News Samsung, SK Hynix und Micron verklagt: Gab es Preisabsprachen in der Speicherkrise

ach komm - das angeblich brennt richtig in den Augen, das war 2025 - was ist passiert ?
Das war Ende 2025, also quasi nur ein halbes Jahr her.
Aber ist okay, wenn Du die Priorisierung von beiden auf den Margenträchtigen KI-Beschleunigermarkt nicht sehen möchtest. (Und das bei nach wie vor begrenzten Waferflächen. 1 und 1 zusammenzählen.) :ka:
 
Das war Ende 2025, also quasi nur ein halbes Jahr her.
Aber ist okay, wenn Du die Priorisierung von beiden auf den Margenträchtigen KI-Beschleunigermarkt nicht sehen möchtest. (Und das bei nach wie vor begrenzten Waferflächen. 1 und 1 zusammenzählen.) :ka:
Vielleicht solltest Du an der Stelle einfach aufhören mir etwas zu implizieren, was in keinster Weise meinen Beiträgen entspricht.

Ich sehe die margenträchtige Umstellung auf KI Beschleuniger, ich sehe die margenträchtige Umstellung von Arbeitsspeicher wegen KI.
Das ist aber nicht die Ausgangslage - es riecht für mich nach Absprache zwischen den Speicherhersteller, beweisen kann ich es nicht und es wäre nicht das erste mal in der Geschichte, das es kartellrechtliche Absprachen gegeben hätte.

Das ist die gesamte Aussage, warum Du mich jetzt zu einer Meinungsänderung bewegen möchtest, entzieht sich mir. Meine Meinung werde ich nicht ändern, es sei denn Du gibst mir fundierte Grundlagen.

Deine Meinung, die Welt des Kapitals hat eine reine Weste, möchte ich Dir nicht streitig machen, daher guten Abend & gute Nacht.
 
Unabhängig vom Speicher (das ist nur ein zusätzlicher Faktor) lassen AMD und Nvidia jetzt weniger GPUs produzieren
Und warum? Weil Speicher knapp ist... Wenn Speicher statt 100€ nun 400€ kostet, dann kostet eine 5070Ti keine 700€ mehr, sondern 1200€ (Marge/Zoll/Steuer wächst prozentual mit). Da will dann auf einmal keiner mehr die Karte kaufen.

Viele GPUs im unteren Preisbereich sind noch lagernd, deswegen gibt es noch im unteren Bereich die niedrigen Preise.
Es gibt auch viel mehr GDDR6 in verschiedenen Lagern, weil er schon viele Jahre produziert wird, GDDR7 ist relativ neu.
Und deswegen hat AMD aktuell noch die guten Preise bei GPUs, weil die alte Bestände von GDDR6 nutzen.

Microsoft ist der RAM ausgegangen und Sony hat noch Verträge gemacht bevor der RAM ganz teuer war, aber beide haben den Preis schon erhöht. Nintendo macht es genau so.
Willst du nun die 3 verklagen, weil sie wegen dem RAM alle teurer geworden sind? Stecken die vielleicht auch hinter der Decke?:klatsch:

Sie haben sich abgesprochen, die Frage ist, ob es eine verbotene direkte Absprache oder eine indirekte war. Indirekt haben sie sich die ganze Zeit abgesprochen, da sie alle ihre Schritte öffentlich verkündet und so abgestimmt haben. Inklusive der Tatsache, dass alle Hersteller bekanntgegben haben, dass sie ihre Kapazitäten nicht sonderlich ausbauen wollen.
Ja die Frage ist, ob z.b. die Treffen/Dinner bei Trump wo ja angeblich alle da waren als Teil der Öffentlichkeit gelten...
 
Es gibt keine Preisabsprachen, in keiner Branche und auch keine korrupten Menschen. (Sarkasmus off)
Geld regiert die Welt, Machtmissbrauch und Korruption sind keine Ausnahmen sondern die Regel!
 
Ob die Klage Erfolg haben wird ,da habe ich Zweifel. Klar wünschen wir uns günstigere Preise aber als Ram spottbillig war hat sich ja auch Keiner beschwert. Kapitalismus hat seine Vor und Nachteile wie jedes andere System. Es ist ja auch nicht so, dass gar kein Kontingent für Endkunden vorhanden wäre. Es kann nicht die Nachfrage aktuell bedienen und deshalb ist die Ware dementsprechend aktuell eben deutlich teurer.Neue und teure Fabs sind geplant und im Bau.Die müssen schliesslich sich auch in Zukunft tragen und profitabel sein wenn die Nachfrage in Zukunft nachlässt irgendwann.
 
Anstatt da blöd rumzuklagen, das bringt keinem wirklich was, sollten die lieber noch ein paar Chipschmieden in den USA aufbauen. Das bricht dann dem Kartell das Genick.

Wichtiger wäre das natürlich hierzulande.
 
Es gibt bislang mWn. keine rechtliche Handhabe gegenüber Preisabsprachen durch Pressemitteilungen: Also wenn drei Firmen einen Markt unter sich aufteilen, auf die Pressemitteilungen der anderen schielen und sich über diese offen absprechen.

Und das ist in dem beobachteten Zeitraum geschehen.
 
Das riecht für Dich nach was? Nach Absprache?
Also wenn die großen Player den Markt und vor allem die (kurzfristig extrem gestiegene) Nachfrage und die Marge bei ihren Produkten lesen können, dann ist deren Verhalten nur logisch und bedarf sicher keinerlei Absprachen...

Darf man nun als Unternehmen keine Produktionen mehr umschichten, wenn die Nachfrage sich ändert und die Marge gleichzeitig bei dem noch stärker nachgefragten Produkt deutlich höher ist?

Gleichzeitig können sie vor Gericht dann sicher auch argumentieren, dass sie ja auch aktuell Milliarden in den Aus/Neubau von Fabs investieren.

Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass so eine Klage Erfolg hat.

Falls doch, möchte ich als nächstes die Autohersteller verklagen: Seitdem die sich "abgesprochen haben", nur noch SUVs zu machen, sind Kompaktwagen locker doppelt so teuer geworden und die von mir bevorzugten Variationen gibt es gar nicht mehr!
Und die Bauwirtschaft erstmal. Such mal eine Wohnung mit 3 m Deckenhöhe und größer, die aktuelle Standards erfüllt. U-n-b-e-z-a-h-l-b-a-r. Das liegt garantiert nicht an den Sanierungskosten für Altbauten, sondern an künstlicher Knappheit, weil sich sämtliche Bauherren seit über 100 Jahren abgesprochen haben, sowas nicht mehr zu errichten!!
Und Schokolade? Vor 15-20 Jahren gab es Vollmilch, Nuss und Nougat für <60 Cent/100 g und das war es oft. Nachdem sich alle abgesprochen haben, Juppie-Sorten mit 60 Prozent Kakao, Pfeffer oder sonstwas rauszubringen, ist der Preis für Vollmilch auf teils über zwei Euro gestiegen! Künstlicher Verknappung aller Orten!! Die haben sich alle gegen mich verschworen!!!

:ka:
Bin kein Anwalt (vorallem nicht in den USA)

Kann man da Firmen vorschreiben ob, was, wieviel und zu welchem Preis die produzieren dürfen bzw. müssen?

Von der Logik her kann ich nachvollziehen das die lieber fetten Gewinn machen wollen als kleiche Brötchen mit dem Endkundenmarkt.

Gerade in den USA wüsste ich nicht, wie man einem Unternehmen in seine Produktion reinreden kann. Aber Kartellabsprachen, also Unternehmens-übergreifende Marktmanipulation, ist auch dort verboten. Und in Gegensatz zu Deutschland, wo man maximal Schäden erstattet bekommt (wenn man sie nachweisen kann), gibt es in den USA Strafzahlungen, die vom Umsatz des Täters abhängen und ebenfalls an die Geschädigten gehen. Bei den explodierten Bilanzen der Speicherhersteller dürften letztere die Motivation für die Klage sein. Wenn Auszahlungen in vielfacher Höhe des speicherabhängigen Umsatzes denkbar sind, dann findet man auch bei mäßigen Erfolgsaussichten einen Anwalt, der das Verfahren auf Erfolgsbeteiligung riskiert. Zumal die Speicherhersteller in der aktuellen, angespannten Börsensituation geneigt sein könnten, jegliche Negativschlagzeilen zu vermeiden.

Wo hast Du das eigentlich her? Meines Wissens nach bauen alle deutlich aus.

Vermutlich blickt er in die Vergangenheit: In der Preistiefphase 2023/2024 wurden in der Tat viele Ausbaupläne auf Eis gelegt und vor 2025 nicht wieder aufgetaut. Das sind die Fabs, die normalerweise 2026 den Markt entlastet hätten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das riecht für Dich nach was? Nach Absprache?
Also wenn die großen Player den Markt und vor allem die (kurzfristig extrem gestiegene) Nachfrage und die Marge bei ihren Produkten lesen können, dann ist deren Verhalten nur logisch und bedarf sicher keinerlei Absprachen...
Eine Absprache zwischen Unternehmen ist nicht erforderlich, damit das Monopolrecht greift. In den USA muss auch kein schriftlicher Vertrag existieren. Entscheidend ist, dass sich die Unternehmen darüber einig sind, gemeinsam vorzugehen. Sie müssen jetzt nachweisen, dass es sich wirklich wirklich wirklich nicht für sie gelohnt hat, mehr DRAM zu produzieren, obwohl deutliche Preisanstiege über Jahre hinweg zustande gekommen sind.
 
Samsung, Micron und Co. haben ja nicht (wie ich glaube damals) einfach ihre Produktion heruntergefahren, weil ihnen die Preise nicht schmeckten. Sie haben ihre Produktion umgestellt und laufen bei 100% plus nebenbei der Aufbau neuer Fabriken.
In der aktuellen Sammelklage werfen die Kläger den Herstellern vor, funktionierende Lieferketten für herkömmlichen RAM absichtlich zerstört und weggeworfen zu haben, um die Verknappung auf die Spitze zu treiben. Wenn bewiesen wird, dass Fabriken künstlich stillgelegt wurden, um die Preise um bis zu 700 % hochzujagen, obwohl der Consumer-Markt händeringend nach Ware schrie, verlässt das den Bereich der legalen Gewinnmaximierung und wird zu illegaler Marktmanipulation.
 
In der aktuellen Sammelklage werfen die Kläger den Herstellern vor, funktionierende Lieferketten für herkömmlichen RAM absichtlich zerstört und weggeworfen zu haben, um die Verknappung auf die Spitze zu treiben. Wenn bewiesen wird, dass Fabriken künstlich stillgelegt wurden, um die Preise um bis zu 700 % hochzujagen, obwohl der Consumer-Markt händeringend nach Ware schrie, verlässt das den Bereich der legalen Gewinnmaximierung und wird zu illegaler Marktmanipulation.
Wie werden sehen, ich bleibe bei meiner ursprünglichen Prognose, dass da genau gar nichts passieren wird.

Wenn (sehr sehr großes wenn) sie tatsächlich die Produktion massiv heruntergefahren haben sollten (und das bei der aktuellen Nachfrage, in der ihnen eh alles zu jedem Preis aus der Hand gerissen wird - zusätzlich zur Produktionsumstellung - Du merkst schon, dass ich daran nicht glaube ;) ) bzw. wie Du andeutest sogar gleich ganze Fabriken stillgelegt wurden, dann werden wir davon sogar sehr schnell erfahren. ;)

Ergäbe in meinen Augen null Sinn in der aktuellen Situation, aber wir werden sehen. ;)
 
Da die DDR5-Preise so stark gestiegen sind, zeitgleich aber die HBM-Preise durch langfristige Jahresverträge gedeckelt waren, ist herkömmlicher DDR5-Speicher pro Wafer plötzlich profitabler als HBM. Analysten berichten, dass Hersteller mit DDR5 aktuell astronomische Gewinnmargen von bis zu 80–90 % erzielen können.

Der Branchenführer SK Hynix hat im Juni 2026 offiziell angekündigt, geplante Kapazitäten für die nächste HBM-Generation (HBM4) wieder zurück auf DDR5 umzuverteilen. Sie bauen sogar bestehende HBM3E-Linien um, um die extreme, hochprofitable Nachfrage im klassischen DRAM-Markt zu bedienen.

Ist das nur ein glücklicher Zufall?
 
Da die DDR5-Preise so stark gestiegen sind, zeitgleich aber die HBM-Preise durch langfristige Jahresverträge gedeckelt waren, ist herkömmlicher DDR5-Speicher pro Wafer plötzlich profitabler als HBM. Analysten berichten, dass Hersteller mit DDR5 aktuell astronomische Gewinnmargen von bis zu 80–90 % erzielen können.

Der Branchenführer SK Hynix hat im Juni 2026 offiziell angekündigt, geplante Kapazitäten für die nächste HBM-Generation (HBM4) wieder zurück auf DDR5 umzuverteilen. Sie bauen sogar bestehende HBM3E-Linien um, um die extreme, hochprofitable Nachfrage im klassischen DRAM-Markt zu bedienen.

Ist das nur ein glücklicher Zufall?
Wenn Du Nachfrage gleich Zufall setzt, dann sicherlich. ;)

Man wird sich logischerweise immer dem aktuellen Markt anpassen und die entsprechend höheren Margen priorisieren. Was daran schwer zu verstehen ist, weiß ich nicht.

Wenn die Führungspersonen nicht so handeln würden, könnten sie sich gleich selbst vor den Aktionären an einen Baum hängen.
 
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