[Test] Icy Box IB-319 externes 3,5 Zoll Gehäuse mit Esata und USB

Herbboy

Kokü-Junkie (m/w)
[Test] Icy Box IB-319 externes 3,5 Zoll Gehäuse mit Esata und USB

Das Icy Box IB-319 (Genaue Bezeichnung IB-319stUS2-B) ist ein 3,5 Zoll Gehäuse mit esata und USB 2.0. Intern wird eine SATA-Festplatte eingebaut. Es gehört mit einem Preis von aktuell ab etwa 20 Euro zu den preiswertesten Gehäusen, die auch über esata verfügen. Hier aktuelle Preise: http://geizhals.at/deutschland/a501491.html

Ich habe es zusammen mit ein paar anderen Dingen bei Hardwareversand.de für knapp 22 Euro bestellt, Versandkosten bei Vorkasse 3,99 Euro, und heute bekommen. Ich möchte hier gerne meine ersten Erfahrungen dazu schreiben, begleitet von einigen Fotos im Anhang (Handykamera eines Sony w995) und Messwerten von HD Tune (mit Screenshot).

Wenn Euch der Artikel gefällt (oder auch nicht), könnt Ihr ihn gerne bewerten :devil:


Lieferumfang
Im Lieferumfang ist neben dem Gehäuse, dem Netzteil und einem USB-Kabel sogar ein esata-Kabel vorhanden - das ist, vor allem zu diesem Preis, nicht selbstverständlich und würde den Preis, wenn man es separat besorgen müsste, um 3-4 Euro plus ggf. erneute Versandkosten erhöhen. Das mitgelieferte esata-Kabel ist etwa 75cm lang, das USB-Kabel etwa 90cm. Das Netzeilkabel ist lang genug, um das Netzteil irgendwo hinter dem PC am Boden anzustecken und das Kabel hinter dem Schreibtisch entlang und dann oben herum zum Gehäuse zu führen.

Außerdem ist ein kleiner Acryl-Halter dabei, so dass man das Gehäuse wahlweise auch senkrecht aufstellen kann, um Platz zu sparen. Was leider fehlt ist eine Tasche, wobei man so eine große Festplatte in der Regel ohnehin in einem Rucksack oder so transportieren wird und nicht, wie bei einer 2,5 Zoll-Platte möglich, in der Jackentasche.



Verarbeitung und Einbau
Das Gehäuse ist nicht viel größer als die Festplatte selbst, die Maße betragen ca. 12cm in der Breite, 19cm in der Länge und 3cm in der Höhe. Es besteht aus schwarzem, mattierten/gebürstetem Aluminium mit einem eingravierten "Icy Box"-Schriftzug. Front und Rückseite sind aus Kunststoff. Auffällige Spalten oder ähnliches habe ich nicht bemerkt, die Verarbeitung wirkt gut.

Die Anschlüsse sind natürlich auf der Rückseite: Stromversorgung, USB und esata, dazu noch ein Ein/Aus-Schalter. Die Rückseite wird mit zwei Schrauben gesichert, die man leicht entfernen kann. Nachdem dies geschehen ist, zieht man einfach die Rückseite ab - hier ist auch der Controller untergebracht, relativ kurze Metallschienen gehen in Richtung Gehäuseinneres. Die Festplatte steckt man nun einfach passend auf das Rückseiten-Stück. Dies erklärt sich von selbst, wenn man die Anschlüsse an der Festplatte und am Controller miteinander vergleicht. Danach wird die Festplatte mit zwei Schrauben (ebenfalls im Lieferumfang enthalten) mit den Metallschienen befestigt, das ganze wieder in das Gehäuse geschoben und mit den zuvor entfernten Schrauben fixiert.


Betrieb
Ich habe meine bisher intern verbaute Western Digital "Black" mit 640GB in das Icy Box IB-319 eingebaut, da die Festplatte mich in meinem PC nervte (relativ lauter Zugriff und häufiges Brummen). Ich werde die Platte nun hauptsächlich für regelmäßige Backups nutzen, vielleicht sogar stationör angeschlossen über den hinteren esata-Port meines PCs, da man die Platte ja dank des Ein/Ausschalters nur bei Bedarf einschalten kann.

Wenn das Gehäuse eingeschaltet ist, leuchtet eine bleue LED an der Front, bei Datentransfer leuchtet sie in Rot. Leider ist die LED wirklich sehr klein, so dass man es bei heller Umgebung kaum erkennen kann.


Geschwindigkeit und Temperatur
Die Geschwindigkeit der ins Gehäuse eingebauten WD Black habe ich mit HD Tune gemessen, einmal über esata und einmal per USB, dazu zum Vergleich meine intern im PC eingebaute Samsung Spinpoint F3 1TB und meine WD Blue 640GB. Hierbei zeigt sich, dass die Geschwindigkeit ein bisschen schwächer ist als bei einem internen Einbau, aber kaum der Rede wert ist: mit im Durchschnitt knapp 92MB/s ist die WD Black im Icy Box Gehäuse nur 4MB/s langsamer als die WD Blue, auch im Maximal- und Minimalspeed sind es in etwa 4MB/s Unterschied. Intern verbaut wäre die Black ein wenig schneller als die Blue. Die Samsung F3 ist im Schnitt sogar 21MB/s schneller, sie ist damit aber auch schneller als die WD Blue.

*Nachtrag 2.2.2011* : ich habe inzwischen die WD Blue und Black jeweils intern und im IB-319 getestet. Ergebnis: die Geschwindigkeiten sind quasi identisch, teils bis auf die Nachkommastelle, es gibt also KEINEN Speedverlust durch das Gehäuse. */Nachtrag*

Das Kopieren von über 100GB Daten (Steam und MP3) von der WD Black per esata auf meine Samsung F3 bestätigt diese Ergebnisse. Per USB erreicht das Icy IB-319 einen für USB2.0 guten Wert von 29MB/s mit nur etwa 1MB/s Abweichung bei den Minimal/Maximalwerten.

Die Temperatur der WD Black im Icy Box IB-319 stieg auf 42 Grad und blieb dann konstant. Ich kopierte zunächst wie oben bereits erwähnt 100GB an Daten, danach führte ich die Tests mit HD Tune durch. Danach lies ich die PLatte auch einfach eine halbe Stunde "an", hierbei wurde sie nicht mehr wärmer, kühlte aber auch nicht ab. Zum Vergleich: intern wurden meine Festplatten um die 30-35 Grad warm. 42 Grad halte ich persönlich für akzeptabel, da ich die Platte nicht dauernd eingeschaltet haben werde.

Nachtrag 2.2.2011: die WD Blue wird im Gehäuse ebenfalls ca. 43 Grad warm nach einer Weile.


Zusammenfassung

Positiv:

- esata mit ausreichend gutem einwandfreiem Übertragungsspeed, kein Unterschied zum direkten Einbau im PC *neu 2.2.2011*
- esata-Kabel im Lieferumfang
- Ein/Aus-Schalter
- kein Lüfter als zusätzliche Lärmquelle vorhanden
- leichter Einbau
- gute Preis-Leistung


Negativ:

- sehr kleine Status-LED, die im Hellem schwer zu sehen ist
- keine Schutzhülle oder Tasche dabei
- per esata keine SMART-Daten auslesbar, per USB nicht einmal die Temperatur
- die Festplatte wird dem ein oder anderen User vielleicht auf Dauer zu warm , wobei man hier beachten muss, dass dies ggf. auch an der WD Black liegt. *neu 2.2.2011*


Fazit: für den Preis ist das Icy Box IB-319 ein wirklich sehr gutes Gehäuse. Durch eine fehlende Lüftung ist es aber eher für kurzfristige Backups und Datentransfer zu empfehlen, nicht aber um ständig eingeschaltet angeschlossen zu sein.


ps: ich werde bei Gelegenheit die Black auch nochmal intern verbauen wegen Geschwindigkeitsvergleich und Temperatur.
 
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Es ist halt nicht aktiv gekühlt und ist halt quasi das unterst mögliche "Marken"-Gehäuse, das auch esata hat. Ich vermute mal, dass das Gehäuse einfach dafür sorgt, dass es nicht ZU heiß wird, aber auf der anderen Seite nicht gut genug ist, um die Platte RUNTERzukühlen. Und die WD Black ist vlt. so oder so was wärmer, ich wollte bei Gelegenheit ja mal die Black wieder in meinen PC einbauen und würde dann die WD Blue ins IcyBox-Gehäuse tun.
 
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Bin auch gerade dabei, mir ein externes Gehäuse zu suchen, da kommt dieser Minitest schon mal gelegen.

Hast du bewußt die Icy Box IB-319 gekauft und nicht die oft erwähnte Icy Box IB-318StUS2-B?
 
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Das IB319 war halt das eines der preiswertesten Nicht-Noname, das ich gefunden hab, bei hardwareversand.de, wo ich gleichzeitig noch andere Dinge bestellt hab, war es das allerbilligste überhaupt mit esata.

Ggf. ist das auch einfach nur der Nachfolger zum IB318?
 
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... ich wollte bei Gelegenheit ja mal die Black wieder in meinen PC einbauen und würde dann die WD Blue ins IcyBox-Gehäuse tun.
hoffentlich ergibt sich die Gelegenheit schnellstmöglich. ;) bin gespannt wie sich die Temps der WD Blue bei Last und im idle verhalten
 
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Die IB319 scheint insofern moderner zu sein, da der verbaute Controller keine Beschränkung der Festplattengröße kennt (lt. Infos auf der Website), und es hat eine Hot Swap Funktion.
Allerdings ist das gehäuse nun ganz geschlossen.

Aber ich benötige die Platte eh hauptsächlich für einen TV, und da ist die Festplatte sowieso nicht allzu lange in Betrieb, somit dürfte die evtl. höhere Wärmeentwicklung kein Problem darstellen.

(Ich glaube, irgendwo bei Amazon hatte auch jemand 42 Grad gemessen)
 
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Ich hab nun auch die Blue getestet, und dabei ist folgendes rausgekommen:

- auch die geht nach ner Stunde auf ca. 43 Grad
- dabei bleibt es aber auch
- der Speed intern vs Gehäuse ist quasi identisch, teils auf die Kommastelle genau, also es gibt KEINEN Speed-Verlust durch das Gehäuse
- das gleiche gilt im Nachhinein auch für die WD Black, die ich intern getestet hab: die internen Werte sind nicht besser als die ersten Ergebnisse im IB-319


also: Top-Gehäuse für den Preis, wenn man keinen Schiss wegen der Temp hat ;)
 
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Dann werde ich mir das heute kaufen ;-)

Nö, die Temperatur von 43 Grad bereitet mir keine Sorgen.
Allerdings werden die Neueren Platten tatsächlich heißer. Meine älteren Samsung HD321 bringen es auf 32 Grad, die neueren HD103SJ auf 38 Grad (ungekühlt). In dem externen Gehäuse dürfte das dann wohl auch nicht sooo viel mehr werden.
 
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Hi, habe quasi das gleiche gehäuse wie du es hier getestest hast und meine wd caviar green wird auch immer sehr warm dadrin. Liegt den wohl eher am gehäuse als an den platten. :)
Ansonsten guter Test!
mfg
 
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Klar liegt das am Gehäuse, aber es bleibt halt bei um die 42-43 Grad dann auch stabil. Intern werden die gleichen Platten um die 32 Grad bei meinem Gehäuse, da ist aber auch viel "Luft" - es gibt sicher auch normale PCGehäuse, in denen meine Platten auch schon an die 40 rankömen.

Aber is ja egal: in dem IB-319 werden die halt um die 42-43 Grad, wenn sie lange an sind. Ich persönlich hab die aber eh nur mal für 20min an oder so, wenn ich halt mal was sichern oder zurückkopieren will ;) und 5€ mehr für ein Gehäuse ausgeben, wo die dann "nur" 35 Grad warm wrden, lohnt sich für mich einfach nicht. Selbst WENN die HDDs wegen der Wärme 20% kürzer leben SOLLTEN, dürften die Platte schon längst in Rente sein, bevor die DESwegen hopps gehen ;) da hab ich eh schon längst wieder ne neue Platte, oder vlt. gibt es bis dahin sogar schon so holografische Kristall-Matrix-Speichersteine mit 100 TB Speicherplatz auf nem Daumennagelgroßen Kristall und Datenübertragung in Lichtgeschwindigkeit :D ;)
 
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... und Bildschirme in Mousepad-Format, zusammenrollbar :D

Eine alternative wäre ein Gehäuse mit abschaltbarem Lüfter, aber der müßte dann auch temperaturgeregelt sein.

Auf jeden Fall macht die Icy Box IB-319 einen guten Eindruck :daumen:
 
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@Herbboy: hmm, schade das sich bei den Temps auch im Idle nix ändert (~5°C wären schon überzeugend für mich ;))

hab gestern übrigens mal meine fast 3 Jahre alte externe getestet in Sachen Temperaturverhalten. (Kombiantion aus DataStation maxi g.u & Western Digital Caviar Green 500GB, 8MB Cache, SATA II (WD5000AAVS))
bin mit normalen Kopier- bzw. HDTune Tests nicht über 40-41°C hinaus gekommen. als ich sie dann einfach nur "angeschaltet" gelassen hab, ist die Temperatur auf 36°C zurück gegangen. nach nem Kaltstart pendelt sich die Platte im Idle bei 30°C ein.

hatte bei meiner neuen externen an eine Samsung EcoGreen F2 1,5TB und das Icy Box IB-319 gedacht :ugly:
 
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Ist halt wie gesagt die Frage, ob Du die dauern an haben wirst oder nicht, und selbst wenn ja: ob das wirklich eine relevante Auswirkung auf die Platte hat, wenn die dauernd bei um die 40 Grad ist. Ich mein: es geht ja nicht um Serverplatten für große Firmen, die 5 Jahre lang 24/7 laufen MÜSSEN ;)
 
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... Ich mein: es geht ja nicht um Serverplatten für große Firmen, die 5 Jahre lang 24/7 laufen MÜSSEN ;)
*zustimm* :ugly:

Ist halt wie gesagt die Frage, ob Du die dauern an haben wirst oder nicht, und selbst wenn ja: ob das wirklich eine relevante Auswirkung auf die Platte hat, wenn die dauernd bei um die 40 Grad ist...
ne nich unbedingt. eigentlich nur ab und zu um Daten darauf zusichern und noch seltener um von der externen zu lesen. meine jetzige externe hatte ich zwar auch schon diverse Male über mehrere Stunden am laufen (teils im Idle und teils mit Schreib-/Lesevorgängen), aber hab da auch nie einen Gedanken dran "verschwendet" zwecks der eventuell zu hohen Temperaturbelastung über einen gewissen Zeitraum.
werd am WE dann wohl mal nen kleinen Einkaufsbummel bei Hardwareversand machen :D

besten Dank bis hier her
 
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So, ich hatte jetzt 2 verschiedene Festplatten jeweils 3 Stunden lang am Rechner und die Temperatur ist nur unwesentlich höher als in meinem völlig ungekühlten Rechner (ist noch ein 939er AMD)

Die alte Samsung erhitzt sich von 32 auf 35 Grad, die neue von 38 auf 41 Grad.
Das heißt, daß das Gehäuse die Kühlung nur minimal behindert.

(Und die WD-Platten scheinen i.A. heißer zu sein als die von Samsung?).
 
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Also, meine WDs im PC verbaut wurden immer um die 32 Grad warm. Meine Samsung F3 etwas kühler.

Aber wenn die neuere bei Dir auch um die 41 Grad wird: vielleicht wird die in deinm PC "satte" 38 Grad, weil die da nicht so gut gekühlt wird?
 
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