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Steam: Selbst nach dem Tod kann man seinen Account nicht einfach weitergeben

Xzellenz

Software-Overclocker(in)
Wie sollen sich daraus denn lizenzrechtliche Probleme ergeben? Wenn ich meine PS4 verleihe und ich habe auch einige digitale Spiele installiert und die werden dann von einem Kollegen gespielt, wo ist denn dann das Problem? Ich meine allgemein, es wird nie herauskommen ob ich spiele oder jemand anderes. Warum sollte man außerdem auch nicht seinen Account verkaufen dürfen? Da stecken bei vielen Spielern bestimmt mehrere tausend Euro dahinter. Als ob man das einfach so hinnimmt. Ich betrachte Steam als eine Plattform zum Spielen sowie Kauf von Spielen und die Spiele in meiner Bibliothek als meinen Besitz, mir egal was in den AGBs steht.
 

AlphaMale

Software-Overclocker(in)
Ohja, gut zu wissen. Diese Info ist überaus elementar. Darüber muss ich gleich meine engsten Familienangehörigen drüber informieren. Nicht, das sich da schon jemand evtl. falschen Hoffnungen macht.
Danke PCGH und Eurogamer...das ihr da so hartnäckig dran seid ! :daumen:

//Achtung, dieser Beitrag könnte Spuren von Sarkasmus enthalten.
 

takan

Software-Overclocker(in)
Wie sollen sich daraus denn lizenzrechtliche Probleme ergeben? Wenn ich meine PS4 verleihe und ich habe auch einige digitale Spiele installiert und die werden dann von einem Kollegen gespielt, wo ist denn dann das Problem? Ich meine allgemein, es wird nie herauskommen ob ich spiele oder jemand anderes. Warum sollte man außerdem auch nicht seinen Account verkaufen dürfen? Da stecken bei vielen Spielern bestimmt mehrere tausend Euro dahinter. Als ob man das einfach so hinnimmt. Ich betrachte Steam als eine Plattform zum Spielen sowie Kauf von Spielen und die Spiele in meiner Bibliothek als meinen Besitz, mir egal was in den AGBs steht.
ich warte immer noch auf den aktuellen fall aus frankreich bzw. vom eugh zum weiterverkauf von steam games. in frankreich hat valve ne schelte kassiert. aber pustekuchen, finde nirgens eine news.
 

Albatros1

Freizeitschrauber(in)
Wenn man das diesbezügliche Spektrum betrachtet das im Bereich Erbe liegt kommen schon Probleme auf, wenn man zugehörige Passwörter nicht kennt.
 

Thomas5010

Komplett-PC-Käufer(in)
Das mit dem Tod der Account endet, ist nachvollziehbar. Abertausende Accounts von Verstorbenen würden immer und immer wieder verkauft werden und letztendlich auf dem Schwarzmarkt landen. Es ist problematisch wenn eine große Menge von Accounts durch das Internet wabern würden.

Schlussendlich könnte auch jeder, der sich illegal Zutritt zu einem Account verschafft hat, behaupten er hätte diesen von einer Person vermacht bekommen. Hieraus entsteht dann ein hoher Bürokratieaufwand, da Nachweise erforderlich wären, die dann Steam kontrollieren und anfordern müsste.

Datenschutz und Erbrecht jetzt einmal aus der Diskussion herausgenommen.
 

Albatros1

Freizeitschrauber(in)
Das mit dem Tod der Account endet, ist nachvollziehbar. Abertausende Accounts von Verstorbenen würden immer und immer wieder verkauft werden und letztendlich auf dem Schwarzmarkt landen. Es ist problematisch wenn eine große Menge von Accounts durch das Internet wabern würden.

Schlussendlich könnte auch jeder, der sich illegal Zutritt zu einem Account verschafft hat, behaupten er hätte diesen von einer Person vermacht bekommen. Hieraus entsteht dann ein hoher Bürokratieaufwand, da Nachweise erforderlich wären, die dann Steam kontrollieren und anfordern müsste.

Datenschutz und Erbrecht jetzt einmal aus der Diskussion herausgenommen.
Nun ja, ich kann CDs auch immer und immer wieder verkaufen oder vererben.
Ein altes Problem, da digitale Dinge als Wegwerfware behandelt werden. Bei Firmen ist das natürlich anders.
 

KnaTTerMaxe

Kabelverknoter(in)
Mir scheint der Account ist gar nicht personenbezogen und muss daher auch nach dem Tod überhaupt nicht weitergegeben werden!

Wer die Zugangsdaten hat, dem gehört er auch. Ist doch ganz einfach. :daumen:
... na wenn das SO einfach ist - ich komme an deine Bankdaten und alles ist meins.
Ganz einfach ... :klatsch:

Und du heulst rum ... mimimi ... mein Geld ... :lol:
 

Karotte81

Software-Overclocker(in)
... na wenn das SO einfach ist - ich komme an deine Bankdaten und alles ist meins.
Ganz einfach ... :klatsch:

Und du heulst rum ... mimimi ... mein Geld ... :lol:
Wer so blöd ist, anderen seine Daten zu geben samt PiN etc darf ruhig gerne mal ne Lektion erhalten :D

Aber ich verstehe auch das Problem nicht, und das meint Maxe sicher, Daten einfach weitergeben an die gewünschte Person = Profit!
 

MrSnickles

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Valve will natürlich weiter spiele verkaufen.
Mich wundert es das sie nicht nach so und soviel Zeit der nicht Nutzung eines Accounts diesen nicht einfach komplett sperren oder löschen.
 

B00

Kabelverknoter(in)
Valve will natürlich weiter spiele verkaufen.
Mich wundert es das sie nicht nach so und soviel Zeit der nicht Nutzung eines Accounts diesen nicht einfach komplett sperren oder löschen.
Ich stelle mir das so vor: Jeder nicht gelöschter oder gesperrter User gilt als aktiver User.
So kann Valve ordentlich prahlen, wie viele aktive User sie haben.
 

Palmdale

BIOS-Overclocker(in)
Das mit dem Tod der Account endet, ist nachvollziehbar. ...

Datenschutz und Erbrecht jetzt einmal aus der Diskussion herausgenommen.
Ist es das? Nur weil es sich um "digitale" Nutzungsrechte handelt, die gegen Entgelt erworben wurden und an einen Account gebunden sind kann Valve mMn eigentlich nicht einfach sagen "Tja schön wars, User tot, Account wird gelöscht".

Zwar ist es mit einem Facebook-Account nicht ganz vergleichbar, doch auch hier stellte der BGH deutlich klar, dass die Erben Zugriff erhalten müssen (https://www.tagesschau.de/wirtschaft/facebook-konto-erben-tod-101.html)

In Steams AGB steht lediglich: »Es ist Ihnen untersagt, Ihr Kennwort oder Benutzerkonto Dritten offenzulegen bzw. zugänglich zu machen oder Dritte sonst Ihr Kennwort oder Benutzerkonto nutzen zu lassen, es sei denn, Valve hat dem ausdrücklich zugestimmt.«

Es ist etwas umfangreich, das Erbrecht und die jüngsten BGH Entscheidungen hier auszuwalzen (gibts nen guten Artikel bei Gamestar Plus - https://www.gamestar.de/artikel/kann-ich-meine-steam-bibliothek-vererben,3363413.html), doch müsste eben jemand dies mal bis zum BGH durchpeitschen, um ein für allemal zu klären, wie es bei digitalen Accounts zu handhaben ist. Unser Leben spielt sich mehr und mehr in digitalen Accounts ab und es ist schon fraglich, weshalb eine digitale Plattensammlung bei Amazon/iTunes anders zu handhaben ist als die offline Variante.
 

KremitTheFrag

Kabelverknoter(in)
Wie sollen sich daraus denn lizenzrechtliche Probleme ergeben? Wenn ich meine PS4 verleihe und ich habe auch einige digitale Spiele installiert und die werden dann von einem Kollegen gespielt, wo ist denn dann das Problem? Ich meine allgemein, es wird nie herauskommen ob ich spiele oder jemand anderes. Warum sollte man außerdem auch nicht seinen Account verkaufen dürfen? Da stecken bei vielen Spielern bestimmt mehrere tausend Euro dahinter. Als ob man das einfach so hinnimmt. Ich betrachte Steam als eine Plattform zum Spielen sowie Kauf von Spielen und die Spiele in meiner Bibliothek als meinen Besitz, mir egal was in den AGBs steht.

Naja, nicht herauszubekommen und erlaubt sind zwei Paar Schuhe.

Ebenso wie du die Spiele nicht besitzt, sondern eine Nutzungslizenz erworben hast. Besitz an an tatsächliche Sachherrschaft geknüpft. Eigentum ginge nochmals darüberhinaus und gibt es bei Computerspielen schon lange nicht mehr. Bei einem Nutzungsrecht hat man sich zu einer persönlichen Nutzung verpflichtet und zugestimmt, die Accountdaten nicht weiterzugeben. Da sind Vertragsstrafen durchaus möglich, wenn dagegen verstoßen wird und diese ebenfalls mit vereinbart wurden.

Das juristische Problem bezogen auf eine Erbschaft liegt darin, dass man zunächsteinmal nur ein Nutzungsrecht erwirbt.

Jetzt stellt sich der gewogene Jurist die Frage, ist der Account, in welchem die Nutzungsrechte verwaltet und zum Abruf bereitgehalten werden ein nicht übertragbares, höchstpersönliches Recht, welches nicht Teil einer Erbschaft wird. Oder sind einzelne Spiele bzw. sind die Achievments der Spiele solch ein höchstpersönlicher Charakter, der dies ausschließt. Unterscheidet man z.B. Multiplayerspiele von Singelplayerspielen und sagt die Multiplayer Ränge/Achievments/Klassen sind so personalisiert und höchstpersönlich, diese verhindern einen erbrechtlichen Übergang. Gehen Singelplayerspiele dann einfach über? Was ist, wenn jemand in einem Singelpülayerspiel ein besonders seltenes Achievment erreicht hat, begründet dieses wieder eine Höchstpersönlichkeit, den den Übergang verhindert? Höchstpersönlich ist z.B. eine Anstellung. Wenn ein Vater verstirbt, kann seine Tochter nicht zu dessen Arbeitgeber gehen und sagen, super, ich such gerade nen Job, jetzt hab ich den von meinem Vater geerbt, du musst mich weiterbeschäftigen. Von dieser Art Höchstpersönlichkeit ist im Folgenden die Rede.

Ich meine mich erinnern zu können, in der Gamestar war in den letzten Monaten ein entsprechender Bericht zum Thema Erbschaft von Steamaccounts abgedruckt. (Einer der wenigen Artikel, die ich dort seit Jahren mal wieder gelesen habe. Und mir fehlen nur 4 Ausgaben seit erscheinen) Die Auffassung des interviewten Kollegen dort teile ich zwar nicht, aber es gibt nach meinem Wissen weder Dissertationen noch weitergehende Rechtsprechung zu dem Thema.

Einzig gibt es mittlerweile zwei Urteile des BGH bzgl. eines Facebookaccounts. Wenn man diese zugrundelegt, dann geht der Steamaccount zwar mit als Erbe über, jedoch besteht lediglich ein Anspruch auf Zugang zum Account, nicht auf dessen Nutzung.

z.B. durfte Facebook es unterbinden, dass Eltern mit dem Account der verstorbenen Tochter Posts veröffentlichen (was diese aber wohl kaum vor hatten, vermute ich mal). Als Facebook die Inhalte des Accounts der Tochter dann jedoch auf einen Stickgezogen und herausgegeben hatte, wurde geurteilt, es muss schon Zugang zum System gegeben sein, dieser darf jedoch eingeschränkt werden.

Auf Steam übertragen bedeutet dies, dass Erben wohl Zugriff auf die Bibliothek nehmen können, jedoch die enthaltenen Spiele nicht selbst installieren und starten dürften.

Und hier liegt die Crux der Entscheidungsvergleichbarkeit. Es können durchaus noch private Daten in einem Spielaccount vorhanden sein, welche einen persönlichen, ggf. emotionalen Wert haben und die Teil des Nachlasses geworden sind. Da stellt sich dann die Frage, warum ich darauf nicht zugreifen sollen dürfte.

Als Beispiel fällt mir eine Anekdote ein, die ich wiederholt auf verschiedenen Seiten gelesen habe. Ob diese stimmt oder nicht, ist für das Beispiel egal. Ein Jugendlicher findet auf einer Konsole ein Rennspiel, in welcher die Bestleistung des verstorbenen Vaters als Geisterfahrer in den Zeitfahrrunden angezeigt wird. Dies hat durchaus einen sehr persönlichen Wert, da Erinnerungen an den Vater aufleben und man sich mit diesem "Messen" kann. Warum sollte soetwas, das durchaus mit einem Brief oder Tagebuch vergleichbar sein kann, nur deswegen dem Erben entzogen werden können, weil es sich um ein Nutzungsrecht handelt?

Ich persönlich bin für den erbrechtlichen Übergang von Nutzungsrechten jeder Art, ggf. mit Sonderkündigungsrechten, wie sie im Mietrecht auch bestehen. Was draus wird, hängt indes von Politikern ab, die irgendwann das ganze mal in Gesetzesform klarstellen sollten. Das wird noch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern.
 

Dragonskull

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Darin zitieren die Autoren unter anderem eine Passage aus den Nutzungsbedingungen - aus der keine entsprechende Übertragungsmöglichkeit hervorgeht. Denn konkret heiß es dort:

"Ihr Benutzerkonto und alle damit verbundenen Informationen (z.B.: Kontaktinformationen, Rechnungsadresse, Kontenverlauf und Abonnements, usw.) sind vertraulich. Dementsprechend ist es Ihnen nicht gestattet, Ihr Nutzungsrecht an Dritte zu veräußern oder Dritten entgeltlich zur Ausübung zu überlassen oder gegebenenfalls Abonnements an Dritte zu veräußern oder Dritten entgeltlich zur Ausübung zu überlassen, wenn und soweit dies Ihnen nicht ausdrücklich durch die Bestimmungen der vorliegenden Vereinbarung (einschließlich etwaiger Abonnementbedingungen oder Nutzungsrichtlinien) oder aufgrund ausdrücklicher Erlaubnis von Valve gestattet ist."

Aus der zitierten Passage lässt sich jedoch überhaupt kein Rückschluss für einen Erbfall ableiten. Denn der Erbe wird kraft Gesetz Rechtsnachfolger des Verstorbenen und tritt in bestehende Rechtsverhältnisse nahtlos ein. Eine "Veräußerung", ob nun unentgeltlich oder entgeltlich findet im konkreten Fall des Erben nicht statt und somit ist die zitierte Passage für den Erben vollkommen bedeutungslos.
Etwas anders wäre der Fall gelagert, wenn in den AGB drinnen stehen würde, dass der Lizenzvertrag mit dem Tod endet. Ob eine solche Begrenzung jedoch sachgerecht und vor Gericht haltbar wäre, ist fraglich.

M.E. ist es nur eine Frage der Zeit, bis mal jemand STEAM verklagt und die Sache in höherer Instanz entschieden wird. Denn zumindest der Fall des Erben dürfte ziemlich eindeutig sein.

Es gab ja schon einen ähnlichen Fall mit dem Facebook-Konto einer Jugendlichen oder eines Jugendlichen. Das Gericht hat damals zwar entschieden, dass der Mutter keine Zugangsdaten zu dem Konto von Facebook mitgeteilt werden müssen, aber nur weil sich Facebook auf das Telemediengesetz berufen konnte. Das trifft bei STEAM nicht zu. Wenn also keine Regelung in den AGB die Lizenz auf das Lebensende befristet, steht auch kein Hinderungsgrund entgegen.
 

Thomas5010

Komplett-PC-Käufer(in)
Ist es das? Nur weil es sich um "digitale" Nutzungsrechte handelt, die gegen Entgelt erworben wurden und an einen Account gebunden sind kann Valve mMn eigentlich nicht einfach sagen "Tja schön wars, User tot, Account wird gelöscht".

Zwar ist es mit einem Facebook-Account nicht ganz vergleichbar, doch auch hier stellte der BGH deutlich klar, dass die Erben Zugriff erhalten müssen (https://www.tagesschau.de/wirtschaft/facebook-konto-erben-tod-101.html)

In Steams AGB steht lediglich: »Es ist Ihnen untersagt, Ihr Kennwort oder Benutzerkonto Dritten offenzulegen bzw. zugänglich zu machen oder Dritte sonst Ihr Kennwort oder Benutzerkonto nutzen zu lassen, es sei denn, Valve hat dem ausdrücklich zugestimmt.«

Es ist etwas umfangreich, das Erbrecht und die jüngsten BGH Entscheidungen hier auszuwalzen (gibts nen guten Artikel bei Gamestar Plus - https://www.gamestar.de/artikel/kann-ich-meine-steam-bibliothek-vererben,3363413.html), doch müsste eben jemand dies mal bis zum BGH durchpeitschen, um ein für allemal zu klären, wie es bei digitalen Accounts zu handhaben ist. Unser Leben spielt sich mehr und mehr in digitalen Accounts ab und es ist schon fraglich, weshalb eine digitale Plattensammlung bei Amazon/iTunes anders zu handhaben ist als die offline Variante.
Die gesetzlichen Bestimmungen sind komplexer, wie gedacht. Da gebe ich dir recht. Letztendlich wird keiner wegen eines Steam Accounts vor den europäischen Gerichtshof ziehen. Es wird auch mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Sammelklage geben. Daher werden die Bestimmungen von Steam gelten.
 

AleisterHH

Schraubenverwechsler(in)
Nach deutschem Recht tritt der Erber die Gesamtrechtsnachfolge ($1922 BGB) an.
Und in dem Auszug der AGB ist nur von veräußern bzw entgeltlich überlassen die Rede,
und nicht ausdrücklich der Todesfall.

Da beides nicht zutrifft, müsste demjenigen, der sich als legitimer Erbe ausweisen kann,
der Zugriff gewährt werden.
So ist es jedenfalls beim Bankkonto. Solange es nicht in den AGB ausdrücklich anders geregelt ist,
kann der Erbe das Bankkonto weiterführen.

Die Frage ist, wie es im Falle von erworbenen Nutzungsrechten aussieht.
Immerhin kaufen wir ja kein Spiel, sondern nur das Recht es zu nutzen.
Und was passiert, wenn Valve den Todesfall nachträglich in den AGBs aufnimmt?
Wie sieht es dann mit den vor der Änderung erworbenen Spielen aus?

Ist jemand Jurist? :-)
 

Palmdale

BIOS-Overclocker(in)
@Thomas5010
Jap, definitiv komplex, da bin ich ganz bei dir. Der BGH würde ja theoretisch schon reichen, evtl kann sich die Betroffene ja Unterstützung über den VZBV holen. Früher oder später wird das eh mal passieren und der EuGH angerufen - wobei Erbrecht national sich unterscheiden kann.
 

Basileukum

Software-Overclocker(in)
Naja, wir werden massiv in eine besitzlose (siehe hier nur noch Nutzungsrechte ohne eigentliches Recht auf ein eigenes Gut, das nennt sich dann auch Sklaverei, nur so anbei) und unfreie Gesellschaft gedrängt, die geistig Schwachen klatschen dabei und fühlen sich gut. Dann muß das halt so sein.

Bei unseren Ahnen hätte es so etwas nicht gegeben. Was mir gehört gehört mir. Fertig. Land, Weib, Kinder, Güter. Wenn Du meins anfaßt, dann schlag ich dir den Schädel ein. Fertig. War anbei die freiere und besser organisierte Lebensform. Erstaunliche und orchestrierte Degeneration über Jahrhunderte, welche wir hier erleben und welche kein Zufall ist.

Sieht man alleine an der aktuellen/damaligen Vemehrungsrate (ist bei Menschen wie bei Pflanzen und Tieren auch, wenn se schlechte Bedingungen haben, läuft es nicht so geil), was dann wieder auf gesamtgesellschaftliche Wertschöpfung (geistig, seelisch, wesentechnisch, Lebensfreude, Vermögen usw.) damaliger Zeiten schließen läßt. Schaut es heute auch nicht mehr so gut aus.

Was willst sagen? :D Der Parasit treibt es solange, bis er aus dem Wirtssystem entfernt wird und dieses heilt. Braucht halt noch etwas Erkenntnis bei der dödeligen Masse. :D
 

mcmrc1

Freizeitschrauber(in)
Gilt das für Emails auch? Wenn nicht PW zurück setzen und Steam weiter nutzen... So wurde das PW nicht weitergegeben sondern dem Besitzer auf dem die Email läuft welcher jetzt ja der Erbe ist von Valve persönlich zu geschickt :)
 

Lexx

Volt-Modder(in)
Diesen Sachverhalt gabs schon vor 30 Jahren mit... e-Mail-Accounts.
Einfach die Zugangsdaten ins Testament mitaufnehmen und gut ists.
Wie mit Sparbüchern oder Aktiendepots.
Oder eine Key-Pocket anlegen und im digitalen Vermächtnis übertragen.

Im Nachhinein Forderungen oder Ansprüche stellen wird schwierig.
 

SenpaiiXD

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Mit dem Tod enden Kontaktinformationen, Rechnungsadresse, Kontenverlauf und Abonnements, sowieso, daher dürfte diese Aussage rechtlich keinen BEstand haben
 

Albatros1

Freizeitschrauber(in)
Diese Probleme sind entstanden, weil sich der Gesetzgeber seit 20 Jahren um klare Regelungen drückt und die Digitalisierung Probleme verursacht, die mit herkömmlicher Gesetzgebung schwer zu lösen sind. Aber auch generell schwierig zu behandeln sind.
Ein Erbe wird immer mehr im digitalen Bereich angesiedelt sein bzw die Zugänge müßten ermöglicht werden.
Damit kommen wir wieder mit anderen Regelungen in Konflikt.
Beim Erbe liegen dann nicht mehr Stapel Dokumente, sondern vieles ist digital irgendwo registriert. In ner Cloud, bei Firmen, Verwaltungen, auf irgendeiner Festplatte.
 

Thomas5010

Komplett-PC-Käufer(in)
Es wird keiner beim europäischen Gerichtshof ein Recht auf Vererbung eines Steam Accounts durchsetzen wollen. Denn genau dieser Aufwand müsste betrieben werden. Es wird sich auch kein bedeutendes Gericht, schon gar nicht der Bundesgerichtshof sich mit solch einen Fall auseinandersetzen wollen. Eine Sammelklage wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht geben. Wen interessieren Steam Konten von Verstorbenen?

Wenn es eine richterlich geltende Entscheidung wegen Steam Konten gibt, dann wird dies ein Nebenprodukt eines bedeutenderen Fall im Bereich der digitalen Weiterverwendung sein. Aber wegen ein paar Steam Konten? Das ist unwichtig. Die Welt hat andere Probleme.
 

Acgira

Freizeitschrauber(in)
Da ein "aktueller" Gamer seinen Account vermutlich bis zum eigenen Ableben bespielt, ist dessen Nachwuchs ja fast selbst im Rentenalter. Die meisten die aber einen Spieleaccount anlegen wollen, tun dass aber viel früher und werden mit dem eigenen Account sicher nicht warten, bis der spielende Papa bzw Mama endlich den Löffel abgibt.

Also kann man seinen Spielaccount bestenfalls seinen Enkelkindern vermachen...

"Ach Opa, du bist schon 77, willst du mir nicht endlich dein Steam Account überlassen. Du willst doch sicher nicht bis zu deinen letzten Atemzug daddeln."

"Kindchen du hast ja keine Vorstellung. Ich werd noch Spielen, wenn ich gar nicht mehr selbst essen kann und künstlich ernärt werden muss. So schnell kriegst du meine Zugangsdaten nicht und ruinerst mir meine Speicherstände, von allen Spielen die gar nicht noch zu ende gespielt habe."

"Aber ich will endlich auch mal Spielen; alle Freunde aus der Schule spielen schon..."

"Mach dir doch selbst einen Account, als ich so jung war, hätt ich nie gewartet, bis mal jemand anderer mit einen Account abkratzt. Die Jugend von heute hat nicht einmal bei der Unterhaltung Rückgrad. Außerdem was willst du mit den ganzen Spielen die keiner mehr seit 50Jahre angreift und die zu dutzenden, um ein paar Cent abstauben kannst. Kriegst du keine Taschengeld..."
 

Fawkes

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Naja, wir werden massiv in eine besitzlose (siehe hier nur noch Nutzungsrechte ohne eigentliches Recht auf ein eigenes Gut, das nennt sich dann auch Sklaverei, nur so anbei) und unfreie Gesellschaft gedrängt, die geistig Schwachen klatschen dabei und fühlen sich gut. Dann muß das halt so sein.

Bei unseren Ahnen hätte es so etwas nicht gegeben. Was mir gehört gehört mir. Fertig. Land, Weib, Kinder, Güter. Wenn Du meins anfaßt, dann schlag ich dir den Schädel ein. Fertig. War anbei die freiere und besser organisierte Lebensform. Erstaunliche und orchestrierte Degeneration über Jahrhunderte, welche wir hier erleben und welche kein Zufall ist.

Sieht man alleine an der aktuellen/damaligen Vemehrungsrate (ist bei Menschen wie bei Pflanzen und Tieren auch, wenn se schlechte Bedingungen haben, läuft es nicht so geil), was dann wieder auf gesamtgesellschaftliche Wertschöpfung (geistig, seelisch, wesentechnisch, Lebensfreude, Vermögen usw.) damaliger Zeiten schließen läßt. Schaut es heute auch nicht mehr so gut aus.

Was willst sagen? :D Der Parasit treibt es solange, bis er aus dem Wirtssystem entfernt wird und dieses heilt. Braucht halt noch etwas Erkenntnis bei der dödeligen Masse. :D
Nett, wie man hier im Forum als Parasit, teil einer dödeligen Masse und generell geistig schwach hingestellt wird von einem, der augenscheinlich mal ins braune Kackebecken gefallen ist und den eigenen Gestank nicht mehr übertünchen kann. Achja, und der versteckte Gewaltaufruf ist auch nicht ohne.

Ganz ehrlich, erbärmlich.
 

Xzellenz

Software-Overclocker(in)
Mein Account ist jetzt 16 Jahre alt. Davon aktiv war er nicht mal die Hälfte :ugly:
Habe ihn erst 2016 reaktiviert, nachdem er bestimmt locker sieben Jahre oder so inaktiv war. Da kam keine Frage, ob ich wirklich der Besitzer bin. Musste nur durch einen Key per Foto an den Support beweisen, dass das Spiel damals von meinem Account aktiviert wurde, da ich das Passwort zum Account nicht mehr hatte, glaube ich. Bekomme den Vorgang nicht mehr ganz zusammen. So gesehen kann Steam da seine eigenen Richtlinien kaum durchsetzen und sollten da wirklich mal juristisch so ein Fall aufgerollt werden, würde es bestimmt einen größeren Kotsturm geben, wenn Valve versuchen würde den Account eines Verstorbenen den Hinterbliebenen vorzuenthalten.
 

Terracresta

Software-Overclocker(in)
Schwarzkopien kann man wenigstens weitergeben (GOG zum Glück auch noch)... der ehrliche Kunde ist natürlich auch bei Steam wie so oft der Angearschte. Gabe Newell und Valve sind auch nur weitere Corporate-Arschlöcher wie die meisten anderen, selbst wenn sie gern das Image der Verteidiger der Enterbten (haha) geben wollen. Steckt man Newell, Sweeny und Co in einen Sack und haut drauf, man würde immer den Richtigen treffen...

Ich sag ja, wer selbst bei Wahl von der eigenen Faulheit übermannt wird und lieber accountgebunden kauft (trifft heutzutage vor allem auf Konsoleros zu), dem ist nicht mehr zu helfen. Noch schlimmer sind aber diejenigen, welche Steam und Co verteidigen und sich drüber beschweren, wenn der Verbraucherschutz versucht unsere Rechte einzuklagen... "Aber Steam hat doch so dolle Sales!", als wenn es die nicht schon vor Steam in Ladengeschäften ganz ohne Accountbindung gegeben hätte...
 

MADman_One

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
So gesehen kann Steam da seine eigenen Richtlinien kaum durchsetzen und sollten da wirklich mal juristisch so ein Fall aufgerollt werden, würde es bestimmt einen größeren Kotsturm geben, wenn Valve versuchen würde den Account eines Verstorbenen den Hinterbliebenen vorzuenthalten.
Doch, können sie. Sie machen den Account einfach dicht wenn es ihnen passt. Und dann darf der User erst mal durch die Instanzen rennen. Es gibt aktuell nämlich kein Gesetz welches das verbietet und die Meinung eines Users wie es rechtlich sein sollte hat keine rechtliche Bedeutung.

Und der Kotsturm ist Wunschdenken, es interessiert doch nahezu keinen lebenden Spieler ob Valve irgendjemandem den Account eines Verstorbenen vorenthält, keinesfalls genug um maßgeblich was zu bewirken, da wird im Zweifelsfall einfach ein Sale rausgehauen und schon war es das mit dem Wiederstand.
Facebook hat schon ganz andere Dinge abgezogen ohne das es jemanden interessiert hätte. Es gibt entweder ein Gesetz irgendwann oder ein höchstrichterliches Urteil vom EUGH, vorher passiert da gar nichts.
 
Zuletzt bearbeitet:

acc

Software-Overclocker(in)
Ich könnte mir vorstellen, dass Valve durch Datenabgleiche irgendwann mitbekommt, dass der eingetragene Nutzer nicht mehr lebt und den Account dann dichtmacht. Man hinterlässt ja in der Regel auch Konto-/Kreditkarten- oder Paypal-Daten und eine gültige Anschrift.

so einfach ist das auch wieder nicht, umziehen ist genauso erlaubt wie paypal und kreditkarte zu wechseln.
 

Xzellenz

Software-Overclocker(in)
Doch, können sie. Sie machen den Account einfach dicht wenn es ihnen passt. Und dann darf der User erst mal durch die Instanzen rennen. Es gibt aktuell nämlich kein Gesetz welches das verbietet und die Meinung eines Users wie es rechtlich sein sollte hat keine rechtliche Bedeutung.
Hab ich mich wohl falsch ausgedrückt. Was ich meinte, dass Steam wohl nur schwer herausfinden kann, ob der Account vom Ersteller genutzt wird oder nach seinem Tod von seinen Hinterbliebenen.
Und der Kotsturm ist Wunschdenken, es interessiert doch nahezu keinen lebenden Spieler ob Valve irgendjemandem den Account eines Verstorbenen vorenthält, keinesfalls genug um maßgeblich was zu bewirken, da wird im Zweifelsfall einfach ein Sale rausgehauen und schon war es das mit dem Wiederstand.
Naja meine Aussage ist sicherlich nicht faktisch beweisbar, aber ich habe das nicht umsonst so gesagt. Heutzutage gibt es über jeden Mist einen Kotsturm in den sozialen Medien. Ganz abwegig ist das nicht. Da muss nur einer den es betrifft auf Twitter oder Reddit auf die Tränendrüse drücken und gegen Valve hetzen und schon geht die Meute drauf ein.
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Hab ich mich wohl falsch ausgedrückt. Was ich meinte, dass Steam wohl nur schwer herausfinden kann, ob der Account vom Ersteller genutzt wird oder nach seinem Tod von seinen Hinterbliebenen.

Bloß kommst du an den Account halt nicht ran. Denn durch die 2FA nützt das Passwort alleine nichts.

Allerdings hat der BGH schon im Fall von Facebook entschieden, dass die Erben auf das Konto zugreifen dürfen.

Analog zur Gleichsetzung von Facebookchats und Briefen lassen sich digitale Spiele noch viel einfacher mit Spielen auf DVD gleichsetzen. Und letztere lassen sich schon immer vererben.
 

Schinken

Software-Overclocker(in)
Naja, wir werden massiv in eine besitzlose (siehe hier nur noch Nutzungsrechte ohne eigentliches Recht auf ein eigenes Gut, das nennt sich dann auch Sklaverei, nur so anbei) und unfreie Gesellschaft gedrängt, die geistig Schwachen klatschen dabei und fühlen sich gut. Dann muß das halt so sein.

Bei unseren Ahnen hätte es so etwas nicht gegeben. Was mir gehört gehört mir. Fertig. Land, Weib, Kinder, Güter. Wenn Du meins anfaßt, dann schlag ich dir den Schädel ein. Fertig. War anbei die freiere und besser organisierte Lebensform. Erstaunliche und orchestrierte Degeneration über Jahrhunderte, welche wir hier erleben und welche kein Zufall ist.

Sieht man alleine an der aktuellen/damaligen Vemehrungsrate (ist bei Menschen wie bei Pflanzen und Tieren auch, wenn se schlechte Bedingungen haben, läuft es nicht so geil), was dann wieder auf gesamtgesellschaftliche Wertschöpfung (geistig, seelisch, wesentechnisch, Lebensfreude, Vermögen usw.) damaliger Zeiten schließen läßt. Schaut es heute auch nicht mehr so gut aus.

Was willst sagen? :D Der Parasit treibt es solange, bis er aus dem Wirtssystem entfernt wird und dieses heilt. Braucht halt noch etwas Erkenntnis bei der dödeligen Masse. :D
Für das Weib, dass einem da gehört hat war es sicher nicht die freieste Lebensform. Davon ab, dass du natürlich BS behauptest, so eine Gesellschaft für einen unbestimmten Zeitraum einer unbestimmten Region zu postulieren ist Nonsens.

Die Reproduktionsrate soll sinken, wenn "es nicht so läuft"? Und Verhütung könnte nichts damit zu tun haben?

@ TOPIC:
Zum Thema: Ihr vergesst, dass Menschen nicht nur im hohen Alter sterben. Beim Account einer/eines 20 jährigen sind die Soiele nicht so veraltet, die eventuellen Kinder, Geschwister oder Neffen und Nichten noch nicht unbedingt im Zockeralter.

Aussereem unterstellen fast alle hier, es könnte den Erben nur um den Sachwert des Accounts gehen. Wie wwäre es mit emotionalen Gründen? Bei anderen Menschen mag man nach Ihrem Tod in den Tagebüchern blättern und sich gerne an die Person zurückerinnern. Ich hinterlasse keine Tagebücher, meine Hinterbliebenen wüssten aber, was mir Spiele und deren Welten bedeuteten. Sicher würde meine Freundin in so einem Fall auch mal meine Spiele "durchblättern" und an mich denken.

Zumal Steam doch für manche mehr ist als nur Bibliothek. Es gibt selbst erstellte Texte, Fotos unter Umständen auch einfach nur gespeicherte Chatverläufe, die man als Hinterbliebener nicht verlieren will.

Meiner Meinung nach hat sich da kein Player d3s digitalen Zeitalters bedeckt zu halten. Digitales Erbe muss möglich sein, es gilt hierbei Menschen und deren Emotionen über das vermaledeite Lizenzrecht zu stellen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Palmdale

BIOS-Overclocker(in)
@Schinken
Korrekt. Man sollte es auch nicht "nur" auf einen Spieleaccount von Steam beschränken, geht ja mit Audible Hörbücher, iTunes CD Sammlung, DVD/Blueray Videotheken etc. pp. weiter.

Ich persönlich brauch den Krempel tatsächlich nicht physisch zuhause, doch eine physische Blueray kann ich problemlos weitergeben, den Account von Amazon Prime mit der enthaltenen UHD Version nicht. Ist rechtlich gesehen aber beides nur eine Nutzungslizenz und sollte im Erbfall gleich behandelt werden.
 

RyzA

PCGH-Community-Veteran(in)
Bei Facebook kann man einstellen, wer der Nachlass-Kontakt sein soll, welcher Zugriff auf das eigene Konto hat, falls man ablebt. Habe ich auch gemacht und da meine Frau ausgewählt.
 

Cleriker

PCGH-Community-Veteran(in)
War für ein Thema! Wer sich alles mögliche digital statt physisch holt, der zeigt doch recht deutlich dass ihm die freie Verfügbarkeit der erworbenen Güter nichts bedeutet. Warum also vererben? Ist doch Quatsch! Unsere Generation ist es doch, welche die die Abkehr von Besitz und das "darf benutzt werden während unser launcher dir zusieht, sonst nicht" gefördert hat.
 

TheN4kr0

Komplett-PC-Käufer(in)
So viel Zeit wie ich schon in Spiele (hauptsächlich über Steam) investiert habe, ist es nur fair das nach meinem ableben der Account mit mir mein Weg geht & die ewige Ruhe findet. :daumen: Falls er noch nicht möchte liegen sämtliche Daten neben mir in der Schublade & jemand anderes kann sich daran erfreuen:D
 

PCGH_Torsten

Redaktion
Teammitglied
Mir scheint der Account ist gar nicht personenbezogen und muss daher auch nach dem Tod überhaupt nicht weitergegeben werden!

Wer die Zugangsdaten hat, dem gehört er auch. Ist doch ganz einfach. :daumen:

Natürlich sind die Spielelizenzen und der Account an die Person gebunden. Diese muss auch hinterlegt sein und eine Übertragung wird ausdrücklich ausgeschlossen. Zwar gibt es keine großen praktischen Hindernisse, sich darüber hinweg zu setzen, aber wenn Valve selbiges spitz bekommt, können sie den Account wegen Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen einfach komplett löschen.


Bloß kommst du an den Account halt nicht ran. Denn durch die 2FA nützt das Passwort alleine nichts.

Allerdings hat der BGH schon im Fall von Facebook entschieden, dass die Erben auf das Konto zugreifen dürfen.

Analog zur Gleichsetzung von Facebookchats und Briefen lassen sich digitale Spiele noch viel einfacher mit Spielen auf DVD gleichsetzen. Und letztere lassen sich schon immer vererben.

Gibt es ein vergleichbares Urteil eigentlich mittlerweile auch für volljährige Verstorbene? Bei Kindern ist es einigermaßen klar, dass die Eltern Vollzugriff auf alles bekommen. Aber bei Erwachsenen können dem zum Teil schon dessen Persönlichkeitsrechte entgegenstehen. Während Eltern Einblick in die privatesten Angelegeneinheiten ihrer Kinder nehmen dürfen, gilt das umgekehrt nicht automatisch und kann explizit ausgeschlossen sein, wenn davon ausgegangen werden muss, dass der Verstorbene diesen Teil seines Privatlebens für sich behalten wollte. Das gilt insbesondere für Facebook, aber auch Steam vertreibt oder vertrieb zumindest längere Zeit Inhalte, mit denen man vielleicht durch seine Hinterbliebenen nicht assoziiert werden möchte. Mit der simplen Argumentation, das eine inhaltsabhängige Entscheidung über Accounts bereits Informationen über deren Inhalt preisgeben würde, könnte sich Steam hier sehr leicht jeder grundsätzlichen Rechtsentscheidung entziehen, sodass die aktuellen AGBs allenfalls nach Umweg über das Verfassungsgericht angreifbar wären.
 

Apollo4244

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Natürlich sind die Spielelizenzen und der Account an die Person gebunden. Diese muss auch hinterlegt sein und eine Übertragung wird ausdrücklich ausgeschlossen. Zwar gibt es keine großen praktischen Hindernisse, sich darüber hinweg zu setzen, aber wenn Valve selbiges spitz bekommt, können sie den Account wegen Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen einfach komplett löschen.
Wenn wir sämtliche Nutzungsbedingungen von allen möglichen Unternehmen studieren deren Dienste wir ständig beanspruchen garantiere ich Euch, dass jeder von uns mindestens einmal täglich gegen irgendetwas davon verstößt wodurch er ausgeschlossen, verbannt, gelöscht, gesperrt oder was auch immer werden müsste.

Der Punkt ist, und das ist vor allem für uns meist leicht neurotischen und paranoiden Nerds nicht immer ganz einfach: man darf alles nicht so ernst und genau nehmen.

Im Falle von Steam bin ich mir ganz sicher, dass da kein Mitarbeiter sitzt der darauf wartet das ich abkratze nur um meinen Account anschließend zu sperren. Und wenn ich meinen Kindern meine Steam-Zugangsdaten vererbe, welche sie ja eh ohnehin schon haben, juckt das einfach gar keinen bei Valve :daumen: .
 
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