Das Verbrennungsmotoren eine vergleichsweise späte Erfindung sind, ist noch ein ganz anderes Thema. Ich bezog mich aber explizit auf die "heutigen Elektroauto-Projekte". Sowohl Mercedes als auch meiner Erinnerung nach BMW haben nämlich Anfang der 90er schon einmal an Fahrzeugen mit Batterie geforscht, bevor man wegen der Reichweitenprobleme auf Wasserstoffkonzepte wechselte. Der Sandwich-Boden der originalen A-Klasse war in den Studien zum Beispiel noch für die Aufnahme von Akkus gedacht. (Stichwort: ZEBRA-Batterie. Der resultierende Schwerpunkt wäre sicherlich auch Elch-tauglich gewesen.
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Kontrolle von oder gar Haftung für Privat-PKW wälzen alle Hersteller auf den (Mit-)Fahrer ab. Bei kommerziellen Flotten arbeiten die Betreiber (nicht aber die Hersteller) teilweise an oder in Pilotstudien schon mit zentralen Überwachungsstellen. Das heißt die Fahrzeuge melden sich in der Zentrale, wenn sie nicht weiterwissen und werden dann ferngesteuert.
Das setzt aber offensichtlich bereits weit fortgeschrittene Level-3-, eigentlich sogar schon Level-4-Autonomie voraus und funktioniert selbst mit dieser nur in Gebieten, wo jederzeit ein Nothalt möglich ist. Das Fahrzeug muss also zuverlässig erkennen können, wenn es sich den Grenzen seiner Autonomie nähert und dann noch einen sogenannten sicheren Zustand herstellen können. In den USA und China gibt es da bereits Experimente mit Robotor-Taxis ohne physisch anwesenden Sicherheitsfahrer, die aber nur in eng umgrenzten, regelmäßig auf den Millimeter genau Laser-kartierten Stadtteilen fahren können und natürlich auch das nur solange 5G-Empfang besteht.
Zumindest in den USA handelt es sich meinem Wissen nach auch ausschließlich um Ortschaften, in denen beispielsweise die Überquerung der Straße zu Fuß abseits von Ampeln/Überwegen unter Strafe verboten ist. In Deutschland dagegen wurde bislang nur mit People-Movern experimentiert, die in Tempo-30-Randgebieten und auf geschlossenen Campussen mit maximal 15 km/h verkehren. Also einer Geschwindigkeit, wo bei der kleinsten Unstimmigkeit regelmäßige Not-Vollbremsungen ohne bleibende Schäden an den Insassen möglich sind und Auffahrunfälle durch nachfolgenden Verkehr nicht erwartet werden. Waymo ist dagegen schon häufiger Opfer von letzteren geworden.
Ich persönlich frage mich immer, was so ein zentralisiertes Konzept bei einem Unwetter oder schlicht bei Schneefall bedeutet? Bleiben dann alle sogenannt-"autonomen" Autos gleichzeitig mitten auf der Straße stehen und warten stundenlang, bis die viel zu kleine Zahl von Überwachern sie von Hand irgendwo hin gelotst hat, wo sie wenigstens keine Rettungskräfte behindern?
Von einem Mobilfunkausfall ganz zu schweigen.