Transgender / Sex & Gender

Gerade Menschen, die Verfolgung und Vorurteile erfahren haben, sollten besser darin sein, andere Anschauungen zu akzeptieren, auch wenn man sie nicht teilt. Aber es ist leider oft anders.
Sollte man eigentlich als rein logische Schlussfolgerung meinen, aber wie wenig dem in der Realität oft ist, kannst du im Moment auch wieder einmal mehr gut in Israel und den dortigen Wahlen beobachten, wo Ultrarechte und Netanjahu miteinander liebäugeln.

Die israelische Ultrarechte sind auch alles, aber keine rechtskonservativen "Klosterbrüder", das sind knallharte religöse rechtsaußen Rassisten, mit maximal konservativer Auslegung des jüdischen Glaubens und Anhänger einer schon, ohne Untertreibung, als militant zu bezeichnenden Siedlungspolitik, gerne auch, zum Bau neuer Siedlungen, mit Vertreibung von dort lebenden Palästinensern, auch unter Waffengewalt, sowie glühende Anhänger einer "Großisrael" Vision (auch wenn man zumindest davon ausgehen kann, das sie letzteres ehr nicht "aktiv" versuchen werden umzusetzen, da ihnen zumindest da wohl starker internationaler Wind entgegenwehen täte).

Wenn solche Menschen also in einem Volk, das millionenfach systematische Vernichtung und das Ergebnis von fanatischen Hass am eigenen Leib spüren durfte, nur einige Jahrzehnte später solche Menschen für wählbar und "richtig" hält, sollte das wohl Aufschluss dadrüber geben wie sehr man in anderen Angelegenheiten generell dadrauf vertrauen sollte, das Menschen, die selber Ausgrenzung, Diskriminierung, ect. erfahren haben, grundsätzlich ein Verständnis für die Bedürfnisse und das Leid anderer besitzen "müssen", in selbiges hineinversetzen können, oder sie das ggf. persönlich auch nur, über ihre eigenen Interessen hinaus, tangiert.

Und genau auch dadrum, ist auch nicht einmal jedes Ansinnen aller Feministen "automatisch" gut und vernünftig, noch "automatisch" alles was aus Richtung LGBTQ+ , farbig, kommt, oder auch nur aus der Ecke, welcher einen gesteigerten Ausbau von Fahrstühlen, an Bahnhöfen, für körperlich eingeschränkte Personen, einfordert (überspitzt dargelegt), ect. pp.

Man sollte alle Dinge / Anliegen am Ende möglichst immer individuell betachten und unabhängig von den Personen / Gruppen die das lauthals fordern.
Weil nicht jeder der laut genug "Diskriminierung" schreit hat damit "automatisch recht", genauso wenig wieder jeder "automatisch Unrecht" hat, wenn er sich zu afrikanischer Kultur äußert und selbst aber kein (farbiger) Afrikaner ist. ;)

Stimmt, guter Punkt!
Dann liegt es wohl tatsächlich an den monotheistischen Religionen - weil auffallend dort, wo sich monotheistische Religionen durchsetzen konnten, freizügige Sexualität stark reglementiert wurde, was tatsächlich auch dazu passt, dass heutzutage in den Ländern, in denen Religion im öffentlichen Leben keine große Rolle spielt, freizügige Sexualität wieder mehr Raum bekommen darf.

"Irrwitzigerweise" ist als monotheistische Religion gerade das Christentum die Religion gewesen, welche durch die Personengruppe erst überhaupt seinen (erfolgreichen) Siegeszug in die Mitte der antiken (römischen) Gesellschaft antreten hat können, die die Jahrhunderte danach, durch selbiges, oft (mit) am meisten in ihm "diskriminiert" wurde, durch die Frauen.
Es waren meist die Frauen, die im frühen Stadium der Ausbreitung, mit die eifrigsten Verbereiterinnen waren und den christlichen Glauben in die eigenen Familien trugen.
 
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Sollte man eigentlich als rein logische Schlussfolgerung meinen, aber wie wenig dem in der Realität oft ist, kannst du im Moment auch wieder einmal mehr gut in Israel und den dortigen Wahlen beobachten, wo Ultrarechte und Netanjahu miteinander liebäugeln.

Die israelische Ultrarechte sind auch keine rechtskonservativen "Klosterbrüder", das sind knallharte religöse rechtsaußen Rassisten, mit maximal konservativer Auslegung des jüdischen Glaubens und Anhänger einer schon ohne Untertreibung als militant zu bezeichnenden Siedlungspolitik, gerne auch, zum Bau neuer Siedlungen, mit gewaltsamer Vertreibung von dort lebenden Palästinensern dafür, sowie glühende Anhänger einer "Großisrael" Vision.

Wenn solche Menschen also in einem Volk, das millionenfach systematische Vernichtung und das Ergebnis von fanatischen Hass am eigenen Leib spüren durfte Jahrzehnte später solche Menschen für wählbar und richtig hält, sollte das wohl Aufschluss dadrüber geben wie sehr man in anderen Angelegenheiten dadrauf vertrauen sollte, das Menschen, die selber Ausgrenzung, Diskriminierung und Leid erfahren haben, grundsätzlich ein Verständnis für das Leid anderer besitzen, oder sie das ggf. persönlich tangiert. ;)
Um ehrlich zu sein, fiel mir dazu auch nur Itrael ein, wollte mich aber zurückhalten, bevor die anti semitismus Keule herausgeholt wird. Aber ja, du bringst es exakt auf den Punkt!
 
Die Biologie. Männliche Säugetiere bestehen aus einem X und einem Y Chromosom und weibliche Säugetiere haben 2 X Chromosomen. Und damit ist der Fall dann auch schon wieder geschlossen und der Rest erübrigt sich. Dein Beispiel XYY ist eine Anomalie und kommt mit zB. mit Entwicklungsverzögerungen oder Funktionsstörungen einher. Es ist nicht der von der Natur vorhergesehene Weg.

XYY und XXY führen ebenfalls zu männlichen Geschlechtsmerkmalen. Im Schnitt über sehr viele Personen sind die bei Männern mit mehreren X-Chromosomen zwar weniger stark ausgeprägt, der Unterschied ist aber klein im Vergleich zu allgemeinen Spanne, die man bereits innerhalb von XY-chromosomalen beobachten kann. Heißt also: "irgendwas mit Y" ist immer chromosomal männlich.

Von biologischer Seite spielt Inter nur bei horomonellen Störungen und daraus resultierender uneindeutiger Ausprägung der Gonaden eine Rolle (Hermaphrodismus). Aber das sind so verdammt wenige Fälle, dass man sich fragen muss, ob diese abseits einer dritten Geschlechtsangabe im Pass, falls sie keine geschlechtsangleichende Operation wünschen, überhaupt eine gesondere Beachtung erfordern? Wir streichen ja auch nicht die Formulierung "wie sie sehen" aus dem Wortschatz, nur weil Synästheten das gezeigte möglicherweise schmecken. (Die sind afaik sogar zahlreicher.)

Und wer über nicht biologische, soziale Merkmale reden will, soll sich dafür gefälligst ein eigenes Wort suchen. "Geschlecht" ist halt schon vergeben und zwar nicht für Gender, sondern für das biologische Geschlecht und vielleicht noch für den Kasus. Gleiches gilt für Mann und Frau. Und wer der Meinung ist, dass soziales in unserem Leben wichtiger als biologisches ist (dem würde ich durchaus zustimmen), der sollte dann ja wohl auch kein Problem damit haben, dass eine Frau als Frau und ein Mann als Mann bezeichnet und auf sie verweisende Attribute gemäß deutsche Grammatik dekliniert werden, weil das abseits einer verständlichen Sprachnutzung eben einfach nicht wichtig ist. Vollkommen unabhängig davon, wer von beiden Rock trägt.
 
.
Und es gibt Menschen, die andere Varianten aufweisen, biologisch ganz eindeutig. Es geht doch nicht darum, dass Menschen nur in Kategorien eingeteilt werden, um sich fortzupflanzen? Das Geschlecht beeinflusst eben noch so viel mehr als die Möglichkeit(!) sich fortzupflanzen.

Eigentlich nicht. So behaupten es zumindest Feministinnen vehement seit über 100 Jahren und so steht es seit längerem auch im Grundgesetz.

(Rein biologisch würde ich zwar sagen, dass es z.B. irgendwie trotzdem Einfluss auf z.B. Körpergröße hat, aber das würde ja bedeuten, dass sich Frauen für bestimmte Berufen schlechter eignen als Männer und deswegen aus legitimen Gründe schlechtere Jobwahlmöglichkeiten und damit -chancen hätten. Und das kann ja, insbesondere auch laut denjenigen, die z.B. Sprachvorschriften fordern, unmöglich wahr sein, also lautet die Schlussfolgerung, dass Frauen in absolut jeder Hinsicht identisch zu Männern sind, außer bei der Gebärfähigkeit.)


Nach der Geburt war das Kind einfach erstmal nur damit beschäftigt, zu "überleben". Viele Betroffene haben aber schon im Kindesalter festgestellt, dass bei ihnen irgendwas nicht passt.

Da frage ich mich übrigens immer:
Was eigentlich?
Wie kann vor Erwachen der eigenen Sexualität irgendwas geschlechtsbezogenes "nicht passen", wenn es doch in einer sozial halbwegs neutralen, keine veralteten Rollenklischees wiederspiegelnden Erziehung gar keine Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen gibt?


Das Beispiel mit den Füßen ist totaler Unsinn, weil ein Mensch seine Identität nicht über seine Füße definiert, während eine Identifikation mit dem bei der Geburt erhaltenen genetischen Geschlecht durchaus einen Einfluss auf die Identität haben kann.

Es soll Menschen geben, die trauen sich im Sommer nicht in die Öffentlichkeit, wenn was mit ihren Zehennägeln nicht stimmt. Für andere spielen die Füße eine wichtige Rolle bei der Partnerwahl. Wieso sprichst du diesen Menschen einen Teil ihres Charakters ab? Haben die keine Rechte? Verdienen die es, so diskriminiert zu werden?

Die erste Frage ist doch Blödsinn, darum geht es nicht. Es geht darum, dass sich eben nicht jeder Mensch mit dem bei der Geburt erworbenen genetischen Geschlecht wohlfühlt

Tjo. Die Gene können wir aber zu diesem Zeitpunkt nicht mehr ändern.

, weil diesem Geschlecht vielleicht spezifische Eigenschaften zugeschrieben werden, die man nicht besitzt.

Das wiederum können wir ändern. Als Gesellschaft, in dem wir aufhören, Geschlechern irgendwelche Eigenschaften zuzuschreiben, die überhaupt nichts mit dem Geschlecht zu tun haben. Aber warum sollte man deswegen einen Körper verändern, wenn die Gesellschaft bescheuert ist? Und noch viel wichtiger: Warum sollte man von der Gesellschaft verlangen, dass sie auf derart veränderte Körper anders reagiert, wenn es doch wesentlich zielstrebiger wäre zu verlangen, dass die Gesellschaft aufhört, diese spezifischen Eigenschaften überhaupt mit Körperlichkeiten zu assoziieren?

Ich kann verstehen, dass eine Frau, die traditionell weibliche Rollen nicht mag, nicht will, dass man ihr traditionell weibliche Rollenbilder aufzwingt. Genau aus dem Grund hat man Jahrhundertelang für Gleichberechtigung gekämpft. Und genau deswegen verstehe ich nicht, warum man besagte Frau jetzt ""Mann"" nennen und ihr traditionell männliche Rollenbilder aufzwingen soll? Das wäre genau das Gegenteil von Fortschritt. Und Menschen, die weder männliche noch weibliche Klischees toll finden, kann so ein Satz sowieso nie gerecht werden. Es ist Zeit, diesen Mittelalterkram endlich hinter sich zu lassen und jeden so leben zu lassen, wie er will. Ohne dass sein Geschlecht dabei abseits der Sexualität irgend eine Rolle spielt.

Ich kann die Frage, was eine Frau ist, genauso wenig wie Sie beantworten. Ich bin ein Mann, fühle mich als solcher und werde alleine deswegen nie sagen können, was eine Frau ist.

Aus gleicher Perspektive würde ich mal sagen: Was geiles :ugly:


Denkt drüber nach: In einem Stadion mit 10000 Zuschauern sind 1000 Schwule/Bi/Trans Menschen. In jeder Schulklasse zwischen 2 und 5 nicht-Heteros. Beim Einkaufen ist rund jeder 5-10, dem ihr über den Weg lauft, Bi oder Schwul.

Und jeder einzelne davon ist Mensch (999+ davon entweder Mann oder Frau) und sollte als solcher behandelt werden, solange sich keine sexuelle Beziehung anbahnt.


Beispiel:

Ich KENNE durchaus das Gefühl, andersartig zu sein.

Gehöre der Schwurblerfraktion in Bezug auf Covid-Impfung an.
Nichts zu diskutieren, einfach sacken lassen.

So und nun?
Minderheit.

Ihr könnt euch wenigstens auf Massendemos tummeln und bekommt jede Menge Aufmerksamkeit. Was soll ich als Post-Covid-Bedenkenträger und Zero-Covid-Befürworter denn sagen :ugly: ? Einsam zu Hause eingesperrt und niemand beachtet einen :heul: !
;)


Dir ist schon klar, dass das die ganze Zeit passiert. In Film, Buch, TV, auf der Straße, in Clubs, einfach überall.

Von Heten.

Du solltest dir andere Straßen und ggf. Unterhaltungsmedien suchen :ugly: .
(Zugegeben: Bei letzterem hat man vermutlich eine deutlich stärkere Einschränkung, wenn man heterosexuelles meiden will, weil 95% der Autoren der Meinung sind, überall noch eine Lovestory reinquetschen zu müssen. Da 9 von 10 Lieben statistisch gesehen heterosexuell sind, ist die Wahl in Geschichten mit einem oder maximal zwei Paaren dann meist recht naheliegend. Wäre bei einem Kerncast von 4-5 Darstellern ja auch ein arg großer Zufall, zwei Schwule oder zwei Lesben unter den Hauptcharakteren zu haben.)


Das sieht die religiöse Lesart eben anders.

Die findet es auch gut, Leute mit anderer Meinung anzuzünden oder zu enthaupten.

der evolutionstheoretischen Sichtweise der Entwicklung des Menschen bedienen, ist Kleidung tragen in der Öffentlichkeit, vertraglich geregelte Sexualität, wie Ehe oder feste Partnerschaft, und insgesamt die Bildung von Kultur, die uns Menschen von Tieren unterscheiden lässt, doch ein Fortschritt.

Was bitte schön ist an "Kleidung tragen in der Öffentlichkeit", "vertraglich geregelte Sexualität" oder "Ehe" evolutionstheoretisch? Oder ein Fortschritt? (Was nicht heißen soll, dass ich den ersten Punkt nicht selbst als positiv empfinde, aber mir fällt kein einziger objektiver Grund dafür ein.)

und uns wie Tiere benehmen.

Du meinst keine Kriege führen, Arten einfach mal nicht ausrotten, kommenden Generationen ein stabiles Klima hinterlassen, die Umwelt nicht zerstören, Boden und Wasser nicht vergiften,...?
 
Ich wünschte, mehr Heten würden Serien wie "Love, Victor" (Disney) anschauen (oder den dazugehörigen Spielfilm, "Love, Simon"), da sie einen kleinen Einblick in das ziemlich realistische (wenn auch sehr US geprägte) Leben schwuler Jungs bietet. Auch 'Heartstopper' ist ganz gut. Wenn man Coming-of-Age Stories mag. Und, nein, außer ein paar Küssen zwischen Jungs muss man sich nichts ekelhaftes anschauen :)
Ich hab damals Queer as folk geguckt. Fand ich sehr interessant. Natürlich gab es auch da Klischees (gutaussehende schwule Männer lehnen andere, nicht so gut aussehende schwule Männer gnadenlos ab), aber insgesamt betrachtet war sie sehr gut. Die Neuauflage von diesem Jahr kenne ich aber nicht.
 
Gar kein Abscheu, nur weitestgehendes Unverständnis.
Wie weiter oben klargestellt, bin ich ja kein Leugner.
"Lediglich" kein Impfbefürworter.

Das wirklich interessante an der Sache ist, dass ich "automatisch" auch von Dir (bitte nicht als Vorwurf zu verstehen) sofort in die "Leugner" Ecke gestellt werde, der sofortige Vorwurf des Gefährders im Raum steht und wie oben du mit "Unverständnis" reagierst.
Dies aus der Gruppe der Mehrheit heraus...

Damit Ende in den Impfausflug als Vergleichsbeispiel...

Sprich, es kommen ähnliche Mechanismen der Ablehnung und Vorurteile ins Spiel, die dir als Schwuler (so nehme ich an) tagtäglich begegnen mögen.
Und KEINER jener, die dich mit Vorurteilen "abstrafen" hat auch nur einen Funken Ahnung davon, wer du als Mensch tatsächlich bist und wie Du fühlst.
Und genau das verletzt Dich.
Und dafür habe ich Verständnis, weil ich diese Verletzung in einem anderen Zusammenhang nachempfinden kann.

Wenn man so will, stehen wir beide, als Minderheit in einem jeweils persönlich-spezifischen Punkt vor der tagtäglichen Entscheidung, wie weit man sich aus dem Fenster lehnen/outen kann, ohne dass gleich der Lynchmob hinter einem her rennt.

Aber das ist sogar vergleichbar, ich verstehe schon, dass einer absoluten Hete der Gedanke einen Mann zu küssen oder gar Sex mit ihm zu haben, anwidert aber zumindest völlig unverständlich ist.
Nein, mich widert dies nicht an.
Einerseits weil jene Schwule in meinem Umfeld über das kleine und für mich unbedeutende Randdetail der sexuellen Orientierung hinaus alles prima und gerade Menschen sind, mit denen ich gerne Kontakt habe oder auch gerne zusammen arbeite.
Und andererseits, weil ich mir einbilde, hochtolerant zu sein und ich die Grundeinstellung habe, dass jeder nach seinem Gusto leben darf, so lange eben Dieser ebenso meine Lebenseinstellung in anderen unbedeutenden Randdetails akzeptiert.




Edit:
Ihr könnt euch wenigstens auf Massendemos tummeln und bekommt jede Menge Aufmerksamkeit.
Danke für das uniforme "Ihr" ;-)
Ich bin auf keiner Demo diesbezüglich gewesen.
Was soll ich als Post-Covid-Bedenkenträger und Zero-Covid-Befürworter denn sagen :ugly: ?
Gar nix, weil ich Deine Befürchtungen teile.
Im Prinzip bin ich ja auch bei Zero-covid, nur eben ohne Piks und eher ein Fan der chinesischen Vorgehensweise
Einsam zu Hause eingesperrt und niemand beachtet einen :heul: !
;)
Yo, mei, Home-Office ist generell nach ein paar monaten Öde, geht mir auch so...
 
Zuletzt bearbeitet:
Man muss Sexualität einfach als Genuss verstehen und alles was damit zu tun hat ist ein Genussmittel. Nur wie bei anderen Genussmitteln mag nicht jeder jedes.

Ich finde Eierlikör absolut widerwärtig und könnte davon im Strahl kotzen, aber würde ich Eierlikörfans deswegen verbieten wollen ihn zu trinken?
 
Was mir jetzt, durch Zufall, vor die Nase gekommen ist...
Wenn ich mich nicht nur im falschen Körper fühle (m zu d / d zu w / oder sonst irgendwie dazwischen) wie ist es dann wenn ich mich (obwohl kerngesund) als behindert fühle / empfinde?
Also wo hören wir mit dem ganzen "Gefühl" auf obwohl physisch alles noch funktioniert...?
oder auch

Bezogen auf D'land, wo man sich ja das gefühlte Geschlecht im Pass raussuchen können darf (ist das gesetzlich durch? halte mich da nicht auf dem laufenden) - wie ist es dann mit solchen Dingen?
  • Darf ich mich jetzt einfach zB als Querschnittsgelähmt fühlen?
  • Kann ich dann zum Landratsamt gehen und mir einen Schwerbehindertenausweis besorgen (wenn mein Gefühl nicht anerkannt wird wäre das wahrscheinlich ja wieder irgendwas mit -phob am Ende)?
  • Das hat ja für mich dann solche Vorteile wie
    • 5 Tage mehr Urlaub im Jahr
    • Kündigungsschutz im Betrieb
    • auch bevorzugte Einstellung
    • zB auch großzügige Rabatte beim Neuwagenkauf (meine Exfreundin hat vor zwölf Jahren direkt 30% Rabatt bekommen)
    • ...
Aus meiner Sicht (und ja, ICH kann mit meiner Krankenstory und Behinderung dazu was sagen - nicht das mir jetzt wieder einer damit ankommt wie ich mich traue etwas dazu zu sagen als nicht betroffene Person...) finde sowas ziemlich mies.
Da kommt ein 100% gesunder Mensch an, würde sich als "behindert" definieren / fühlen an und tritt damit den wirklich kranken / behinderten Menschen quasi direkt vors Schienbein.
Ich hatte einen GdB >50% - dies wurde aber auf 30% gesenkt weil (zum Glück) die Medikamente gut anschlagen.
Könnte darauf aber gerne verzichten. Kann durch meinen Background auch div. Berufszweige nicht in Auge fassen (auch wenn ich dort gern arbeiten wollen würde).
Personenbeförderung (Bus, Zug, Flug) steht mir zum Bsp. nicht offen, könnte also weder Lokführer, Pilot oder Busfahrer werden.

Was mich zur Frage fürhrt:
Wo fängt das ganze an, wo hört es auf und wie weit wollen oder sollen wir da wirklich gehen nur weil sich X als Y fühlt?
 
Man muss Sexualität einfach als Genuss verstehen und alles was damit zu tun hat ist ein Genussmittel. Nur wie bei anderen Genussmitteln mag nicht jeder jedes.

Ich finde Eierlikör absolut widerwärtig und könnte davon im Strahl kotzen, aber würde ich Eierlikörfans deswegen verbieten wollen ihn zu trinken?
Verbieten tut ja auch keiner was. Aber Eierlikörfans halten dir den auch dann nicht bei jeder Gelegenheit unter die Nase wo es nur geht. ;)
 
"Fehlende Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit... "
und
"Die sexuelle Orientierung und das Geschlecht sind Privatsache, werden aber in die Öffentlichkeit gezerrt..."

Widerspricht sich meiner Meinung nach.
Okay, dass diese beiden Aussagen widersprüchlich rüberkommen kann ich verstehen. Was ich meine ist folgendes: Heterosexualität als "Norm" ist in der Öffentlichkeit überall verbreitet und sichtbar, leider auch häufig in Kombination mit Sexismus (wäre aber nochmal ein anderes Thema). Homosexualität ist in unserer Öffentlichkeit aber nicht nur kaum sichtbar, obwohl viele Menschen homosexuell sind, sondern dieses bisschen Sichtbarkeit wird auch noch vielen kritisiert und soll nur im privaten Raum existieren ("Die können ja machen, was sie wollen, sollen mich damit aber nicht nerven", so etwas in der Art...). Bleibt Heterosexualität denn im privaten Raum? Nein, weil Sexualität zwar überwiegend privat ausgelebt wird, aber ein fester Bestandteil der Öffentlichkeit ist. Warum also sollte Homosexualität nicht auch ein fester Bestandteil der Öffentlichkeit sein?

Das verstehe ich nicht.
Unabhängig davon, wie sich jemand selbst sieht oder fühlt, ist ja der in Prozentsätzen kaum feststellbarer Anteil an biologischen "Zwitter" (mir fiel spontan kein besseres Wort ein) an der Gesamtbevölkerung irrelevant für die Arterhaltung.
Ich sehe da keinen Interpretationsspielraum.
Das ist die biologische Grundfunktion des jeweiligen Körpers, also eben weiblich/männlich und völlig losgelöst von dem mentalen Empfinden eines Angehörigen der LGBTQI+ Community.
Man kann das so sehen, dass Menschen, die (biologisch) nicht eindeutig Mann oder Frau sind, für die Fortpflanzung der Menschheit keine Rolle spielen. Trotzdem sind sie Menschen und weil mir Menschen eben keine Tiere, denen es nur um (Über-)Leben und Fortpflanzung geht, sind, sondern einen Geist und ein Bewusstsein haben, müssen wir uns nicht nur am Aspekt der Fortpflanzung orientieren. Wenn ich mich nicht fortpflanzen möchte, obwohl ich das könnte, habe ich dann meine Existenz als Mensch irgendwie verwirkt? Das würde keiner so sagen denke ich. Deshalb kann, meiner Meinung nach, zur Betrachtung des Geschlechts mehr als nur der biologische Hintergrund, der der Fortpflanzung dient, herangezogen werden.

Gehöre der Schwurblerfraktion in Bezug auf Covid-Impfung an.
Nichts zu diskutieren, einfach sacken lassen.
Wie auch schon angesprochen: finde ich erstmal sehr stark von dir, dass du dich bei so einem Thema so offen gibst!

So und nun?
Minderheit.
Es wird allen Ernstes in der Öffentlichkeit über Enteignung, Kindesentzug, Gefängnisstrafen usw. diskutiert.
Dass noch keiner den Scheiterhaufen angezündet hat, hatte mich fast verwundert.
Ich bin in diesem Fall in der Mehrheit, wir vertreten also unterschiedliche Ansichten. Wenn ich mir die Medienlandschaft, insbesondere ÖRR und Qualitätsmedien, angucke, auch über die letzten zwei Jahre hinweg, sind mir nirgendwo Vorschläge wie Enteignung, Kindesentzug oder Gefängnisstrafen begegnet, die ernsthaft diskutiert wurden. Die Wahrnehmung davon, was Öffentlichkeit ist und wie sie reagiert, dürfte in diesem Fall zwischen uns beiden sehr unterschiedlich sein.

Wie groß ist nun die Abscheu gegen mich Schwurbler, du in der Mehrheitsfraktion...?

Du verstehst, worauf ich hinaus will...?
Ich glaube ich verstehe, worauf du hinaus willst. Was du glaubst oder nicht glaubst ist deine Sache, ich habe kein Recht das zu bewerten, aber ich das Recht es zu diskutieren. Selbstverständlich auf eine vernünftige und respektvolle Art. Ich mag dich dann vielleicht als Schwurbler bezeichnen, aber deshalb empfinde ich keine Abscheu gegen dich.
Natürlich, aber rein biologisch geht es immer um Fortpflanzung. Frauen haben hier von der Evolution einen Nackenschlag bekommen, da ihr Becken ein Kompromiss aus Bewegung und Gebären darstellt.
Männer haben dieses Problem nicht. Dafür haben Männer halt nur ein X Chromosom. Gibt es also genetische Defekte an diesem Chromosom, hat er kein zweites X um das auszugleichen. Daher sind deutlich mehr Männer farbenblind als Frauen.
Wie schon gesagt, jeder kann so leben wie er möchte. Mich stört es auch nicht, wenn schwule Männer händchenhaltend durch die Stadt gehen oder dass lesbische Frauen Kinder durch Samenspenden bekommen.
Ich persönlich gehe halt nicht durch die Stadt und sage jedem, dass ich heterosexuell bin. Andere wollen halt, dass jeder weiß, wie er/sie/es lebt. Ist ja auch kein Problem. Jeder wie er mag.
Ja, rein biologisch geht es nur um Fortpflanzung, aber wird sind doch mehr als nur Gefäße o.ä., die der Fortpflanzung dienen, oder? Also können wir in diesem Fall Geschlecht doch auch aus mehreren Blickwinkeln betrachten.

Und die Leute brauchst du nicht aufklären, da ist schon alles verloren. Die erreichst du nicht mehr.
Ja damit hast du vermutlich recht... Trotzdem bemühe ich mich grundsätzlich um Aufklärung, weil ich die HOffnung habe, wenigstens ein paar Leute, die noch ansprechbar und aufnahmefähig sind, zu erreichen ^^
 
Ja, rein biologisch geht es nur um Fortpflanzung, aber wird sind doch mehr als nur Gefäße o.ä., die der Fortpflanzung dienen, oder? Also können wir in diesem Fall Geschlecht doch auch aus mehreren Blickwinkeln betrachten.
Na ja, eine Frau dient biologisch betrachtet nur der Fortpflanzung. Ihr monatlicher Zyklus ist ausschließlich darauf ausgelegt. Das kann man blöd finden, ist aber Evolution. Die Evolution interessiert sich nicht für Gleichberechtigung.
Alles andere ist vom Menschen verändert.
 
Guter Punkt, aber warum muss es dann (auch sehr medienwirksam) diskutiert werden?
Warum nicht? Es ist eine Debatte, die deshalb in der Öffentlichkeit stattfindet, weil sie einen nicht unwesentlichen Teil der Gesellschaft betrifft. Außerdem gibt es so viel mehr Themen, die in der Öffentlichkeit diskutiert werden.

Wenn alle gleich behandelt werden wollen ist es kontraproduktiv die Unterschiede herauszuarbeiten.
Das sehe ich anders. Nur weil Unterschiede betont werden heißt das ja nicht, dass nicht auch Gleichbehandlung angestrebt werden kann. Unterschiede definieren uns Menschen ja irgendwie, Anerkennung erfolgt doch trotzdem; simples Beispiel sind lange und kurze Haare, die jeweils anerkannt sind.

Ohne jetzt das Patriachats irgendwie verteidigen zu wollen, wird von der LGBTQI+ Community eine Akzepanz und Toleranz abgefordert, die aber gleichzeitig den "old fashioned" verwehrt wird.
Naja, Toleranz hat dort ihre Grenzen, wo sie auf Intoleranz stößt. Homosexuelle Menschen dürfte es in keinster Weise stören, dass andere Menschen heterosexuell sind und das ausleben. Hier kann also im Hinblick auf Sexualität nicht von Intoleranz gesprochen werden. Aber viele heterosexuelle Menschen stört es, dass andere homosexuell sind, hier findet sich also Intoleranz.

Danke für die Erklärung, Bildungslücke meinerseits.
Keine Ursache, freut mich wenn ich helfen konnte :)

Was genau wird unter Anerkennung verstanden?
Leben und Leben lassen funktioniert in meinem sozialen Umfeld problemlos.
Stetes Streben nach Huldigung dürfte schwieriger werden...
Anerkennung, dass mehr existiert als nur die "Norm" Heterosexualität. Um Huldigung geht es dabei auch überhaupt nicht, sondern lediglich um die Aussage "Ich bin anders als du, bitte akzeptiere das und kritisiere mich nicht dafür, denn ich kritisiere dich nicht dafür, dass du anders bist".
Evtl. ein Wahrnehmungsproblem allgemeiner Natur?
Das kann gut sein. Wahrnehmung ist halt immer subjektiv, das macht es, gerade in Verbindung mit Emotionen, natürlich schwierig für eine objektive Diskussion.

Auf der anderen Seite: Auch viele heteros lieben die Selbstdarstellung. Es kann nicht genug Männlichkeit da sein. Das wird dann komischer Weise nicht nur akzeptiert sondern sogar gefeiert.

Das ganze Thema ist extrem vorurteil und klischeebelastet.
Genau das! Wenn Selbstdarstellung als Phänomen kritisiert wird, dann bitte nicht nur mit dem Fokus auf einzelne Gruppen, sondern auf alle.

Es wird einem ja nicht nur die Sexualität aufgedrängt.
Hetzutage muss gefühlt fast jeder, jedem, zu fast jeder Zeit mitteilen, was er gerade macht, wie es ihm geht, was ihn bewegt etc.
Irgendwie will heutzutage jeder die Aufmerksamkeit anderer Leute haben.
Jemandem etwas aufdrängen ist natürlich blöd, aber woher kommt den dein Gefühl, dass dir etwas aufgedrängt wird?
Es ist ein Grundbedürfnis des Menschen, Aufmerksamkeit zu bekommen. Das geht ja sowei, dass es manchen Menschen egal ist, ob diese Aufmerksamkeit positiv oder negativ ist.
Bist du kein Mensch, der gerne Aufmerksamkeit durch andere erfährt? Du teilst doch deine Gedanken, Meinungen etc. ja auch mit.
 
Um ehrlich zu sein, fiel mir dazu auch nur Itrael ein, wollte mich aber zurückhalten, bevor die anti semitismus Keule herausgeholt wird.
Diese Keulen werden leider aus allen Richtungen meist zu schnell geschwungen. Vielleicht so als Einordnung der Begrifflichkeiten:
  • Antisemitismus: alle Formen von Judenhass
  • Antijudaismus: Ablehung Judentum mit religiösem Hintergrund
  • Antizionismus: Ablehung des Staates Israel
Und wer über nicht biologische, soziale Merkmale reden will, soll sich dafür gefälligst ein eigenes Wort suchen. "Geschlecht" ist halt schon vergeben und zwar nicht für Gender, sondern für das biologische Geschlecht und vielleicht noch für den Kasus.
Im Deutschen gibt es aber leider keine anderen Worte für "Geschlecht" wie im Englischen mit "sex" und "gender". Womöglich müssten andere Bezeichnungen eingeführt werden, die eine einfachere Differenzierung ermöglichen, aber das würde wahrscheinlich auch mit vielen heftigen Diskussionen einhergehen...

Eigentlich nicht. So behaupten es zumindest Feministinnen vehement seit über 100 Jahren und so steht es seit längerem auch im Grundgesetz.
Du meinst das biologische, bei der Geburt erhaltene Geschlecht, richtig?

Was eigentlich?
Wie kann vor Erwachen der eigenen Sexualität irgendwas geschlechtsbezogenes "nicht passen", wenn es doch in einer sozial halbwegs neutralen, keine veralteten Rollenklischees wiederspiegelnden Erziehung gar keine Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen gibt?
Die Sexualität von Kindern beginnt bereits im Kleinkindalter durch Entdecken des eigenen Körpers. Mit 5, 6 Jahren können Kinder schon verstehen, was Geschlecht ist und was es bedeutet (in Ansätzen natürlich, aber ausreichend um zu differenzieren).
Dass es beim Aufwachsen keine Unterschiede zwischen Jungs und Mädchen gibt dürfte für die allermeisten Kinder die absolute Ausnahme sein. Alleine durch Rollenbildern in Kitas, Schulen, durch Spielzeug, Bücher, Kinderfilme und -serien werden klassische Rollenbilder ja immer noch sehr stark reproduziert.

Es soll Menschen geben, die trauen sich im Sommer nicht in die Öffentlichkeit, wenn was mit ihren Zehennägeln nicht stimmt. Für andere spielen die Füße eine wichtige Rolle bei der Partnerwahl. Wieso sprichst du diesen Menschen einen Teil ihres Charakters ab? Haben die keine Rechte? Verdienen die es, so diskriminiert zu werden?
Ich sehe, dass meine Aussage mindestens unglücklich war, danke für das Feedback! Ich wollte den Fokus darauf legen, dass das biologische Geschlecht für die Identitätsfindung vermutlich einen größeren Einfluss als der Zustand der Füße hat, ohne Füße irgendwie weniger wertzuschätzen oder Menschen dafür zu diskriminieren, dass sie die Füße als Teil ihres Charakters empfinden.

Das wiederum können wir ändern. Als Gesellschaft, in dem wir aufhören, Geschlechern irgendwelche Eigenschaften zuzuschreiben, die überhaupt nichts mit dem Geschlecht zu tun haben. Aber warum sollte man deswegen einen Körper verändern, wenn die Gesellschaft bescheuert ist? Und noch viel wichtiger: Warum sollte man von der Gesellschaft verlangen, dass sie auf derart veränderte Körper anders reagiert, wenn es doch wesentlich zielstrebiger wäre zu verlangen, dass die Gesellschaft aufhört, diese spezifischen Eigenschaften überhaupt mit Körperlichkeiten zu assoziieren?

Ich kann verstehen, dass eine Frau, die traditionell weibliche Rollen nicht mag, nicht will, dass man ihr traditionell weibliche Rollenbilder aufzwingt. Genau aus dem Grund hat man Jahrhundertelang für Gleichberechtigung gekämpft. Und genau deswegen verstehe ich nicht, warum man besagte Frau jetzt ""Mann"" nennen und ihr traditionell männliche Rollenbilder aufzwingen soll? Das wäre genau das Gegenteil von Fortschritt. Und Menschen, die weder männliche noch weibliche Klischees toll finden, kann so ein Satz sowieso nie gerecht werden. Es ist Zeit, diesen Mittelalterkram endlich hinter sich zu lassen und jeden so leben zu lassen, wie er will. Ohne dass sein Geschlecht dabei abseits der Sexualität irgend eine Rolle spielt.
Ich stimme dir weitestgehend zu. Ich bin sehr dafür, dass Eigenschaften nicht einem bestimmten Geschlecht zugeordnet werden, davon würden vermutlich alle profitieren. Aber bis dahin ist es noch ein verdammt weiter Weg. Die Veränderungen des eigens Körpers geschieht ja aber nicht mit der Absicht, der Gesellschaft etwas zu beweisen, sondern weil sich diese Personen in ihrem eigenen Körper nicht wohlfühlen. Operationen und Anpassungen werden für sich selbst durchgeführt, nicht um andere zu beeindrucken oder zu beeinflussen.
Im besten Fall werden niemandem Rollenbilder aufgezwungen, aber wenn sich eine Person, die als Mann geboren wurde, als Frau fühlt (nicht nur gedanklich, emotional etc., sondern eben auch körperlich), dann darf sie doch auch erwarten, dass sie danach als Frau wahrgenommen wird, oder nicht? In einer idealen Welt würde es gar keine Diskussionen um Geschlecht geben, aber das wird vermutlich nie der Fall sein, also werden wir immer über die Kategorien Mann und Frau reden und Menschen werden sich immer mit der Einordnung in diese Kategorien auseinander setzen müssen.

Ich wünschte, mehr Heten würden Serien wie "Love, Victor" (Disney) anschauen (oder den dazugehörigen Spielfilm, "Love, Simon"), da sie einen kleinen Einblick in das ziemlich realistische (wenn auch sehr US geprägte) Leben schwuler Jungs bietet. Auch 'Heartstopper' ist ganz gut. Wenn man Coming-of-Age Stories mag. Und, nein, außer ein paar Küssen zwischen Jungs muss man sich nichts ekelhaftes anschauen :)
Davon habe ich schon mehrmals gehört, die werde ich mir jetzt definitv auf meine Liste setzen und anschauen!
 
Jemandem etwas aufdrängen ist natürlich blöd, aber woher kommt den dein Gefühl, dass dir etwas aufgedrängt wird?
Es ist ein Grundbedürfnis des Menschen, Aufmerksamkeit zu bekommen. Das geht ja sowei, dass es manchen Menschen egal ist, ob diese Aufmerksamkeit positiv oder negativ ist.
Bist du kein Mensch, der gerne Aufmerksamkeit durch andere erfährt? Du teilst doch deine Gedanken, Meinungen etc. ja auch mit.
Ich fotografiere aber zb nicht mein Essen und poste es bei meinem nicht vorhandenen Instagram.
Ich stelle mich nicht in ne Fußgängerzone und brülle die Leute an, weil er irgendwer mich erlösen, erretten etc will.
Ich mache keine Videos von irgendeinem Blödsinn und sie bei Youtube hoch.
Aufmerksamkeit kriege ich durch Freunde und Familie, da brauch ich keine fremden Menschen zu.
Guck dir doch zb die ganzen Influenzer an, Hauptsache Follower kreieren.
 
Diese Keulen werden leider aus allen Richtungen meist zu schnell geschwungen. Vielleicht so als Einordnung der Begrifflichkeiten:
  • Antisemitismus: alle Formen von Judenhass
  • Antijudaismus: Ablehung Judentum mit religiösem Hintergrund
  • Antizionismus: Ablehung des Staates Israel
Ich kenne die Definition der Begrifflichkeiten, kritisiere aber dennoch den inflationären und falschen Gebrauch des Wortes Antisemitismus. Leider wird er von dir auch falsch definiert. Zu den Semiten zählen nämlich auch Araber, Aramäer, und nordafrikanische Berber.
Aber irgendjemand hat irgendwann fälschlicherweise dieses Wort nur für die Juden gepachtet, obwohl es weder im wörtlichen, noch im historischen Kontext Sinn ergibt. Deswegen muss ich immer lachen, wenn man behauptet, dass manche Palästinenser oder Araber antisemitisch sein:stupid:
Aber das ist eh zu sehr offtopic an dieser Stelle. Wollte es nur korrigiert haben, weil du auch ein falsches Wissen damit reproduziert hast.
 
Ich hab überhaupt nix gegen Leute, die sich anders fühlen...grundsätzlich fühle ich mich persönlich auch als komplett Steuerbefreit, der Staat moppt einen aber trotzdem.

Was wirklich an den Gendern stört ist diese bescheuerte Sprachen...wenn ihr mit dem Bullshit niemanden aufn Sack/Eierstöcke gehen würdet, wäre die Akzeptanz gleich 5000% höher...so seid ihr nur unnötige wichtigtuer die einen was aufdrücken wollen, wozu viele keinen Bock haben.
 
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In Bezug auf welche meiner Aussagen oder Fragen?

Matt Walsh ist kein Experte auf diesem Gebiet, sondern vertritt voreingenommen eine Position, die auf einem klassisch konservativen und christlich inspirierten Bild von Mann und Frau basiert. Warum sollte ich das als vertrauensvolle Quelle ansehen?
Nee. Allgemein. Allerdings muss man kein "Experte" sein, um darüer zu sprechen. Es ist nur eine Veröffentlichung von totgeschwiegenen Fakten und Lügen.
Es unterstützt halt einfach so schön seine Meinung und wenn jemand anderes die gleiche Meinung hat, dann muss es ja wahr sein ?
Hier werden wohl wirklich alle Klischees bedient, hmm?
Aber das gleiche könnte ich ja nun auch über Martul und dich sagen.:haha:
 
WIR tun da gar nichts, bitte nicht alles über einen Kamm scheren. Das :innen ist eher eine Sache der Feministen, viel weniger der LGBTQ Community.

Und ich finde es tatsächlich einfacher von "Zuschauer:innen" als von *Zuschauerinnen und Zuschauern" zu reden, wie es vorher immer gemacht werden musste.

Man muss in Neuerungen nicht immer krampfhaft was negatives suchen, es gibt im allg. auch viele Vorteile.

Mich erinnert das stark an die Rechtschreibreform.
Das :innen ist ja noch das geringste Übel...ich denk da er eher an das Spiegel, das Eisberg, das Zaun und solch neutralen Mumpitz.
 
Im Sprachgebrauch musst du ja ne kurze Pause für den Doppelpunkt oder whatever machen.
Nur wird die immer kürzer und man hört nur noch Zuschauerinnen.
Dauert nicht lange, bis sich Männer beschweren.
 
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