Tesla holt sich Audi-Manager für die Produktion

AW: Tesla holt sich Audi-Manager für die Produktion

...und gerade am Netz angeschlossen sind. Siehe dazu "Parkplätze beim Arbeitgeber" weiter oben ;) .
Stimmt, denn viele Arbeitgeber haben auf ihren Parkplätzen längst Ladestationen gebaut. Strom liegt überall, es muss nur umgesetzt werden. Dazu müsste man es wollen, aber in unserer alternden Gesellschaft mit überwiegend Rentnern werden keine Zukunftsweisenden Veränderungen mehr beschlossen, es geht nur noch um die Sicherung für ein paar Jahrzehnte. Ich wundere mich, warum die Jugend so passive über sich entscheiden lässt, anstatt aktivdaran zu arbeiten, dass unser Land, oder besser dieser Wirtschaftsraum federführend bleibt.
 
AW: Tesla holt sich Audi-Manager für die Produktion

Stimmt, denn viele Arbeitgeber haben auf ihren Parkplätzen längst Ladestationen gebaut. Strom liegt überall, es muss nur umgesetzt werden. Dazu müsste man es wollen, aber in unserer alternden Gesellschaft mit überwiegend Rentnern werden keine Zukunftsweisenden Veränderungen mehr beschlossen, es geht nur noch um die Sicherung für ein paar Jahrzehnte. Ich wundere mich, warum die Jugend so passive über sich entscheiden lässt, anstatt aktivdaran zu arbeiten, dass unser Land, oder besser dieser Wirtschaftsraum federführend bleibt.

Die Jugend ist viel mobiler geworden. Dank besserer Ausbildung, mehr Sprachkentnissen und offenen Grenzen bewegt sich die Jugend stärker und deswegen juckt die das weniger was da genau in einer Region passiert.
Auf der anderen Seite haben wir viele "grüne" junge Leute, die sich gegen Klimawandel, gegen Plastiktüten und Genmodifizierte Produkte stellen, die interessieren sich nicht so für Autos. Einige, die es tun, wissen aber das Elektroautos selbst nicht helfen solange der Strom dafür aus sonstwas produziert wird.

Generell könnte und sollte die Jugend mal mehr machen, aber die Welt hat sich so entwickelt das man gar nicht mehr alles im Blick behalten kann, es ist zu viel. Und ständig kracht es irgendwo, da werden solche schleichenden Probleme gerne ignoriert^^
 
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Die Jugend ist viel mobiler geworden. Dank besserer Ausbildung, mehr Sprachkentnissen und offenen Grenzen bewegt sich die Jugend stärker und deswegen juckt die das weniger was da genau in einer Region passiert.
Danke, das ist auch ein wichtiger Aspekt. Die Qualifizierten gehen, der Bodensatz bleibt. Das ist leider so, gerade die wenigen Selbstständigen unserer Gesellschaft zieht es verstärkt ins Ausland, weil es hier unerträglich geworden ist, neue Unternehmen zu gründen.

Auf der anderen Seite haben wir viele "grüne" junge Leute, die sich gegen Klimawandel, gegen Plastiktüten und Genmodifizierte Produkte stellen, die interessieren sich nicht so für Autos. Einige, die es tun, wissen aber das Elektroautos selbst nicht helfen solange der Strom dafür aus sonstwas produziert wird. .
Ich habe kein Gefühl, wie groß die Gruppe ist, ich sehe im Vergleich nur, wie politisch aktiv wir in den 80er und 90er Jahren waren. Was mir z.B. Freunde aus der chemischen Industrie erzählrn, was es heute ständig für nicht ungefährliche Störfä#lle gibt. Früher wäre sofort, meiner Meinung nach oft übertrieben, die Bürgerinitiative mit Schildern am Werksgelände aufgelaufen. Und heute, keine Reaktion, oh, der arme Arbeitsplatz könnte ja verloren gehen. Da sehe ich extreme Unterschiede von früher zu heute.

Generell könnte und sollte die Jugend mal mehr machen, aber die Welt hat sich so entwickelt das man gar nicht mehr alles im Blick behalten kann, es ist zu viel. Und ständig kracht es irgendwo, da werden solche schleichenden Probleme gerne ignoriert^^
Aber es bedingt sich gegeneinander. Jeder, der ein Solardach auf dem Haus hat, kann damit sein Auto problemlos speisen. Es fehlen ein paar gesetzliche Regeln, um die Durchleitekosten für diese Art Strom zu definieren. Wenn mein Auto 25km vom Haus entfernt auf dem Firmenparkplatz steht, dann wäre es schön, wenn man Auto und Solarzelle m Verbund sähe. Es gibt so viele gute Ansätze, die die Stromnetze stabilisieren würden und die Quote der EE erhöhen könnten. Aber es wird nicht umgesetzt. Der aktuell extreme tiefe Ölpreis wird die gesamte EE-Industrie ins Mark treffen, wenn der Ölpreis nicht bald wieder steigt. Aber da allen Öl-Produzierenden dritte und zweite Weltländern das Wasser bis zum Hals steht, wird produziert, was das Zeug hält, egal, dass sich die Bestände dem Ende nähern.

Mich erinnert Europa immer mehr an des römische Reich im dritten nach christlichen Jahrhundert. Es zerfällt, langsam, ohne konkreten Anlass, aber bedingt durch Überverwaltung, zu viele Krisen an den Grenzen, zu wenig Bereitschaft zur Veränderung und zu dominanter Konkurrenz weltweit. Deutschland steht ja noch extrem gut da, vergleicht man es mit vielen anderen Ländern, die mal weltbeherrschend waren, wie Portugal, Spanien, etc.

Die E-Mobilität, um zum Hauptthema zurück zukommen, ist ein Schlüsselprodukt. Und wir hängen ziemlich hinterher. Zum Glück haben die großen Autoihersteller alles in der Schublade, aber die Umsetzunh kostet und der Markte und damit die Gewinne für Verbrenner wird schrumpfen. Tesla ist auf einen sehr risikoreichen, teuren aber scheinbar erfolgreichem Weg. Der Audimanager kann ein kleines I-Tüpfelchen zur Kostenreduzierung werden, weil die Fertigung effektiver wird.

Wenn die Abgasproblematik der Verbrenner so weiter geht, und E-Fahrzeuge bald in großer Masse billig verfügbar sind, kann ich mir genügend Länder ohne eigene Autoproduktion vorstellen, die kategorisch mit Zero-Emission Zonen Ballungsräume für Verbrenner schließt. Und wenn das beginnt, wird es kritisch für die Autoindustrie in Deutschland.
 
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Stimmt, denn viele Arbeitgeber haben auf ihren Parkplätzen längst Ladestationen gebaut.

"Viele"? Kannst du das irgendwie näher erleutern?

Zumindest in meinem gesamten persönlichen Umfeld liegt die Quote exakt bei null und soweit ich es von hier aus ermitteln kann gilt das auch für alle vergangenen Beschäftigungsstellen. Das dürften daumen*pi 150 bis 200.000 Beschäftigungsstellen sein (zugegebenermaßen resultiert ein großer Anteil aus zwei-drei Unistandorten), verteilt über halb Deutschland, und nicht eine einzige deiner angeblich zahlreichen Ladestationen.


Generell könnte und sollte die Jugend mal mehr machen, aber die Welt hat sich so entwickelt das man gar nicht mehr alles im Blick behalten kann, es ist zu viel.

Die Welt wird zwar komplexer, aber die Leute haben auch weitaus mehr Freizeit, in der sie sich damit auseinandersetzen können. Tun sie aber nicht. Das Leben besteht zur Hälfte aus Spaßgesellschaft ohne einen Hauch von Gedanken daran zu verschwenden, zu wessen Lasten der Spaß geht, und zur anderen Hälfte aus der Finanzierung der anderen Hälfte, die ganz marktgetreu absichtlich so gestaltet wird, dass sie andere möglichst fertig macht.


Danke, das ist auch ein wichtiger Aspekt. Die Qualifizierten gehen, der Bodensatz bleibt. Das ist leider so, gerade die wenigen Selbstständigen unserer Gesellschaft zieht es verstärkt ins Ausland, weil es hier unerträglich geworden ist, neue Unternehmen zu gründen.

Das mag zwar teilweise so sein, aber weder kann mit zusätzlichen Unternehmen die in der breiten Fläche und im gesamten System verankerten Probleme lösen (im Gegenteil. Viele Lösungsansätze würden die Wirtschaft belasten und einschränken und damit als Nebeneffekt die Unternehmsgründung noch erschweren) und man kann auch nicht gerade behaupten, dass sich die Auswanderer woanders als genau die politisch und ökologisch engagierten Personen zeigen, die uns hier fehlen.

Ich habe kein Gefühl, wie groß die Gruppe ist, ich sehe im Vergleich nur, wie politisch aktiv wir in den 80er und 90er Jahren waren. Was mir z.B. Freunde aus der chemischen Industrie erzählrn, was es heute ständig für nicht ungefährliche Störfä#lle gibt. Früher wäre sofort, meiner Meinung nach oft übertrieben, die Bürgerinitiative mit Schildern am Werksgelände aufgelaufen. Und heute, keine Reaktion, oh, der arme Arbeitsplatz könnte ja verloren gehen. Da sehe ich extreme Unterschiede von früher zu heute.

Guck dir mal die Störfälle von früher an. Danach war ein ganzer Stadtteil gefärbt und in der halben Region wurden Ausgangssperren verhängt. Die heutige Situation ist zwar durch die Masse an Unternehmen nicht soviel besser, wie sie sein könnten, aber die massiven, unverantwortlichen Einzelfälle fehlen.

Aber es bedingt sich gegeneinander. Jeder, der ein Solardach auf dem Haus hat, kann damit sein Auto problemlos speisen. Es fehlen ein paar gesetzliche Regeln, um die Durchleitekosten für diese Art Strom zu definieren.

Siehe oben: Kann er mit der heutigen Infrastruktur nicht und es gibt niemanden, der bereit ist, neue Infrastruktur zu bezahlen.
Und wenn es jemanden gäbe, wäre die Investiton in zusätzlichen EE Kraftwerken vorerst sinnvoller angelegt.

Der aktuell extreme tiefe Ölpreis wird die gesamte EE-Industrie ins Mark treffen,

Der Ölpreis hat damit wenig zu tun, weil es nur sehr wenige Länder gibt, die ihren Strom aus Öl erzeugen und das sind primär Entwicklungsländer, die aufgrund ihres Wachstums ohnehin weit davon entfernt sind, umzustellen - beim Aufbauen aber so oder so an Unabhängigkeit und Verhinderung von Geldabflüssen interessiert sind. Marktseitig ist im Moment der niedrige Kohlepreis das mit Abstand größte Problem.
(Aber für die heimische EE-Industrie ist auch der lächerlich im Vergleich zu der *******, die Merkel gerade wieder verzapft)

wenn der Ölpreis nicht bald wieder steigt. Aber da allen Öl-Produzierenden dritte und zweite Weltländern das Wasser bis zum Hals steht, wird produziert, was das Zeug hält, egal, dass sich die Bestände dem Ende nähern.

Der Ölpreis wird nicht mehr nenneswert steigen. Nie wieder. Die Öl-Bestände sind weit davon entfernt, zu Ende gehen - was sich dem Ende dagegen rasent schnell nähert ist die Aufnahmekapazität der Athmosphäre für Verbrennungsrückstände. Selbst die wenig abitionierten und vollkommen unzureichenden Klimaziele, die bislang beschlossen wurden oder absehbar sind bedeuten, dass ein großer Teil des bekannten Öls und sogar Teile der bereits erschlossenen Lagerstädten nicht mehr gefördert werden können. Und das hat die Mehrheit der Förderer auch kapiert, weswegen jetzt Endzeitstimmung herrscht: Was man in den nächsten Jahrzehnten nicht verkauft, verkauft man überhaupt nicht. Und da ist dann auch der Verkaufspreis egal, denn an bereits erschlossenen Quellen kann man sehr billig produzieren.

Wenn die Abgasproblematik der Verbrenner so weiter geht, und E-Fahrzeuge bald in großer Masse billig verfügbar sind, kann ich mir genügend Länder ohne eigene Autoproduktion vorstellen, die kategorisch mit Zero-Emission Zonen Ballungsräume für Verbrenner schließt. Und wenn das beginnt, wird es kritisch für die Autoindustrie in Deutschland.

Die einzigen Länder, die das nötige Umweltbewusstsein, die nötigen Stromkapazitäten und die nötige Bereitschaft zur Investition in Infrastruktur haben, sind die Niederlande und Norwegen - beides keine sonderlich wichtigen Märkte, beide ohne kritische Situation in den Städten und beide zu sehr von Grenzverkehr abhängig, als dass sie ihren Fahrzeugbestand zwangsumstellen könnten, solange die Nachbarn keine kompatible Infrastruktur haben.

Wenn dann kommt der Druck aus China, wo Fahrverbote für Verbrenner in Megacitys zunehmen könnten und dadurch E-Autos für die Städte interessanter werden. Aber China ist wortwörtlich auch ein Milliardenmarkt abseits der Kernzonen und braucht noch ein paar Jahrzehnte, ehe da die nötige Strominfrastruktur steht (immerhin arbeitet man mittlerweile recht intensiv dran - im Gegensatz zum ""Vorreiter"" Deutschland), so dass der Markt für Verbrenner auch dort vorerst weiterwachsen und neben einem Markt für E-Autos bestehen wird. Innerhalb der nächsten 1-2 Auto-Generationen wird die deutsche Industrie da keine Probleme bekommen und bis in vielleicht 20 Jahren der Verbrennerabsatz tatsächlich einen Peak erreicht (je nach Entwicklung in Afrika und Südostasien auch merklich später), ist mehr als genug Zeit um das vorhandene Know-How in Produkte zu gießen. So, wie es derzeit aussieht, dürfte ja die nächste E-Golf-Generation schon 2017 das Niveau des Tesla 3 erreichen. Beim "können" gibt es da keine Lücke, nur beim "wollen" - und das ändert sich schnell wenn die Rahmenbedingungen sich ändern.
Aber dazu: Siehe oben ;)
 
AW: Tesla holt sich Audi-Manager für die Produktion

"Viele"? Kannst du das irgendwie näher erleutern?
Ich weist ja nicht, wo Du arbeitest, aber die großen Automobilhersteller und Zuliefer haben sämtlich alle Stromanschlüsse
für Elektrofahrzeug geschaffen, zumindest in meiner Region, also VW, Johnson Control, Continental, Wabco, ....

Zu den Firmengründungen. Schau zurück in unsere Gründerzeit, hat es uns weitergebracht? In dem Bereich haben wir
heute ziemlich stagnation und Promovierende mit guten Ideen setzten diese sehr selten im eigenen Unternehmen um.
Es gibt erste Ansätze mit geänderten Patentrechten der Universitöt und Subventionen für Gründer, aber so richtig
boomt es bei uns nicht in vielen neuen Techniken.

Stromverteilung: Natürlich ist es kein Problem meinen Solarstrom zum Auto durch das Netz zu liefern. Es ist nur eine
Frage der Durchleitungskosten. Und die müssen geregelt werden, Das geht natürlich nicht kostenfrei, aber 2-5 Cent
sollten ausreichen.

Die Ölmengen sind doch relativ gering in Bezug auf CO2 gegenüber den Kohlemengen. Und glaubst Du wirdklich, Du
kannst Ländern wie Saudiarabien klar machen, dass sie kein Öl verschwenden sollen? Vergiss es, die verbrauchen es
bis zum letzten Tropfen, würden wir auch machen und werden Länder wie Norwegen mit Nordseeöl machen.

Zero Emission Zones wird es in allen großen Ballungsräumen in naher Zukunft geben, dass ist meine Prognose.
 
AW: Tesla holt sich Audi-Manager für die Produktion

So unterschiedlich sind die Erfahrungswerte:
Ich arbeite auch bei einem Automobilzulieferer (immerhin >1Mrd Umsatz) und da ist es noch nicht mal möglich ein E-Auto über Gebühr aufzuladen. Das selbe vorher an der Hochschule, obwohl die sich gerne mit ihrem Solarcar schmückt. In den nächsten Städten kenne ich ganze 2 Ladestationen.
 
AW: Tesla holt sich Audi-Manager für die Produktion

Ich weist ja nicht, wo Du arbeitest, aber die großen Automobilhersteller und Zuliefer haben sämtlich alle Stromanschlüsse
für Elektrofahrzeug geschaffen, zumindest in meiner Region, also VW, Johnson Control, Continental, Wabco, ....

Ich will nicht beanspruchen, dass mein Überblick repräsentativ ist, aber ein Hersteller von E-Autos, ein Hersteller von KFZ-Batterien, ein Hersteller von E-/Hybrid-Antrieben und ein Hersteller von Fahrzeugelektronik werden garantiert nicht den Bundesdurchschnitt bei der Unterstützung von Elektroautos repräsentieren ;)

Zu den Firmengründungen. Schau zurück in unsere Gründerzeit, hat es uns weitergebracht? In dem Bereich haben wir
heute ziemlich stagnation und Promovierende mit guten Ideen setzten diese sehr selten im eigenen Unternehmen um.
Es gibt erste Ansätze mit geänderten Patentrechten der Universitöt und Subventionen für Gründer, aber so richtig
boomt es bei uns nicht in vielen neuen Techniken.

Was meinst du mit "Gründerzeit"? Ich assoziiere damit die vorletzte Jahrhunderwende und da die uns vor allem den ersten Weltkrieg gebracht hat, ist der Netto-Einfluss von Firmengründungen in dieser Zeit schwer einzuschätzen. Bezüglich der praktischen Umsetzung von Innovationen auf die heutige technische und markttechnische Situation wird aber ohnehin nichts übertragbar sein, was älter als ein paar Jahrzehnte ist.

Stromverteilung: Natürlich ist es kein Problem meinen Solarstrom zum Auto durch das Netz zu liefern. Es ist nur eine
Frage der Durchleitungskosten. Und die müssen geregelt werden, Das geht natürlich nicht kostenfrei, aber 2-5 Cent
sollten ausreichen.

Haben du und dein Stromversorger ein Überwachungs und Abrechnungssystem für so etwas? Wer steuert die Leistung deiner privaten Solaranlage, wenn du den Strom als on-demand Produkt einspeisen möchtest? Gibt die Ladesteckdose bei deinem Arbeitgeber überhaupt ein präzises Verbrauchssignal ab, nach dem du die Einspeisung regeln könntest? Oder erfasst sie vielleicht nicht einmal, zu welcher Solaranlage der gerade tankende Besitzer gehört, weil sie nicht viel mehr als ein einfacher Stromanschluss ist? Und wo/wie wird sichergestellt, dass so jemand wie du nicht einfach auch mal woanders lädt, ohne eigene, angepasste Produktion?

Das sind nämlich, wenn du von Netzstabilisierung und Energiezwischenspeicherung sprichst, gewichtige Unterschiede: Wenn du wirklich mit eigenem, gleichzeitig produzierten Strom laden und die auf dieser kurzen Entfernung vermutlich ausreichend vorhandenen Leitungen einzig zur Stromdurchleitung nutzen möchtest, dann musst du auch sämtliche Regulierungsprozesse selbst durchführen, für die sonst der Stromanbieter geradesteht - bis hin zur auf Sekundenbruchteile genauen Abstimmung von Einspeisung und Entnahme.
Grob Strom ins Netz hauen und in einem ähnlichen Zeitraum eine vollkommen andere Menge entnehmen, während sich ein anderes Unternehmen darüber gedanken machen muss, wie es Last- und Produktionsspitzen kompensiert und wieviel Reservekapazität es bereit halten muss, falls bei dir mal nicht die Sonne scheint, kannst du dagegen schon heute, in dem du deinen unregulierten Solarstrom verkaufst und das saubere Endprodukt wieder einkaufst. Da wirst du aber eher eine Differenz von 20 Cent pro kWh haben.

Die Ölmengen sind doch relativ gering in Bezug auf CO2 gegenüber den Kohlemengen. Und glaubst Du wirdklich, Du
kannst Ländern wie Saudiarabien klar machen, dass sie kein Öl verschwenden sollen? Vergiss es, die verbrauchen es
bis zum letzten Tropfen, würden wir auch machen und werden Länder wie Norwegen mit Nordseeöl machen.

Kohle gibt es zwar mehr, aber sie wird vor allem in kohlereichen Ländern selbst verbraucht und die werden nicht auf Öl umschwenken, sondern dabei bleiben. Und gerade Saudi Arabien hat enorme Ambitionen und mittelerweile auch ein paar Investitionen im Bereich Erneuerbare Energien zu vermelden. Im Gegensatz zu Union und SPD, für die erneuerbare Energien eine inakzeptable Wirtschaftsbelastung sind, haben die Scheichs den Sektor als definitiven Wachstumsmarkt erkannt und die sind seit Jahren sehr aktiv damit beschäftigt, sich in Industrien einzukaufen, mit denen sie auch nach dem Öl noch etwas verdienen können. Selbiges widerum würde für den Saudi-Arabischen Eigenbedarf vermutlich noch bis ins nächste Jahrtausend reichen - aber es ging darum, wie sich der globale Ölpreis entwickeln wird. Und da muss man klar sagen: Die erwiesenen(!) Reserven gemäß EIA entsprechen rund 230 Milliarden Tonnen Öl beziehungsweise 190 Milliarden Tonnen Kohlenstoff. Verbrannt wären das in etwa 640 Gt CO2. Zum Vergleich:
Der Menschheit bleiben noch rund 400 Gt Emissionen "übrig", bis das 2 Grad Ziel mit 50%iger Wahrscheinlichkeit überschritten wird und dieses (unhaltbare) Budget verteilt sich auf Öl, Gas, Kohle, Entwaldung und Bodenumwandlung. Wenn die Politiker ihre bisherigen Versprecher zum Klimaschutz einhalten würden, müssten bei unserer derzeitigen Nutzung also circa 75% des bekannten Erdöls im Boden bleiben. Wenn wir es wirklich ernst meinen würden mit der Verhinderung der Klimakatastrophe, dann wären sogar 90-95% von dem Zeug wertlos.

Zum Glück für Despoten weltweit meint es die Menschheit mit dem Klimaschutz aber nicht halb so ernst, wie mit ihrem Komfort und Reichtum. Trotzdem würde ich im Moment davon ausgehen, dass nicht mehr als 50-70% der heute bekannten Erölreserven noch verkauft werden, ehe der Verbrauch auf nahe 0 zurückgefahren wird - und keiner der großen Erdölförderer will derjenige sein, der auf den anderen 30% sitzen bleibt. Deswegen wird in den nächsten Jahrzehnten verkauft, was die Pumpen hergeben. Die gleiche Entwicklung hat man in den letzten Jahren schon bei der Kohle gesehen: Die ganze Welt plant eine Reduzierung des Verbrauchs und die Mienenbetreiber fördern und verkaufen so schnell es nur geht zu preisen hart an der Gewinnschwelle. Denn wenig Gewinn heute ist immer noch lukrativer, als kein Gewinn in der Zukunft.

Zero Emission Zones wird es in allen großen Ballungsräumen in naher Zukunft geben, dass ist meine Prognose.

Wenn du die Prognose etwas genauer formulierst ("ballungsräume"? "nah"? Ausnahmen? Größe? Zeitliche Ausdehnung?), können wir drauf zurückkommen ;)
 
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Wenn die Akkukapazität nicht für die Nutzung des Kunden vorgesehen ist, dann wäre es reine Energieverschwendung, sie herum zu fahren.
Gemessen an den Einsparungen ggü dem Verbrenner wäre die "Energieverschwendung" für zb. 20% nicht (für den Fahrer) nutzbarer Akku-Kapazität, die trotzdem mitgeführt wird, nicht nennenswert. Gerade wenn dann noch den Vorteil der Ausgleichspufferung dazu zählt. Solarzellen zb. haben aktuell auch nur eine Effizienz von im Schnitt ca. 22%, deswegen sind sie aber trotzdem nicht weniger sinnvoll.
Das höhere Gewicht im Vergleich zu Verbrennern lässt sich bei einem Batterieauto nun einmal nicht vermeiden
Bis zu einem bestimmten Punkt bzgl. Reichweite (und das nicht nur bis 40KM oder so) sind E-Autos, aufgrund der eingesparten Baugruppen, eigentlich sogar leichter. Und selbst ein Model S liegt durchaus noch im vergleichbaren Rahmen zu entsprechend großen Konkurrenten, trotz 90kWh-Akku. Dazu kommt, das die Akkus zukünftig leichter werden, sich bei den Verbrennern in den letzten 100 Jahren (bzgl. der eingesparten Baugruppen wie zb. Motoren) hingegen nicht wirklich viel getan hat. Die Materialien haben auf der einen Seite zwar Motoren leichter gemacht, der Funktionsumfang und die Größe haben diesen Vorteil aber tlw. mehr als aufgefressen. (ein W12 Motor mit Getriebe wiegt vermutlich 500Kg)
Machen sie aber nicht und daran wird sich auch durch E-Autos nichts ändern.
BMW hat einen Kohlefaser-E-Wagen im Angebot. Und wieviele Kohlefaser-Verbrenner? Die Leute können nicht kaufen was es nicht gibt. Davon ab, ich persönlich bin von Kohlefaser-Leichtbau o.ä. noch nicht so wirklich überzeugt. Das Zeug läßt sich nur sehr aufwendig (falls überhaupt?) recyclen.
Umgekehrt würde ich gerne wissen, wie du auf deine extrem optimistische Zahl kommst?
Ich beziehe mich dabei auf den Endenergieverbrauch, und gehe davon aus, das Hans-Werner Sinn in seinem Vortrag (woher meine Zahlen stammen) den Verbrauch des Verkehrs (da mit dem Stromverbrauch anderer Bereiche gleichgesetzt) dadurch ermittelt hat, das er den Energiegehalt der Treibstoffe in kWh umgerechnet hat (zwecks Vergleichbarkeit). Dann wären 10l Treibstoff etwa mit 120kWh gleichzusetzen, was bedeutet, das der Tesla Model S lediglich das Äquivalent zu 2,2l Treibstoff an Strom verbrauch. Entsprechend würde der Anteil des Verkehrs am Endenergieverbrauch von ca. 25% (mit Treibstoff) bei der Nutzung elektrischer Energie sinken.
"kostenlos"? Was du beschreibst ist eine Spende von nutzbarer Akkukapzität und Akkulebensdauer, die Batterieautofahrer dem Stromnetz schenken sollen. Wenn sie das bereitwillig machen, ist es natürlich für alle anderen kostenlos. Aber nicht für denjenigen, der diese Akkukapazität selbst gekauft hat und nun gar nicht nutzt. Warum also sollte das jemand so machen?
Zum einen hab ich "fast kostenlos" geschrieben (und meinte die Kosten im System), zum anderen soll der Autofahrer dadurch natürlich nicht belastet werden. Ob er für jeden einzelnen Puffervorgang vergütet wird, oder wie auch immer (zb. wenn Energieerzeuger/Staat den Akku bezuschussen) aussehend pauschal, das muß man sehen. Das der Autofahrer die Kosten trägt, und der Energieerzeuger den Nutzen, das macht selbstverständlich keinen Sinn.
Wieso sollten sie ihre Regelkapazität Privatleuten für deren Mobilität spenden und auch noch doppelt und dreifach investieren, damit immer genug Akkus am Netz sind? Wesentlich billiger wäre es, sie einfach stationär selbst aufzustellen.
Ich bin mir da, wie gesagt, nicht so sicher, ob stationäre Lösungen wirklich zwingend (und vor allem wesentlich) billiger wären. Die Akkus im Auto sind da, eine Kostenbeteiligung daran könnte sich eher rechnen als eine stationäre Lösung, die nur von einer Partei (dem Stromerzeuger) genutzt wird. Gerade da bei steigender Auslastung eines Akkus (je tiefer man ihn entlädt) die Haltbarkeit verringert wird, was bedeutet, man müsste (sofern Akku-Technik zum Einsatz kommt) als Stromerzeuger enorme Kapazitäten aufstellen, wenn man nur zb. 50% der Kapazität nutzen würde. Bei einem Akku im Auto würde man ja nur beim Anschluß am Netz puffern, ergo nur den obersten Füllstand (zb. 20%) zur Pufferung nutzen. Den Rest der Kapazität nutzt der Fahrer. Das könnte, bei einer entsprechenden Vergütung, für beide Seiten lohnend sein. Wie gesagt, meistens steht das Auto. Ähnlich wie UM mit den kommenden Home-HotSpots bzgl. WLAN (wo die Router immer an sein sollten) könnte man schon durch eine Vergütung dazu beitragen, das die Fahrer ihre Akkus so oft wie möglich auch an Netz anklemmen, selbst wenn der Akkustand dies eigentlich nicht erfordert.
Überlandleitungen sind um Welten billiger, als Stromspeicher
Das stimmt, aber ich rede ja von eh vorhandenen Speichern. Wenn die Haushalte immer mehr auf eigenproduzierten Strom setzen, und es zb. gebündelte Angebote gibt (Solaranlage inkl. Powerwall), dann steigt die Anzahl an Speichern von ganz alleine. Angenommen jedes Haus hat eine eigene Ökostrom-Anlage samt Puffer, dann kann die lokale Pufferung in einem Ort durchaus so viel Kapazität haben, das weitere Zuleitungen (Überlandl.) wesentlich weniger schnell nötig werden. Das würde sich erst dann wieder ändern, wenn die Häuser entsprechende Überkapazität erzeugen würden, das die Zuführung eben dieser zb. zu den entsprechenden Verbrauchern (Industrie) stärkere Leitungen erfordern würde.
Die Ausfallsicherheit ist auch relativ: Natürlich ist es toll, autark zu sein. Aber es auch teuer und deine eigene Anlage kann eben auch ausfallen.
Das stimmt, aber ich sprach ja auch von lokaler Vernetzung, nicht komplett autark zu sein. Fällt meine Anlage aus, ziehe ich den Strom von meinen Nachbarn, bis meine Anlage wieder läuft. Das der Verwaltungsaufwand im Ganzen höher ist stimmt, aber das ist auch bei Heizungen so. Die meisten Häuser haben eine eigene Heizungsanlage, und sind nicht an einem Wärmekraftwerk angeschlossen. Und Ziel sollte es sein, entsprechend effiziente Heizungen und gedämmte Immobilien vorausgesetzt versteht sich, auch zum heizen keine endlichen Ressourcen mehr zu verwenden. So gesehen würde man quasi Heizungsanlagen durch Stromanlagen (oder ggf. Solarthermie) ersetzen.
Die meisten Verbraucher in Deutschland arbeiten dennoch tagsüber und kommen Abends nach Hause - und dann kommen sehr viele geleerte Akkus ans Netz.
Wenn die Arbeiter Abends nach Hause gehen, sinkt aber auch der Verbrauch der Industrie sehr deutlich. Ich weiß leider gerade nicht um das Verhältnis Wind- und Wasserkraft ggü. der zeitlich doch eher limitierten Solarstromerzeugung, aber hier sollte natürlich bedarfsorientiert ausgebaut werden. Und falls der Ausbau von Solar aus welchen Gründen auch immer kosteneffizienter möglich ist, dann braucht es eben geeignete Puffermöglichkeiten (welche bei der Kosteneffizienz natürlich berücksichtigt werden müssen).
Die praktiziere ich mit meinem Passat auch gerne und komme dann auf 7 l Super pro 100 km. Das hat einen Heizwert von 8,76 Wh/l,entspricht also 61,3 kWh/100km
Heizwert sagt mir gerade nichts, aber der Energiegehalt von einem Liter Benzin/Diesel ist ca. 12kWh, also wären es ca. 84kWh.
für eine Fahrzeug, dass fünf Personen nebst Gepäck transportieren kann (wobei ich afaik deutlich mehr von letzterem reinbekomme, also eigentlich sogar mehr Auto rumfahre / mehr Bewegungsenergie rumfahre). 61,3/24,2 entspricht ungefähr Faktor 2,5, der mein Verbrenner ineffizienter ist als der Tesla - jeweils gemessen von der Steckdose beziehungsweise Zapfsäule zur Straße. Tut mir leid, aber deine 9 fach höhere Effizienz des E-Autos gegenüber dem Verbrenner ist diesen Praxiszahlen nach genauso ein Märchen, wie den Herstellerangaben zu Folge und resultiert nur daraus, dass Worst-Case aufaddierst und dann größzügig abrundest. Wenn ich in obigem Beispiel noch 40% Ineffizienz im Kraftwerk und 5% Leistungsverluste an (was guter Durchschnitt wäre) beim Tesla draufschlage, dann würde er mit Strom aus einem Ölkraftwerk sogar mehr Primärenergie verbrauchen, als mein Verbrenner.
Der Tesla brauch in der Stadt und auf der Landstraße 24kWh, auf der Autobahn können es auch 30kWh werden. Was für einen Passat fährst du? 1.6? 2.0? Lass und ruhig mal beim Passat bleiben, und nehmen wir mal einen (vs Model S immer noch unfairen) Passat W8. Und fahren wir mal durch die Stadt. Hier braucht der Passat W8 (real!) schnell mal gut 19-20l (mein Passat V6 brauch innerorts zb. ~15l). Schon sind wir bei umgerechnet (19lx12kWh) 228kWh - fast dem 10fachen des deutlich schwereren und schnelleren Model S. Wir könnten jetzt noch einen schönen Audi W12 nehmen, der immer noch gut 200Kg leichter ist, und trotzdem noch etwas mehr durst hat. Gut, auf der Autobahn kann man sowas vielleicht auch mit 15l fahren wenn man unbedingt möchte, aber genau so kann man mit solchen Boliden auch mal 25l durch das Triebwerk blasen.
Du sagst ohne Tesla würde es bis 2300 dauern, ehe wir ein E-Auto hätten? Nun, bei Anlegung des gleichen Niveaus von Pessimimus würde es bis 2400 dauern, ehe wir es mit Ökostrom laden würden.
Wie gesagt, ich kann für jede Stimme die sagt das E-Autos mit zb. Kohlestrom die Umwelt gar nicht weniger belasten auch Stimmen finden, die das Gegenteil behaupten. Es kommt immer auf die zugrunde liegenden Zahlen an, mit denen man rechnet. Der eine rechnet zb. mit einem Verlust von XY bei der zur Ladung nötigen Umwandlung, der andere rechnet mit YX. Der eine sagt man kann sein Auto zu Hause nicht mit Ökostrom laden, der andere sagt man kann. Wenn man bei einer Ladung tagsüber den Ökostrom von anderen stationären Verbrauchern "klaut", wie kann es dann sein das regelmäßig durch Ökostrom erzeugter Peakstrom in Nachbarländer abgeleitet werden muß, weil man die restlichen Erzeuger nicht so schnell hoch und runter regeln kann? Also ist doch schon heute ein zeitweiser Überschuss vorhanden. Außerdem, das Thema Ökostrom wurde durch stationäre Verbraucher weit weniger ins öffentliche Interesse gerückt als beim Thema E-Auto. Und warum sollte es falsch sein das Thema E-Mobilität zu pushen, so lange man nicht mal die stationären Verbraucher ausreichend mit Ökostrom gesättigt bekommt? Die Frage ist doch wie man auf den Bedarf reagiert. Ohne E-Autos hätte es vielleicht wirklich bis 2400 gedauert, bis die Grundlagen bzgl. Ökoversorgung geschaffen wären. Aber ich denke das sie hier die Entwicklung eher Beschleunigen. Ich würde dir hier zustimmen wenn E-Autos einen Hunger generieren würden, der deutlich über dem eh schon vorhanden stationären Hunger liegt. Aber das ist nicht mal der Fall wenn morgen schon alle mit E-Autos fahren würden. Aber es wird eine ganze Weile dauern bis E-Autos den Verbrenner auch nur anfangen zu verdrängen.

Dazu kommt dann noch der quasi unberechenbare Faktor "eigenproduzierter Strom". Bisher wurden zb. Solaranlagen doch primär wegen der Einspeisevergütung aufgestellt. Durch die gefallenen Preise der Anlagen (auch kleinen Windkraftanlagen) wird es immer lukrativer ihn einfach selbst zu verbrauchen. Hier könnte das Thema E-Auto sich durchaus ebenfalls motivierend auswirken. Dazu kommt die potentielle Möglichkeit dadurch auch an andere Stelle kosten eliminieren zu können. Man kann Strom quasi selbst erzeugen, aber nicht Öl und Gas. Wenn es günstig genug ist Strom selbst zu produzieren, fliegen auch öfter mal klassische Heizungsanlagen raus. Solarthermie (also ohne Strom) findet schon eine ganze Weile immer mehr Anhänger. Aber anders als zb. ein Windrad aufm Dach erzeugt die ST im Winter sehr oft nichts. Wer weiß was hier in den nächsten 10-20 Jahren noch alles passiert. Aber ganz sicher werden die Verbrenner nicht in den nächsten 10 Jahren komplett abgelöst.
Und ich wiederhole nochmal:
Der Grund dafür, dass wir bislang nicht einmal alle Räumlichkeiten mit erneuerbaren Strom beleuchten, ist, dass wir "kein Geld" für den Ausbau haben. Das Geld, was wir haben, stattdessen in E-Autos zu investieren ist also nicht ein Schuss in den Ofen und eine Steigerung der fossilen CO2-Emissionen, sondern diese Fehlinvestiton verhindert auch noch eine Verbesserung der Situation.
Erstmal ja, auch ich bin der Meinung, diese Förderung ist nicht wirklich optimal platziert. Aber es werden jährlich afaik ~330mrd Ausgegeben, vieles davon für wirklich nicht sinnvolle shice. Das man jetzt 0,5 oder 1mrd für E-Autos ausgibt, hat mMn keine Auswirkung auf den Öko-Ausbau. Da wäre das Geld anders eh nicht zusätzlich gelandet. Was nicht bedeutet das es dort nicht besser ausgehoben wäre. Aber eine Fehlinvestition ist das Thema E-Auto mMn (auch unter Berücksichtigung deiner Argumente) nicht. Eine Fehlinvestition sind mMn zb. gut 50% der an unsere Politiker ausgeschütteten Gelder (inkl. Renten), da hier keine Abhängigkeit zur erbrachten Leistung gegeben ist. Ein Politiker bekommt nicht zwangsläufig weniger Geld wenn er shice gebaut hat. Und da gäbe es mMn noch eine ganze Reihe weiterer Fehlinvestition die man wirklich kritisieren könnte, bevor man sich den lumpigen €uros der Elektroautoförderung hingibt. :D
 
AW: Tesla holt sich Audi-Manager für die Produktion

Ich will nicht beanspruchen, dass mein Überblick repräsentativ ist, aber ein Hersteller von E-Autos, ein Hersteller von KFZ-Batterien, ein Hersteller von E-/Hybrid-Antrieben und ein Hersteller von Fahrzeugelektronik werden garantiert nicht den Bundesdurchschnitt bei der Unterstützung von Elektroautos repräsentieren ;)
Ja, richtig, dass war eine "leicht" subjektive Auswahl und mir ist selber klar, dass jeder der Firmen nur 3-8 Anschlüsse hat, und es in der Summe nicht der Rede wert ist. Aber es gibt ja auch noch kaum eingesetze Elektrofahrzeuge, warum Infrastruktur auchbauen? Stromkabel liegen überall genug, die Zapfzäulen mit 25KW-Anschluss sind aber nicht umsonst.

Aber so etwas ist einfacher zu installieren, als flächendeckend Glasfaserkabel für alle Haushalte. Man mussx es nur wollen, dann geht es sehr schnell.
 
AW: Tesla holt sich Audi-Manager für die Produktion

Gemessen an den Einsparungen ggü dem Verbrenner wäre die "Energieverschwendung" für zb. 20% nicht (für den Fahrer) nutzbarer Akku-Kapazität, die trotzdem mitgeführt wird, nicht nennenswert.

20% weniger Reichweite beziehungsweise 20% höheres Akkugewicht und 20% höhere Akkukosten wären für den Fahrer nicht nenneswert? Ne, sorry. Aber da hast du glaube ich eine Minderheitenmeinung.

Bis zu einem bestimmten Punkt bzgl. Reichweite (und das nicht nur bis 40KM oder so) sind E-Autos, aufgrund der eingesparten Baugruppen, eigentlich sogar leichter.

Hmmm. Ein Tesla S ist rund eine halbe Tonne schwerer, als ein leicht größerer Audi A6. Der 85 Wh Akku soll 540 kg wiegen. Der E-Golf wiegt 370 kg mehr, als ein gleichstarker Benziner. Seine Batterie wiegt 320 kg. Selbst wenn ich bei den Verbrennern noch ein paar kg für einen vollen Tank dazurechne, ist das E-Auto bereits mit Akkus für eine Reichtweite von 40 cm schwerer, ganz zu schweigen von 40 km oder mehr. Woher nimmst du deine Zahlen?

Und selbst ein Model S liegt durchaus noch im vergleichbaren Rahmen zu entsprechend großen Konkurrenten, trotz 90kWh-Akku.

25% Übergewicht wären für mich nicht "im Rahmen", sondern einfach nur peinlich.

Dazu kommt, das die Akkus zukünftig leichter werden, sich bei den Verbrennern in den letzten 100 Jahren (bzgl. der eingesparten Baugruppen wie zb. Motoren) hingegen nicht wirklich viel getan hat. Die Materialien haben auf der einen Seite zwar Motoren leichter gemacht, der Funktionsumfang und die Größe haben diesen Vorteil aber tlw. mehr als aufgefressen. (ein W12 Motor mit Getriebe wiegt vermutlich 500Kg)

Größe und Funktionsumfang müssen E-Autos für ein vergleichbares Komfort- und Platzniveau auch bieten und bei der Gewichtseinsparung von Verbrennungsmotoren laufen die Arbeiten ebenfalls weiter. Erste Prototypen, die fast nur noch aus Kunststoff bestehen, wurden afaik schon getestet. Elektroautos dagegen werden bislang landauf landab für ihre fehlende Reichweite kritisiert, Fortschritte in der Akkukapazität werden also erst einmal in diese investiert werden und nicht in Gewichtssenkungen.

BMW hat einen Kohlefaser-E-Wagen im Angebot. Und wieviele Kohlefaser-Verbrenner?

Einen hybriden und, wenn man McLaran mitzählt, einen reinen Verbrenner. VW hat einen Kohlefaser-Hybriden und keinen Kohlefaser-Elektro. Tesla weder das eine noch das andere. Und was genau sagt uns das jetzt über die Überlegenheit des Elekto-Antriebsstranges gegenüber dem Benziner-Antriebsstrang?

Ich beziehe mich dabei auf den Endenergieverbrauch, und gehe davon aus,...

In dem Fall wäre es nett, wenn du die Herkunft deiner Zahlen recherchieren könntest. Denn zum einen wäre es ein sehr grober Fehler einmal "Benzin" als Primärenergieträger zu betrachten und das andere mal den fertig geladenen Akku, der ganz klar ein Sekundärenergieträger ist, zum anderen werden Verbrauchszahlen von Elektroautos sehr gerne geschöhnt, in dem man den durchschnittlichen Energiemix zu Grunde legt oder gar eine besonders attraktive Form der Elektrizitätserzeugung - dabei sind zusätzliche Verbraucher elektrischer Energie ganz klar mit überschüssigen Produktionskapazitäten zu veranschlagen, also Kraftwerken die ohne zusätzlichen Bedarf stillgelegt worden wären - im Falle Mitteleuropas Kohlekraftwerken.

Ich bin mir da, wie gesagt, nicht so sicher, ob stationäre Lösungen wirklich zwingend (und vor allem wesentlich) billiger wären. Die Akkus im Auto sind da, eine Kostenbeteiligung daran könnte sich eher rechnen als eine stationäre Lösung, die nur von einer Partei (dem Stromerzeuger) genutzt wird. Gerade da bei steigender Auslastung eines Akkus (je tiefer man ihn entlädt) die Haltbarkeit verringert wird, was bedeutet, man müsste (sofern Akku-Technik zum Einsatz kommt) als Stromerzeuger enorme Kapazitäten aufstellen, wenn man nur zb. 50% der Kapazität nutzen würde. Bei einem Akku im Auto würde man ja nur beim Anschluß am Netz puffern, ergo nur den obersten Füllstand (zb. 20%) zur Pufferung nutzen. Den Rest der Kapazität nutzt der Fahrer. Das könnte, bei einer entsprechenden Vergütung, für beide Seiten lohnend sein.

Das Problem hier ist, dass die unerwünschte Tiefentladung für beide Seiten gilt: Auch der Autofahrer möchte sicherstellen, dass er das Auto nicht mit entnommenen oberen Füllstand vom Netz abkoppelt und dann selbst die Haltbarkeit zusätzlich belastet. Die Akkukapazität ist als nur dann "schon da", wenn sichergestellt wird, dass das Auto im Moment des Losfahrens immer vollständig geladen ist. Und das ist nur beschränkt möglich, denn eben gerade die spontane Verfügbarkeit ist ja ein ganz wichtiger Aspekt beim privaten Auto. Wer die Abfahrt ein paar Stunden vorher planen muss, der könnte zum Beispiel schon heute oft Carsharing oder ÖPNV nutzen - aber nur für ganz wenige Autofahrer ist das eine gangbare Alternative.
Desweiteren kommt hinzu, dass der Stromversorger schon einen Kapazitätsverlust durch die Nutzung des Autos und das Parken an nicht angeschlossenen Parkplätzen hat. Ersteres tritt auch noch stoßweise in den Hauptverkehrszeiten aus, während derer vermutlich weniger als 10% der Fahrzeuge zur Pufferung zur Verfügung stehen. Umgekehrt muss für die gleiche Pufferwirkung also 10 mal mehr mobile Akkukanennpazität geschaffen werden. Wenn du jetzt auch noch die nutzbare Kapazität von in deinem Beispiel 50% auf 20% verkleinerst, müssen die E-Auto-Akkus sogar eine 25 mal höhere Gesamtkapazität haben, als stationäre Akkus, um die gleiche Pufferwirkung zu entfalten. Nimm jetzt noch hinzu dass mobile Akkus crashsicher und leicht sein müssen, während man stationär auch billige Blei-Akkus nehmen kann und du hast schnell hundertfach höhere Investitionen, an denen sich die Autobesitzer nur zu einem kleinen Teil beteiligen werden. Für die Netzbetreiber sind eigene Akkus ganz klar billiger und zuverlässiger.


Das stimmt, aber ich rede ja von eh vorhandenen Speichern. Wenn die Haushalte immer mehr auf eigenproduzierten Strom setzen, und es zb. gebündelte Angebote gibt (Solaranlage inkl. Powerwall), dann steigt die Anzahl an Speichern von ganz alleine. Angenommen jedes Haus hat eine eigene Ökostrom-Anlage samt Puffer, dann kann die lokale Pufferung in einem Ort durchaus so viel Kapazität haben, das weitere Zuleitungen (Überlandl.) wesentlich weniger schnell nötig werden. Das würde sich erst dann wieder ändern, wenn die Häuser entsprechende Überkapazität erzeugen würden, das die Zuführung eben dieser zb. zu den entsprechenden Verbrauchern (Industrie) stärkere Leitungen erfordern würde.

Mit einem ganz großen "Wenn" kann ich da zustimmen. Wenn die Haushalte ohnehin Speicher aufbauen, könnte das den Pufferbedarf insgesamt verringern. Aber ich sehe nicht, dass sie das in den nächsten Jahrzehnten flächendeckend machen werden - deswegen beschäftigte sich meine ursprüngliche Aussage mit staatlichen Fördermaßnahmen: Die Netzstabilisierung durch großflächigere, billige Ausgleichsleitungen und Großspeicheranlagen würde viel weniger Subventionen benötigen, als wenn man die gleiche Stabilisierung in den nächsten Jahren durch eine Subventionierung deutlich teurerer Powerwalls erreichen wollte.

Das stimmt, aber ich sprach ja auch von lokaler Vernetzung, nicht komplett autark zu sein. Fällt meine Anlage aus, ziehe ich den Strom von meinen Nachbarn, bis meine Anlage wieder läuft. Das der Verwaltungsaufwand im Ganzen höher ist stimmt, aber das ist auch bei Heizungen so. Die meisten Häuser haben eine eigene Heizungsanlage, und sind nicht an einem Wärmekraftwerk angeschlossen.

Das ist aber eben totale Autarkie, die aufgrund des einfachen Aufbaus einer Heizung und des vergleichsweise aufwendigen Transportes von Wärme auch finanziell attraktiv ist. Da kommt es eben nicht vor, dass du die Heizung deines Nachbarn mitbenutzt, weil deine ausgefallen ist und ihr alle an einem lokalen Wärmeverteilungsnetz hängt ;)

Wenn die Arbeiter Abends nach Hause gehen, sinkt aber auch der Verbrauch der Industrie sehr deutlich. Ich weiß leider gerade nicht um das Verhältnis Wind- und Wasserkraft ggü. der zeitlich doch eher limitierten Solarstromerzeugung, aber hier sollte natürlich bedarfsorientiert ausgebaut werden. Und falls der Ausbau von Solar aus welchen Gründen auch immer kosteneffizienter möglich ist, dann braucht es eben geeignete Puffermöglichkeiten (welche bei der Kosteneffizienz natürlich berücksichtigt werden müssen).

Die Industriegroßverbraucher arbeiten im Schichtbetrieb, nicht selten steuern sie ihren Bedarf sogar nach dem Stromüberschuss und fahren derzeit die Produktion nachts hoch. Im Moment haben wir die höchsten Bedarfsspitzen Abends, das ist einfach Fakt. Also genau in dem Moment, in dem E-Autos nach dem Arbeitstag mit leerem Akku zu Hause angeschlossen werden und geladen werden sollten - bei geplanten abendlichen Ausflügen sogar geladen werden müssen.
Datei:Lastprofil EWE Fruhjahr mit Kraftwerkseinsatz schematisch.svg – Wikipedia

Leider gibt es kein einziges Kraftwerk, dass eine dazu passende Produktionsverteilung hat. Da ist also immer Regulation erforderlich.

Heizwert sagt mir gerade nichts, aber der Energiegehalt von einem Liter Benzin/Diesel ist ca. 12kWh, also wären es ca. 84kWh.

Heizwert ist die bei Verbrennung freigesetzte Energie. Der absolute chemische Energiegehalt in den Bindungsenergien ist höher, aber die Verbrennungsprodukte H2O und CO2 enthalten ja auch Energie - es wird also nicht alles bei der Verbrennung freigesetzt und normalerweise bezieht sich auch niemand auf diesen Wert. Die von dir angegebenen 12 kWh/l entsprechen ziemlich genau dem Heizwert von Diesel, also wurde da vermutlich nur ungenau angegeben, von welcher Energie die Rede ist. Der von Benzin liegt, wie von mir genannt, ein Stück niedriger - und ich fahre einen Benziner ;)

Der Tesla brauch in der Stadt und auf der Landstraße 24kWh, auf der Autobahn können es auch 30kWh werden. Was für einen Passat fährst du? 1.6? 2.0? Lass und ruhig mal beim Passat bleiben, und nehmen wir mal einen (vs Model S immer noch unfairen) Passat W8.

Ich fahre einen 1,6er und sehe ehrlich gesagt nicht, warum ich für den Vergleich einen Möchtegern Sportwagen heranziehen und dann auch noch den Verbrauch innerorts betrachten soll. Dafür ist der weder gebaut noch gedacht noch geeignet. Wer ein Fahrzeug für Stop&Go kauft, sollte einen Hybrid nehmen - eigentlich aber das Fahrrad oder ÖPNV. Das ein Elektroauto für Innenstädte besser ist, als ein reiner Verbrenner, streitet glaube ich niemand ab. Das ist so trivial wie die Feststellung, dass LKWs besser für den Warentransport geeignet sind als Ferraris.
(für die Strecken, die ich hier lokal innerorts fahre, komme ich übrigens ohne hybrid auf einen Schnitt von 9 bis 10 l.)

Wie gesagt, ich kann für jede Stimme die sagt das E-Autos mit zb. Kohlestrom die Umwelt gar nicht weniger belasten auch Stimmen finden, die das Gegenteil behaupten.

Es gibt, außerhalb vielleicht von E-Autoherstellern und Kohlekrafwerksbetreibern, Stimmen, die behaupten, dass verstrome Kohle via Elektoauto weniger CO2 ausstößt, als ein Benziner? Da habe ich erhlich gesagt noch keine einzige gehört. Normalerweise nehmen Auto-Schönreder den Strommix und tun so, als würden bei zusätzlichem Verbrauch durch Elektroautos auch zusätzliche Erneuerbare Kraftwerke automatisch aus dem nichts entstehen, und nicht nur alte Fossile Kraftwerke länger am Netz bleiben.

Es kommt immer auf die zugrunde liegenden Zahlen an, mit denen man rechnet.

Ich habe dir die gezeigt, mit denen ich rechne. Zeig uns die, mit denen du rechnest.

Wenn man bei einer Ladung tagsüber den Ökostrom von anderen stationären Verbrauchern "klaut", wie kann es dann sein das regelmäßig durch Ökostrom erzeugter Peakstrom in Nachbarländer abgeleitet werden muß, weil man die restlichen Erzeuger nicht so schnell hoch und runter regeln kann? Also ist doch schon heute ein zeitweiser Überschuss vorhanden.

In den Mittagsstunden haben wir teilweise einen Ökostromüberschuss im Netz. Das bestreite ich nicht, sondern habe es selbst ein paar mal erwähnt.
Ich bestreite aber, dass dein für den täglichen Weg zur Arbeit genutzter Tesla 3 mittags in Reichweite deiner privaten Solartanke steht, so dass er mit diesem Überschuss geladen werden kann. Wie bereits mehrfach erwähnt müsste dafür jeder Arbeitgeber für jeden seiner Arbeitnehmer einen Parkplatz mit Lademöglichkeit bereitstellen. Siehst du diesen Zustand in den nächsten 10-20 Jahren kommen? Ohne zusätzlichem Bedarf an staatlicher Finanzierung? Ich nicht.

Außerdem, das Thema Ökostrom wurde durch stationäre Verbraucher weit weniger ins öffentliche Interesse gerückt als beim Thema E-Auto.

So? Mit Ausnahme von Typen wie mir, die auf die Sinnlosigkeit von E-Autos hinweise, wäre mir nicht aufgefallen, dass das irgendwer ins öffentliche Interesse rückt. Im Gegenteil. Bei Politikern, in Nachrichten und Zeitschriften darf ich regelmäßig etwas von "grünen", "umweltschonenden", "emissionsfreien" Elektroautos lesen und das jedes einzelne mal ohne dass das Thema Ökostrom überhaupt angesprochen wird. Das wurde zum letzten Mal durch Fukushima in die Medien gebracht.

Die Frage ist doch wie man auf den Bedarf reagiert. Ohne E-Autos hätte es vielleicht wirklich bis 2400 gedauert, bis die Grundlagen bzgl. Ökoversorgung geschaffen wären.

Und mit E-Autos dauert es länger. Oder was genau ändern E-Autos an einer Reaktion, die bislang aus der Aussage "wir haben kein Geld" hergeleitet wird? Als ich das letzte Mal nachgeguckt habe, haben E-Autos den Verbraucher und neuerdings auch den Staat mehr Geld gekostet, als Verbrenner. Wie soll das deiner Meinung nach also funktionieren?
"wir haben kein Geld => wir können nichts für Ökostrom ausgeben"
wird zu
"wir haben weniger als kein Geld => wir geben mehr davon für Ökostrom aus"

:confused: :confused: :confused:

Aber das ist nicht mal der Fall wenn morgen schon alle mit E-Autos fahren würden.

Du hast gelesen, dass sich nach meiner Rechnung der Bedarf an zusätzlichem Ökostrom zur Deckung der Stromnachfrage in diesem Fall um rund 50% steigern würde, behauptest hier aber erneut das exakte Gegenteil.

Dazu kommt dann noch der quasi unberechenbare Faktor "eigenproduzierter Strom". Bisher wurden zb. Solaranlagen doch primär wegen der Einspeisevergütung aufgestellt. Durch die gefallenen Preise der Anlagen (auch kleinen Windkraftanlagen) wird es immer lukrativer ihn einfach selbst zu verbrauchen. Hier könnte das Thema E-Auto sich durchaus ebenfalls motivierend auswirken. Dazu kommt die potentielle Möglichkeit dadurch auch an andere Stelle kosten eliminieren zu können. Man kann Strom quasi selbst erzeugen, aber nicht Öl und Gas. Wenn es günstig genug ist Strom selbst zu produzieren, fliegen auch öfter mal klassische Heizungsanlagen raus. Solarthermie (also ohne Strom) findet schon eine ganze Weile immer mehr Anhänger. Aber anders als zb. ein Windrad aufm Dach erzeugt die ST im Winter sehr oft nichts. Wer weiß was hier in den nächsten 10-20 Jahren noch alles passiert.

Das weiß niemand. Die Frage ist nur, ob sich der Kauf eines E-Autos darauf so positiv auswirkt, dass man die Förderung von E-Autos steigern und die Förderung von Erneuerbaren Energien drosseln sollte? Denn genau das macht die Regierung derzeit. Dieser Logik folgend müsste jeder Euro Subvention, der in ein E-Auto fließt, also zu einem weitere Euro führen, der in die allgemeine Ökostromproduktion fließt um die entfallene Subvention auszugleichen und zu einem dritten Euro, der zusätzlich in die Produktion von Ökostrom zum Laden des Autos fließt, um dessen Verbrauch auszugleichen und zu einem vierten Euro, der zusätzlich in die Produktion von Ökostrom fließt, damit eben nicht nur ausgeglichen sondern tatsächlich mehr produziert wird.
Preisfrage: Wo hat jemand, der gerade viel Geld in eine E-Auto investiert hat, auf einmal dreimal soviel Geld für die Investition in erneuerbare übrig, wie er es ohne den E-Autokauf gehabt hätte?
Mag sein, dass ich einfach zu blöd bin, um das zu kapieren (vielleicht gehöre ich deswegen zu der armen Mehrheit, die gar kein Dach hat, auf das sie Solarpaneele für das Auto darunter schrauben könnte)

Aber ganz sicher werden die Verbrenner nicht in den nächsten 10 Jahren komplett abgelöst.


Erstmal ja, auch ich bin der Meinung, diese Förderung ist nicht wirklich optimal platziert. Aber es werden jährlich afaik ~330mrd Ausgegeben, vieles davon für wirklich nicht sinnvolle shice. Das man jetzt 0,5 oder 1mrd für E-Autos ausgibt, hat mMn keine Auswirkung auf den Öko-Ausbau. Da wäre das Geld anders eh nicht zusätzlich gelandet.

Von solchen Argumentationen halte ich rein gar nichts. Es gibt eine endliche Ressource und was man von dieser an einem Ende investiert fehlt definitiv am anderen Ende. Wenn man die E-Auto-Subventionierung z.B. durch eine Anhebung der Dieselsteuern finanzieren würde: Okay, Auto-Subventionen gegen andere Auto-Subventionen getauscht, die sich beide nicht sonderlich in ihrer Ökowirkung unterscheiden.
Aber wie gesagt: Das jüngste Kürzungsprogram ist die Neufassung des EEG. Und selbst wenn man die Dieselsteuer irgendwann mal hochsetzen sollte, könnte man diese Geld eben auch direkt in mehr Ökostrom investieren, wo es eine direkte positive Wirkung auf die Emissionen hätte, als in E-Autos, wo es bis auf weiteres keine positive Wirkung hat.

Was nicht bedeutet das es dort nicht besser ausgehoben wäre. Aber eine Fehlinvestition ist das Thema E-Auto mMn (auch unter Berücksichtigung deiner Argumente) nicht. Eine Fehlinvestition sind mMn zb. gut 50% der an unsere Politiker ausgeschütteten Gelder (inkl. Renten), da hier keine Abhängigkeit zur erbrachten Leistung gegeben ist. Ein Politiker bekommt nicht zwangsläufig weniger Geld wenn er shice gebaut hat. Und da gäbe es mMn noch eine ganze Reihe weiterer Fehlinvestition die man wirklich kritisieren könnte, bevor man sich den lumpigen €uros der Elektroautoförderung hingibt. :D

Ich gebe dir sicherlich recht, dass es eine ganze Menge mehr Stellen gibt, wo Geld für die falsche Lenkungswirkung genutzt wird. (Stichworte: Flugverkehr. Waffenproduktion. Nicht-E-Autoherstellung. Landschaftsversiegelung. Steigerung der Vermögensungleichverteilung. Destabilisierung wirtschaftlicher Rahmenbedingungen) Aber 600 Millionen Euro sind gar nicht so lumpig, das ist schon ein richtig dicker Batzen Geld für eine reine staatliche Subventionsmaßnahme ohne irgend einen Nutzen für den Staat. Die 300 Mrd Gesamthaushalt darfst du da nicht als Referenz sehen, denn die werden vor allem von den Sozialen Transferleistungen gebildet. Ein Vergleich mit z.B. den Politikerdiäten ist zwar inhaltlich auch nicht sinnvoll, aber sollte dir vielleicht einen Eindruck von den Dimensionen geben: Die Bundestagsabgeordneten bezähen Diäten in Höhe von 68 Millionen Euro im Jahr. Und auch wenn viele davon deutlich zu viel Zeit in Aufsichtsräten und Talk Shows verbringen, tun sie doch einiges für Deutschland. Die Autohersteller machen das nicht (sondern investieren im Gegenteil in Asien, während sie dem deutschen Verbraucher umweltschädliche Bedürfnisse einreden) und bekommen zehntausend mal mehr dafür.


Ja, richtig, dass war eine "leicht" subjektive Auswahl und mir ist selber klar, dass jeder der Firmen nur 3-8 Anschlüsse hat, und es in der Summe nicht der Rede wert ist. Aber es gibt ja auch noch kaum eingesetze Elektrofahrzeuge, warum Infrastruktur auchbauen? Stromkabel liegen überall genug, die Zapfzäulen mit 25KW-Anschluss sind aber nicht umsonst.

Aber so etwas ist einfacher zu installieren, als flächendeckend Glasfaserkabel für alle Haushalte. Man mussx es nur wollen, dann geht es sehr schnell.

Würde mich erhlich gesagt mal eine Kostenrechnung zu interessieren. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass die Vollbestückung eines gehoben mittelständischen Parkplatzes (naja: Nach den Definitionen unserer Politiker wohl eher ein klitzekleiner Familienbetrieb, schließlich ist alles mit 20k Angestellten noch Mittelstand) mit 200 mal 25 kW sogar teurer sein kann, als z.B. die Versorgung eines Wohnblocks mit 200 mal 1 Gbit. Die meisten Parkplätze haben ja nur Stromkabel für ein Bisschen Beleuchtung und wenn man alle Parkplätze in einem Gewerbegebiet oder gar in einem städtischen Einkaufszentrum ausrüstet, dann werden auch die Zuleitungen nicht mehr ausreichen. Im Gegensatz zu einer dünnen Glasfaser, die teilweise in vorhandenen Leitungen verlegt wird, sind dann auf einmal Tiefbauarbeiten für dicke Starkstromleitungen angesagt und eine Vergrößerung des Umspannwerkes.
 
AW: Tesla holt sich Audi-Manager für die Produktion

Würde mich erhlich gesagt mal eine Kostenrechnung zu interessieren. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass die Vollbestückung eines gehoben mittelständischen Parkplatzes.....
Ja, mich auch, aber als Massenfertigungsprodukt sollte es nicht so teuer werden, da rechne ich mit 1000,-€ pro Steckdose mit Installation.
In Deutschland kommen auf 30 Millionen Autos knapp 15.000 Tankstellen. Das sind 2000 Autos pro Tankstelle. Das funktioniert auch nur,
weil die Menschen nur einmal in der Woche bis einmal im Monat auftanken. Darum braucht wir auch nicht 30 Milionen Tanksäulen, sondern
erhablich weniger und wenn wir ein Auto anschließen, zieht es die erzähnte Maximallast auch nur 2h oder kürzer.

Von der Kostenseite her liegt eine Tankstelle wegen der Umweltauflagen und der teuren Tankanlage auch bei ungefähr einer Million Euro
pro Tankstelle, sind 500,-€ pro Fahrzeug. Die Stromversorgung liegt in ähnlichen Bereichen, aber es entfallen dann die Verteilungskosten,
die sind im Strompreis mit drin.

NImand sagt, dass es einfach und billig wird, niemand sagt, dass wir morgen sofort alle umsteigen, aber alle wesentlichen Probleme lassen
sich für die überwiegende Anzahl der Nutzer heute schon lösen. Darum sehe ich auch keine großen Hindernisse mehr und ahne, gerade
durch die Abgaskrise angefeuert, einen enormen Zuwachs an Elektrofahrzeugen. eiltweit wohlbemerkt, nicht in Deutschland, da wird es
länger dauern.

Und wenn Tesla mit deutschen Fertigungs Know How ein paar Prozent günstiger Produziert, und das kann eine guter Manager schaffen,
dann wird es den Ausbreitungsgrad der E-Fahrzeuge nur erhöhen.
 
AW: Tesla holt sich Audi-Manager für die Produktion

20% weniger Reichweite beziehungsweise 20% höheres Akkugewicht und 20% höhere Akkukosten wären für den Fahrer nicht nenneswert? Ne, sorry. Aber da hast du glaube ich eine Minderheitenmeinung.
Wie ich schon mehrfach sagte, niemand hat behauptet das der Fahrer dafür aufkommen soll.
Hmmm. Ein Tesla S ist rund eine halbe Tonne schwerer, als ein leicht größerer Audi A6. Der 85 Wh Akku soll 540 kg wiegen. Der E-Golf wiegt 370 kg mehr, als ein gleichstarker Benziner. Seine Batterie wiegt 320 kg. Selbst wenn ich bei den Verbrennern noch ein paar kg für einen vollen Tank dazurechne, ist das E-Auto bereits mit Akkus für eine Reichtweite von 40 cm schwerer, ganz zu schweigen von 40 km oder mehr. Woher nimmst du deine Zahlen?
Ich rechne nach den Baugruppen. Siehe zb. hier: So viel wiegen die Teile des Tesla Model S - ecomento.tv

Der komplette Antrieb (Motor, Diff, Getriebe) des Tesla wiegt etwa 260Kg. Ein kompletter Verbrenner-Antrieb kann, je nach Bauform und bei vergleichbarer Leistung, und inkl. der Teile die beim Verbrenner noch dazu kommen (die ein Tesla nicht hat, zb. Kardanwelle, Auspuff usw), auch gut und gerne mal das doppelte wiegen. Das Beispiel mit deinem Golf fällt hier zu "deinen" Gunsten aus, da der (schwache) E-Golf mit deutlich mehr Power weniger an Gewicht zulegen würde, als sein Verbrenner-Kollege. Mit dem für den Allradantrieb benötigten Teilen geht die Schere sogar noch etwas weiter auseinander, zumal du erstmal einen Serien-Verbrenner mit fast 1000NM finden muß (das ist quasi der Anzug eines Bugatti Veyron). Wenn du das Model S mit einem A6 vergleichen möchtest, dann nimm wenigstens den S6 Avant, der dann auch etwa das gleiche Gewicht hat. Wie gesagt, bei solchen Vergleichen kann ich immer je nach Gusto die eine oder die andere Seite besser aussehen lassen.
Größe und Funktionsumfang müssen E-Autos für ein vergleichbares Komfort- und Platzniveau auch bieten und bei der Gewichtseinsparung von Verbrennungsmotoren laufen die Arbeiten ebenfalls weiter. Erste Prototypen, die fast nur noch aus Kunststoff bestehen, wurden afaik schon getestet. Elektroautos dagegen werden bislang landauf landab für ihre fehlende Reichweite kritisiert, Fortschritte in der Akkukapazität werden also erst einmal in diese investiert werden und nicht in Gewichtssenkungen.
Die Reichweite ist das einzige wirkliche Argument (und das auch nur, wenn man jemand ist der mehr RW brauch als aktuelle E-Fahrzeuge bieten). Übrigens liegt der Rekord beim Model S bei >800KM mit einer Ladung, natürlich bei entsprechender (langsamer) Fahrweise.
Einen hybriden und, wenn man McLaran mitzählt, einen reinen Verbrenner. VW hat einen Kohlefaser-Hybriden und keinen Kohlefaser-Elektro. Tesla weder das eine noch das andere. Und was genau sagt uns das jetzt über die Überlegenheit des Elekto-Antriebsstranges gegenüber dem Benziner-Antriebsstrang?
Meine Antwort, "die Leute können nicht kaufen was es nicht gibt", bezog sich auf dein "und wenn die Leute bereitwillig deutlich kleinere Autos fahren (oder extra Geld in Kohlefaserleichtbau investieren oder ...) würden". Völlig ungeachtet der Frage welcher Antrieb in einer Kohlefaser-Karosse stecken. Dazu äußerte ich, das ich persönlich grundsätzlich kein Fan von diesem Material bin, da es aufwendig zu recyclen sein. Von Überlegenheit o.ä. war nie die Rede.
zum anderen werden Verbrauchszahlen von Elektroautos sehr gerne geschöhnt
Deswegen habe ich die Zahlen von Prof. Sinn übernommen, der kein Freund von E-Autos (oder dem Ausstieg vom Atomstrom) ist, oder zb. vom ADAC, der selbst nachgemessen hat.
Das Problem hier ist, dass die unerwünschte Tiefentladung für beide Seiten gilt: Auch der Autofahrer möchte sicherstellen, dass er das Auto nicht mit entnommenen oberen Füllstand vom Netz abkoppelt und dann selbst die Haltbarkeit zusätzlich belastet.
Zumindest beim Tesla-Akku kann der Fahrer den Akku weder komplett voll laden, noch komplett leer fahren, da seine "100% Kapazität" ab Werk dem Akku entsprechend positioniert wurde. Wie gesagt, die dem Fahrer (und damit dem Auto) zur Verfügung gestellte Kapazität entspricht nicht der eigentlichen Kapazität des Akkus. Deswegen würde sich, für den Fahrer, auch nichts ändern, würde man einen Teil der Kapazität zum Puffern verwenden. Er würde eine verringerte Reichweite nur dann feststellen, wenn er das Auto kauft, fährt, und dann nachträglich ein Teil der von ihm genutzten Kapazität zur Pufferung "weggenommen" wird. Nutzt man zur Pufferung den ab Werk vom Hersteller gesperrten (blinden) Bereich des Akkus, oder reduziert die nutzbare Kapazität entsprechend der zur Pufferung genutzten Kapazität ab Werk, dann verliert der Fahrer keine Reichweite, und der Akku wird weiterhin geschont.
Wenn du jetzt auch noch die nutzbare Kapazität von in deinem Beispiel 50% auf 20% verkleinerst, müssen die E-Auto-Akkus sogar eine 25 mal höhere Gesamtkapazität haben, als stationäre Akkus, um die gleiche Pufferwirkung zu entfalten. Nimm jetzt noch hinzu dass mobile Akkus crashsicher und leicht sein müssen, während man stationär auch billige Blei-Akkus nehmen kann und du hast schnell hundertfach höhere Investitionen, an denen sich die Autobesitzer nur zu einem kleinen Teil beteiligen werden.
Wie gesagt, die Auto-Akkus gehören zum E-Auto, der Kunde kauft den Akku also eh. Bis hier hin hat der Stromerzeuger 0 Kosten. Es geht jetzt nur darum einen Teil der eh vorhandenen Akku-Kapazität zum Puffern zu nutzen. Kauft der Stromerzeuger eigene Puffer, muß er viel Geld Investieren. Dazu kommen kosten für Wartung und Instandhaltung. Ist der Puffer defekt, oder aufgrund des Alters nicht mehr effizient, müssen wieder unsummen investiert werden. Das alles entfällt bei der Nutzung von "Fremd-Akkus". Vergütet er hingegen den Autofahrer oder Hausbesitzer um dessen eh vorhandenen Akku tlw. als Puffer nutzen zu können, kann sich das für beide Seiten lohnen. Ähnlich dem Thema "Haus kaufen oder zur Miete wohnen". Das eigene Haus muß ich erstmal für viel Geld bauen (oder kaufen), und dann immer warten und instandhalten. Je nach Rechnung ist es finanziell gesehen daher sehr oft ratsam eben NICHT ein eigenes Haus zu kaufen und zu bewohnen, sondern einfach zur Miete zu wohnen. Gleichzeitig lohnt es sich für den Vermieter zu vermieten.
Mit einem ganz großen "Wenn" kann ich da zustimmen. Wenn die Haushalte ohnehin Speicher aufbauen, könnte das den Pufferbedarf insgesamt verringern. Aber ich sehe nicht, dass sie das in den nächsten Jahrzehnten flächendeckend machen werden
Es kommt auf die Perspektive an. Ich kann auch nicht sehen das sie es machen werden. Aber ich kann auch nicht sehen das sie es nicht machen werden. Vor 10 Jahren hat auch niemand gesehen das in 10 Jahren alle mit leistungsstarken Smartphones rumlaufen, die quasi auch alle im Internetz sind. Wie kannst du zuverlässig eine Aussage dazu treffen, wenn die Umstände noch völlig unklar sind? Vielleicht kostet die 10kWh Powerwall (vom dann größten Akku-Hersteller Tesla) in 5 Jahren keine 3500$ mehr, sondern nur noch 2000$. Schon würden solche Lösungen deutlich attraktiver werden. Vielleicht noch attraktiver wenn Tesla direkt aus einer Hand Bundles mit Solar- und/oder ggf. Kleinst-Windkraftanlagen anbietet. Und wer weiß was in dem Bereich in 10 Jahren angeboten wird. Aber du sprichst davon das die nächsten Jahrzehnte nichts passieren wird. Mir ist das alles einfach zu pessimistisch. :D
- deswegen beschäftigte sich meine ursprüngliche Aussage mit staatlichen Fördermaßnahmen: Die Netzstabilisierung durch großflächigere, billige Ausgleichsleitungen und Großspeicheranlagen würde viel weniger Subventionen benötigen, als wenn man die gleiche Stabilisierung in den nächsten Jahren durch eine Subventionierung deutlich teurerer Powerwalls erreichen wollte.
Ich bin genau anderer Meinung. Ja, Große Puffer brauchen wir so oder so ein paar, keine Frage. Aber nein, die sollten nicht mehr (Anteilig) gefördert werden. Aus einem einfachen Grund: Die großen Puffer zahlt am Ende (wie alles!) der Verbraucher. Dazu kommt aber noch der nicht unerhebliche Anteil, den die Stromerzeuger als Gewinn einstreichen. Fördert man hingegen die dezentrale Energieversorgung (beim kleinen Mann zu Hause), fällt dieser Anteil weg, und bleibt direkt beim Kunden bzw. Verbraucher. Man hat unterm Strich also mit der dezentralen Erzeugung und Pufferung nicht nur das effektivere und intelligentere Netz, man verlagert auch noch einen großen Teil von den Konzernen hin zum Kunden. Je mehr der Kunde Erzeuger und Verbraucher gleichermaßen wird, desto kosteneffizienter wird die ganze Sache auch für ihn. Jedenfalls was den Eigenverbrauch eines Haushaltes angeht, und noch ein Stück weit darüber hinaus. Den eigenen Strom fürs eigene E-Auto wird man bei einem entsprechend geringen Verbrauch ebenfalls selber produzieren können. Natürlich nicht wenn man täglich viele KM mit einem Tesla fährt, aber bei Kleinwagen und Kurzstrecke wäre es durchaus möglich.
Im Moment haben wir die höchsten Bedarfsspitzen Abends, das ist einfach Fakt. Also genau in dem Moment, in dem E-Autos nach dem Arbeitstag mit leerem Akku zu Hause angeschlossen werden und geladen werden sollten - bei geplanten abendlichen Ausflügen sogar geladen werden müssen.
Datei:Lastprofil EWE Fruhjahr mit Kraftwerkseinsatz schematisch.svg – Wikipedia
Leider gibt es kein einziges Kraftwerk, dass eine dazu passende Produktionsverteilung hat. Da ist also immer Regulation erforderlich.
Das ist der Peakverbrauch der wegfallen würde wenn die Haushalte tagsüber den Strom in Powerwalls speichern würden. Die E-Autos die von Abends bis Morgens zum Laden am Netz hängen, könnte man problemlos intelligent laden. Wenn die Autos von Abends bis Morgens zum Laden am Netz hängen, müssen sie ja nicht auch zwangsweise auch alle Abends anfangen zu laden. Entscheidend ist ja lediglich das sie am nächsten Morgen rechtzeitig geladen sind.
Ich fahre einen 1,6er und sehe ehrlich gesagt nicht, warum ich für den Vergleich einen Möchtegern Sportwagen heranziehen und dann auch noch den Verbrauch innerorts betrachten soll.
Wie gesagt, ich kann alles immer je nach Gusto so vergleichen, das mal das eine und mal das andere schlecht ausschaut. Einen 5+2sitzigen 500PS 1000NM Model S kann man natürlich auch mit nem 1.4TSI Passat Variant vergleichen. Ein Apfel und eine Banane können u.u. auch mal das gleiche Volumen haben.^^
Es gibt, außerhalb vielleicht von E-Autoherstellern und Kohlekrafwerksbetreibern, Stimmen, die behaupten, dass verstrome Kohle via Elektoauto weniger CO2 ausstößt, als ein Benziner?
Davon bin ich einfach mal ausgegangen, bzw. dachte ich sowas mal gehört zu haben. Keine Ahnung, bei uns nutzen die mit Abstand meisten Verbraucher den einzigen vom lokalen Anbieter (Stadtwerke) angebotenen Natur-Tarif, und da kommt der Strom zu 100% aus Wasserkraft. Mir ging es allgemein darum das beim Strom die einen sagen "weniger CO2", und die anderen "mehr CO2".

Aber um mal beim Thema zu bleiben: Ich hab gelesen das der Ausstoß bei der Verstromung von Kohle irgendwo um 1000g CO2 pro kWh liegt, und wenn die Abwärme zum heizen verwendet wird (Wärmekopplung), die Emmission der Verstromung bei ~600g CO2 pro kWh liegt. Wenn wir für das Model S mal einen Verbrauch von 25kWh/100KM rechnen, wären das 0,25kWh/KM und 600/4=150g CO2 pro KM, korrekt? Das wäre dann weniger als ein Passat 3.6FSI mit 215g CO2 pro KM, der weniger Leistung hat und 400Kg weniger wiegt, und auch noch weniger als ein Passat mit 2.0 Maschine. Fehler dürfen natürlich gerne korrigiert werden. Übrigens, mein Passat V6 kommt auf ca. 270g, der besagte W8, der auch noch ganz legal auf der Straße fahren darf, käme hier auf 320g.
Wie bereits mehrfach erwähnt müsste dafür jeder Arbeitgeber für jeden seiner Arbeitnehmer einen Parkplatz mit Lademöglichkeit bereitstellen. Siehst du diesen Zustand in den nächsten 10-20 Jahren kommen? Ohne zusätzlichem Bedarf an staatlicher Finanzierung? Ich nicht.
Es gibt heute ca. 45mio Autos in D. Jährlich werden afaik 3mio Neuwagen verkauft. Wenn also heute schon jeder Neuwagen ein Stromer wäre, würde es 15 Jahre dauern bis der komplette Bestand ausgetauscht wäre. Letztes Jahr waren es ca. 12.500 Elektroautos. Wir haben also mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch reichlich Zeit, darauf zu reagieren. Aber dazu eins weiter unten noch was.
So? Mit Ausnahme von Typen wie mir, die auf die Sinnlosigkeit von E-Autos hinweise, wäre mir nicht aufgefallen, dass das irgendwer ins öffentliche Interesse rückt. Im Gegenteil. Bei Politikern, in Nachrichten und Zeitschriften darf ich regelmäßig etwas von "grünen", "umweltschonenden", "emissionsfreien" Elektroautos lesen und das jedes einzelne mal ohne dass das Thema Ökostrom überhaupt angesprochen wird. Das wurde zum letzten Mal durch Fukushima in die Medien gebracht.
Auch die Dussel in der Politik werden sich nicht erst seit gestern Gedanken darüber machen, wo der Strom denn herkommen soll, um A den Wegfall der Atomenergie zu kompensieren, und B die grundsätzlichen Bedarf noch ökologischer zu decken. Allerdings sehe ich hier eher die Erzeuger in der Pflicht. Es kann ja nicht sein das man immer nur reagiert, wenn die Politik anreize schafft oder Grenzen aufzeigt. Allerdings meinte ich mit öffentlichem Interesse schon primär die Menschen, und die machen sich durchaus ihre Gedanken. Und wenn es Menschen wie Elon sind, der (bzw. seine Cousins) ja schon dabei ist die USA mit Solarpaneln einzudecken. Ähnliches ist ja auch schon für Ladestationen in Deutschland geplant, wo zu den Chargern noch Geschäfte und Restaurants kommen. Der hat mit seinen E-Autos die deutschen Autobauer etwas erschreckt, vielleicht wird er auch noch die Energieerzeuger erschrecken. Ich sehe jedenfalls größere Chancen das hier durch Konkurrenz ein beschleunigter Vortrieb ausgelöst wird, als durch die tolle Politik. Eigentlich hat Politik den Fortschritt öfter ausgebremst als beschleunigt...
Und mit E-Autos dauert es länger. Oder was genau ändern E-Autos an einer Reaktion, die bislang aus der Aussage "wir haben kein Geld" hergeleitet wird?
Bundeshaushalt 2016

Wir haben sehr wohl Geld, es wird einfach nur viel Kohle verschwendet. Und damit meine ich nicht die paar Kröten für die Förderung der E-Autos. Meiner Meinung nach, und obwohl ich die Förderung nicht für perfekt halte, steht sie trotzdem sehr weit oben was das Thema sinnvoll angeht. Wenn also kein Geld für den Ausbau Ökostrom vorhanden ist, dann steht die Förderung der E-Autos als Begründung mMn sehr weit hinten.
Du hast gelesen, dass sich nach meiner Rechnung der Bedarf an zusätzlichem Ökostrom zur Deckung der Stromnachfrage in diesem Fall um rund 50% steigern würde, behauptest hier aber erneut das exakte Gegenteil.
Richtig, weil du immer noch nur mit den vorhandenen Verbrauchern rechnest, aber die Verbraucher außer Acht läßt, die zwar aktuell nicht mit Strom betrieben werden (sondern mit endlichen Ressourcen), dies aber am Ende auch müssen (oder zumindest sollten). Daher akzeptiere ich zwar das Ergebnis deiner Rechnung (ohne sie kontrolliert zu haben), nicht aber die Rechnung an sich. :-P
Das weiß niemand. Die Frage ist nur, ob sich der Kauf eines E-Autos darauf so positiv auswirkt, dass man die Förderung von E-Autos steigern und die Förderung von Erneuerbaren Energien drosseln sollte? Denn genau das macht die Regierung derzeit.
Ich sehe da eben keinen Zusammenhang selbst wenn die Regierung es so verkaufen würde. Wie gesagt, Geld ist da, auch mit der Förderung. Die Regierung verpulvert es einfach nur woanders. Dazu kommt, dass die Regierung durch die Förderung der Verbraucher ja selbst den Bedarf steigert, also müssen sie sich doch im Klaren darüber sein, das auf Erzeugerseite ebenfalls gepusht werden muß. Für so dumm halte nicht mal ich unsere Regierung, das ihnen das nicht klar ist. Atomstrom abschaffen und weiteren Bedarf schaffen/fördern, wo soll der Strom denn zukünftig herkommen wenn man nicht die Öko-Erzeugung ebenfalls pusht.




Nachtrag:

Was man bei der Frage der Umweltbelastung durch E-Autos nicht unbeachtet lassen sollte, ist die Tatsache, das die Reduzierung der Umweltbelastung auch sekundär stattfindet, und dort ebenfalls nicht unerheblich ist. Die Stoffe und Teile, die bei einem Verbrenner über ein Autoleben aufgrund Wartung und Instandhaltung anfallen, bei einem E-Auto aber nicht, wirken sich ja ebenfalls positiv auf die Bilanz des E-Autos aus. Bzgl. Model S wären das bei einem vergleichbaren Verbrenner (und entsprechender Kilometerleistung) über das Autoleben und bei guter Wartung zb. durchaus mal (grob geschätzt) 50-80 Liter Motoröl, 30-40 Zündkerzen, 15-20 Filter für Öl und Luft, ein paar Auspuffanlagen, ein paar Keil- und Zahnriemen usw. Dazu kommen dann bauartbedingt noch außerplanmäßig erforderliche Teile für die Instandhaltung (Steuerkette, Zylinderkopfdichtung oder mal den kompletten Motor wechseln), da Verbrenner nunmal deutlich Anfälliger sind. Diese Teile müssen ja nicht nur aus Materialien hergestellt werden, sie müssen auch vom Hersteller zum Einbauort transportiert werden.

Bei E-Auto ist hier der einzige nennenswerte Punkt der Akku. Beim Tesla Roadster zb., der seit 2006 verkauft wird, beträgt Laut einer Studie die Akkukapazität nach 160.000KM noch etwa 85%. Tesla selbst nannte damals 70% Kapazität nach 80.000KM und 5 Jahren. Beim jüngeren Model S gibt es Berichte im Netz (zb. Youtube), bei denen der Kapazitätsverlust noch geringer ist. Die Haltbarkeit der Akkus bzgl. Kilometerleistung wird also sehr wahrscheinlich gar kein Problem sein bzw. werden. Interessanter dürfte hier die Frage nach dem Kapazitätsverlust aufgrund der Alterung sein. Bezüglich der aktuell noch verbauten Tesla-Akkus bin ich mir gerade nicht sicher, aber BMWs Akku im i3 soll eine Haltbarkeit von mindestens 20 Jahren haben, was schon deutlich über dem durchschnittlichen Autoleben liegt.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Tesla holt sich Audi-Manager für die Produktion

Nach der Überschrift dachte ich schon: "Na endlich haben se so einen Bürohengst auch mal anne Schippe bekommen":D

Aber zu früh gefreut. Gehälter in Millionenhöhe kann man mit anständiger Arbeit nicht verdienen.
 
AW: Tesla holt sich Audi-Manager für die Produktion

Ja, mich auch, aber als Massenfertigungsprodukt sollte es nicht so teuer werden, da rechne ich mit 1000,-€ pro Steckdose mit Installation.
In Deutschland kommen auf 30 Millionen Autos knapp 15.000 Tankstellen. Das sind 2000 Autos pro Tankstelle. Das funktioniert auch nur,
weil die Menschen nur einmal in der Woche bis einmal im Monat auftanken. Darum braucht wir auch nicht 30 Milionen Tanksäulen, sondern
erhablich weniger und wenn wir ein Auto anschließen, zieht es die erzähnte Maximallast auch nur 2h oder kürzer.

Genau der Vergleich mit Verbrennern ist eben nicht möglich. Zum einen müssen E-Autos ungefähr doppelt so oft geladen werden, zum anderen brauchen sie wesentlich länger zum laden. 5-10 Minuten Zwischenstopp alle 500-600 km (Diesel ggf. deutlich mehr) kann man akzeptieren. 30-60 Minuten wären aber kein kurzer Zwischenstopp mehr und alle 250-300 km schon gar nicht. Deswegen brauchen Elektroautos eine Lademöglichkeit an jedem denkbaren Zielort und nicht nur eine Handvoll dazwischen.
Das gilt um so mehr, wenn man sie als Zwischenspeicher nutzen oder mit Peakstrom betanken will. Je nach Fahrleistung und -Muster braucht es dann sogar mehr als 45 Millionen Lademöglichkeiten (30 Millionen PKW ist lange, lange vorbei ;) ), weil bei längeren Strecken an Start- und Zielort geladen werden muss oder weil bestimmte Orte nur selten aufgesucht werden. (in beiden Fällen reicht aber auch ein flächendeckendes Netz von Schnellladestationen). Durch Umzüge verschiebt sich auch der Bedarf, so dass man nicht exakt mit einer Lademöglichkeit pro Auto planen kann.

Ein weiteres Problem, dass nicht unter den Tisch fallen sollte und z.B. bei "Bereitstellung für JEDEN Arbeitnehmer" enthalten ist: Man braucht überhaupt erst einmal festgelegte Parkplätze für jedes einzelne Fahrzeug an mindestens einem Ende der Strecke braucht. Die sind heute nicht gegeben und z.B. entlang von Straßen mit Parkplätzen und Radweg kann man nicht einfach Ladestationen aufstellen, weil dann entweder Kabel eine Fahrspur blockieren oder aber die dichtstehenden Ladesäulen die Türen der Autos. Da müssten festgelegte Parkplätze markiert werden - und die brauchen deutlich mehr Platz als wildes Parken, da auch ein Kleinwagen eine große Lücke belegt. (zugegeben: Machen die meisten auch so, aber nicht SO groß...)

Von der Kostenseite her liegt eine Tankstelle wegen der Umweltauflagen und der teuren Tankanlage auch bei ungefähr einer Million Euro
pro Tankstelle, sind 500,-€ pro Fahrzeug. Die Stromversorgung liegt in ähnlichen Bereichen, aber es entfallen dann die Verteilungskosten,
die sind im Strompreis mit drin.

Wie gut die da drin sind, sieht man staatlichen Suventionen und stetig steigenden Kosten für den Netzausbau ;)
Aber ja, du hast recht: Der Aufbau eines flächendeckenden Ladenetzes wäre vermutlich nicht teurer, als der Aufbau eines flächendeckenden Tankstellennetzes. Mit letzterem haben wir aber 100 Jahre Investitionsvorsprung und die Erhaltskosten sind wesentlich geringer, als der E-Neubau.

NImand sagt, dass es einfach und billig wird, niemand sagt, dass wir morgen sofort alle umsteigen, aber alle wesentlichen Probleme lassen
sich für die überwiegende Anzahl der Nutzer heute schon lösen. Darum sehe ich auch keine großen Hindernisse mehr und ahne, gerade
durch die Abgaskrise angefeuert, einen enormen Zuwachs an Elektrofahrzeugen. eiltweit wohlbemerkt, nicht in Deutschland, da wird es
länger dauern.

In letzterem bin ich beinahe gegenteiliger Meinung. Mit den vergleichsweise kurzen Abständen, gut ausgebautem Stromnetz, hohem Innenstadtanteil am Verkehr und einem vergleichsweise hochpreisigen, Neuwagen-reichen Markt ist Deutschland ein vergleichsweise guter E-Auto-Markt. Einzig Länder mit sehr billigem Überschussstrom (also Norwegen. Und ...äh... Norwegen.) bieten ein noch besseres Umfeld. Aber in Ländern außerhalb Mittel-/Westeuropas ist Reichweite VIEL wichtiger und sind die Produtktionskosten ein wesentlich größeres Problem. Norwegen, Japan, ggf. Niederlande und chinesische Städte (aber nicht der riesige Rest Chinas), danach würde ich schon Deutschland zählen.


Ich rechne nach den Baugruppen. Siehe zb. hier: So viel wiegen die Teile des Tesla Model S - ecomento.tv

Der komplette Antrieb (Motor, Diff, Getriebe) des Tesla wiegt etwa 260Kg. Ein kompletter Verbrenner-Antrieb kann, je nach Bauform und bei vergleichbarer Leistung, und inkl. der Teile die beim Verbrenner noch dazu kommen (die ein Tesla nicht hat, zb. Kardanwelle, Auspuff usw), auch gut und gerne mal das doppelte wiegen. Das Beispiel mit deinem Golf fällt hier zu "deinen" Gunsten aus, da der (schwache) E-Golf mit deutlich mehr Power weniger an Gewicht zulegen würde, als sein Verbrenner-Kollege.

Ich habe den "schwachen" E-Golf mit einem gleich starken Verbrenner verglichen und finde die Motorleistung für beide Klassen angemessen. Wenn du sehr sportliche Fahrzeuge haben willst, wird der Vergleich ohnehin schwierig. Tesla & Co haben dann nicht zuletzt deswegen einen leichteren Antrieb, weil sie sich das Getriebe sparen - aus dem gleichen Grund geht ihnen aber oberhalb von 150 die Puste aus. Das ist für ein effizientes, großes Reiseauto kein Beinbruch (weswegen ich ein solches zum Vergleich herangezogen habe), aber für einen Wagen, den man wegen 300-400+ PS kaufen soll, wäre es einfach nur peinlich. Ein Tesla ist kein S6, nur weil er eine große PS-Zahl in den Specs stehen hat und sollte auch nicht mit diesem verglichen werden.

Die Reichweite ist das einzige wirkliche Argument (und das auch nur, wenn man jemand ist der mehr RW brauch als aktuelle E-Fahrzeuge bieten). Übrigens liegt der Rekord beim Model S bei >800KM mit einer Ladung, natürlich bei entsprechender (langsamer) Fahrweise.

Mein Rekord mit dem Passat liegt bei 5 l/100 km, da würde der Tank nominell 1200 km reichen. Aber das ist endgültig nicht mehr praxisnah und eben wolltest du noch Fahrzeuge zum Vergleich heranziehen, deren Spezialität die Beschleunigung von 220 auf 250 ist...

Zumindest beim Tesla-Akku kann der Fahrer den Akku weder komplett voll laden, noch komplett leer fahren, da seine "100% Kapazität" ab Werk dem Akku entsprechend positioniert wurde. Wie gesagt, die dem Fahrer (und damit dem Auto) zur Verfügung gestellte Kapazität entspricht nicht der eigentlichen Kapazität des Akkus. Deswegen würde sich, für den Fahrer, auch nichts ändern, würde man einen Teil der Kapazität zum Puffern verwenden. Er würde eine verringerte Reichweite nur dann feststellen, wenn er das Auto kauft, fährt, und dann nachträglich ein Teil der von ihm genutzten Kapazität zur Pufferung "weggenommen" wird. Nutzt man zur Pufferung den ab Werk vom Hersteller gesperrten (blinden) Bereich des Akkus, oder reduziert die nutzbare Kapazität entsprechend der zur Pufferung genutzten Kapazität ab Werk, dann verliert der Fahrer keine Reichweite, und der Akku wird weiterhin geschont.

Also ehe wir uns hier im Kreis drehen lass bitte eine Sache klarstellen:
Es gibt bei allen Akkus eine theoretische Maximalkapazität, eine real nutzbare Kapazität und einen Bereich der sinnvollen Nutzung, bei der der Akku eine hohe Lebensdauer erreicht. Letztere steht bei E-Autos dem Fahrer zur Verfügung und du kannst nicht einfach erstere oder mittlere nutzen, ohne dass die dem Eigentümer schadet.

Wie gesagt, die Auto-Akkus gehören zum E-Auto, der Kunde kauft den Akku also eh. Bis hier hin hat der Stromerzeuger 0 Kosten. Es geht jetzt nur darum einen Teil der eh vorhandenen Akku-Kapazität zum Puffern zu nutzen. Kauft der Stromerzeuger eigene Puffer, muß er viel Geld Investieren. Dazu kommen kosten für Wartung und Instandhaltung. Ist der Puffer defekt, oder aufgrund des Alters nicht mehr effizient, müssen wieder unsummen investiert werden. Das alles entfällt bei der Nutzung von "Fremd-Akkus". Vergütet er hingegen den Autofahrer oder Hausbesitzer um dessen eh vorhandenen Akku tlw. als Puffer nutzen zu können, kann sich das für beide Seiten lohnen. Ähnlich dem Thema "Haus kaufen oder zur Miete wohnen". Das eigene Haus muß ich erstmal für viel Geld bauen (oder kaufen), und dann immer warten und instandhalten. Je nach Rechnung ist es finanziell gesehen daher sehr oft ratsam eben NICHT ein eigenes Haus zu kaufen und zu bewohnen, sondern einfach zur Miete zu wohnen. Gleichzeitig lohnt es sich für den Vermieter zu vermieten.

Das stimmt: Es lohnt sich für den Vermieter etwas zu vermieten, was er selbst nicht nutzt. Du kannst also einen E-Auto-Akku vermieten, wenn das E-Auto wochenlang in der Garage steht oder deinen Hausspeicher, wenn du im Urlaub bist. Aber du kannst keine Wohnung und keinen Akkukapazitäten vermieten, die du selbst nutzen können möchtest. Ob wir hierbei vom Kauf zusätzlicher Kapazität, der einhergehenden Wartung oder dem späteren Ersatz reden ist übrigens egal. Alle drei Aspekte sind pro kWh für eine große stationäre Anlage deutlich günstiger, als für einen E-Auto-Akku.

Es kommt auf die Perspektive an. Ich kann auch nicht sehen das sie es machen werden. Aber ich kann auch nicht sehen das sie es nicht machen werden. ... Mir ist das alles einfach zu pessimistisch. :D

Pessimist ist eine optimistische Bezeichnung für Realisten ;)
Ich werde trotz meiner Einstellung jedenfalls höchst selten positiv von den Ereignissen überrascht, während viele andere rumjammern, dass sie das ja "so nie erwartet hätten". Und eine grundsätzliche Überlegung wird sich auch in Zukunft halten: Menschen machen nur etwas, das sich lohnt. Und die inherenten Kostennachteilen von kleinen, dezentralen Anlagen über zentrale Große werden sich nicht geben. Wenn Akkus billiger werden, werden auch Großspeicher billiger und halten ihren Vorsprung. Damit sich private Investitionen flächendeckend lohnen muss etwas systematisch geändert werden - und das heißt in aller Regel:
Der Staat müsste Geld in die Hand nehmen und es verschenken um etwas zu erreichen, was anders günstiger möglich wäre. Die ganzen Smartphones aus deinem Beispiel hat sich auch niemand gekauft, um damit foldingnot@home zu betreiben und genausowenig wird jemand einen eigenes Geld in einen Energiespeicher investieren, nur um die Netze zu entlasten.

Ich bin genau anderer Meinung. Ja, Große Puffer brauchen wir so oder so ein paar, keine Frage. Aber nein, die sollten nicht mehr (Anteilig) gefördert werden. Aus einem einfachen Grund: Die großen Puffer zahlt am Ende (wie alles!) der Verbraucher. Dazu kommt aber noch der nicht unerhebliche Anteil, den die Stromerzeuger als Gewinn einstreichen. Fördert man hingegen die dezentrale Energieversorgung (beim kleinen Mann zu Hause), fällt dieser Anteil weg, und bleibt direkt beim Kunden bzw. Verbraucher.

Ich habe nicht gesagt, dass man große Speicher fördern sollte. Ich habe gesagt, dass man, wenn man fördern will, bei großen Speichern mehr mit weniger erreichen würde. Imho sollte man aber weder Hausbesitzer noch Stromkonzerne beschenken, denn in beiden Fällen ist das eine Ungerechtigkeit gegenüber der Mehrheit der Bevölkerung.

Das ist der Peakverbrauch der wegfallen würde wenn die Haushalte tagsüber den Strom in Powerwalls speichern würden.

Genau. Damit hätten wir den heute vorhandenen Peak beseitig und den Weg freigemacht für 100% Erneuerbare.
Jetzt kommen aber die E-Autos dazu und packen einen zweiten, ähnlich großen Peak auf die Wagschale.

Die E-Autos die von Abends bis Morgens zum Laden am Netz hängen, könnte man problemlos intelligent laden. Wenn die Autos von Abends bis Morgens zum Laden am Netz hängen, müssen sie ja nicht auch zwangsweise auch alle Abends anfangen zu laden. Entscheidend ist ja lediglich das sie am nächsten Morgen rechtzeitig geladen sind.

intelligent, intelligent, intelligent...
Mit intelligenten Verbrauchern, die sich freiwillig beschränken, könnte man sehr vieles erreichen. Bislang sieht es so aus, dass wir EU-Verordnungen brauchen, nur damit die Leute ihr Geld nicht mehr für den Betrieb von Glühbirnen rausschmeißen. Und jetzt soll jeder einzelne jeden Abend den "Wecker" seines Autos so einstellen, dass er nicht spontan zum Abendessen wohin fahren kann? Würde die Mehrheit einfach nicht machen.

Von mangelnder Intelligenz ganz abgesehen frage ich mich aber auch, mit welchem Solarstrom die bei Verlagerung der Ladezeit von 18:00 auf 6:00 arbeiten wird? Wir müssen mehr Strom aus den Mittagsstunden nutzen. Nachts lässt sich zwar derzeit noch einiges rausholen, in dem man Pumpspeicher und Industrieprozesse vom nächtlichen AKW/KKW-Überschuss auf täglichen EE-Überschuss umsteuert, aber da bin selbst ich mir nicht sicher, dass das für mehr als 80% EE reicht. Für 100% EE zzgl. 30% E-Autos aus EE garantiert nicht. Da werden wir nachts Strom sparen müssen.

Davon bin ich einfach mal ausgegangen, bzw. dachte ich sowas mal gehört zu haben. Keine Ahnung, bei uns nutzen die mit Abstand meisten Verbraucher den einzigen vom lokalen Anbieter (Stadtwerke) angebotenen Natur-Tarif, und da kommt der Strom zu 100% aus Wasserkraft. Mir ging es allgemein darum das beim Strom die einen sagen "weniger CO2", und die anderen "mehr CO2".

Beim Thema erneuerbare Energien gehen bestenfalls Politiker einfach von irgend etwas aus ;)
Hast du mal den Gesamtstrommix deiner Stadtwerke mit dem bundesweiten verglichen? 50:50 dass der kaum besser ist, auch wenn viele Leute den "100% Ökotarif" buchen. In dem Fall ist es zwar ggf. zusätzlich eingekaufte Wasserkraft aus (alten, ohne Bezug zur Energiewende gebauten) österreichischen Kraftwerken, aber oft verkaufen Stromanbieter an Endkunden die 30% Ökostrom, die so oder so einkaufen, als teureren Ökostrom und verticken die restlichen 70% ebenso gebündelt an Industrie und weniger umweltbewusste Verbraucher. Unterm Strich hat das Klima dann genauso viel davon, wie bei stink normalem Graustrom, aber der Anbieter konnte den nicht-öko-Kunden einen besseren Preis machen.

Aber um mal beim Thema zu bleiben: Ich hab gelesen das der Ausstoß bei der Verstromung von Kohle irgendwo um 1000g CO2 pro kWh liegt, und wenn die Abwärme zum heizen verwendet wird (Wärmekopplung), die Emmission der Verstromung bei ~600g CO2 pro kWh liegt. Wenn wir für das Model S mal einen Verbrauch von 25kWh/100KM rechnen, wären das 0,25kWh/KM und 600/4=150g CO2 pro KM, korrekt?

Nicht ganz. Zum einen haben wir, gerade bei Kohle, meines Wissens nach einen sehr geringen Anteil an KwK. Es wohnen einfach nicht genug Leute im Umkreis der großen Tagebaue - die meisten KwK-Anlagen entstehen als kleine Gas- und Ölkraftwerke, die einzelne Anlagen beheizen oder alte reine Heizkraftwerke an bestehenden Fernwäremenetzen ersetzen. Desweiteren rechnest du mit dem Verbrauchsstrom der Elektromotoren. Um den erzeugten Strom zu erhalten musst du (jeweils geschätzt) 5% Entladeineffizienz, 10% Ladeineffizienz inkl. Transformationen (weniger bei langsamer Ladung) und 5% Leitungsverlust hinzurechnen. Wären wir also bei 0,3 kWh/km * 1 kg/kWh = 300 gCO2/km.

Das wäre dann weniger als ein Passat 3.6FSI mit 215g CO2 pro KM, der weniger Leistung hat und 400Kg weniger wiegt, und auch noch weniger als ein Passat mit 2.0 Maschine. Fehler dürfen natürlich gerne korrigiert werden. Übrigens, mein Passat V6 kommt auf ca. 270g, der besagte W8, der auch noch ganz legal auf der Straße fahren darf, käme hier auf 320g.

Wie gesagt: Nach allem, was ich über den S gehört habe, geht ihm bei gehobenem Autobahntempo jenseits von 150-200 die Puste aus, die kleineren Modelle kommen überhaupt nicht über 225 km/h. Letzteres wäre auf dem Niveau des 1,8er TSI (129 g/km), ersteres auf dem des 2,0er (160 g/km). Das ideale Vergleichsobjekt wäre vermutlich der GTE-Hybrid, da stimmt dann auch unten rum der Durchzug. Die EU-Angabe bei dem ist natürlich lächerlich weil vom geladenen Akku dominiert, aber dank gleichem Verbrenner wie der kleine 1.4 TSI, gleicher Aerodynamik und nur wenig mehr Gewicht als der große 2.0er sind im Mix ohne Nutzung des Plug-In von 150 g/km (entspricht 6,3 l/100km) zu erwarten. Dazu käme noch der übliche Schummel-Aufschlag, ich lese was von 7 l/100 km in der Praxis, also vielleicht 170 g/km. Auf alle Fälle deutlich weniger, als ein Kohle-Stromtesla in Deutschland. Es gibt einfach nichts, was so unfassbar dreckig wie Kohle ist :(

Es gibt heute ca. 45mio Autos in D. Jährlich werden afaik 3mio Neuwagen verkauft. Wenn also heute schon jeder Neuwagen ein Stromer wäre, würde es 15 Jahre dauern bis der komplette Bestand ausgetauscht wäre. Letztes Jahr waren es ca. 12.500 Elektroautos. Wir haben also mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch reichlich Zeit, darauf zu reagieren. Aber dazu eins weiter unten noch was.

Ziel der Politik und der Elektroautobefürworter ist es, die Sache dramatisch zu beschleunigen. Für die nächsten 3 Jahre sind iirc. 800.000-900.000 E-Autos geplant :ugly:
Vor allem aber wären wir damit bei meiner ursprünglichen Aussage: E-Auto von heute auf morgen klappt nicht. Und wenn es eh um überübermorgen geht, dann kann man morgen erstmal gucken, welche Technik sich wie entwickelt hat.

Auch die Dussel in der Politik werden sich nicht erst seit gestern Gedanken darüber machen, wo der Strom denn herkommen soll, um A den Wegfall der Atomenergie zu kompensieren, und B die grundsätzlichen Bedarf noch ökologischer zu decken. Allerdings sehe ich hier eher die Erzeuger in der Pflicht.

Die Erzeuger haben sich Gedanken gemacht und damit den Politiker die Arbeit abgenommen.
Ergebnis: In den letzten Jahren wurde einiges an Kohlekraftwerken aufgebaut. Gabriel bereitet Prämien für Kohlekraftwerke vor, die nicht voll ausgelastet werden. Es wurden Lizenzen für zusätzliche Kohletagebaue vergeben. Versuche, die Einspeisung von erneuerbarem Strom zuungsten von Kohlestrom wurden blockiert. Der Ausbau möglicher Kohlestromkonkurrenten wurde ausgebremst. Der Leitungsausbau, der angeblich den erneuerbaren dienen sollte, beinhaltet große Trassen von ostdeutschen Kohlekraftwerken nach Bayern. Und jetzt werden Verbraucher subventioniert, die zusätzlichen Kohlestrom abnehmen.
Merkste was? ;) Wir haben eine Regierung mit einerseits sehr guten Kontakten zu den großen Stromkonzernen (Union, siehe Atomausstiegausstieg) und andererseits festen Wurzeln in den Bergbaugewerkschaften (SPD). Die haben sich Gedanken gemacht über die Stromversorgung und über zwei große Industrielobbys.
Aber nicht über das Klima. Daran haben nur die Marketingfuzzis gedacht, als sie einen schönen Aufkleber für den E-Auto-Teil gesucht haben. Es hat seinen guten Grund, dass selbst die Grünen (die 100% EE bis 2030 versprochen haben) gespalten sind, was die E-Autos angeht.

Der hat mit seinen E-Autos die deutschen Autobauer etwas erschreckt, vielleicht wird er auch noch die Energieerzeuger erschrecken. Ich sehe jedenfalls größere Chancen das hier durch Konkurrenz ein beschleunigter Vortrieb ausgelöst wird, als durch die tolle Politik. Eigentlich hat Politik den Fortschritt öfter ausgebremst als beschleunigt...

Siehe oben: Die Energieerzeuger freuen sich. Und Konkurrenz arbeitet über den Weg von Nachfrage und Einkommen. Letzteres ist bei uns für die EE aber weitestgehend ausgehebelt, weil die Verbraucher es den EE anhängen, wenn die EE-Umlage durch billigen Kohlestrom und daraus folgende Ausgleichszahlungen steigt, während die Kohlestromkonzerne sich die zusätzliche Gewinnspanne in die eigene Tasche stecken. Da wäre eigentlich die Politik gefordert - aber s.o. :kotz:

Richtig, weil du immer noch nur mit den vorhandenen Verbrauchern rechnest, aber die Verbraucher außer Acht läßt, die zwar aktuell nicht mit Strom betrieben werden (sondern mit endlichen Ressourcen), dies aber am Ende auch müssen (oder zumindest sollten). Daher akzeptiere ich zwar das Ergebnis deiner Rechnung (ohne sie kontrolliert zu haben), nicht aber die Rechnung an sich. :-P

:huh:
Ich glaube, das verstehe ich echt nicht:
Ich sage, dass ein ökologischer Betrieb von E-Autos den Bedarf an erneuerbarer Energie in sehr starkem, mittelfristig nicht zu bewältigendem Maße steigern wird.
Du sagst: Akzeptier ich nicht. Er wird kaum steigen.
Du begründest das mit: Denn wir haben noch ganz viele andere Verbraucher, die auch umgestellt werden müssen.
Würde das die Situation nicht noch schlechter machen, als meine Rechnung?

Bezüglich der aktuell noch verbauten Tesla-Akkus bin ich mir gerade nicht sicher, aber BMWs Akku im i3 soll eine Haltbarkeit von mindestens 20 Jahren haben, was schon deutlich über dem durchschnittlichen Autoleben liegt.

Da lasse ich mich überraschen. Denn der Produktionsaufwand für Akkus liegt so meilenweit über dem für Verbrenner-Verbrauchsteile, dass das ein gewichtiger Faktor wäre (wenn auch insgesamt vernachlässigbar im Vergleich zum Energieaufwand für den Betrieb). Hier sind auch noch deutliche Verschlimmerungen zu erwarten, wenn der Abbau diverser "seltener" Akkubestandteile ausgeweitet wird, denn diese sind meistens gar nicht so rar - sondern es mangelt an Ländern, die riesige Tagebaue mit quasi null Umweltschutzauflagen zulassen...


P.S.: Golem hatte diese Woche übrigens eine schönen Artikel, der zwar eigentlich E-Auto-freundlich ist aber so ziemlich alle Kritikpunkte beinhaltet, die ich gegenüber dem derzeitigen Umgang damit teile:
E-Mobilitat: It's electrifying! - Golem.de

Und heute viel der Startschuss zu einer imho sehr wichtigen Alternative zu (reinem) Batteriebetrieb und der dafür benötigten Infrastruktur:
http://www.google.de/url?url=http:/...ggWMAA&usg=AFQjCNFCHMeVZ3p4KaO0DVprA4Yq75filQ
 
AW: Tesla holt sich Audi-Manager für die Produktion

Genau der Vergleich mit Verbrennern ist eben nicht möglich. Zum einen müssen E-Autos ungefähr doppelt so oft geladen werden, zum anderen brauchen sie wesentlich länger zum laden. 5-10 Minuten Zwischenstopp alle 500-600 km (Diesel ggf. deutlich mehr) kann man akzeptieren. ...
Fährst Du jeden Tag Deinen Tag zweimal leer? :huh: :huh: :huh:

Wieviel Autofahrer machen das? Während man aktuell mit jedem Tanken viel Zeit verliert, schließt man das E-Auto innerhalb von 30sec. an die Steckdose an. Alles andere ist doch kalter Kaffee, weilö wir nicht wissen, was passieren wird. Vermutlichg werden nächstes Jahr aller Verbrenner verboten, weil keine rdie aktuell gültigen Abgaswerte erfüllt. Kein einziger, es ist nur politisch gewollt, die Fahrzeuge so zu belassen. Aber wie lange noch? Wir müssen jetzt nicht spekulieren, sondern wir werden erleben, was passieren wird. Es ist und bleibt offen. Aber ich ahne, dass wir uns mit unserer Überverwaltung wieder einmal ins Knie schießen werden und einsfachste Lösungen an absurder Gesetzgebung und Lobbyistentum scheintern könnte.
 
AW: Tesla holt sich Audi-Manager für die Produktion

Ich habe den "schwachen" E-Golf mit einem gleich starken Verbrenner verglichen und finde die Motorleistung für beide Klassen angemessen. Wenn du sehr sportliche Fahrzeuge haben willst, wird der Vergleich ohnehin schwierig. Tesla & Co haben dann nicht zuletzt deswegen einen leichteren Antrieb, weil sie sich das Getriebe sparen - aus dem gleichen Grund geht ihnen aber oberhalb von 150 die Puste aus. Das ist für ein effizientes, großes Reiseauto kein Beinbruch (weswegen ich ein solches zum Vergleich herangezogen habe), aber für einen Wagen, den man wegen 300-400+ PS kaufen soll, wäre es einfach nur peinlich. Ein Tesla ist kein S6, nur weil er eine große PS-Zahl in den Specs stehen hat und sollte auch nicht mit diesem verglichen werden.
Wie ich schon mehrfach sagte, man kann Vergleiche immer nach dem Favorit ausrichten, um das Ergebnis zu beeinflussen. Zb. mit einem E-Golf vs Golf Vergleich, der sich einzig an den PS orientiert. Zieht man das Drehmoment hinzu, macht es mehr Sinn den E-Golf mit einem Golf 1.6TDI (110PS und 250NM, also immer noch 40NM weniger als der E-Golf) zu vergleichen. Dann ist der Stromer plötzlich keine 370Kg schwerer, sondern nur noch ~200Kg (und er beschleunigt immer noch schneller). Zieht man nun die 350kg des Akkus ab, ist der E-Golf plötzlich 150Kg leichter - statt 50Kg schwerer. Und auch wenn dem Tesla ab 150Kmh "die Puste" ausgeht, er wird bei 250Kmh abgeregelt. Und ich vergleiche nicht nur anhand der PS, die einzig die Höchstgeschwindigekeit definieren (also nur auf der Autobahn interessant sind), sondern ich schaue auch auf die fast 1000NM Drehmoment, die das schnelle Model S auf den Asphalt ballert, was in einer Beschleunigung (= Innerots und auf der Landstraße interessant) von 0 auf 100 in 3s resultiert - dem Wert eines Supersportwagens. Ein S6 als Avant ist hier immer noch >50% langsamer, und wird ebenfalls bei 250Kmh abgeregelt.
Mein Rekord mit dem Passat liegt bei 5 l/100 km, da würde der Tank nominell 1200 km reichen. Aber das ist endgültig nicht mehr praxisnah und eben wolltest du noch Fahrzeuge zum Vergleich heranziehen, deren Spezialität die Beschleunigung von 220 auf 250 ist...
Die 800KM des Tesla waren lediglich eine Info, nichts weiter. Ich habe diesen Wert bei keinem Vergleich genommen.
Es gibt bei allen Akkus eine theoretische Maximalkapazität, eine real nutzbare Kapazität und einen Bereich der sinnvollen Nutzung, bei der der Akku eine hohe Lebensdauer erreicht. Letztere steht bei E-Autos dem Fahrer zur Verfügung und du kannst nicht einfach erstere oder mittlere nutzen, ohne dass die dem Eigentümer schadet.
Auch hier, wie schon gesagt: Wenn man die "Schon-Kapazität" ab Werk um den Puffer-Wert reduziert, dann fährt der Fahrer lediglich etwas Kapazität spazieren, die er eigentlich nutzen könnte, aufgrund der "Puffer-Nutzung" aber nicht nutzen kann (bzw. eigentlich auch nur "sollte", denn wenn unterwegs der Strom ausgeht, könnte er die eigentlich "gesperrte" Puffer-Kapazität quasi als Notfall-Reserve nutzen, sofern sie beim losfahren gefüllt war). Dass das für denjenigen der den Akku zahlt (aktuell der Fahrer) uneigenützig passieren soll, hat niemand gesagt. Im Gegenteil, ich habe schon im ersten entsprechenden Posting angemerkt, das hier der Nutzer der Kapazität (Stromerzeuger) zb. entweder die Kapazität finanziert, oder deren Nutzung vergütet wird. Also der Akku entweder beim Kauf etwas günstiger wird, bei der Akku-Miete der Preis entsprechend reduziert wird, oder der Besitzer des Wagens anderweitig dafür "entschädigt" wird.
und genausowenig wird jemand einen eigenes Geld in einen Energiespeicher investieren, nur um die Netze zu entlasten.
Aber genau das haben sie bei den Solaranlagen getan. Ob man sie über eine Bank finanziert hat, oder direkt selbst bezahlt, die allermeisten Anlagen wurden von den Besitzern aufs eigene Dach genagelt, um den Strom ins Netz zu speisen, und nicht um ihn selbst zu verbrauchen. Natürlich passierte das einzig aus finanziellem Interesse. Warum sollte das bei Speichern nicht auch möglich sein? Und dann nicht zwangsweise aufgrund staatlicher Förderung, sondern weil der Nutzer der Speicher (Stromerzeuger) anteilig entsprechend seiner Nutzung vergütet? Zumal so die Kosten der Pufferkapazität auf den Besitzer (Privatman) und den Mitnutzer (Stromerzeuger) aufgeteilt werden, wohingegen Großspeicher komplett vom Stromerzeuger finanziert werden müssen.
Jetzt kommen aber die E-Autos dazu und packen einen zweiten, ähnlich großen Peak auf die Wagschale.
Und ohne E-Autos? Was ist mit dem Teil des Endenergieverbrauchs, der aktuell von endlichen Ressourcen versorgt wird (also im Stromverbrauch heute noch nicht auftaucht), der zukünftig aber ebenfalls von Erneuerbarer versorgt werden soll (und dann im Stromverbrauch auftaucht)? Die E-Mobilität ist nicht das Problem, sie ist Teil eines zukünftig noch viel größeren Problems. Ergo muß eine Lösung so oder so (über kurz oder lang) herbei, egal ob es E-Autos gibt oder nicht. Und wenn die Zahlen von Prof. Sinn stimmen, dann sind sie auch das deutlich kleinere Problem.
Mit intelligenten Verbrauchern, die sich freiwillig beschränken, könnte man sehr vieles erreichen. Bislang sieht es so aus, dass wir EU-Verordnungen brauchen, nur damit die Leute ihr Geld nicht mehr für den Betrieb von Glühbirnen rausschmeißen. Und jetzt soll jeder einzelne jeden Abend den "Wecker" seines Autos so einstellen, dass er nicht spontan zum Abendessen wohin fahren kann? Würde die Mehrheit einfach nicht machen.
Du sprichst immer von jeder. Die meisten (nicht alle!) Menschen die ich kenne fahren (in der Regel!) nicht so viel mit dem Auto, das es täglich ans Netz müsste. Ich zb. fahre aktuell weniger als 400KM im Monat. Je nach E-Auto müsste ich also nur zwischen (grob) 1x in der Woche und 1x im Monat laden. Auch wäre es kein Problem für mich den Wagen tagsüber anzuklemmen, um etwas Peak-Strom aufzunehmen. Eigentlich könnte ich sogar fast 100% der Ladungen zu Peak-Zeiten aufnehmen, wie alle E-Autos die die Möglichkeit hätten tagsüber am Netz hängen zu können. Es müssen nicht alle Autos tagsüber am Netz hängen, aber sehr viele können es. Es braucht "nur" ausreichend viele Lademöglichkeiten, und den Willen der Fahrer ihr Auto anzuklemmen wenn es steht, und die Möglichkeit besteht. Ich sehe hier, wie erwähnt, einen deutlich Gewinn, wenn der Komfort beim Laden steigt. Wenn man zb. keinen Stecker mehr ins Auto stecken muß, sondern es automatisch passiert, dann steigt auch der Anteil der Fzg. rasant an, die so oft wie möglich am Netz hängen. Denkbar wäre auch (Arbeitsplätze incoming), das man an größeren Parkplätzen Personal dafür nimmt. Ähnlich dem Parkwächter, oder den Tankwart der dir den Wagen tankt. Du parkst dein Auto auf entsprechenden Parkplätzen und gehst einfach. Und der "Parkwächter" geht rum und klemmt die Ladekabel an. (nur als Beispiel)
Hast du mal den Gesamtstrommix deiner Stadtwerke mit dem bundesweiten verglichen?
Also laut telefonischer Auskunft vor ein paar Jahren (und so steht es aktuell auch noch im Angebot) kommt unser Strom (seit 2008 btw) zu 100% aus deutschen Wasserkraftwerken. Einen anderen Tarif gibt es bei unseren Stadtwerken auch seit dem nicht mehr. Und auch wenn andere Anbieter bis zu 30% günstiger sind, ich wüsste nicht das hier deswegen jemand gewechselt hat (Einzelfälle gibts bestimmt, ich kenne nur keine).
Desweiteren rechnest du mit dem Verbrauchsstrom der Elektromotoren.
Eigentlich habe ich mit den Zahlen des ADAC gerechnet, die laut eigener Aussage den Gesamtverbrauch ermittelt haben (inkl. der Verluste). Und das, obwohl die Angaben der Verbrenner nur den reinen Verbrauch des Motors angeben, ohne etwaigen Schadtsoffausstoß bei Förderung, Produktion und Transport des Treibstoffes.
Ziel der Politik und der Elektroautobefürworter ist es, die Sache dramatisch zu beschleunigen. Für die nächsten 3 Jahre sind iirc. 800.000-900.000 E-Autos geplant :ugly:
Ursprünglich dachte ich auch das 1mio bis 2020 locker machbar ist. Aber mittlerweile hab ich da minimale Zweifel dran.
Vor allem aber wären wir damit bei meiner ursprünglichen Aussage: E-Auto von heute auf morgen klappt nicht. Und wenn es eh um überübermorgen geht, dann kann man morgen erstmal gucken, welche Technik sich wie entwickelt hat.
Bis übermorgen wird da nicht mehr viel passieren. Der Luft-Akku wäre ein Knaller, aber augenscheinlich siehts da eher düster aus. Verbrenner mit alternativen Treibstoffen sind mMn uninteressant, Alternativen zum Akku sehe ich auch keine in Sicht. Und da aktuelle Akkus afaik 5% pro Jahr an Kapazität zulegen, wird es für Alternativen mit der Zeit auch immer schwieriger.
In den letzten Jahren wurde einiges an Kohlekraftwerken aufgebaut. Gabriel bereitet Prämien für Kohlekraftwerke vor, die nicht voll ausgelastet werden. Es wurden Lizenzen für zusätzliche Kohletagebaue vergeben. Versuche, die Einspeisung von erneuerbarem Strom zuungsten von Kohlestrom wurden blockiert. Der Ausbau möglicher Kohlestromkonkurrenten wurde ausgebremst. Der Leitungsausbau, der angeblich den erneuerbaren dienen sollte, beinhaltet große Trassen von ostdeutschen Kohlekraftwerken nach Bayern. Und jetzt werden Verbraucher subventioniert, die zusätzlichen Kohlestrom abnehmen.
Merkste was? ;) Wir haben eine Regierung mit einerseits sehr guten Kontakten zu den großen Stromkonzernen (Union, siehe Atomausstiegausstieg) und andererseits festen Wurzeln in den Bergbaugewerkschaften (SPD). Die haben sich Gedanken gemacht über die Stromversorgung und über zwei große Industrielobbys.
Aber nicht über das Klima.
Genau deswegen halte ich von Politik im allgemeinen nicht viel, und erwarte auch entsprechend wenig. Die Politik hätte hier schon viel früher viel mehr tun müssen und auch können. Siehe Beispiel Verbrauch bzw. Schadstoffaustoß Verbrenner. Auch ist der aktuelle "Erfolg" der A-Autos nicht in der Politik zu suchen, sondern in der Tatsache das ein "Spinner" (Musk) eine Idee hatte, und sie (zweitweise sogar mit politischem Gegenwind, siehe USA) einfach mal blauäugig versucht umzusetzen. Er hatte nicht das erste E-Auto im Angebot, er hatte das erste "geile" und bezahlbare E-Auto am Start. Wer sagt, das er es bzgl. Ökostrom nicht ähnlich erfolgreich angehen wird? Ich meine, Solaranlagen (Solar-City) und Powerwall (Tesla) für den Haushalt schön und gut, aber er hat ebenso Stromspeicher für Industrieanlagen am Start. Viele seiner Supercharger will er zu kleinen Einkaufszentren erweitern, mit Solaranlagen versehen, und Big-Powerwalls dazu stellen. Und ehe man sich versieht wird er zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten für die lokalen Stromerzeuger. Aktuell kann man seine Tesla-Autos kostenlos an seinen Superchargern tanken, je nach Finanzierungsmodell (gerade wenn noch Geschäfte zu den Chargern kommen) wäre es denkbar, das man zukünftig vielleicht sogar seine Powerwall kostenlos laden kann - der "Hausstrom" kostenlos wird. Wer weiß schon was in seinem Kopf alles vorgeht. :D Ich vertraue jedenfalls mehr auf die Innovativen Ideen solcher Menschen, als auf irgendwelche politische Entscheidungen (von Politikern die meistens nicht mal etwas von dem verstehen über das sie entscheiden)...
Ich sage, dass ein ökologischer Betrieb von E-Autos den Bedarf an erneuerbarer Energie in sehr starkem, mittelfristig nicht zu bewältigendem Maße steigern wird.
Du sagst: Akzeptier ich nicht. Er wird kaum steigen.
Du begründest das mit: Denn wir haben noch ganz viele andere Verbraucher, die auch umgestellt werden müssen.
Würde das die Situation nicht noch schlechter machen, als meine Rechnung?
Ja, die Situation ist dann noch (viel) schlechter als bei deiner Rechnung, aber der Anteil der E-Autos am Ganzen sinkt dadurch eben auch. Laut IFO-Institut (Zahlen aus dem Vortrag "Energiewende ins Nichts", ungefähr ab 17:25) ist der Anteil an fossilen Brennstoffen am Endenergieverbrauch ca. 85% (Stand 2012).
EE.jpg

Das bedeutet, von dem was bzgl. Umstellung (von endlichen Ressourcen auf die Erneuerbaren) noch auf uns zukommt (und die E-Mobilität kommt ja auch erst noch auf uns zu), macht das E-Auto einen relativ kleinen Anteil aus. Du hattest in deinem Beispiel aber den Stromverbrauch von heute (600Twh?) genommen, und die gesamten gefahrenen Kilometer von heute, anhand des Verbrauchs des Tesla (?) umgerechnet (300Twh?). Alleine die Umstellung von fossilen Brennstoffen (80% vom EE) würde einen zusätzlichen Bedarf von ca. 2400Twh generieren, zuzüglichen des aktuell vorhandenen Bedarfs wären das ca. 3000Twh. So werden bei angenommenen 300Twh E-Auto Bedarf aus den quasi 50% in deinem Beispiel lediglich ca. 10% in meinem Beispiel.
P.S.: Golem hatte diese Woche übrigens eine schönen Artikel, der zwar eigentlich E-Auto-freundlich ist aber so ziemlich alle Kritikpunkte beinhaltet, die ich gegenüber dem derzeitigen Umgang damit teile:
E-Mobilitat: It's electrifying! - Golem.de
Danke, werde ich mir gleich mal reinziehen.
Und heute viel der Startschuss zu einer imho sehr wichtigen Alternative zu (reinem) Batteriebetrieb und der dafür benötigten Infrastruktur:
http://www.google.de/url?url=http:/...ggWMAA&usg=AFQjCNFCHMeVZ3p4KaO0DVprA4Yq75filQ
Irgendwo in Deutschland fahren auch schon Busse mit Induktionsladung im Teslauf. Wobei die lediglich beim Anhalten geladen werden. Oberleitungen sind für bestimmte Transporte bzw. bestimmten Strecken sicher interessant, aber vermutlich nichts für normale E-Autos.


Edit:
Der Strommix Norwegens basiert auf wenigstens 98 Prozent erneuerbarer Energie
Wow, das es so viel ist hätte ich nicht gedacht. Die sind also quasi schon durch mit dem Thema.
Hinzu kommt in Norwegen noch eine Einmalsteuer bei Erstzulassung, die sich bei konventionellen Fahrzeugen aus Masse, Schadstoffausstoß und Motorleistung berechnet und die bei einem großen Diesel oder Benziner 85 Prozent Aufpreis auf den Listenpreis bedeuten kann. Elektroautos sind davon ausgenommen. Die Folge ist, dass ein gut motorisierter Dreier-BMW in der Anschaffung teurer als ein Tesla Model S ist.
OK, das ist krass. Ich wusste das die Jungs nen fetten Aufschlag zahlen müssen, aber dass es bis zu 85% sein können, das war mir neu. Jetzt verstehe ich warum da so viele Stromer (gerade Teslas) unterwegs sind.
Dennoch dürfte die Kaufprämie der Bundesregierung einen Vorteil haben: Steigt die Zahl an Elektrofahrzeugen, dürften mehr Menschen sie aus Neugierde ausprobieren oder auch nur mitfahren - was viele Autofahrer angesichts des hohen Komforts in ihrer Haltung umstimmen sollte. Wenn das zur Folge hätte, dass mehr Autokäufer beim Fahrzeugwechsel den Systemwechsel in Betracht ziehen, hätte die Prämie ihren Zweck erfüllt.
Nichts anderes hab ich gesagt. Klar, E-Bikes zu fördern wäre erstmal sinnvoller, ebenso wie Fahrzeuge mit höherer Auslastung (Personen- und Frachttransport), aber das Eine schließt das Andere ja nicht aus.
Wenn es der Bundesregierung ernst ist mit den Klimazielen, gleicht sie die Steuer auf Dieselkraftstoffe auf das Niveau von Ottokraftstoffen (im Verhältnis auf freigesetztes Kohlendioxid) an und erhöht die Mineralölsteuer anschließend so, dass Kraftstoffpreise auf norwegischem Niveau liegen.
Tja, wegen mir gerne. Aber das Problem ist, es traut sich keiner (Politiker). Wenn E-Fahrzeuge in der Bevölkerung beliebter werden, dann ist auch der Unmut geringer, wenn der Sprit teurer wird. Von mir aus kann er morgen schon 5€ pro Liter kosten, wenn die zusätzlichen Einnahmen sinnvoll investiert werden.^^
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Tesla holt sich Audi-Manager für die Produktion

Fährst Du jeden Tag Deinen Tag zweimal leer? :huh: :huh: :huh:

Was hat das damit zu tun? Wenn ich nach der Arbeit auf dem Heimweg noch schnell tanken möchte, dann möchte ich eben schnell tanken. Und nicht eine Dreiviertelstunde an der Tanke sitzen. Gegebenenfalls zuzüglich Wartezeit, denn typescherweise kommen da um diese Zeit 3-4 Autos auf bislang 8 Zapfsäulen. Steigert man die "Tankdauer" von 5 auf 35 Minuten würden 21 bis 28 Autos an der Tanke verweilen wollen - das ist aber gar nicht soviel Platz, also gäbe es eine Warteschlange.
Unattraktiv für wohl fast alle Autofahrer. Die langen Ladezeiten sind nur dann akzeptabel, wenn das Auto ohnehin am jeweiligen Ort verweilen soll und das bedeutet: Mit E-Autos ist das heutige regionale Tankstellensystem nicht machbar, es braucht für jeden E-Autobesitzer eine Lademöglichkeit an zumindest einem Ende einer regelmäßig (je nach Fahrleistung wöchentlich oder sogar mehrfach wöchentlich) aufgesuchten Lokalität. Und das sind eben sehr, sehr viel mehr "Tank"möglickeiten, als bislang benötigt wurden - und das ist bislang inexistent.
(Heute ist mir übrigens die erste Lademöglichkeit in der Nähe meines Arbeitsweges aufgefallen. Bei einem VW-Händler. Hinter drei Reihen Neuwagen und einer Absperrung :ugly: )


Wie ich schon mehrfach sagte, man kann Vergleiche immer nach dem Favorit ausrichten, um das Ergebnis zu beeinflussen.

Ich persönlich habe ein Fahrzeug mit möglichst gleicher Ausstattung und Größe gesucht, das sich sowohl Stadt- als auch Autobahnverkehr vernünftig bewegen lässt. Diesel habe ich dabei bewusst nicht genommen, da ihr Preisgefüge (teure Anschaffung, günstiger Verbrauch) vor allem für Langstreckenpendler und -geschäftsreisende interessant sind, es hier aber keine E-Konkurrenz mit auch nur anähernd vergleichbarer Reichweite gibt. Außerdem käme man dann bei der Emissionsbetrachtung ganz schnell zu dem Fazit, dass der Diesel in Städten nichts zu suchen hat und auf der Autobahn keine Chance gegen den Kohle-Tesla hat.
Wenn du deine Fahrzeuge rein nach Drehmoment und 0-100 aussuchst, ist der Golf in der Tat der falche Verbrennervergleich zum Tesla - er will es eben auch gar nicht sein. Wenn ich ein Verbrenner-Spaßmobil haben will, dann nehm ich ne Elise - 900 kg, locker so flott wie dein Tesla, billiger und übrigens keine größere Belastung für die Umwelt, als die bislang herangezogenen Verbrenner, geschweige denn ein Kohle-Tesla.

Aber genau das haben sie bei den Solaranlagen getan. Ob man sie über eine Bank finanziert hat, oder direkt selbst bezahlt, die allermeisten Anlagen wurden von den Besitzern aufs eigene Dach genagelt, um den Strom ins Netz zu speisen, und nicht um ihn selbst zu verbrauchen. Natürlich passierte das einzig aus finanziellem Interesse. Warum sollte das bei Speichern nicht auch möglich sein?

Ich glaube mich ganz, ganz, ganz dunkel zu erinnern, dass es für Solaranlagen eine staatlich organisierte Subvention gab. In Milliardenhöhe. Nebst stark vergüngstigter Kredite. Und trotzdem haben Privatleute übrigens kaum etwas dazu beigetragen - in Bayern (bundesweite Statistiken findet Google gerade nicht) beträgt der Anteil typischer Ein/Zweifamilienhäuser-Anlagen an der Gesamterzeugung gerade einmal 15%. Und jetzt soll der gleiche Personenkreis passende Speicher in vielfach größerer Menge, als die Konzerne das könnten, aus eigener Tasche aufstellen, in der Hoffnung, dass die KKW-Betreiber genug dafür zahlen damit es sich rentiert?

Und ohne E-Autos? Was ist mit dem Teil des Endenergieverbrauchs, der aktuell von endlichen Ressourcen versorgt wird (also im Stromverbrauch heute noch nicht auftaucht), der zukünftig aber ebenfalls von Erneuerbarer versorgt werden soll (und dann im Stromverbrauch auftaucht)?

Meinst du die Wärmeerzeugung? Sonst gibt es neben dem Verkehr keinen großen Posten und die wird hoffentlich zum Großteil über Solarthermie geregelt und taucht somit nicht auf. Entsprechende Speicherlösungen sind mittlerweile sehr funktional (und billig im Vergleich zu Strom).

Die E-Mobilität ist nicht das Problem, sie ist Teil eines zukünftig noch viel größeren Problems. Ergo muß eine Lösung so oder so (über kurz oder lang) herbei, egal ob es E-Autos gibt oder nicht. Und wenn die Zahlen von Prof. Sinn stimmen, dann sind sie auch das deutlich kleinere Problem.

Ich weiß, dass du den Namen gerne nennst, aber solange du nicht konkrete Werte deinen Argumenten zuordnet und deren Herkunft angibst, kann ich schlecht darauf eingehen.

Du sprichst immer von jeder. Die meisten (nicht alle!) Menschen die ich kenne fahren (in der Regel!) nicht so viel mit dem Auto, das es täglich ans Netz müsste. Ich zb. fahre aktuell weniger als 400KM im Monat. Je nach E-Auto müsste ich also nur zwischen (grob) 1x in der Woche und 1x im Monat laden. Auch wäre es kein Problem für mich den Wagen tagsüber anzuklemmen, um etwas Peak-Strom aufzunehmen. Eigentlich könnte ich sogar fast 100% der Ladungen zu Peak-Zeiten aufnehmen, wie alle E-Autos die die Möglichkeit hätten tagsüber am Netz hängen zu können.

Das Ganze gilt von der Nutzung her auch für mich. Aber: Wo sollte ich das machen? Ich habe kein Haus. Ich habe keine Möglichkeit bei meinem Arbeitgeber. Die einzige Möglichkeit wäre, extra zu einer "Stromtankstelle" zu fahren, die erst einmal gebaut werden müsste und aufgrund des im Vergleich zu bestehenden Platzbedarfes im Vergleich zu vorhandenen Tankstellen (siehe meine Antwort an interessierterUser) auch noch außerhalb liegen würde, das Auto dort anzuschließen und sich daneben zu setzen und zu warten. Einmal im Monat 1,5 Stunden (inklusive An- und Abfahrt) zu verschwenden ist zwar gerade noch akzeptabel, aber weit von "eine gute Lösung für die Mehrheit der Verbraucher" entfernt. Und von der lang diskutierten Pufferlösung ist dann gar nichts mehr übrig, dafür muss das Auto möglichst immer am Netz sein.

Ähnlich dem Parkwächter, oder den Tankwart der dir den Wagen tankt.

Ich beobachte weder das eine noch das andere. (zumindest in Deutschland. Andernorts gibts zum Teil noch Tankwarte) Und Tankanschlüsse auch bei Elektroautos aus Vandalismusgründen abgeschlossen sein sollten, müsste ich dem Parkwächter außerdem noch meine Schlüssel anvertrauen. Kabelloses Laden ist übrigens auf dem aktuellen Stand der Technik wesentlich teurer, herstellerspezifisch und ineffizienter. Da würde ich kurzfristig nicht mit einem Durchbrech rechnen, von einer mittelfristigen großflächigen Verfügbarkeit ganz zu schweigen.
Wie so oft in dieser Diskussion gilt: Nur weil etwas technisch attraktiv erscheint hat man noch lange niemanden, der es in millionenfacher Ausführung bezahlt.

Also laut telefonischer Auskunft vor ein paar Jahren (und so steht es aktuell auch noch im Angebot) kommt unser Strom (seit 2008 btw) zu 100% aus deutschen Wasserkraftwerken. Einen anderen Tarif gibt es bei unseren Stadtwerken auch seit dem nicht mehr. Und auch wenn andere Anbieter bis zu 30% günstiger sind, ich wüsste nicht das hier deswegen jemand gewechselt hat (Einzelfälle gibts bestimmt, ich kenne nur keine).

Löbliche Anbieter dann :daumen:

Eigentlich habe ich mit den Zahlen des ADAC gerechnet, die laut eigener Aussage den Gesamtverbrauch ermittelt haben (inkl. der Verluste).

Okay, das klingt besser als "wenn wir mal rechnen" ;)

Ich vertraue jedenfalls mehr auf die Innovativen Ideen solcher Menschen, als auf irgendwelche politische Entscheidungen (von Politikern die meistens nicht mal etwas von dem verstehen über das sie entscheiden)...

Wenn Leute mit ausreichendem Vermögen ohne Rücksicht auf letzteres an eine Idee rangehen, ist sicherlich einiges mehr möglich, als bei den meisten unserer Politiker. Aber "vertrauen" würde ich da nicht drauf, denn Musks sind sehr selten und decken eben jeweils auch nur eine einzige Idee ab. Er wird nicht plötzlich auch noch anfangen, Dächer mit Solarzellen zu pflastern, große Offshore-Windparks mit leisen Methoden zu bauen und Europa mit einem 1-MV-Netz zu unterziehen. Und die Chancen, dass das jemand anders machen wird, sind auch gering (und eigentlich müsste es auch niemand, wenn EEG und CO2-Zertifikate konsequent weiter- und nicht zurückentwickelt worden wären. Aber das ist halt die Sache mit guten Ideen und der Realität)

Das bedeutet, von dem was bzgl. Umstellung (von endlichen Ressourcen auf die Erneuerbaren) noch auf uns zukommt (und die E-Mobilität kommt ja auch erst noch auf uns zu), macht das E-Auto einen relativ kleinen Anteil aus. Du hattest in deinem Beispiel aber den Stromverbrauch von heute (600Twh?) genommen, und die gesamten gefahrenen Kilometer von heute, anhand des Verbrauchs des Tesla (?) umgerechnet (300Twh?). Alleine die Umstellung von fossilen Brennstoffen (80% vom EE) würde einen zusätzlichen Bedarf von ca. 2400Twh generieren, zuzüglichen des aktuell vorhandenen Bedarfs wären das ca. 3000Twh. So werden bei angenommenen 300Twh E-Auto Bedarf aus den quasi 50% in deinem Beispiel lediglich ca. 10% in meinem Beispiel.

Jetzt verstehe ich, was du sagen willst. Zustimmen kann ich der Betrachtung aber nicht. Sicherlich sind E-Autos nur ein Teil einer Aufgabe, die uns ohnehin vor enorme Herausforderungen stellt. Ich habe E-Autos aber nicht mit dem bestehenden Ausbau verglichen, um sie groß erscheinen zu lassen, sondern um zu signalisieren wie viele zusätzliche Jahre Ausbau es bräuchte, um sie auch noch zu versorgen. Wenn man weitere Verbraucher berücksichtigt, ändert sich daran nichts - nur der Zeitpunkt, wenn wir überhaupt anfangen könnten, Überschuss für E-Autos zu produzieren, verschiebt sich noch weiter in die Zukunft.
(wobei, siehe oben, ein Großteil der anderen Punkte nicht zu Lasten des Stromverbrauches gehen würde. Für Heizwärme ist Solarthermie prädestiniert, für Prozesswärme ggf. tiefe Geothermie. Allgemein betrachtet wäre es auch sehr sinnvoll, großindustrielle Verbraucher dahin zu verlagern, wo überschüssige Energie vorhanden ist.)

Irgendwo in Deutschland fahren auch schon Busse mit Induktionsladung im Teslauf. Wobei die lediglich beim Anhalten geladen werden. Oberleitungen sind für bestimmte Transporte bzw. bestimmten Strecken sicher interessant, aber vermutlich nichts für normale E-Autos.

Für Autos sicherlich nicht, dafür ist der Abstand vom Dach zum Lichtraumprofil einfach zu groß. Aber für Busse sind Ober"leitungs"-Abschnitte an Haltestellen zum nachladen einer kleinen internen Batterie einfach perfekt und der Elektroantrieb für die Städte sowieso ein Segen. Für LKWs auf den Autobahnen halte ich echte Oberleitungen dagegen für sehr bedenkenswert. Die Integration in die Fahrzeuge ist leicht möglich, man kann die Batterien deutlich kleiner halten und muss so das Verkehrsaufkommen nicht unnötig steigern (das einzig ökonomische Modell für LKW wäre nachladen während der Ruhezeiten, die für die lange Fahrstrecke dazwischen nötige Batterie würde sicherlich 10% Nutzlast kosten und entsprechend 10% mehr LKW auf der Straße erfordern) und vor allem hätte man nicht das Problem mit dem enormen Ladestellenbedarf - in vielen Teilen Deutschlands gibt es ja nicht einmal genug einfache Stellflächen um die Ruhezeiten einzuhalten.
Vor allem aber: Die Technik ist komplett fertig und einsatzbereit - und das seit Jahrzehnten (Busse mit Nachladen an der Station wurden iirc schon in den 60ern in Italien im Linienbetrieb eingesetzt, damals noch mit Rotationsspeicher). Es gibt keine Schwachpunkte wie unzureichende Reichweite, hohes Systemgewicht, Brandgefahr oder ähnliches. Und: Im Falle von Bussen, DEM stop&go Paradebeispiel, würde es sogar dem Klima helfen. Hier könnte man einen klaren Nutzen schaffen, anstatt Subventionen in zweifelshafter Technik zu versenken.
Aber es geht ja nicht um Nutzen. Es geht (sowohl in der Politik als auch bei den meisten Endverbrauchern, die mir begegnen) darum, dass E-Autos sexy sind, als grün gelten, mediale Aufmerksamkeit erzeugen und darum, dass die deutschen Autokonzerne gefördert werden sollen.

Edit:

Wow, das es so viel ist hätte ich nicht gedacht. Die sind also quasi schon durch mit dem Thema.

Norwegen hat Wasserkraft ohne Ende, eine kleine Bevölkerung - und nicht zuletzt dank der deutschen Regierung keine Möglichkeit, den ganzen Strom zu exportieren. Wenn bei uns nicht der Leitungsbau blockiert werden würde, dann könnten die Norweger sich eine goldene Nase verdienen in dem sie die Grundlast halb Nordeuropas produzieren und der Klimaschutz würde einen deutlichen Sprung nach vorne machen, wenn die deutschen und polnischen Kohlekraftwerke abgeschaltet werden. Stattdessen schaffen sie jetzt halt ihre Verbrenner ab, die ein viel kleineres Problem waren (und geben damit ein Signal zur Abschaffung ihrer eigenen Öl- und Gasindustrie, die eigentlich zu den saubersten und damit als letztes zu ersetzenden fossilen der Welt gehören sollte)

Nichts anderes hab ich gesagt. Klar, E-Bikes zu fördern wäre erstmal sinnvoller, ebenso wie Fahrzeuge mit höherer Auslastung (Personen- und Frachttransport), aber das Eine schließt das Andere ja nicht aus.

Im Kaptialismus leider schon - und in der deutschen Politik sowieso.

Tja, wegen mir gerne. Aber das Problem ist, es traut sich keiner (Politiker). Wenn E-Fahrzeuge in der Bevölkerung beliebter werden, dann ist auch der Unmut geringer, wenn der Sprit teurer wird. Von mir aus kann er morgen schon 5€ pro Liter kosten, wenn die zusätzlichen Einnahmen sinnvoll investiert werden.^^

Es gab da mal eine Partei, die wollte den Literpreis auf 5 DM anheben. Hätte sie das gemacht, wären wir heute vielleicht schon einen großen Schritt weiter.
Aber der Wähler hat "nein" gesagt und macht das bis heute - und Politiker orientieren entgegen der landläufigen Meinung sehr wohl am Wählerwillen. (auch wenn sie alles tun, um den unabhängig von den eigentlichen Wählerinteressen zu manipulieren)
 
AW: Tesla holt sich Audi-Manager für die Produktion

Ich persönlich habe ein Fahrzeug mit möglichst gleicher Ausstattung und Größe gesucht, das sich sowohl Stadt- als auch Autobahnverkehr vernünftig bewegen lässt.
Genau, weil du ein Schlingel bist. Wenn es um Verbräuche geht, dann muß der Antrieb eben auch ein Kriterium sein, nicht nur Ausstattung und Größe. :P
Und wenn es keine vergleichbare E-Konkurrenz gibt, dann mach auch ein Vergleich nur bedingt Sinn.
Und trotzdem haben Privatleute übrigens kaum etwas dazu beigetragen - in Bayern (bundesweite Statistiken findet Google gerade nicht) beträgt der Anteil typischer Ein/Zweifamilienhäuser-Anlagen an der Gesamterzeugung gerade einmal 15%. Und jetzt soll der gleiche Personenkreis passende Speicher in vielfach größerer Menge, als die Konzerne das könnten, aus eigener Tasche aufstellen, in der Hoffnung, dass die KKW-Betreiber genug dafür zahlen damit es sich rentiert?
OK, da habe ich mich vielleicht zu sehr von den örtlichen Gegebenheiten irreführen lassen. Hier bei "uns" sind sehr viele Häuser mit Solaranlagen ausgestattet, und im näheren Umkreis stehen auch relativ viele Windräder. Und natürlich rede ich nicht von heute oder morgen, sondern von langfristig. Wenn es in Bayern 15% sind, dann ist das doch schon mal eine ordentliche Menge, denke ich. Natürlich gibts da noch Luft nach oben.
Meinst du die Wärmeerzeugung? Sonst gibt es neben dem Verkehr keinen großen Posten und die wird hoffentlich zum Großteil über Solarthermie geregelt und taucht somit nicht auf. Entsprechende Speicherlösungen sind mittlerweile sehr funktional (und billig im Vergleich zu Strom).
Solarthermie hat wie Solarstrom den Nachteil das sie quasi saisonal ist, anders als zb. ein Windrad. Auch werden zur Langzeitspeicherung (über den Winter) entsprechend große und gut Isolierte Tanks benötigt. Ich meine mich an einen Beitrag zu erinnern, wo einzig mit Solarthermie ein Haus geheizt wurde. Dazu wurde, während des Hausbaus!, ein riesiger "fett" isolierter Tank in die Mitte eines hoch effizient gedämmten Hauses gepflanzt, um mit der im Sommer gespeicherten Wärme über den Winter kommen zu können. Dazu kommt das Thema Prozesswärme (Prozesswarme – Wikipedia), die schnell Temperaturen erreicht, die man mit Solarthermie wohl nicht so einfach erreichen (geschweige denn lange speichern) kann. Strom hingegen ist hier universell einsetzbar.
Ich weiß, dass du den Namen gerne nennst, aber solange du nicht konkrete Werte deinen Argumenten zuordnet und deren Herkunft angibst, kann ich schlecht darauf eingehen.
Ich habe auch den Namen des Vortrages, sowie die Plattform auf der er sich finden läßt, angegeben. (Energiewende ins Nichts - YouTube)
Es ist schon eine ganze Weile her das ich den Vortrag angeschaut hab, daher kann ich mich bzgl. seiner Quellen nur noch an die Zahlen des Endenergieverbrauchs erinnern, und das sie vom IFO-Institut stammen. Ansonsten ist der Vortrag eher für Optimisten wie mich von Interesse, Pessimisten wie du sehen sich da größtenteils nur bestätigt. :D (wobei ich einige Auffassungen nicht mit dem Prof teile, da er mir zu "total" rechnet/argumentiert)
Das Ganze gilt von der Nutzung her auch für mich. Aber: Wo sollte ich das machen? Ich habe kein Haus. Ich habe keine Möglichkeit bei meinem Arbeitgeber.
Aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wohnst du in einem Haus (Vermieter in der Pflicht), und sehr wahrscheinlich gäbe es auch bei deinem Arbeitgeber die Möglichkeit, zumindest für einen Teil der Angestellten entsprechende Ladesäulen platzieren zu können. Da hier keine Schnellladung erforderlich ist (Langzeitparker), reichen quasi einfache "Steckdosen" aus, der Kostenrahmen bleibt also überschaubar. Die Kosten sollten dann vom Stromkonzern getragen werden, der ja auch seinen Strom dort verkaufen will. Hier fehlt es natürlich noch an Regelungen. Auch zentralisiertere Ladeparkplätze wären (sofern der Platz vorhanden ist) denkbar, um so die Angestellten mehrerer Arbeitgeber zu bündeln. Dann würde man nicht direkt auf dem Firmenparkplatz parken, sondern einen kurzen Fußmarsch entfernt. Möglichkeiten gäbe es viele, wenn man will. Auch für "später", wenn die Stromer in größerer Stückzahl im Einsatz sind. Es ist ja nicht so, das man sofort 50mio E-Parkplätze bauen muß.
Ich beobachte weder das eine noch das andere. (zumindest in Deutschland. Andernorts gibts zum Teil noch Tankwarte) Und Tankanschlüsse auch bei Elektroautos aus Vandalismusgründen abgeschlossen sein sollten, müsste ich dem Parkwächter außerdem noch meine Schlüssel anvertrauen.
Das wir keine "Tankwarte" mehr haben bedeutet ja nicht, das wir ihn nicht mehr haben können. Eigentlich wäre es ja eher ein Parkwächter. Und ein entsprechender universal "Unlocker" (Funk) wäre hier auch nicht das Problem. Was soll der Tankwart/Parkwächter mit deinem Autoschlüssel, wenn er nur an den Ladeanschluss muß. Und da der Stellplatz bewacht ist, darf auch das Thema Vandalismus vernachlässigt werden. Jeder kann mit nem Schraubendreher den Tank eines Verbrenners öffnen, und Zucker rein kippen. Aber wie oft kommt das vor. Bei nem Stromer (mit Schutzschaltung) kann er hingegen nicht wirklich was machen.
Kabelloses Laden ist übrigens auf dem aktuellen Stand der Technik wesentlich teurer, herstellerspezifisch und ineffizienter. Da würde ich kurzfristig nicht mit einem Durchbrech rechnen, von einer mittelfristigen großflächigen Verfügbarkeit ganz zu schweigen. Wie so oft in dieser Diskussion gilt: Nur weil etwas technisch attraktiv erscheint hat man noch lange niemanden, der es in millionenfacher Ausführung bezahlt.
Laut Musk beträgt der Verlust dadurch aktuell 10-15%, weshalb man kabelloses Laden auf absehbarer Zeit auch nicht bei Tesla finden wird. Er will Ende des Jahres etwas vorstellen, wo man munkelt es wird eine vereinfachte (automatisierte?) Lademöglichkeit (über nur noch 2 Kontakte) sein. Also ähnlich dem Autoscooter, nur andersrum (von unten statt von oben). Mal schauen. Und bzgl. millionenfacher Ausführung, das ist der Stand wenn alle Verbrenner von E-Autos abgelöst wurden. Bis dahin reicht ein Wachstum der zunehmenden Verbreitung der E-Autos entsprechend. Rom wurde auch nicht.... Die Magnetstreifen an Ampeln wurden auch nicht an einem Tag verlegt. :D
Löbliche Anbieter dann :daumen:
Das denke ich auch. Sie haben 2008 einfach gesagt: "Die Stadtwerke [mein Wohnort einfügen] beteiligen sich nicht an der Spekulation über den Klimaschutz, sondern setzen ein konkretes Zeichen."
Wenn Leute mit ausreichendem Vermögen ohne Rücksicht auf letzteres an eine Idee rangehen, ist sicherlich einiges mehr möglich, als bei den meisten unserer Politiker. Aber "vertrauen" würde ich da nicht drauf, denn Musks sind sehr selten und decken eben jeweils auch nur eine einzige Idee ab.[/quote]
Naja, aber das Vertrauen auf solche Menschen ist alles was einem "Politikverdrossenem" wie mir bleibt. :ugly:
Er wird nicht plötzlich auch noch anfangen, Dächer mit Solarzellen zu pflastern, große Offshore-Windparks mit leisen Methoden zu bauen und Europa mit einem 1-MV-Netz zu unterziehen.
Das sagst du. :D Der Mann ist wahnsinnig, der will ne Stadt aufm Mars bauen. Er hat einen Automobilkonzern schneller aus dem Boden gestampft, wie andere ein neues PKW-Modell entwickeln. Er ist (über seinen Cousin) der Zweitgrößte produzent von Solarstrom (in den USA). Seine Gigafactory ist das größte (bzgl Volumen) Gebäude der Welt (wenn wir das Monster-Teil der NASA mal außen vor lassen), und sie wird demnächst der Größte Akkuhersteller der Welt. Aktuell muß er den Strom seiner Teslas an den Superchargern relativ teuer einkaufen. Ich wäre mir nicht so sicher, das er hier noch größere Pläne hat.

Eine Stadt auf dem Mars! DEM MARS!!!!! :ugly:
Und die Chancen, dass das jemand anders machen wird, sind auch gering (und eigentlich müsste es auch niemand, wenn EEG und CO2-Zertifikate konsequent weiter- und nicht zurückentwickelt worden wären. Aber das ist halt die Sache mit guten Ideen und der Realität)
Nope, das ist die Sache mit den guten Ideen und der Politik. Und die Politik hat es Musk auch in den USA schwer machen wollen (afaik darf der heute noch nicht überall in den USA ein Tesla-Autohaus hinstellen bzw. Teslas verkaufen), aber am Ende wird sich das "Bessere" durchsetzen. (auch wenn wir das im schlimmsten Fall nicht mehr erleben...)
Wenn man weitere Verbraucher berücksichtigt, ändert sich daran nichts - nur der Zeitpunkt, wenn wir überhaupt anfangen könnten, Überschuss für E-Autos zu produzieren, verschiebt sich noch weiter in die Zukunft.
Es will mir einfach nicht in den Kopf, warum du Stromer erst dann für gut befindest, wenn sie ausschließlich mit Überschuss geladen werden können. Gerade, wo wir schon heute teilweise ökostrombedingten Überschuss produzieren, der ja schon für E-Autos genutzt werden könnte. Stattdessen wird dieser Peak aktuell entweder zu Spotpreisen verscherbelt, oder (der größte Teil des Peak) schon direkt am Ort der Erzeugung wieder in die Erde geleitet (bzw. wie ich kürzlich in einem Beitrag erfahren habe, durch diese Dinger die warm werden wenn man Strom drauf gibt, wie nennt sich das doch gleich nochmal? Jedenfalls wird der Überschuss dort in Wärme umgewandelt, und einfach an die Umwelt abgegeben, er wird erst gar nicht ins Netz gespeist)
Aber es geht ja nicht um Nutzen. Es geht (sowohl in der Politik als auch bei den meisten Endverbrauchern, die mir begegnen) darum, dass E-Autos sexy sind, als grün gelten, mediale Aufmerksamkeit erzeugen und darum, dass die deutschen Autokonzerne gefördert werden sollen.
Nicht wirklich. Auch, klar, aber das eigene Auto betrifft einen einfach mehr, als die Busse des ÖPNV. Das die Autokonzerne gefördert werden ist Schuld der Politik, die solche Förderungen beschließt. Wie ich schon sagte, auch ich finde die Förderung nicht optimal. Und das Stromer als grün gelten ist ja auch korrekt, nur nicht unter allen Umständen. Und man sollte nicht vergessen das E-Autos im herkömmlichen Sinne auch nur temporär sind. Über kurz oder lang muß man sich eh vom Gedanken des eigenen PKWs verabschieden. Die Autos der Zukunft werden zwar sehr wahrscheinlich weiterhin mit Strom fahren, aber es wird nicht mehr "üblich" sein, ein eigenes Auto zu besitzen. Warum auch wenn es doch eh >90% der Zeit nur rumsteht. Ich verstehe auch das genau das der Punkt ist, warum eine Förderung gerade hier am wenigsten Sinn macht. Hier kommen die Vorteile erst über die Masse zum tragen. Anders als zb. beim ÖPNV, wo die Fahrzeuge tlw. rund um die Uhr im Einsatz sind, und das Potential der reduzierten Umweltbelastung entsprechend groß ist. Das ändert aber nichts daran, das auch bei privaten PKWs jeder gefahrene Kilometer mit Strom die Umwelt weniger belastet als durch die Verbrennung von Öl basierenden Treibstoffen. Wie gesagt, die Schadstoffe durch Förderung, Raffinieren und Transport um die halbe Welt kommen beim Verbrenner ja auch noch dazu. Und selbst bei einer neutralen Bilanz (E-Autos mit dem dreckigsten Kohlestrom), sofern sie überhaupt neutral sein kann (woran ich immer noch meine Zweifel habe), es bleibt der Vorteil des verlagerten (eher zentralisierten) Schadstoffausstoßes.
...und nicht zuletzt dank der deutschen Regierung keine Möglichkeit, den ganzen Strom zu exportieren. Wenn bei uns nicht der Leitungsbau blockiert werden würde, dann könnten die Norweger sich eine goldene Nase verdienen in dem sie die Grundlast halb Nordeuropas produzieren und der Klimaschutz würde einen deutlichen Sprung nach vorne machen, wenn die deutschen und polnischen Kohlekraftwerke abgeschaltet werden.
Du meinst sie dürfen den Strom nicht nach/über uns exportieren? Oder sie können aufgrund des fehlenden Leitungsausbaus nicht? So oder so, das macht ja mal gar keinen Sinn. Wenn sie wirklich so viel Kapazität haben, das sie exportieren könnten, warum wurden dann nicht schon vorgestern Leitungen von D nach N verlegt? Ich bin davon ausgegangen das sie die Kapazität gar nicht haben um zb. uns beliefern zu können. :confused:
Es gab da mal eine Partei, die wollte den Literpreis auf 5 DM anheben. Hätte sie das gemacht, wären wir heute vielleicht schon einen großen Schritt weiter.
Aber der Wähler hat "nein" gesagt und macht das bis heute - und Politiker orientieren entgegen der landläufigen Meinung sehr wohl am Wählerwillen. (auch wenn sie alles tun, um den unabhängig von den eigentlichen Wählerinteressen zu manipulieren)
Ja gut, aber wenn bei dem Thema Einigkeit herrschen würde, über die Parteien hinaus, dann wäre der "Wählerwille" irrelevant. Aber natürlich müssen die Rahmenbedingungen dann auch stimmen. Wenn der Liter 5€ kostet, muß trotzdem jeder am nächsten Tag noch zur Arbeit usw. kommen. Unter anderem deswegen denke ich, das hier eher industrielle (finanzielle) Interessen eine Rolle gespielt haben. Wie gesagt, die Politik hätte der ausufernden Entwicklung der Automobile auch schon lange einen (eindämmenden) Riegel vorschieben müssen, aber sie haben es nicht. Und ich bezweifel das hier der Wähler eine relevante Komponente war.


Was ich zum Schluss noch sagen wollte: AUF DEM MARS!!!!!!! :D
 
AW: Tesla holt sich Audi-Manager für die Produktion

Vonwegen Norwegen:
Why do they love electric cars in the Arctic Circle? - BBC News
Mit 5-6% der Wasserkraft alle Autos zu betanken ist nun wirklich eine sehr lokale Möglichkeit.
Und ich gehe gerne Wetten ein dass die Dinger in den Großstädten trotz aller Steuererleichterungen vor allem wegen der (IMO nicht vernünftig begründbaren, entweder Busse brauchen eigene Spuren oder nicht, egal wie die anderen Fahrzeuge angetrieben sind) Freigabe für die Busspuren gekauft werden.
 
AW: Tesla holt sich Audi-Manager für die Produktion

Genau, weil du ein Schlingel bist. Wenn es um Verbräuche geht, dann muß der Antrieb eben auch ein Kriterium sein, nicht nur Ausstattung und Größe. :P
Und wenn es keine vergleichbare E-Konkurrenz gibt, dann mach auch ein Vergleich nur bedingt Sinn.

Wie gesagt: Ich fand die beiden Modelle vergleichbar. Von den Fahrleistungen her ist sogar selbst ein 1200 kg 1.2 TSI (10,2 s auf 100, 190 Spitze) dem 1600 kg E-Golf (10,4 s, 140 Spitze) überlegen. Aber selbst wenn ich den 1,8 TSI genommen hätte (7,6 s, 210 Spitze), ist der immer noch 240 kg leichter, als der E-Golf bzw. letzterer müsste 2/3 seiner Batteriekapazität abgeben (=> nur 70 km Reichweite, da bräuchte manch Pendler schon zwei Lademöglichkeiten pro Tag), um auf das gleiche Endgewicht zu kommen.
Da du E-Golf aus irgend einem Grund nicht akzeptieren möchtest, hätte ich noch ein zweites, leider deutlich älteres Beispiel (aber es gibt nunmal wenig Fahrzeuge, die mit beiden Antrieben verfügbar sind): Lotus Elise 2 und Tesla Roadster
240 Spitze vs 200 Spitze
4,6 s vs 3,9 s auf 100
900 kg vs. 1300 kg, davon 440 kg Batterie

=> Der Roadster müsste 85% Batteriekapazität abspecken (verbleibende Reichweite: 25-50 km, je nachdem ob man Praxis- oder Herstellerwerte zugrunde legt. Vielleicht sollten wir E-Bikes in den Vergleich aufnehmen?), ehe der Elektroantrieb einen Gewichtsvorteil gegenüber dem Verbrenner hätte.

(Der leicht größere Exige hat übrigens nicht nur mehr Höchstgeschwindigkeit -270- und selbstverständlich mehr Reichweites, sondern auch das gleiche gewünschte Drehmoment, wie der Tesla Roadster, erzielt die gleiche Beschleunigung und wiegt immer noch 150 kg weniger. Mit Klimaschutz durch veränderte Mobilität hat das aber wenig zu tun.)

OK, da habe ich mich vielleicht zu sehr von den örtlichen Gegebenheiten irreführen lassen. Hier bei "uns" sind sehr viele Häuser mit Solaranlagen ausgestattet, und im näheren Umkreis stehen auch relativ viele Windräder. Und natürlich rede ich nicht von heute oder morgen, sondern von langfristig. Wenn es in Bayern 15% sind, dann ist das doch schon mal eine ordentliche Menge, denke ich. Natürlich gibts da noch Luft nach oben.

Es sind nicht 15% an der Gesamtstromproduktion, sondern 15% an der Solarstromproduktion. Verbreitet sind Solaranlagen afaik gerade auf bayrischen Einfamilienhäusern recht weit (hat ja seinen Grund, dass die Union Eigenheimzulagen & Co als einzigstes ökologisches Lenkungsmittel vorsichtig anfässt, während alles andere zu Grunde gerichtet wird), aber man muss eben schon einen halben Straßenzug damit ausstatten, ehe man die Leistung eines einzigen mittelständischen Fabrikdaches hat und seit Senkung der Vergütungen bauen Eigenheimbesitzer sowieso nur noch für den Eigenbedarf aus. Der Löwenanteil, der wirklich einen Unterschied machet, wird aber eben kommerziell errichtet.
Genau das würde ich auch für Speichern erwarten - wenn sie genauso gefördert werden würden, wie Solaranlagen. Werden sie gar nicht gefördert, wie von dir vorgeschlagen, wäre der private Speicherbau noch weitaus geringer und für das Netz vermutlich irrelevant. (Wie man ja auch im Moment sehen kann. Puffersysteme gibt es schließlich schon seit Jahrzehnten. Zwar ohne LiIo-Brandsatz, aber voll alltagstauglich. Nur ist das Interesse minimal beziehungsweise auf Einsatzbereiche konzentriert, wo schlicht gar kein Stromanschluss vorhanden ist.)

Solarthermie hat wie Solarstrom den Nachteil das sie quasi saisonal ist, anders als zb. ein Windrad. Auch werden zur Langzeitspeicherung (über den Winter) entsprechend große und gut Isolierte Tanks benötigt. Ich meine mich an einen Beitrag zu erinnern, wo einzig mit Solarthermie ein Haus geheizt wurde. Dazu wurde, während des Hausbaus!, ein riesiger "fett" isolierter Tank in die Mitte eines hoch effizient gedämmten Hauses gepflanzt, um mit der im Sommer gespeicherten Wärme über den Winter kommen zu können.

Bei guter Wärmedämmung (Energiesparen >>>> Energie umweltfreundlich erzeugen) braucht man so gut wie keine Wärme zur Raumheizung, das Warmwasser für Dusche & Co ist auch im Winter problemlos zu erzeugen. Man hat zwar kürzere Tage, aber gerade an den besonders kalten mit zusätzlichem Heizungsbedarf ja auch klaren Himmel. Und ein vakuumierter Röhrenkollektor ist beinahe unabhängig von der Außentemperatur. Der einzige Grund, warum man nicht darauf setzen würde, ist die vergleichsweise hohe Effizienz und leichtere Regelbarkeit (solarbetriebener) Wärmepumpen - aber es besteht definitiv kein Bedarf, die gesamte heute in ineffizienten Ölheizungen umgesetzte fossile Energie in Zukunft auf Ökostrom anzurechnen. 5-10% wären vielleicht eine realistische Zahl, wenn Strom so billig bleibt, dass man sich übermäßige Optimierung spart. (Allein Erdwärmepumpen erreichen bei optimaler Auslegung schon heute einen Wirkfaktor von 5, d.h. sie verbrauchen gerade einmal 20% soviel Strom, wie sie Heizwärme abliefern. Wenn wir die Hälfte des Gesamtbedarfes aus Geo- und Solarthermie decken würden, wären also sogar ohne Energiesparmaßnahmen die 10% schaffbar. Allein bei Wärmeisolierung und Heizungsineffizienz besteht aber noch Optimierungspotential von Faktor 2-4)

Ich persönlich sehe hier übrigens auch wieder potential für Synthesegas. Das ist nicht nur als Speichermedium sehr attraktiv und für Fahrzeuge dann die bessere Lösung, als Batterien, sondern erzeugt bei der Verstromung auch Wärme - und im Gegensatz zu heutigen Blockheizkraftwerken lassen sich Brennstoffzellen so klein bauen, dass man sogar in Einzelwohnungsgasthermen Kraftwärmekopplung praktizieren kann.

Dazu kommt das Thema Prozesswärme (Prozesswarme – Wikipedia), die schnell Temperaturen erreicht, die man mit Solarthermie wohl nicht so einfach erreichen (geschweige denn lange speichern) kann. Strom hingegen ist hier universell einsetzbar.

Es ist umständlicher, ja, aber die meisten energieintensiven Industrieprozesse sind gar nicht auf Speicherung angewiesen. Wenn ich Stahl schmelzen will, dann geht es nur darum wieviel Tonnen ich im Schnitt pro Tag schaffe - schon heute regeln diese Industrien ihren Verbrauch nach den Strompreisen. Genauso gut könnten sie nach der Sonnenintensität ihres Solarofens regeln, nur die Dimensionierung muss für die Gesamtproduktionsmenge passen. Aber wie gesagt:
Eigentlich gehören Energieintensive Betriebe in die Nähe von großen Energiequellen - und das sind heute eben nicht mehr rheinische Kohlegruben, sondern subtropische Solarparks, skandinavische Wasserkraftwerke oder isländische Geothermie.

Ich habe auch den Namen des Vortrages, sowie die Plattform auf der er sich finden läßt, angegeben. (Energiewende ins Nichts - YouTube)
Es ist schon eine ganze Weile her das ich den Vortrag angeschaut hab, daher kann ich mich bzgl. seiner Quellen nur noch an die Zahlen des Endenergieverbrauchs erinnern, und das sie vom IFO-Institut stammen. Ansonsten ist der Vortrag eher für Optimisten wie mich von Interesse, Pessimisten wie du sehen sich da größtenteils nur bestätigt. :D (wobei ich einige Auffassungen nicht mit dem Prof teile, da er mir zu "total" rechnet/argumentiert)

Sorry, aber der Beitrag ist 100 Minuten lang. Ich werde mir den nicht reinziehen, nur um am Ende ggf. die eine von dir in den Raum geschmissene Zahl, um die es ging, überhört zu haben. Etwas direktere Quellen sollte man in strittigen Fällen schon haben.

Aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wohnst du in einem Haus (Vermieter in der Pflicht), und sehr wahrscheinlich gäbe es auch bei deinem Arbeitgeber die Möglichkeit, zumindest für einen Teil der Angestellten entsprechende Ladesäulen platzieren zu können.

Mein Vermieter hat keine eigenen Parkflächen und mein Arbeitgeber mietet auch nur an. Ich wäre schon über einen Fahrradkäfig froh...
In beiden Fällen gilt aber: Von alleine machen die garantiert nichts. Und ich sehe niemanden, der eine Verpflichtung zur Einrichtung von Ladestationen ins Gesetz schreibt. Technisch denkbares <-> Realität.

Da hier keine Schnellladung erforderlich ist (Langzeitparker), reichen quasi einfache "Steckdosen" aus, der Kostenrahmen bleibt also überschaubar. Die Kosten sollten dann vom Stromkonzern getragen werden, der ja auch seinen Strom dort verkaufen will. Hier fehlt es natürlich noch an Regelungen.

Und an Leuten, die diese schaffen könnten und an Investitionswillen seitens der Stromkonzerne. Falls ich darn erinnern darf: Die sind nicht die Heilsarmee, sonder dijenigen, die sich dafür bezahlen lassen wollten, dass sie Atomkraftwerke auf aktuellem Sicherheitsniveau betreiben und die derzeit Gaskraftwerke zugunsten von Kohlekraftwerken stilllegen.

Laut Musk beträgt der Verlust dadurch aktuell 10-15%, weshalb man kabelloses Laden auf absehbarer Zeit auch nicht bei Tesla finden wird. Er will Ende des Jahres etwas vorstellen, wo man munkelt es wird eine vereinfachte (automatisierte?) Lademöglichkeit (über nur noch 2 Kontakte) sein. Also ähnlich dem Autoscooter, nur andersrum (von unten statt von oben). Mal schauen.

Ich bin gespannt - und bestätigt in meiner Feststellung:
Ein staatlich finanzierter Aufbau für eine Infrastruktur gemäß der heute vorhandenen, unzureichenden Technik, ist Schwachsinn/reine Industriesubvention ohne ökologische Wirkung. Denn wenn tatsächlich in 1-2 Jahren super easy automatische 2-Polladessysteme rumstehen, hat Deutschland einen eigenen 5 Polstecker festgeschrieben.

Und bzgl. millionenfacher Ausführung, das ist der Stand wenn alle Verbrenner von E-Autos abgelöst wurden. Bis dahin reicht ein Wachstum der zunehmenden Verbreitung der E-Autos entsprechend. Rom wurde auch nicht.... Die Magnetstreifen an Ampeln wurden auch nicht an einem Tag verlegt. :D

Da hat auch niemand eine Mobilitäts- Vor-Rot-Steh-Revolution ausgerufen und die heutige Technik zum ultimativen Heilsbringer erklärt.

Naja, aber das Vertrauen auf solche Menschen ist alles was einem "Politikverdrossenem" wie mir bleibt. :ugly:

Pessimismus ist kostenlos. Try ist :P

Eine Stadt auf dem Mars! DEM MARS!!!!! :ugly:

Wenn wir alle Kohle-Teslas fahren, während im Minutentakt Raketen abheben erscheint die Marsathmosphäre sehr attraktiv ;)

Nope, das ist die Sache mit den guten Ideen und der Politik. Und die Politik hat es Musk auch in den USA schwer machen wollen (afaik darf der heute noch nicht überall in den USA ein Tesla-Autohaus hinstellen bzw. Teslas verkaufen), aber am Ende wird sich das "Bessere" durchsetzen. (auch wenn wir das im schlimmsten Fall nicht mehr erleben...)

Zum Glück gilt ersteres nicht lückenlos (FCKW z.B. hat die europäische Politik gut in den Griff bekommen, Reisefreiheit -vorerst- auch, bei der chemischen Industrie hat man zumindest sehr große Fortschritte gemacht und bislang hat auch niemand den Laufzeitverlängerungen für nicht-Bio-Agrarwirtschaft verhängt), aber umgekehrt leider auch letzteres. Sehr, sehr oft setzt sich das bequemere/für die aktuelle einflussreichen schönste durch (und damit meine ich nicht nur die obersten Zehnttausend, sondern durchaus auch die Bevölkerungsmehrheit. Sehr, sehr viele der heutigen Umwelt- und Klimaprobleme hätten wir heute nicht, wenn sich vor 50 Jahren jeder für das "Beste" aus Sicht aller Generationen entschieden hätte, anstatt nur an sein eigenes Reihenhaus zu denken.)

Es will mir einfach nicht in den Kopf, warum du Stromer erst dann für gut befindest, wenn sie ausschließlich mit Überschuss geladen werden können. Gerade, wo wir schon heute teilweise ökostrombedingten Überschuss produzieren, der ja schon für E-Autos genutzt werden könnte. Stattdessen wird dieser Peak aktuell entweder zu Spotpreisen verscherbelt, oder (der größte Teil des Peak) schon direkt am Ort der Erzeugung wieder in die Erde geleitet (bzw. wie ich kürzlich in einem Beitrag erfahren habe, durch diese Dinger die warm werden wenn man Strom drauf gibt, wie nennt sich das doch gleich nochmal? Jedenfalls wird der Überschuss dort in Wärme umgewandelt, und einfach an die Umwelt abgegeben, er wird erst gar nicht ins Netz gespeist)

Wenn E-Autos letzteren Überschuss nutzen könnte, wäre es toll. Aber dieser wird nicht deswegen nicht ins Netz eingespeißt, weil es keinen Verbraucher gäbe, sondern weil es kein Netz gibt, dass die Strommenge in dieser Richtung beherrschen würde. Zusätzliche Verbraucher in Form von Elektroautos würden das Problem also kein Bisschen ändern. Würde man das gleiche Geld stattdessen in besagtes Netz stecken, könnte der Strom für schon vorhandene Verbraucher genutzt werden. Steckt man das Geld in Elektroautos, wollen die zusätzlichen Strom aus anderen, fossilen Quellen.

Das erstere Problem, zuviel Strom im Netz an einigen sonnigen Tagen, der dann billigst verkauft wird, könnten sie lösen. Aber weißt du, was das auch könnte? Kohlekraftwerke abschalten. Auch an den Tagen, an denen wir "wegen" Solaranlagen einen Stromüberschuss im Netz haben, stammt dieser Strom zu großen Teilen aus Kohlekraftwerken. Die Solarkraftwerke sind nur der Tropfen, der das Fass überlaufen lässt. Bei derzeitigen Gesetzeslage müssen dann die Erneuerbaren die Produktion einstellen, während die Kohlekraftwerke ihre geschenkten Emissionszertifakte durchballern. Und das gehört als erstes geändert, nicht die Verbraucherstruktur.
Zusätzlich E-Autos ans Netz zu hängen gibt dagegen vor allem Stromkonzernen Stoff, um ihre Mär von der Versorgungslücke aufrecht zu erhalten - dabei produzieren sie künstlich zuviel fossilen Strom (den wir dann in künstlich durch E-Autos geschaffen Verbrauch wieder loswerden wollen. Dabei werden Benziner durch noch dreckigere Kohlekraftwerke ersetzt - und für das ganze werden auch noch Milliardensummen investiert, während für Klimaschutz das Geld fehlt)

Aber wie gesagt: Unter diversen "wenns" können E-Autos Sinn machen. Meiner Meinung nach sind nur sehr viele dieser Wenns noch nicht erfüllt und die Entwicklung ist sehr dynamisch - sowohl bei Batterieautos als auch bei möglichen Alternativen/Ergänzungen.
Daher bin ich nicht gegen E-Autos, sondern gegen deren Förderung.
Wir wissen nicht, ob sie in 50 Jahren das Optimum sein werden, wir wissen, dass sie jetzt im Schnitt noch keinen großen Vorteil bringen. Was wir aber sehr wohl wissen ist, welche Kraftwerke in 50 Jahren das Optimum darstellen, welche Netze wir für deren effiziente Nutzung brauchen und welche heutige Energieverschwendung durch neue Technologien und neue Konzepte (einschließlich einer Verlagerung des Verkehrs weg von PKW, LKW und Flugzeug!) ersetzt werden müsste.
Also wieso zum Teufel konzentrieren wir die sehr beschränkten Ressourcen, die unsere Gesellschaft für Klimaschutz bereit zu leisten ist, in die vorerst fragwürdigen E-Autos und lassen den riesigen Haufen an definitiv sinnvollen Maßnahmen unerledigt?

Nicht wirklich. Auch, klar, aber das eigene Auto betrifft einen einfach mehr, als die Busse des ÖPNV.

Problem beschrieben. Lösung als unwichtig erachtet?

Und das Stromer als grün gelten ist ja auch korrekt, nur nicht unter allen Umständen.

Zum Beispiel unter den Umständen, die hier und jetzt herrschen... :rollen:
Wenn man mit der Logik an alles rangehen würde, landet man beim AfD-Programm und "CO2[-Ausstoß] ist gut, nur nicht unter allen Umständen" (stimmt. aber nicht FÜR UNS)

Das ändert aber nichts daran, das auch bei privaten PKWs jeder gefahrene Kilometer mit Strom die Umwelt weniger belastet als durch die Verbrennung von Öl basierenden Treibstoffen. Wie gesagt, die Schadstoffe durch Förderung, Raffinieren und Transport um die halbe Welt kommen beim Verbrenner ja auch noch dazu. Und selbst bei einer neutralen Bilanz (E-Autos mit dem dreckigsten Kohlestrom), sofern sie überhaupt neutral sein kann (woran ich immer noch meine Zweifel habe), es bleibt der Vorteil des verlagerten (eher zentralisierten) Schadstoffausstoßes.

Die Emissionen bei der Produktion von Benzin machen afaik (beste Quelle die Google spontan ausspuckt) nur 10-25% der Emissionen bei der Verbrennung aus (Teersande ggf. ausgenommen). Wenn du dir dagegen die Umweltschäden eines Kohletagebaus (der seinerseits auch Energie verbruacht) anguckst, ist das gar nichts. Und, wenn du dich an meine Darstellung erinnerst:
Es ging nicht um einen Gleichstand bei den Emissionen, sondern um einen Gleichstand im Primärenergieverbrauch. Letzterer entspricht bei der Nutzung von Kohle(strom) aber 2-3 mal mehr CO2, als beim Verbrennen von Benzin.
Du hast mit deinem Zweifel, dass die Bilanz überhaupt nicht neutral sein kann, also recht. Guckst aber aus der falschen Richtung.

Wo du rund um recht hast: Der Dreck fällt dann nicht mehr in den Städten an, sondern irgendwo auf dem Land.
Frei nach dem Motto "Strom? Kommt aus der Steckdose"...
(nicht, dass ich was dagegen hätte, denn mir geht die Emissionen der Pendler tierisch auf den Senkel. Aber anstatt denen E-Autos samt Infrastruktur zu finanzierne, würde ich sie zu ÖPNV zwingen und die Autos aus der Stadt jagen. Haus im Grünen kaufen, Pendlerpauschale kassieren und dann "leider leider" all denjenigen die Luft verpesten, die sich nur ne Wohnung leisten können :kotz:)

Du meinst sie dürfen den Strom nicht nach/über uns exportieren? Oder sie können aufgrund des fehlenden Leitungsausbaus nicht? So oder so, das macht ja mal gar keinen Sinn. Wenn sie wirklich so viel Kapazität haben, das sie exportieren könnten, warum wurden dann nicht schon vorgestern Leitungen von D nach N verlegt? Ich bin davon ausgegangen das sie die Kapazität gar nicht haben um zb. uns beliefern zu können. :confused:

Sie können nicht. Sie könnten (wenn Schweden und Dänemark mitspielen) sicherlich eine Leitung bis an die deutsche Grenze legen, ja. Aber Deutschland hat es in den letzten anderthalb Jahrzehnten nicht einmal fertig gebracht, genug Leitungen für den Abtransport des norddeutschen Windstroms zu bauen. Was nützt es den Norwegern da, wenn sie Strom an die deutsche Grenze schaffen?

Ja gut, aber wenn bei dem Thema Einigkeit herrschen würde, über die Parteien hinaus, dann wäre der "Wählerwille" irrelevant. Aber natürlich müssen die Rahmenbedingungen dann auch stimmen. Wenn der Liter 5€ kostet, muß trotzdem jeder am nächsten Tag noch zur Arbeit usw. kommen. Unter anderem deswegen denke ich, das hier eher industrielle (finanzielle) Interessen eine Rolle gespielt haben. Wie gesagt, die Politik hätte der ausufernden Entwicklung der Automobile auch schon lange einen (eindämmenden) Riegel vorschieben müssen, aber sie haben es nicht. Und ich bezweifel das hier der Wähler eine relevante Komponente war.

Es ist Aufgabe der Politik, Rahmenbedingungen zu schaffen - und in einer Marktwirtschaft ist das eigentlich verdammt einfach. Man muss nur eine langsame Einführung mit insgesamt neutralen Auswirkungen schaffen und abwarten. Im konkreten Beispiel kann man z.B. eine ausnahmslose, aber nur langsam steigende CO2-Steuer einführen und im Gegenzug zu diesen Einnahmen 1:1 die Sozialversicherungsbeiträge (sowohl arbeitnehmer- als auch arbeitgeberseitig) senken. Das würde eine deutliche, aber nicht plötzliche Lenkungswirkung von "viel CO2-Emissionen, wenig Arbeitsplätze" zu "wenig CO2-Emissionen, viele Arbeitsplätze" entfalten (siehe dein Beispiel mit betreuten E-Ladestationen. Oder viel trivialer: Warum müssen wir auf autonome Autos warten, um das eigene Auto abzuschaffen, wenn wir auch ebensogut den größten Kostenfaktor bei ÖPNV und Taxis -den Fahrer- günstiger machen können, ohne dass dessen Reallohn sinkt?)

Aber wie gesagt: Aufgabe der Politik ist es in einer Demokratie auch, sich hier nach dem Wählerwillen zu richten. Verschiedene Parteien schlagen einen (meist nicht einmal großen) Kurswechsel in verschiedene Richtungen vor und der Wähler sucht sich die Partei aus, deren Richtungsvorschlag ihm am meisten behagt. Und seit mehreren Legislaturperioden befürwortet der Wähler vor allem Parteien, die sich an den Wünschen der Kohle- und Autolobby orientieren, während sie auf Klimaschutz scheißen.

Wär ich Zyniker und würde alles pauschalisieren könnte ich sagen "Wenigstens haben die Unwetter im CSU-Land die richtigen erwischt". Aber ich pauschalisiere nicht ;)
 
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