Softcase möglich?

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Mitchpuken

Guest
Softcase möglich?

Ich habe Gehäuseprobleme. Zu klein, zu groß, zu teuer. Ich finde keines das mich so richtig anspricht. Mir ist ein Gehäuse egal, wie die Verpackung nach dem Auspacken.

Billige Gehäuse haben oft dünne Wände. Diese klappern, vibrieren oder machen andere unangenehme Geräusche.
Die Lüfter sind nicht gut oder nur Mittelklasse.

Idee.

Ein Softcase bestehend aus Mainboardtray und Backpanel. Wände sind aus akustischen Absorbern (Heimkino - idealerweise Pyramidenschaumstoff). Vorne unten und hinten oben ist passend für die Lüfter komplett frei. Komplett bedeutet hier kein Gitter, kein Festplattenkäfig, kein DVD, kein Streben, nichts, außer ein dünner Staubschutz.

Möglich? Sinnvoll?

Oder doch die Absorber mit Hilfe eines MDF-Kastens.
 
AW: Softcase möglich?

Hi,

findet sich auch ein Gehäuse auf dem Marktplatz hier oder woanders, also gebraucht? Ich würde ja dann her die bittere Pille schlucken und mir ein günstiges Case holen, wenn es eh "egal" ist. Ein Gerüst mit verkleidetem Schaumstoff etc. sieht ja dann auch wieder ..naja..aus.

Hier gäbe es aber ggf. das Grundgerüst :)

Grüße
 
AW: Softcase möglich?

Die DreamBox hätte ich jetzt ebenfalls verlinkt :D
Habe noch eine von denen in der Ecke liegen, mit der ich mir demnächst eine (mehr oder minder offene) Test-Bench bauen wollte. Laut einigen Reviews soll es da bei umfangreicheren Projekten allerdings schnell zur Knappheit an Einzelteilen kommen. Aber wenn man nur das wesentlichste benötigt...
Eine Box aus MDF wäre sicher auch nicht verkehrt, wenn man sich nicht vor ein wenig Handarbeit scheut. Dabei sollte man sich allerdings viel Zeit für die Recherche und Planungsphase nehmen. Wenn man das Gehäuse falsch dimensioniert oder falsche Materialien verwendet, kann es in Sachen Akustik nämlich zu Hohlraumresonanzen kommen, welche den Klang letztendlich nur verschlimmern. Am einfachsten wäre es da womöglich, ein ganz normales Gehäuse zu nehmen und das übrige Budget lieber in entsprechend leise Hardware zu investieren. Mit einer ausreichenden Entkopplung werden dann auch keine Metallteile in Schwingung versetzt. Zur absoluten Not kann man ja immernoch etwas mit Schwerfolie nachhelfen
 
AW: Softcase möglich?

Hi ihr zwei.

Das Teil sieht interessant aus, aber imo ist dafür do it yourself besser. Immerhin was anderes als sonst. Das Aussehen spielt eigentlich keine Rolle bzw. habe ich einen etwas anderen Geschmack. Das Teil soll ja nach Form und Größe hinter dem Screen, am Boden, in der Ecke, an der Unterseite der Tischplatte oder sonst wo stehen.

DIY Testbenches finde ich wirklich klasse. Drum rum noch 6 Bretter, drin Absorber. Das sollte doch dann erst recht keine Resonanzen mehr zulassen. Gewicht vom Holz und gibt es was besseres als Absorber aus dem Akustikbereich?

Ich bin gerade bischen angespannt, weil ich nebenbei paar Tests offen habe, daher wird das bischen mehr Text zu lesen. Der Spoiler ist nur bischen blabla und kann übersprungen werden.
An der Hardware liegt es nicht, die ist freistehend quasi nicht wahrnehmbar (und ich bin extrem bei sowas). Sobald das Innenleben jedoch in einem sogenanntes Silentgehäuse mit 3, 4, 5, x Lüfter sitzt, die nicht mal die Spitze der Marke sind und das auch noch aussieht wie ein schweizer Käse oder ein Bienenstock ist es vorbei. Vorbeimit dem Vertrauen zu jedlichen Tests. Was soll ich davon halten, wenn bei Tests inkl. "Lautstärke/Lüfter" nicht mal auf den Höhen oder Abstands-Unterschied zwischen Quelle und Zuhörer eingegangen wird. Stichwort Hochtöner auf Ohrhöhe. Sitze ich vor meine Rechner und auf der Couch für Netflix sind das Welten, drehe ich das Gehäuse, dass ich nicht mehr rankomme, klingt es anders. Bei Tests wird von x Entfernung geradeaus gemessen. Ich brauch ja nur meinen Kop um 90° drehen, dann höre ich ein ganz anderes Geräusch. (Nein es nichts anderes)
Ja sitzen die Leute eigentlich vor dem Gehäuse oder dem Monitor bei dem was die da bei Tests machen :klatsch:

Aber mal aus technischer Sicht, würde das klappen, einen Testbench und darüber simple gesagt den symbolischen "Becher" aus Absorbern? Handarbeit ist sogar sehr in Frage kommend, Planung eher weniger^^

Und weil wir gerade dabei sind ein andere Frage, eigentlich zwei.

1. Bei Tests zu neuen Gehäusen habe ich mitbekommen, dass es angesagt sein soll, keine Festplatten und DVD-Laufwerke mehr zu haben. ABER warum ist dann immer noch so viel Platz vorhanden? Ein Gehäuse könnte so um 1/3 oder gar die 1/2 weniger tief sein. Wäre das nicht angenehmer für die Lüfter in der Front? Es heißt ja immer kleine Gehäuse werden wärmer, meinen Erfahrungen nach sind da eher die Anzahl der Lüfter wichtig und der freie Weg für die Luft. Wenn 2 Frontlüfter erstmal an Meshgitter, dem Rahmen, den Festplatten und vll sonst irgendwelches anderen Gehäuseteilen vorbei muss, kommt da bei der Grafikkarte nicht mehr viel an. Wäre doch besser, wenn die Frontlüfter nur paar cm vor der Grafikktekarte sitzen (siehe oben 1/3 und 1/2)

2. Wozu braucht es diese Wabengitter bei den Gehäusen vor den Lüftern?


edit@DerKabelbinder - Lese mehr gerade deinen Test durch, kannst du kurz was darüber sagen, ob es Sinn macht, nur auf 140mm Lüfter zu setzen, weil der Nachteil der Streck, welche die Luft zurücklegt bei weniger Druck negativ bemerkbar macht?
 
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AW: Softcase möglich?

Die Resonanzen entstehen eigentlich nicht im Freifeld, sondern erst dann, wenn man die Geräuschquelle in einen Hohlraum "einzwängt". Ein Gehäuse, das stehende Wellen verursacht, wird unangenehmer klingen, als der freie Aufbau. Macht sich dann meist durch ein deutliches Dröhnen im Tiefton bemerkbar.
Siehe dazu auch: Stehende Welle / Raummoden

Grundsätzlich sagt man zwar, dass man solche Effekte auch mit Absorbern bedämpfen kann. Bevor ich mich an solch ein Projekt ranwage, würde ich allerdings eher dazu raten, die Proportionen sinnvoll abzuwägen, sodass es erst gar nicht zu solchen Resonanzen kommen kann. Zumal sich tiefere Frequenzen eh kaum noch mit den gängigen Absorbern bekämpfen lassen. Zu akustischen Absorbern zählen im Übrigen poröse, möglichst inhomogene Strukturen wie etwa Schaumstoffe (offenporig; muss auch nicht explizit "Akustik" in der Artikelbeschreibung stehen, führt meist nur zum deftigeren Preis ;)) oder Mineralwolle. Gibt auch einige, die mit Hanfplatten oder spezielleren Materialien wie etwa "Basotect" arbeiten. Persönlich greife ich bei Absorbern (die nicht all zu dick werden sollen) am liebsten zu einfachen Frotteehandtüchern. Die schlucken deutlich mehr Schall als bspw. Schaumstoff (zudem auch auf einem relativ weiten Spektrum) und kosten nicht die Welt, wenn man nicht sogar noch welche rumfliegen hat. Man sollte sich auch immer vor Augen halten, dass gerade im Akustik-Bereich viel durch Augenwischerei erwirtschaftet wird. So einige (angeblich professionelle) Stoffe sind einfach nur überteuert und erzielen gegenüber einfacheren Lösungen nur geringfügig bessere, teilweise sogar schlechtere Ergebnisse.

Im Falle der Dämmung wäre wohl MDF das einfachste Mittel. Das hat den Vorteil, dass es recht massiv, einfach zu bearbeiten und obendrein auch noch relativ günstig ist. Je dicker und schwerer die Gehäusewände, desto mehr Schall wird im Inneren durch Reflexion isoliert. Wenn man nicht viel Raum zur Verfügung stehen hat und vorallem den Körperschall des Korpus mindern möchte, dann helfen auch Bitumen oder Alubutyl.

Musst halt nur schauen, wie du dann den Airflow bewegstelligen möchtest. Denn der erfordert nunmal akustische Austrittsstellen und kann eine effektive Dämmung somit schnell ad absurdum führen. Eventuell könnte man hier mit einem mehrkammerigen bzw. verwinkelten System arbeiten, bei dem die Luft vorne und hinten nochmals eine (den Schall reflektierende) Innenplatte überwinden muss.
Lüftergitter haben meistens übrigens recht starke Einflüsse auf den Luftfluss. Sie mindern nämlich nicht nur das Fördervolumen, sondern sorgen auch für eine Menge hörbarer Verwirbelungen. Wenn möglich, dann würde ich die Austrittsstellen also komplett frei lassen. Ansonsten würde ich maximal ein Wire-Mesh als Griffschutz einsetzen. Das hat im Vergleich zum Wabengitter nicht ganz so gravierende Auswirkungen.

Bezüglich den Anmerkungen in deinem Spoiler stimme ich übrigens absolut zu. Es ist mit technischen Mitteln äußerst schwierig, die "Geräuschentwicklung" eines Gehäuse sinnvoll zu bewerten. Mal ganz davon abgesehen wird auch nur selten entsprechend geeignetes (und vor allem kalibriertes!) Equipment eingesetzt und über die Testbedingungen aufgeklärt. Spätestens dann, wenn keine Referenzlüfter mit genormter Drehzahl zum Einsatz kommen, erübrigt sich eigentlich der Vergleich...
Persönlich unternehme ich lediglich Geräuschaufnahmen, welche aus technischer Perspektive zwar auch etwas fragwürdig sind. Allerdings versuche ich demgegenüber auch, dafür zu sensibilisieren, dass derartige Mittel das subjektive Hörereignis weder objektivieren noch ablösen können.

Zu deinen Fragen:

1. Gute Frage. Das Problem kenne ich von meinem H440, dass ja explizit auf solche Schächte verzichtet, all zu gut. Ein Großteil des Volumens liegt da einfach nur frei, wird bestenfalls durch eine HDD oder gleich SSD besetzt.
Andererseits geht der Trend aber natürlich auch immer stärker Richtung Cube bzw. allgemein "Mini-PCs", welche die Raumverhältnisse deutlich besser ausnutzen. Ob die Handhabung dann noch die Selbe ist, ist aber eine andere Frage :D
Meiner Erfahrung nach hat es sich übrigens als hilfreich erwiesen, die Gehäuselüfter etwas weiter ins Gehäuseinnere bzw. so nah und zielgerichtet wie möglich an die zu kühlenden Komponenten heranzuführen. Das kann unter Umständen auch so einige Verwirbelungen mit Gehäusegittern und Ähnlichen verhindern. Man muss halt nur die Montage irgendwie bewerkstelligen, z.B. per Stativ / Schwanenhals oder gleich einer gummierten Aufhängung. Meines Erachtens ist die sinnvolle Platzierung der Lüfter auch deutlich wichtiger als deren Anzahl.

2. Als Griffschutz. Manche meinen auch, dass dadurch das Entweichen elektromagnetischer Strahlungen gemindert wird. Fest steht jedenfalls, dass solche Gitter den Luftstrom stellenweise deutlich beeinträchtigen können.

3. 140mm sind derzeit der Sweetspot in Sachen Lautstärke versus Leistung. Die größeren Formate, wie etwa 180mm oder 200mm, haben derzeit noch mit so einigen lagerseitigen Problemen zu kämpfen (zu hohe Belastung durch schwereren Rotor) und sind effekt daher nicht sonderlich laufruhig.
Unterhalb der 140mm wird vergleichsweise natürlich weniger Luft bewegt.


Ich hoffe, das kann fürs Erste etwas weiterhelfen.
Bei Fehlangaben bitte ich um Korrektur :)
 
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Du hast in Post #43 genau geschrieben wie ich das meine.

Meiner Erfahrung nach hat es sich übrigens als hilfreich erwiesen, die Gehäuselüfter etwas weiter ins Gehäuseinnere bzw. so nah und zielgerichtet wie möglich an die zu kühlenden Komponenten heranzuführen.
Stimme ich zu 100% zu.
Ich könnte aktuell mein Case halbieren wäre da nicht die Grafikkarte und dann hätten die Front- und Hecklüfter den selben Abstand. Hat schon mal wer sein Gehäuse zerteilt und wieder zusammengemacht? Schrauben, Nieten, Kleben, egal.

Ich glaube beim Thema Absorber bist du mir weit voraus. Ich stelle mir das so vor: MDF Kasten mit Absorber auf alle Wänden. 2 Lüfter. Der Benchtable bzw. der alte Gehäuserahmen steht da einfach drin. Meinst du, das wird schlimmer als bei einem gekauften Gehäuse?


Wie du bereits angesprochen hast sind die Ein- und Auslässe für die Lüfter das Hauptproblem. Habe es mit einem zu 100% dichten Kasten aus MDF (glaub 25mm wurde schon mal verwendet) und das bringt es am meisten gegen jegliche Form von Lärm. Eigentlich irgendwie logisch, wenn man das Thema Lautsprecherbau überfliegt.
Da ist je nach Position der Lärmquelle und Sitzposition ein komplett freier Aufbau als Benchtable manchmal die zweitbeste Wahl.

PS: Frottee, auch als Bademantel dämmt wirklich ganz gut^^
 
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Ein sinnvoll designtes Gehäuse ist den konventionellen Fertiglösungen natürlich immer voraus. Erfordert dann aber natürlich auch ein gewisses Maß an Vorbereitung und Handarbeit.
Vielleicht können diese beiden Videos ja auch noch den einen oder anderen Anreiz geben:
My silent wooden PC - YouTube
Cloud Unit - Build Log (Scratch-Built Silent PC) - YouTube

Finde da auch das Layout sehr interessant, bei dem der Luftstrom nur von unten nach oben verläuft und keine weitern Umwege macht.
Die gängigen Axial-Designs der Grafikkarten machen da allerdings einen Strich durch die Rechnung. Da müsste man dann - wie auch hier vorgenommen - über eine alternative Kühllösung nachdenken. Habe mir sogar selbst schonmal einen Scythe Fuma geschnappt und auf eine R9 290 geschnallt. Die Konstellation wollte ich in Verbindung mit einer Riser-Karte dann auch für das künftige DreamBox-Build verwenden. Ob ich es dann bei einem offenen Benchtable belasse oder im Nachhinein doch noch irgendwelche Platten davorpacke, wird sich zeigen :D

Mit MDF (25mm + Absorber dürfte ausreichen) kann aber aber sicherlich gut arbeiten. Mit ein paar Gewindebohrern und entsprechenden Abstandhaltern ließe sich das Mainboard sogar direkt an der Platte mounten.
Ansonsten kann man natürlich auch ein altes Tray umfunktionieren. Auch hier mal als Inspiration, was man aus einem alten Gehäuse so machen kann: Free (or extremely cheap) DIY PC Testbench! - YouTube

Wie gesagt müsstest du dann nur schauen, wie du die Belüftung realisierst. Je nach TDP deines Systems muss man da eben mehr oder minder große Öffnungen vorsehen.
Eventuell wäre es da auch gar nicht mal so schlecht, das Top-Down-Prinzip samt einem alternativen GPU-Kühler zu übernehmen. Die Auslässe auf der Oberseite könnte man dann auch so abwinkeln, dass der Schall in eine bestimmte Richtung gelenkt wird (vgl. z.B. Be Quiets Silent Base). Oder man macht es wie gesagt mit einem mehrkammerigen System. Dann werden aber wohl wieder zusätzliche Lüfter anfallen.
 
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Die Variante mit Luft unten rein und oben raus ist mir in Verbindung mit Kammern auch in den Sinn gekommen. Hab mir ein sehr altes, 10+ Jahre, Gehäuse "geliehen" da sitzt das Netzteil oben, würde einleuchten von unten die Frischluft einzublasen, direkt auf die Grafikkarte. Ich versteh nur nicht, wie die Frischluft von unten bei einer Soundkarte und der Grafikkarte zum CPU-Lüfter durchkommen sollen. Für die ganzen Lüftervarianten geistern im Forum diese 2 Links rum mit unzähligen Anordnungen. Aber dann gilt wieder: nur selber testen bringt das beste Ergebnis.

Die Videos kenne ich zum Teil, danke. Kenne mich aber zu wenig aus, als dass ich ihm alles einfach so abkaufe. Er sagt ja, dass sein Alu-Holz-Absorber-Case lauter ist als nur Alu und packt seine Festplatte in dieses grüne Ding, das aussieht wie ein Handlappen. Viele Videos zu DIY Cases sind entweder nicht mein Geschmack oder "passend", aber sau teuer wie hier Scratch made brushed stainless steel ITX gaming case! - YouTube Der Typ ist genial, man muss nur seine SimRacing Produkte ansehen, aber er sagt ja selbst das Case ist mehr zum Spaß, über Lautstärke und Temps sagt er nichts.

Du scheinst ja ein Fan von diesen Shrouds zu sein. Wie würdest du das machen, wenn man ca 15 cm von der Gehäusefront bis zur Grafikkarte bzw CPU-Kühler hat? Jeweils einen Lüfter dazwischen der die Luft sozusagen weiterleitet oder einen Tunnel oder ...

Morgen bestelle ich mir diese Pyramidenabsorber, mich interessiert es einfach wie nur die Dinger als Wände dienen.
 
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Bei der besagten Top-Down-Variante wird das Mainboard ja um 90°C gedreht, sodass die Abluft von Graka und CPU sich nur noch geringfügig in die Quere kommen. Zur Not macht man eben eine Trennwand dazwischen :P
Damit würde sich jedenfalls das "vorne-unten rein" nach "hinten-oben raus" erübrigen, weil man eben einen einheitlichen Luftstrom erzeugt.

In wie fern (ansich erstmal schwingungsanfälligeres) Alu besser geeignet sein soll, habe ich auch noch nicht so ganz verstanden. Eventuell war das Holz, das er verwendet hat einfach nicht massiv genug. Sah mir auch eher nach einfachem Sperrholz als nach MDF aus...

Das "grüne Ding" ist übrigens Frottee und dient hier als Absorber zur Dämpfung des Schalls. Siehe dazu auch: How to Make High Performance Sound Absorption Panels for $5 - YouTube
Die Tendenzen konnte ich auch schon selbst nachvollziehen. Bei meiner HDD schluckt ein einfaches Frottee-Handtuch jedenfalls deutlich mehr Schall, als eine mindestens genau so dicke Schicht Schaumstoff.

Das von dir verlinkte Projekt sieht auf jeden Fall auch interessant das. Wobei mir der Formfaktor da ehrlich gesagt schon zu klein wäre. Bin da etwas von meinem alten Raijintek Metis gezeichnet, mit dem ich ziemlich lange zu kämpfen hatte, bis ich letztlich doch wieder zu einem etwas luftigeren Case übergegangen bin. Zu klein sollte das Gehäuse auch nicht sein, sonst kommt sich die Abwärme von CPU und GPU nämlich wieder in die Quere, sofern man keine Trennwand dazwischensetzt.

Shrouds empfehle ich generell eigentlich eher, um den Abstand zu Gehäusegittern und Filtern zu erhöhen. Viele (eigentlich alle) Lüfter neigen bei einer unmittelbar saugenden Montage nämlich zu starken Verwirbelungen, welche nicht nur die Lautstärke sondern auch Performance beeinträchtigen können. Besonders krasse Beispiele wären da Noiseblockers eLoops oder Fractals Venturi HF, welche stellenweise immens durch solche Abstandhalter profitieren.
Wenn du die Luft zielgerichteter zur Hardware befördern möchtest, dann würde ich die Lüfter eigentlich eher näher an die Komponenten heranrücken. Bei längeren Windkanälen verliert man nämlich wieder Geschwindigkeit und damit Kühlleistung. Außerdem kann es dann (je nach Material und Oberflächenbeschaffenheit) zu unerwünschten Schall-Reflexionen kommen, welche die Lagercharakteristik unangenehm hervorheben. Von daher würde ich die Lüfter wenn möglich lieber in den Innenraum versetzen. Um zu vermeiden, dass Abluft erneut angesogen wird und damit in einen inneren Kreislauf gerät, kann man sich auch ein paar Kanäle aus weicher Pappe für den Intake basteln. Im Zweifelsfall hilft natürlich immer etwas experimentieren ;)

PS: bezüglich Schaumstoff würde ich mich mal beim PyramidenKönig umsehen. Da sind die Preise nicht ganz so überzogen.
Aus eigener Erfahrung würde ich dir aber auch unbedingt zu Frottee raten. Vielleicht sogar in einem Verbundsystem (weicher Schaumstoff // Frottee // reflektierendes Bitumen oder MDF). Bezüglich Mineralwolle, Hanfplatten, Basotect et al habe ich leider noch keine Erfahrungen sammeln können. Da hilft manchmal nur Trial and Error, da es eben auch kaum differenzierte Beiträge bzw. Fachliteratur zu solchen "einfacheren" Aufbauten gibt.
 
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Völlig übersehen mit den 90°C drehen :what: So macht das natürlich viel mehr Sinn und geht auch leichter von der Hand. Mit "grünem Ding" meinte ich eher, dass ich ka habe was das ist, am ehesten wohl für die Körperhygiene :D Frottee war klar. Genau wie im Video habe ich auch probiert, also so in etwa.

Mir geht es nicht darum möglich klein zu werden, sondern den Platz sinnvoll nutzen. Dadurch, dass die Grafikkarte über 300 mm hat, kann ich vor den CPU-Kühler die SSD und HDD platzieren, welche dann im selben Luftstrom liegen. Bin mir aber nicht sicher, ob eine HDD das so abkann, von normaler Lage auf stehend geändert zu werden. Nach Möglichkeit möchte ich komplett auf alles vor oder hinter den Lüfter verzichten, außer natürlich Staubfilter.

Pyramidenkönig habe ich mich schon umgesehen, dachte zuerst die Preise sind zu schön um wahr zu sein, aber wenn du die auch empfiehlst schau ich mir da genauer um.

Am Wochenende werde ich überprüfen, wo überhaupt die Luft der Grafikkarte und vom Netzteil im Gehäuse verteilt wird und wenn ich Zeit habe mache ich der ersten Skizzen.
 
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