AW: Taliban töten drei deutsche Soldaten
Wäre es dir denn lieber, wenn dort wieder die Taliban herrschen, die Frauen unterdrücken, Terroristen ausbilden und sich einen Dreck um das scheren, was die Welt über sie denkt?
Dort, wo das geschehen ist, herrschten vor dem Einsatz der USA afaik keine Taliban, sondern es gab zum ersten Mal seit 20 Jahren so etwas wie Stabilität und die Chance, eine Zivilgesellschaft aufzubauen. Gleichberechtigung war sicherlich nicht erreicht (der letzte Verein, der da traditionelle Rollenbilder auflösen wollte, wurde bekanntermaßen u.a. von NATO/USA-Verbündeten erfolgreich bekämpft), aber imho ist es kein Fortschritt, wenn es statt leichten Einschränkungen für ein Geschlecht jetzt für gar keinen mehr die Möglichkeit gibt, sicher das Haus zu verlassen.
Wie auch immer man persönlich den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan politisch beurteilt, ist jedem freigestellt. Wer aber die Bundeswehr und die Soldaten dafür verurteilt, zeigt nur damit nur seine Kurzsichtigkeit. Das sind Menschen mit Familien, die im Dienste für ihr Vaterland gefallen sind und unser aller Respekt verdient haben.
Diese Menschen mögen im Auftrage ihres Vaterlandes gefallen sein, aber nicht zu seinem Wohle. Das ist sicherlich kein Grund sie zu verurteilen, man kann aber festhalten, dass sie wussten, worauf sie sich einließen und dass sie nicht in diese Lage gezwungen wurden. Woraus die Motivation dieser drei resultierte, kann von nicht-Familienangehörigen nur spekuliert werden, aber Kritik am Bundeswehreinsatz allgemein lässt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch auf sie übertragen. (auch wenn sie vermutlich am wenigsten dafür können. Aber mitmachen bleibt mitmachen)
Das System ist abhängig vom Westen, also macht es auch das, was der Westen will. Ist völlig normal und lässt sich auch nicht ändern.
Das System macht, wenn man den Berichten trauen kann, größtenteils gar nichts. In Teilen des Landes hat es gar keine Kontrolle und in denen, in denen es Einfluss hat, ist es auf die Zustimmung lokaler Gruppierungen angewiesen, die nicht selten etwas anderes als der Westen wollen. Dazwischen "arbeitet" einer der korruptesten "Staats"apperate der Welt mit einer Bevölkerung, der beiden Top-Karriereaussichten "Söldner" und "Drogenanbau" sind.
Denn, wenn der Westen plötzlich seine Truppen abziehen würde, wäre die derzeitige Regierung in Afghanisten nicht mehr vorhanden.
Da gibts sicher genügend Leute, auch beim Militär, die gegen Geld ihre Einstellung sehr schnell ändern würden.
Ich denke auch, dass man bei den Taliban unterscheiden muss. Es gibt darunter welche, die das für ihre ideoligsche Ideen machen. Andere sind daran interessiert, dass der Drogenhandel reibungslos läuft.
Ich denke mal, dass die Selbstmordattentäter eher zu den ersteren gezählt werden können, auch wenn darunter welche sind, die dafür Geld bekommen (um die Familie zu versorgen).
Doch genau das ist ja auch das niederträchtige dabei. Den Leuten eine Ideologie einimpfen, die sie letztendlich käuflich macht.
Hmmm? Leute, die an ihr finanzielles Wohl denken, Ideologie einimpfen, die Käuflichkeit fördert? Das wären jetzt eigentlich 1A Vorurteile gegen den Kapitalismus.
Die Taliban selbst hat ihre Wurzeln fest im Islamismus und strebt nach der totalen Kontrolle über gesellschaftliche Normen (und natürlich den Staat als solches). Gegen das "islamische Emiirat Afghanistan" konnte Saudi-Arabien als moderne, offene, Menschenrechte und Demokratie praktizierende Gesellschaft gelten. Mit denen zu verhandeln wird kaum dazu führen, dass man die Ziele, mit denen man in den aktuellen Konflikt gegangen ist, erreicht.
Ein Wandel der Gesellschaft muss von Innen erfolgen, aber der Westen muss die Möglichkeit dazu schaffen, sonst leben die noch die nächste 1000 Jahre so wie zu Talibanzeiten in den 90ern.
"Die Möglichkeiten für einen inneren Wandel schaffen" klingt gut - aber bislang hat noch niemand ein Konzept dafür gefunden. Nirgendwo auf der Welt. (es gibt ja weitere Beispiele für gewaltsame Vorgehen gegen Regierungen, deren Ideologie man nicht mag...)
Einem Wandel von innen heraus muss eine innere Motivation vorrausgehen - und nach 30 Jahren Krieg scheinen die Afghanen nur noch eins zu wollen: Ruhe und Ordnung. Selbst wenn es die Ordnung eines totalitären islamistischen Regimes ist. Das zu ändern wird sehr schwer werden, vor allem nach den Ereignissen der letzten 8,5 Jahren und die Maßnahmen, die man in dieser Zeit ausprobiert hat, scheinen nicht die besten zu sein. (bessere... Ich bin gespannt, ob man welche findet. Bislang tut man sich schon verdammt schwer damit, überhaupt einzugestehen, dass man ******* gebaut hat)
außerdem sollte man die Erlaubnis zum zuerst schießen erteilen! Sonst sterben da noch mehr.
Das ist ein kleines bißchen wiedersprüchlich. Sowohl in der Theorie als auch in der Realität der letzten Jahre bis Jahrzehnte.
Der
Tiger ist ein wenig alt findest du nicht?
Eine Steilvorlage für "ewig gestrige..."
Wenn du den meinst dann hast ist deine Aussage in Ordnung
hmmm - "schweres" Gerät ist aber was anderes
