Taktraten bei unterschiedlichen Arbeitsspeicher in Kombination mit XMP

Ottospara

Schraubenverwechsler(in)
Moin!
Ich bin schon länger ein stiller Mitleser hier und bin nun selber auf ein komisches Phänomen gestoßen, welches ich mir nicht erklären kann, weshalb ich mich letztendlich doch mal angemeldet habe.
Ich habe öfter mal von dieser Thematik gelesen, daher hoffe ich, dass ich jetzt nicht einen alten Thread einfach nur wieder aufrolle.

Mein System besteht auf folgendem:
Mainboard: MSI MPG Gaming Edge AC [Biosversion 7B17vAC2(Beta version)]
CPU: Intel I7-9700k (maximale Taktunterstützung vom RAM 2666MHz laut Hersteller)
RAM: G.Skill Ripjaws V DDR4 3200 CL16-18-18-38 2x8GB (single sided)
GPU: MSI GeForce GTX 1080 GAMING X 8G (noch nicht verbaut aktuell wird noch Onboard genutzt, bis der Rechner läuft)
Netzteil: beQuiet! Straight P11 Platinum 850W
Gehäuse: Thermaltake Core x71 Tempered Glass Edition
Kühlung: WaKü Corsair Hydro Series H150i Pro

Es geht um den RAM, ich wollte ihn aufrüsten, da mir 16GB einfach zu wenig sind.
Ich habe ein relativ günstiges Kit gefunden G.Skill Aegis DDR4 3200 CL16-18-18-38 2x16GB (double sided).
Mit diesem Kit wollte ich mein System auf 48 GB aufrüsten, ich habe daher extra auf die CL-Werte usw. geachtet.
Sobald ich die RAM-Slots voll belege, startet das System und erkennt die RAM Änderung, nach einem Neustart und fragt nach einer Konfiguration des RAMS. Soweit startet auch Windows, wenn ich jetzt mit CPU-Z und im BIOS den Takt sehe bin ich bei ca. 1033MHz oder 1066MHz.
Vorher hatte ich XMP aktiviert, wodurch der Takt meiner RAM-Module bei 1600MHz (Dual Channel 3200MHz) lag.
Wenn ich nun mit der vollen Bestückung XMP 2.0 aktiviere (beide RAM-Modelle unterstützen dies), geht der Rechner an (Lüfter, Wasserpumpe und Beleuchtung vom Mainboard), ich bekomme kein Bild und die EZ Debug LED leuchtet bei "RAM" und wechselt blinkend ab und zu zu "CPU" und wieder zu "RAM" dauerleuchtend.
Getrennt voneinander funktionieren die Module mit XMP 2.0 wunderbar und takten auch auf 1600MHz (3200MHz).
Richtig gesteckt habe ich sie auch DIMMA2 /DIMMB2 mit je16Gb und DIMMA1/DIMMB1 mit je 8 GB
Habe auch bereits dazwischen gewechselt, also das die 16 und 8GB in den anderen DIMMs stecken, ohne Erfolg.

Kann das vielleicht auch an der CPU liegen, da sie offiziell nur 2666MHz an Takt zulässt und ich bei 2x DualChannel dort den Rahmen sprenge?
Oder liegt es einfach nur an den RAM-Chips an sich, dass sie nicht kompatibel miteinander sind?

Kann das am Single Sided und Double Sided Chipdesign liegen?
Dort wird ja soweit ich weiß die Bandbreite unterschiedlich verteilt.

Habt Ihr da eine Idee, warum ich die beiden Rammodule nicht mit den jeweiligen gewünschten Taktraten kombinieren kann?

Machen 1066MHz Takt einen großen Unterschied zu 1600MHz Takt beim RAM?

Eigentlich wollte ich die 2x8GB Module in naher Zukunft auch gegen 2x16GB Module tauschen, oder funktioniert das dann ebenfalls nicht, selbst wenn es die gleichen sind?
Ich habe hier und da schon gelesen, dass von den AEGIS abgeraten wird, eigentlich wollte ich auf Corsair Vengeance RGB Pro gehen, aber da sind 64 GB ziemlich teuer.

Könnt Ihr mir bei dem Thema vielleicht weiterhelfen, sodass ich die Module mit XMP auf der jeweiligen Taktrate nutzen kann?

Ich freue mich schon auf Eure Antworten!
 

DARPA

Volt-Modder(in)
Ich vermute einfach zuviele ranks pro channel bei Vollbestückung. Deshalb macht Board und/oder CPU schlapp.

Da hilft nur, sich manuell schrittweise hochzutasten, wieviel Speichertakt noch bootet und fehlerfrei läuft.
 

chill_eule

¡el moderador!
Teammitglied
4 Riegel, Vollbestückung, bedeutet für den Speichercontroller mehr Arbeit und deswegen können hohe/höhere Taktraten manchmal problematisch sein.

Intel gibt für die CPU ja bis 2666MT/s an, da ist der Sprung zu 3200MT/s mit Riegeln schon recht groß.

Entweder zäumt du das Pferd von vorne auf, so wie @DARPA vorgeschlagen hat, oder eben von hinten.
Heißt: XMP aktivieren und dann die Taktrate um eine Stufe absenken und testen. Evlt. reicht es schon, wenn der Speicher 1-2 Stufen langsamer läuft.

Ob nun 3200 oder 3000 merkst du im Alltag eh nicht.

Man kann auch mit gewissen Spannungen spielen und diese erhöhen um den Betrieb doch noch stabil zu bekommen.
Einmal natürlich die Spannung vom RAM selbst, bis 1,4V sind da gar kein Problem.
Oder man testet verschiedene Spannungen bzgl. des Speichercontrollers in der CPU.
Da müsste aber mal Jemand helfen, der die ganzen Benennungen bei Intel kennt.
Oder du liest dir einen der unzähligen RAM-Tuning Guides im Netz durch. Mit dem Wissen und den Tipps von da bekommst du vlt. auch deine 4 Riegel mit 3200MT/s zum laufen ;)
 
TE
TE
O

Ottospara

Schraubenverwechsler(in)
Vielen Dank für die schnellen Rückmeldungen!
Ich vermute einfach zuviele ranks pro channel bei Vollbestückung. Deshalb macht Board und/oder CPU schlapp.

Da hilft nur, sich manuell schrittweise hochzutasten, wieviel Speichertakt noch bootet und fehlerfrei läuft.
Ich habe jetzt mal Schrittweise den Takt erhöht.
Aktuell läuft der RAM mit insgesamt 48 GB ohne Bluescreen auf 1350MHz (2700MHz).
Hier auch nochmal der Auszug aus CPU-Z.
1639077328323.png


Meint ihr, wenn ich insgesamt 4 RAM-Module mit einem Single-Rank hätte, könnte ich höher Takten?
Aber wenn das echt an der Rank-Anzahl liegt, kann ich es ja knicken nochmal 32 GB nachzurüsten, wenn die jeweils einen dual Rank haben.
Oder sollte man dort, wenn gleich ein zusammengehöriges Kit kaufen?
Also direkt 64GB auf 4 Module aufgeteilt?

RAM Modul mit 8GB:
1639077490138.png

RAM Modul mit 16GB:
1639077519083.png



4 Riegel, Vollbestückung, bedeutet für den Speichercontroller mehr Arbeit und deswegen können hohe/höhere Taktraten manchmal problematisch sein.

Intel gibt für die CPU ja bis 2666MT/s an, da ist der Sprung zu 3200MT/s mit Riegeln schon recht groß.

Entweder zäumt du das Pferd von vorne auf, so wie @DARPA vorgeschlagen hat, oder eben von hinten.
Heißt: XMP aktivieren und dann die Taktrate um eine Stufe absenken und testen. Evlt. reicht es schon, wenn der Speicher 1-2 Stufen langsamer läuft.

Ob nun 3200 oder 3000 merkst du im Alltag eh nicht.

Man kann auch mit gewissen Spannungen spielen und diese erhöhen um den Betrieb doch noch stabil zu bekommen.
Einmal natürlich die Spannung vom RAM selbst, bis 1,4V sind da gar kein Problem.
Oder man testet verschiedene Spannungen bzgl. des Speichercontrollers in der CPU.
Da müsste aber mal Jemand helfen, der die ganzen Benennungen bei Intel kennt.
Oder du liest dir einen der unzähligen RAM-Tuning Guides im Netz durch. Mit dem Wissen und den Tipps von da bekommst du vlt. auch deine 4 Riegel mit 3200MT/s zum laufen ;)
Ja das wäre auch eine Option.
Merkt man jetzt großartig den Unterschied zwischen dem Takt 3200MHz bei 32 GB und 2700MHz bei 48 GB?
Welche der beiden Optionen ist da besser für einen?

EDIT: Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass ich von 16GB DDR3 komme. ;)
 

chill_eule

¡el moderador!
Teammitglied
Merkt man jetzt großartig den Unterschied zwischen dem Takt 3200MHz bei 32 GB und 2700MHz bei 48 GB?
Was du wirklich merkst, ist wenn der RAM nicht mehr reicht.
Dann lagert Windows auf die Platte aus und das bremst das ganze System.

Die 500 "MHz" Unterschied wirst du kaum bemerken.

Frage: Brauchst du denn überhaupt 48GB RAM?

Ich würde sonst einfach das neue 32GB Kit einbauen, XMP aktivieren und damit glücklich werden.
Oder eben, alle Riegel verbaut lassen und schauen was vom Takt her geht.

Evtl. kannst du dich zumindest den 3000MT/s annähern, das wäre mehr als okay mMn.
 
TE
TE
O

Ottospara

Schraubenverwechsler(in)
Was du wirklich merkst, ist wenn der RAM nicht mehr reicht.
Dann lagert Windows auf die Platte aus und das bremst das ganze System.

Die 500 "MHz" Unterschied wirst du kaum bemerken.

Frage: Brauchst du denn überhaupt 48GB RAM?

Ich würde sonst einfach das neue 32GB Kit einbauen, XMP aktivieren und damit glücklich werden.
Oder eben, alle Riegel verbaut lassen und schauen was vom Takt her geht.

Evtl. kannst du dich zumindest den 3000MT/s annähern, das wäre mehr als okay mMn.

Ich denke, dass mir 32GB RAM auch vollkommen ausreichen werden, nur wollte ich das 16GB Kit nicht einfach versauern lassen.
Die 32 GB hatte ich jetzt extra günstig geschossen (80 Euro) und der Verkäufer meinte auch, dass ich es erstmal damit probieren soll und wenn es mir nicht gefällt oder etwas nicht passt kann ich die auch zurückgeben. Da hätte ich aber auch nichts gewonnen, da 16GB definitiv nicht reichen.

2700 MHz war leider das Maximum mit der vollen Bestückung, bei 2800 gab es kurz einen Bluescreen oder ein schwarzes Bild mit einem weißen Punkt fast mittig (dachte es lag zuerst an der Onboardgrafik, da ich noch keine Grafikkarte in dem Gehäuse habe).
3000 wären für mich auch okay gewesen, aber ich habe bisher nur die Möglichkeit gefunden den Takt und die Voltzahl einzustellen. Wobei die Voltzahl nur von 1-1,33V variieren konnte je nach Takt (2666MHz @ 1,33V, oder z.B. wie jetzt eingestellt 2700MHz @ 1,00V).
 

Birdy84

Volt-Modder(in)
Meint ihr, wenn ich insgesamt 4 RAM-Module mit einem Single-Rank hätte, könnte ich höher Takten?
Vielleicht etwas. Vermutlich ist es auch kontraproduktiv, weil du zwei unterschiedliche Kits hast.

Aber wenn das echt an der Rank-Anzahl liegt, kann ich es ja knicken nochmal 32 GB nachzurüsten, wenn die jeweils einen dual Rank haben.
Oder sollte man dort, wenn gleich ein zusammengehöriges Kit kaufen?
Also direkt 64GB auf 4 Module aufgeteilt?
Bei einem Kit sind schon mal ein Teil der Schwierigkeiten ausgeschlossen. Aber mehr Ranks bedeutet meist weniger max. Takt. 8 Ranks haben gegenüber 4 keinen nennenswerten Vorteil.
 
TE
TE
O

Ottospara

Schraubenverwechsler(in)
Dann nimm das neue Kit.

Das alte Kit kannst du ja evtl. irgendwo verkaufen :ka:
Ja ich glaube das ist die beste Idee. Vorallem da 32GB reichen sollten.


Vielleicht etwas. Vermutlich ist es auch kontraproduktiv, weil du zwei unterschiedliche Kits hast.

Bei einem Kit sind schon mal ein Teil der Schwierigkeiten ausgeschlossen. Aber mehr Ranks bedeutet meist weniger max. Takt. 8 Ranks haben gegenüber 4 keinen nennenswerten Vorteil.
Ok, aber da ich gerne mindestens 32 GB haben möchte und diese RAM-Module in den meisten Fällen aus Dual Rank bestehen, kann ich maximal mit 32 GB einen Takt von 3200MHz erreichen und halten. Es würde mir also nichts bringen nochmal das gleiche 2x16 GB Kit zu kaufen richtig?

Also wäre der einzige Vorteil von 4x 16GB Dual Rank-Modulen nur die Kapazität von insgesamt 64GB , jedoch unter Einbußen von Geschwindigkeit, korrekt?
 
Zuletzt bearbeitet:

biosat_lost

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Wie schon gesagt, 32 GB sind vollkommen ausreichend und performen besser mit höheren Takt und man sollte immer, ausschließlich identische Rammodule verwenden.
Oft ist nämlich doch eins der " späteren Timings" nicht gleich und da fängt die Instabilität an.
Wenn die Kits ein und das selbe XMP Profil nutzen, kann das stabil laufen, aber ich würde unbedingt einen der Kis, also den älteren ausbauen und verkaufen. 32 GB Ram sind ne Menge
 
Zuletzt bearbeitet:

LastManStanding

PCGH-Community-Veteran(in)
Das Problem ist meines erachtens nach ein Völlig simples. Unterschiedlicher RAM. Wenn ich mich nich verlesen hab sogar Single und Dual Ranked

Selbst wenn du ganz genau das gleiche RAM Kit Heute noch mal gekauft hättest würde es deine Maximale übertaktung beschränken. Weiß ich aus eigner Erfahrung.

Ein Kit von Beispiel 2020 und eines von 2021 kann schon quasi durch das Herstellungsverfahren unterschiede aufweisen. Ja selbst 2x Zeitgleich das gleiche 2´er Kit bestellen macht schon unterschiede im Detail bei Harten Subtimings, als wenn du nur einmal ein 4´er bestellt hast. Aber das ist für den Normalanwender dann schon wieder absolut egal.

Dein Problem da bin ich mir mehr als sicher sind die Unterschiedlichen RAM-Sticks
Und natürlich wie schon geschrieben hat der Controller mit 4 Sticks natürlich viel mehr zu tun was die MHz weiter richtung Herstellervorgabe drückt;)
 
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