Tesla [ist] war VW und Toyota technisch um Jahre voraus

Ist auch immer wieder Glückssache, Materialkosten sind bei Japanern oft extrem hoch, der Lohnanteil dafür meist viel geringer. Bei deutschen Marke dreht sich das ganze oft. Aktuell weiß ich bei Renault von 96€ Stundenverrechnung, bei Mercedes 185€.
Nicht die Reparatur war so teuer, sondern nur das Teil. Die Stundenverrechnung juckt mich bei meinem ollen Wägelchen nicht, der war dort noch nie. Geht ja nüscht kaputt bis auf den einen Injektor für 900€ und der Zündverteiler für 23.95€ .


Weil Du hier einfach Unwisssen über deutsche Autos verbreitest.
Aber in den Himmel loben muss man die Teile nun auch wieder nicht.
Ich kann da aber generell schlecht sagen, ob die Deutschen Autos wirklich besser ist...hab nur nen ollen Japaner und nen 13 Jahre neueren Audi. Und ich kann jetzt schon sagen, der Audi wird garantiert keine 20 Jahre alt bzw. steht so fit da, wie mein olles Ding.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man kann überall mal daneben greifen. Ich war mit einem der Teslas inzwischen in 3 Jahren öfter im SeC und hab mehr Termine vereinbart als ich mit allen anderen Autos die 23 Jahre zuvor zusammen hatte. Und da sind alle regulären Service- und Reifenwechseltermine inklusive. Da ich Softwareprobleme hab ist der Service im Grunde nicht in der Lage was zu tun.. seit 2 Jahren höre ich einfach nur "das nächste Update wird es richten" oder "wir tun erst was wenn gar nix mehr geht"....
Service ist für das Auto also ne Zumutung die auch dafür sorgt dass wir nur ein einziges Mal 250.000 bei der Firma ausgegeben haben, mehr bekommen die von uns in dem Leben nicht mehr, wenn das nicht sehr schnell ändert.

Was Spaltmasse angeht.. puh, keine Ahnung, ich hab noch nie bei nem Auto Spaltmasse nachgemessen. Solang nix schief dran hängt passt das schon...
 
Natürlich kann man so richtig ins Klo greifen. Ich sage ja auch nicht, das Tesla oder deutsche Autos schlecht sind. es ist halt ne Sache des Preises.
Es ist beschissen, wenn etwas an einem 30.000€ Wagen kaputt geht, bezahlt man 60.000€ oder noch mehr sollte die Kiste dementsprechend auch halten.

Spaltmaße...ich bin gelernter Werkzeugmacher, da sieht man sofort, wenn da irgendwas komisch ist. :ugly:
Es mag nicht schlimm sein, aber ich würde da immer und immer wieder hingucken und mich wahnsinnig machen.
 
Aber in den Himmel loben muss man die Teile nun auch wieder nicht.
Hab ich nicht gemacht.
Ich hab auch alle Fehler aufgezeigt.
Die deutschen Autos haben sehr unterschiedliche Schwächen gehabt sagen wir mal so vor 40 Jahren.
VW hat Büchseblech beim Golf 1 verbaut.
Der ist gerostet, wie nix.
Die Radläufe waren nach einem Salzwinter alle durch.

Der Golf 2 fährt wahrscheinlich heute noch in großen Stückzahlen.
Da lief das Wachs aus allen Ritzen, so gut war der konserviert.

Opel hat technische Probleme gehabt vor Jahren (Ölpumpen etc.)
Dann kam Lopez und hat beide Firmen an den qualitativen Ruin getrieben.

So hat jede Firma unterschiedliche Entwicklungen durchgemacht.
Jeder hat ein paar Leichen im Keller.
Auch die Audis, BMWs und Mercedes'.

Wir hatten einen T4 und Mercedes Transporter in der Firma (Großmarkt).
Beim T4 haben wir ein paar kleine Roststellen mit dem Lackstift ausgebessert.
Beim Sprinter war das Blech durch ... .

Und so geht es allen Firmen.
VW hat beileibe nicht alleine besch... beim Diesel.
Da hängt die ganze Branche mit drin, ja auch Ford und Konsorten.

Man sollte nur nicht so tun, als wäre ein Auto anderen weit überlegen und Lichtjahre voraus.
Dem ist nicht so.

Mit meinem 10 Jahre alten SUV war ich in 2 Jahren schon 7 mal in der Werkstatt (Wasserpumpe, Federn, Spur, Bremssättel - die üblichen VW-Sachen, eben :D).

Ja, bei 80.000 km geht es halt los.
Der Händler (VW-Vertragshändler) hat das Blaue vom Himmel runter gelogen und nichts, kontrolliert, gar nichts.
Schade eben, daß das alles nach einem Jahr und ein paar Tagen aufgetreten ist.
Mein Standardschrauber (freie Werkstatt) hat die Wehwehchen sofort und so nachhalig ausgebügelt, daß die Karre jetzt endlich richtig gut läuft und sogar einigermaßen zieht ohne zu Klopfen.

Das Steinzeitmultimediasystem mit C64-Grafik (eher IBM 5150) hab ich auch endlich rausgeworfen und gegen ein einigermaßen aktuelles System mit Navi und Rückfahrkamera ersetzt.
Jetzt sehe ich, wo ich dagegen fahre - in Farbe!

Aber muß man den Kunden so über den Tisch ziehen?
Wenn die Karre nicht einen super Hochsitz gehabt hätte und mein Passat mit Rauch und Gestank den Zylinderkopf verabschiedet hätte, hätte ich auch noch ein bißchen länger gesucht.

Aber ein 30.000 Euro E-Auto war nicht drin.
Also fahr ich die Karre noch, bis sie auseinanderfällt.

Und wenn ich mal für 15.000 EUR in 11 Jahren einen Akku mit Rädern bekomme, mal sehen.
 
Hmm, meine VW Technik ist jetzt bei 94tkm und läuft immer noch einwandfrei.
Geht halt einmal im Jahr zum Service und fertig.
 
Hmm, meine VW Technik ist jetzt bei 94tkm und läuft immer noch einwandfrei.
Geht halt einmal im Jahr zum Service und fertig.
Gerade wenn man sich zu sicher fühlt, sollte man Aufpassen.?
Bei 110tkm ging plötzlich die BiTurbo-Einheit in die fritten...war kein günstiges Vergnügen bei einem fast 5-stelligen Betrag.
 
Natürlich kann man so richtig ins Klo greifen. Ich sage ja auch nicht, das Tesla oder deutsche Autos schlecht sind. es ist halt ne Sache des Preises.
Es ist beschissen, wenn etwas an einem 30.000€ Wagen kaputt geht, bezahlt man 60.000€ oder noch mehr sollte die Kiste dementsprechend auch halten.

Spaltmaße...ich bin gelernter Werkzeugmacher, da sieht man sofort, wenn da irgendwas komisch ist. :ugly:
Es mag nicht schlimm sein, aber ich würde da immer und immer wieder hingucken und mich wahnsinnig machen.
Das kann man tatsächlich bei jedem Auto, Tesla ist ja hier auch wirklich kein Garant für einen super Service. So wie der Kollege Probleme hat, gerade mit den SeCs hört man dies ja durchaus öfters. Ich habe nur noch einen weiteren Tesla in der Bekanntschaft und da handelt es sich um ein Model S, wo die Heizung nicht wirklich heizt und auch er wird ein ums andere Mal vertröstet. Das ist in meinen Augen ein absolutes NoGo. Ich kann bei mir nur von einem einzigen Problem berichten, der Heckscheinwerfer hat Tröpfchenbildung aufgewiesen und da muss ich sagen, einfacher habe ich noch nie ein Problem lösen können. Zwei Bilder in die App gezogen, Servicetermin vor Ort angemeldet und der gute Herr war auf die Minute pünktlich, war sogar überpünktlich und hat an der Straße gewartet und erst um 11Uhr (zum vereinbarten Termin) angerufen, dass er da ist. Heckleuchte wurde dann innerhalb von 10 Minuten getauscht, alles ohne zum SeC zu fahren, das finde ich schon großartig. Aber das geht natürlich nur bei Kleinigkeiten.

Bzgl. der Spaltmaße bin ich tatsächlich sehr zwiegespalten. Auf der einen Seite gibt man wirklich viel Geld für so ein Auto aus und die Erwartung an die Qualität würde es eben bedingen, dass die Spaltmaße zumindest optisch passen. Allerdings habe ich bei Auslieferung (was für mich eher ein Ärgernis darstellt, Abholung am Standort und lediglich die Aushändigung der Papier erfolgt persönlich, den Rest macht man alleine), zwei Stellen reklamiert und innerhalb von 30 Minuten wurden diese angepasst. Kenne aber auch dazu andere Geschichten, die eher wie Horrormärchen klingen.

Aber nur um das noch einmal klarzustellen, mir ging es hier niemals darum, Tesla besser zu machen als bspw. VW. Aber das Jammern über die Qualität und Verarbeitung bei Tesla geht mir persönlich auch manchmal zu weit. Es wird soviel auf die offensichtlich verbesserungswürdigen Eigenschaften rumgehackt, ohne den Blick mal auf die anderen Hersteller zu schwenken, die vieleicht andere, aber eben auch viele Probleme mit sich rumschleppen. Für mich ist Tesla im Bereich der E-Mobilität derzeit das Maß der Dinge, nicht auf Grund der Verarbeitung, sondern das gesamte Paket (gerade Model 3) ist in der Summe ihrer Einzelheiten den restlichen Bewerbern überlegen. Ein ganz wichtiger Baustein ist dabei die Software.

Für die Zukunft kann ich widerrum nur meine Einschätzung abgeben, da wird Tesla den Markt noch ordentlich dominieren. Wie lange kann man nie wissen, aber die Entwicklungsgeschwindigkeit bei Tesla ist aktuell deutlich höher als bei anderen Herstellern. Dazu werden Änderungen eben nicht in drei Jahren in ein Facelift oder sonstiges eingebaut, sondern quasi ab Verfügbarkeit adaptiert und verbaut. So bekommt das Model 3, bereits die Wärmepumpe inkl. Octovalveventil und die neuen Akkus spendiert, ohne das da ein neues und teurers Modell auf den Weg gebracht wird. Das hat in meinen Augen einen sehr großen Sympathieeffekt. Auch wenn mir zu 100% bewusst ist, dass Elon Musk und Tesla nicht die Heilsarmee ist und alles was sie tun nur den Sinn und Zweck hat Geld zu verdienen. All das führt für mich dazu, dass Tesla seinen Vorsprung eher ausbauen, denn abbauen wird.
 
Den Autoherstellern alleine die "Schuld" an der E-Autosache zugeben ist falsch. Ich arbeite in der Automobilindustrie für externe Firmen, die die Fertigungsanlagen für die Werke bauen. Diese Firmen schütteln die E-Auto-Linien nicht aus dem Ärmel, die haben Jahrzehnte nur für Verbrennungsmotoren konstruiert und gebaut. Da geht es mit den Materialien in den Anlagen schon los und hört bei den Leuten wie mir auf, die den Kram 20 mal zerlegen müssen, weil irgendwo ein Fehler/Problem war. Auch für mich ist das alles neu. Aber bei einem kannst du Dir sicher sein...es wird massiv Geld investiert und gelernt. Das dauert zwar etwas, aber es geht voran. Zudem gibt es schon einige Jahre Versuchslinien, wo selbst ich überrascht über die Jahreszahl war.
 
gen für die Werke bauen. Diese Firmen schütteln die E-Auto-Linien nicht aus dem Ärmel, die haben Jahrzehnte nur für Verbrennungsmotoren konstruiert und gebaut. Da geht es mit den Materialien in den Anlagen schon los und hört bei den Leuten wie mir auf, die den Kram 20 mal zerlegen müssen, weil irgendwo ein Fehler/Problem war. Auch für mich ist das alles neu. Aber bei einem kannst du Dir sicher sein...es wird massiv Geld investiert und gelernt. Das dauert zwar etwas, aber es geht voran. Zudem gibt es schon einige Jahre Versuchslinien, wo selbst ich übe
Wem will man denn die Schuld geben?

Klar, ich glaube, dass die staatlichen Förderungen einen großen Teil dazu beitragen, dass jetzt auf einmal alles ganz schnell geht. Auch wenn ich den Sinn hinter manchen dieser Förderungen nachwievor nicht nachvollziehen kann, so ist der Anreiz ja doch da.
Die Hybridförderung ist mir zwar nachwievor ein großer Dorn im Auge, da ich diesen Schritt einfach nicht verstehen will. Klar kauft sich Kunde X jetzt einen Hybriden, kann er ja steuerlich eine Menge gut machen, Stichwort 0,5% Versteuerung und kann er zusätzlich noch BAFA Förderungen mitnehmen. Nur ist doch jedem Menschen bewusst, dass nur die wenigsten einen Hybriden auch hybrid fahren. Für den Hybrid lohnt es sich ja kaum eine eigene Ladesäule zu errichten und die Förderung wird so meines Erachtens nach in vielen Fällen am Sinn und Zweck vorbeilaufen. Denn man fördert einen Hybrid, ob er jetzt wirklich als PlugIn genutzt wird oder nicht! Da hätte man meines Erachtens nach andere Wege finden müssen.
Die Elektroautoförderung dagegen finde ich wirklich gut und gelungen und spätestens mit der Aufstockung des möglichen Bruttolistenpreises auf 60.000 EUR auch sinnvoll. Wer teurere Fahrzeuge kauft, der wird sich darüber ehere weniger Gedanken machen und dem sind die 0,5% (was ja immer noch eine Förderung ist) dann auch egal.

Aber zurück zu deiner Frage, wer ist denn deiner Meinung nach mit schuldig?

Letzlich wurden Tesla und Co. doch jahrelang belächelt und als absolute Niesche betrachtet.
Ferdinand Piëch, VW-Aufsichtsratsvorsitzender, über Tesla: “Dafür habe ich in meiner Garage keinen Platz.” [Tauber, André, Der verrückte Plan des Elon Musk, in welt.de 13.6.2014]
Ola Källenius, Daimler-Vertriebsvorstand: “Elektromobilität ist wie eine Ketchup-Flasche. Wir wissen, dass etwas kommt. Aber wir wissen nicht, wann und wie viel es sein wird.“ [Becker, Joachim, Elektroautos für alle, in SZ 28.11.2016]
Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender Daimler AG: “Mehr Elektroautos sind gut für die CO2-Bilanz. Aber nicht so gut für unsere Konzern-Bilanz.” [Beise, Marc, Zum Erfolg verdammt, in SZ 6.4.2018]
Erich Sixt, größter deutscher Autovermieter: “Ich glaube nicht an E-Autos, das ist politisch ein katastrophaler Fehler … Ich gebe E-Autos keine Zukunft.” [Sürig, Dieter, Elektroautos? „Ein Fehler!“, in SZ 30.5.2018]
Gerald Killmann, Motorenentwickler bei Toyota: “Der Verbrenner wird nötig sein, um Menschen mit niedrigeren Einkommen passende Fahrzeuge anbieten zu können.” [Nefzger, Emil, “Die Brennstoffzelle wird sich durchsetzen”, in spiegel.de 10.12.2018]
Harald Krüger, BMW-Vorstand: “Wir müssen die Elektromobilität vorantreiben, sonst schaffen wir die CO2-Ziele nicht.” [Hägler. Max, “Wir bleiben harte Wettbewerber”, in SZ 16.3.2019; vgl.: Super-Credits]
VW-Chef Herbert Diess zum Projekt Tesla Berlin/Brandenburg: “Tesla ist sehr wichtig für uns, weil Elon demonstriert, dass es funktioniert.” [“Nimmt mehr Fahrt auf als bei 100 Kanzlergipfeln”, in spiegel.de 13.11.2019] – “Ich bin froh, dass Elon uns antreibt.” [VW-Chef: Froh, dass Elon uns antreibt”, in manager-magazin.de 13.11.2019

Man sieht schon an den wenigen Zitaten, dass sich die Meinung der Branche relativ schnell grundlegend geändert zu haben scheint. Klar ist, dass man als Konzern (Bezug auf Zetsche) in erster Linie an die Konzernbilanz denkt. Klar ist aber doch auch, dass viele der Unternehmen hier nur bis zur Stirnplatte denken und nicht weiter gedacht haben. Gerade Mercedes hat es ja dann in mehrern Hauruckaktionen versucht und ist krachend gescheitert.

Ich wüsste daher wirklich nicht, wer sonst an der aktuellen Misere Schuld haben sollte. Gerade die Klimaziele, da hat man wohl erst in 2019 realsisiert, dass Abgasschummeleien nicht mehr ziehen und man doch Elektromobilität brauchen wird, zeigt das große Dilemma in denen die Industrie steckt. Man muss sich nur mal zur Gemüte führen, dass ein chinesischer Hersteller, Nio, 2014 auf den Markt kam und mittlerweile an BMW wertmäßig vorbeigezogen ist. Dann weiß man doch, dass was falsch gelaufen ist.
 
Ich hätte schon lsut auf einen Elektro. Leider habe ich das Kleingeld nicht. Beim nächsten Auto schaue ich definitiv ob ein E-Auto machbar ist. Finde die Technik interessant.
 
Ich stand letztes Jahr vor der Entscheidung, aber so lange es keine (halbwegs erschwinglichen) Fahrzeuge gibt, die 400 Kilometer mit einer Ladung schaffen, ist das angesichts der aktuellen Lade-Infrastruktur für mich leider keine Option. Im Prinzip aber sehr gerne.
 
Wem will man denn die Schuld geben?
Stell Dir vor, die Hersteller(VAG, Daimler, BMW) stellen mit einmal komplett auf E-Auto um, schätze mal, wie viele dann Arbeitslos werden.
Bedenke, es gibt sehr viele Getriebelinien, die nicht mehr benötigt werden, sämtliche Motoren werden auf mehreren Linien zusammengebaut.
Eine E-Antriebslinie ist ungefähr 1/3 von einer Getriebelinie und zudem mehr Automatikmaschinen und die Antriebe kommen in mehrer Autos. Grob geschätzt kann die hälfte der Belegschaft gehen und da rede ich noch nichtmal von den Zulieferern. Das will der Staat nicht und die Genossenschaften auch nicht.
Viele reden sich das schön, aber es wird niemand bezahlt, um einfach da zu sein.
Ich gehe grob von einer halben Mio. plus/minus Arbeitsloser aus.
 
Da ist in meinen Augen ganz oft das große Problem in Deutschland, war bei der Kohle doch auch schon so. Da werden in meinen Augen oft Pseudodiskussionen um Arbeitsplätze geführt. Aktuell sieht es doch so aus, dass wir zu wenig Fachkräfte haben! Meines Wissens nach arbeiten in der Automobilbranche ausschließlich Fachkräfte. Daher kann man die Szenerie auch mal von der anderen Seite betrachten, mit weniger benötigten Arbeitskräften wird der Mangel an Arbeitskräften geringer. Aber ich hab dazu keinerlei Zahlen im Kopf, daher soll das jetzt in keinem Fall so verstanden werden, dass ich deine Argumente wegwischen möchte.

In vielen anderen Bereichen sehe ich eben genau das Problem, man hat den Trend bereits 2010 verpasst, einen Teil der Produktion umzustellen. Die Zulieferer sind meist die armen Schweine, die wirklich nur reagieren können, ein aktives agieren würde nicht funkionieren. Daher sehe ich diese Problematik ggfls. als größte Baustelle. Die Konzerne haben schlichtweg geschlafen. Aber es redet ja niemand davon die Produktlinie von heute auf Morgen auf 100% Elektro umzustellen, da wo man jetzt steht, ist aber eben auch grundverkehrt. Bisher sind nahezu alle Autos der großen Drei in (Audi und VW halte ich mal zusammen) auf klassischer Plattform basierend, wenn man 2012 (erstes Model S wurde ausgeliefert) reagiert hätte, dann hätte man sicherlich in 2018 oder 2019 ein vollwertiges Elektroauto gehabt. Das hat man aber nunmal nicht in der Intensität getan, man hat Tesla ausgelacht. Alles was aktuell noch so passiert, erinnert mich leider an den Panikmode, schnell, schnell und billig. Daher hat man bestehende Plattformen genommen, Akkus reingezimmert und das ganze Elektroauto genannt. Der ID3 ist ja jetzt der erste ernstzunehmende Konkurent, gutes Fahrwerk, gute Verarbeitung, gute Motoren, das Auto ist bis auf die Qualität der Innenausstattung (Hartplastikinterieur) ein wirklich gutes Fahrzeug. Wenn, man bei der Software weiter wäre, was bei einer Entwicklung seit 2012 sicherlich der Fall gewesen wäre. So aber, weiß ich nicht was ich sagen soll. Ein schönes Auto mit ohne Funktion ist mir dann eben deutlich unlieber, als ein nicht so schönes Auto mit fast vollständiger Funktion.
 
56 Millionen Tonnen Kraftstoff pro Jahr. Zwischen Diesel und Benzin gemittelt sind das 1225l pro Tonne.
Macht 68 Milliarden Liter Treibstoff.
Benzin hat ca. 9,5 kw/h an Energie (https://en.wikipedia.org/wiki/Energy_density)
Verbrenner sind jedoch nur zu 35% effizient, wenn es darum geht das in Bewegungsenergie umzusetzen.
Elektroautos haben hier die doppelte Effizienz von ca. 70%, das mag ich gern berücksichtigen.

Unter dem Strich verbrennen wir Benzin für 651 700 000 000 kw, oder besser gesagt 651 Terawatt und setzen davon 228 Terawatt in Bewegung um.

Die gute Nachricht, Elektroautos schaffen diesen Output an Bewegung das mit 325 Terawatt Input. Die schlechte Nachricht um die ganzen Batterien zu laden müssen wir im Jahr 325 Terawatt an Strom erzeugen. Das typische AKW macht so 11 Terawatt im Jahr. Davon bräuchten wir dann 30 Stück rund um die Uhr, um die 100% Elektroquote aufzuladen. So um die 30k Windräder sollten es auch tun.

Nicht zu vergessen, die ganzen Rohstoffe wie Lithium für die Batterien.

Ein einzelner Deutscher kann sich die Umstellung auf Elektroautos vorstellen. Auf ein ganzes Land hochgerechnet haut das einfach nicht hin. Dazu wird Öl zu leicht aus dem Boden gepumpt und überall zur Verbrennung hin transportiert. Wenn das Öl weg gibt es weniger Angestellte in der Autoindustrie. Aber nicht, weil die Autos dann weniger Teile brauchen, sondern weil man die Gesellschaft auf eine Zeit nach dem Auto mit dem jeder überall und ständig rumdüst einstellen muss.
 
Man sollte nur nicht so tun, als wäre ein Auto anderen weit überlegen und Lichtjahre voraus.
Dem ist nicht so.



Aber ein 30.000 Euro E-Auto war nicht drin.
Also fahr ich die Karre noch, bis sie auseinanderfällt.

Und wenn ich mal für 15.000 EUR in 11 Jahren einen Akku mit Rädern bekomme, mal sehen.
Ich hab dich eigentlich auf der Ignoreliste, aber dazu möchte ich mich dann doch etwas freundlicher äußern, da der obige Satz mich vermuten lässt, dass wir ohne Grund aneinandergerasselt sind.

Meine Intention ist es nicht, Tesla über den Klee zu loben. Auch nicht, dass das Auto im Gesamten der Konkurenz um Lichtjahre voraus ist, mir ging es dabei um Konzept und vor allem die Software. Am Auto selber, ich dachte ich hätte dies wiederholt betont, gibt es nahezu an jedem Bauteil verbesserungswürdige Stellen, Fahrwerk, Türen, Scharniere, Fensterwischer, Sitze, Konsole, etc. Aber wo es nunmal nichts wirklich zu meckern gibt, ist die Bedieung über einen Touchscreen, flüssig, schnell und einfach muss es sein und da liegt Tesla auf einem anderen Niveau.
Ich glaube das war der Kern der Diskussion vor unserem Zwist, in diesem Sinne: Frieden?

Aber nur, weil ein 30.000 E Auto nicht drin war, hätte es ja durchaus Alternativen gegeben, allerdings ohne "Hochsitz". Aber klar, E-Autos sind derzeit sehr teuer, da es sie quasi nur neu gibt und die, die 5 Jahre auf dem Buckel haben, meist nicht zu gebrauchen sind. Daher wird sich aber eben auch dieser Punkt mit der Zeit egalisieren.
 
Tja so geht es halt voran. KI und Computer werden IMO die kommenden Jahre und Jahrzehnte immer mehr Jobs übernehmen, einfach weil Sie es besser können als der Mensch. Darauf wird man sich einstellen müssen. Bedingungsloses Grundeinkommen wird kommen müssen. Nur die Frage ist, was machen wir psychologisch mit Menschen in einer Welt wo Sie eigentlich nicht mehr gebraucht werden? Viele Menschen definieren sich halt über ihre Arbeit (Was IMO eigentlich auch heute schon, ziemlich abgedroschen ist, aber gut) nur wenn diese A nich mehr gebraucht werden und B auch nix mehr zu tun haben, wie schaffen wir es trotzdem einen "Sinn" für diese Menschen zu schaffen? Das wird IMO das Hauptproblem werden. Zumindest in "AAA Staaten"
 
Man muss sich nur mal zur Gemüte führen, dass ein chinesischer Hersteller, Nio, 2014 auf den Markt kam und mittlerweile an BMW wertmäßig vorbeigezogen ist. Dann weiß man doch, dass was falsch gelaufen ist.
Nun das Argument lasse ich bei dem derzeitigen Zustand des Aktienmarkts nicht gelten. Es geht da lange nicht mehr um reale Werte.
Stell Dir vor, die Hersteller(VAG, Daimler, BMW) stellen mit einmal komplett auf E-Auto um, schätze mal, wie viele dann Arbeitslos werden.
Stell dir mal vor andere Länder lassen Verbrenner nur sehr eingeschränkt zu, wohin dann exportieren? Ups!
Dumme Argumentation.
Ein einzelner Deutscher kann sich die Umstellung auf Elektroautos vorstellen.
Die Verkehrswende beim Auto besteht aus mehreren Teilen.
Elektro, Kleiner und weniger.

Reine Cityflitzer kann man sicherlich auf 5kwh pro 100km trimmen und damit seine 50hm/h fahren.
 
Die gute Nachricht, Elektroautos schaffen diesen Output an Bewegung das mit 325 Terawatt Input. Die schlechte Nachricht um die ganzen Batterien zu laden müssen wir im Jahr 325 Terawatt an Strom erzeugen. Das typische AKW macht so 11 Terawatt im Jahr. Davon bräuchten wir dann 30 Stück rund um die Uhr, um die 100% Elektroquote aufzuladen. So um die 30k Windräder sollten es auch tun.

Und da beginnt der ganz grosse Denkfehler... es geht bei der Änderung in den nächsten Jahrzehnten nicht darum alle Verbrenner 1:1 gegen E-Autos auszutauschen. Das wird nicht klappen. Es braucht generell ein geändertes Mobiltätsverhalten. Und auch Carsharing-Dienste etc. werden massiv zunehmen. Vor allem in Ballungszentren werden immer weniger und weniger Autos fahren...
Und du darfst bei der Sache nicht vergessen, es kommt ja nicht nur der Strom der zum Laden gebraucht wird oben drauf. Es kommen Tankstellen weg, Raffinierien die weniger Strom brauchen keine LKW mehr die permanent Minimengen an Sprit rum fahren... plus die Autos die immer effizienter werden. So schlimm ist es also nicht. Und es passiert ja nicht in 2 Wochen ;)
 
Und da beginnt der ganz grosse Denkfehler... es geht bei der Änderung in den nächsten Jahrzehnten nicht darum alle Verbrenner 1:1 gegen E-Autos auszutauschen. Das wird nicht klappen.

Das würde ich auch so unterschreiben. Man muss sich nur ansehen wie es vor dem Auto aussah. Da haben sich gewaltige Metropolen gebildet um 1900 und die Einwohner haben sich stark verdichtet. Es sind Hochhäuser aus dem Boden gesprossen wie Unkraut.

Dann hatte jeder ein Auto und es hat sich total auf Vorstädte zersiedelt. Eigenheim auf dem Land und mit dem Auto 30+ Minuten zur Arbeit wurde normal über Jahrzehnte. Ermöglicht wurde das durch Öl.

Weg vom Auto bedeutet auch wieder hin zu Städten mit sehr hoher Einwohnerkonzetration und massiver öffentlicher Transportstruktur. Eine zweite Landflucht.
 
"Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung."

Wilhelm II.

Wäre ja witzig, wenn das nach über 100 Jahren so käme.
 
Zurück