News Steam zeigt nun deutlich, dass man Spiele nicht mehr "kauft"

Das ist zwar höchst ärgerlich, aber zu Zeiten der Datenträger gab es die Patches als exe-Download. Mitunter wurde in späteren Patches sogar der Kopierschutz entfernt, sodaß man nicht einmal mehr den Datenträger braucht.
Kann mich erinnern, allerdings war es mitunter recht schwer die Patch-Dateien, gerade älterer Titel noch online zu finden. Und auch äußerst lästig mehrere Updates eins nach dem anderen durchführen zu müssen.
Naja, das ist ja nicht dasselbe sondern eher eine Abhängigkeit wie bei den Launchern auf dem PC. Die früheren Lizenzvereinbaren waren doch rein hypothetischer Natur, weil die Software anonym im Laden gekauft wurde und der Publisher somit überhaupt niemals erfahren wird, mit wem er die Lizenzvereinbarung abschloss. Da haben sie überhaupt keine Handhabe.
Rein technisch ist es möglich. Titel haben schon in den frühen 00er Jahren nachhause telefoniert und ab einer gewissen Anzahl an Installationen den Dienst versagt. Das ließe sich auch nachträglich "patchen".

Das die Spiele-Branche, im Gegensatz zur Musikindustrie, in den letzten 20 Jahren darauf umgeschwenkt ist, ihre Werke in nur bedingt bis unbrauchbarem Zustand auszuliefern, sollte eigentlich nicht mit Sonderrechten belohnt werden. Ein Launcher, der permanent auf meinem System mitläuft und Verbindungen zu diversen Servern unterhält, bietet in erster Linie Sicherheits-, Kompatibilitäts-, Datenschutz- und Performance-Risiken. "Unverhältnismäßig viel mehr Komfort" würde dagegen ein Datenträger bedeuten, von dem ich eine bug-bereinigte, vollständige Version des Spiels installieren kann. So, wie es bis zur Jahrtausendwende bei einer Mehrheit der veröffentlichten Titel üblich war – und wehe dem Publisher, der beim Testing gespart und mehrere große Bugs übersehen hat. Das konnte einem richtig die Verkäufe ruinieren (und zwar nicht nur von dem direkt betroffenen Titel), obwohl der kleinere Markt Spielern damals weniger Alternativen ließ, oder hohe Folgekosten für den physischen Versand von Patches an registrierte Kunden nach sich ziehen.
Darum schrieb ich ja "zum Glück". Ich bin kein Fan der Entwicklung, sehe aber eben Unterschiede zwischen Spielen und Musik/Video. Qualitätsmäßig sticht eine BluRay Streaming und Online-"Käufe" eigentlich immer aus. Musik war da lange ähnlich durch das mp3 Zeitalter, verlustfreie Formate sind aber mittlerweile üblich sodass die CD weniger interessant ist als Medium. Bei beiden teilt es sich immer mehr auf in Liebhaber (4k mit Autorenkommentar, Vinyl) und Konsumenten (Streamingdienste) auf.
Bei Spielen hattest du von vornherein ungeachtet des Mediums (physisch oder Launcher) die gleiche "Qualität", das Spiel ist ja nicht anders. Es lässt sich durch automatische Updates und dergleichen sogar argumentieren das Launcher das "bessere"/komfortablere Medium waren, zumindest für jeden mit brauchbarem Internet. Das 4k/Vinyl-Äquivalent wären wohl Collector's Editions die aber oft empfindlich teurer sind.

Und Bugs und Patches hab ich in Erinnerun schon bevor es Steam gab. Also da korreliert das Ganze nur. Denn die heiß ersehnten Titel wurden immer schon gekauft, ungeachtet der Qualität. Den meisten Menschen mangelt es nunmal an Selbstbeherrschung.
 
Weil GOG sich an die Lizenzen des geistlichen Eigentümers halten muss, bei HZD ist es halt Sony.
Sony gibt eine Verkaufslizenz an GOG und GOG hat dann das Recht Einzel-Lizenzen zu verkaufen.
Allerdings gibt Sony vor was in der Einzel-Lizenz steht, oftmals die AGBs die beim Spielstart angezeigt werden.
Und in der steht, das Sony das Alleinrecht hat blablabla, PSN bla...

die Diskussion driftet leider schnell in eine Betrachtung der First Sale Doctrine und deren Unterschiede in USA und Europa.

Faktisch ist der "Mehrwert" den Steam den Publishern gibt der Umstand, dass der Wiederverkauf von Software hart unterbunden wird. Allein mit der Wertschöpfung durch billig vom User ankaufen und teurer an andere User weiterverkaufen sind ganze Ketten von Videospielläden entstanden. Das ist Geld auf das die Publisher ebi sich sehen und nicht bei Gamestop und Konsorten. Steam konnte Publishern die auf Konsole gezwungen waren handelbare DVDs zu veröffentlichen immer sagen, schaut her, bei uns gibt es das nicht.

Wenn ein Spiel auf Steam letztes Jahr 2 Millionen Stück verkauft hätte und dieses Jahr 200.000, so hätten diese Kunden wenigstens 200k Verkäufe beim Publisher erzeugt. In einer Ökonomie ganz im Geiste der First Sales Doctrine wäre das nicht möglich. Deswegen werden die Publisher auch weiter alles unternehmen, dass wir als Kunden es als normal erachten nichts zu besitzen.


Was die rechtliche Situation angeht gibt es aktuell vor allem Regulierungsbedarf. Kennzeichnung über die Natur des Geschäftsabschlusses ist da nur der erste Schritt. Nur weil eine Firma etwas in eine AGB reinschreibt müssen wir davor nicht kuschen, auch wenn aktuell auch nicht der Punkt erreicht ist an dem Spieler politische Kampagnen starten. Wenn ich jedoch ins Gedächtnis rufe was Firmen wie Disney in ihren AGBs abziehen (Bsp hier:https://www.nbcnews.com/news/us-new...cant-sue-wifes-death-signed-disney-rcna167310), dann werden auch Spielepublishe rnicht weit davon entfert sein, dass wir bald unsere Grundrechte aufgeben, nur um den nächsten Shooter zu spielen.

Es ist immer lustig, wenn die TV Serie Simpsons etwas vorhersagt, aber leider leben wir in Zeiten in denen zunehmend die Serie South Park Dinge vorhersagt. Da sollten wir weniger Entschuldigungen für Firmen suchen warum diese Recht haben sollten und mehr Pushback auf das Parkett zaubern.
 
Darum waren CDs nie weg und mittlerweile kommen auch Schallplatten wieder in Mode. Zumindest ich hatte nie ein Problem ein Album, das ich wollte, auf CD zu kaufen.
Blu Rays gehen einen ähnlichen Weg wie Vinyl und sprechen eher Sammler mit 4k-Versionen mit vielen Extras an.
Machen wir uns nichts vor. Vinyl ist Nische und die Preise für neue Alben auf Vinyl sind mittlerweile vielfach absurd hoch. Waren bis vor 2-3 Jahren Vinyl Neuerscheinungen meist für 25-27€ zu haben, werden mittlerweile sehr häufig 40-50€ aufgerufen. Ich bin selber Vinyl Liebhaber. Aber den Preisen verweigere ich mich. Sehe ich nicht ein.

CDs sind deutlich im Rückzug. Wie oft hört man, das man alle seine CDs/BluRays oder auch DVDs alle entsorgt/verkauft hat, weil es das alles auch per Streaming gibt. Zudem haben erste Studios schon angekündigt, das man einiges nicht mehr auf BluRay rausbringen wird. Bis vor kurzem gab es hier im örtlichen Blöd-Markt noch reichlich CDs und auch BluRays zu kaufen. BluRays sind deutlich weniger geworden und die CDs hat man radikal auf ungefähr die Top30 zusammengestrichen. Alles andere ist komplett rausgeflogen. Zudem ist die CD/BluRay Abteilung, ich würde es eher Nische nennen, in die abgelegenste Ecke verschoben worden.

Traurig, aber leider Realität. Mir gefällt das ganz und gar nicht. Ich hab auch keinen einzigen Streaming Dienst aboniert. Weder Spotify noch Netflix etc. Ich bevorzuge eindeutig weiterhin das physikalische Medium.
 
Traurig, aber leider Realität. Mir gefällt das ganz und gar nicht. Ich hab auch keinen einzigen Streaming Dienst aboniert. Weder Spotify noch Netflix etc. Ich bevorzuge eindeutig weiterhin das physikalische Medium.

Bei Filmen ist es aber auch tatsächlich so, das die Qualität deutlich besser ist, die es im Streaming nicht gibt. Vergleiche Bluray Filme mit Netflix oder Disney (Den gleichen Film) als 4K Stream. Das ist höchstens 1080p Qualität, meist schlechter, da tot komprimiert. Das ist eigentlich das schlimme daran.
 
Dank Gabe Newell kann ich auf meinen 3 verschiedenen Systemen auf Linux zocken. Ich kann mir die Spiele zu den verschiedenen Steamsales kaufen oder über irgendwelche Keyshops. Ich brauche die Spiele, die ich durch habe, nicht verkaufen da sie eh günstig waren wenn man nicht am ersten Tag das unbedingt braucht. Ein Problem wird sein wenn Gabe nicht mehr den Laden führt und der Nachfolger wer weis was macht. Und wenn sie alle zu gierig werden sollten dann lässt man es und sucht sich ein anderes Hobby.
 
Liebes Forum!

Ich hab quasi alle Beiträge "geliked" die ich gelesen habe. Danke für die - im Vergleich zu anderen Foren zum selben Thema - super Gesprächskultur.

Freut mich extrem PCGH (pun intended). Danke und bleibt behütet!

phila
 
Hat doch nur archäologischen Wert. Die ursprünglichen Binaries laufen auf einem aktuellen Windows ohnehin nicht mehr oder es gibt andere Probleme, weshalb man sich die Spiele kurzer Hand in geeigneter Form aus dem Netz läd.
Da möchte ich doch ein klein wenig widersprechen. Bei mir laufen von Original Datenträger in Windows 11:
- Master of Orion2
- Civilization 3
- Freelancer
- Age of Empires 3
- Call of Duty 2
- Call of Duty Modern Warfare - Steelbox Version
- X-Beyound the Frontier
- X2 Die Bedrohung
- und viele weitere Spiele.
Welche nicht laufen sind die Spiele die damals als Verion "Games for Windows" und das liegt am Kopierschutz
 
Ich werde es nie verstehen, wie man sich so in die Abhängigkeit der digitalen Plattformen begeben kann

Aber das liegt doch auf der Hand:

Die Industrie weiß dies mit dem Faktor „Bequemlichkeit“ zu verkaufen und hat unendlichen Erfolg damit.

Selbstbestimmten Menschen, wir bspw Dir und mir (siehe Signatur unten mit eigenem Filmserver) ist das natürlich ein absolutes Graus.

Aber der oft bequemlich und teilweise gesteuerten Masse ist Bequemlichkeit wichtiger als Eigenverantwortung und Eigentum. Und das weiß die Industrie für sich zu nutzen.
 
Mal sehen ob jetzt ein Markt an Spielen entsteht, die mit einem "wirklich kaufen" Feature werben. Klar, geht auch nur wenn keine Online-Dienste am Spiel hintendran hängen, aber ein Cyberpunk auf GOG kann man noch wirklich besitzen. Ein Horizon: Zero Dawn auf GOG ebenfalls, aber ein Forbidden West schon nicht mehr.
Habe deshalb in den Sauren Apfel gebissen und Baldurs Gate III für 20€ mehr bei GOG statt Steam gekauft.
 
Aber das liegt doch auf der Hand:

Die Industrie weiß dies mit dem Faktor „Bequemlichkeit“ zu verkaufen und hat unendlichen Erfolg damit.

Selbstbestimmten Menschen, wir bspw Dir und mir (siehe Signatur unten mit eigenem Filmserver) ist das natürlich ein absolutes Graus.

Aber der oft bequemlich und teilweise gesteuerten Masse ist Bequemlichkeit wichtiger als Eigenverantwortung und Eigentum. Und das weiß die Industrie für sich zu nutzen.
Genau so sieht es aus, Bequemlichkeit und Achievements haben vor 13 jahren alle Spieler
davon überzeugt das obligatorische Launcher und Accountbindung wie Steam erstklassig sind.
Sogar bis zu dem Irren Punkt das "wir" den vollen Preis bezahlen der eigentlich für eine Physikalische
Kopie war. Oder mehr...

Nur sehr sehr wenige haben sich nicht auf Steam eingelassen, oder haben wie ich gleich beim
erstem Spiel schlechte Erfahrungen gemacht und sich verweigert. Jahrelang ist man dann
der "irre alte Opa" weil man konstant sagt, jub Spiele die einen Drittanbieterlauncher
zuerst starten wenn man die Exe ausführt, das ist einfach Scheiße. Weil es den Publishern
viel zuviel Kontrolle über den Produkt lässt. Ein Produkt was von Rechts wegen dem
Spieler gehört, bzw gehören sollte.

Und hier sitzen wir jetzt halt... mit Steam als quasimonopol und Platformen
wie GoG nur als "Nischenkonkurrent" sozusagen, auch wenn die Shops jetzt endlich die Wahrheit
"sagen" müssen wird es keinen mehr Großartig jucken.

Das schlimme ist alle Entwickler machen jetzt Ihre eigenen Launcher die starten bevor das Spiel
started. Selbt W3 und CP77 haben welche bekommen... einfach zum kotzen.
 
Genau so sieht es aus, Bequemlichkeit und Achievements haben vor 13 jahren alle Spieler
davon überzeugt das obligatorische Launcher und Accountbindung wie Steam erstklassig sind.
Sogar bis zu dem Irren Punkt das "wir" den vollen Preis bezahlen der eigentlich für eine Physikalische
Kopie war. Oder mehr...

Nur sehr sehr wenige haben sich nicht auf Steam eingelassen, oder haben wie ich gleich beim
erstem Spiel schlechte Erfahrungen gemacht und sich verweigert. Jahrelang ist man dann
der "irre alte Opa" weil man konstant sagt, jub Spiele die einen Drittanbieterlauncher
zuerst starten wenn man die Exe ausführt, das ist einfach Scheiße. Weil es den Publishern
viel zuviel Kontrolle über den Produkt lässt. Ein Produkt was von Rechts wegen dem
Spieler gehört, bzw gehören sollte.

Und hier sitzen wir jetzt halt... mit Steam als quasimonopol und Platformen
wie GoG nur als "Nischenkonkurrent" sozusagen, auch wenn die Shops jetzt endlich die Wahrheit
"sagen" müssen wird es keinen mehr Großartig jucken.

Das schlimme ist alle Entwickler machen jetzt Ihre eigenen Launcher die starten bevor das Spiel
started. Selbt W3 und CP77 haben welche bekommen... einfach zum kotzen.
Du musst nicht den vollen Preis zahlen und du kannst außerhalb vom Steam auch shoppen gehen um Steamspiele zu kaufen. Wenn das nicht geht liegt es nicht an Steam sondern am Publisher die keine Keys freigeben außerhalb von Steam siehe z.B. Lalarian. Valve hat dafür gesorgt das ich zum zocken nicht mehr von Windows abhängig bin. Durch die ganzen Launcher wie Steam, Epic usw. komme ich sehr günstig an Spiele wo ich kein Bedürfnis habe ein Spiel wieder verkaufen zu müssen. Und wenn die Plattformen mal dicht machen dann haben wir ganz andere Probleme.
 
Du musst nicht den vollen Preis zahlen und du kannst außerhalb vom Steam auch shoppen gehen um Steamspiele zu kaufen. Wenn das nicht geht liegt es nicht an Steam sondern am Publisher die keine Keys freigeben außerhalb von Steam siehe z.B. Lalarian. Valve hat dafür gesorgt das ich zum zocken nicht mehr von Windows abhängig bin. Durch die ganzen Launcher wie Steam, Epic usw. komme ich sehr günstig an Spiele wo ich kein Bedürfnis habe ein Spiel wieder verkaufen zu müssen. Und wenn die Plattformen mal dicht machen dann haben wir ganz andere Probleme.

Fakt ist, dass das früher das Argument war: "wenn die Spieler sich das Spiel digital kaufen (!), sparen sie sich die Kosten für das Medium, Verpackung und Anleitung. So können wir unsere Spiele digital günstiger verkaufen und die gesparten Kosten an die Spieler weitergeben."

Es geht auch nicht darum, ein Spiel verkaufen zu müssen, sondern die Option zu haben, es verkaufen zu dürfen.

Ich kann zum Beispiel Klassiker wie PGR 1-4, Forza Motorsport 1-6, Gran Turismo 1-6 usw. immer noch spielen, weil ich sie physisch besitze und da quasi keine Lizenzen auslaufen.

Genauso kann ich sie bei Wertsteigerung aber auch verkaufen.
 
Aus Sicht des Verbrauchers, grenzt das schon lange an eine Unverschämtheit. Egal ob DVD oder Digital. Mit der Kaufabwicklung gibt man beiderseitige Willenserklärungen ab, die einen Vertrag nach sich ziehen. Die einseitige Aufkündigung seitens Steam oder wem auch immer ohne triftige Gründe, stellt in meinem Rechtsempfinden einen Vertragsbruch dar. Den Hinweis von Steam, dass ich wohlmöglich vertraglich über den Tisch gezogen werde, empfinde ich nicht als positiv.
 
Böser Denkfehler. Jedes Medium hat ein Verfallsdatum. Und die gepresste CD mag 30 Jahre halten...aber die ganzen patches und später nötigen Cracks für den nicht mehr supporteten Kopierschutz wurden auf CDs "gebrannt". Eben diese habe ich vor kurzem gefunden. Schön sicher, dunkel und bei Zimmertemperatur gelagert. SPOILERALARM: Je nach Güte war die beschichtung oxidiert oder löste sich von selbst.

Meine allererste gebrannte CD von 1995 läuft immer noch. Habe mal geschaut was da drauf war... 600MB nur MOD Files als Backup von meinem Amiga. Habe die nun alle aufs NAS kopiert und die CD wieder in den Schrank gelegt.

Grundsätzlich ist es heute ja einfacher freie Kopien seiner Software zu machen. Spiel kaufen, patche drüber laufen lassen, dann den nocd patch drüberbügeln und aufs NAS kopieren. Die Kopie wird immer laufen... :ugly:
 
Ich kann zum Beispiel Klassiker wie PGR 1-4, Forza Motorsport 1-6, Gran Turismo 1-6 usw. immer noch spielen, weil ich sie physisch besitze und da quasi keine Lizenzen auslaufen.
Und wer bei den Forza Motorsport/Horizon- oder Gran-Turismo-Spielen statt der Retail-Version eine digitale Lizenz erworben hatte (sofern es eine gab), kann auch diese heute noch spielen und die Spiele bei Bedarf erneut herunterladen.

Oder bei welchen digitalen Versionen dieser Rennspiele ist das nicht mehr möglich? Nur weil viele ältere Spiele aus den digitalen Verkaufsregalen verschwinden, schränkt das nicht zwingend die Nutzung bereits verkaufter Lizenzen ein.
 
Da möchte ich doch ein klein wenig widersprechen. Bei mir laufen von Original Datenträger in Windows 11:
Danke, dass Du Dir die Mühe gemacht hast Deine kleine Liste hier einzustellen. Es gibt aber natürlich genügend Gegenbeispiele wie z.B. Dungeon Keeper, das heute nicht mehr vernüftig läuft, weshalb sich das Open Source Remake Keeper FX etabliert hat.

Der springende Punkt ist: Um ein Spiel tatsächlich dauerhaft zu erhalten, benötigt man dessen Quellcode und Leute, die sich um die Wartung des selbigen kümmern.

Eine recht neue Alternative dazu sind Container wie man sie über die Linux Namespaces implementieren kann. Damit ist es tatsächlich möglich ein Spiel nebst Laufzeitumgebung zu konservieren. Zumindest in der Theorie. Unter Linux aber auch zunehmend in der Praxis. Valve hat u.a. dafür 'Pessure Vessel' entwickelt, eine Art Flatpak für Spiele. Das gibt es aber natürlich nur für Linux.

Unter Windows existiert keine vergleichbare Basistechnik zu Linux Namespaces. Da bleibt einem dann nur eine VM oder das Linux-Subsystem (siehe Docker).

Das Thema ist weitaus komplexer als viele glauben ohne darüber nachgedacht zu haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was hier manche übersehen:
Für die Entwickler/Publisher waren Vertrieb über Plattformen wie Steam nicht nur wegen der Bindung attraktiver, sondern schlicht billiger. Ketten wie MM und Co. nahmen gerne einmal 50% (klar, kommen ja mit Lager-, Vertrieb- und Personalkosten daher), und da ist die Produktion der Datenträger noch nicht einmal miteingerechnet. Da sind ein Steam und Co. mit 30% glatt nunmal schlicht attraktiver. Die entzogene Option zum Wiederverkauf war da wohl eher ein Bonus.

Ich oute mich auch hier und sage ich kaufe lieber auf Steam als auf GOG. War lange umgekehrt, aber die leeren Versprechungen seitens GOG von vor ein paar Jahren bezüglich Linux-Supports nehme ich ihnen bis heute übel. Vor allem, da nichts in die Gegenrichtung deutet. Dank Steam hat Linux im Spielebereich die wohl größten Sprünge seit Entstehung gemacht. Und sofern Valve nicht nach Gabens Abgang an einen Investmentfond verkauft, gehe ich davon aus, dass mich Steam ohne große Umbrüche überlebt. Bei so viel Kohle wie die scheffeln+niedrigem Overhead sind die auf Jahrzehnte hinweg durchfinanziert.
Wo ich mich aber verweigere sind Titel mit Accountzwang/Launcher im Launcher. Darum sind neue EA und Ubisoft-Titel hinfällig. Bis auf den Mass Effect Remaster allerdings kein großer Verlust...
CDs sind deutlich im Rückzug. Wie oft hört man, das man alle seine CDs/BluRays oder auch DVDs alle entsorgt/verkauft hat, weil es das alles auch per Streaming gibt. Zudem haben erste Studios schon angekündigt, das man einiges nicht mehr auf BluRay rausbringen wird. Bis vor kurzem gab es hier im örtlichen Blöd-Markt noch reichlich CDs und auch BluRays zu kaufen. BluRays sind deutlich weniger geworden und die CDs hat man radikal auf ungefähr die Top30 zusammengestrichen. Alles andere ist komplett rausgeflogen. Zudem ist die CD/BluRay Abteilung, ich würde es eher Nische nennen, in die abgelegenste Ecke verschoben worden.
Wie gesagt, der Markt splittet sich dort mMn immer mehr in Sammler die Liebhaberpreise zahlen und Konsumenten die x Streamingdienste abonieren (und vermutlich sogar teurer unterwegs sind :ugly:). Die Sammler im Spiele-Markt (=Collector's Edition) haben aber seit jeher auch nur noch einen Plattform-Key dabei, da wie gesagt Spiele bei Auslieferung selten "final"/fertig sind. Hier sehe ich den entscheidenden Unterschied.

Es kommt auch darauf an, was man kauft. Mainstream und "Klassiker" kommen oft mit künstlichem Preisaufschlag daher. Die CDs die ich neulich (August) gekauft habe von einem kleineren Künstler bekommst du nur online und die Vinyl-Ausgaben kosten im Bundle unter 20€, bzw. einzeln auch nur 25€. Wobei mich die Doppel-LP vom neuen Eminem Album ab 35€ jetzt auch nicht erschreckt.
MM und Co. würde ich sowieso nicht als Maßstab hernehmen. Dort bekommst du vieles nicht einmal mehr, bzw. haben die schon vor 15-20 Jahren alles was nicht Mainstream war extra bestellen müssen. Online sieht es da schon wieder anders aus.
Traurig, aber leider Realität. Mir gefällt das ganz und gar nicht. Ich hab auch keinen einzigen Streaming Dienst aboniert. Weder Spotify noch Netflix etc. Ich bevorzuge eindeutig weiterhin das physikalische Medium.
Same. Allerdings betreibe ich meinen eigenen Streaming-Dienst mit Jellyfin falls ich mal unterwegs schauen will (Klarerweise in etwas schlechterer Qualität). Zäh sind halt plattformexklusive Titel.
 
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