Das riecht für Dich nach was? Nach Absprache?
Also wenn die großen Player den Markt und vor allem die (kurzfristig extrem gestiegene) Nachfrage und die Marge bei ihren Produkten lesen können, dann ist deren Verhalten nur logisch und bedarf sicher keinerlei Absprachen...
Darf man nun als Unternehmen keine Produktionen mehr umschichten, wenn die Nachfrage sich ändert und die Marge gleichzeitig bei dem noch stärker nachgefragten Produkt deutlich höher ist?
Gleichzeitig können sie vor Gericht dann sicher auch argumentieren, dass sie ja auch aktuell Milliarden in den Aus/Neubau von Fabs investieren.
Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass so eine Klage Erfolg hat.
Falls doch, möchte ich als nächstes die Autohersteller verklagen: Seitdem die sich "abgesprochen haben", nur noch SUVs zu machen, sind Kompaktwagen locker doppelt so teuer geworden und die von mir bevorzugten Variationen gibt es gar nicht mehr!
Und die Bauwirtschaft erstmal. Such mal eine Wohnung mit 3 m Deckenhöhe und größer, die aktuelle Standards erfüllt. U-n-b-e-z-a-h-l-b-a-r. Das liegt garantiert nicht an den Sanierungskosten für Altbauten, sondern an künstlicher Knappheit, weil sich sämtliche Bauherren seit über 100 Jahren abgesprochen haben, sowas nicht mehr zu errichten!!
Und Schokolade? Vor 15-20 Jahren gab es Vollmilch, Nuss und Nougat für <60 Cent/100 g und das war es oft. Nachdem sich alle abgesprochen haben, Juppie-Sorten mit 60 Prozent Kakao, Pfeffer oder sonstwas rauszubringen, ist der Preis für Vollmilch auf teils über zwei Euro gestiegen! Künstlicher Verknappung aller Orten!! Die haben sich alle gegen mich verschworen!!!
Bin kein Anwalt (vorallem nicht in den USA)
Kann man da Firmen vorschreiben ob, was, wieviel und zu welchem Preis die produzieren dürfen bzw. müssen?
Von der Logik her kann ich nachvollziehen das die lieber fetten Gewinn machen wollen als kleiche Brötchen mit dem Endkundenmarkt.
Gerade in den USA wüsste ich nicht, wie man einem Unternehmen in seine Produktion reinreden kann. Aber Kartellabsprachen, also Unternehmens-übergreifende Marktmanipulation, ist auch dort verboten. Und in Gegensatz zu Deutschland, wo man maximal Schäden erstattet bekommt (wenn man sie nachweisen kann), gibt es in den USA Strafzahlungen, die vom Umsatz des Täters abhängen und ebenfalls an die Geschädigten gehen. Bei den explodierten Bilanzen der Speicherhersteller dürften letztere die Motivation für die Klage sein. Wenn Auszahlungen in vielfacher Höhe des speicherabhängigen Umsatzes denkbar sind, dann findet man auch bei mäßigen Erfolgsaussichten einen Anwalt, der das Verfahren auf Erfolgsbeteiligung riskiert. Zumal die Speicherhersteller in der aktuellen, angespannten Börsensituation geneigt sein könnten, jegliche Negativschlagzeilen zu vermeiden.
Wo hast Du das eigentlich her? Meines Wissens nach bauen alle deutlich aus.
Vermutlich blickt er in die Vergangenheit: In der Preistiefphase 2023/2024 wurden in der Tat viele Ausbaupläne auf Eis gelegt und vor 2025 nicht wieder aufgetaut. Das sind die Fabs, die normalerweise 2026 den Markt entlastet hätten.