Star Wars: Die letzten Jedi - Episode 8 polarisiert die Kinobesucher

team "meine-fresse-war-der-kacke" hier. inter. weise finde ich den film schlechter umso mehr ich zeit habe über ihn nachzudenken.
Ging mir beim siebten Teil genauso. Aus dem Kino raus bin ich noch mit einem großen Grinsen. Im Nachhinein fand ich dann die Handlung vorhersehbar (jaja sagt sich leicht ;)), den Einsatz von Nostalgieelementen aufgesetzt und berechnet und halte es insgesamt für sehr seichte Unterhaltung.
 
Auch wenn ich den Film insgesamt eigentlich ganz gut fand ist der Star Wars Fan in mir am Kochen vor Wut über verschiedene Entscheidungen, die die mit dem Machen des Films getroffen haben, und da sind wir noch nicht mal bei den Todesstern-großen Plotlöchern die wenn man drüber nachdenkt den Film kaputt machen weil er nach u.a. nach 15m hätte enden können ...
 
Seit +- 30 Jahren Star Wars Fan. War bereits 3x The Last Jedi kucken, erst beim dritten Mal hat es richtig Klick gemacht, nachdem ich Kritiken gelesen hab, gute und schlechte, nachdem ich mich über verschiedene Entscheidungen informiert habe. Es ist trotzdem meine Meinung, respektiv, mein Gefühl. Ich war wirklich emotional so investiert, dass ich überzeugt bin, dass es für mich einer der besten Star Wars Filme ist. Es war nicht Liebe auf den ersten Blick. Manches braucht Zeit, man muss sich seine Gedanken machen.

Vorweg, weiterhin sind einige Szenen noch immer unerträglich für mich, heiße nicht alles gut, was the Last Jedi betrifft. Marry Poppins und das Bügeleisen, nur so als Beispiel. Auch einige Witze haben einen schönen emotionalen Moment Zunichte gemacht, aber:

Wir regen uns immer auf, dass Filme vorhersagbar sind, dass es immer wieder derselbe Abklatsch ist (Ep.7), warum es immer zu einem Happy End kommen muss, warum alles immer Sinn ergeben muss. Für mich lehrt uns dieser Film, dass es nicht immer so sein kann. Die Entmachtung unserer Helden ist die logische Konsequenz von einer Heldensage. Erst Student, dann Meister. Dann ist Schluss bei den meisten Filmen. Hier geht man weiter. Wie oft hat man die Gelegenheit, dass man nach 40 Jahren die Geschichte fortführt. Wollen wir wieder das selbe von unseren Protagonisten sehen? Oder wollen wir Charakterentwicklung. Was sie mit Luke gemacht haben finde ich großartig. Er hat sich weiterentwickelt, alles hinterfragt und entschieden etwas zu ändern. Was Luke schlussendlich macht ist meisterhaft.

Dass Fans sich jetzt zwei Jahre mit den wildesten Theorien beschäftigt haben, dafür kann weder Disney noch Rian Johnson. Unsere Erwartungen wurden nicht erfüllt. Aber ist das nicht gerade das was diesen Film so gut macht? Dass man mal überrascht wird. Dass man nicht schon weiß wie es weitergeht? Bei meiner ersten Vorstellung, lag ich so oft falsch, dachte der stirbt, doch nicht, dann aber doch; dachte der stirbt nicht, stirbt doch.

Bedenkt wie es damals war, als es nur die Filme gab, fast keine Hintergrundinformationen. Da war auch nicht jeder Charakter so ausgeprägt. Wir Fans sind ein bisschen zu arrogant wenn es um unsere Leidenschaften geht. Sie sind uns heilig. Wir sind nicht mehr tiefenentspannt. Alles muss logisch sein. Star Wars wurde vor allem (laut Lucas) für Kinder gemacht. Es ist an der Zeit die Erwachsenenbrille abzunehmen. Auch wenn der Film strukturell Fehler macht (zu lang und ein durcheinander so wie dieser Post), sich Witze bedient, welche mehr als fragwürdig sind und Handlungen die einen einfach aus dem Film reißen.

Das Leitmotiv in diesem Film ist Demystifikation. Luke sagt es ja selbst über sich, was die Legende über ihn und die Jedis gebracht haben. Wir kennen Star Wars jetzt 40 Jahre lang. Aber was kennen wir, vor allem die Filme, welche wir 100x gesehen haben. Ein Grund warum wir glauben, wir wüssten wie ein Charakter zu entscheiden hat. Es sind 30 Jahre vergangen bis zu diesem Film, eine lange Zeit wo man Sachen erlebt die einen prägen, einen innerlich wachsen lassen. Wenn ich mich selbst analysiere, wie ich mich in den letzten 3 Jahre mental verändert habe, was erst in 30. So geht es auch Luke, Leia,

Der Film spaltet die Fangemeinde schon alleine deswegen, da wir 40 Jahre lang dabei sind, jedes unbedeutende Tier beim Namen kennen, jeden Dialog auswendig mitreden können. Wie kann man jeden in dieser Fangemeinde zufrieden stellen? TLJ hat unerwartete Drehungen, Überraschungen und deshalb dieser Aufruhr. Wir haben was erwartet, wir dachten wir wissen was kommt. Aber der Film hat uns eines anderen belehrt, wir wurden zum Narren gehalten („Wer ist der größere Tor? Der Tor, oder der Tor, der ihm folgt?“)

Das Imperium schlägt zurück wurde auch anfangs nicht so gelobt wie heute. Hier sind wir erst in der Mitte. Erst mit dem 9. Teil wissen wir Bescheid und manches macht (hoffentlich) mehr Sinn.

Möge die Macht mit euch sein!
 
Ich denke man kann es nicht jedem recht machen und kritisiert ist ja immer schnell. In dem Fall vor allem von jenen, die ihren eigenen/perfekten Star Wars-Film im Kopf haben und nun enttäuscht sind, das er von ihren Vorstellungen abweicht und ganz anders ist, als er hätte sein "müssen"...;)

Gruß
Das stimmt sicher, und Nostalgie ist sowieso schwer zu besiegen. Gibt ja auch genug Batman-Fans die die "Dark Knight" Reihe nicht mögen.
Aber hier ist die Kritik dann doch berechtigt, weil der Film zu viele ganz klar nachweisbare und in jedem Filmkurs gelehrte (also wie man sie vermeidet) Fehler macht.
 
Als ich nach'm Kino gefragt wurde "Wie fandest du ihn", habe ich nur geantwortet " Ich muss'n nochmal gucken".
Danach kann ich dann evtl. ein besseres Urteil bilden, aber aber Richtung geht gegen "Gut" bis "Sehr gut".

Das mit dem Bügeleisen fande ich ziemlich lächerlich, das hätte weg bleiben können... Kann ich aber ignorieren ;)
 
Ja, ich hab ihn auch gesehen und ja, ein typischer Star Wars halt. Jeder macht Krieg gegen jeden, um mehr geht es nicht.
Keine wirklichen Überraschungen, keine komplexen Handlungsstränge, vorhersehbares Verhalten der Protagoristen, also
ein ganz normaler Teil. Es ist einfach 2h Unterhaltung. In 3D kam das sehr gut und ich freue mich immer mehr auf Star Citizen
und eine hoffentlich auch dort kommende 3D Variante.
lol ja ein ganz normaler Star Wars? Du hast also Star Wars nie verstanden. Komplexe Handlungsstränge gabs zwar auch vorher nicht, aber zumindest Beziehungen. Ödipuskomplex und andere Dinge. Star Wars war nie "nur" Unterhaltung, da kam einiges moralisierende, fast religiöses dazu, muss man aber halt verstehen ;)
 
"Wurde Episode 7 noch vorgeworfen, dass es sich quasi um eine absehbare Kopie von Das Imperium schlägt zurück handeln würde..."

Episode 7 hatte eher die ähnliche Handlung wie Episode 4 (Eine neue Hoffnung), nicht wie Episode 5.
 
Das mit dem Bügeleisen fande ich ziemlich lächerlich, das hätte weg bleiben können... Kann ich aber ignorieren ;)

Grade die Szene mit dem Bügeleisen steht absolut für Star Wars und war sehr geil im Film. Es ist einfach ein "lebendiges" Universum. Hier muss auch mal die Uniform gebügelt werden trotz dem ganzen fortschritt. Geil. :daumen:
Bei Star Trek hätte es das nie gegeben in dem sauber gelecktem kram. Die haben bestimmt glatt bleibende Klamotten. :schief:

Ich glaube eher, dass manche Fans den Sinn für Star Wars verloren und nicht Disney. Es war nicht alles gut in in Episode 8, aber auch nicht alles schlecht!
 
Star Wars ist und bleibt halt eine (Weltraum)-Seifenoper. Wer das nicht kapiert... muss zur Strafe nen imperialen Sternzerstörer (Victory-Klasse) putzen:D

Gruß

auch wenn man Episode 4-6 nüchtern betrachtet als märchen oder von mir aus auch als "Seifenoper" bezeichnen will........dort wurde ein Universum, eine komplett andere welt erschaffen die bis heute stetig gewachsen ist und längst nicht mehr nur filme zur Unterhaltung sind.

erschaffen von jemanden der sicher nicht der weltbeste Filmemacher ist, aber ein Visionär mit viel fantasie.

etwas wovon unsere heutigen Filmemacher Milliarden Lichtjahre davon entfernt sind
 
lol ja ein ganz normaler Star Wars? Du hast also Star Wars nie verstanden. Komplexe Handlungsstränge gabs zwar auch vorher nicht, aber zumindest Beziehungen. Ödipuskomplex und andere Dinge. Star Wars war nie "nur" Unterhaltung, da kam einiges moralisierende, fast religiöses dazu, muss man aber halt verstehen ;)
Man kann in die Filme sicherlich etwas hin interpretieren, wenn man möchte. Die Macht mit ener Religion zu vergleichen ist dürftig bis dünn,
aber vermutlich glauben fundamentale Christen an Wunderheiler und über Wasser schwebende. Ödipus beschrweibt das Verhältnis von
Luke zu seinem Vater wohl kaum, aber lassen wir das.

Es war immer gute Unterhaltung. Was habe ich 1977 gefieber und gedanklich mitgekämpft. Es waren witzige Dinge, aber mit einfachster
Gut-Böse Moral. Es passt zur amerikanischen Denkweise
 
Man kann in die Filme sicherlich etwas hin interpretieren, wenn man möchte. Die Macht mit ener Religion zu vergleichen ist dürftig bis dünn,
aber vermutlich glauben fundamentale Christen an Wunderheiler und über Wasser schwebende. Ödipus beschrweibt das Verhältnis von
Luke zu seinem Vater wohl kaum, aber lassen wir das.

Es war immer gute Unterhaltung. Was habe ich 1977 gefieber und gedanklich mitgekämpft. Es waren witzige Dinge, aber mit einfachster
Gut-Böse Moral. Es passt zur amerikanischen Denkweise
Öhm die Religiösen Aspekte wurden IM(!) Film diskutiert... von daher hat das wenig mit interpretieren zu tun. Aber wie schon erwähnt, du scheinst die Filme halt nicht verstanden zu haben
 
Also ich fand mich gut unterhalten. Und letztlich kann man es nicht Jedem rechtmachen. Wird zuviel aus den alten Teilen kopiert, gilt es als schnöder Abklatsch (wie bei einigen Kritiken von Episode 7). Wird mal was Neues versucht, ist andererseits das Geschrei groß, dass das dann kein "richtiges" Star Wars ist. Wie man's macht, macht man's falsch.

Auch ich hab so meine Probleme mit einigen Szenen, wie z.B. der "Superman-Leia", die ich ziemlich daneben fand. Und über so manch extrem unsinnige taktische Entscheidung (Stichpunkt: Elefantenrennen der Flotten) sollte man einfach nicht drüber nachdenken, sonders es einfach als dramaturgischen Kniff sehen, damit der Film nicht schon nach 15min vorbei ist. Sachen, wo man sich ein bisschen an den Kopf fasst, gab's auch schon in den alten Teilen. Ich sag nur "Nicht schießen, da ist kein Lebewesen an Bord" oder die hirnrissige Schwachstelle des Todessterns. Es soll halt der Geschichte dienen, und man sollte es einfach lassen, ständig zu hinterfragen, ob das nun grad eine blödsinnige Entscheidung ist oder nicht.

Der Humor in Episode 8 hat mich gar nicht gestört, sondern fand es zum Schmunzeln gar nicht verkehrt. Ich geb zu, dass sie es bei General Hux vielleicht etwas übertrieben haben, aber Humor hat schon immer zu Star Wars gehört.
Dass die Porgs ganz klar nur wegen dem Merchandising im Film sind, sollte jedem klar sein. Muss man akzeptieren. Star Wars lebt halt auch von der Vermarktung, und erst recht nachdem Disney am Ruder ist. Aber die handvoll Szenen, wo die Porgs dabei sind, fand ich jetzt nicht wirklich nervig. Die haben eh nicht viel gemacht, und wenigstens nicht blöd rumgelabert wie Jar Jar Binks. Trotzdem hätte Chewie ruhig einen Porg verspeisen können. :D
 
Star Wars ist halt so eine Sache... Da gibt es zu viele Jünger, die diese Filme religiös vergöttern und ebensolche Erwartungen haben haben.

Ich habe den Film gesehen. Zunächst war ich etwas enttäuscht, aber je mehr ich über den Film nachgedacht habe, desto besser finde ich ihn. Man darf halt kein cineastisches, tiefgründiges Filmerlebnis erwarten, welches einen nachhaltig bewegt und das eigene Leben umkrempelt. Aber es ist schon gutes Popcorn Kino. Mir hat es Spaß gemacht!
 
Dir ist aber schon klar, dass es auch schon im 20. Jdh bügelfreie Kleider gegeben hat und jeder der kfm. viel unterwegs ist, lieber die 10€ mehr für bügelfrei ausgibt, statt sich nach jedem Waschvorgang hinzustellen.
Zumal das ganze ja nicht im hier und jetzt sondern in einer weit entfernten Galaxie stattfindet
Star Wars ist halt so eine Sache... Da gibt es zu viele Jünger, die diese Filme religiös vergöttern und ebensolche Erwartungen haben haben.

Ich habe den Film gesehen. Zunächst war ich etwas enttäuscht, aber je mehr ich über den Film nachgedacht habe, desto besser finde ich ihn. Man darf halt kein cineastisches, tiefgründiges Filmerlebnis erwarten, welches einen nachhaltig bewegt und das eigene Leben umkrempelt. Aber es ist schon gutes Popcorn Kino. Mir hat es Spaß gemacht!
Blöde Frage, auch wenn ichs eh nicht erwartet habe, aber: Warum nicht? Die Marke ist zig Milliarden wert, wärs so schwer gewesen ein paar Dollar mehr für ein ordentliches Drehbuch auszugeben?
 
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