30 Jahren die Möglichkeit gehabt, sich frühzeitig von Microsoft und Apple abzunabeln, aber Bequemlichkeit war immer wichtiger als Freiheit und Sicherheit, und das ist seitdem immer schlimmer geworden. Jetzt mit Windows 11 zahlen wir die Quittung dafür, und ich sehe nicht, dass es der Weckruf zum Wechsel sein wird, auf den viele hier hoffen.
Netflix unter Linux ist zugegebenermaßen ein Problem, da alle zugekauften Programme (also nicht Netflix-Produktionen) wegen DRM Blödsinn auf 480p(oder war es 720p?) begrenzt sind. Es gibt Workarounds für zumindest 1080p, aber die sind nicht unbedingt für DAUs
Die Contentmafia hat es schon immer verstanden, zahlenden Kunden ein schlechteres Produkt zu liefern als die Piraten. DRM-Freiheit mag nicht für viele ein Grund zur Piraterie sein – 720p, wenn man für UHD bezahlt hat, nur weil man den falschen Client, das falsche Betriebssystem, die falsche CPU, die falsche GPU, das falsche Kabel, den falschen Monitor oder das falsche Klopapier benutzt, sind da aber schon ein massentauglicheres Argument. Wenn ich eh schon Hand anlegen muss, um zumindest ein Viertel statt ein Neuntel der gebuchten Auflösung zu bekommen, dann kann ich mir auch gleich eine Kopie ziehen, die ich ohne Schikanen, Datenschnorchelei, Werbebelästigung und Abzocke auf jedem Gerät mit jedem Betriebssystem meiner Wahl ansehen kann, ohne eine Internetverbindung zu benötigen, und die auch nicht verschwindet, sobald irgendwelche Lizenzen ausgelaufen sind.
 
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