Temperatur noch Luft nach oben? GTX 1080 Ti

chainzalwayswins

Schraubenverwechsler(in)
Hallo Leute.

Ich habe eine MSI GTX 1080 Ti mit 2 Lüftern.
Ich habe die Lüfterkurve so eingestellt, dass die Karte in 100% Auslastung im Gaming nicht über 65°C geht, allerdings wird das System dann ganz schön laut...
Klar, die 1080 Ti zu kühlen ist mit so einer TDP nicht gerade einfach. Trotzdem wollte ich fragen ob ich die Lüfterkurve noch anpassen kann, sodass es etwas leiser ist im Gaming.
Die Lüfter sind bei rund 85% maximaler Drehzahl in Volllast. Mein Airflow ist auch gut und die Wärmeleitpaste habe ich letztens erst gewechselt.
Nun ist meine Frage ob ich die Karte auch auf 70-75°C auf Dauer laufen lassen kann ohne Langzeitschäden zu haben? Ich hätte das System nämlich gern etwas leiser. :/
 
Du hast immer Langzeitschäden! Elektromigration heißt hier das Thema ... Temperatur und Stromdichte sind dabei von Bedeutung. Wenn du es nicht durch extremes OC übertreibst kann sie bei 80 °C mit leichtem OC 10 Jahre oder länger halten.

Das das nicht immer funktioniert liegt in der Natur der Sache ... Physik und deren Folgen sind halt begrenzt planbar.
 
Ich habe die Lüfterkurve so eingestellt, dass die Karte in 100% Auslastung im Gaming nicht über 65°C
Ob die Karte mit 65°C oder 83°C läuft ist der Karte absolut egal.
Nun ist meine Frage ob ich die Karte auch auf 70-75°C auf Dauer laufen lassen kann ohne Langzeitschäden zu haben?
Das Ding wird so oder so irgendwann draufgehen und ob man das mit einer stärkeren Lüfterkurve wirklich lange rauszögern kann wage ich zu bezweifeln.
Die Caps altern auch wenn das Ding dauerhaft aus ist.
 
Möchte bald upgraden aber die kartr danm trotzdek funktionstüchtig behalten, einfach der Nostalgie zuliebe.
Ob die Karte mit 65°C oder 83°C läuft ist der Karte absolut egal.

Das Ding wird so oder so irgendwann draufgehen und ob man das mit einer stärkeren Lüfterkurve wirklich lange rauszögern kann wage ich zu bezweifeln.
Die Caps altern auch wenn das Ding dauerhaft aus ist.
Also kommen keine direkten &/oder langzeitschäden, ausser die, die sowieso umvermeidbar sind?
 
Möchte bald upgraden aber die kartr danm trotzdek funktionstüchtig behalten, einfach der Nostalgie zuliebe.
Meinr beiden Radeon 7970 Lightning Bauhahr 2012 laufen auch noch und die wurden Jahre lang bis zur Kotzgrenze übertaktet.
Also kommen keine direkten &/oder langzeitschäden, ausser die, die sowieso umvermeidbar sind?
Du kannst immer mal ne schlechte GPU erwischen oder dir bricht ne Lötstelle unter der GPU oder dem Speicher.
In der Theorie kann da eine hohe Lüfterdrehzahl helfen, in der Praxis kann das auch einfach so auftreten.
Dafür jetzt extra ne hohe Drehzahl zu fahren lohnt aus meiner Sicht nicht wirklich.

Wenn ich mir jetzt einfach mal ne MSI 1080Ti bei Techpowerup anschaue sind da z. B. die Panasonic SP 470 Caps verbaut.
Die sind z. B. mit 3000 Stunden bei 135°C angegeben, kannst ja mal auf deine Festplattenlaufzeit in CrystalDiskInfo schauen, da bist du mit Sicherheit schon drüber.
Und selbst wenn die Karte aus ist werden die weiter altern.
Klar, wenn du den Kram selber reparieren kannst - ok.
Aber was bringt dir nachher ne gute GPU wenn der Kram drumherum defekt ist.
 
75° ist doch ein guter Wert bei 100%.

Bei 85° könntest nochmal überlegen Wärmeleitpaste und -pads zu tauschen. Aber so... passt doch. :)
 
Also kommen keine direkten &/oder langzeitschäden, ausser die, die sowieso umvermeidbar sind?
Grundsätzlich:
Je wärme ein Chip im Betrieb ist desto schneller verschleißt er.
ABER.
So lange du dich im für den Chip spezifizierten Rahmen bewegst (und da kannste ohne manuelle gewalt gar nicht raus da der Chip seinen Takt reduziert bevor er zu heiß wird) ist der Einfluss davon praktisch vernachlässigbar da es dir egal sein dürfte ob die Karte 15 oder 13 Jahre hält.
Grafikkarten sterben auch nur seltenst an verschlissener GPU - die allermeisten Klarten sterben an defekten Lötstellen, defektem vRAM, defekten elektronischen Bauteilen usw. - die GPU selbst ist so ziemlich das widerstandsfähigste Bauteil auf der Karte überhaupt.

Viel schlimmer auf Lebenszeit betrachtet als hohe Temperaturen sind häufige Temperaturwechsel, denn die dadurch bedingten thermischen Ausdehnungen (=mechanische Belastung) machen auf dauer die Lütstellen kaputt durch wachsende Mikrorisse. Bedeutet ob eine Karte dauerhaft bei 60 oder 70 oder 80°C läuft ist ziemlich egal, eine Karte die jeden Tag 100x zwischen 30 und 60°C wechselt wird aber statistisch wesentlich schneller sterben als eine, die konstant 80°C durchläuft.

Die sind z. B. mit 3000 Stunden bei 135°C angegeben, kannst ja mal auf deine Festplattenlaufzeit in CrystalDiskInfo schauen, da bist du mit Sicherheit schon drüber.
Die statistischen Laufzeitstunden von Caps sind dynamisch mit der Temperatur. 3000h bei 135°C sind wenn die Dinger nur 80°C oder sowas warm werden wovon auszugehen ist SEHR viel mehr Stunden. ;-)
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3000h bei 135°C dürften bei 75-85°C so grob 50.000 bis 100.000h entsprechen.
 
Die statistischen Laufzeitstunden von Caps sind dynamisch mit der Temperatur. 3000h bei 135°C sind wenn die Dinger nur 80°C oder sowas warm werden wovon auszugehen ist SEHR viel mehr Stunden. ;-)

3000h bei 135°C dürften bei 75-85°C so grob 50.000 bis 100.000h entsprechen.
Danke für die Veranschaulichung. Ein sehr gutes weiteres Argument die Hardware pfleglich zu behandeln. :)
 
Also meine MSI 1080Ti Gaming X musste ich damals nicht lüfterkurventechnisch (was für ein Wort, gibt's das überhaupt?) anpassen. Die lief mit ihren voreingestellten Bioswerten immer recht unauffällig. Probier um den Spaß mal ohne deinen Eingriff.
 
Hab ich erst, bis mir auffiel, dass sie im Leerlauf auf rund 60°C lief, was mir dann aber doch irgendwie zu hoch war. Anscheinend aber ist das ja kein Problem. :D
Danke an jede Antwort, gerade an @Incredible Alk
Wirklich sehr gut veranschaulicht und beschrieben
Vllt ist der Airflow im Case mies? Alleine das zu optimieren bringt oft mehr, als an der GPU rumzuschrauben.
Unabhängig davon würde ich so oder so der Karte (gerade wenn man sie lieb hat) neue WLP und Pads spendieren. Schadet nicht ;-)
Gruß T.
 
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