Stuttgart21

Ja wozu der Protest?
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Es gibt in der bundesdeutschen Medienwelt ein Rätselraten darüber, was denn in Stuttgart abgeht, ..........
...... Lasst uns die Frage „Wem gehört die Stadt“ auf drei Ebenen ausleuchten: erstens der Ebene der Demokratie, zweitens der Ebene der guten und schlechten Argumente und drittens der Ebene der Wirtschaftlichkeit, oder, wie wir hier sagen: zur Frage, wer d´Sach zamme halte kann.

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Die Kosten für S21und die Neubaustrecke explodieren, noch bevor der Bau begonnen hat. Allein seit 2007 erhöhten sich die offiziellen Kosten für beide Projekte zusammen von 4,8 auf 7 Milliarden Euro. Die jüngsten Einsparungen, mit denen S21 als wirtschaftlich schön gerechnet wird – also dünnere Tunnelwände, weniger Querstollen als Rettungsgänge, der Einsatz von 3900 Bauarbeitern aus Osteuropa, zusammengefasst in einer eigenen Containerstadt – sind extrem riskant und baurechtlich unter Umständen schlicht kriminell.

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Im Jahr 1993 erschien im Münchner Wochenmagazin „Focus“ ein Artikel mit der Überschrift: „Das Mega-Milliarden-Ding“. Es ging in dem Beitrag allein um die sogenannten 21er Projekte, mit denen Schienenverkehr unter die Erde verlegt werden sollte. .......
...........Aber das Blatt war ehrlich genug, die grundsätzliche Stoßrichtung der 21er Projekte offen zu legen. Dort hieß es: „Heinz Dürr, der Führer der zukünftigen Deutschen Bahn AG (…) gibt sich entschlossen, mit Bahnhöfen und Brachland gutes Geld zu verdienen. (…) Für das Geschäft mit Immobilien wird im Vorstand der neuen DB AG eigens ein neues Ressort geschaffen.“ Die gewissermaßen focussierte Bilanz: „Das 41.000 Kilometer lange Schienennetz ist als Immobilie pures Gold. Die Gleisschneisen der Städte können raffiniert umbaut werden.“
SeeMoZ Was Sie immer schon über Stuttgart 21 wissen wollten…
(bitte! den Beitrag komplett lesen ... Zusammenhänge und Interessenlagen sind hier sehr eindeutig dargestellt)

Obwohl in english, finde ich auch folgende Seite (inkl. schönen bunten Fallskizzen und Schaubildern) sehr aussagekräftig:
European Tribune - Community, Politics & Progress.
(die anschließende Diskussion mit den abgebildeten Architekturmodellen und Fotos ist sehr bezeichnend für den Konflikt)

Da fährt die Bauindustrie aber gleich großes Kaliber auf:
Baubranche droht mit Abwanderung
Stuttgart 21: Baubranche droht mit Abwanderung - manager-magazin.de - Politik
(immerhin weiß man nun, wer da seine Felle fortschwimmen sieht)

Mal ein anderer Blickpunkt auf das Baugewerbe im Sektor:
Als besonders gutes Pflaster erweist sich dabei offenbar die Gegend um das prosperierende Stuttgart. Dort werde die Mafia gefährlich unterschätzt, meint die in Venedig lebende Journalistin Petra Reski, die sich seit zwanzig Jahren mit dem Verbrechersyndikat beschäftigt. „Stuttgart ist seit Jahrzehnten eine Hochburg der Mafia in Deutschland, speziell zweier Clans der kalabrischen 'ndrangheta, die auch die umliegenden Orte wie Waiblingen, Ludwigsburg, Esslingen und Fellbach als ihr ureigenstes Terrain betrachten“, sagt Reski. „Die Mafia kam im Gefolge der italienischen Gastarbeiter und ist inzwischen bis in höchste Gesellschaftsspitzen vorgedrungen. Heute macht sie in Stuttgart ihre Geschäfte in der Bauindustrie, im Immobilienhandel, in der Gastronomie.“
Mafia in Deutschland: Im Schlaraffenland - Inland - Politik - FAZ.NET

@icejester...
1.) ja wie kann man sich nur erdreisten, auf eine friedliche (und als solche war sie von Anfang an gedacht, hätte es da nicht das gesetzwidrige Abholzen der Bäume gegeben) Demonstration seine Kinder mitzunehmen? Ein Eklat-trara!
2.) kann endlich mal jemand seine Behauptung der Schutzschildfunktion der Kinder belegen? Ich habe in Videos nur Mütter gesehen, die gemeinsam mit ihren Kindern versuchten, gezielten Wasserwerferstrahlen (nicht wie offz. verlautbart, breitflächige Berieselung von oben) zu entkommen. Mütter und Väter, die sich vor ihre Kinder stellten und Leute, die alte weißhaarige Tattergreise (die gar nicht wussten, wie ihnen geschieht) aus der Gefahrenzone zu bringen versuchten.
3.) "wer sich in Gefahr begibt": diese Gefahr war a) nicht vorhersehbar und b) wäre es euch auch lieber gewesen, wenn die Zonis ´89 zusammengeknüppelt und niedergeschossen worden wären? Wenigstens müsstet ihr jetzt keinen Soli zahlen...

... und sowas von "Freiheitlichen" ...

Gilt wohl immer nur für die eigene, was? Auf einmal nur obrigkeitshöriges Gedusel von demokratisch legitimierten Regierungen, die doch angeblich sonst so vehement die Freiheit (des Kapitals und der Wirtschaft) einzuschränken versuchen ... wie nu? was nu? Für die gilt das nicht? Aha.
:ugly:
 
@icejester...
1.) ja wie kann man sich nur erdreisten, auf eine friedliche (und als solche war sie von Anfang an gedacht, hätte es da nicht das gesetzwidrige Abholzen der Bäume gegeben) Demonstration seine Kinder mitzunehmen? Ein Eklat-trara!

Ja, auch auf friedliche Demonstrationen. Wer zu jung ist, um für sich selbst entscheiden zu können, hat auf Demonstrationen prinzipiell nichts verloren. Im Gegenteil. Ein Kind hat keinen politischen Willen. Seine Instrumentalisierung durch die Eltern für deren politischen Willen ist Vergewaltigung und Kindesmißbrauch. Nichts sonst.
2.) kann endlich mal jemand seine Behauptung der Schutzschildfunktion der Kinder belegen? Ich habe in Videos nur Mütter gesehen, die gemeinsam mit ihren Kindern versuchten, gezielten Wasserwerferstrahlen (nicht wie offz. verlautbart, breitflächige Berieselung von oben) zu entkommen. Mütter und Väter, die sich vor ihre Kinder stellten und Leute, die alte weißhaarige Tattergreise (die gar nicht wussten, wie ihnen geschieht) aus der Gefahrenzone zu bringen versuchten.
Das ist doch lächerlich. Welches andere Ansinnen kann ich denn überhaupt haben, wenn ich meine Kinde zu sowas mitnehme?
3.) "wer sich in Gefahr begibt": diese Gefahr war a) nicht vorhersehbar
Klar. Ist natürlich überhaupt nicht vorhersehbar, daß es Konsequenzen haben kann, wenn man den Aufforderungen der Polizei nicht Folge leistet. So ein himmelschreiender Schwachsinn! Wer zum Zeitpunkt des Wasserwerfereinsatzes noch da war, ist sicherlich mehrfach der Aufforderung, das Gebiet nun zu verlassen, nicht nachgekommen. Da kann sich doch wohl jeder denken, daß es gleich ernst wird.

Ehrlich, meiner Erfahrung nach ist die Polizei immer sehr korrekt, wenn man einfach exakt das tut, was sie sagen. Und angegriffen wird man von Polizisten dann schon gar nicht.
und b) wäre es euch auch lieber gewesen, wenn die Zonis ´89 zusammengeknüppelt und niedergeschossen worden wären? Wenigstens müsstet ihr jetzt keinen Soli zahlen...
Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun. Einen Unrechtsstaat mit einer rechtmäßigen Baumaßnahme zu vergleichen, ist wirklich sehr, sehr albern.
... und sowas von "Freiheitlichen" ...

Gilt wohl immer nur für die eigene, was? Auf einmal nur obrigkeitshöriges Gedusel von demokratisch legitimierten Regierungen, die doch angeblich sonst so vehement die Freiheit (des Kapitals und der Wirtschaft) einzuschränken versuchen ... wie nu? was nu? Für die gilt das nicht? Aha.
:ugly:
Den Absatz verstehe ich überhaupt nicht. Kannst Du das noch einmal klar, verständlich und in ganzen Sätzen erläutern?
 
Ja, auch auf friedliche Demonstrationen. Wer zu jung ist, um für sich selbst entscheiden zu können, hat auf Demonstrationen prinzipiell nichts verloren. Im Gegenteil.
Kinder haben also beim Einkaufen nix verloren, in der Schule nicht und selbst auf dem Rummel ... können sie doch selbst nicht entscheiden, ob sie da hin wollen.

Ein Kind hat keinen politischen Willen. Seine Instrumentalisierung durch die Eltern für deren politischen Willen ist Vergewaltigung und Kindesmißbrauch. Nichts sonst.
Sie allein zu hause zu lassen, ist Verletzung der Aufsichtspflicht.

Den Absatz verstehe ich überhaupt nicht.
Kognition ? Wikipedia

Zum Rest:
Ich habe inzwischen genügend Videos aus unterschiedlichsten Quellen gesehen um das so einzuschätzen. Schwachsinn ist es allemal nicht. Wenn du das anders siehst, ist das nicht mein Problem.

Öhm ...hatten wir ja noch nicht zu Genüge: Wie definiert man allgemeingültig "Unrechtsstaat"?
 
Da hier so viele "viele Videos" gesehen haben, die irgendwas eindeutig belegen, sollte man diese vielleicht auch verlinken. Zu wiederholen, dass man von seiner Meinung fest überzeugt ist, stellt keinen Diskussionsbeitrag dar.


1.) Mir ist schleierhaft, was an dem Neubau so schlimm sein soll.

Kosten/Nutzenverhältniss

4.) Die Verletzungen, die einige Demonstranten davongetragen haben, sind furchtbar. Da gibt es nichts zu bestreiten. Daß es so weit kommen mußte, ist eine große Tragödie. Aber: Wer sich in Gefahr begibt, kommt nunmal darin um. Das weiß man nicht erst seit gestern.

Der öffentliche Raum in Deutschland einschließlich Demonstrationen sollte keine Gefahrensituation darstellen. Das zu verhindern ist Job der Polizei.
Mir wäre auch nicht bekannt, dass von (z.B. gewaltbereiten) Demonstranten Gewalt gegen Demonstranten ausging oder das neben Polizei und Demonstranten noch jemand anders vor Ort war.



Welches andere Ansinnen kann ich denn überhaupt haben, wenn ich meine Kinde zu sowas mitnehme?

Gerüchten zu Folge soll es Eltern geben, die sich noch um ihre Kinder kümmern und z.B. Zeit mit ihnen verbringen möchten.

Ehrlich, meiner Erfahrung nach ist die Polizei immer sehr korrekt, wenn man einfach exakt das tut, was sie sagen. Und angegriffen wird man von Polizisten dann schon gar nicht.

Manchmal sagen sie einem nicht, was man machen soll, sondern rennen schlagstockschwingend auf einen zu. (zugegeben: Ich habe seinerzeit nicht getestet, ob sie überhaupt was von mir wollten)
 
Zuletzt bearbeitet:
Kinder haben also beim Einkaufen nix verloren, in der Schule nicht und selbst auf dem Rummel ... können sie doch selbst nicht entscheiden, ob sie da hin wollen.


Sie allein zu hause zu lassen, ist Verletzung der Aufsichtspflicht.


:rolleyes: Ich sagte doch, sie haben keinen politischen Willen. Den drückt aber jeder aus, der auf einer Demonstration ist. Das heißt, Kinder werden so gezwungen, zu einer Sache mit einer bestimmten Meinung Stellung zu beziehen, die sie Jahre später, sobald sie selbst denken können, vielleicht ganz anders sehen würden.

Daß man beim Einkaufen, in der Schule und auf dem Rummel keine Gewissensentscheidung trifft, sollte doch selbst Dir irgendwie einleuchten, oder?

Abgesehen davon: Wenn die Alternative einzig darin besteht, Kinder mitzunehmen oder unbeaufsichtigt alleine daheim zu lassen, dann geht man eben gefälligst nicht demonstrieren. Das ist doch alles nicht so schwer, oder?
 
Du willst das Recht von Eltern auf freie Meinungsäußerung einschränken?
Interessant. Andere Leute jammern, die Deutschen hätten zu wenig nachwuchs und du verlangst eine Entscheidung zwischen Kinder und Bürgerrechten.
 
Ich persönlich erachte es mal als Fortschritt, dass man sich unterhalten möchte, wenn auch ohne Baustopp (das hat Herr Geißner (?) ja zur Bedingung gemacht, wenn er schlichtet).
Aber ich verstehe nicht, warum ein Teil der Grünen immer noch auf dem Baustopp beharrt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Videos, in denen die Polizei ordentlich hinlangt, ohne dass es nötig wäre:

https://www.youtube.com/watch?v=G9p1G-3_mtI

https://www.youtube.com/watch?v=NJU9jDxSAWw

https://www.youtube.com/watch?v=8f8XVCLDLpI

Und noch mal für alle, warum dieses Projekt (unter anderem) Wahnsinn ist:

https://www.youtube.com/watch?v=PJritWnnCVM

Ich persönlich erachte es mal als Fortschritt, dass man sich unterhalten möchte, wenn auch ohne Baustopp (das hat Herr Geißner (?) ja zur Bedingung gemacht, wenn er schlichtet).
Aber ich verstehe nicht, warum ein Teil der Grünen immer noch auf dem Baustopp beharrt.
Es macht einfach keinen Sinn über den Abbruch oder die Umgestalltung des Projekts zu diskutieren, wärend es weiter gebaut wird. So werden nur scheinbare Fakten geschaffen, die den Befürwortern es leichter machen sollen zu argumentieren im Sinne von "Schaut mal, jetzt ist der Park schon weg. Jetzt lohnt es sich auch nicht mehr aufzuhören." und es zeigt, dass der Politik und der Wirtschaft der Protest der Massen egal ist.
 
Ich persönlich erachte es mal als Fortschritt, dass man sich unterhalten möchte, wenn auch ohne Baustopp (das hat Herr Geißner (?) ja zur Bedingung gemacht, wenn er schlichtet).

Ich frag mich nur immer, worüber man sich unterhalten will.
Es gibt einen formell demokratisch legitmierten, gerichtlich bestätigten Bauplan, es gibt unterschriebene Bauverträge, es gibt afaik sogar schon unterschriebene Kaufverträge für die frei werdenden Grundstücke, es gibt eine feste Integration in EU-Finanzierung und -Verkehrsplanung und es gibt einen arg angeknackten Hauptbahnhof.
Was es nicht gibt, ist ein Kompromiss zwischen "so lassen" und "neubauen". Das ist eine ja/nein-Frage.
Also worüber wollen die Reden? Die Verhaltensfehler des anderen?

Aber ich verstehe nicht, warum ein Teil der Grünen immer noch auf dem Baustopp beharrt.

Oppositions-Poppulismus. Die Grünen waren als einzige Landtagspartei noch nie an der Regierung beteiligt, d.h. sie haben als einzige eine weiße Weste und können fleißig mit dem Finger auf die zeigen, die am jetzigen Schlamassel schuld sind. Und in der derzeitigen Situation, in der viele Stammwähler der anderen Parteien, insbesondere der dominierenden Union, die aktuelle Regierung inakzeptabel finden, dürfte es sich in satten Wählerstimmen auszahlen, wenn man sich auf die Seite der Gegner stellt.
 
Leute immerhin ist es ja nicht vor zwei wochen entschieden wurden das der Bahnhof ausgebaut wurden und damals hätten sie sich ja auch schon aufregen können haben sie aber nicht gemacht.
 
Ich frag mich nur immer, worüber man sich unterhalten will.
Es gibt einen formell demokratisch legitmierten, gerichtlich bestätigten Bauplan, es gibt unterschriebene Bauverträge, es gibt afaik sogar schon unterschriebene Kaufverträge für die frei werdenden Grundstücke, es gibt eine feste Integration in EU-Finanzierung und -Verkehrsplanung und es gibt einen arg angeknackten Hauptbahnhof.
Was es nicht gibt, ist ein Kompromiss zwischen "so lassen" und "neubauen". Das ist eine ja/nein-Frage.
Also worüber wollen die Reden? Die Verhaltensfehler des anderen?

Genau das frage ich mich auch. Immerhin sind doch wohl auch schon alle nötigen Verträge für das Vorhaben unter Dach und Fach. Natürlich kann man mit explodierenden Kosten gegen das Projekt argumentieren, aber es wäre nochmal fraglich, ob es so furchtbar viel billiger würde, wenn jetzt Verträge gekündigt werden müßten. In aller Regel werden bei sowas nämlich dann irgendwann ganz happige Konventionalstrafen bzw. die Erstattung von Ausfallkosten fällig. Dann hat man am Ende sehr viel Geld ausgegeben, Stuttgart hat aber trotzdem keinen neuen Bahnhof und kein freies Gelände in der Stadt, das man für sinnvolleres als Bahnschienen nutzen könnte.

Naja. Im Endeffekt ist es ja eine Sache der Stuttgarter. Mir ist es im Prinzip total egal, ob die da was neues bauen oder nicht. Immerhin lebe ich nicht in Stuttgart und Bahnfahren ist mir viel zu teuer. Aber das sind ja keine echten Argumente für oder gegen einen neuen Bahnhof.

@frEnzy: Ich habe auch Videos gesehen, in denen Polizisten mit der Bestuhlung eines Straßencafés beworfen wurden. So einseitig, wie Du es vielleicht gerne hättest, ist die Sache nicht.
 
2.) Es ist furchtbar und geradezu kriminell verantwortungslos, Kinder mit auf Demonstrationen zu nehmen. Den Eltern, die das tun, sollte meiner Meinung schnell das Sorgerecht entzogen werden. Sie sind ganz offensichtlich nicht in der Lage, zum Wohle ihrer Kinder zu entscheiden und ihrer Fürsorgepflicht nachzukommen.

Also langsam reicht es, mir steht die Kotze bis Anschlag!
Ich werde doch wohl meine Kinder mit auf eine friedliche Demo mitnehmen können, ohne Angst um sie haben zu müssen:motz:

3.) Kinder ohne eigenen Willen möglicherweise noch als menschliche Schutzschilde zu benutzen, ist an moralischer Versautheit nicht mehr zu übertreffen. Da fehlt mir jedes Wort.

Zeig mir mal bitte Eltern, die ihre Kinder als Schilde benutzten!

4.) Die Verletzungen, die einige Demonstranten davongetragen haben, sind furchtbar. Da gibt es nichts zu bestreiten. Daß es so weit kommen mußte, ist eine große Tragödie. Aber: Wer sich in Gefahr begibt, kommt nunmal darin um. Das weiß man nicht erst seit gestern.

Wenn ich im Rechtsstaat Deutschland auf eine friedliche Demo gehe, was mein bürgerliches Recht ist, begebe ich mich in Gefahr???
Das ist hier nicht Thailand oder Nordkorea!

5.) Warum kocht der ganze Protest denn jetzt erst hoch? Das ganze Ding wurde doch augenscheinlich vor 10 bis 15 Jahren auf den Weg gebracht. Das ist wahrlich genug Zeit, um ein drohendes Projekt zu verhindern. Warum geht man erst auf die Straße, wenn es zu spät ist?

Gehst du demonstrieren, weil in 15 Jahren vor deiner Haustür eine Bundesstraße bauen will??? Sicher nicht, man versucht es erst per Gericht, und wenn das nicht hilft geht man irgendwann auf die Straße.
 
Dieses zeigt ein Mitglied des schwarzen Blocks in der Mitte einer schlagenden, schreienden und mit Gegenständen werfenden Menge.
Schon allein wenn man sich anschaut, was bei der Demo da für "ehrenwerte" Parteien vertreten waren - DKP, Linkspartei, MLPD und Konsorten(passend dazu warnt ja selbst der VS von BaWü vor der Unterwanderung der Anti-S21 Proteste von diesen zweifelhaften "Persönlichkeiten") - wusste man, das es da nicht friedlich zugehen kann. Was aber ein alter Hut ist. Denn überall dort wo die Herrschaften sind, ist (ihr) Terror gegen Eigentum, Mitmenschen oder den Staat in Form der Polizei nicht weit.
Passend dazu ist auch ein Foto aufgetaucht, wo man sieht, wie der ach so friedliche Rentner mit der Augensache, selber Gegenstände gegen Polizisten wirft: Fact - Fiction Blog Archive Stuttgarter Blutaugenopa lügt! Jögi Löw türkisch! Islam, Islam!
Damit passt (mal wieder) etwas von Franz Josef Strauß:
Meine sehr verehrten Damen und Herren, Sie haben als Bürger einen Anspruch darauf, daß Politiker das sagen, was sie denken und das tun, was sie sagen. Sie haben auch einen Anspruch darauf, meine sehr verehrten Damen und Herren, daß demokratische Veranstaltungen nicht durch Brüllhaufen linker Rowdybanden gestört und in spektakuläre kommunistische Schauspiele, umgewandelt werden. Ihnen geht es doch nicht um Demokratie, mit der geballten Faust, die sie hier erheben; mit dem Kommunistengruß, den sie erweisen, gehören sie nicht zu unserer demokratischen Gesellschaft. Wenn Sie die Freiheit der Demokratie nicht erkennen und nicht schätzen, dann gehen Sie halt dahin, wo ihr Herz schlägt, wenn es Ihnen dort besser gefällt…
Ich bin dankbar und froh, meine Damen und Herren, über das Schauspiel, weil damit erst die Entlarvung der Linken hier eingesetzt hat. Sie wollen doch Diktatur, sie wollen doch Terror, sie wollen doch ein marxistisches Gesellschaftssystem. Sie haben doch nicht die geringste Ahnung von demokratischer Freiheit. Sie sind doch rote Pöbelhorden, aber nichts anderes….
Wer hat denn diese Geister gerufen, doch nicht die Schreier dort unten, doch nicht die Träger der Gehirnprothesen. Wer sie gerufen hat, das sind die alten Geister, die Systemveränderer, die Gesellschaftssprenger, das sind die, ihr seid ja bloß das Produkt dieser Fehlerziehung, dieser Hetze, ihr könnt einem ja leid tun mit eurer erbärmlichen Dummheit. Ich hoffe, daß manchen von euch, wenn ihr mal älter werdet, einmal die Augen aufgehen werden, daß ihr mal eure Dummheit begreift und daß Sie merken, daß wir heute mit derselben Sorge um die Freiheit kämpfen, wie es unsere Väter vor 1933 getan haben. Ihr wär’t die besten Schüler von Dr. Joseph Goebbels gewesen, ihr wär’t die besten Anhänger Heinrich Himmlers gewesen, ihr seid die besten Nazis, die es je gegeben hat.
Schade das es heute keine Politiker von seinem Schlage mehr gibt und in der Politik auch keine eindeutig antikommunistische Grundhaltung.


Ansonsten:
Blaue Narzisse - Empörung über Polizei-Einsatz gegen Stuttgart-21-Gegner: Über Ahnungslose, Berufsdemonstranten und linke Nutznießer
 
Zuletzt bearbeitet:
Auf jeder großen Demo gibt es Idioten. Die Polizei blamiert sich aber damit, sich von denen provozieren zu lassen. Gegen solche Subjekte kann man auch gezielter vorgehen.

Passend dazu ist auch ein Foto aufgetaucht, wo man sieht, wie der ach so friedliche Rentner mit der Augensache, selber Gegenstände gegen Polizisten wirft: Fact - Fiction Blog Archive Stuttgarter Blutaugenopa lügt! Jögi Löw türkisch! Islam, Islam!
Auch hier gibt es wieder zwei Seiten der Wahrheit. Er bestreitet ja auch gar nicht, etwas geworfen zu haben: Nämlich Kastanien, die der Wasserwerfer aus den Bäumen gespühlt hat (uiuiui... Kastanien gegen gepanzerte Polizisten). Außerdem war da wohl ein recht großer zeitlicher als auch räumlicher Abstand zwischen dem Kastanien werfen und dem Angriff des Wasserwerfers.

Nebenbei gesagt: Mit einem Wasserwerfer direkt ins Gesicht zu schießen ist echt das letzte!! Jedem Polizisten, der so ein Ding bedient, muss klar sein, was das anrichten kann.

Wie immer wird am Ende ungeklärt bleiben, wer der Aggressor war. Sowohl die Demonstranten als auch die Polizei kommen dafür in Frage und eigentlich ist es auch egal, denn meiner Meinung nach muss die Polizei deeskalierend arbeiten. Sie hat dafür zu sorgen, dass die genehmigte Demo in Ruhe ablaufen kann und genau das hat sie nicht getan. Erinnert mich an die Demo von vor ein paar Jahren hier in Braunschweig. Da hat die Polizei die Gegendemonstration eines rechten Aufmarschs eingekesselt, über Stunden so festgehalten und immer mal wieder reingeschlagen. Da war auch politisch ordentlich was los danach. Gebracht hats natürlich nichts. Die Verantworlichen waren auch standhaft der Meinung, dass alles so richtig war.

Die Berichterstattung ist ebenso Einseitig, wie sie es den andern vorwirft. Zusammenfassung: Demonstranten sind natürlich selbst schuld, prügelnde Polizisten sind super, CDU ist auch super und in den linksregierte Bundesländer sind nur Weicheier... *gäääähn*
 
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Denke nicht das der das ist, das Gesicht ist zwar ähnlich, aber er hat andere Sachen an. Er trägt eine Jacke mit blauem Kragen, der Typ auf dem Bild nicht. Der hat irgendeine weiße Applikation auf der Jacke.
 
Also langsam reicht es, mir steht die Kotze bis Anschlag!
Ich werde doch wohl meine Kinder mit auf eine friedliche Demo mitnehmen können, ohne Angst um sie haben zu müssen:motz:

Solange Du die Anweisungen der Polizei befolgst und eben gehst, sobald die das sagen, wird es für Dich auch eine friedliche Demo bleiben. Wenn Du Dich aber mit Kind und Kegel irgendwo in den Weg setzt oder Steinewerfer neben Dir auftauchen, wird es das eben nicht. Das hast Du soweit selbst in der Hand.

Zeig mir mal bitte Eltern, die ihre Kinder als Schilde benutzten!
Das Mitführen reicht dafür ja wohl.

Wenn ich im Rechtsstaat Deutschland auf eine friedliche Demo gehe, was mein bürgerliches Recht ist, begebe ich mich in Gefahr???
Das ist hier nicht Thailand oder Nordkorea!
Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt doch wohl in aller Deutlichkeit, daß es Dank der autonomen Berufsdemonstranten friedliche Demonstrationen überhaupt nicht mehr gibt. Bedanke Dich bei denen. Niemand sonst ist dafür verantwortlich.

Gehst du demonstrieren, weil in 15 Jahren vor deiner Haustür eine Bundesstraße bauen will??? Sicher nicht, man versucht es erst per Gericht, und wenn das nicht hilft geht man irgendwann auf die Straße.
Was ist denn das für eine seltsame Rechtsauffassung? :what:
 
Solange Du die Anweisungen der Polizei befolgst und eben gehst, sobald die das sagen, wird es für Dich auch eine friedliche Demo bleiben.

Dies kann ich aus eigener Erfahrung verneinen.

Wenn Du Dich aber mit Kind und Kegel irgendwo in den Weg setzt oder Steinewerfer neben Dir auftauchen, wird es das eben nicht. Das hast Du soweit selbst in der Hand.

Ich habe in der Hand, ob "Steinewerfer neben mir auftauchen"?
Interessant. Verräts du mir den Trick, wie man fremde Menschen kontrolliert? Idealerweise noch ohne dabei gegen geltendes Recht zu verstoßen.
würde die Moderationsarbeit drastisch erleichtern
Oder schmeist du mal wieder unwahre Halbsätze in die Landschaft?

Das Mitführen reicht dafür ja wohl.

Nein.
Es gibt einen Unterschied zwischen dem mitführen eines Schildes und seiner Verwendung. Im Falle eines nicht für den Zweck eines Schildes gedachten Ob-/Subjektes kann ohne dessen Einsatz als solches auch nicht davon ausgegangen werden, das er als Schild genutzt werden soll.

Im übrigen wiederhole ich obige Frage: Haben führsorgliche Eltern (=welche, die sich um ihre Kinder kümmern) deiner Meinung nach kein Demonstrationsrecht?

Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt doch wohl in aller Deutlichkeit, daß es Dank der autonomen Berufsdemonstranten friedliche Demonstrationen überhaupt nicht mehr gibt. Bedanke Dich bei denen. Niemand sonst ist dafür verantwortlich.

Oh doch.
Es gibt sogar einen gesamten Berufszweig, mit extra mit speziellen Sonderrechten ausgestattet und u.a. dafür bezahlt wird, dass friedliche Demonstrationen möglich sind - der für friedliche Demonstranten aber mit schöner Regelmäßigkeit selbst die größte Bedrohung darstellt.
 
Ich habe in der Hand, ob "Steinewerfer neben mir auftauchen"?
Interessant. Verräts du mir den Trick, wie man fremde Menschen kontrolliert? Idealerweise noch ohne dabei gegen geltendes Recht zu verstoßen.

Einfach! Du mußt nur eine räumliche Anpassung Deines eigenen Aufenthaltsortes vornehmen.

Im übrigen wiederhole ich obige Frage: Haben führsorgliche Eltern (=welche, die sich um ihre Kinder kümmern) deiner Meinung nach kein Demonstrationsrecht?
Natürlich haben sie es. Aber wenn sie fürsorgliche Eltern sind, werden sie für die Zeit eben ihre Kinder in die Obhut von Nachbarn, Großeltern oder anderen Personen geben. Oder es geht eben nur ein Elternteil demonstrieren.

Du würdest Kinder doch auch nicht mit in die Disco, den Swingerclub oder das Stahlwerk nehmen, oder? Und das sind nun wahrlich friedlichere Orte als Demonstrationen. Und dennoch haben Eltern selbstverständlich nicht nur das Recht, diese Orte aufzusuchen, sie tun es sogar mit schöner Regelmäßigkeit. Und das ohne ihre Kinder.

Oh doch.
Es gibt sogar einen gesamten Berufszweig, mit extra mit speziellen Sonderrechten ausgestattet und u.a. dafür bezahlt wird, dass friedliche Demonstrationen möglich sind - der für friedliche Demonstranten aber mit schöner Regelmäßigkeit selbst die größte Bedrohung darstellt.
Das ist ja wohl einfach nur unrichtig. Wenn man die eigene Hütte nicht von entsprechenden Krawallbrüdern nicht frei halten kann, dann sollte man nicht zuerst den Fehler bei den Anderen suchen, sondern sich mal schön an die eigene Nase packen.

Seltsamerweise haben die Leute von der anderen Feldpostnummer das schon seit einigen Jahren gelernt. Oder hast Du in den letzten Jahren von einer Demo von Rechtsradikalen gehört, bei der es zu irgendwelchen Gewalttaten, egal ob von Demonstranten oder Polizei, gekommen wäre? Ich jedenfalls nicht. Wieso können die, was ihr Gegenpart nicht auf die Kette kriegt?

Denke nicht das der das ist, das Gesicht ist zwar ähnlich, aber er hat andere Sachen an. Er trägt eine Jacke mit blauem Kragen, der Typ auf dem Bild nicht. Der hat irgendeine weiße Applikation auf der Jacke.

Ich weiß nicht. Ich denke, er könnte es sein. Daß das Blau auf dem Bild, auf dem eine ältere Person etwas wirft, nicht rauskommt, kann der schlechten Qualität der Kamera / Aufnahme geschuldet sein. Es kann sich aber genauso gut um einen völlig anderen Mann handeln, der zufällig so ähnlich aussieht. Im Endeffekt sagt das Bild in der Qualität meiner Meinung nach gar nichts. Zumal man ja nicht einmal erkennen kann, ob der Mann da wirklich etwas wirft, oder nur zufällig den Arm hebt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Einfach! Du mußt nur eine räumliche Anpassung Deines eigenen Aufenthaltsortes vornehmen.

Es kann nicht der Sinn eines Rechtsstaates sein, dass unschuldige Bürger zugunsten von Kriminellen auf ihre Grundrechte verzichten.

Du würdest Kinder doch auch nicht mit in die Disco, den Swingerclub oder das Stahlwerk nehmen, oder? Und das sind nun wahrlich friedlichere Orte als Demonstrationen. Und dennoch haben Eltern selbstverständlich nicht nur das Recht, diese Orte aufzusuchen, sie tun es sogar mit schöner Regelmäßigkeit. Und das ohne ihre Kinder.

Abgesehen davon, dass Familien sicherlich genauso häufig an nicht-beruflichen Stahlwerksführungen teilnehmen, wie Singles:
Die Grundaktivitäten in Discos (abrocken) und Swingerclubs (rumvögeln) sind nicht mit "Kinderbetreuung" vereinbar. Die Grundaktivität bei einer Demonstration, insbesondere bei einer stationären in einem Park dagegen lautet "Im Park rumstehen/-sitzen" und das ist sehr gut damit vereinbar.

Das ist ja wohl einfach nur unrichtig. Wenn man die eigene Hütte nicht von entsprechenden Krawallbrüdern nicht frei halten kann, dann sollte man nicht zuerst den Fehler bei den Anderen suchen, sondern sich mal schön an die eigene Nase packen.

"eigene Hütte"?
Was soll das denn sein? Beanspruchst du Hausrecht auf einer Demo? Und verweigerst dann willkürlich anderen Demonstranten ihr Recht auf öffentliche Meinungsäußerung, weil sie dir z.B. zu radikal aussehen?

Manchmal zweifle ich wirklich an deinem Verhältniss zur Rechtsstaatlichkeit...

Seltsamerweise haben die Leute von der anderen Feldpostnummer das schon seit einigen Jahren gelernt. Oder hast Du in den letzten Jahren von einer Demo von Rechtsradikalen gehört, bei der es zu irgendwelchen Gewalttaten, egal ob von Demonstranten oder Polizei, gekommen wäre? Ich jedenfalls nicht. Wieso können die, was ihr Gegenpart nicht auf die Kette kriegt?

Nichts können die und es ist auch nichts seltsam. Dass sich keine z.B. Linksradikalen unter Nazidemonstranten mischen, verhindern nicht die Organisatoren, sondern ein Polizeiaufgebot von typischerweise 5-10 Beamten pro Demonstrant.
 
Es kann nicht der Sinn eines Rechtsstaates sein, dass unschuldige Bürger zugunsten von Kriminellen auf ihre Grundrechte verzichten.

Absolut korrekt! Das Recht muß dem Unrecht nicht weichen. Aber das kann in dem Fall die Polizei nicht alleine leisten. Die ist da auf Hilfe angewiesen. Im Zweifel mußt auch Du einen Beitrag leisten. Bspw. indem Du nach einer Demonstration entsprechende Täter anzeigst und möglicherweise eigenes Foto- oder Videomaterial zur Auswertung bereitstellst.

Abgesehen davon, dass Familien sicherlich genauso häufig an nicht-beruflichen Stahlwerksführungen teilnehmen, wie Singles:
Die Grundaktivitäten in Discos (abrocken) und Swingerclubs (rumvögeln) sind nicht mit "Kinderbetreuung" vereinbar. Die Grundaktivität bei einer Demonstration, insbesondere bei einer stationären in einem Park dagegen lautet "Im Park rumstehen/-sitzen" und das ist sehr gut damit vereinbar.
In Discos als Elternpaar rumsitzen wäre ja sehr wohl damit zu vereinbaren. Wenn man zwingend auf die Tanzfläche will, könnte man sich auch da abwechseln. Lediglich auf Demonstrationen kannst Du ja, wie Du selbst anführst, die Menge nicht in Deinem Sinne kontrollieren. Die Gefährdungslage ist da also, selbst wenn die Demo "friedlich" ablaufen soll, immer eine ganz andere. Abgesehen davon wird von jeder Demo im Vorfeld gesagt, sie solle friedlich ablaufen. Anders wäre auch keine Genehmigung zu bekommen. Wie ernst es den Demonstranten damit in den einzelnen Fällen ist, läßt sich im Voraus leider kaum erahnen, aber im Nachhinein zumeist anzweifeln.

"eigene Hütte"?
Was soll das denn sein? Beanspruchst du Hausrecht auf einer Demo? Und verweigerst dann willkürlich anderen Demonstranten ihr Recht auf öffentliche Meinungsäußerung, weil sie dir z.B. zu radikal aussehen?
Natürlich kann man auf unerwünschte Personenkreise entsprechend einwirken und sowas wird auch getan. Ich habe das selbst mal bei so einer tollen Aktion gegen Studiengebühren an der Bonner Uni erlebt. Ist zwar OT, aber wenn ich das kurz mal erzählen darf: Wir hatten hier in Bonn vom AStA aus so ein ominöses Camp gegen Studiengebühren, bei dem einige Studenten ein oder zwei Wochen auf der Hofgartenwiese gezeltet haben. Eines Abends während dieser Zeit kamen zwei Freunde und ich auf dem Heimweg aus der Stadt da vorbei. Wir dachten uns, wir gehen mal hin und hören uns an, was die da so zu sagen haben. Das Ende vom Lied: Nachdem wir etwa fünf Minuten mit einem leicht überforderten aber netten Mädel gerade mal ein Gespräch begonnen hatten, wurde die von ein paar Typen und wirklich älteren Frauen aus dem Hintergrund angeschnauzt, was ihr denn einfiele, mit Typen wie uns überhaupt zu reden, gepaart mit der sehr deutlichen Aufforderung, wir sollten uns schleunigst aus dem Staub machen.
Gut, bei soviel Kommunikationsbereitschaft ist natürlich Hopfen und Malz verloren, aber wie man sieht, kann man seine eigene Demo recht einfach von Leuten freihalten, die man aus irgendwelchen Gründen nicht da haben will. Es funktioniert und es wird gemacht.
Und dabei wollten wir nicht einmal mitdemonstrieren, sondern lediglich die Gelegenheit ergreifen, uns deren Standpunkte mal ungefiltert anzuhören.
Manchmal zweifle ich wirklich an deinem Verhältniss zur Rechtsstaatlichkeit...
Das ist, gelinde gesagt, in dem Zusammenhang eine nicht nachvollziehbare Unverschämtheit. Aber sei's drum. Genauso gut könnte ich Dir mangelden Abgrenzungswillen gegen Straftäter und ein mindestens ebenso eigentümliches Verhältnis zu Recht und Unrecht vorwerfen. Das wird uns allerdings kaum weiterbringen.

Nichts können die und es ist auch nichts seltsam. Dass sich keine z.B. Linksradikalen unter Nazidemonstranten mischen, verhindern nicht die Organisatoren, sondern ein Polizeiaufgebot von typischerweise 5-10 Beamten pro Demonstrant.
Ich meine, vor knapp zehn Jahren hätten die mal szeneintern Aufrufe gestartet, daß Demos nur noch absolut diszipliniert, möglichst alkoholfrei und ohne jede Provokation von Polizei oder Bevölkerung stattzufinden haben. Das ist auch mal kurz durch die Presse gegangen. Und es hat augenscheinlich auch funktioniert. Wie die das genau geschafft haben, entzieht sich meiner Kenntnis. Da habe ich keinen tieferen Einblick. Ich weiß nur, daß im Ergebnis die ganzen BePos wesentlich lieber Neonazi-Aufmärsche als linke Demos begleiten, weil sie mittlerweile wissen, daß es da einfach keinen Ärger mit den Demonstranten gibt. Und da muß man nochmal fragen: Wieso können denn andere Demonstranten nicht genauso diszipliniert sein?
 
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