AW: Taliban töten drei deutsche Soldaten
So, wenn diese Grundwehrsoldaten gefragt werden ob sie denn länger machen wollen, sich verpflichten wollen, dann gucken die kurz hinter den Zaun und sagen "Ja". Ohne den Hintergrund des ernsten Einsatzes. Viele aus Verzweifelung, kennen Kumpels die arbeitslos rumhängen. Er würde dann Geld verdienen, mit Buschgeld. Schnell verdientes Geld denkt er. Dann kommt sowas.......
Ich möchte nur damit sagen das man nicht so pauschalisieren sollte, man muß dabei auch mal hinterfragen warum ein Mensch sich solch einer scheinbar wissentlichen Gefahr aussetzt. Verzweifelung,Aussichtslosigkeit?
Ewige Geldnöte?
Ich habe nicht pauschalisiert, sondern ganz bewusst die Motiviation offen gelassen.
"Verbesserung der persönlichen finanziellen Situation" halte ich persönlich aber für einen der übelsten Gründe, um sich zum Töten anderer Menschen zu verpflichten. "Zu blöd sein, denn Sinn einer Armee zu kapieren" rangiert auch nicht nenneswert höher auf meiner "Beileids"liste.
Der Sinn eines Berufssoldaten sollte imho jedem klar sein und im deutschen Sozialsystem geht es niemanden so schlecht, dass er zu einem derartigen Beruf gezwungen wäre, wenn sich dieser nicht mit seinen Grundwerten vereinbaren lässt.
Jedoch würde bessere Ausrüstung wie schon gesagt Steuergelder verschlingen
Nicht nur das. Der Dinge ist (trotz der eher zusammengewürfelten Konstruktion) eines der besten Fahrzeuge für sein Einsatzprofil. Ein schwer gepanzertes Fahrzeug, dass nahezu jedem Beschuss standhalten kann, kompakt genug für enge Gassen und leicht genug für schlecht befestigte Straßen ist und dazu noch einigermaßen zivil daherkommt (sowohl aus psychologischen Gründen, um eben nicht einen Panzer darzustellen, als auch aus praktischen Gründen: Einen solchen kann man nicht sicher durch Menschenmengen manövrieren und der Zugang zum Innenraum ist auch deutlich unpraktischer) ist schlichtweg unmöglich, selbst wenn man unbegrenzte Mittel zur Verfügung hätte.
Und die Selbstmordattentate die es manchmal in der Welt gibt wurden nicht von den TALIBAN begangen sondern von Al-Qaida!
Die Taliban hat offiziell hochrangigen Al Quadia Mitgliedern unterschlupf gewährt und Ausbildungslager im eigenen Land zumindest geduldet.
Auf der anderen Seite muss man auch sagen: Es existierten keine Auslieferungsabkommen (sie waren ja nicht mal als Regierung anerkannt) und für die Verbrechen von Al Quaida wurde afaik nie ein rechtsstaatliches Verfahren zu Ende geführt. Mitarbeiter einer gewissen US of A stehen ebenfalls in dem Verdacht, eine ganze Reihe von Verstößen gegen internationales Recht, Menschenrechte,... begangen zu haben und da beansprucht niemand, sich in innenpolitische Fragen einzumischen bzw. startet einen Kriegseinsatz, wenn er das nicht darf...
Und diverse Unterstützer der Taliban sind heute "Verbündete" oder "wichtige Wirtschaftspartner" - nicht Mitglieder der "Achse des Bösen".
Die meisten wissen ja auch nicht, wie es ist, unter einer Zentralregierung zu leben, die kennen nur ihre Clans.
Afghanistan hatte mal eine Zentralregierung. Was sie nie hatten, war eine funktionierende Demokratie.
Aber genau da muss man ansetzen, den Leuten zeigen, dass es eben auch andere Möglichkeiten gibt. Dass man im 21. Jahrhundert angekommen ist.
Und wie will man da ansetzen?
"Ohne Rücksicht auf Unschuldige alles in Grund und Boden schießen" wird ihnen garantiert nicht das gewünschte Bild des 21. Jhd. vermitteln oder auch sonst irgendwie den Eindruck erwecken, dass der Westen ihnen etwas anderes zu bieten hat, als Kolonialmächte oder die UdSSR. Und es ist sehr schwer, derart intensive Eindrücke im Nachhinein zu kompensieren.
Richtig, mann muss sie töten, komplett, restlos.
Und den anderen muss man durch Bildung zeigen, wie die Welt "da draußen" wirklich ist. Dass es keinen "ungläubigen Feind" gibt oder sonst was, sondern dass alle daran interessiert sind, in Frieden miteinander zu leben.
Das Problem ist die Reihenfolge. Einem Lehrer hätten sie vielleicht zugehört. Einem "Mörder"
ehe sich wieder jemand beschwert absichtlich nicht juristisch korrekter Gebrauch des Wortes zur Betonung der Sichtweise die auf Seiten der Afghanen zu erwarten ist insbesondere unter Berücksichtigung der lokalen Medien beziehungsweise Deutungshoheit und ohne jegliche persönliche Wertung der Taten insbesondere der Bundeswehr welche sich nicht mit diesem Wort decken würde
dagegen nicht. Eher sympathisiert man mit seinen "Opfern".
Wenn wir den Krieg nicht zu ihnen bringen dann kommt der Terror zu uns!
Gibt es irgend ein System, nach dem du diese "Logik" auf Afghanen, aber nicht auf z.B. Spanier, USAmerikaner, Argentinier oder Tuvaluaner anwendest?
Denn wenn nicht wünsche ich viel Spaß beim dritten Weltkrieg, den du allen bringen willst...
@ruyven: schwere Unterstützung! Eine Staffel könnte locker ein Dorf zerlegen!
Und er dürfte nicht so leicht abzuschießen sein wie andere Kampfhubschrauber, da er zum Zielen in der Deckung bleinen kann usw.
Abgesehen davon, dass das andere auch können, liegen die Probleme bei der asymetrischen Kriegsführung nicht in der Feuerkraft, sondern in der Aufklärung. Ohne klare Ziele nützten einem noch so moderne Waffensysteme nicht - da versteckt man sich ganz schnell mal auf der Seite des Hügels, auf dem sich die Mehrheit der Feinde findet. Und jedes Dorf zu zerlegen ist eben auch keine Lösung...
Äh, überleg, wie du Frieden ohne Waffen sicherts! Erst denken, dann posten!
So haben zum Beispiel die Atomwaffen eine direkte Auseinandersetzung zwischen der Sowjetunion und den USA verhindert.
Die Atomwaffen haben überhaupt erst zu einer direkten Konfliktsituation geführt. Ohne Interkontinentalraketen wäre der Kalte Krieg eine europäische Angelegenheit gewesen, in der die USA bestenfalls als Unterstützer fungiert hätten - in der die Sowjetunion aber auch wenig zu gewinnen gehabt hätte, was eine diplomatische Lösung erlaubt.
Gar nichts! Israel gehört zu der Top5 der militärisch-stärksten Länder auf der Welt. Wenn man Bewaffnung (Auch Nuklearwaffen) auf die Einwohnerzahl umrechnen würde, dann wären sie sogar auf Platz1.
Eben. Man vergleiche das mit der Wirtschaft des Landes. Würden die USA ihre Unterstützung einstellen, könnte sich Israel das eigene Militär keinen Monat mehr leisten und selbst bis dahin wären sie dem gesammelten militärischen Personal all ihrer Feinde (davon haben sie ja sehr, sehr viele...) unterlegen. Der einzige Punkt auf der Habenseite wäre, dass sie verdammt viel Schaden anrichten können, bevor sie fallen, so dass sich ein Angriff nicht lohnt.
Standardsatz: Diplomatische Feinheiten des Palästinakonfliktes dürften sämtliche Threads, die nicht "Diplomatische Feinheiten des Palästinakonfliktes" heißen, sprengen. Bitte nicht zu weit vom Thema entfernen