News Tipps und Empfehlungen: "Ich will endlich mit Linux anfangen!"

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PCGH_Sven

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Welche Linux-Distribution ist die beste für meinen Einsatzzweck? Welches Dateisystem und welches Schema für die Partition sollte ich nutzen? Wie realisiere ich ein Dual-Boot-System mit Windows 11? Die PCGH-X-Community liefert Antworten.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Tipps und Empfehlungen: "Ich will endlich mit Linux anfangen!"

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Der Wunsch zu wechseln ist da, aber noch ist mir vieles zu umständlich und auch dass vieles noch händisches eingreifen bedarf, schreckt mich bisher ab. Auch die Kompatibilität ist nicht, noch nicht immer gegeben.
Dennoch habe ich hier einen Rechner, der bereit ist auf Linux, mir fehlt aber die Zeit, um mich damit momentan zu beschäftigen. Aber nichts rennt weg.
 
Also ich hatte mir eine neue interne SSD eingebaut und diese im BIOS als erste in der Ladereihenfolge eingestellt. Da kamen dann Linuxe drauf bis ich eines schön und intuitiv genug fand und behalten hab. Hab mir also ein paar Linuxe zurecht gemacht auf install-Sticks und gleich installiert und getestet. Dauert heutzutage keine 10min mehr und da hat sich dieser Probekram nicht mehr gelohnt fand ich.
So lernt man auch gleich, das CachyOS (glaub ich) z.B. gar nicht auf Dual-Boot ausgelegt ist. Fand ich wichtig. Als Umsteiger will man nicht gleich z.B. GRUP Anleitungen lesen.
Zwei Stunden später hatte ich mein Linux.
Viel gelobtes Mint ist es dann geworden. Während des installierens wurde ich gefragt, ob ich Dual-Boot haben möchte und das Dingen hat sogar alle Platten richtig zugeordnet.
Hab also den Bootloader auf der Linux-SSD.
Dann immer mal wieder was installiert und bei Win deinstalliert und nach 2 Wochen oder so, wars "schon" getan 😇
Also einfach mal installieren und mit "arbeiten". Ich hatte z.B. noch vor Email den Steam installiert und ausprobiert 😄
Nur nicht sowas doofes wie mit Steam-Linux auf Steam-Win Spiele zugreifen! Lieber doppelt installieren.

Gemeinsame Dateien swappen hingegen gehen gut. Das hat vieles einfacher gemacht.
Und das Argument mit dem händischen Eingreifen ist eigentlich nicht mehr oder weniger als bei Win. Nur wer schreibt die Anleitungen? Richtig, die alten Hasen, die nix von klicki klicki halten.

Plattenpartionen ändern, "Spiele-Platte" automatisch laden usw geht alles mit 3 Klicks und einfacher als unter Win.
 
Und das Argument mit dem händischen Eingreifen ist eigentlich nicht mehr oder weniger als bei Win. Nur wer schreibt die Anleitungen? Richtig, die alten Hasen, die nix von klicki klicki halten.
Das hat aber auch einfach was damit zu tun, dass die grafischen Oberflächen oft nichts anderes tun, als die Konsolenbefehle. Der Nachteil ist, insbesondere für Anleitungen, dass grafische Oberflächen deutlich aufwändiger aufzubereiten sind, es gerne mal mehrere gibt, die unter der Haube das gleiche tun und die sich auch deutlich häufiger mal im Aufbau ändern, als Konsolenbefehle, die sich quasi nie ändern, sondern nur um Optionen erweitert werden. Ich kann mich noch gut erinnern, wie mich irgendwelche Anleitungen für Sachen in Windows 10 die an die Decke getrieben haben, weil die vielleicht zwei Jahre alt waren und Microsoft bis dahin schon wieder allerhand Kram in den Menüs umgebaut hatte, so dass man nichts mehr gefunden hat.
 
Interessant, dass Linux so langsam Fahrt aufnimmt.
Ich fand damals Nobara sympathisch, aber gibt ja scheinbar mit der Zeit immer mehr Auswahl.
Vermutlich wäre es schlau vorher eine Eigenbedarfanalyse zu machen und dann gezielter zu suchen bzw. sich Empfehlungen in Eigenregie genauer anzusehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
@VulturesRevenge warum wolltest du denn nicht auf die Steam Spiele die du unter Windows installiert hast benutzen? Das klappte bei mir Anfang des Jahres mit Ubuntu tadellos. Konnte die Windows Platten einfach unter Steam als Speicherort hinzufügen und alles lief , auch Save Games sind dank Steam Cloud kein Problem.

Zu Thema.
Ich werfe es definitiv nochmal versuchen mit Linux, mir fehlten in der Summe aber zu viele Kleinigkeiten und es gingen manche Sachen nicht. Für ein Dualboot System hab ich keinen Nutzen, da ich nur zocke am Pc. Dann kann ich halt euch gleich nur Windows nutzen.
Da ist noch viel zu tun, wobei die Schritte gerade echt groß sind, ich bleibe aufmerksam ☺️
 
Die Hauptsache ist, dass man die Programme hat die man braucht. Das Betriebssystem selbst sollte unsichtbar im Hintergrund bleiben.

Das ist ja die Kunst an allen Konsolen, aber auch an den Smartphones. Man bekommt sehr direkt das was man haben will und benutzt die Programme, nicht das Betriebssystem. Viele Firmen schaffen es bereits 100% ihrer Applikationen als Webanwendung abzubilden, da fliegt dann auch Windows von den Systemen.

Aber so gut wie Proton DirectX heute abbildet, hat auch schon mal Wine und Cedega es geschafft DirectX abzubilden. Das kann Microsoft halt relativ leicht mit neuen DirectX Versionen kontern, die sich dann sehr negativ auf die Kompatibilität von Linux zu Spielen auswirkt.
 
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Vielen Dank, dass ihr hier so Support für Windows-Aussteiger und -Umsteiger gibt. Hatte CachyOS wirklich gut gefunden. Leider hat mein Multi-Monitor Setup ständig gecrasht. Jetzt wird es zwei Versionen später wieder einmal Zeit sich das anzuschauen.
 
@Katsuno221 : hab des öfteren gelesen, das es Probleme gab bei der Rechtevergabe, wenn Linux mit ntfs arbeitet. Ist vielleicht überholt, seitdem es dieses ntfs 3g ? gibt, aber ich wollte kein Risiko eingehen. Und ext4 soll performanter sein.
Dualboot ist natürlich nur die Krücke, bis alles läuft. Man hat keinen Druck, dass was ausfällt, weil Win plötzlich nicht mehr da ist.
Aktuell starte ich Win noch so alle 10-14 Tage, weil ich bisher zu faul war mich um selteneren genutzten Ersatz zu kümmern. 😄

@empy : das leuchtet natürlich ein, ein Vermerk wie es bei Version xx mit 3 klicks auch klappt wäre trotzdem schön. Selbst wenn sich was ändert, hat man ne Vorstellung, wonach man gucken muss.
Und das Ubuntu den su aus Sicherheitsgründen abschaltet macht die Tipperei für nen noob wie mich auch nicht einfacher. 😄
 
Welche Linux-Distribution ist die beste für meinen Einsatzzweck?
Eine Antwort basierend auf meinem Wissen und meiner Erfahrung für Menschen, die kaum etwas über Linux wissen:

Es gibt 2-3 Typen an Distros bezüglich der Veröffentlichungsweise: Fixed Release, Rolling Release und Semi-Rolling Release

Fixed Releases - Distros, die Versionsnummern haben wie bspw. Linux Mint 22.1. Um auf eine neuere Version zu wechseln, muss mensch upraden. Bei Linux Mint kann mensch das per Mausklick über eine grafische Benutzer:inoberfläche erledigen. In dieser sieht mensch, welche Pakete/Programmteile geupdatet werden können und um was für eine Art von Update es sich handelt (Sicherheits- oder Funktionsupdate). Je nach Updatepriorität und aktueller Computersession kann mensch wählen, was geupdatet werden soll. Bspw. kann mensch Neustart-erfordernde Kernupdates aufschieben.

Rolling Releases haben keine Versionsnummer, sondern müssen regelmäßig geupdated werden. Arch Linux und darauf basierende Distros wie bspw. CachyOS und Manjaro sind so welche. Bei CachyOS kann mensch Updates auch einfach per Mausklick ausführen. Mensch kann Updates dort auch aufschieben, aber es ist wohl empfohlen, dies nicht zu lange zu tun.

Semi-Rollingreleases sind so ein Zwischending - Fedora, eben auch das darauf basierende Nobara, sowie Debian ahs (advanced Hardware support) und darauf basierende Linux MX (unter Downloads extra mit dem Vermerk "ahs" ausgewiesen) und Pika OS fallen darunter.

Sehr viele Treiber sind bei Linux bereits im Kernel verankert. Entsprechend ist es für Besitzer:innen neu erschienener Hardware oder solcher, die Upgrades oder Komplettbeubau mit neuerschienener Hardware planen, wichtig, dass die Distribution über einen neuen Kernel verfügt. Dies macht Rollingreleases für jene besonders interessant. Je nach Zeitpunkt des Systemaufsetzens kann aber auch eine soeben neu erschienene Fixed Release-bzw. Semi-Rolling-Distro passend sein.

Kernel enthalten aber auch neue Features (wie bspw. jene und solche), von denen auch Gaming profitiert. Entsprechend macht dies Rolling Release-Distros für PC-Spieler:innen interessanter, die neue Features schnell nutzen möchten. Ich hatte hier im Forum mal eine kleine Übersicht über Kernelversionen und ein paar zugeordnete Distros geschrieben.

Rolling Releases integrieren als erste neue Programmpakete - darunter für Spieler:innen interessantes wie Proton, Mesa/Grafikunterstützung. Das kann Vor- aber auch Nachteile zur Folge haben. Einerseits werden Bugs schneller ausgebügelt. Andererseits können Fehler noch unentdeckt sein bzw. durch das Updaten passieren. Hierdurch kann es hin und wieder dazu kommen, dass mensch Updates unter geringer Hinzunahme der Konsole zurücksetzen muss.

Wer eine Aversion/Scheu vor der Konsole hat, sollte da eher zu einer Semi-Rolling oder Fixed Release Distro greifen. Für viele Spieler:innen dürften jedoch Rolling und Semi-Rolling-Releases am interessantesten sein, wenn sie sich auf minimalen Konsoleneinsatz einstellen wollen.

Dann gibt es noch die Wahl der Desktopumgebungen. Meistens werden die Distros in mehreren Fassungen mit jeweils anderer Desktopumgebung angeboten. Bei manchen Distros wie CachyOS kann mensch diese im Verlauf der Installation auswählen.
Windows-ähnlich bezüglich Aussehen und Struktur sind:
KDE, XFCE*, Cinnemon, Mate
MacOS ähnlich ist:
Gnome
Ein weitere moderne Desktopumgebung ist:
Hyprland - Arbeit mit mehreren Fenstern kann hier sehr flexibel erledigt werden

Die Wahl ist bei heutigen leistungsfähigen Computern wohl eher eine Frage des Geschmacks und der Gewöhnung/Arbeitsweise als bspw. minimaler Unterschiede bezüglich RAM-Belegung. Obwohl - laut Vergleichtests gibt es schon Unterschiede in der Spieleperformance bezogen auf individuelle Desktopumgebungen ...

Wer auf deutschsprachige Unterstützung angewiesen ist, erhält wohl bessere Unterstützung eher bei Debian basierten Systemen, zu denen auch bspw. Linux Mint, MX Linux und Ubuntu gehören, da diese weiterverbreitet sind und auch über Foren verfügen.

...wahrscheinlich es gibt es noch mehr Parameter wie bspw. Anteil an grafischer Benutzer:in-Oberfläche, Display Server Protokoll, Programmauslieferungsumfang und für Einsteiger:innen meiner Ansicht nach nicht so wichtige Aspekte wie Paketmanager, Dateibrowser, aber - Huch! - der Beitrag ist bereits sehr lang geworden. :fresse:

Edit: dennoch ein paar kleine Ergänzungen :ugly:

*XFCE wird, meine ich, konservativ, quasi gemächlich weiterentwickelt. Diesbezüglich müsste mensch schauen, wie die Unterstützung von Wayland, HDR ist. Wer Unterstützung von Aktuellem möchte, ist wohl bei anderen Desktopumgebungen besser aufgehoben.
 
Zuletzt bearbeitet:
der Beitrag ist bereits sehr lang geworden
Und ich habe ihn trotzdem komplett gelesen! :daumen:

mir fehlt aber die Zeit, um mich damit momentan zu beschäftigen. Aber nichts rennt weg.
Ja, das mit der Zeit ist immer so eine Sache, aber wenn der Anfang mal gemacht ist, wird man sich vielleicht wundern, wie schnell und einfach es mittlerweile geht.

Vor kurzem habe ich zu einem anderen Beitrag geschrieben:

"Ich habe heute bei meinem i7-6700 + GTX 1070 Rechner Linux Mint durch Manjaro ersetzt.
Man ist das schnell! Installation (ohne Office Paket) + Updates haben 10-11 Minuten gedauert!
Dann noch schnell Steam, Discord und Lutris installiert und schon war die Kiste fertig.
Also insgesamt war alles in 15 Minuten erledigt! Hammer!
Die FPS haben sich bei Sons of the Forrest (WQHD FSR3) von ca. 43 auf ungefähr 50 erhöht. Nett!

CachyOS mag zwar noch mehr FPS rausholen, aber ich lege mehr Wert darauf, dass es stabil läuft und die Software vor einem Update ausreichend getestet wird."

Ich musste nicht ein einziges Mal die Konsole nutzen. Übder das Update-Symbol (neben der Uhr in der Taskleiste), kann man schnell die benötigte Software installieren. Der aktuelle NVIDIA Treiber wurde mit den ersten Updates installiert. Die Spiele kann man einfach kopieren und diese überprüft Steam dann bei der Installation. Also muss man nichts neu runterladen.

Also einfach loslegen! :)
 
Atomic update Distros können die Installation von Anwendungen ziemlich erschweren und sind nix für Anfänger.
Vielen Dank, dass ihr hier so Support für Windows-Aussteiger und -Umsteiger gibt. Hatte CachyOS wirklich gut gefunden. Leider hat mein Multi-Monitor Setup ständig gecrasht. Jetzt wird es zwei Versionen später wieder einmal Zeit sich das anzuschauen.
Cachy hängt noch auf KDE Plasma 6.3. 6.4 hat hier einige nützliche Bugfixes in petto. Ich nutze 6.4 (mit Fedora) und habe mir mit kscreen-doctor ein paar nützliche scripte zum ändern der Desktop Setups gebaut (ähnlich dem MonitorProfileSwitcher unter Windows).
 
Hab also den Bootloader auf der Linux-SSD.
Ist das ein EFI Bootloader? Wenn ja, kannst du dessen Text mal rausziehen, würde mich interessieren. Ich will das mal verstehen, wie dieser Dualboot umgesetzt ist.
Eine Print Ausgabe zum Thema Linus-Gaming von PCGH_Sven würde ich auch kaufen.
Ich glaub da nicht dran. Das Thema wabert seit Jahren aber ich denk, die Redaktion ist eben keine Linux-Truppe. Müsste man vielleicht mal bei Linux-Magazinen und Plattformen suchen.
 
Ich glaub da nicht dran. Das Thema wabert seit Jahren aber ich denk, die Redaktion ist eben keine Linux-Truppe. Müsste man vielleicht mal bei Linux-Magazinen und Plattformen suchen.
Deren Redaktionen sind allerdings wiederum keine Gaming-Truppen. Ich denke, um zu probieren und zu beurteilen, was möglich ist und wie man das bewerkstelligt, ist eine Gaming-Truppe schon sinnvoller. Bei Gaming unter Windows läuft es ja auch nicht anders.
 
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