Sicherung fliegt beim Anschalten der Steckerleiste

Arthilas

Freizeitschrauber(in)
Mein PC hängt an einer 8er-Steckerleiste mit Schalter und Überspannungsschutz, an der auch zwei Monitore, ein Drucker, die Wii und die Wii U hängen. Seit gestern Abend fliegt plötzlich - ohne dass ich irgendetwas geändert habe - gelegentlich beim Anschalten der Steckerleiste die Sicherung. Der PC schaltet sich nicht durchs Anschalten der Steckerleiste ein, sondern erst, wenn ich den Power-Knopf drücke. Wenn die Sicherung beim Einschalten nicht fliegt, dann funktionieren alle angeschlossenen Geräte problemlos.

Wo ist das Problem zu suchen? Ist die Wandsteckdose defekt, an der die Steckerleiste angeschlossen ist oder hat das Verlängerungskabel zwischen Steckdose und Steckerleiste einen weg '(wieso auch haben alle Steckerleisten nur 1.5m Kabel? :wall: ) oder ist es tatsächlich die Steckerleiste selbst?
 
Da musst du schon selbst versuchen. Einfach mal Alles aus der Leiste raus und schauen ob das Problem noch besteht. Wenn nicht, ein Teil nach dem Anderen wieder dran und probieren wann sie wieder fliegt.
 
Das Problem ist, dass der Fehler nicht reproduzierbar ist, sondern scheinbar zufällig auftritt, also das einfache "Durchtesten" funktioniert nicht wirklich.

Ich werde jedenfalls jetzt dann ne neue Steckerleiste kaufen fahren, ich wollte sowieso mal auf eine M/S-Steckerleiste umsteigen :)
 
Es kann auch sein, das überhaupt nichts defekt ist.
Es scheinen wohl 6 Geräte an der besagten Steckerleiste angeschlossen zu sein. Also auch 6 Netzteile.
Es kann also gut sein, das in dem Moment, wo die Steckerleiste eingeschaltet wird, kurzzeitig eine so hohe Stromspitze entsteht (weil alle 6 Netzteile gleichzeitig Spannung bekommen), das die magnetische Schnellauslösung der vorgeschalteten Sicherung anspricht (sofern es sich um eine wieder einschaltbare Sicherung handelt). Das ist dann kein Fehler in dem Sinne. Es ensteht dann jedoch durch die Anzahl der Netzgeräte in der Steckerleiste im Moment des Einschaltens diese hohe Stromspitze. Für die Sicherung ist das jedoch nichts anderes als wie bei einem direkten Kurzschluss. Auch bei einem Kurzschluss fließt im Kurzschlussmoment ein immens hoher Kurzschlusstrom, der nur durch den Schleifenwiderstand begrenzt wird. Bei solchen Fehlern muß ein Sicherungsautomat innerhalb von 0.2s abschalten.

Bei heutigen in E-Anlagen verbauten B 16A Sicherungsautomaten greift die mechanische Schnellauslösung bei dem 3-5 Nennstrom der Sicherung. Bei B 16A also zwischen 48-80A Stromfluss. Das sind Ströme, die ohne Probleme in dem beschriebenen Fall im Einschaltmoment erreicht werden können. Deshalb werden auch in Stromkreisen, wo viele Induktivitäten (darunter fallen auch Netzteile) gleichzeitig eingeschaltet werden, C 16A Automaten eingesetzt. Hier greift die magnetische Schnellauslösung erst bei dem 5-10 fachen Nennstrom, also bei 80-160A. Bei alten H Automaten, wie sie vielfach in den 50ziger und 60ziger Jahren verbaut worden sind, greift die magnetische Schnellauslösung bei noch geringeren Strömen. Hier kann schon ein einziger neuer Flachbild TV mit Schaltnetzteil beim Einschalten solch einen alten Automaten zum Auslösen bringen. Auch L Automaten aus den 70zigern und 80zigern sind anfälliger als heutige B Automaten.

Es ist also gut möglich, das in dem beschriebenen Fall der Einschaltstrom so grenzwertig hoch ist, das der Sicherungautomat mal auslöst, und dann wieder nicht. Das würde das sporadische Auslösen der Sicherung erklären. Deine Steckdosenleiste schützt dich vor diesem Phänomen übrigens nicht. Der Überspannungsschutz greift nur bei Spannungsspitzen, welche aus dem Netz kommen. Wie z.B. Spannungsspitzen durch Blitzeinschläge in näherer Umgebung oder sonstigen Spannungsspitzen im Netz des EVUs
 
Hab dasselbe Problem (gehabt). Kauf dir nen Einschaltstrombegrenzer, den du dann vor die Steckdosenleiste steckst. Scheint auch irgendwie ne Eigenart von BeQuiet-Netzteilen zu sein.
 
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