Es ist so, dass in den letzten 15 Jahren eine Art Aufholjagd stattfindet. Wo Schwule Menschen früher praktisch nicht stattfanden (ich erinnere mich seht gut an den ersten Schwulen Kuss in der Lindenstraße in den 80ern...) sind viele Menschen in der kreativen Branche (zu denen überdurchschnittlich viele Schwule gehören) darauf bestrebt, dass die Lebensrealität etwas realistischer dargestellt wird.
Kann ich nachvollziehen, stimme ich auch zu, bringt aber "Probleme" mit sich, auf die komme ich noch zu sprechen.
Das bedeutet natürlich, dass ein Anstieg von nahezu 0 auf einige Prozent Anteil schwuler Menschen in den Medien jetzt extrem auffällt. Das ist mir schon klar.
Richtig und sehr gut erkannt.
Der Gegensturm, der entsteht, verwundert mich aber schon. Es ist ja nicht so, dass ein schwuler Protagonist jemandem wehtut oder jemandem etwas wegnimmt. Was ist daran so schlimm, wenn auch mal ein Filmheld schwul ist? Ändert sich dadurch etwas für Dich?
Nein! Rein mental und von der Logik nicht, aber es gibt m.A. nach viel tiefere soziologisch-gesellschaftliche Probleme
Ich bin Jahrgang 1971 und schon in sehr großer Freizügigkeit aufgewachsen, allerdings gab es bei mir, obwohl Großstadtnähe, immer noch das Spießbürgertum, es domminierte.
Die Nachbarin am Fesnster, der "Dorflatsch", "wer treibt sich rum", "welches Girl wechselt häufiger ihre Freunde" etc. etc., von Homosexualität ganz zu schweigen.
Ich selber kann leider die traurige Geschichte erzählen das ein Oberstufenlehrer einer IGS im Jahre
1991 seine Tochter von einer Stunde zur anderen des Elternhauses verwiesen hat, weil sie sich mit ihrer Freundin geoutet hat.
Meine Eltern Jahrgang 1948 berichteten noch darüber, welche Probleme es machte als gemischt konfessionelle kirchlich getraut zu werden oder als nicht verheiratetes Paar ein Zimmer in einer Pension oder Hotel zu bekommen, weil man zusammen den Urlaub verbrachte. Darüber hinaus schaue man sich mal an welche (nicht) "Rechte" eine Ehefrauoder Frau bis in die 1970er Jahre in einer Ehe hatte. Recht auf Arbeit, Konto, Führerschein etc.
Ich will damit sagen, dass die Spießigkeit aus der Gesellschaft bei weitem noch nicht völlig verschwunden ist und auch wenn es sich unendlich weit entfernt anfühlt, Menschen in ihren 50ern aber eher in ihren 60er Jahren, in ihrem Leben völlig anderes erlebt haben, bei den noch Älteren entsprechend.
Es ist richtig aufzuholen gar keine Frage, aber man sollte sich das was ich oben ausgeführt habe vor Augen führen und sich klar machen, dass das noch nicht so lange her ist, auch wenn es sich viel weiter weg anfühlt.
Ich für meinen Teil bin dahingehend sehr konservativ und würde sagen, dass überhaupt Sexualität zu sehr präsent ist in unserer Gesellschaft. Ich muss und will es einfach nicht wissen, mit wem und wie es Menschen gerne treiben wollen, dabei ist es mir egal ob Hetero oder Homo.
Ich brauche keine Games mit Romanzen und Sex.
Sowas gehört in die Privatsphäre eines jeden Menschen.
Es spiegelt aber die Lebensrealität, und Romanzen und Sexualkität spielen zumindestens in Europa schon Jahrhunderte eine Rolle zB. in Theatern, Romanen, Gedichten, Opern etc. Insoweit werden sie von neueren Medien natürlich adaptiert.
Der Unterschied ist, dass Coronaleugner aus Sicht der Meinungsmehrheit (zu der ich mich in diesem Fall zähle), als gefährdung wahrgenommen werden. Nicht nur gesundheitlich, sondern weil Impfgegner auch dafür sorgen, dass Coronaeinschränkungen noch länger notwendig werden und somit jedem in seinem Leben unmittelbar beeinträchtigen.
Ich will das nur für Ihn richtig stellen, er leugnet überhaupt nicht Corona, er glaubt allerdings aus reichhaltiger persönlicher Erfahrung nicht an die (völlige) Harmlosigkeit der Impfstoffe.