Jetzt weiß ich wenigstens, was es mit den dutzenden (Diesel-

) LKW auf sich hatte, die im Sommer voller Teslas über die Alpen schlichen.
Finde ich persönlich extrem überaschend, dass der kleine Hersteller Tesla innerhalb wirklich extrem kurzer Zeitspannen, seine Fertigung doch noch so ausbauen kann und das obwohl alle FertigungsZiele irgendwie immer verfehlt wurden.
Nicht "obwohl", sondern "weil": Wie im Artikel schon steht, liefert Tesla einfach extrem unregelmäßig. So wird dann in einem Monat praktisch nichts und im nächsten um so mehr zugelassen, weil man keine durchlaufende Produktion innerhalb Europas hat. Im zweiten Quartal wurden z.B. 36000 Model 3 insgesamt zugelassen, den 25000 für September dürften also im Schnitt nur je 5500 für Juli und August gegenüberstehen, was in den Monaten nicht einmal für die Top5 nur der Batterieautos reichen würde.
Und, nicht vergessen: Wir haben immer noch Coronakrise. Tesla produziert relativ konstant, weil sie mittlerweile vieles inhouse haben, und boostet dann den niedrigen Gesamt-Output noch mit obigem Trick, um mehr Aufmerksamkeit zu erhaschen. Andere Hersteller müssen derweil wegen Chipmangel die Bänder anhalten und haben teilweise Lieferzeiten von über einem Jahr!
Mitleid muss man mit denen nicht haben, aber nicht-Zulassungen von nicht-gebauten PKW spiegeln halt kein Verbraucherinteresse wieder, sondern schlicht das Angebot.
Für mich ist und bleibt Musk ein Genie, wahnsinnig aber irgendwie gehört das bei ihm dazu.
Auf (Selbst-)Vermarktung versteht er sich sicherlich wie kein Zweiter seit Jobs. Ob ihn das zu einem bewundernswerten Genie macht, ist umstritten... .
Davon ab gefallen mir optisch die Teslas kein Stück, Musk ist ein Genie und seiner Zeit im Eilschritt voraus, aber an der Optik sollte man noch etwas tun. Wenn ich neben dem Model X stehe, zieht sich das Plastik sehr weit hoch und verunstaltet dieses dicke Ungetüm noch zusätzlich zu seinen ungelungenen Proportionen (die Deutschen haben da auch ihre Kandidaten á la X6 und Co.)
X und Y finde ich auch reichlich hässlich, aber eins muss man Tesla lassen: Die Kisten haben eine exzellente Aerodynamik und, bis auf das Model 3 und den allgemein zu hoch liegenden Boden, von der Karosserie her ganz gute Alltagstauglichkeit. Ein z.B. X4 oder Q5 dagegen sieht nicht nur zum Kotzen aus, sondern ist auch noch eng, unübersichtlich und in etwa so leicht in Bewegung zu halten wie ein Felsbrocken.
(Dafür ist der Tesla-Innenraum dann um so extremer...)
Das Heck ist aber wirklich gut.
Solange es nicht regnet oder man etwas größeres einladen muss...
Prof. Dudenhöfer schätzt das Einsparpotenzial auf bis zu 30% gegenüber Stahlstanzteilen!
Bedeutet man bekommt ein besseres, weil gegenüber Korrosiion deutlich beständigeres Teil, mit niedrigerem Gewicht, besserer Steifigkeit zu einem günstigeren Preis! Warum braucht es da einen Elektroautopionier? Das hätte VW und Konsorten auch schon vor 10 Jahren haben können.
Es braucht ein Marketing-Genie, dass ein Autos auf einem Ausstattungs- und Qualitätsniveau irgendwo zwischen Hyundai und Skoda zu Preisen irgendwo zwischen BMW und Mercedes losschlägt. Für diese Preise kann man dann Alu-Bauweise einsetzen, die VW nicht nur vor 10 Jahren hätte bringen können, sondern schon vor 15-25 Jahre gebracht hat. Audi A2 oder die erste A8-Generation (in geringerem Maße auch die beiden Nachfolger bis 2017) waren dank Voll-Alu ebenfalls sehr leicht, noch stärker hat man es bei beim XJ X350 gesehen: 1,6 Tonnen für eine Luxus-Limousine. Soviel wiegt bei BMW kriegt ein Kompaktwagen! (Ausgenommen natürlich der i3) Aber: Solcher Leichtbau ist halt teuer und weil den Kunden der Verbauch größtenteils egal ist, wird so etwas kaum angeboten.
Die einzige "Innovation" bei Tesla ist jedenfalls die Fertigung am Stück. Aber da bin ich mal gespannt, wie lange die noch gelobt wird. Gegenüber modernen Schweiß- und vor allem Klebeverfahren (die natürlich andernorts mehrheitlich NICHT angewandt werden, da ebenfalls teuer...) hat man am Endprodukt kaum einen Vor- je nach Formgebung sogar gewisse Nachteile. Man spart nur Arbeitszeit/Maschinenplatz. Aber dafür wird es extrem teuer, auch nur kleinere Änderungen vorzunehmen, geschweige denn ein Facelift durchzuführen. In 5 Jahren meckern dann alle, dass Tesla sich nicht weiterentwickelt. VAG dagegen hat z.B. 90% der Audi A4 B6/B7 Maschinerie nach 8 Jahren Produktion eingepackt, nach Spanien verschifft und das gleiche Auto mit ein paar Änderungen an Einzelteilen weitere 5 Jahre als Seat Exeo verkauft.
Vor allem werden bei Teslas Monoguss-Karren aber die Verbraucher oder Versicherer jammern: Eine große Beule und das gesamte Auto ist schrottreif. Wo man bei herkömmlich gebauten Fahrzeugen selbst einen schweren Seitenaufprall an einem Ende noch komplett Instandsetzen kann (Längsaufprall nur bei geringer Stärke/wenn die Bodengruppe unverformt ist), in dem man einfach die zu der Ecke gehörigen Teile austauscht, gibt bei Tesla halt keine Verbindungen, die man lösen und mit Neuteilen wiederherstellen kann.
Jetzt werden sie von solchen Innovationen einfach überrannt und ich bin der festen Meinung, VW und Konsorten werden in 25 Jahren vom Markt verschwunden sein
Vor 10 Jahren wurde mir erzählt, VW & Co wären binnen 5 Jahren (also bis vor 5 Jahren) pleite, vom Markt gefegt durch e.Go, Fisker, Think, Sion,..
Nö, ist kein Problem mit dem tauschen, nennt sich refurbishing und wird in der Regel im Werk gemacht. Bedeutet du bekommst im Fall der Fälle ein komplettes Pack, deins wird eingeschickt und die defekten Zellen getauscht. Muss nur die gleiche Akkuchemie sein, wegen der Spannung.
Preise <2000 € oder Preise >als für 10+ Jahre alte Gebrauchte akzeptabel wäre?
Gerade noch nachgelesen, nach 240.000 km, liegt das Akkupack bei durchschnittlich 92% Restkapazität, also kein wirklicher Grund zur Besorgnis,
Vorsicht: Das ist Restkapazität laut Board-Nutzbereichanzeige. Verschwunden sind also über die Nutzungszeit (ZEIT! Strecke spielt bei 240k noch keine so große Rolle) nicht 8%, sondern 8% + das gesamte Overprovisioning ab Werk. Leider macht Tesla zu letzterem keine Angaben und ändert das auch gerne Mal, vor 10 Jahren, als die heutigen 240kler mehrheitlich gebaut worden sein dürften, habe ich aber meist Schätzungen über 15-25% größere Bruttokapazitäten gehört. Demnach haben die Akkus schon 30% ihrer Leistungsfähigkeit verloren und da dieser Prozess bei Li-Io exponentielle verläuft, könnte es in den nächsten fünf Jahren noch einmal 30% bergab gehen. (Davon ausgehend dass es wirklich Werte für 10 Jahre alte Autos sind. Bei 15 Jahre alten wären es natürlich eher 7,5 Jahre bis zur nächsten Absenkung um den gleichen Faktor)
Doppelt bitter für Batterieauto-Fahrer dabei: Die chemische Ladegeschwindigkeit orientiert sich eher an der Bruttokapazität. Das heißt wenn man Anfangs 80% derselben als Nutzbereich hatte und den in einer Stunde laden konnte, dann sind im Alter von 15 Jahren immer noch 60 Minuten für eine Ladung über 80% der verbliebenden Kapazität (zumindest wenn man den Akku nicht noch schneller schädigen will), nur dass man mit der nicht einmal mehr halb soweit fahren kann.
soll mir mal einer den VW TFSI Motor mit der Laufleistung zeigen, der ohne größere Reparturen zurechtkam.
Ein TFSI mit 240 m Laufleistung ohne Reparaturen? Am besten noch einen 2,0 l/EA888? Das wird schwierig. Je nach Aufbau der Fabrik schafft er das, wenn er ausgekuppelt vom Band rollt

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Aber der Motor war auch einfach legendär schlecht. Beim EA211, also den seit rund 10 Jahren angebotenen 1,5-l-Modellen, sollten 240 Mm aber durchaus drin sein, wenn der Vollgasanteil nicht zu hoch ist. Die Motoren selbst machen das auf alle Fälle mit, nur bei den Turbos hat VW vor allem anfangs deutlich gespart. Das ist dann so ähnlich wie die E-Motoren der ersten Tesla-S-Baujahre, die teilweise schon nach 80 Mm komplett ausgetauscht werden mussten - Fehlkonstruktion.
Ansonsten hatte ich mal einen 1,6 l VW aus den 90ern ohne Turbo, den habe ich mit 220 Mm verkauft. Zustand 1A, außer einmal Zahnriemen (wurde iirc erst bei 150 gemacht) und ab und zu Zündkerzen hat der gar keine Aufmerksamkeit gebraucht, obwohl er mangels Leistung teilweise 10 Minuten am Stück Bodenblech mitmachen musste. Die Korosserie hatte schon mehrere Rostansätze und die Wartungskosten für das Fahrwerk versprachen mittelfristig den Zeitwert zu überschreiten, aber der Motor sah noch nicht einmal nach Halbzeit aus. Allgemein ist ein vernünftig gebauter Verbrenner viel zu robust für typisch deutsche Autonutzung. Nur beruflich genutzten Wagen kommen in die Nähe der leicht realisierbaren Laufleistungen, bei den meisten hat sich vorher das Auto drum herum kaputt gestanden. (Genau das gleiche Problem haben ja die Batterieautos mit Langstreckentauglichem Akku: Der würde 500 Mm, teilweise 1 Gm mitmachen. Aber er hält nicht läner als 10-15 Jahre ohne deutlich nachzulassen und bis dahin erreichen viele Autos nur 150 Mm.)