Für die meisten Programme ist es eigentlich egal, ob 2 oder 4 Kerne, ausgenommen Videobearbeitung etc. Der Punkt ist der, dass parallele Programmierung aufwändiger und vor allem nicht beliebig stark möglich ist, siehe Ahmdahls Law: Wenn sich 50% deines Programms nicht parallelisieren laassen, der Rest dafür perfekt, beträgt der maximal (theoretischer Maximalwert, ergo sehr optimistische Annahme!) mögliche Speedup 2, d. h. mehr als verdoppeln der Performance geht nicht. Der Aufwand lohnt sich meist nicht. Nur Software, deren Problemlösungen selbst auf aktueller Hardware lange dauern und deren Problem gut parallel abgearbeitet werden kann, sind entsprechend programmiert. Oft ist auch eher der Speicher (HDD) der Flaschenhals, nicht die CPU.
Bzgl. Spielen: PCGH testet die technische Creme de la Creme der Spiele, nichtsdestotrotz: von mehr als 2 Kernen profitieren die meisten guten, aktuellen Spiele in der Tat, weil die Konsolen 3 Stück haben. SMT kann einiges rausreißen, viel mehr als 20% eines richtigen Cores bringt SMT aber eigentlich nicht.
Warum bin ich trotzdem für Quadcores? Natürlich wegen des Multitaskings, DAS ist abseits aktueller Spiele der Vorteil. Und der ist insbesondere auf mobilen Systemen, die stromsparend sein sollen, durchaus signifikant.