Schöne Kamera, die HD-Videos aufnehmen kann und schöne Schnappschüsse macht

IT-Alex

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Schöne Kamera, die HD-Videos aufnehmen kann und schöne Schnappschüsse macht

Hallo liebe Leser,

nachdem ich ja hier bereits erfolgreich, einen eigenen Rechner zusammengestellt habe (nur noch 2 Komponenten in der Lieferung ausstehend), möchte ich euch nun auch bem Thema Fotokamera befragen.

Was suche ich dabei? Eigentlich bin ich recht offen bei der Suche, trotzdem hier ein paar Punkte, die ich mir aufgeschrieben habe:
  • Die Kamera sollte nicht zu klobig sein, man sollte sie auch gut mitnehmen/ transportieren können.
  • Ich möchte mit der Kamers Full-HD Videos machen können.
  • Sie sollte hochwertige Bilder machen können - mindestens wie eine Samsung GX-10. Diese hatte ich während meines Auslandssemesters dabei (ist von meiem Vater). Die Bilder haben mir sehr gut gefallen.
  • Gleich zur obigen Samsung GX-10 anschließend: Ich bin kein Foto-Profi, bin aber lernbereit. Soll heißen, die Kamera muss einen guten, Auto-Modus haben, kann aber auch gerne mehr Detailtiefe bieten, die sich jedoch im Rahmen des Erlernbaren bewegen sollte. Ich benötige kein absolutes Profi-Modell.
  • Ob D-SLR oder nicht kann ich nicht sagen. Hier könnt ihr mir ggf. einen Tipp geben, wann dies nötig ist und wann nicht?
  • Ich weiß nicht, ob dies eine Rolle spielt, aber die Motive würden mannigfaltig sein. Personen, Natur, Objekte - da würde ich nicht unterscheiden.
  • Meine bessere Hälfte spricht immer von "Makromodus" an Kameras. Für mich ist Makrofotografie die Möglichkeit, sehr kleine Details (Hautschuppen, Ameisenaugen, etc.) gut ins Bild zu bringen. Gibt es sog. "Markomodi" an heutigen Kameras? Wofür sind diese zu gebrauchen?
  • Mein Budget ist nicht großartig festgelgt - gut, ich will keine 800-1.000 Euro ausgeben, da ich wie gesagt noch sehr unbedarft beim Thema bin. 300 oder sogar bis zu 500 Euro könnenaber auch sein, wenn die P/L-Sprünge dies rechtfertigen würden. Macht auch gerne andere Vorschläge, da bin ich also offen.

Ich würde mich über eure Tipps freuen, mit denen ich mich zur Kaufentscheidung vorarbeiten kann.

Viele Grüße
Alex
 
AW: Schöne Kamera, die HD-Videos aufnehmen kann und schöne Schnappschüsse macht

Canon EOS 550D / 600D je nach Geldbeutel. Der Kamerabody bestimmt weniger die "Klobigkeit" als das montierte Objektiv. Im Mediamarkt kann man die aber alle mal "angrabbeln".

Für Makroaufnahmen brauchst du auf jeden Fall ein extra Objektiv mit entsprechender Brennweite. Es gibt an einer vernünftigen Kamera einen Makromodus (über ein Drehrad), aber das beeinflusst nur die Lichtempfindlichkeit, Beleuchtungszeit und sowas. Wenn die Linse das Ding nicht scharf bekommt auf kurze Entfernung, sieht es halt aus, wie es aussieht (unscharf).

Du solltest auf eine mechanische Bildstabilisierung am Objektiv achten.

Für später kannst du dir dann noch ein gutes USM-Objektiv zulegen. Wobei die Objektive jeweils nur für einen Hersteller passen. Die Entscheidung Canon oder z.b. Nikon betrifft auch dein komplettes Zubehör.

Inwiefern die kleineren Systemkameras eine echte Alternative zur D-SLR darstellen, kann ich nicht sagen.
Mit der o.a. Canon hat meine Frau auf jeden Fall mal bessere Fotos hinbekommen als unser Dorffotograf mit der EOS 1-D.

Auch wenn es eine unschöne Pauschalaussage ist: die 10MP der verlinkten Kamera sind schon nicht mehr aktuell. 15MP oder mehr sollten es schon sein.
 
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Hi Cinnayum,

vielen Dank für deinen hilfreichen Beitrag!
Welche der beiden EOS ist denn "besser"? Nach dem Preis zu urteilen (kurz bei geizhals.de überflogen) ist die 500D teurer, richtig?
Ach ja, was mir auch gleich aufgefallen ist, ist, dass bei beinahe allen Kamera als Standard-Objektiv ein 18-55mm dabei ist oder?
Könntest du mir, da wir gerade bei dem Thema "Objektive" sind, kurz sagen, was man für ein Makroobjektiv so braucht? Und was das kosten könnte? Meinst du das mit "USM"?

Dass die GX-10 nicht mehr up-to-date ist, habe ich mir schon gedacht, diese ist auch schon beinahe 4 Jahre alt. 15 MP sind - soweit ich das bislang überblicken kann - wohl keine Seltenheit mehr oder?

Ist die EOS 1-D wohl eine Profikamera? Oder ist deine Frau einfach eine Kennerin der Materie?

Viele Grüße
Alex
 
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Bei Canon ist die EOS 1er Serie DAS Topmodell. Für die aktuellste Version darfst du >4000€ auf den Tisch legen - nur für das Gehäuse wohlgemerkt!
USM steht bei Canon für UltraSonicMotor - d.h. das der Autofokusmotor im Objektiv ein Ultraschallmotor ist.
Nikon nennt das bei sichh SWM (SilentWaveMotor), bei Sigma steht da HSM (HyperSonicMotor) - im Grunde ist das alles das gleiche nur ist der Vermarktungsname anders.
Die 500er ist wahrscheinlich teurer weil sie nicht mehr in der Menge zu kriegen ist. Mittlerweile gibts da ja schon 2 Nachfolgemodelle. Und die Hat Cinnayum ja schon genannt -> 550D / 600D
Bei deinem Budget von max. 500€ würde entweder eine Einsteiger DSLR (EOS 550D / 1100D / Nikon D3100 / D5100) mit dem Kitobjektiv passen oder eine Bridgekamera. Da kämen neben Canon auch Panasonic oder Nikon in Frage.
Hier können wir dir nur ne Richtung nennen.

Obs passt kann man nur sagen, wenn man die Kamera selber in der Hand hatte und mit Griff, Größe, Haltung und Bedienung SELBER gut klarkommt.

Mir passen die ganzen kleinen Einsteiger DSLRs zum Bsp nicht. Die sind mir für meine Hände einfach alle zu klein. Da kann es bei dir schon ganz anders aussehen.

Wenn du wirklich komplett in Richtung Makro willst, ist eine DSLR auf Grund der riesen Auswahl an diversen Linsen eher was als ne Bridge.
Dafür ist ne Bridge kleiner, leichter und an sich ein "geschlossenes" System.

Bei ner Makrolinse, die bei solchen Aufnahmen eig. immer zu empfehlen ist, musst du für ein passendes halt zum DSLR-Kit nochmals mit etwa 400€ aufwärts rechnen.
Ein gutes Makro sollte eine Festbrennweite sein, also KEIN Zoom (dort steht zwar auch ab und an Makro drauf - kommt aber nicht an eine Makrofestbrennweite ran), es sollte schon eine Lichtstärke von f2,8 haben und in Richtung ~70, ~90 oder ~105mm Brennweite gehen.
 
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Die Kamera sollte nicht zu klobig sein, man sollte sie auch gut mitnehmen/ transportieren können.

Dann würde ich dir eine spiegellose Systemkamera empfehlen.

Ich möchte mit der Kamers Full-HD Videos machen können.

Wirklich gute Camcorder, die wesentliche Vorteile gegenüber Fotokameras mit Videofunktion hätten gibt es in dem angepeilten Preisbereich nicht.

Allerdings können nicht alle (Foto-) Kameras auch 1080p aufzeichnen, 1080/50p oder 1080/60p können in dem Preisbereich nur sehr wenige.

Die soweit ich weiß zur Zeit billigste spiegellose Systemkamera überhaupt, die 1080/50p aufzeichnen kann ist die Sony NEX-5R, die es mit Standard Zoomobjektiv ab ~650€ gibt. 1080/30p oder 1080/60i können -mit einigen Ausnahmen- die meisten.

Sie sollte hochwertige Bilder machen können - mindestens wie eine Samsung GX-10. Diese hatte ich während meines Auslandssemesters dabei (ist von meiem Vater). Die Bilder haben mir sehr gut gefallen.

Schöne, hochwertige Bilder kann man mit jeder Systemkamera machen, da ist eher das Objektiv wichtig.

Gleich zur obigen Samsung GX-10 anschließend: Ich bin kein Foto-Profi, bin aber lernbereit. Soll heißen, die Kamera muss einen guten, Auto-Modus haben, kann aber auch gerne mehr Detailtiefe bieten, die sich jedoch im Rahmen des Erlernbaren bewegen sollte. Ich benötige kein absolutes Profi-Modell.

Okay... viele spiegellose Systemkameras, vor allem aus der ersten Generation kranken etwas beim Autofokus (der Autofokus ist also langsam); viele dieser Modelle werden immernoch verkauft, die neuesten Modelle müssen sich vor guten DSLRs aber nicht verstecken. Da sie aber im Wesentlichen, vor allem die günstigeren Modelle, grundsätzlich eher auf unerfahrene Fotografen abzielen, die bisher Kompaktkameras genutzt haben bieten fast alle brauchbare und einfach gehaltene Auto-Modi.

Ich weiß nicht, ob dies eine Rolle spielt, aber die Motive würden mannigfaltig sein. Personen, Natur, Objekte - da würde ich nicht unterscheiden.

Das ist vor allem eine Sache der Objektive. Die Kamera bzw. ihr Sensor wird vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen wichtig, da man bei einem besseren Sensor weniger Rauschen bei hohen ISO Werten (hoher Lichtempfindlichkeit) hat.


Auch hier sind vor allem die Objektive interressant; soweit ich weiß gibt es (noch) nicht für alle Systemkameras richtige Makroobjektive; es gibt jedenfalls welche für das Sony NEX System (E-Bajonet) und Micro Four Thirds; wenn du eine (andere) Kamera ins Auge fassen solltest kannst du dich ja gegebenenfalls informieren ob es ein passendes Makroobjektiv gibt.

Ob D-SLR oder nicht kann ich nicht sagen. Hier könnt ihr mir ggf. einen Tipp geben, wann dies nötig ist und wann nicht?

"Nötig" ist eine DSLR meiner Meinung nach als solche praktisch nie, wirklich sinnvoll höchstens wenn man bei sehr schlechten Lichtverhältnissen viel mit der manuellen Fokussierung arbeitet und die schlechtere Transportierbarkeit keine Rolle spielt.

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Bei der Auswahl des richtigen Kamera musst du in jedem Fall einige Kompromisse eingehen- zunächst:

Kameragröße vs.: Sensorgröße

Ein kleinerer Sensor ermöglicht eine kleinere Kamera, vor allem aber auch kompakte, preiswerte und dennoch einigermaßen hochwertige Objektive mit großem Zoombereich (das ist auch das "Geheimnis" der kompakten Superzoom Kameras), weiters ermöglicht er eine große Schärfentiefenbereich (was man fallweise auch als Nachteil sehen kann). Kleine Sensoren haben aber auch einen erheblichen Nachteil: sie sind tendentiell weniger Lichtempfindlich und verrauschen, wie gesagt, bei hohen ISO Werten stärker.

Hier mal eine Auflistung der Sensorgrößen aktueller spiegelloser Systemkameras:


6,17 x 4,55mm "1/2,3"" (Pentax Q) //die meisten Kompaktkamerasensoren bewegen sich in dieser Größenordnung

13,2 x 8,8mm "Nikon CX" (Nikon)

18 x 13,5mm "Micro Four Thirds" (Olympus, Panasonic) //Olympus und Panasonic Objektive sind kompatibel

~22,5 x 15mm "APS-C" (Sony, Samsung, Fujifilm, Canon, Pentax) //die meisten DSLRs besitzen APS-C Sensoren

~36 x 24mm "Vollformat" (Leica M/M9) //Normaler analoger Kleinbildfilm; einige high-end DSLRs; die Leica Kameras und ihre Objektive sind leider fast unbezahlbar

Weitere beachtenswerte Eigenschaften von Systemkameras sind der Autofokus (vor allem: dessen Geschwindigkeit), die Serienbildfunktion und deren Geschwindigkeit (wichtig für Sportaufnahmen) , die Bedienung (am besten im Elektronikmarkt selber testen) und das verfügbare Zubehör (Objektivauswahl, Digitaler Sucher, Blitze, Fernbedienung, Adapter für Fremdobjektive,...). Auch das Display ist nicht zu vergessen, es ist insbesondere natürlich auch wichtiger als bei DSLRs; neben der Bildqualität ansich sind auch weitere Eigenschaften interressant, etwa die Möglichkeit das Display umzuklappen.
 
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AW: Schöne Kamera, die HD-Videos aufnehmen kann und schöne Schnappschüsse macht

Canon EOS 550D / 600D je nach Geldbeutel. Der Kamerabody bestimmt weniger die "Klobigkeit" als das montierte Objektiv. Im Mediamarkt kann man die aber alle mal "angrabbeln".

Für Makroaufnahmen brauchst du auf jeden Fall ein extra Objektiv mit entsprechender Brennweite. Es gibt an einer vernünftigen Kamera einen Makromodus (über ein Drehrad), aber das beeinflusst nur die Lichtempfindlichkeit, Beleuchtungszeit und sowas. Wenn die Linse das Ding nicht scharf bekommt auf kurze Entfernung, sieht es halt aus, wie es aussieht (unscharf).

Du solltest auf eine mechanische Bildstabilisierung am Objektiv achten.

Für später kannst du dir dann noch ein gutes USM-Objektiv zulegen. Wobei die Objektive jeweils nur für einen Hersteller passen. Die Entscheidung Canon oder z.b. Nikon betrifft auch dein komplettes Zubehör.

Inwiefern die kleineren Systemkameras eine echte Alternative zur D-SLR darstellen, kann ich nicht sagen.
Mit der o.a. Canon hat meine Frau auf jeden Fall mal bessere Fotos hinbekommen als unser Dorffotograf mit der EOS 1-D.

Auch wenn es eine unschöne Pauschalaussage ist: die 10MP der verlinkten Kamera sind schon nicht mehr aktuell. 15MP oder mehr sollten es schon sein.
Sorry, aber das ist doch Blödsinn.

Was willst du mit >=15MP bei so nen winzling an Sensor?

Damit erreichst du meist nur eins, und zwar rauschen rauschen und nochmal rauschen, sobald es nicht strahlender Sonnenschein ist...

Gerade bei den kleinen Sensoren sollte man tendenziell eher zu einem Modell mit weniger MP greifen. Das tut einfach dem Rauschverhalten usw im Allgemeinen gut. Klar es gibt auch Sensoren, die hohe MP und kleiner Sensor recht gut zusammen bekommen, aber ab nem gewissen Punkt fängts dann halt an zu rauschen wie die Hölle... Der Physik kannste halt kein Schnippchen schlagen...

Und selbst meine 12.2 MP sollten auch für Abzüge von >1mx1m reichen.
 
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"So ein winziger" Sensor?

Die Samsung GX-10 hat einen APS-C Sensor mit 23,5 x 15,7mm; dieser wurde übrigens in Zusammenarbeit mit Pentax entwickelt, kommt auch in der Pentax K10D zum Einsatz und ist der "Urahn" aller Samsung APS-C Sensoren, wie sie in Samsungs aktuellen spiegellosen Systemkameras verbaut werden.

Trotz der geringen Auflösung ist er für heutige Verhältnisse auch nicht sehr lichtstark,fängt bei ISO 800 sichtbar zu rauschen an, mehr als ISO 1600 kann die Kamera soweit ich weiß erst garnicht. Damit ist er ein schönes Beispiel dafür das moderne Sensoren bei gleicher Sensorfläche und Auflösung erheblich lichtempfindlicher und rauschärmer sein können als ältere bzw. das auch kleinere Sensoren größere in dieser Hinsicht schlagen können.


Jedenfalls ist die Samsung GX-10 eine Budged DSLR aus dem Jahr 2006 und kommt daher so oder so wohl eher nicht für eine Neuanschaffung in Frage...
 
AW: Schöne Kamera, die HD-Videos aufnehmen kann und schöne Schnappschüsse macht

Du weißt was ich mein. Ich hab nur eine Dramaturgie benötigt, um klar zu machen, dass das stumpfe auf die MP glotzen ziemlich kontraproduktiv ist :daumen:

Und bzgl dem alt vs neu Sensor, das hab ich doch auch gesagt :P
 
AW: Schöne Kamera, die HD-Videos aufnehmen kann und schöne Schnappschüsse macht

Kommt immer darauf an, was man damit machen will. Im Zweifel sind mehr Megapixel natürlich schon besser und auch von (weit) mehr als 15 Megapixel kann man je nach Anwendung noch wirklich profitieren.

Bei einer größeren grund-Pixelzahl kann man unter anderem auch agressivere Rauschunterdrückungsverfahren nutzen ohne das das wirklich schlecht aussieht sodass eine größere Pixeldichte auch für das effektive Rauschverhalten nicht unbedingt kontraproduktiv sein muss.

Vom "Megapixelzählen" zum "mm² Sensorfläche zählen" überzugehen ist jedenfalls nicht sehr schlau. Eher sollte man sich auf Tests verlassen, wenn es um das Rauschverhalten geht sollte man dabei auf Vergleichsfotos mit unterschiedlichen ISO Werten bei entsprechend angepasster Belichtungszeit achten.
 
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Da liegst du auch durchaus richtig. Nur meine bescheidene Erfahrung hat gezeigt, dass die Kameras (gleiches Alter) meist mehr zum Rauschen neigen, je höher die Pixeldichte wird.

Man vergleicht ja auch nicht ne 100 mit ner 1k€ Kamera. :ugly:

Am Besten ist es aber natürlich die Testberichte zu vergleichen, wobei man schon immer SEHR aufpassen muss, da die Testberichte im Allgemeinen irgendwie immer "sehr positiv" verfasst sind... Ich denke du weißt was ich meine.

Am Besten sollte man einfach die in Frage kommenden Kameras testen, und direkt vergleichen.

Mehr MP seh ich aber im Allgemeinen nicht wirklich als Vorteil an, es sei denn, man will halt Ausschnittsvergrößerungen machen, und die noch sehr groß Ausdrucken. Wie gesagt, 12MP langen für >1mx1m. So groß oder gar größer macht man seltenst etwas. Ich hab persönlich lieber nen passendes Objektiv drauf, so dass das Bild so ist wie ich es will, anstatt später nur Ausschnitte zu nehmen.
 
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Am Besten ist es aber natürlich die Testberichte zu vergleichen, wobei man schon immer SEHR aufpassen muss, da die Testberichte im Allgemeinen irgendwie immer "sehr positiv" verfasst sind... Ich denke du weißt was ich meine.

Na ja... wenn in dem Test z.B. drei Testbilder angegeben sind, eines mit ISO 200, eines mit ISO 800 und eines mit ISO 1600, bei gleicher Blende und bei größeren ISO Werten entsprechend niedrigerer Belichtungszeit dann kann man ja einfach selber beurteilen wie sehr sich das Bild mit ISO 1600 gegenüber ISO 200 verschlechtert hat und muss sich nicht auf die Interpretation des Testers verlassen. Vorraussetzung dafür ist natürlich das die Testbilder in ausreichender Größe vorliegen, was vor allem bei gedruckten Tests leider oft nicht der Fall ist.

Mehr MP seh ich aber im Allgemeinen nicht wirklich als Vorteil an, es sei denn, man will halt Ausschnittsvergrößerungen machen, und die noch sehr groß Ausdrucken. Wie gesagt, 12MP langen für >1mx1m. So groß oder gar größer macht man seltenst etwas. Ich hab persönlich lieber nen passendes Objektiv drauf, so dass das Bild so ist wie ich es will, anstatt später nur Ausschnitte zu nehmen.

Ausschnitte erheblich vergrößern zu können ist meiner Meinung nach auch ein deutlicher Vorteil.

Mit Aussagen wie "12 Megapixel reichen für 1x1m" wäre ich auch sehr vorsichtig. Zunächst muss man bedenken, dass sich die Anzahl der Pixel auf die gesamten Subpixel der Bayer-Matrix bezieht, pro Farbe gibt es also real nur ein drittel der Auflösung, bei 12 Megapixel bleiben also 4 Megapixel, man hat also nur wenig mehr echte Bildinformation als bei 4 farbigen Megapixeln. ~4Megapixel wären etwa 2404x1664

Wenn man nun ein Foto zu einem etwa 1,3mx0,9m Poster machen will hast du nun nurnoch einen Pixelabstand von mehr als 0,5mm. "Perfekt" würde ich das nichtmehr nennen. Allenfalls "in der Regel ausreichend". Natürlich: das Bild, das der RAW Converter ausspuckt hat zumindestens eine Auflösung, die der gesamten Auflösung der Bayer-Matrix entspricht (also nurnoch etwas mehr als 0,34mm Pixelabstand), vor allem bei sehr kleinen, farbigen Details ist das Bild jedoch nurnoch unscharf. Eine noch sehr viel höhere Auflösung würde das Bild noch besser aussehen lassen, zumindest wenn man es auch aus der Nähe betrachten will; dann sollte man beim Pixelabstand unter 0,1mm bleiben (was moderne Fotodrucker auch durchaus schaffen); für ein 1,3x0,9m Bild mit einem Pixelabstand von 0,1mm bräuchte man bereits einen 117Megapixel Sensor (!!), idealerweise also eine 351 Megapixel Bayer-Matrix, damit ist man bereits im Bereich dessen, was z.B. mit einem APS-C Sensor physikalisch, theoretisch überhaupt möglich ist (Abbe-Limit). Derzeit gibt es aber bekanntlich auch nichtmal (digitale)Mittelformat Kameras, die so eine Auflösung schaffen (auch wenn das vermutlich weniger am können sondern eher am wollen der Hersteller liegt, manche Sensoren, vor allem kleine Kompaktkamera und Handy Sensoren kommen dem Abbe-Limit schon ziemlich nahe).

Und zuletzt nochmal der Vorteil kleiner Sensoren:
Pentax_Q_1.jpg
Pentax Q mit 8,5mm Objektiv (entspricht etwa einem Horizontalen Öffungswinkel von 35°).

Die Kamera selbst und ihre Objektive sind wesentlich kleiner als bei jedem anderen System, ohne Objektiv oder mit einem flachen Weitwinkel würde ich sie als "Hosentaschentauglich" bezeichnen, das ist eine Eigenschaft, die keine andere Systemkamera in dieser Form besitzt.
 
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Ähm was für komische Kameras meinst du da bitte? :ugly:

Also bei Nikon bekommste auch die RGB-Pixel Anzahl, die drauf steht. Z.B. Nikon D90: 12,2 MP real am Bild 4288*2848=12212224 RGB! Pixel.

Das langt wacker selbst für große Ausdrucke.

Du solltest ja auch bedenken, dass du vor nem 1x1m Bild normal nicht im Abstand von 10cm stehst, sondern eher > ein Meter. Da sollteste nichts mehr sehen.

Nen 24" 1920*1080er Monitor hat z.B. ~93dpi. Findest du das Bild wirklich schlecht?

Also nehmen wir mal die 93dpi und rechnen das auf den 12,2 MP hoch, dann kommste für die lange Seite auf ~117cm, und für die Kurze eben auf ~78cm. Das langt wirklich gut. Vor allem, wann steh ich vor so nem Bild mit ~30cm Abstand?

Da muss man schon über Sinn und Unsinn nachdenken. Bei nem Bild von ~1x1m mit 300 dpi drucken ist schön und gut, aber 1. bekommste das fast nirgends, und 2. siehst du das normal auch nicht.
 
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Also bei Nikon bekommste auch die RGB-Pixel Anzahl, die drauf steht. Z.B. Nikon D90: 12,2 MP real am Bild 4288*2848=12212224 RGB! Pixel.

Ich erkenne eine Bildungslücke!

Fast alle Kamerasensoren, mit Ausnahme der Foveon-X3 Sensoren, die in einigen Sigma Kameras zum Einsatz kommen, besitzen Pixel, die nur die Lichtstärke, nicht jedoch die Farbe registrieren können. Um ein Farbbild zu bekommen werden die einzelnen Pixel mit Farbfiltern versehen, üblich sind 25% Blau, 25% Rot und 50% Grün in Form einer sogenannten Bayer-Matrix.

432px-Bayer_matrix.svg.png
Bayer-Matrix

Ein 12 Megapixel Sensor hat also nur 3 Megapixel Blau, 3 Megapixel Rot und 6 Megapixel grün. Grün wird bevorzugt, da es "in der Mitte" liegt und das menschliche Auge Grün auch am besten wahrnehmen kann.

Es sollte klar erkennbar sein, das gegenüber einem Sensor mit der gleichen Pixelzahl, dessen einzelne Pixel alle Farben erkennen können Bildinformation verloren geht. Konkret vor allem bei einfarbigen, vor allem roten oder blauen Details.

Das ist auch das "Geheimnis" der Leica M Monochrom; sie hat keinen Farbfilter, beim Aufnehmen von Schwarz-Weiß Bildern gewinnt man durch das fehlen der Bayer Matrix zusätzliche Bildinformation.

Zurück zu normalen Kameras. Da normale Bildschirme keine Bayer Matrix sondern farbige Pixel haben errechnet die Kamera (oder die RAW Entwicklersoftware) ein Bild mit normalen quadratischen RGB Pixeln, dessen Auflösung der Auflösung der gesamten Bayer Matrix entspricht. Einfarbige Details erscheinen auf diesem errechneten Bild aber entsprechend unscharf.

Und ja: auch die D90 hat keine RGB Pixel, schon garnicht 12 Millionen.


Praxistest in diesem Zusammenhang: fotografiere ein feines Muster mit hohem Kontrast (gut eignet sich ein Fraktal, etwa eine Koch-Flocke), an dem du Unschärfen im 1-Pixel Bereich erkennen kann; ein mal Schwarz auf Weiß und ein mal Schwarz auf Rot. Letzteres sollte am Ende unschärfer aussehen.

Du solltest ja auch bedenken, dass du vor nem 1x1m Bild normal nicht im Abstand von 10cm stehst, sondern eher > ein Meter. Da sollteste nichts mehr sehen.

Kommt darauf an. Ich finde es jedenfalls sehr schön, wenn man noch näher rangehen kann und immer neue Details erkennt.

Nen 24" 1920*1080er Monitor hat z.B. ~93dpi. Findest du das Bild wirklich schlecht?

"Wirklich schlecht"?

Na ja... es geht so. Wirklich zufrieden bin ich aber nicht damit.

Hast du schon mal einen 4k Monitor gesehen? Das ist schon ein erheblicher Unterschied, ein Unterschied, den man auf den ersten Blick merkt und den man schnell zu schätzen weiß.


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Was jedenfalls auch noch gesagt werden sollte: mit zunehmender Auflösung steigen auch die Anforderungen an die Optik, da diese sonst die effektive Schärfe limitiert und nicht die Pixel-Auflösung.

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Und: es gibt doch schon Kameras, die Auflösungen in dem Bereich erzielen können: die Hasselblad H4D-200MS hat zwar "nur" einen 50 Megapixel (Mittelformat Bayer-) Sensor, dieser kann aber um ein halbes Pixel durch Piezomotoren verschoben werden. Die Kamera macht mehrere Bilder mit jeweils verschobenem Sensor und kann daraus eine Auflösung von bis zu 200 Megapixel errechnen.

Preislich kommt sie für mich, für den TE und vermutlich auch für dich aber wohl sowieso nicht in Frage, außerdem eignet sich das Verfahren naturgemäß nur für relativ Statische Motive und man muss ein Stativ verwenden.
 
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Das ist schon richtig. Du Interpolierst ja aber über die Matrix. Das passt schon. Vor allem, den Punkt sprichst du ja Gott sei dank auch an, muss die Optik die Auflösung auch mitmachen, von Verwackeln usw mal ganz zu schweigen.

Wie gesagt, wenn man keine Ausschnitte macht, dann ist man mit >=12MP gut dabei.

Ob jetzt 16 oder 12 MP entscheiden nicht darüber, ob ein Bild gut wird, sondern der Fotograph hinter der Kamera zu 99,99999%. Vor allem kommen die hohen Auflösungen, wie schon gesagt, erst dann zum tragen, wenn man sehr große Vergrößerungen macht.

Btw. man kann ja auch die Auflösung hoch rechnen! Da sollte man auch nicht unterschätzen, was man da noch aus einem Bild mit ner guten bis sehr guten Schärfe raus holen kann.
 
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