Steuern und Finanzen

Und wo ich schon dabei bin, ich schließe mich RyzA an. Es ist eine frechheit das pensionen einen höheren prozentsatz haben als renten. Aber das ist typisch für unser system. Hier sind halt viele gleicher als gleich... (das hatten wir schon in der DDR)
...und das wird irgendwann der untergang sein. Es brodelt ja schon...
Das war nicht meine Aussage:


Aber ich hatte mich darauf bezogen und dem zugestimmt! ;)
 
Leider falsch. Ist aber ein anderes Thema.
Dann ist da wohl was schief gelaufen. Allerdings muß ich gestehen, das ich auch erst mit meinem größeren rücken-totalausfall gemerkt habe, das ich finanziell was tun muß und das ist noch nicht zu lang her.
Tja, wenn du nicht örtlich gebunden bist hilft nur anpassen. Es gibt auch regionen in deutschland, wo man mit einem tausender monatlich halbwegs hin kommt. Verstehe aber nicht wie man als beamter so tief fallen kann in der vergütung. Andere werden mit 40 in ruhestand geschickt bei guter gesundheit und wohl auch vollen bezügen. (gab da mal so einen fall, aber schon ein stück her)
Ja so ziemlich genau sah das bei mir auch gute 28 Jahre aus. Ich gehöre leider zu denjenigen für die das zuviel wurde.
Ich kann schon länger auf durchzug schalten und einfach stur weiter machen. Entsprechend mache ich auch was geht und gut. Brauch das nur mittlerweile nicht mehr. Ich bin bei uns der letzte der holz-arbeiten macht und mir fällt auch niemand ein, der so viel aufwand wie ich bei der reperatur von holzböden (aktuell schwingboden in turnhalle) betreibt.
 
Ich finde es viel mehr Populismus, so zu tun als ob man relevante Erträge aus Kapitalerträgen für die Krankenkasse erzeugen kann und dabei nur jene zu belasten, die nur oder weitgehend von Kapitalerträgen leben.

Warum?

a.) es gibt überhaupt nicht so viele Menschen, die sich in dieser Situation befinden
b.) diese sind heute in der Regel privat versichert
c.) Wenn sie freiwillig gesetzlich versichert sind, dann zahlen sie bereits entsprechend Beiträge, auch auf Ihre Kapitaleinkünfte ( https://www.tk.de/techniker/leistun...ersichert-nicht-erwerbstaetig-2006970?tkcm=ab )

Will man diese also heranziehen und relevante Mehreinnahmen generieren, dann muss man:

a.) private Krankenkassen abschaffen
b.) die Beitragsbemessungsgrenzen abschaffen

wobei b. dann wieder schön in der Breite wirkt.

Oder glaubt jemand, dass eine Regelung rechtlich möglich ist. Bei der man auf Kapitalerträge von 300.000+ zusätzliche Sozialabgaben zahlen muss. Wer das glaubt, hat das System nicht verstanden.
 
Ja, auch so eine Milchmädchenrechnung, denn die SPD vergleicht die durchschnittlichen Beiträge zur KV, bei denen die PV ca. 100 Euro günstiger ist, ignoriert aber, dass viele Privatversicherte Beamte sind und daher Tarife bezahlen die auf den Leistungen der Beihilfe aufbauen. Es also nur eine "Restkostenversicherung" ist.

Der Anspruch auf Beihilfe erlischt, wenn der Beamte gesetzlich versichert ist. Und es gibt noch nicht einmal in allen Bundesländern eine pauschale Zahlung des Dienstherren, so wie bei den freiwillig versicherten Angestellten. Ergo muss man ziemlich blöd sein um als Beamter in der GKV zu sein. Man zahlt mehr Geld für schlechtere Leistungen. Das könnte die Politik leicht lösen, wenn die Beihilfe durch einen pauschalen Zuschuss zur Krankenkasse ersetzt werden würde. Dafür braucht man die privaten Versicherungen nicht einmal abschaffen.
 
Also, los, bitte, mach es und ziehe jedem pauschal 20% Steuern und noch mal 20% Sozialbeiträge ab, auch dem Geringverdiener. Da gehen dann die Leute auf die Barrikaden, aber bitteschon, nur zu.
Die Steuererklärung auf dem Bierdeckel, den zugehörigen Kanzler bekommen wir wohl demnächst. Ich fand die Idee übrigens sympathisch, weil sie 99% der Bürokratie in dem Bereich abschaffen.
Sämtliche Einnahmen werden besteuert. Da brauchst du nur addieren zu können. Dann einmal deinen (deine) Freibeträge für das Existenzminimum abziehen und dann durch 4 (waren glaube ich mal 25% gedacht, bei 20% durch 5).

Das, was es für Vermögende leicht macht, sind gerade die Ausnahmen. Niemand mit Jahreseinkommen von unter 100T€ hat wirklich die Chance, von so Ausnahmen zu profitieren.

Jeder ab 1 Mio € kann es sich aber locker leisten, für 1-2% nach legalen Lücken suchen zu lassen, um dann 39% Steuern zu sparen.
Bei Pauschalen, die nicht umgangen werden können, würde sicherlich erheblich mehr Geld vor allem von sehr reichen Menschen reinkommen, als jetzt. Es fühlt sich meist ungerecht an, wäre es aber aus meiner Sicht überhaupt nicht. Denn die Ausnahmen machen es möglich, dass reiche prozentual die Möglichkeit haben, viel weniger als nicht reiche Menschen zu bezahlen.
Wer viel hat, muss viel bezahlen damit man den Armen mehr geben kann
Ich würde den Schwerpunkt nicht auf die Armen, sondern auf die Finanzierung des Gemeinwohls sehen (Infrastruktur, Bildung, Sicherheit, Gesundheit).
Mir geht es nicht um Gleichheit sondern um Gerechtigkeit. Gleichheit wäre für alle 25% Steuer auf jedes Einkommen. Gerechtigkeit ist ein progressives Steuersystem in dem starke Schultern mehr leisten als die schwachen.
Kann man auch stufenweise machen. Wichtig ist, keine Ausnahmen zu schaffen. Die machen Umgehung erst möglich und schaffen Bürokratie.
 
Ja, auch so eine Milchmädchenrechnung, denn die SPD vergleicht die durchschnittlichen Beiträge zur KV, bei denen die PV ca. 100 Euro günstiger ist, ignoriert aber, dass viele Privatversicherte Beamte sind und daher Tarife bezahlen die auf den Leistungen der Beihilfe aufbauen. Es also nur eine "Restkostenversicherung" ist.

Der Anspruch auf Beihilfe erlischt, wenn der Beamte gesetzlich versichert ist. Und es gibt noch nicht einmal in allen Bundesländern eine pauschale Zahlung des Dienstherren, so wie bei den freiwillig versicherten Angestellten. Ergo muss man ziemlich blöd sein um als Beamter in der GKV zu sein. Man zahlt mehr Geld für schlechtere Leistungen. Das könnte die Politik leicht lösen, wenn die Beihilfe durch einen pauschalen Zuschuss zur Krankenkasse ersetzt werden würde. Dafür braucht man die privaten Versicherungen nicht einmal abschaffen.
Oder das Beamtentum einfach abschaffen. Aber das wird nicht passieren!
 
Was ja auch wieder eine dumme Idee wäre, denn wer möchte schon ein Streikrecht für Polizei und Feuerwehr?
 
Was ja auch wieder eine dumme Idee wäre, denn wer möchte schon ein Streikrecht für Polizei und Feuerwehr?
Im Prinzip läufts darauf hinaus:
Welche Tätigkeit ist Systemrelevant und welcher nicht?
Und man muss unterscheiden, das gerade bei der Feuerwehr viele "freiwillig" sind.
Das System funktioniert nur so lange und noch, weil es den freiwilligen Feuerwehren bisher gelingt, Nachwuchs zu rekrutieren und meist mehrere Züge vorhalten, obwohl sie zur Erfüllung nur 1 oder 2 benötigen.
Da ist keiner verbeamtet, soweit ich weiss.
Tatsächlich ist es aus meiner Sicht lediglich bei der Exekutive, sprich Polizei notwendig, einen Beamtenstatus aufrecht zu erhalten.
Über alle anderen Beamtenfunktionen kann man sich trefflich unterhalten.
 
Man beachte den Unterschied: In Kiel liegt immer ein Austauschtor bereit (genauer: je eins für beide Schleusentypen, wobei durch die alten halt nur Kleinkram passt) und wenn ein monatelanger Ausfall drohen würde, hat man afaik auch noch Pläne, die beschädigte Schleusenkammer komplett abzudichten und mit der zweiten alleine weiter zu machen.
Du bist nicht auf der Höhe der Zeit. Es gibt derzeit nur 2 Schleusenkammern. Die beiden alten Schleusenkammern sind aktuell Deutschlands größte Sandkiste, weil die seit Andi (be)Scheuer(t) mit Sand verfüllt sind. :stupid:

Es liegt auch nicht immer ein Austauschtor bereit. Aktuell z.B. nicht. Auch beim letzten Mal, wo binnen kürzester Zeit Tore beider Kammern gerammt wurden, lag keines bereit. Richtig weird wird es, wenn man mitbekommt, wie das Austauschtor am Südufer liegend gerammt wird, weil man nicht eines der aktiven Tore rammen will. :ugly:
 
Man wird immer Ausnahmen haben, weil die Lobbyisten dafür sorgen werden.
Und Bürokraten möchten ja auch beschäftigt werden, die schreiben auch an den Gesetzen mit. Außerdem wollen wir ja bis in die Einzellfallebene alle Eventualitäten abdecken.
Dann wird halt aus von allen deinen Einnahmen gehen 20% an den Staat, der damit Straßen und Schulen baut und für deine Sicherheit sorgt, eins der kompliziertesten und unübersichtlichsten Steuermonster der Welt (Unübersichtlich können aber auch andere). Es würde durchaus anders gehen.

Hier mal was aus 2003
Und was zu den Steuerarten
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn die kommende Bundestagswahl hier weiter diskutiert werden soll, bitte ich darum den Namen des Threads entsprechend anzupassen.

Das hier dürfte zum Thema gut passen:

Frankfurter Rundschau schrieb:
Es wird langsam ernst im Wahlkampf um die Bundestagswahl 2025. Doch laut neuer Umfrage steigt die Zahl der Nicht-Wähler dramatisch an – das gab es so noch nie.

PS: Ok, dann gar keine Diskussionen zum wichtigsten Thema in den nächsten Monaten mehr hier im Forum. Mein Beitrag zeigt das auch gut an, dass viele Bürger ebenfalls nicht interessiert sind, merkwürdig.....
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich finde es viel mehr Populismus, so zu tun als ob man relevante Erträge aus Kapitalerträgen für die Krankenkasse erzeugen kann und dabei nur jene zu belasten, die nur oder weitgehend von Kapitalerträgen leben.
Ist es auch, weil man die mit viel Geld so gar nicht erwischt. Die finden ihre Schlupflöcher.
Die Steuererklärung auf dem Bierdeckel, den zugehörigen Kanzler bekommen wir wohl demnächst. Ich fand die Idee übrigens sympathisch, weil sie 99% der Bürokratie in dem Bereich abschaffen.
Sämtliche Einnahmen werden besteuert. Da brauchst du nur addieren zu können. Dann einmal deinen (deine) Freibeträge für das Existenzminimum abziehen und dann durch 4 (waren glaube ich mal 25% gedacht, bei 20% durch 5).
Schön wär's.
Das, was es für Vermögende leicht macht, sind gerade die Ausnahmen. Niemand mit Jahreseinkommen von unter 100T€ hat wirklich die Chance, von so Ausnahmen zu profitieren.

Jeder ab 1 Mio € kann es sich aber locker leisten, für 1-2% nach legalen Lücken suchen zu lassen, um dann 39% Steuern zu sparen.
Eben das.
Derzeit ist das System derart kompliziert, dass selbst Steuerberater und Anwälte oft nicht alle Mittel und Wege kennen. Nicht ohne Grund gibt es einen Unterschied, wie viel ein Anwalt/Steuerberater verlangen kann und warum Leute, die sich da einen guten leisten können, auch ordentlich davon profitieren.
Der Versuch, es für alle gerecht zu machen, hat durch die Hintertür dafür gesorgt, dass es für die meisten ungerecht wurde.
Ich würde den Schwerpunkt nicht auf die Armen, sondern auf die Finanzierung des Gemeinwohls sehen (Infrastruktur, Bildung, Sicherheit, Gesundheit).
Das wäre herrlich, blöderweise ist es nicht so.
 
Und man muss unterscheiden, das gerade bei der Feuerwehr viele "freiwillig" sind.
Feuerwehr ist ein Fall für sich. Denn wenn nicht genug freiwillig sich melden, wird es zur Pflicht, die bei Nichteinhaltung auch entsprechend sanktioniert werden kann.

Schonvermögen ist nur eine Ausrede den eigenen Wohlstand zu retten.
Das Schonvermögen ist mit Sicherheit kein überschwänglicher Luxus, z.B. in Form von 5 Villen, 3 Jachten und ein lindnerischer Privatjet. Das geben weder SGB II noch SGB XII her.

Richtig! Ab April.
Dann auf zu neuen Abenteuern, z.B. in diese Richtung:
ffdac42a-f53e-42c4-a81d-d38e5d731e56.jpg

Ich hab den Eindruck, es wird hier über Steuern und Finanzen des Staates diskutiert, du nicht?
Ironischerweise waren die Zeiten der Koalition aus SPD und FDP, als z.B. die Spitzensteuersätze für Einkommen auf 56% und bei der Körperschaftssteuer auf 56% bei Gewinnausschüttung bzw. 36% bei Thesaurierung erhöht wurden, die Zeiten mit der höchsten Wahlbeteiligung in der Geschichte der Bundesrepublik.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist es auch, weil man die mit viel Geld so gar nicht erwischt. Die finden ihre Schlupflöcher.
Nö, primär weil im Konzept der Grünen gar keine "Freigrenzen" vorgesehen sind.

"Die Beitragsbemessung werden wir reformieren und beispielsweise auch Kapitaleinnahmen zur Finanzierung unseres Gesundheits- und Pflegesystems heranziehen"

Die Freibeträge und die Eingrenzung auf "Reiche" ist nur die Reaktion darauf, dass die Idee nicht gut ankam. Obwohl die Idee gut ist und sinnvoll. Dazu bei Beitragsbemessungsgrenze komplett abschaffen und alle in eine GKV zahlen lassen.
 
Denn wenn nicht genug freiwillig sich melden, wird es zur Pflicht, die bei Nichteinhaltung auch entsprechend sanktioniert werden kann.
Das Gesetz dazu würde ich gerne verlinkt bekommen. Oder meinst du, so würde es dann wohl kommen?

Jedenfalls, vielleicht ist ja auch das gemeint, würde ohne freiwillige Feuerwehr die öffentliche Verwaltung sicher ein Haufen Geld für Festangestellte dafür ausgeben müssen.

Oder andersrum, freiwillige Feuerwehr nimmt Berufsfeuerwehr die Arbeitsplätze weg... :D
 
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