AW: [Umfrage] Homo-Ehe - Dafür oder dagegen?
Leute mit Kindern deren Nachwuchs ,später die Rente von Leuten ohne Kindern bezahlen.
Findest du das auch ungerecht?
Solange wir in Deutschland, gemessen an den Versorgungskapazitäten des Landes, eine Überbevölkerung von Faktor 4 bis 8 (je nachdem, wieviel Natur man möchte) hat, aus der ein erheblicher Teil der unter hohem Kostenaufwand zu lösenden Probleme entstehen und solange 111% aller Personen, die mir mit nervenden Kreischgören auf der Straße begehen, begeistert schildern, wie sie toll sie die doch finden:
Mehr als gerecht. Wer sich war zur eigenen Unterhaltung zulegt hat dafür ganz sicher nicht auch noch eine Prämie verdient.
(was nicht heißt, dass die Entwicklung der Kinder nicht gefördert werden soll. Kostenfreie Krippen/Kitas/..., vergünstigte Eintritte, etc. - voll dafür. Aber beim Kindergeld und Kinderfreibetrag hörts schon auf.)
Das ist halt das Problem mit dem Generationen Vertrag. Als der geschlossen wurde ist man davon ausgegangen dass die Geburtenrate gleich bleibt.
Das ist nicht das Problem. Man ging zwar davon aus, aber nicht einmal die Entwickler des Generationsvertrages waren so blöd, dass sie eine unbegrenzt wachsende Bevölkerung angenommen haben. Das Problem sind die nicht die Änderungen der Geburten, sondern die zurückgehende Sterberate und die immer höhere Lebenserwartung bei immer späterem Berufseinstiegsalter. Der Generationenvertrag ist nicht dafür gemacht, Leuten zwei Jahrzehnte Urlaub zu finanzieren. Er wurde ins Leben gerufen, als 80% der Arbeiter kaum eine Chance hatten überhaupt das Rentenalter zu erreichen und diejenigen, die es schafften, dann vielleicht fünf Jahre Rente bezogen, nachdem sie vorher 50 Jahre eingezahlt haben. Heute haben wir bald eine 100% Quote und viele Leute kassieren 20 und mehr Jahre Rente, aber viele Leute wären froh, wenn sie auf 40 Jahre sozialversicherungspflichtige Beschäfigung kommen. Und die Entwicklung läuft immer weiter auseinander. In 20-30 Jahren dürften wir eine durchschnittliche Lebenserwartung von deutlich über 90 haben, aber ehe die Generation Praktikum++ einen halbwegs vernünftigen Job hat, ist sie Ende 30. Wenn die arbeitenden Altersklassen nur noch 1/3 der Gesellschaft ausmachen, kann ein Generationenvertrag nicht mehr funktionieren.
Ich gebe zu bedenken das Männer im Grunde ein Leben lang Zeugungsfähig sein können und Frauen nicht, für mich ergibt sich schon daraus ein Männerüberschuß. Bitte verbessert mich wenn ich irre.
Du irrst dich in deiner Schlussfolgerung. Das ergäbe nur einen potentiellen Überschuss biologischer Väter, aber da ein Kind (bislang) genau einen biologischen Vater hat, kann sich das nicht auf die Fortpflanzungssituation auswirken. Und es hat auch keinen Einfluss auf die Paarbildung, da Menschen unabhängig vom Fortplanzungserfolg gerne Beziehungen eingen [citation needed], wenn dann müsste man also die sexuell aktive Lebenszeit betrachten. Da Frauen eine höhere Lebenserwartung haben und Männer zu altersbedingten Sexualstörungen neigen, müsste es theoretisch sogar einen Überschuss von Frauen mit Partnermangel geben.
Das man die Realität komplett anders wahrnimmt, liegt am gesellschaftlichen Schönheitsideal. Niemand, der sich über sowas mit Selbstbezug Gedanken macht, denkt an die weniger attraktive Hälfte der Population, nicht selten die hübschesten 10% das gedankliche Ziel. Und dieses Ideal können Frauen ungefähr im Alter zwischen 16 und 26 erfüllen, Männer dagegen von 18 bis 48 (Cloonys und Connerys bis 88).
Das meine ich ja mit therapirbar. Bei Homosexualität ist das aber schwierig, man wird ja so geboren (glaube ich zumindest) wie willst du sowas therapieren? Pädophilie ist dagegen eine sexuelle Präferenz. Ich denke das niemand pädophil geboren wird.
Zweimal "ich denke" ohne Hintergrundargumente führt schnell zu einem Fehler - und dessen ungeachtet ist in der Mitte kein Widerspruch: Egal wie man XY wird, XY kann trotzdem eine sexuelle Präferenz sein. Ob die Ursache dafür nun rein genetischen Ursprungs ist (unwahrscheinlich - scheint nicht vererbbar zu sein) oder in frühen Lebensabschnitten geprägt wird (kaum wahrscheinlicher - gibt keine Umgebungen, die bestimmte Vorlieben gezielt hervorbringen), ist beim erwachsenen Menschen ziemlich egal. Du kannst beides nicht mehr ändern. Du kannst nur gucken, wie derjenige (und seine Umgebung) am besten mit seiner sexuellen Vorliebe leben können. Beim 08/15 hetero ist das ziemlich einfach, weil rund 90% der Bevölkerung das ganz sympatisch finden. Bei Homosexuellen lässt es sich ganz gut arrangieren, weil er es einfach mit anderen Homosexuellen ausleben kann. Bei Pädophilen und Zoophilien hast du dagegen ein ethisches Problem (bei Necro- und Objektophilen nur ein soziales

), denn mit deren Objekte der Begierede ist mangels eigener Sexualität und geistiger Reife beziehungsweiser mangels Kommunikationsmöglichkeit kein einvernehmlicher Geschlechtsverkehr möglich. Und wo die Einvernehmlichkeit nur von außen reininterpretiert werden kann (insbesondere von einer emotional vorbelasteten Person) ist die Wahrscheinlichkeit einer Vergewaltigung verdammt hoch. Solche Leute müssen also einen der stärksten (wenn nicht sogar den stärksten überhaupt) Triebe abstellen oder ablenken...
Kann mich da nur dem gesagten anschließen: So eine Situation verdient Mitleid (etwaige Opfer noch mehr

). Kann sich jeder normale Hetero ja mal überlegen wie es wäre, wenn es kein anderes Geschlecht gäbe... So in etwa steht jemand in der Welt, dessen sexuelle Präferenz auf Menschen gerichtet ist, die definitiv nie als Sexpartner für ihn in Frage kommen können.
Hm, also ich denke das wird von Umfeld zu Umfeld unterschiedlich sein.
Meine Schwester ist jetzt bald 20, die hatte noch nie irgend' eine Beziehung (zumindest nicht, dass ich wüsste), andere sollen in dem Alter ja schon fünf oder mehr gehabt haben.
Die einen sind eher zunächst karriereorientiert oder wollen einfach ihre Ruhe haben (so wie ich), den anderen ist das Single-Leben zu langweilig. Ich persönlich wüsste nicht, wo ich zwischen Studium und Arbeit eine Beziehung unterbringen soll. Und in der Freizit sind mir meine Hobbies einfach zu wichtig.
Wie dem auch sei, bevor ich mich mit jemandem einlasse muss ich schon sicher sein, dass der auch zu mir passt. Ich habe echt keine Lust, über längere Zeit eine Bindung einzugehen, nur um dann später festzustellen, dass diejenige doch die Falsche war.
Bindung/Langezeit/etc. kannst du dir später überlegen. Solltest du sogar - für den Anfang reicht es sich für ein paar Wochen sicher zu sein, dann für ein paar Monate - wenn man nach drei Jahren immer noch super zueinander passt, dann kann man große Pläne machen.
Aber ein sehr ernster Tipp: Das "kennenlernen" solltest du nicht weiter hinauszögern. Das ist zwar eigentlich auch keine Frage des Alters, aber der Lebensumstände. Gerade im Studium wirst du in kurzer Zeit mit hunderten neuen Leuten zusammengeworfen, wenn du dich im Studierendenumfeld engagierst (egal ob Fachschaft, Vereine oder irgendwas im Wohnheim) auch schnell 1000 und mehr. Viele davon haben quasi automatisch ein paar Interessen mit dir geminsam Interessen mit dir - zumindest aber liegt das intellektuelle Niveau nicht zuweit auseinander (auch wenn das beim Blick auf einige Komillitonen ganz anders aussieht...). Ein erheblicher Teil von denen hat gerade sein bisheriges Umfeld hinter sich gelassen und will aktiv neue Beziehungen knüpfen. Und wenn du dich außerhalb deines Studentenalltags umguckst, gehörst du immer noch zu einer Zielgruppe, die scharenweise als Single oder Freundesgruppe in bestimmten Partylocations aufschlägt. Ein bessere Gelegenheit Leute kennenzulernen wirst du dein ganzes Leben nicht wieder haben (naja - vielleicht auf Rentnerkreuzfahrten. Hab ich noch keine Erfahrung mit).
Später sieht der Standard so aus: Du hast 1-2 Dutzend Arbeitskollegen, davon sind dir 80% egal. (und je nach Arbeitsbereich geschlechtlich sehr homogen, was für Heteros zum Problem wird). Wechseln tun davon nur 1-2 alle paar Jahre und selbst wenn du den Arbeitsplatz wechselst und so auf einen Schlag zwei Dutzend neue kennenlernst: Die sind alle alteingessen. Die haben alle ihren festen Freundeskreis, alle ihr festes Privatleben. Oder kurz gesagt: Wenn du es mit über 30-35 noch schaffst, mehr als 5 neue Freundschaften im Jahr anzufangen (ungeachtet was daraus wird), bis du verdammt gut. Bei mir liegt die Quote deutlich unter 1. Im ersten Semester habe ich das im Schnitt pro Stunde geschafft. Entsprechend sehen auch die Chancen aus, das unter den neuen Bekanntschaften der Partner fürs Leben ist.
Ist das wissenschaftlich bewiesen, dass man mit Homosexualität geboren wird? Ich halte das genau wie bei der Phädophile für ein Ergebnis von äußeren Einflüssen im Prozess des Heranwachsens, zumindest halte ich es für möglich.
Deswegen finde ich es fraglich ob es unterstützenswert ist wenn Kinder adooptiert werden, die bei gleichgeschlechtlichen Paaren aufwachsen und damit is nicht die Qualität der Erziehung gemeint.
Aber hierzu werden bestimmt in Zukunft Studien vorangetrieben die das untersuchen, ob Kinder die bei gleichgeschlechtlichen Paaren aufweisen eine höhere "Homo-Quote" aufweisen.
Beweisstarke Untersuchungen zu solchen Fragen sind quasi unmöglich, weil sich das Leben jedes einzelnen Menschen viel zu stark unterscheidet und die ganze Entwicklung außerdem verdammt lange dauert. Man kann also nur sehr wenige Lebensläufe nachvollziehen und die unterscheiden sich in so vielen Merkmalen, dass es tausende Ursachen für den letztlich eingeschlagenen Weg geben könnte. Bislang hat meines Wissens nach noch jemand etwas besseres als "Zufall" ermitteln können - signifikanter Anlass zur Sorge besteht auf alle Fälle nicht.
Umgekehrt gibt es sehr viele Studien zu psychischen Störungen bei überforderten Alleinerziehern und Heimkindern. "Mehr Eltern" ist definitiv gut für Kinder, vollkommen egal welches Geschlecht die haben. Das sollte eigentlich auch für jeden nach kurzem Nachdenken selbstverständlich sein: Spielt Heterosexualität bei der Kindeserziehung irgend eine Rolle? Hoffentlich nicht. Also spielt Homosexualität auch keine. Das einzige was den Kindern ggf. fehlt ist ein Klischee-Rollenvorbild für eine klassische Geschlechterrolle haben. Aber wenn dieser Gesellschaft eins mal gut tun würde, dann eine Abkehr von diesen jahrhunderte alten Verhaltensstereotypen.
Gibt es für euch einen Zusammenhang zwischem hohem Bildungstand und Homosexualität?
Kenne keine Studie, die so etwas belegen könnte. Wäre auch methodisch sehr schwer, denn etwaige Einflüsse würden ganz stark vom gesellschaftlichen Verhalten überlagert: Intelligente Personen (also ...tendentiell... solche mit höherem Bildungsstand) sind eher bereit, abseits vorgegebener Normen zu denken und sich gegen äußere Vorgaben aufzulehnen. In einer Gesellschaft, die Homosexualität weiterhin mehrheitlich als Abart betrachtet heißt das also: Intelligente bekennen sich eher dazu, während Personen die sich eher auf das Denken anderer verlassen, ihre sexuellen Vorlieben unterdrücken. Das kann bis zur Selbsttäuschung reichen - es dürfte weitaus mehr Klischee-Bauarbeiter feststellen, die sich erst mit 50 eingestehen, dass sie eben doch nicht Hetero sind, als es bei Akademikern der Fall ist.
Man kann deine Frage also nicht mit Umfragen klären, weil ein Teil der Befragten die richtige Antwort nicht einmal gegenüber sich selbst zugibt, geschweige denn gegenüber einem Interviewer. 1000de Menschen darauf zu prüfen, auf welche sexuellen Schlüsselreize sie reagieren, ist dagegen ein Aufwand den meines Wissens nach niemand gemacht. (Der fließende Übergang zwischen Hetero und Homo würde die Interpreatation selbst dann noch abenteuerlich machen)
Ich bin jetzt bald 30 und Einzelkind und lebe immer noch im Elternhaus. Es geht mir dabei nicht ums Kochen oder Wäsche waschen (auch wenn das tatsächlich meistens meine Mutter macht, das würde ich aber auch alleine hinbekommen) - mir geht es schlicht darum, was ich allein überhaupt in einer eigenen Wohnung soll. Man liest ja oft, dass es für die Partnersuche eher hinderlich sei, wenn man als Erwachsener noch bei den Eltern wohnt.
Jedoch ist zu Hause immer etwas los, und wenn ich nur mit dem Hund raus gehe. Ich habe einfach Bedenken, dass ich mich in einer eigenen Wohnung zu sehr langweilen und irgendwie vereinsamen würde. Ich würde also ein Heidengeld für ne Wohnung ausgeben und unterm Strich bin ich nicht glücklicher damit.
Eine WG wiederum ist wohl eher was für Studenten Anfang 20 - ob mir das weiterhelfen würde bzw. ich überhaupt in eine WG aufgenommen werden würde, da bin ich mir auch nicht sicher.
Bisher hatte ich immer die Vorstellung, mit einem festen Partner könnte ich mir gemeinsam dann immer noch eine neue Unterkunft suchen. Der Plan scheint aber so nicht aufzugehen. Und jetzt um die 30 sind auch die meisten Freunde inzwischen liiert oder beruflich so eingespannt, dass es in der Freizeit immer seltener zu gemeinsamen Aktivitäten kommt.
Ich bin auch in zwei Vereinen aktiv (einmal beim THW und einmal in einem Modellbau-Verein). Bei beiden tendiert aber die Frauenquote gegen Null
Ich habe also genau die Befürchtung, die Grestorn anspricht - dass ich mit 40 irgendwie den Anschluss verpasst habe. Ehrlich gesagt, immer noch mit 18-Jährigen zusammen in der Disco rumhüpfen ist jetzt auch nicht mehr mein Ding. Aber was sollte ich dann am besten machen, um so ein Dilemma zu vermeiden ...?
Eigene Wohnung würde ich hinsichtlich der Partnerfindung als Sekundär erachten. Entweder der potentielle Partner ist in der gleichen Situation, dann hat er auch Verständniss (und ihr beide hoffentlich ein bißchen Geld für ein Hotelzimmer zur Seite gelegt, falls die Eltern nerven) - oder er hat eine Wohnung, die euch zur Verfügung steht. Erfahrungsgemäß kann ich dir auf alle Fälle sagen, dass eine WG weniger Privatsphäre bietet, als manch Elternhaus - je nach eigener Familie aber ggf. die tollerantere Mitbewohner.
Warum du dir trotzdem überlegen solltest, auszuziehen: Haushaltsführen lernt man nicht von jetzt auf gleich. Das dauert ein halbes Jahr, bis es halbwegs läuft und 1-2 Jahre (bei einigen ein ganzes Leben) für die Feinheiten. Das sollte man vielleicht nicht also zusätzliche Belastung in einer kritischen (und zugleich sehr schönen) Phase einer Liebesbeziehung auf sich nehmen. Neben eigener Wohnung oder WG kann aber z.B. auch ein Auslandsjahr diese Funktion übernehmen.