ssd und datensicherung

mhpch#145

Kabelverknoter(in)
Hallo erstmal,

ein Kumpel hat vor sich einen neuen PC zu kaufen mit 2 ssd Laufwerken.
1. ssd (240 gb) für Windows, Programme und Daten.
2. ssd (120 gb) zur Datensicherung (über Windows)

Nun meine Fragen:
- sind ssd´s zur Datensicherung überhaupt sinnvoll, oder soll er sich
als 2. Laufwerk besser eine normale Festplatte einbauen lassen?
(hab ich ihn auch schon vorgeschlagen, aber er will unbedingt 2 ssd´s):wall:

- wenn er von der 1. ssd (240gb) die daten auf die 2. ssd (120gb) sichern will,
reichen dafür die 120 gb aus (wird das komprimiert??) oder braucht er dann
mindestens 2 gleichgroße Laufwerke?

Freue mich auf eure Antworten!:hail:
 
Zwei gleich Große SSDs erleichtern die Sache natürlich, dann könnte man ein RAID1 aufsetzen - wobei das kein Backup ersetzt, denn es kann immer noch passieren, dass das Netzteil kaputt geht und beide SSDs grillt etc. RAID1 aus SSDs + wöchentliches Backup auf externer HDD - dann hätte man schon eine ziemlich gute Datensicherheit. Allerdings tut es dann auch eine SSD.
 
Ich schließe mich Falk an - ich würde eine SSD kaufen und eine HDD, welche dann extern angeschlossen wird. Wenn du inkrementell / differentiell deine Daten sicherst, ist der Zeitaufwand bei regelmäßigen Backups auch absolut vernachlässigbar.

Ein RAID ist in Hinsicht auf die Verfügbarkeit der Daten nützlich, erhöht die eigentliche Datensicherheit aber nicht so stark wie es häufig suggeriert wird. Eine externe Festplatte, die nach dem Backup im Regal landet, ist da wesentlich sicherer.

MfG Jimini
 
Backup auf SSD ist Unfug. SSDs sind deutlich teuerer als HDDs und tendenziell nicht so lange haltbar (wg. vielen Schreibzugriffen, SSDs "nutzt das ab", HDDs nicht). Außerdem sind die realen Schreibgeschwindigkeiten von SSDs auch nicht unbedingt um Größenordnungen höher als die von HDDs.

Zur Größe: Backups kann man komprimieren, sicher, das macht aber in aller Regel keinen soo großen Unterschied, binäre Daten sind schlecht komprimierbar und die Komprimierungsverfahren recht aufwändig (ergo langsam). Außerdem sichert man ja nicht nur den Ist-Stand sondern hält i.d.R noch ältere Stände vor.
Kurzum: Die Backup-Platte sollte mindestens genauso groß sein, wie die zu sichernde Platte.

Also auch von mir der Rat: Die SSD soll dein Kumpel besser für andere Sachen (bei Spielen merkt man den Unterschied mehr als bei Backups :D) nutzen und sich 'ne externe HDD für Backups kaufen.

BTW. mir fällt grade auf, dass meine SSD gar kein backup hat :wow: Muss ich dringend mal ändern...

Gruß vom linuxxer
 
Lieber ne Festplatte nehmen. Bei Backuptools kannst Du ja auch einstellen, dass nur die Änderungen geupdatet werden sollen - das heißt nur beim ALLERersten Backup werden es viele GB sein, bei denen eine SSD wirklich ein merkbarer Vorteil wäre, aber danach sind es immer nur wenige MB, die beim Backup dazukommen oder gelöscht werden - deswegen dann ne SSD kaufen wäre übertrieben.

Wenn er Gamer ist, wird es ohnehin nicht mit insgesamt nur 256GB auskommen und so oder so eine Festplatte benötigen.
 
Backup auf SSD ist Unfug. SSDs sind deutlich teuerer als HDDs und tendenziell nicht so lange haltbar (wg. vielen Schreibzugriffen, SSDs "nutzt das ab", HDDs nicht).

Das einzige Gegenargument ist das der Platz auf der SSD teurer ist. Signifikante Abnutzung wegen Schreibzugriffen ist Schwachsinn hoffentlich stirbt dieser dumme Mythos irgendwann mal.
Eine M4 hält 750 Terabyte Schreibzugriffe aus und ist laut SMART Werten immer noch Excellent. Verteilst du so eine Schreibaufwand über 10 Jahre auf sind das über 200 GB (also einmal Randvoll) jeden Tag ohne ein Tag
Pause und das Teil geht immer noch.

Quelle: SSD Write Endurance 25nm Vs 34nm

Für meine 64 GB M4 im Laptop habe ich einfach ein komprimiertes Datenträger Abbild auf eine externe Plattte geschrieben. Da nur 7 von 64 GB belegt sind hat das Image nur 5.1 GB.
Kann ich dann auf jede beliebige leere Festplatte einfach draufschreiben. Bootloader ist dann auch schon mit dabei.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das einzige Gegenargument ist das der Platz auf der SSD teurer ist. Signifikante Abnutzung wegen Schreibzugriffen ist Schwachsinn hoffentlich stirbt dieser dumme Mythos irgendwann mal.
jo, selbst schlechte SSD-Speicherzellen kann man locker 3000 mal oder öfter nutzen. D.h. umgekehrt, dass man eine SSD mind. 3000 mal, also zB 3000 Tage lang jeden Tag 1x komplett überschreiben könnte, das sind dann auch 8 Jahre... wenn man "nur" 20% der SSD jeden Tag übers/neubeschreibt, sind es schon 5x8 = 40 Jahre, denn man "verbraucht" dann ja nur 1/5 der Schreibzyklen pro Tag. Und die Zellen werden auch intelligent genutzt, also gleichmäßig - es ist nicht so, dass irgendwann ein Teil der Zellen verbraucht und unbrauchbar ist, und andere haben noch tausende Zyklen vor sich...
 
Ich würde auch lieber meine SDD mit dem Backup aus nem Meter höhe Fallen lassen, als eine Festplatte die wegen dem höheren Gewicht allein mit mehr Bums aufschlägt und das auch noch weniger ab kann.
Selbest wenn jede einzelne Zelle der SSD ihre max. Schreibzyklen erreicht hat heißt das nicht, dass man von der nicht mehr lesen kann und darum geht's ja hauptsächlich bei nem Backup.
 
blackout24, das mit den Schreibzyklen kann ich nicht beurteilen, was du schreibst klingt aber schlüssig.
Beim letzten Punkt, dem "Fallenlassen", ist eine SSD aber auch dadurch im Vorteil, dass keine Schreibköpfe auf die Platter und dadurch Schaden verursachen könnten.

Allerdings bleibt der Punkt, dass SSDs ein Vielfaches von HDDs (ct/GB) kosten und ihr Vorteile nicht wirklich ausspielen können (denn mal ehrlich, wer trägt seine Backups durch die Gegend? Da ist die Gefahr des Verlierens/Vergessens ja auch nicht zu unterschätzen ;) ).
Ich sehe es daher so, dass es nur teurer ist, ohne Vorteile zu haben und daher ökonomisch gesehen tatsächlich Unsinn ist (außer mann muss noch Geld loswerden, das man sonst versteuern müsste :D).

Ansonten stimme ich dir aber zu :)


Grüße vom linuxxer
 
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