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Sollen Internetprovider Nutzer überwachen?

Sollen ISPs bei P2P-Missbrauch die Leitung sperren?

  • Ja, auf jeden Fall!

    Stimmen: 1 2,1%
  • Nein, auf gar keinen Fall!

    Stimmen: 40 85,1%
  • Ist mir egal, ich mache nichts Illegales

    Stimmen: 6 12,8%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    47

Falk

Schon immer hier...
Sollen Internetprovider Nutzer überwachen?

Derzeit gibt es die Diskussion, ob Internetprovider Nutzer überwachen und ggf. den Zugang sperren sollen, wenn es zu Urheberrechtsverletzungen kommt, oder ob die ISPs nur für die Leitung sorgen und es komplett dem User überlassen wird, wie er diese nutzt.

Dazu möchte wir eure Meinung wissen - also einfach im Poll an diesem Thread abstimmen.
 

Rain_in_may84

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
AW: Sollen Internetprovider Nutzer überwachen?

Das ist nicht Aufgabe der Provider uns zu Überwachen, wenn dann muss das eine Behörde tun. Sie hat auch die nötigen Befugnisse.
Ich möchte nicht, dass von meinen Geld was ich bezahle (den Provider) auch nur 1 Cent dazu genutzt wird, um die eh schon zu viel Kohle scheffelnde Musik-, Film- und Software Industrie noch auf meine und nicht auf deren Kosten überhöhte Zahlungsforderungen an irgendwelche Gelegenheitskopierer schickt und auch nicht das Jemand wegen 10,15 Liedern der Internetanschluss gekappt wird.
Die Industrie geht nämlich immer davon aus, das jeder der sich etwas runter lädt das auch gekauft hätte. Das ist ein riesengroßer Irrtum.
Egal, ich finde so wie das bisher war gut: bei großen Urheberrechtsdelikten sollte ruhig eingeschritten werden aber so kleinen Sachen sollte man lieber darüber hinweg sehen. Und den Internetanschluss ganz zu kappen ist auch keine dolle Lösung zumal sehr ungerecht.
Zumal das Verfolgen kleinerer Delikte nur unnötig viel Steuergelder, die wir ja alle zahlen, kostet. Zudem haben wir auch ein Recht mit zu bestimmen, was mit diesen Geldern passiert und ich will nicht das sich eine Gruppe mit Hilfe von meinen Geld finanziell bereichert und andere dadurch finanziell in Not bringt.

MFG

Edit: je nach dem was das Überwachen für ein Aufwand und Kosten für den Provider mit sich führt, könnte der Provider seine Gebühren erhöhen, nur damit ein paar Leute die eh schon zu viel Geld haben noch leichter an Geld können bzw denken die Leute würden dann mehr kaufen.
Aber selbst wenn die den Zugang sperren: es wird zwar weniger kopiert werden, mehr kaufen tut dadurch sicherlich Keiner.
 
Zuletzt bearbeitet:

Invain

PC-Selbstbauer(in)
AW: Sollen Internetprovider Nutzer überwachen?

Ich denke Rain_in_may hat den Knackpunkt schon angesprochen. Die Annahme jede illegale Kopie sei verlorener Absatz im Verhältnis 1:1 stimmt imo einfach nicht.
Wenn ein Jugendlicher (und hier denke ich ist ein Großteil der Nutzer von illegalen DLs zu finden) 5 Spiele spielen möchte - jedoch das Geld logischerweise nicht für alle 5 reicht - wird er sich das Beste oder eines, das er online spielen möchte, kaufen und bei den anderen den illegalen DL bevorzugen. Dass er sich ohne den DL die übrigen Spiele immer noch nicht leisten kann, ist wohl logisch.

Die Überwachung durch den ISP würden denke ich viele als Parteiergreifung für den "Feind" (ja, manchmal habe ich den Eindruck die Musik-/Film-/Softwareindustrie wird als solcher gesehen) werten.
In gewissem Sinne kann ich es schon verstehen, dass die Provider sich Gedanken machen, da sie zwar als Dritte nicht direkt betroffen sind, Unwissenheit/Untätigkeit aber keine völlige Schuldfreiheit bedeutet.

Das Ganze wäre aber wieder ein riesen Aufwand, Diskussionen würden endlos weitergehen und eine 100% klare Rechtslage wird es niemals geben - um nur kurz die Abmahnungen ansprechen, die seit vielen Wochen Zündstoff für hitzige Diskussionen bieten.
Und wenn Leute gezwungen werden für ihre eigenen Überwachung zu zahlen, dann geht das für mich ganz klar in Richtung Polizeistaat und damit die falsche Richtung.
 

lordberti

Komplett-PC-Aufrüster(in)
AW: Sollen Internetprovider Nutzer überwachen?

Die Überwachung ist illegal. Die Provider dürfen nur Verbindungen Speichern, aber keinen Inhalt. Wenn sie das machen kannst du sie auf Schadenersatz Verklagen. (Datenschutz);)

So verstehe ich das auch nicht, das manche zahlen wenn sie Post von Anwaltkanzleien bekommen wo sie was Illegales runtergeladen haben.
Denn Verbote, wie auch Geldstrafen dürfen nur vom Gericht festgelegt werden.
Wo man solche informationen herholen will, ist mir dann immer ein Rätzel.
So wie Neulich der Illegale Download Ring aufgeflogen ist. Nur wie wollen die vor Gericht beweissen, was der jenige Rutergeladen hat, wenn die Speicherung der Inhalte Verboten ist.
Darum werden wegen solche Verfahrensfehler der Staatsanwaltschaft bzw. der Anwaltskanzlei, die verfahren meistens eingestellt.:D
 

d00mfreak

Inaktiver Account von PCGH_Reinhard
AW: Sollen Internetprovider Nutzer überwachen?

Das meiste wurde eh schon geschrieben. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass der ISP nur die Infrastruktur zu stellen hat. Weitergehendes hat ihn und die Content-Industrie nichts zu interressieren.

Wenn ich mit dem Auto Drogen oder Plagiate made in China schmuggle, wird mir auch nicht die Fahrerlaubnis entzogen. Wenn ich die Post für die Versendung illegaler Dinge missbrauche, darf ich trotzdem noch Pakete und Briefe verschicken. M.Mn ist das schon ein Eingriff in die persönliche Freiheit, da das wiedermal mit Überwachung einhergeht.

Das Internet leidet im Vergleich zu anderen Medien einfach zuviel daran, dass man alles so leicht überwachen und sperren kann.
 

supaman

Schraubenverwechsler(in)
AW: Sollen Internetprovider Nutzer überwachen?

wehret den anfängen: wenn erstmal genug daten vorhanden sind, wird es immer jemand geben der mit irgendwelchen argumenten zugriff darauf haben will. wenn es dazu kommt, das ein zugangsprovider aufgrund von inhalten sperren muss, ist die totale zensur nicht mehr weit.
 

ForgottenRealm

Software-Overclocker(in)
AW: Sollen Internetprovider Nutzer überwachen?

Ich find an und für sich gehts den Provider nix an, wozu der User den Internetzugang benutzt.

Andererseits fänd ich ne Art "Schutzfunktion" für Kunden nützlich, bei der der Kunde z.b. der Telekomik sagen kann;

Hört mal Jungs, ich hab nich vor solche Sachen zu benutzen. Sperrt diese Ports bitte sobald jemand von meinem Telefonanschluss versucht P2P Programme zu benutzen.


So könnte der Kunde selber bestimmen, ob er für P2P Netzwerke gesperrt werden will oder nicht. Dann gibts nachher auch kein rumgeheule wenn der 14 Jährigen Sohn Nacht für Nacht tausende Lieder runterzieht und die Eltern nachher den Strafzettel dafür kriegen.

Jetzt werden bestimmt welche sagen "sollen die Eltern halt ne Firewall draufmachen oder Benutzerkonten einrichten".

Jugendliche können meist besser mit PCs umgehen und könnten im Einzelfall auch sowas umgehen, wobei dann die Frage ist wer dann Schuld hat.
Desweiteren bezweifle ich stark, dass der großteil der Eltern viel Ahnung davon haben wie man ne Firewall einrichtet oder Benutzerkonten richtig einstellt.


Kurz und Knapp; Ich bin der Meinung, dass die Kunden sollten selber entscheiden dürfen ob sie für P2P Netzwerke gesperrt werden wollen oder nicht.
 

Nurgler

Komplett-PC-Käufer(in)
AW: Sollen Internetprovider Nutzer überwachen?

Ich find an und für sich gehts den Provider nix an, wozu der User den Internetzugang benutzt.

Andererseits fänd ich ne Art "Schutzfunktion" für Kunden nützlich, bei der der Kunde z.b. der Telekomik sagen kann;

Hört mal Jungs, ich hab nich vor solche Sachen zu benutzen. Sperrt diese Ports bitte sobald jemand von meinem Telefonanschluss versucht P2P Programme zu benutzen.


So könnte der Kunde selber bestimmen, ob er für P2P Netzwerke gesperrt werden will oder nicht. Dann gibts nachher auch kein rumgeheule wenn der 14 Jährigen Sohn Nacht für Nacht tausende Lieder runterzieht und die Eltern nachher den Strafzettel dafür kriegen.

Jetzt werden bestimmt welche sagen "sollen die Eltern halt ne Firewall draufmachen oder Benutzerkonten einrichten".

Jugendliche können meist besser mit PCs umgehen und könnten im Einzelfall auch sowas umgehen, wobei dann die Frage ist wer dann Schuld hat.
Desweiteren bezweifle ich stark, dass der großteil der Eltern viel Ahnung davon haben wie man ne Firewall einrichtet oder Benutzerkonten richtig einstellt.


Kurz und Knapp; Ich bin der Meinung, dass die Kunden sollten selber entscheiden dürfen ob sie für P2P Netzwerke gesperrt werden wollen oder nicht.

Das wäre sicherlich ne vernünftige Maßnahme. Aber geht das nicht auch jetzt schon? Naja wie auch immer, sowas FREIWILLIGES könnte man natürlich machen.

Ansonsten ist eigentlich schon alles gesagt worden. Außerdem braucht gerade die Musikindustrie eigentlich niemand. Das ist längst nur noch ein Selbsterhaltungsverein.
Bei Filmen und Software sieht die Sache schon wieder anders aus.

Was ich aber erschreckend finde, ist wie viele hier mit "ist mir egal, ich mach nix verbotenes" abgestimmt haben.
Das macht mir wirklich Angst, wenn den Leuten egal ist, ob ihre Rechte geachtet werden oder nicht. Aber die meisten scheinen hier ja nicht nur überhaupt eine Meinung, sondern auch die "richtige" zu haben.
 
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