Schon als der VI-Protheaner das immer wiederkehrende Muster organischer Konflikte in jedem Zyklus erwähnt hat, hab ich mir sowas schon gedacht. Bis dahin fand ich das Spiel auch sehr gut, die letzte Mission hat mit der düsteren Athmosphäre auf der Erde, den riesigen Flotten, usw nochmal richtig Gänstehautstimmung aufkommen lassen.
Aber dass der Endspann dann so kurz ausfällt, so nichtssagend, so "belanglos". Nach all dem großen Rumgetöne von verschiedenen Enden, von wichtigen Entscheidungen, usw...
Ich kann einfach nicht glauben, dass dieselben Entwickler, die eine der epischsten Storys (inklusive Universum) in der Spielegeschichte geschaffen haben, die Spielergemeinde mit so einer lieblosen Verarsche von Abspann abspeisen. Und dann nennen die das Ganze auch noch "Kunst"...
Dennoch, auch wenn das Ende mich schon ein bißchen betrübt hat, das Spiel selbst war einfach grandios! Keine langweilige Sekunde, emotionale sowie epische Momente, war alles dabei. Allenfalls die geringe Anzahl an Nebenquests muss ich hier noch als Kritikpunkt hervorheben (waren fast alle nur Planetenscans).
Und die Zukunft? Die Masseportale sind zerstört. Heißt das nun, dass sich auf der Erde fast alle Spezies des Universums niederlassen werden?

(immerhin können die Flotten nicht mehr zurück zu ihren Welten, oder?)
Vielleicht wollte Bioware hier einen Schnitt machen. Mass Effect 4 spielt dann 200 Jahre später, wenn die Menschen (oder sonst wer) selber dazu in der Lage sind, sowas wie Masseportale zu bauen. Von Sheppard und seiner Crew gibts überall Heldenstatuen, usw...

Jedenfalls wäre dann "Platz" für eine neue Geschichte, ohne sich über die Umstände/Entscheidungen der ersten drei Teile großartig Gedanken machen zu müssen.