AW: [Tagebuch] Leiser, günstiger, schneller Winzling
@Celina'sPapa: Bilder? Kannste haben ^^ Und das mit den Fails... es kommt nicht unbedingt drauf an, was man kaputt macht, sondern wie man drüber schreibt
Anmerkung: Dieser Beitrag wurde mit vielen Unterbrechungen geschrieben, an denen dieses, zunächst harmlos erscheinende Monster schuld ist. Es attakiert einen gerne und zuverlässig mit lautem Geschrei aus dem Hintergrund!! Trotz des geringen Alters von gerade mal einem Monat, hat es genug Kraft in der Stimme, Mitleidserregenden Gesichtsausdrücken und Blähungen um zwei Erwachsene eine ganze Nacht auf den Beinen zu halten

Habt also etwas Nachsicht, falls es zu sinnlosen Themenwechseln, unvollendeten Sätzen oder anderen Humbug kommen sollte
Nun aber zum Umbau:
Der erste Verdächtige in der nach Kosten des Austauschs aufsteigend sortierten Liste ist der Lüfter des Big Shuriken. Zwölf Zentimeter im Durchmesser aber nur einen Furz hoch. Der muss es einfach sein ^^
Hier ein Bild des vermeintlichen Übeltäters:
Einen würdigen Nachfolger zu finden, war sehr einfach

Ein be-quiet Silent Wings PWM soll es werden. Der ist leise, wird je nach Bedarf vom Mainboard automatisch gesteuert und sieht schick aus. Dass er etwas höher ist als der Originallüfter, sollte kein Problem darstellen. Außerdem lag er beim Händler um die Ecke gerade bereit und wartete förmlich nur darauf von mir erstanden zu werden
Der Lieferumfang hält sich beim PWM-Modell in recht engen Grenzen. Nur der Lüfter mit bereits fertig gesleevten Kabeln und fünf "Schrauben" sammt Unterlegscheiben aus Gummi waren mit in der Verpackung. Aber mehr brauchts ja auch nicht und in meinem Fall hätte der Lüfter ja sogar gereicht. Die Haltebügel des alten Originals würden ja nach einem leichten Dehn-Modding ohne Probleme wieder verwenden lassen.
An dieser Stelle sei übrigens angemerkt, dass der Silent Wings ein beachtlich angenehmes Haptik hat. Als hätte er eine gummierte Oberfläche. Auch lässt er sich wahnsinnig leicht drehen. Insgesamt macht er ein absolut hochwertigen Eindruck. Dies ist eindeutig der edelste Lüfter von all meinen bisher besessenen Lüftern!
Nach dem Auspacken des neuen Lüfters folgt natürlich der zweite Schritt: Die Demontage des alten. Also PC wieder abstöpseln, rüber tragen und aufmachen. Dieser Arbeitsschritt kann durchaus als fummelig bezeichnet werden. Aber ein Mann, ein Schraubenzieher und genügend Flüche reichen in der Regel für alle Probleme aus, um sie zu lösen... und eigentlich war es auch gar nicht so schwierig die erste Klammer zu lösen
Und dann habe ich einfach die andere Klammer abgebaut, den Lüfter entfernt und den neuen drauf gebaut. Ging alles Problemlos in nur 10 Minuten...


OK, OK... ganz so einfach war es dann leider doch nicht
Um an den zweiten Bügel dran zu kommen, muss man die Grafikkarte ausbauen. Das wollte ich eigentlich um alles in der Welt verhindern (welch dummer Gedanke)!! Denn nach dem Einbau des Kühlers war der Einbau der Grafikkarte das schwierigste von allem!! Schuld daran ist das "Kabelmanagement"... das ist da, wo auch die Grafikkarte sein soll/muss etwas konzentrierter, damit die frische beschleunigte Luft nach der Lüfterpassage freihe Bahn mit Marzipan hat um der erhitzten Hardware etwas abkühlung zu verschaffen.
Jetzt saß ich aber nun da, hatte einen Haltebügel bereits demontiert und aufgeben gillt ja nicht! Also, Grafikkarte ausbauen und sich dabei fragen, ob man den PC nachher mit der Onboardgrafik benutzen muss, weil man die Karte nicht wieder reinbekommen hat...
Das Stromkabel habe ich natürlich gleich dran gelassen, weil so
1. die Karte nicht so schnell verloren geht
2. das Drehen des PCs so viel mehr Spaß macht und schöne Spuren im Tischlack hinterlässt
3. es für Leihen den Eindruck erwecken könnte, der PC wäre in nullkommanichts wieder am laufen
Jetzt war der Weg frei! Schnell die letzte Halteklammer des Lüfters von Scythe entfernt und den vermeintlichen Radaubruder aus dem Gehäuse verbannt! Jetzt musste ich nur noch schnell die Halteklammern etwas weiten, damit sie den neuen Lüfter halten können, der ja bekanntlich fast drei mal so hoch ist.
Tja, und da muss dann jemand bei NobLorRos den Fernmoddingknopf gedrückt haben, denn ich selbst kann ja nicht schuld daran sein!! Oder? Das Problem wird deutlich, wenn man das folgende Bild ansieht:
Irgendwie ließ sich die Halteklammer nicht so weit biegen, wie es nötig gewesen wäre um weiterhin als Halteklammer zu dienen. Statt dem Druck standzuhalten brach sie einfach in zwei Teile und wurde damit von ihrer Aufgabe entbunden. Tja... was nun?
Ha!! Wozu gibt es Kabelbiner? Damit lässt sich so ein Lüfter doch bestimmt 1A befestigen

Aber wo denken ich nur hin? Wieso sollte das einfach mal funktionieren!! Anstatt den Lüfter bombenfest an seiner neuen Position zu halten, verbogen die Kabelbinder nur die Lamellen des Big Shuriken. Zum Glück konnte ich das wieder etwas hinbiegen. Wenn man nicht drauf achtet, sieht man den "Schaden" gar nicht ^^
Aber da kam mir die rettende Idee!! Wozu, wenn nicht zum kaputte Klamotten genäht bekommen, heiratet man? Und wo eine nähende Frau ist, können ach gewisse Rollen verschiedensten Garns nicht weit sein. Ich werde den Lüfter einfach festnähen!!
Das passende "Garn" ward auch schnell gefunden. Es handelt sich um einen Gummizug. Ich dachte mir, dass eine "Lagerung" in Gummi bei Lüftern ja eh gut kommt und habe sie daher dem herkömmlichen Faden vorgezogen
Leider braucht man und ganz speziell ich viel Platz um feste Knoten zu binden. Der Platz war nicht vorhanden und darum musste dann neben der Grafikkarte auch noch das Netzteil weichen, damit der Blick und der Zugang zum Kühler so weit es möglich war freigegeben war. Nur der Totalausbau hätte noch mehr Arbeitsplatz bedeutet. Immerhin musste ich die Stromkabel nicht abziehen. Die Kabel waren lang genug, dass das Netzeil schön wackelig auf dem geöffneten Gehäuse auf den Wiedereinbau warten konnte.
Und ein Blick von oben:
Um die Gummies zwischen den Kühlerlamellen durchzufriemeln, musste wieder der gute, alte Schlitzschraubenzieher her halten. Der Lüfter kann aber wegen Platzmangels und Wurstfingern nur an drei Seiten festgebunden werden. Der am weitesten im gehäuse befindliche Befestigungspunkt wäre erst nach eine kompletten Demontage sämtlicher Hardware zugänglich gewesen.
Unglaublich aber wahr! Der Silent Wings konnte nun unter lautem Fluchen an seinen Platz bugsiert und die Gummiezüge eingefädelt werden, was übrigens gar nicht so einfach ist
Wie? Sieht bescheuer aus? Dann wartet mal ab, bis ihr es fertig zugeknotet seht!!
Für Schleifchen waren die Gummiezüge leider etwas knapp und meine ungelenken Finger etwas zu dick. Aber der Lüfter sitzt, wackelt und bleibt hoffentlich wenigstens in etwa an seinem Platz. Erste Tests haben gezeigt, dass die Halterung ihren Sinn wohl erfüllen wird
Jetzt kann also alles wieder zusammen gebaut werden. Kleiner Tipp am Rande: Kontrolliert vor dem Verbauen des Arbeitsplatzes, ob auch alle Kabel angeschlossen worden sind. Lüfterkabel eignen sich z.B. hervorragend dazu, dass bereits wieder eingebaute Hardware noch mal ausgebaut werden muss, damit man das Kabel anschließen kann... Hardware, wie zum Beispiel Netzteile können urplötzlich im Weg sein!! Das geht schneller, als ihr denkt! Zack!! Und schwupps darf man wieder alles ausbauen...
Zum Ende des Ganzen noch ein Blick von der Seite auf den neuen Lüfter. Man erkennt, dass der Platz etwas eng geworden ist. Sollte aber reichen. Platz ist eh Mangelware in dem Gehäuse.
Nach dem entgültigen Zusammenbau hat der erste Funktionstest ergeben, dass der Silentwings im Idelbetrieb genau so leise arbeitet, wie der Originallüfter. Unter Last ist er etwas lauter. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass auch gut die doppelte Menge an Luft bewegt wird!! Dies ist also eine Kritik auf höchstem Niveau
Hoffen wir mal, dass das Brummen damit erledigt ist!! Ich glaube aber noch nicht so recht dran. Beim Einbau ist mir nämlich aufgefallen, dass sich die Grafikkarte wegen des Kabelmanagements der Länge nach etwas durchbiegt. Das könnte durchaus ein Grund dafür sein, dass evtl. der Grafikkartenkühler etwas brummt. Die Zeit wirds zeigen
