Hallo endlich mal wieder!
Tut mir leid, dass es so schleppend vorangeht, aber irgendwie hat der Versuch in der letzten Woche, die Überstunden von vorletzter Woche abzufeiern, mit drei weiteren Stunden Mehrarbeit geendet....
Da war ich dann am Wochenende wieder in der "
Wo ist das nächste Sofa und die Fernbedienung?" - Stimmung. Immerhin hat es letzte Woche für zwei Bücher nebenbei gereicht, ein tolles, das ich nur empfehlen kann und eins, das meine Freundin ausgesucht hat.
DER WERBEBLOCK
Lesen sie jetzt den Body-Modding Thriller par Excellence:
Andreas Eschbach "Der Letzte seiner Art"
Der Modding-Gedanke konsequent zu Ende gedacht!
Mit dem vertrauten Feeling:
Alles geht, aber nicht's funktioniert!
Dazu war mal wieder der süße kleine Tom zu Gast, der nur darauf wartet, dass jemand vorbeikommt, um überraschend meine Lordkiste auszuleihen:
Heute bin dann ich zwar mal satte 3 Stunden früher nach Hause gegangen, aber dann durfte ich spannende Sachen machen, wie einen neuen Brillenbügel bestellen, Versicherungen besuchen und ähnliche orgiastische Vergnügungen.
Präzision ist was für Ängstliche
Abends habe ich mich dann doch noch aufraffen können, um zumindest damit zu beginnen, die unvollständigen Arbeiten von Bruder 1 und Neffe Eule durch etwas mehr Mut zur spontanen Arbeitsplanung weiter voran zu bringen.
Also mal eben SLi aus, die zweite Grafikkarte rausgerissen und während der Aufbauphase 3DMark 2006 gestartet:
Völlig überflüssig scheint SLi nicht zu sein....
Dann den Luftkühler der Grafikkarte entfernt. Zeitaufwand ca. 2 Minuten. Weil ich es in Ruhe gemacht habe. Und die neue Wärmeleitpaste nicht so pappt.
Ist es wirklich erst ein paar Wochen her, dass ich beim Entfernen des Luftkühlers unangenehm feuchte Hände und einen deutlich höheren Puls hatte?
Dann musste ich ja auch noch meinen kleinen Dremelersatz aufbauen.
Abgesehen von den Schrauben am Sockel, die so genial gesetzt sind, dass man keine Knarre einsetzen kann, alles sehr easy.
Auch die Fettflecken beim Karton haben nicht zu viel versprochen:
In meiner Lordchamber riecht es jetzt wie in einer Autowerkstatt.
Die Standbohrmaschine ist so perfekt, wie ich erwartet habe:
Wenn einmal das Bohrfutter montiert ist, lassen sich die Anbauteile für den Anschlag und den Schutz der rotierenden Teile nicht mehr ohne weiteres montieren.
Dazu passt, dass sie in der Anleitung überhaupt nicht erwähnt werden und einem erst in's Auge fallen, nachdem das Bohrfutter auf der Welle sitzt....
In Erkenntnis der eigenen Nutzlosigkeit lag die Halterung auch gleich so im Karton:
Die Drehzahl lässt sich übrigens gaaanz einfach ändern:
- Riemendeckel oben aufschrauben (2 Schrauben)
- Keilriemenspannschraube lösen
- Keilriemen auf andere Stufe der Antriebsrolle legen
- Keilriemenspannschraube festziehen
- Spannung überprüfen
- Keilriemenspannschraube etwas nachstellen
- Spannung überprüfen
- Riemendeckel wieder aufsetzen und festschrauben (2 Schrauben)
Wirklich eine Standbohrmaschine für den harten Werkstatt-Alltag
Zu meinem Glück ist die Voreinstellung eine langsame Drehzahl, sodass es für meine Aufgabe passt (
oder zumindest nach meiner Vermutung passt^^).
Erstaunlicherweise eiert das Teil auch nicht, ist standfest und hat sogar einiges an Power. Zumindest Kupfer bewirkt keine Drehzahländerung. Und laut ist es auch nicht bei niedriger Geschwindigkeit.
Also kein wirklicher Fehlkauf.
Alle Maschinen liegen (oder stehen) bereit, auch der Wasserkühler wartet bereits auf seine Verschönerung:
Mit etwas Zalman Wärmeleitpaste auf den vermuteten Störenfrieden wird ein Abdruck gemacht, um sehen zu können, wo es wirklich noch aufsetzt.
Das tolle daran ist, dass es ganz ohne Messen geht, eine Tätigkeit, die einem Lord nicht würdig ist (
da sie aufdecken würde, dass ich Messfehler in Zentimetergröße produziere...)
Nachdem ich so vorausschauend die Standbohrmaschine aufgebaut und getestet habe, fange ich natürlich mit meinen ersten eigenen Schlüsselfeilen an zu arbeiten.
Und das Ergebnis ist überraschend! Es geht superschnell, wenn man kühn nach Augenmaß feilt und Kratzer oder der optische Eindruck angesichts des maladen Gesamtzustandes nicht mehr wirklich eine Rolle spielen:
Das erste Problem ist nach wenigen Minuten gelöst.
Aber jetzt hilft nur noch die große Maschine weiter.
Wie es sich gehört, ist die mitgelieferte Klemmvorrichtung zu schmal für einen Wasserkühler. Daher muss ich mich behelfen:
Trotz der sich ständig lösenden Klemme und den Herumgerutsche lassen sich schnell erste Erfolge vermelden:
Beim roten Pfeil seht Ihr den Abdruck der Wärmeleitpaste, der auf ein Hindernis hinweist.
Beim grünen Pfeil seht ihr den mit chirurgischer Präzision erfolgten Materialabtrag, der nebenbei auch überflüssige Schrauben verschwinden lässt.
Nach fast einer Stunde intensiven Moddens (plus Einiges an Vorbereitung) entscheide ich, dass nach soviel Arbeit eine längere Pause angesagt ist und verschiebe den Rest auf morgen.
Es könnte ja auch theoretisch möglich sein, dass meine Nachbarn nach 23:00 Uhr nicht genauso beim dumpfen Vibrieren der Standbohrmaschine entspannen können wie ich.
Dazu fehlen mir auch noch vernünftige Klemmvorrichtungen (
solche wie die, die ich nach einigen Jahren Nicht-Nutzung vor zwei Monaten verschenkt habe).