News "Stoppt die Zerstörung der Videospiele": Deutsche Spieler vorn bei der EU-Petition

PCGH-Redaktion

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Um die Zerstörung von Videospielen zu verhindern, sammelt eine Initiative seit geraumer Zeit Unterschriften. Aus Deutschland kommen offenbar besonders viele Stimmen.

Was sagt die PCGH-X-Community zu "Stoppt die Zerstörung der Videospiele": Deutsche Spieler vorn bei der EU-Petition

Bitte beachten: Thema dieses Kommentar-Threads ist der Inhalt der Meldung. Kritik und allgemeine Fragen zu Online-Artikeln von PC Games Hardware werden hier gemäß der Forenregeln ohne Nachfrage entfernt, sie sind im Feedback-Thread besser aufgehoben.
 
So Loide, Forza ist fertig heruntergeladne, wollen wir mal ne Runde starten?

Auch wenn mich Rennspiele null interessieren (außer Flatout 2 auf LANs) bringt das ein recht altes Thema aufs Parkett: Kauft man ein Spiel oder nur vorübergehende Nutzungsrechte... Sehr oft ist zweiteres der Fall. Doch Ubischrott sollte zumindest eine Offlineversion von The Crew in spielbarem Zustand belassen, wo ist das verflixte Problem...
Generell sollte insbesondere bei Singleplayer und Kampagnen-basierten Games eine grundlegende Spielbarkeit gewährleistet und entsprechend in den Nutzungsbedinungen so hinterlegt sein.
Die Petition unterschreibe ich jetzt mal.
 
Für mich hat die Zerstörung der Videospiele bereits vor vielen Jahren begonnen, als die Spielehersteller aufgehört haben, ein Handbuch anzubieten.

Früher gab es gedruckte Handbücher - dass man um Papier zu sparen, darauf verzichtet, dafür hab ich noch Verständnis. Aber es gibt ja nicht einmal mehr Handbücher als PDF-Datei direkt zum Spiel dazu.

Jeder Haarföhn, der nur eine Ein- und Ausschalttaste und 3 Heizstufen hat, kommt mit einer Bedienungsanleitung daher. Bei einem Computerspiel (egal wie komplex es ist), wird einem das Spiel hingerotzt und quasi gesagt "gekauft hast du es - Umtausch ausgeschlossen ... schau wie du zurecht kommst oder lass es bleiben."

Manchmal gibt es schwindlige Tutorials, die kaum etwas erklären, manchmal Wiki's, für die selbst die Bezeichnung "Sch..ße" noch ein Lob wäre und wo sich die Hersteller keine Mühe machen.
 
Kauft man ein Spiel oder nur vorübergehende Nutzungsrechte... Sehr oft ist zweiteres der Fall.
Man erwirbt die Nutzungsrechte aber nicht die Eigentumsrechte.

Doch Ubischrott sollte zumindest eine Offlineversion von The Crew in spielbarem Zustand belassen, wo ist das verflixte Problem...
Ja, absolut. Eigentlich ist es selbstverständlich, das die Leute das Spiel auch nach Abschaltung der Server noch spielen können. Aber wahrscheinlich war der Plan dass sie zur Fortsetzung überwechseln und dort bleiben sollen...
 
Weil nach der Meinung zum Thema gefragt wurde: Für mich ist das ein typisches "First-World-Problem" und absolut nebensächlich. :stupid:

Die EU sollte sich um viel wichtigere Dinge kümmern - z.B. um Frieden und eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Wie wichtig ist dagegen unser aller Freizeitvergnügen!:)

Sorry, aber so sehe ich das!:ka:
 
Weil nach der Meinung zum Thema gefragt wurde: Für mich ist das ein typisches "First-World-Problem" und absolut nebensächlich. :stupid:

Die EU sollte sich um viel wichtigere Dinge kümmern - z.B. um Frieden und eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Wie wichtig ist dagegen unser aller Freizeitvergnügen!:)

Sorry, aber so sehe ich das!:ka:
Man mag es kaum glauben, da arbeiten so viele Leute, die können sich parallel um mehrere Dinge gleichzeitig kümmern.
 
Das einzige was mich im Artikel stört ist:
Was genau ist lange? 10 Jahre oder 10 Monate?
Es fehlt eine genaue Erklärung was gemeint ist.
z.B. nach xx Jahren Spiel als Open Source freigeben.
Ist in der Europäischen Bürgerinitiative auch nicht näher definiert. Da ist nur die Rede von "dauerhaftem Erhalt". Aber die Idee, dass Games nach einer gewissen Zeitspanne gemeinfrei werden, finde ich interessant. Theoretisch gibt es da schon eine Regelung für Software, die dann gemeinfrei wird. Ich mein, wenn es schon Regelungen für alle möglichen Medien separat gibt, warum dann nicht auch nochmal für Games ausformulieren.
 
Weil nach der Meinung zum Thema gefragt wurde: Für mich ist das ein typisches "First-World-Problem" und absolut nebensächlich. :stupid:

Die EU sollte sich um viel wichtigere Dinge kümmern - z.B. um Frieden und eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Wie wichtig ist dagegen unser aller Freizeitvergnügen!:)

Sorry, aber so sehe ich das!:ka:
Naja, man hat ja mehrere Abteilungen parallel zu einander. Und vor allen Dingen kann man auch Maßstäbe in einem Bereich setzen, der dann auf andere abfärben kann. Man stelle sich mal nur vor, die Spielelandschaft oder gar die Konsummedienlandschaft generell würde anständig verrechtlicht; der Sumpf des wilden Westens würde trockengelegt. Was würde das für Strahlkraft für das restliche Internet und für die Wirtschaft haben.

Apropos Wirtschaft:
Eine positive wirtschaftliche Entwicklung setzt unter anderem voraus, dass tatsächlich etwas geschieht. Vergiss nicht, wie viele Publisher nach wie vor ihren Backlog versauern lassen. Ist das dumm? Ja. Bindet das Wirtschaftskraft? Ja. Widerspricht die gängige Praxis, dass der Ersteller eines Konsummediums das Mikromonopol hält und bestimmen darf, wer alles nicht damit handeln darf, den Prinzipien eines freien Marktes? Ja, klar. (wofür übrigens freie-Markt-Advokaten häufig blind sind)

Exclusives sind schlicht und ergreifend markttheoretisch nicht okay. Im Spielesektor sind die nicht ganz so problematisch, im Filmesektor hingegen sorgen sie künstlich dafür, dass sich nach wie vor kein DRM-freier Store etablieren konnte. Das ist schlicht und ergreifend ein NoGo und wie gesagt obendrein ein wirtschaftliches Eigentor. Was würde alles an Geld in die Kassen gespült werden, wenn man sich einfach Filme ernsthaft als UHQ-Download mit allen Nutzungsrechten kaufen könnte...
 
Wenn jetzt ein Spiel vom Macher/Künstler/Firma wie auch immer, nicht erhalten wird. Dann muss mir das nicht gefallen. Aber ich kann diese Entscheidung, aus welchem Grund auch immer sie getroffen wird, akzeptieren. Das gehört für mich zur Freiheit der jeweiligen Entität.

Ich persönlich möchte da die Freiheit nicht einschränken. Auch wenn es mir manchmal anders lieber wäre. Mir ist da der Freiheitsgedanke dann wichtiger.

Ich finde nicht das ich das Recht habe jemanden dazu zu zwingen sein Spiel erhalten zu müssen. Wenn es jemand aber freiwillig macht freu ich mich natürlich.

Wäre das zb. jetzt schon so und ich hätte ein Spiel zu releasen, dann würde ich es in der EU nicht anbieten. Weil ob ich es erhalten möchte oder nicht, das möchte ich freiwillig entscheiden können.

Die Leute stecken sehr viel Energie darin einen dritten zu beauftragen die Sachen für sie zu Regeln, so wie sie das gerne hätten. Aber auch mit dem dritten im Boot, finde ich, das ich nicht das Recht habe das zu erzwingen.

:kuss:
 
Das gehört für mich zur Freiheit der jeweiligen Entität.
Ich seh den Punkt absolut, aber schränkt es nich zeitgleich auch die Freiheit der Käufer und Käuferinnen ein? Da geht dann ja die Perspektive der Spieler und Spielerinnen verloren. Die Sorge um kulturellen Erhalt und langfristige Verfügbarkeit (vor allem nach dem Kauf) sehe ich schon als validen Punkt. Zumal man es ja bei diversen Games vermeidbar wäre.
So wie ich das verstehe, geht es bei der Petition nicht darum, etwas zu erzwingen, sondern einen Rahmen zu schaffen, der die Spiele am Leben erhält, damit sie nach dem Kauf eben nicht unzugänglich werden. Beispiel: Ein Autor kann dir ein Buch verkaufen und es die Woche drauf vom Markt nehmen. Du hast aber immer noch Zugriff auf das Buch. 👀 Sowas bräuchte es für Games auch.
 
Ist in der Europäischen Bürgerinitiative auch nicht näher definiert. Da ist nur die Rede von "dauerhaftem Erhalt". Aber die Idee, dass Games nach einer gewissen Zeitspanne gemeinfrei werden, finde ich interessant. Theoretisch gibt es da schon eine Regelung für Software, die dann gemeinfrei wird. Ich mein, wenn es schon Regelungen für alle möglichen Medien separat gibt, warum dann nicht auch nochmal für Games ausformulieren.

Auch der Begriff "dauerhaftem Erhalt" ist eigendlich nichts wert.
Was nützt mir wenn ich die Software runterladen, archivieren und auch installieren (auch das kann schon ins Auge gehen) kann aber dann nicht starten?

Die Grundidee der Iniative ist super und eigendlich schon lange überfällig aber es hapert da noch an ein paar Dingen.
 
Bin ich voll bei dir. Aber ich denke nich, dass sowas dann Aufgabe der Petition is. Das is ja dann nur "Macht mal was" und mit dem Stock pieksen, damit auch auffällt, dass da was gewaltig mies läuft. Das "wie" und "in welchem Ausmaße" wäre dann die Aufgabe jener, die dafür bezahlt werden ^^ Aber mal schauen, was aus der Initiative wird.
 
bei manchen Kommentaren hier habe ich das Gefühl dass weder der Artikel noch die Petition richtig gelesen wurde. Es ist auf jeden Fall wichtig hier ein Zeichen zu setzen und die Rechte der Nutzer/Käufer zu stärken.
Man kann die Petition gelesen haben und trotzdem nichts damit anfangen können.

Mir ist sie zum Beispiel viel zu allgemein und zu wenig konstruktiv. Was soll denn bitte "diese Videospiele in einem funktionalen (spielbaren) Zustand zu belassen" konkret bedeuten?

Ein Spiel ist dann schon nicht mehr spielbar, wenn verwendete Technologie veraltet und schlicht nicht mehr unterstützt wird. Um es "spielbar" zu belassen, müsste es ständig an neue Hardware, neue Betriebssysteme, neue Treiber, neue rechtliche Rahmenbedingungen etc. angepasst werden. Das kann man einem Hersteller schlecht auf unbestimmte Zeit zumuten, wenn er dabei dauerhaft draufzahlt. Und selbst wenn man den Sourcecode bzw. die Rechte an einem Spiel freigäbe, damit sich irgendeine Community darum kümmert, würde das - bei der Vielzahl erscheinender Titel, von denen nur die allerwenigsten langfristiges Interesse wecken - vielleicht bei 0,1% aller erscheinenden Spiele dann auch wirklich geschehen. Was also soll - ganz konkret - am Ende dabei rauskommen?

Für mich ist das reiner Popanz, der - neben dem mittlerweile üblichen Empörungs- und Shitstormtum - im Wesentlichen durch den Einzelfall eines bestimmten Rennspiels getrieben wird, bei dem sich der Hersteller zugegebenermaßen sehr ungeschickt verhalten hat. Die Spieler haben - spätestens seit Steam vor 20 Jahren mit Half-Life 2 zum Massenphänomen wurde - immer schon nur Lizenzen erworben, und Server konnten immer schon einfach so abgeschaltet werden. Nur weil die Leute zu blöde waren, das zu kapieren, oder es nicht ernst genommen haben, oder sich schlicht geweigert haben, das zur Kenntnis zu nehmen, macht das diese Petition nicht sinnvoll.
 
Kultur ist was bleibt wenn der Kommerz und sein Kitsch verschwunden sind.
Kultur bewahrt man nicht, indem man Kommerz künstlich am Leben hält.

Spiele stehen nicht mehr still. Alle paar Monate werden Spielbalance und Inhalte über den Haufen geworfen und ausgetauscht, alle paar Monate fangen die Spieler wieder bei Null an. Spiele sind Wegwerfprodukte, Eure Spielstände und Charaktere sind längt Wegwerfprodukte geworden. Bitte behandelt sie entsprechend. Selbst die Spiele die nach 20 Jahren noch da sind haben nichts mehr damit zu tun wie sie früher waren. Eine virtuelle Realität des Season-Start Online-Nomadentums die im krasses Widerspruch zu dem steht was sich die Menschen für ihr reales Leben wünschen und gleichzeitig ein Schatten dessen was an vielen Orten dieser Welt normal ist. Gehe zu Ort A, baue etwas auf, verliere alles, gehe zu Ort B, wilkommen im Hansterrad eines Chinesischen Wanderarbeiters, nur hier mit KI-Raytracing versteht sich.

Das wollen wir Kultur nennen? Das wollen wir bewahren? War der Fehler nicht von vornherein, dass wir in diese angemieteten Live-Service Spiele emotional investiert haben? Ist das noch Spiel, oder kann das weg? Der Kommerz verschwindet, die Kultur bleibt. Das Spielen an sich, nicht der Charakter, nicht der Spielstand, nicht einmal das Spiel selbst.
 
Das kann man einem Hersteller schlecht auf unbestimmte Zeit zumuten, wenn er dabei dauerhaft draufzahlt.
ich glaube, es geht bei der Petition weniger um die technische Umsetzung im Detail, sondern vielmehr darum, überhaupt mal ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass wir als Käufer und Nutzer von digitalen Inhalten rechtlich und faktisch oft komplett ausgeliefert sind. Gerade im Gaming-Bereich ist das inzwischen ein echtes Problem.
Klar, dass es keine einfache Lösung gibt und die Forderung "alle Spiele immer spielbar halten" nicht realistisch ist. Aber wäre es nicht trotzdem wünschenswert, wenigstens verbindliche Mindeststandards oder Kompromisse zu haben? Ich mein, man könnte doch festlegen, dass Online-Zwang oder DRM nach Abschalten der Server per Patch entfernt werden müssen oder zumindest gewährleisten, dass das Game auf Systemen, für die es entwickelt wurde, zumindest im Singleplayer weiterläuft.

Und selbst wenn man den Sourcecode bzw. die Rechte an einem Spiel freigäbe, damit sich irgendeine Community darum kümmert, würde das - bei der Vielzahl erscheinender Titel, von denen nur die allerwenigsten langfristiges Interesse wecken - vielleicht bei 0,1% aller erscheinenden Spiele dann auch wirklich geschehen.
Es geht doch auch nich drum, dass alle Spiele auch für immer gespielt werden, sondern darum, dass überhaupt ein Rahmen geschaffen wird, damit das möglich ist. Ob sich eine Community dann im Anschluss darum kümmert oder nich, is da dann zweitranig.
 
@PCGH_Jacky Es ist ja nicht dein Kunstwerk. Meiner Meinung nach wird keine Freiheit eines Spielers eingeschränkt wenn er eine Lizenz erworben hat und die irgendwann mal erlischt. Anhand der Lizenz kennt man die Rahmenbedingungen.

Das was du angesprochen hast bietet zb. GoG jetzt schon an. Meiner Meinung nach geht es am Ende schon um Zwang. Um Spiele zu retten braucht es keine EU. Jeder der das machen möchte, dem was wichtig ist, der kann das heute schon tun. Es gibt auch schon zig Privat-Leute, Firmen (gog) und Orgas (zb. Museen) die das machen. Die EU holst du dir nur ins Boot wenn du das gern so haben möchtest aber es selbst mich machen möchtest. Oder wenn du jemanden seine Freiheit einschränken möchtest.

Denn ob der jeweilige Künstler, Herausgeber, Erschaffer ect. die Entität, das machen möchte oder nicht. Obliegt seiner Entscheidung. Und wenn der das nicht machen möchte dann musst du ihn zwingen um dein Ziel zu erreichen. Entweder zwingst du ihn den Service weiter zu betreiben. Oder du zwingst ihn das Kunstwerk freizugeben so das es jeder betreiben kann.

Ich denk es wird sich so Entwickeln das auch ohne Zwang viele Anbieter, sich da eine Lösung einfallen lassen. Weil die Nachfrage eben da ist. Die 100% bekommst du natürlich nur mit Zwang.

"sondern einen Rahmen zu schaffen" hast du geschrieben. Ja kann man das ohne Zwang?

Was hätte das für Konsequenzen? Bin ich zb. gezwungen das Werk weiter zu betreiben oder komplett freizugeben? Ja biete ich das dann in der EU noch an? Manche bestimmt aber manche bestimmt auch nicht.
 
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