Nightslaver
PCGH-Community-Veteran(in)
Sollte man eigentlich als rein logische Schlussfolgerung meinen, aber wie wenig dem in der Realität oft ist, kannst du im Moment auch wieder einmal mehr gut in Israel und den dortigen Wahlen beobachten, wo Ultrarechte und Netanjahu miteinander liebäugeln.Gerade Menschen, die Verfolgung und Vorurteile erfahren haben, sollten besser darin sein, andere Anschauungen zu akzeptieren, auch wenn man sie nicht teilt. Aber es ist leider oft anders.
Die israelische Ultrarechte sind auch alles, aber keine rechtskonservativen "Klosterbrüder", das sind knallharte religöse rechtsaußen Rassisten, mit maximal konservativer Auslegung des jüdischen Glaubens und Anhänger einer schon, ohne Untertreibung, als militant zu bezeichnenden Siedlungspolitik, gerne auch, zum Bau neuer Siedlungen, mit Vertreibung von dort lebenden Palästinensern, auch unter Waffengewalt, sowie glühende Anhänger einer "Großisrael" Vision (auch wenn man zumindest davon ausgehen kann, das sie letzteres ehr nicht "aktiv" versuchen werden umzusetzen, da ihnen zumindest da wohl starker internationaler Wind entgegenwehen täte).
Wenn solche Menschen also in einem Volk, das millionenfach systematische Vernichtung und das Ergebnis von fanatischen Hass am eigenen Leib spüren durfte, nur einige Jahrzehnte später solche Menschen für wählbar und "richtig" hält, sollte das wohl Aufschluss dadrüber geben wie sehr man in anderen Angelegenheiten generell dadrauf vertrauen sollte, das Menschen, die selber Ausgrenzung, Diskriminierung, ect. erfahren haben, grundsätzlich ein Verständnis für die Bedürfnisse und das Leid anderer besitzen "müssen", in selbiges hineinversetzen können, oder sie das ggf. persönlich auch nur, über ihre eigenen Interessen hinaus, tangiert.
Und genau auch dadrum, ist auch nicht einmal jedes Ansinnen aller Feministen "automatisch" gut und vernünftig, noch "automatisch" alles was aus Richtung LGBTQ+ , farbig, kommt, oder auch nur aus der Ecke, welcher einen gesteigerten Ausbau von Fahrstühlen, an Bahnhöfen, für körperlich eingeschränkte Personen, einfordert (überspitzt dargelegt), ect. pp.
Man sollte alle Dinge / Anliegen am Ende möglichst immer individuell betachten und unabhängig von den Personen / Gruppen die das lauthals fordern.
Weil nicht jeder der laut genug "Diskriminierung" schreit hat damit "automatisch recht", genauso wenig wieder jeder "automatisch Unrecht" hat, wenn er sich zu afrikanischer Kultur äußert und selbst aber kein (farbiger) Afrikaner ist.

Stimmt, guter Punkt!
Dann liegt es wohl tatsächlich an den monotheistischen Religionen - weil auffallend dort, wo sich monotheistische Religionen durchsetzen konnten, freizügige Sexualität stark reglementiert wurde, was tatsächlich auch dazu passt, dass heutzutage in den Ländern, in denen Religion im öffentlichen Leben keine große Rolle spielt, freizügige Sexualität wieder mehr Raum bekommen darf.
"Irrwitzigerweise" ist als monotheistische Religion gerade das Christentum die Religion gewesen, welche durch die Personengruppe erst überhaupt seinen (erfolgreichen) Siegeszug in die Mitte der antiken (römischen) Gesellschaft antreten hat können, die die Jahrhunderte danach, durch selbiges, oft (mit) am meisten in ihm "diskriminiert" wurde, durch die Frauen.
Es waren meist die Frauen, die im frühen Stadium der Ausbreitung, mit die eifrigsten Verbereiterinnen waren und den christlichen Glauben in die eigenen Familien trugen.
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