Eine HDD im Laptop zu haben ist schon recht praktisch, so kann man sich viel Speicherplatz für wenig Geld zulegen. Das interne optische Laufwerk kann in der Tat durch ein externes ersetzt werden, man kann dann einen HDD Caddy einbauen und so ein zweite 2,5" Laufwerk einbauen. Externe HDDs sind zwar nett, sie müssen jedoch immer extra angesteckt werden, sind anfälliger und umständlicher als ihre internen Kollegen.(...)
Um das "fair" zu betrachten, musst du seeehr viele Schritte zurückmachen: Auch für die unanfällige Integration einer HDD in einen Laptop muss Geld aufgewand werden, nämlich für das generelle Design des Innenlebens, des Boardlayouts usw. usw. Für die dadurch entstehenden Kosten könnte man sich eine externe HDD wahrscheinlich in einer MilitaryDropTest-Variante oder vergleichbar gönnen.
Für SSDs decken M.2 in der SATA- und in der PCIe-Variante nahezu das gesamte Optionsspektrum ab, Preislich existieren (bei SSDs, die in beiden Varianten existieren) zwar Differenzen, sie gehen aber nicht in klare Richtungen. Einziger Haken: Die Weiternutzung von SSDs aus älteren Notebooks in aktuellen Notebooks wird erschwert, die kann man ja aber auch gleich mit dem Gerät zusammen verkaufen, in einen Desktop einbauen, an einen Desktop-User verkaufen oder ähnliches.
→ Die HDD-Optionen sind der Grund, wieso die 2,5-Zoll-Schächte noch in Notebooks existieren. Die wiederum schränken die Möglichkeiten beim Design der Konnektivität, beim Akku usw. ein.
Nutzer, die eine große Akku-Kapazität benötigen, müssen also unter Umständen WEGEN der internen HDD-Option eine externe Akkuerweiterung nutzen. Und das, auch wenn sie gar keine 2,5-Zoll-Platte verbauen wollen würden...

Dazu gibt es weniger Ports bei gleichem Designaufwand (oder genauso viele Ports mit mehr Designaufwand, gleiches Spiel wie sonst auch), womit sich auch das eine Teilargument des Extra Anstecken verabschiedet. Das nächste Teilargument, der erhöhte Arbeitsaufwand durch das Anstecken hebt sich durch die verwaltungstechnischen Vorteile z.B. auf Betriebssystemebene einer externen Lösung auf. Auch so Dinge wie völlige Kontrolle spielen da mit rein, wer den Laptop absolut lautlos haben will, der sollte halt nicht darauf angewiesen ob das OS den Wunsch erfüllen möchte, genauso beim mobilen Betrieb, denn bring einer internen HDD mal in dem Szenario bei keinen Strom zu brauchen. Sie trennen zu können ist da ein simpler Workaround.
Unter dem Strich stehen also...
Ansteckpflicht: Hebt sich durch Zeit- und Platzersparnisse an anderen Stellen weg. Auch Portanzahlneutral.
Anfälliger: Nur, wenn man sehr kurzsichtig an die Angelegenheit herangeht.
Umständlicher: Durch Flexibilität (im Sinne von: Einige der Umständlichkeiten von HDDs werden genommen) mehr als ausgeglichen.
...Null Argumente für HDDs (und HDD-Optionen) in Notebooks...
Gewicht: Keine HDDs selber (die wiegen ja auch etwas) und keine 2,5-Zoll-Slots machen ruggedized-Notebooks in der bisherigen Größe und Gewicht oder leichtere, kompaktere Notebooks möglich.
Fokus: Weg von internen HDDs im generellen hin zu externen HDDs (in jeglicher Form, auch HomeServer usw.) treibt deren Vielfalt, Individualität usw. weiter an.
Kreativität: Es gäbe so zig brilliante Optionen Notebooks ganz anders zu designen als es heute der Fall ist wenn nicht an so vielen Stellen Rücksicht auf Konventionen genommen werden müsste. Dass auf Teufel komm raus so viel intern sein soll ist dabei eines der größten Hemmnisse. Der Punkt ist, dass schon das KLASSISCHE Design darunter leidet, alle anderen mindestens genauso.
Dämmbar: Ein Filz drunter und das Ding ist leise.
...gegen vier gegen HDDs (und HDD-Optionen) in Notebooks. Das heißt natürlich wenig, kann ja sein, dass du einfach nicht alle dafür gefunden hast oder auch einige meiner eigentlich nicht valide sind. Aber es ist schonmal ein Ansatz, oder?