SLI für Monitore? Adieu AMD Eyefinity und Nvidia Surround?

Tormentor123

Schraubenverwechsler(in)
Ich bin aktuell tierisch genervt von meine Situation.
Tripple Monitore per DP am Simrig, ein Monitor per HDMI am Arbeitsplatz. Eyefinity erkennt immer alle 4 Monitore automatisch, auch wenn der am Arbeitsplatz aus ist, nur HDMI ziehen hilft. Mit meiner NVidia früher ging das besser, aber trotzdem nicht problemlos.

Jetzt hab ich so gedacht, warum zur Hölle brauch ich eigentlich extra Programme und Tools um mehrere Monitore miteinander betreiben zu können, gänge das nicht einfacher?
Könnte man nicht zum Beispiel 3 Monitore miteinander verbinden, so wie auch Grafikkarten, so SLI mäßig? Also zum Beispiel 3x32er untereinander verbinden per DP-DP Kabel, und nur einen der Monitore mit der Grafikkarte verbinden. Und dieser eine Monitor meldet dann, hallo, ich bin ein 7680 x 1440 Display mit 144Hz und das Ding wird dann im Windows und in Spielen als EIN Monitor erkannt.

Ich weiß, das würde wieder die Zusammenarbeit von Herstellern bedeuten oder neue Standarts oder wasweissich. Aber grundsätzlich Schwachsinn istr die Idee ja nicht, oder vergesse ich irgendein grundlegendes Problem?

Wie könnte man sowas an die Monitorhersteller herantragen? Vlei auch mit der Unterstützung von PCGH?

Was haltet ihr von der Idee? :daumen::daumen2::stupid:
 
Aus eigener Erfahrung ist der Vorteil von lediglich einem Kabel aber auch der große Nachteil.

Ich kenne zwar nur die Displays von Dell, die meisten anderen Hersteller werden es wohl aber genau so machen.

Ein typisches Display mit 1440p/10Bit/144Hz Auflösung hat meist nur max. Displayport 1.4.
Bei zwei solchen Displays per Daisy Chaining muss man dann schon entweder auf 8 Bit runter, oder auf 120 Herz reduzieren. Ansonsten reicht die Bandbreite nicht.

Bei drei Displays wären das, wenn ich mich nicht verrechnet habe, bereits ~58 Gbps für 7680x1440/10Bit/144Hz. Dafür braucht es schon Displayport 2.0. Das zu implementieren ist aber deutlich teurer, als z.B. lediglich DP 1.2 (was für einen einzelnes Display ja ausreichend wäre) oder DP1.4. Dazu kommt dann noch der zweite, physikalische Anschluss, der verbaut werden muss.

Da stellt sich dann für die Hersteller die Frage, wie oft wird Daisy Chaining von den Kunden genutzt und lohnen sich die Mehrkosten für das Produkt.

Aber ja, die Möglichkeiten vom Protokoll her sind gegeben. Die Umsetzung ist aber lediglich eine Randerscheinung.

Außerdem wäre das Problem von @Tormentor123 damit aber auch nicht vollständig gelöst, da ja lediglich das Signal zu den einzelnen Displays durchgeschliffen wird. Der PC sieht die Displays trotzdem als einzelne Geräte mit ihren einzelnen Spezifikationen und nicht als lediglich einzelnes Display.

Dafür bräuchte es wahrscheinlich relativ aufwändige Elektronik. Das "Master"-Display müsste dann ja das ankommende Signal noch mals auseinander rechnen und auf die einzelnen Displays verteilen.

Für so etwas gibt es deddizierte Lösung z.B. von Matrox (QuadHead2Go) oder generell Video Wall Controller.
 
Also mit Daisy Chaining hat das Ding ja schon mal einen Namen. Gut so.
Bei drei Displays wären das, wenn ich mich nicht verrechnet habe, bereits ~58 Gbps für 7680x1440/10Bit/144Hz. Dafür braucht es schon Displayport 2.0. Das zu implementieren ist aber deutlich teurer, als z.B. lediglich DP 1.2 (was für einen einzelnes Display ja ausreichend wäre) oder DP1.4. Dazu kommt dann noch der zweite, physikalische Anschluss, der verbaut werden muss.

Das ist Stand der heutigen Technik, in wenigen Jahren ist DP 2.0 mindestens Standart und höhere Bandbreiten sicherlich bereits machbar. Die Rechenleistung der Monitore wird sicherlich in Zukunft auch besser werden, rein technisch sehe ich da keine großen Probleme. Moderne Gaming Monitore haben heute bereits mehrere HDMI oder DP Anschlüße, das dürfte preislich keinen großen Unterschied machen.

Daisy Chaining wird von Kunden sicherlich noch wenig genutzt, wenn es nur um DELL Monitore geht in der Gaming Welt so gut wie gar nicht, aber wieviele Büroarbeitsplätze haben bereits Multimonitor Setups, die vlei auch gerne eine einfache Anschlußmöglichkeit hätte? Wenn ich an das Kabelknäuel bei unserem Schichtleiter im Büro denke (Laptop mit einem HDMI Ausgang und 3 zusätzliche Monitore) dann könnte ich mir einen Einsatz außerhalb der Gaming Welt auch gut vorstellen.
Und wenn die Monitorhersteller keinen Bock auf sowas haben, wie wäre es mit einem kaufbaren (oder DIY) Mini-PC der das Signal vom PC abgreift und auf 3 Monitore verteilt? Weiss ja nicht was sowas für Rechenleistung bräuchte, aber wäre das was für ein Raspberry Projekt?
Wie siehts eigentlich auf Seiten der GPU aus, spart die Rechenleistung wenn sie EIN Bild mit 7680 x 1440 berechnet im Vergleich zu 3x 2560 x 1440?
 
Zuletzt bearbeitet:
Der große Punkt sind halt die Kosten, die letztendlich auf die Käufer umgelegt werden.

Ja, DP2.0 ist der aktuelle Stand der Technik, aber ein einzelnes 1440p/144Hz Display profitiert davon halt gar nicht.
Hier reicht DP1.2 völlig aus. Die hohe Bandbreite von DP2.0 stellt hohe Anforderungen an die Hardware und Kabel. Die Signalprozessoren müssen das verarbeiten können, das PCB muss darauf ausgelegt sein. Und ja, auch die DP-Buchse, die vielleicht nur ein paar Cent kostet, schlägt sich im Endpreis nieder.

Wenn wir bei der Arbeit einen Dell Ultrasharp Display ohne solche Spielereien kaufen, (1440p/10Bit/120Hz) kostet der uns keine 200 Euro. Das gleiche Modell mit mehr Anschlüssen und Daisy Chaining kostet dann um die 300 Euro.

Diese 100 Euro mehr sind im Business-Umfeld jetzt nicht wirklich relevant, vor allem wenn es darum geht, dass es anderweitig Geld/Aufwand spart oder einfach "schöner aussieht". Daher ist hier die Verbreitung auch gar nicht mal so klein.

Wenn ich das ganze aber auf Preise für Endkunden umrechne, ohne Großkundenrabatte und mit Steuer, kostet das einfach Modell ~450 Euro und der große Bruder ~750 Euro.

Wie oft sieht man bei PC-Zusammenstellungen, das Grafikkarten für weit über 1000 Euro verbaut werden, das Display dann aber nur 300, vielleicht max. 500 Euro kosten darf. ...dann muss es aber schon OLED sein und einen blinkenden Standfuß haben.

Jetzt kannst du dir halt an einer Hand abzählen, wie viele Privatanwender es gibt, die zwei Displays nutzen und bereit sind, 300 Euro mehr pro Display auszugeben um sich das verlegen eines Kabel zu sparen.

Es lohnt sich für die Hersteller halt einfach nicht, das im Bereich für Privatanwender und Gaming anzubieten.

Wie bereits geschrieben gibt es kaufbare Lösungen. Die sind aber nicht fürs gaming ausgelegt, daher weiß ich nicht, wie das mit Latenz oder unterstützung für Free/G-Sync und ähnlichem aussieht. Einfache Full-HD Video Wall Systeme für 2 Displays gehen bei einigen hundert Euro los, für mehrere 4K Diplays bis bei mehreren tausen Euro.

Als DIY-Projet wird das schrierig, zumindest für deinen Anwendungsfall/Auflösungen. Das fängt ja schon damit an, dass du irgendwie das Videosignal abgreifen musst. Gibt es überhaupt eine Capture-Card die min. 7680x1440 bei 144Hz "aufzeichnen" kann? Dann muss der Video-Stream in drei Teile geteilt und synchronisiert für drei Ausgänge wieder in ein gültiges Videosignal konvertiert werden. Das schaft keine Pi-Cluster...
 
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