News Studie soll belegen: KI-Nutzer im Job werden als weniger kompetent wahrgenommen

Es kommt drauf an was man mit der KI macht und wie man das kennzeichnet.
Wenn jemand sich einen kompletten Text von der KI schreiben lässt und den einfach nur kopiert, ohne die KI zu erwähnen, begeht er eigentlich schon fast Betrug. Außerdem ist das auch sehr bequem.
Will man bestimmte Fragen beantwortet oder was berechnet haben ist das was anderes.
Kommt auf den Kontext an. Bei Arbeiten in der Uni muss es gekennzeichnet werden ansonsten gilt es tatsächlich als Betrugsversuch wenn es rauskommt.
 
Ich denke das kann man nicht pauschalisieren

alles zu hinterfragen und nichts einfach Blind zu übernehmen.

Das sind die beiden wichtigsten Punkte - und meiner Meinung nach auch der Grund, woher die "Kompetenzminderung" in der Wahrnehmung stammen könnte (und in dem Falle ist sie auch korrekt!):

Es gibt zwei Wege, KI zu nutzen. Die intelligente und die dumme.

Die intelligente Methode ist, KI als Hilfsmittel zu gebrauchen um effizienter seine Arbeit zu erledigen. Texthilfen generieren, Dinge zusammenfassen, Datananalysehilfe, Recherchehilfe, younameit - und mit den Ergebnissen seine Zielstellung besser und schneller zu erreichen. Wer so arbeitet wird sicher nicht als inkompetenter angesehen, weil wenn er es gut anstellt man nichtmal bemerkt dass er überhaupt eine KI verwendet hat.

Die dumme Methode ist, die KI unhinterfragt irgendwas auskotzen zu lassen und das hirnlos zu übernehmen (kennt ihr die Bewerbungen, wo tatsächlich noch unter dem Text des Anschreibens steht "dieser Text wurde generiert mit ChatGPT" und der Mensch das einfach mitkopiert hat? Ja, soweit geht "hirnlos" wirklich!). Dass Menschen die sowas abliefern dann als inkompetent wahrgenommen werden ist schlichtweg folgerichtig.
 
KI kann helfen oder auch nicht. Ob man KI in Betracht zieht liegt an jedem selber.
Ob die Entscheidung richtig oder falsch war, sieht man letztendlich am Ergebnis.
 
KI kann helfen oder auch nicht. Ob man KI in Betracht zieht liegt an jedem selber.
Ob die Entscheidung richtig oder falsch war, sieht man letztendlich am Ergebnis.
Wenn man denn in der Lage ist, das Ergebnis auch zu beurteilen, was, wie hier auch der Großteil der Kommentare anspricht, das Hauptproblem ist. Wenn man das Prinzip und die Grenzen versteht (Statistik+"ai temperature") bzw. was man als Ergebnis erwarten kann (für die Freunde der Auto/Dampfmaschinen/Abakus-Analogien), dann ist KI als Werkzeug vollkommen in Ordnung, sei es als ausgefeiltere Variante eines Bots für stumpfe Datenaufbereitung und Recherche oder als umfangreicherer Text-, Bild-, Video- oder Codegenerator.
Der häufig praktizierte, vollkommen naive Umgang damit und die Überhöhung als Wundertool, dass immer richtig liegt oder immer DIE Lösung anbietet ist hingegen das was die negative Wahrnehmung maßgeblich befeuert.

Das Universitäten mit KI ein Problem haben, kann ich verstehen. Wenn man sich in der Lehre stark auf Reproduktion und so wenig auf Verknüpfung von vermittelten Kompetenzen versteift hat, dann bekommt man jetzt verdientermaßen die Quittung. Natürlich ist es schwierig z.B. statt schriftlicher Ausarbeitungen verstärkt auf mündliche Diskussionsformate, Präsentationen etc. zu setzen, da der zeitliche und personelle Aufwand sehr viel höher ist, aber das ist meiner Einschätzung nach der einzige Weg das Dilemma in den betroffenen Fachbereichen zu umgehen.
Falls man auf KI-Erkennungstools setzt (wie schon vielerorts praktiziert), dann muss man auch damit rechnen, dass die Rate der False-Positives mit der Menge der Trainingsdaten der KIs zunächst wohl steigen wird, wenn die temperature der Modelle nicht zu niedrig eingestellt ist oder die Trainingsdaten ihrerseits mit KI-Ergebnissen vergiftet sind und somit einseitig verstärkt. Welcher der beiden Effekte da in der mittelfristig dominierend sein wird, kann ich nicht beurteilen, langfristig wird sich aber wohl die Selbstverstärkung durchsetzen. Ich hoffe nur bis dahin hat sich das Verständnis von LLMs flächendeckend verbessert, wie bei anderen technischen Entwicklungen in der Vergangenheit üblich.
 
Weckt mich bitte, wenn es eine KI gibt, die auch Regale einräumt, okay? :ugly:
Bevor der KI-Roboter kommt der das kann kommt erst der, der auf jeden Fall besser weiß wie die Regale effizienter eingeräumt werden können als dus grade machst. Die Generation wird dann relativ schnell ersetzt werden, einfach weil der besserwisserische KI-Roboter hinter dem Einräumer aus ungeklärten Ursachen sehr hohe Ausfallraten aufweist. :fresse:
 
Tststs, schwarz oder weiss, dafür oder dagegen, mehr gibts nicht mehr?

Ich würd ChatGPT nichts wichtiges fragen (und mich einzig darauf verlassen) aber nutze es gern für Spiele.
ChatGPT kann ich nämlich beibringen mir meine Frage und nur meine Frage zu beantworten ohne zu spoilern.

Klar gibts Spiele, wo mir die "KI" Stuss erzählt, aber who cares? Foren sind für solche Fragen schon einige Zeit nicht mehr nutzbar. Hinzu kommt, dass Echtzeit in dem Fall sehr praktisch ist. Ich spiele jetzt, ich krieg die Antwort jetzt.
Insofern immer noch besser als im Forum zu fragen, 10 Beleidigungen, 5 Posts die die Frage missverstanden haben, 7 falsche Antworten und 20x "machs halt anders" rauszufiltern, gespoilert zu werden und eventuell auch die Antwort zu finden.

"Immer noch besser" ist nichts weltbewegendes, aber ein Nutzen ist da.
Natürlich liegt das grösste Potential einfach bei der Mustererkennung. KI kann uns halt auf Zusammrnhänge hinweisen, die wir nichtmal erfragt haben.
 
Insofern immer noch besser als im Forum zu fragen, 10 Beleidigungen, 5 Posts die die Frage missverstanden haben, 7 falsche Antworten und 20x "machs halt anders" rauszufiltern, gespoilert zu werden und eventuell auch die Antwort zu finden.
Das nennt sich soziale Interaktion und ist total wichtig für deine Entwicklung als Mensch und Teil der Gesellschaft. War dir das nicht klar? :ugly:
 
Da sich KI-Nutzer quasi nichts mehr merken wollen und können, fragen sie vor jeder Kaffeepause bei chatgpt an, was eine Kaffeepause ist, lassen sich anschließend eine to-do-liste für die Kaffeepause erstellen und bitten chatgpt natürlich auch um eine kurze Anleitung um überhaupt den Kaffeautomaten bedienen zu können.
Deshalb laufen sie als erstes mit dem Handy zum Kaffeeautomaten um Chatgpt zu zeigen, um welches Gerät es sich handelt.

Aber KI-Nutzer haben immerhin ein Kompetenz, wie wissen wie man Chatjpt nutzt, um nicht bei allen Kleinigkeiten völlig hilflos dazustehen.
 
Da sich KI-Nutzer quasi nichts mehr merken wollen und können, fragen sie vor jeder Kaffeepause bei chatgpt an, was eine Kaffeepause ist, lassen sich anschließend eine to-do-liste für die Kaffeepause erstellen und bitten chatgpt natürlich auch um eine kurze Anleitung um überhaupt den Kaffeautomaten bedienen zu können.
Deshalb laufen sie als erstes mit dem Handy zum Kaffeeautomaten um Chatgpt zu zeigen, um welches Gerät es sich handelt.
Mit der Realität hat das aber nichts zu tun, oder?:ugly:
 
Zuletzt bearbeitet:
Genau diesen Vorteil sehe ich in der KI: Filtern, organisieren und dementsprechend ein vereinfachtes Suchen von Informationen.
Wieviele Bücher muß man Blättern, wieviele Wikipedia Artikel lesen, um an die gewünschte Info zu kommen? Eine KI erspart einem so Stunden an Arbeitszeit.
Natürlich hat es META dann auch einfacher jede noch so triviale Info zu organisieren und zu nutzen.

Alles hat eben seine Vor- & Nachteile.

Bei der derzeitigen Qualität der Sprachmodelle sollte man in allen wichtigen/beruflichen Fällen die entsprechenden Artikel dennoch lesen und die KI kann einem allenfalls dabei helfen, unwichtige/unpassende Artikel auszulassen. Ohne sich auf diesem altmodischen Weg fachspezifisches Wissen anzueignen, kann man nämlich schlecht überprüfen, ob die KI Fehler gemacht hat – und das macht sie gerne mal. Übernimmt man die ohne Sachkenntnis, braucht man sich nicht zu wundern, wenn man als weniger kompetent wahrgenommen wird – denn genau das ist man. Und auch wer KI nur zur Richtungsfindung nutzt, reduziert seine fachspezifischen Fähigkeiten. Als besonders kompetent geschätzte Leute zeichnen nämlich selten dadurch aus, dass sie wiederkehrende Informationen besonders gut können. Wie auch? Etwas wissen ist etwas wissen. Kompetenz bedeutet nicht, es "besser" zu wissen, sondern auch die Hintergründe dazu und themenverwandte Aspekte zu kennen, mit denen sich "weniger kompetente" bislang nicht beschäftigt haben. KI, die einem "überflüssige" Recherche abnimmt, steigert zwar die Arbeitseffizienz, reduziert aber den einhergehenden Lerneffekt.

Ein intensiver KI-Nutzer beweist somit Zusatzfähigkeiten in der KI-Bedienung, entwickelt aber zugleich Schwächen in der Fachkompetenz und in der Regel wird nur letztere bewertet, wenn "die Kompetenz" von jemandem bewertet werden soll.

Weckt mich bitte, wenn es eine KI gibt, die auch Regale einräumt, okay? :ugly:

Du weißt doch: KI übernimmt nur die kreativen, interessanten und spaßigen Aufgaben. Bildgestaltung, von Fakten befreites schreiben, Auto fahren auf nicht zu vollen Straßen. Alles stressig-komplexe und alles manuelle bleibt den Menschen überlassen.

Daran sieht man übrigens, wie intelligent KIs schon sind. ;-)
 
KI, die einem "überflüssige" Recherche abnimmt, steigert zwar die Arbeitseffizienz, reduziert aber den einhergehenden Lerneffekt.
Würd ich so nich unterschreiben. Zum einen ist fraglich, ob eine Person wirklich lernt, wenn sie nur nach passenden Inhalten scannt, während sie Unmengen an Texten durcharbeitet. Denn um überhaupt "überflüssige" Recherche identifizieren zu können, muss schon ein profundes Wissen vorhanden sein. Dementsprechend wäre ein Lerneffekt nicht notwendig. Wenn wir allerdings von Lerntheorie ausgehen, is nur nach konstruktivistischen Theorien überhaupt ein Lernen über das Recherchieren an sich möglich. Tatsächlich is es aber so, dass viele Lerntheorien anderer Ausprägungen anerkennen, dass Menschen, die aktiv nach einer bestimmten Sache oder einem bestimmten Aspekt, wenig abseits dieses Aspektes lernt. Was ich allerdings zugestehe (was aber für den Arbeitskontext wenig relevant ist, dafür aber im schulischen sehr): Recherchiert man nich selbstständig, lernt man das selbstregulierte Lernen nicht. Man erarbeitet sich selbst keine Lernstrategien.
 
Bei der derzeitigen Qualität der Sprachmodelle sollte man in allen wichtigen/beruflichen Fällen die entsprechenden Artikel dennoch lesen und die KI kann einem allenfalls dabei helfen, unwichtige/unpassende Artikel auszulassen. Ohne sich auf diesem altmodischen Weg fachspezifisches Wissen anzueignen, kann man nämlich schlecht überprüfen, ob die KI Fehler gemacht hat – und das macht sie gerne mal. Übernimmt man die ohne Sachkenntnis, braucht man sich nicht zu wundern, wenn man als weniger kompetent wahrgenommen wird – denn genau das ist man. Und auch wer KI nur zur Richtungsfindung nutzt, reduziert seine fachspezifischen Fähigkeiten. Als besonders kompetent geschätzte Leute zeichnen nämlich selten dadurch aus, dass sie wiederkehrende Informationen besonders gut können. Wie auch? Etwas wissen ist etwas wissen. Kompetenz bedeutet nicht, es "besser" zu wissen, sondern auch die Hintergründe dazu und themenverwandte Aspekte zu kennen, mit denen sich "weniger kompetente" bislang nicht beschäftigt haben. KI, die einem "überflüssige" Recherche abnimmt, steigert zwar die Arbeitseffizienz, reduziert aber den einhergehenden Lerneffekt.
Ist nicht das dazugewinnen von Wissen automatisch lernen? Es unterscheiden sich doch nur die Quellen.
Natürlich sollte man die immer mit einer gewissen kritischen Grundhaltung lesen.
Sei es Wikipedia oder ein KI Text. Oder auch Fachbücher.
Wer sagt eigentlich, dass die Informationen aus Fachbüchern, immer zeitgemäß und nicht längst überholt sind?
 
Sei es Wikipedia oder ein KI Text
Jain. Bei KI muss man halt immer davon ausgehen, dass das, was sie ausspuckt Murks sein kann (Bei Wikipedia übrigens ähnlich). Sinnvolle Nutzung würde in meinen Augen anders aussehen. Ich hab KI zum Ende meines Studiums nich genutzt und sie kann dir Quellen geben. Man kann mit bspw Chatgpt nach bestimmten Aspekten suchen. Beispiel: Zuletzt hab ich nach wissenschaftlicher Literatur zum Thema mittelhochdeutscher Fanfiction gesucht. Sehr spezielles Thema und daher über gängige Methoden in Uni-Bibs nur schwer zu finden. Nutzt man chatgpt, spuckt es einige passende Quellen aus. Die kann man dann lesen. Und da hat man dann gesicherten Wissenszuwachs.
 
Ist nicht das dazugewinnen von Wissen automatisch lernen? Es unterscheiden sich doch nur die Quellen.
Ne, zumindest sehe ich das nicht so. Es stellt den ersten Schritt dar. Danach muss man verstehen was man mit dem Wissen anfangen kann und wie und dieses dann festigen durchs anwenden.
Natürlich sollte man die immer mit einer gewissen kritischen Grundhaltung lesen.
Sei es Wikipedia oder ein KI Text. Oder auch Fachbücher.
So wie alles eben.
Wer sagt eigentlich, dass die Informationen aus Fachbüchern, immer zeitgemäß und nicht längst überholt sind?
Wer sagt denn, dass sie es sein sollen?
Deine Frage danach wirkt auf mich wie der aktuelle Zeitgeist. Es wird spontan nach etwas gesucht und dann soll bitte nur diese eine Antwort kommen, die einem alles auf dem Silbertablett serviert.

Ist es nicht viel wertvoller, sich selbst zu überlegen was von diesem vielleicht älteren Wissensstand dahin geführt hat wo wir stehen, um daraus eben die nötigen Schlüsse zu ziehen und tatsächlich zu verstehen.
 
Wenn der Nutzer von KI/LLM in der Lage ist, die Antworten auch zu verifizieren, und die durchaus häufig vorkommenden Falschantworten zu erkennen und auszusortieren, spricht m.E. nichts gegen deren Nutzung im beruflichen Umfeld. Wenn aber die Nutzer die Antworten von KI/LLM mehr oder weniger „blind“ verwenden und sie sogar als ihre eigene Leistung darstellen und dann noch im beruflichen Umfeld, dann ist das milde ausgedrückt Hochstapelei, man kann auch alternativ von „Plagiieren“ oder schlicht „Blenderei“ reden, es kommt auf das Selbe heraus. Für den flüchtigen Moment ist dem „Blender“ zwar eine anerkennende Aufmerksamkeit der Fachkollegen sicher, aber die Blenderei fliegt im beruflichen Umfeld unter Fachexperten doch sehr schnell auf, und dann wird der „anerkannte Kenner“ sehr schnell zum „Depp“ und bleibt das i.d.R. auch länger. Denn fachliche/berufliche Reputation ist schnell vernichtet, aber nur langwierig wieder aufzubauen, was auch gut so ist.
 
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